Warrior Cats - das RPG
Warrior Cats - die Welt der Katzen.
Tritt dem DonnerClan, WindClan, FlussClan, SchattenClan, WolkenClan oder dem BlutClan bei und führe ein Leben als Krieger!

Warrior Cats - das RPG

Entdecke den Krieger in dir, werde einer von uns und klettere die Clan- Rangliste immer weiter nach oben.
 
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Hierarchie
DonnerClan
Anführer: Toxinstern
2.Anführer: Farnsee
Heiler: Eichenblatt
Heilerschüler: Efeupfote

FlussClan
Anführer: Jubelstern
2.Anführer: Hirschfänger
Heiler: Meeresblick
Heilerschüler: Kauzpfote

WindClan
Anführer: Dunkelstern
2.Anführer: Sturmjäger
Heiler: Milanschrei

SchattenClan
Anführer: Mohnstern
2.Anführer: Gewitterbrand
Heiler: Engelsflügel
Heilerschüler: Abendpfote

WolkenClan
Anführer: Brombeerstern
2.Anführer: Wildfeuer
Heiler: Tränenherz
Heilerschüler: Regenpfote

BlutClan
Anführer: Djinn
2.Anführer: //
"Heiler": Emerald
"Heilerschüler": Lotta

Das RPG
Jahreszeit:
Blattgrüne

Tageszeit:
Mondaufgang

Tageskenntnis:
Beute gibt es wieder reichlich, aber mit dem nachlassenden Wind ist aus der angenehmen Wärme Hitze geworden, unter der besonders Katzen mit einem dichten Fell zu leiden haben. Der Wald ist grün, die offenen Wiesenflächen jedoch etwas ausgetrocknet und die Sonne strahlt ungehindert auf die Territorien der Clans hinunter. Jeder kann sehen, dass es Blattgrüne geworden ist.


DonnerClan Territorium:
Die Blätter sind grün und im Schatten der Bäume lässt sich auch noch der eine oder andere grüne Grashalm finden. Die Bäche und Bäume spenden ein wenig Kühle und Beute gibt es hier auch genug, um die hungrigen Mäuler zu stopfen.


FlussClan Territorium:
In der heißen Sonne sind die Weiden trocken geworden und auch das Wasser des Flusses ist zurückgegangen. Damit gibt es etwas weniger Fisch als sonst, aber dennoch genug für den ganzen Clan.


WindClan Territorium
Gras und Büsche sind ausgetrocknet und da es hier nur wenig Schutz vor der sengenden Sonne gibt, ist diese Blattgrüne ein kleiner Albtraum für alle Krieger mit zu dichtem Fell. Beute gibt es aber genug und eine schnelle Katze sollte nicht daran scheitern ein Kaninchen zu erwischen.


SchattenClan Territorium:
Das sumpfige Gebiet ist etwas trockener als sonst, bietet aber gemeinsam mit den Nadelbäumen eine Abkühlung und Schutz vor der heißen Sonne. Beute gibt es genügend für die hungrigen Krieger und besonders Schlangen finden sich im Moment viele.


WolkenClan Territorium:
Das Gezwitscher der Vögel ist überall zu hören und die Baumgruppen bieten wenigstens etwas Schatten. Ansonsten ist man hier nicht so gut vor der sengenden Sonne geschützt, aber einen mutigen Krieger sollte das nicht von der Jagd abhalten.


Baumgeviert:
Auch wenn die mächtigen Eichen etwas Schutz bieten ist es heiß und auf dem Großfelsen kann man um die Mittagszeit kaum stehen. Wenn gerade keine Katze da ist, wimmelt es sogar hier auf der Lichtung nur so von Beute.


BlutClan Territorium:
Zweibeiner und Hunde werden häufig gesehen, aber auch die meiden die gröbste Mittagshitze. Die Stadt ist aufgeheizt, aber wenigstens gibt es etwas mehr Beute als sonst und die hohen Steinnester bieten auch etwas Schatten.


Streuner Territorien
Auch hier gibt es reichlich Beute und im bewaldeten Gebiet auch etwas Schutz vor der sengenden Sonne. Die Chancen auf eine erfolgreiche Jagd sind gut und die meisten Streuner werden sich das wohl nicht entgehen lassen.


Zweibeinerort
Immer wieder sind draußen neugierige Hauskätzchen anzutreffen, wenn auch die Exemplare mit langem Fell vielleicht lieber drinnen oder im Schatten bleiben. Vielleicht unternimmt das eine oder andere Kätzchen auch eine Erkundungstour?



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 sang dalang

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Nox
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BeitragThema: sang dalang   sang dalang EmptySo 30 Jun 2019, 17:15

>Prolog<

Es war ein ruhiger Abend. Der Wind hatte sich beinahe gelegt, nur noch ein laues Lüftchen konnte man spüren. Das Plätschern des Wassers wurde von zwitschernden Vögeln und der entfernten Musik untermalt. Ein wahrhaft malerischer Abend, um den so mancher Tourist die junge Frau beneiden würde. Aber etwas lag in der Luft, etwas bedrohliches, als die dunkelhaarige mit dem Skateboard unter dem Arm ihre Sandalen abstreifte und zur Seite schob. Sie merkte nichts von der Spannung, als der Sand durch ihre Zehen rieselte und sie einen Fuß vor den anderen setzte, auf das klare Wasser zu. Sie nahm nicht war, dass der leichte Luftzug sich gelegt hatte. Die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm. Die letzten Sonnenstrahlen streiften ihr Gesicht und ließen ihre Haare in einem dunklen, rostfarbenem Ton schimmern. Und dann war es da. Die junge Frau blieb ruckartig stehen und riss ihren Mund wie zu einem grotesken Schrei weit auf. Ihr Arm erschlaffte, das Skateboard fiel aus ihrer Hand und landete auf dem weichen Sand. Ihre Augen verdrehten sich, nur das Weiße war zu sehen. Dann, plötzlich, war alles vorbei.

15.000 Kilometer entfernt, schreckte ein tätowierter Mann aus dem Schlaf auf. Das Handy, das auf seinem Nachttisch lag, bimmelte. Er fuhr sich mit seiner linken Hand durch das dunkle Haar, dann griff er mit seiner Rechten nach dem Telefon und nahm den Anruf entgegen, der ihn soeben aus dem Schlaf gerissen hatte.




Pencari/Anjing Zhu {20.}

Bintang


Zuletzt von Nox am So 30 Jun 2019, 19:29 bearbeitet; insgesamt 8-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: sang dalang   sang dalang EmptySo 30 Jun 2019, 18:14

Pencari

Meine rechte Hand ruhte auf dem Telefon, während ich von meinem Boss, einem mysteriösen Mann, dessen Namen niemand kannte, erklärt bekam, dass er einen neuen Auftrag für mich hätte. Bei den meisten Jägern war er nur als Mr. White bekannt, obwohl alle wussten, dass es nur sein Deckname war und man nie seinen echten Namen kennen würde. Ich war ein Jäger, so nannte man uns in der neuen Welt, jeder hatte Respekt vor den Jägern, da sie die volle Macht des Gesetzes verkörperten. Die meisten Jäger hatten es sich jedoch zur Aufgabe gemacht besessene Menschen zu finden und zu töten, wenn nötig. Ich war bekannt als einer der besten Jäger, aus dem simplen Grund, dass ich keine Gnade kannte, bisher hatte ich jeden Auftrag ausgeführt, ohne mit der Wimper zu zucken. Mein Deckname war Pencari, er diente einfach nur dazu, dass niemand meine wirkliche Identität erfahren konnte und irgendwie gefällt er mir auch, da er auf indonesisch Sucher hieß und ich mag, dass er ironischerweise meinen Lebenssinn beschreibt. Mein Boss nannte meinen Einsatzort und ich war überrascht, Singapur, normalerweise hielten sich die Geister doch in eher kälteren Gebieten auf. Scheinbar hatte ich es diesmal mit einem mächtigeren Geist zu tun, entweder das, oder, ich wollte gar nicht daran denken, die Geister werden alle mächtiger. Besessene Menschen erhalten alle übernatürliche Kräfte, manche stärkere, manche schwächere, kommt ganz auf die Art des Geistes an, es soll auch schon Fälle gegeben haben, in denen die Körper der besetzten Menschen nicht mit der Fülle an Macht umgehen konnte und sie sich aufgelöst haben. Manche Geister waren gewitzter als andere, manche Geister versuchten zu fliehen, manche zu kämpfen. Im Grunde genommen war es wie bei den Menschen, jeder Geist war einzigartig und man sollte keinen unterschätzen. Das schlimmste an Geistern allerdings war aber, dass man sie erstmal irgendwie enttarnen muss. Sie benehmen sich so, wie der Mensch, der den Körper vor dem Geist besetzt hatte. Es gibt aber verschiedene Verhaltensmuster von Geistern, die man mit ein wenig Übung erkennen kann. Sie sind und agieren meist recht vorsichtig, wirken in sich gekehrt und schüchtern und erregen nie viel Aufmerksamkeit. Wie bei allem gibt es hier auch Ausnahmen, aber die sind eher selten. Ich hatte bisher erst mit einem Geist zu tun, der aus seinem Verhaltensmuster ausgebrochen ist und Zirkusartist geworden ist, was allerdings nach einiger Zeit zu auffällig geworden ist, da er zu viele seiner Kräfte nutzte um Tricks zu vollführen, die kein Mensch jemals machen könnte. Ich bin durchaus oft naiven Geistern begegnet, die glaubten, mich besiegen zu können, aber ich habe sie alle überwältigt. Die Stimme meines Chefs holte mich aus meinen Gedanken zurück, er meinte nur, dass ich mich sofort auf den Weg machen solle, der Geist habe schon bemerkt, dass man ihn entdeckt hat. Das ließ ich mir nicht zwei mal sagen, ich sagte "Verstanden" und legte auf. Ich bereitete mich auf den Tag vor, legte meine Ausrüstung bereit, auch wenn es sehr unwahrscheinlich war, dass ich heute schon mit dem Geist zu tun haben würde. Meine Ausrüstung bestand aus ein paar Waffen, Verpflegung und Ersatzklamotten, während auch einige technische Meisterwerke darunter wahren, wie zum Beispiel eine Armbanduhr, die kurz anfing zu vibrieren, wenn man den Körper eines Geistes berührte. Ich aß noch kurz etwas, zog mir meine Lieblingskleidung für die Jagd an, rief den Pilot meines Helikopters an und nannte ihm unser Reiseziel, Singapur. Meine Jagdklamotten waren eigentlich eher schlicht, aber genial, auch wenn sie in Singapur, einem so warmen Land zu sehr auffallen würden. Sie bestanden aus schlichten, weiten Stoffen, unter denen man so einiges verbergen konnte, zudem trug ich meist ein Kopftuch und einen Mantel, den Mantel musste ich heute leider weglassen, ein weiteres Teil waren meine Schuhe, ich hatte sie noch nie wechseln müssen, da sie nach all den Jahren noch wie zu Beginn waren, es waren schlichte Lederschuhe, mit denen man hervorragend schleichen kann. Meistens trug ich auch noch einige Ringe und auch mal ganz gern Kontaktlinsen mit verschiedenen Farben, die ich aber heute auch wegließ, da ich es eilig hatte. Ich packte also alles nötige ein und machte mich auf den direkten Weg zu meinem privaten Helikopter, der auf dem Dach geparkt war, ich hatte eine Suite in einem sehr noblen Hotel bezogen, was man doch so für Vorteile hat, wenn man Jäger wird, schon praktisch. Im Grunde genommen war es nicht schwer Jäger zu werden, aber die meisten Menschen hatten Angst vor Geistern, weswegen sie sich letztendlich doch gegen den Beruf entscheiden. Im Grunde genommen wird dir alles bezahlt was du willst, beziehungsweise brauchst um den Job zu machen. Ich lebte nicht schlecht, seit dem Beginn meiner Karriere. Ich schloss meine Wohnungstür ab und stieg über eine Leiter aufs Dach, wo bereits mein Pilot auf mich wartete, ein Mann, der nichts über mich wusste und über den ich nichts wusste, bisher hatte ich ihn nur mit Helm gesehen und konnte so nicht einmal sein Aussehen beschreiben, da er ein Visier mit integrierter Sonnenbrille hat. Er hat bisher immer seinen Job gemacht und ich würde ihm auch nicht raten sich gegen mich zu wenden, das würde ihm definitiv nicht gut tun. Wir stiegen also zusammen in den Helikopter, welcher übrigens eine Sonderanfertigung war, um besonders schnell an Ziele zu kommen, was durchaus als praktisch bezeichnet werden konnte. Für die vor uns liegende Reise würden wir wahrscheinlich höchstens zehn Stunden benötigen. Leider genug Zeit für den Geist um sich einen Plan bereit zu legen. So also startete der Pilot die Turbinen und ich setzte mein Headset auf, während die ersten Sonnenstrahlen den Morgenhimmel benetzten.

Lasst die Jagd beginnen...


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BeitragThema: Re: sang dalang   sang dalang EmptySo 30 Jun 2019, 21:09

Bintang

Ich ließ meine Tasche, einen beigen Beutel aus Leinen mit Kordeln zum überhängen, von meiner Schulter und in den Sand gleiten. Meine Füße gruben sich in den Boden und spielten mit dem feinen Sand. Die Sonne war nun beinahe komplett untergegangen, nur noch ein orangener und lilaner Streifen am Horizont war zu sehen, dünn wie ein Haar. Die Dunkelheit, die sich über den Strand und die Stadt senkte, vermittelte mir ein Gefühl von Geborgenheit. Nein, Geborgenheit war das falsche Wort. Sicherheit. Sicherheit traf es schon viel eher. Ja, dass passte. Natürlich wusste ich, dass dieses Gefühl nur eine Illusion war, aber auch so war sie hilfreich. Es würde mich ruhiger machen und um nachzudenken, sinnvoll nachzudenken, würde ich Ruhe brauchen. Gehetzt denkt es sich nicht sonderlich gut. Die Jäger würden noch mehrere Stunden brauchen bis sie hier vor Ort wären und das musste ich ausnutzen So viel Zeit hatte man nur selten. Aber ich war dieses Mal viel besser aufgestellt, als die letzten Male. Ich hatte Geld und vor allem hatte ich Kontakte. Gute Kontakte, die mir ein Untertauchen ermöglichen würden, sollte es denn nötig sein. Kontakte, die für die Rohfassung meines Plans unentbehrlich waren. Nicht nur für die Rohfassung, sondern auch für die Praxis, sollte nichts schief gehen. Aber wer kann sich darauf schon verlassen? Wer sich darauf verließ war ein Dummkopf und noch dazu naiv. Ich spürte ein bekanntes Kribbeln in mir aufsteigen, das Adrenalin, das sich in mir breit machte. Der Nervenkitzel einer jeden guten Verfolgungsjagd. Einer Verfolgungsjagd auf Leben und Tod. Doch schlagartig wurde ich wieder ernst. Das Grinsen, dass sich unbemerkt auf mein Gesicht geschlichen hatte, vernichtete ich. Ich ließ meinen Blick über die Wege und Trampelpfade wandern, die zum Strand führten. Dann glitt ich langsam in den Sand und verschränkte meine Beine in einem Schneidersitz. Das Skateboard legte ich auf meine Beine und stützte meinen Kopf mit meinem Armen ab, die mit den Ellbogen auf dem Skateboard auf lagen. So begann ich meine Gedanken zu ordnen. Ich musste unbedingt herausfinden, was für Kräfte ich hatte. Aber ich wusste auch, dass diese Kräfte erst kommen würden, wenn ich es nicht erzwingen wollte. Es war unlogisch, es nervte und es brachte mich so manches Mal zur Weißglut. Ich zwang mich tief durchzuatmen und richtete meinen Blick auf die Wellen. Die regelmäßigen Wellen, die immer wieder gleich auf den Strand zurollten, brachen und ausrollten. Wie das Wasser langsam den Strand hoch kroch. Und da machte es Klick in meinen Kopf. Mir war klar, dass mein Einfall nicht alles lösen würde. Aber es würde den Jäger berechenbar machen. Es würde die arme Seele, die sie mir hinterherschicken würden, angreifbar machen. Ja, ich hatte einen Entschluss gefasst. Ich wusste, dass all die Menschen, die gedrillt wurden, jene Menschen, die sie uns hinterschickten, all jene hatten ihre Schwachstellen. Sie mussten Regeln folgen, ihren Vorgesetzten gehorchen. Das war die eine. Die andere war ihre Überheblichkeit. Ihr Glaube daran, dass sie gewinnen würden. Die Weigerung zu glauben, zuzulassen, dass sie verlieren könnten.,,即使是最美麗的夢也會隨著覺醒而結束",flüsterte ich mit einer leisen Stimme. Beinahe nicht zu hören, aber mit einem bedrohlichen und auf jeden Fall gefährlichen Unterton. Niemand hörte mich und trotzdem hatte ich das Gefühl gehört zu werden. Ich zog belustigt eine Augenbraue hoch und ließ ein belustigtes Lachen hören. Meine Finger begannen auf das Skateboard zu trommeln. Ich würde mich dem Jäger unentbehrlich machen. Ich würde ihn untergraben, ohne das er merken könnte, dass ich die Person bin. Die Person, die ihn untergräbt. Niemals wird er die Person, die ihm so unentbehrlich ist mit der Person gleichsetzen, die ihn so gefährdet. Die so nah daran sein wird ihn zu stürzen. Ich werde dafür sorgen, dass er ab dem Zeitpunkt, ab dem er seinen Fuß auf Indonesischen Boden setzt, keine einzige Sekunde, nicht einen Augenblick unbeobachtet ist. Ich schloss kurz die Augen und atmete tief durch. Auch wenn es nichts an der Helligkeit änderte, es schloss mein Blick in mir ein. Lenkte ihn nach innen. Genau das, was ich nun brauchte. So viel vorzubereiten und so wenig Zeit. Es war ein großer Haufen Arbeit, viel Stress und Schweiß. Aber es würde auf keinen Fall unmöglich werden. Nichts ist unmöglich, nicht in diesem Fall. Ich wusste von Anfang an, dass ich auf alles vorbereitet sein muss. Mein Plan mochte noch so gut sein und auch wenn Menschen so unglaublich berechenbar sind, sind Menschen nicht vollständig kontrollierbar. Nie. Die Euphorie drohte mich kurz zu überwältigen, aber mir gelang es sie wieder beiseite zu schieben. Ich ging alle Schritte durch, die notwendig sein würden. In meinem Kopf bildete sich ein Zeitplan und ich war erleichtert, dass diese Fähigkeit immer so zuverlässig funktionierte. Ich öffnete meine Augen wieder und drückte mich mit dem Skateboard, das ich aufrecht in den Sand stellte, aus dem Schneidersitz, zurück in einen vernünftigen Stand. Langsam und bedächtig klopfte ich mir den Sand von meinen Beinen. Zu meiner rechten Seite sah ich einige Menschen munter plappernd auf mich zukommen. Sie waren noch ein gutes Stück entfernt und hatten mich augenscheinlich auch noch nicht entdeckt, aber ich sollte hier verschwinden und endlich alles vorbereiten. Mit meiner linken Hand griff ich die Kordel meines Beutels und warf ihn mir über die Schulter. Dann stapfte ich durch den sauberen Sand zurück zu meinen Sandalen. Ich kniete mich mit dem Rücken zu den näherkommenden Menschen nieder, schlüpfte hinein und schloss die beiden Schnallen bedächtig. Dann richtete ich mich wieder auf und ließ das Skateboard mit den Rollen nach unten auf die Straße fallen. Ein letztes Mal in den nächsten Stunden richtete ich meinen Blick auf das Meer, dann fuhr ich los in Richtung Stadt. Dabei war ich der festen Überzeugung, alles schaffen zu können. Eine Entschlossenheit hatte sich in mir breit gemacht. Ich würde dieses Mal gewinnen. Dieses Mal würden die Wächter keine Chance haben. Sie würden untergehen, verlieren und gedemütigt werden. Sie würden endlich sehen wo ihr rechtmäßiger Platz in der Ordnung der Welt war. Unten. So weit unten, wie sie sich es nicht erträumen könnten. Und ich würde da sein in diesem Moment und dann würden wir unser Ziel endlich erreicht haben.
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BeitragThema: Re: sang dalang   sang dalang EmptyMo 01 Jul 2019, 22:42


Pencari

Der Helikopter flog über Singapur und wäre ich hier um Urlaub zu machen, könnte ich den Aufenthalt wahrscheinlich wirklich genießen. Vielleicht würde ich ja nach meinem Job ein wenig Freizeit zu verbringen haben. Hoffentlich würde der Geist nicht all zu raffiniert sein und versuchen zu fliehen, dann müsste ich hier weg, obwohl es doch so schön hier ist. Gerade als der Helikopter zum landen ansetzte, stieg die Sonne über den Horizont und begrüßte mich mit einigen goldgelben Strahlen, die meine Haut kitzelten. Natürlich hatte ich mir auf dem Flug einen Plan zurecht gelegt, der es in sich hatte. Da ich davon ausgehen musste, dass der Geist mich möglicherweise überwältigen möchte, habe ich entschieden, mich vorerst ausschließlich im Hotel aufzuhalten, dass natürlich wieder eines der besten war. Ich werde rundum verpflegt und es gibt jede Menge Luxus, den ich aber nicht nutzen werde, da ich mich vollkommen auf meine Aufgabe konzentrieren muss. Während des Fluges hatte ich ein weiteres Gespräch mit meinem Boss und habe die Information erhalten, dass mich in meinem Hotelzimmer ein Umschlag mit allen bisher bekannten Daten über den Geist erwarten würde. Der Helikopter landete und einiges an Dreck wurde vom Dach des Gebäudes geblasen, hier war scheinbar lange niemand mehr gelandet. Der Helikopter war gelandet und es kamen direkt einige Pagen zum Helikopter geeilt, meine Ankunft sollte so unauffällig wie möglich geschehen. Sie führten mich zu meinem Hotelzimmer, in dem sie mich allein ließen. Ich legte mein überschaubares Gepäck ab und widmete mich dem Umschlag auf dem Bett. Ich öffnete ihn mit einem kleinen Messer, das ich immer in meinem Ärmel versteckt hielt. Ich zog ein einziges beschriebenes Blatt aus dem Umschlag, einen Zeugenbericht. "Ich war gerade vom surfen zurückgekommen, als ich es gesehen hatte, ein Mädchen, höchstens 18, mit weit aufgerissenen Augen, deren Körper komplett verkrampft wirkte und seltsam zuckte. Sie hatte ein Skateboard dabei, dass allerdings im Sand lag, wahrscheinlich, weil sie es fallen lassen hatte. Das seltsamste an dem ganzen war aber allerdings, dass plötzlich alles still war und mir ungewöhnlich kalt wurde und das in Singapur! Ich hatte sowas bisher nur aus den Nachrichten gehört und hatte direkt, als ich mich unauffällig in Sicherheit gebracht hatte, die Polizei kontaktiert, immerhin wird ja in den Nachricht immer wieder gesagt, dass man in solchen Fällen umgehend die Polizei informieren soll." Soso, dachte ich, ein Geist, der sich eine junge Skaterin geschnappt hat, nur leider gab es davon viel zu viele um alle zu beschatten. Immerhin hatte ich noch die Hoffnung, dass meine Falle zuschnappen würde und der Geist zu mir kommen würde. Ich zog mir ein Kopftuch über, dass nur meine Augen frei ließ und stellte mich an das Geländer meines Balkons um nachzudenken, während ich auf das weite Meer hinaus blickte. Wenigstens in der ersten Zeit, in der ich noch nicht direkt mit dem Geist zu tun hatte, wollte ich das Wetter noch genießen und wer kann schon bei einem Panorama von einem Sonnenaufgang nicht gut nachdenken? Und plötzlich kam mir ein entscheidender Gedanke...

Ein Spiel von Katz und Maus...

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BeitragThema: Re: sang dalang   sang dalang EmptyMo 01 Jul 2019, 23:54

Bintang

Als die Sonne sich langsam über den Horizont schob, war ich längst wieder in der Nähe des Strandes. Mein Skateboard hatte ich in meiner Hütte gelassen, denn es war ein zu auffälliges Erkennungszeichen. Stattdessen hatte ich ein luftiges Kleid an, wie es Touristen gerne trugen und auch von einigen Einheimischen durchaus aus Kleidungsstück verwendet wurde. Darunter trug ich einen Bikini, denn ich wusste, dass es sinnvoll war, auf ein eventuell auch plötzliches Bad vorbereitet zu sein. Mit unauffälliger Schminke, die kein ungeübtes Auge je erkennen würde, hatte ich mich etwas älter geschminkt. Ich trug ein silbernes Armband, das zum einen zu meinem Kleid passte und zum anderen nicht vermuten ließ, wer ich war. Denn die meisten wie ich konnten kein Silber tragen. Es tat ihnen weh. Mir aber machte es nicht wirklich etwas aus. Zu mächtig war ich, als das mir so etwas simples wie Silber mir etwas anhaben könnte. Einer meiner großen Trümphe, denn noch dachten die Jäger, dass Silber eine unschlagbare Waffe im Kampf gegen uns war. Es stimmte ja auch, bisher jedenfalls. Aber ich gedachte diesen Trumph nicht großartig auszuspielen, jedenfalls jetzt noch nicht und garantiert nicht als Teil meines Plans. Ich verbot mir ein listiges Grinsen, denn es wäre zu auffällig. Ich schlenderte zu einer Bar, die nur aus Holz unten bunten Stoffen gebaut worden war. Dort legte ich einige Münzen auf den Tisch und erhielt dafür eine Cola. Ja, es war nicht typisch Einheimische, aber es war typisch für Bintang und genauso typisch für mich. Wir beide liebten westliche Getränke. Noch etwas, dass die Jäger nicht wussten. Gemeinsamkeiten zwischen den Menschen und uns, jenen die zusammenarbeiten, machten uns in den Menschenkörpern mächtiger. Machten uns generell mächtiger. Ein nicht unerheblicher Fakt. Ein Grund wieso ich diesen Menschen ausgewählt hatte. Während ich das eisgekühlte Getränk entgegen nahm, hielt ich Ausschau nach einem freien Liegestuhl. Ein Mamutunternehmen. Doch nach einigen Momenten und einigen Schlucken entdeckte ich einen freie Liegestuhl am oberen Rand des Strandes, beinahe direkt unter der Promenade. Zielstrebig steuerte ich auf ihn zu. Ein Verhalten, wie es jeder andere hier in der Gegend an den Tag legte. Absolut unauffällig, niemand würde mich so als auffällig wahrnehmen. Nichtmal der Jäger, sollte er sich hier aufhalten. In Indonesien war er schon, in Singapur wahrscheinlich auch. Die Chance dafür stand also nicht gerade schlecht. Ich erreichte den Liegestuhl und ließ mich erleichtert darin sinken, meine Cola stellte ich auf dem kleinen Holzstischchen daneben ab. Mit einigen wenigen Handgriffen ordnete ich mein Kleid, dann schloss ich die Augen und schob meinen Strohhut über meine Auge und mein Gesicht. Ich benutzte ihn also praktisch wie eine Schlafbrille. Nur einen kleinen Spalt, nichts ungewöhnliches, ließ ich frei, damit ich drohende Gefahren erkennen könnte. Ich nahm weitere 2 Schlucke aus der Cola, die auf dem Tisch zum Glück im Schatten stand, dann began ich weiter nachzudenken. Ich hatte alle soweit nötigen Vorkehrungen getroffen und sogar noch einige mehr, als ich eigentlich erst wollte. Sicher war sicher. Ich zuckte kaum merklich zusammen, als ich einen kleinen Jungen entdeckte. Plötzlich verlief alles langsam. So langsam wie Sirup, wenn nicht noch langsamer. Gleichzeitig sah ich wie einen Schatten über dem echten Bild, eine Art Film vor meinem Auge ablaufen. Bei dem, was ich dort sah, stockte mir der Atem. Das konnte doch nicht sein! Es dauerte einige Momente, bis mir bewusst wurde, dass ich eigentlich wie eine schlafende Person atmen sollte. Zum Glück war ein derartiger Aussetzer beim Atmen bei einem Schlafenden nicht ungewöhnlich. Es war ein durcheinander an Gefühlen, dass mich ergriff. Zum einen war da diese Befriedigung. Ich wusste nun, dass ich richtig gehandelt hatte. Diese eine Vorkehrungen, die ich erst nicht hatte treffen wollen, würde wichtig für mich werden. Sie würde sehr wichtig für mich werden. Zum anderen war da diese Verwirrung. Wieso war diese Eingebung jetzt gekommen? Das es meine Kraft war, dass war mir bewusst. Hatte es mit dem Jungen zu tun oder war es nur ein Zufall gewesen, dass er direkt in meinem Fokus gestanden hätte, als ich diese "Vision" bekam? Nun, dass würde ich erstmal nicht herausfinden können. Aber ich hatte noch was anderes gesehen.,,來吧,我的小傢伙。過來找我", flüsterte ich leise. So leise, dass niemand es würde hören, geschweige denn verstehen oder identifizieren könnte. Es war ein Ruf an meinen Jäger. Einen Ruf, der dieses eine Mal nicht geheimgehalten werden sollte. Er sollte gehört werden. Mein Jäger sollte ihn hören, hören und verstehen. Er sollte ihn verstehen und sich auf die Suche machen. Er sollte merken, dass ich von ihm wusste und das ich kein einfacher Gegner war. Und mein Jäger würde meinem Ruf folgen, da war ich mir absolut sicher. Denn mit diesem Ruf hatte ich ihm einen unwiderstehlichen Hinweiß gegeben. Der Auftakt zu der einen Jagd.

Einer Jagd um Leben und Tod....
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BeitragThema: Re: sang dalang   sang dalang EmptyMi 03 Jul 2019, 22:57


Pencari

Ich hatte mittlerweile schon einiges an Zeit auf Singapur verbracht und so manche logische Maßnahme in Gang gesetzt. Der Geist wird sich bald mit Steckbriefen und Kopfgeld konfrontiert sehen, sobald, wie jemand brauchbare Hinweise zu haben meint, kontaktiert dieser die Polizei und eben die organisiert ein Gespräch mit dem Zeugen und mir. Natürlich werde ich mich während den Gesprächen nicht zu erkennen geben, das wäre zu viel Risiko. Immerhin könnte der Geist persönlich vorbeischauen, wenn er sehr risikofreudig wäre. Zusätzlich haben mir die einheimischen Behörden Zugang zu jeglichen Überwachungskameras geliefert, auf die ich jederzeit zugreifen kann. Natürlich plane ich zusätzlich einige persönliche Ausflüge zu machen, allerdings wartet der Geist denke ich nur darauf, dass ich aus meiner Komfortzone in die Unsicherheit gehe. Einige Stunden nach meiner Ankunft spürte ich eine seltsame Verbundenheit mit dem Geist und dieser übermittelte mir eine überaus interessante Botschaft, die mir aber zum Glück viel über das Wesen des Geistes beibrachte. Er wollte ein wirkliches Katz und Maus spiel nach dem Motto "Der stärkere gewinnt". Das Problem an der Sache war, so pflegte ich nicht zu spielen! Ich wollte den anderen möglichst stark unter Druck setzen um letztendlich persönlich den Todesstoß auszuführen. Meine ersten Maßnahmen würden ihr erstmal zu tun geben. Währenddessen werde ich meine Machtposition ausnutzen um sie möglicherweise bereits auszumachen. Sie wird es sicher eilig haben sich zu tarnen oder eine andere Identität anzueignen. Ich war anders als die Polizei, ich hatte mich schon mit den Gangsterbossen der Insel in Verbindung gesetzt, jedes mal, wenn eine junge Frau versucht gefälschte Ausweise oder Reisepässe machen zu lassen, würde ich informiert werden. Es hat schon so seine Vorteile, Jäger zu sein. Selbst die Verbrecher haben Angst vor dir, trotzdem sollte man diesen nicht zu sehr vertrauen, deswegen sind die Grenzkontrollen auch alle informiert und die Identität des Geistes wurde überall schon gesperrt. Sie konnte nicht mehr aus dem Land. Sie durfte nur so wenig Möglichkeiten wie möglich übrig haben. Am Ende war es wichtig sie an einem Ort festzuhalten. Sie durfte nicht fliehen. Sie wollte sich ja zum Glück mit mir messen, das war mein Vorteil, ich wollte nicht gegen sie spielen, ich wollte ihre Schwächen finden und sie mit diesen auslöschen. Am Ende war es eine Frage der Macht, wer war in Wahrheit stärker, wer hat mehr Macht, wer hat mehr Mittel. Ihre Kreditkarte und jegliche möglichen Geldmittel, abgesehen von vor Ort gespartem Geld, waren gesperrt. Schon interessant, wie unmobil man Menschen innerhalb weniger Stunden machen konnte, wenn man die nötige Macht hat. Nach einer ausgiebigen Mahlzeit begab ich mich zu meinem für Singapur recht unauffälligen Fahrzeug, einem Sportwagen mit verdunkelten Fenstern. So konnte ich gut die Menschen beobachten, während sie mich nicht sahen. Ich stieg in den tiefer gelegten Wagen ein und fuhr sachte aus der Tiefgarage des Hotels. Draußen angekommen blickte ich mich um und sah einige Touristen, die scheinbar zum Hotel gehören. Ich beschloss zum Strand zu fahren und dort mit meiner Suche zu beginnen, immerhin wurde sie dort zuletzt gesehen. Mir war durchaus bewusst, dass sie sich in der vergangenen Zeit grundlegend ändern hätte können, was ihr Aussehen angeht, aber ich denke sie hat höchstens spezifische Gegenstände wie ihr Skateboard, an denen man sie hätte erkennen können abgelegt und ihre Kleidung geändert und sich älter oder jünger geschminkt. Am Strand angekommen, sah ich einige Surfer und scheinbar Einheimische, die Beachvolleyball spielten. Dann waren da noch unzählige Menschen auf Liegen, die sich sonnten, oder ein Buch lasen. Am Ende musste ich auf vorsichtiges, gespieltes Verhalten achten. Am einfachsten ging das, wenn ich mich zu erkennen geben würde, dann würde sie nervös werden, denke ich. Ich stellte mein Fahrzeug an der Strandpromenade ab und stieg aus, schloss es ab und ging so unauffällig wie möglich an die nächste Bar. Dort angekommen bestellte ich einen Martini und spähte nach einer freien Liege, als ich jedoch keine finden konnte, beschloss ich mich neben eine möglichst unaufmerksame Person in den Sand zu setzen, um vielleicht doch noch etwas auffälliges mitzubekommen. Zur Sicherheit hielt ich schon die ganze Zeit mein Silbermesser im Anschlag, jederzeit einsatzbereit. Am Ende entschied ich mich neben eine scheinbar schlafende Frau in den Schneidersitz zu setzen die ihre Augen mit einem Strohhut abgeschirmt hatte. Ich hatte immer noch meine Goa-Hose an, in der ich wesentlich beweglicher war, als ich aussah. Zudem hatte ich mittlerweile ein Tanktop übergezogen. Meine Uhr hatte ich immer noch nicht abgelegt, aber jetzt trug ich eine Sonnenbrille, die verdecken sollte, wenn ich irgendjemanden meinte beschatten zu müssen. Jedoch mein Kopftuch hatte ich gegen ein Bandana eingetauscht und ich hatte endlich Zeit für meine Ringe gefunden, die ich lieben gelernt hatte. Ich war barfuß, da es einfach zu meinem Style passte und ich es mochte. Insgesamt echt bequem, ich nippte an meinem Martini um zu imitieren, dass ich nur zum entspannen hier war. Die Dame neben mir war scheinbar doch nicht im Land der Träume, da ihre Augen unter dem Strohhut geöffnet waren. Ich entschied ein wenig Smalltalk zu führen, für meine Tarnung konnte es nicht schaden. Ich meinte in meinem kanadischem Akzent, "Herrliches Wetter hier, oder? Sie sehen so aus, als wären sie von hier, wollen sie mir die Stadt vielleicht zeigen, ich bin ein Tourist und bin gerade erst angekommen, wäre echt nett von ihnen." Plötzlich fiel mir ein kleines, fast unwichtiges Detail an der Frau auf, sie trug ein Armband. Ein Armband aus Silber, aus einem seltsamen Grund machte es mich misstrauisch, obwohl es doch eigentlich für mich ein Zeichen der Sicherheit sein wollte. Egal, dachte ich, wird schon nichts hinter meinem Misstrauen stecken, nur wunderte ich mich woher das plötzliche Misstrauen kam.

Sperr die Maus ein und sie wird verhungern...

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BeitragThema: Re: sang dalang   sang dalang EmptyDo 04 Jul 2019, 11:47

Bintang

Ich musste tatsächlich etwas weggedöst sein, denn als ich das nächste Mal etwas wahrnahm, hatte sich das Bild der Touristen verändert. Nicht viel, aber mir als Einheimische fiel es natürlich auf. Ich streckt mich kurz unauffällig und schloss dann meine Augen wieder fast komplett. Der leichte Windhauch, der über den Strand zog, verschaffte mir eine leichte, aber dennoch angenehme Abkühlung. So musste ich nicht aufstehen und ins Wasser gehen, obwohl das natürlich viel angenehmer gewesen wäre. Ein leichtes Seufzen konnte ich mir nicht verkneifen. Ich hatte schon vorher gewusst, dass Jäger manchmal verklemmt sein könnten, aber der, der mich verfolgte, war ein Spaßverderber. Eindeutig. Was machte für ihn die Jagd aus, wenn nicht der Nervenkitzel der Gefahr? Das Gefühl jederzeit verlieren zu können? Was auch immer es war, ich verstand es nicht. Aber ich würde ihn schon noch dazu bringen. Dazu bringen Angst zu haben, den Nervenkitzel zu spüren und die Enttäuschung, dass der erste Schlag nicht auch der letzte war. Ich würde ihm zeigen was Jagd wirklich bedeutete und ihn aus seiner bequemen Wahrheit befreien. In diesem Moment erkannte ich in meinem Augenwinkel einen Typen, um die 20 würde ich schätzen. Er trug eine Goa-Hose und ein Tanktop, die in meinem Augen absolut nicht zusammenpassten. Allein diese Kleidung entlarvt ihn bereits als Tourist. Fast war ich geneigt den Kopf zu schütteln, jedenfalls bis ich mich wieder unter Kontrolle hatte. Was ging mich an, was dieser 20 Jährige trug. Ich konnte es nicht ausmachen. Irgendwas war anders an ihm, aber ich kam einfach nicht drauf, was es war. Das Rattern in meinem Kopf war beinahe zu spüren. Meine Augen waren starr auf ihn gerichtet, als er sich zu derselben Bar wandte, an der ich vor nicht einmal einer Stunde auch meine Cola bestellt hatte. Der Verkäufer hieß Nyguen mit Nachnamen, ein Vietnamese, der sich hier einen besseren Lohn erhoffte, als in seiner Heimat. Widerwillig wand ich meinen Kopf ab, als Nyguen die Bestellung des Goa-Hose-Trägers auf den Tresen stellte und das Geld entgegen nahm. Ich hatte sein Gesicht nur kurz gesehen, nur einen kurzen Blick darauf erhaschen können. Einen kurzen Eindruck und auch nur von der Seite, aber ich hatte das Gesicht sofort erkannt. Dieses Gesicht würde ich nie vergessen. Und eigenartige Weise verspürte ich keine Freude, keine Aufregung. Nur ein Gedanke schoss mir durch den Kopf."Er ist hier". Mein Jäger war tatsächlich gekommen und dieser Jäger war mir nicht unbekannt. Ich hatte ihn schon einmal gesehen. Vorhin in meiner Vision, falls man das Filmartige geschehen so nennen könnte. Ein hämisches Grinsen schlich sich auf mein Gesicht. Wenn er es war, den ich gesehen hatte, dann würde das ganze noch viel lustiger werden, als ich es zuerst gedacht hatte. Mein Grinsen verschwand sofort, als ich neben mir Schritte hörte. Dann ein Plumpsen, als hätte sich jemand neben mir in den Sand fallen gelassen. Ich zeigte keine Regung, mein rechter Arm hing immernoch halb den Liegestuhl hinunter, der andere lag auf meinem Bauch. Auch als der Fremde mich ansprach tat ich keine einzige Bewegung, jedenfalls nicht, bis er zuende gesprochen hatte. Ich seufzte erneut und zog mich hoch, sodass ich beinahe aufrecht saß, dem, der mich angesprochen hatte, immernoch nicht zugewandt. Mein Blick lag scheinbar in der Ferne, leicht verträumt. Ein leichter, kurzer Lacher drang aus meinem Mund. Als wäre ich solche Fragen schon beinahe gewohnt. Dann wartete ich einen so winzigen Augenblick, dass es kaum wahrzunehmen war und sprach dann schließlich doch etwas zu meinem Jäger. Das aller erste Mal.,,Sie scheinen das erste Mal in Singapur zu sein, oder?",fragte ich und seltsamer Weise klang ich nicht einmal desinteressiert. Ich sprach Englisch, denn der kanadische Akzent war mir keines Falles entgangen. Dann nahm ich mit der linken Hand meinen Hut ab und wand mich ihm zu. Wäre es nicht so wichtig gewesen das zu vermeiden, so hätte ich bestimmt gespannt die Luft angehalten. Es dauerte keinen Wimpernschlag, bis das Kribbeln einsetzte. Die Aufregung. Da war es endlich. Ich hatte ein leichtes Lächeln auf den Lippen und sah ihn neugierig an. Mit wenigen Blicken musterte ich ihn. Den Hut hatte ich auf der Liege abgelegt und so hatte ich meine linke Hand frei. Ich strich mir das Haar aus dem Gesicht, dass mir beim Sonnen dorthin gerutscht war. Wie würde er reagieren? Was würde er sagen? Würde er mich erkennen? Ich hatte sehr wohl bemerkt, dass es mein Armband entdeckt hatte, aber er schien nicht zu wissen wer ich wirklich war. Geschweige denn, dass ich gefährlich für ihn werden konnte.

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BeitragThema: Re: sang dalang   sang dalang EmptySa 06 Jul 2019, 21:01


Pencari

Ich war kurz abgelenkt, da ich einige Polizisten mit Blättern sah, welche überall aufgehängt wurden und musste schmunzeln, da ich genau wusste, was sie abbildeten. Immer noch hielt ich mein Messer im Anschlag, man musste immer mit dem schlimmsten rechnen, damit man vom besten überrascht werden kann, dachte ich. Nachdem ich fertig war mit reden, reagierte sie dann endlich auf mich. Sie hatte vorher imitiert, dass sie schläft, würde ich jedenfalls vermuten. Ich musterte sie interessiert und wieder viel mir dieses Armband auf, bisher hatte ich noch nie so lang über ein schlichtes Armband nachgedacht, aber die Tatsache, dass es aus Silber war, machte mich misstrauisch. Gerade weil Geister Silber nicht berühren konnten, bis auf die mächtigsten natürlich, wurde ich stutzig. Als mächtiger Geist hätte ich mich auch so verkleidet. Sie seufzte und wollte scheinbar so wirken als wäre sie gerade erst aufgewacht, irgendwas stimmt hier nicht, dachte ich, sie benimmt sich seltsam. Dann wandte sie sich mir zu, beinahe als hätte sie es schon hunderte male genau so gemacht und fragte mich, ob ich denn das erste mal in Singapur sei. Ich meinte nur kurz "Ich war schon ein paar mal hier, rein geschäftlich natürlich, nicht um Urlaub zu machen." Natürlich war das eine dreiste Lüge, aber ich konnte sowas schon immer glaubhaft rüberbringen. Natürlich war ich noch nie in Singapur und erst recht nicht geschäftlich. Sie hatte ihren Hut abgenommen, während ich geredet hatte und erst jetzt sah ich das erste mal ihr gesamtes Gesicht. Irgendetwas lag in ihren Augen, ein Ausdruck, den man nicht beschreiben konnte, sie freute sich auf etwas, mit übermäßiger Vorfreude. Sie war durchschaubarer als sie vermutlich dachte, aber dennoch konnte ich nicht darüber urteilen, ob mein Misstrauen einen wirklichen Grund hatte. Ich war nicht hier um mich zu entspannen, aber dennoch musste ich irgendwie ihr Vertrauen gewinnen, um herauszufinden, ob sie wirklich der Geist war. So also musterte ich sie noch einmal genauer um dann schließlich doch den Beschluss zu schließen, sie zu fragen, ob sie ein wenig Zeit mit mir verbringen wollte. So also fragte ich "Ich weiß wir kennen uns erst wenige Minuten, aber haben sie etwas dagegen, wenn wir etwas Zeit verbringen? Sie könnten mich etwas herumführen oder wenn sie wollen können wir auch etwas anderes machen. Ach, was soll der Quatsch, darf ich sie duzen?" Ohne auf eine Antwort zu warten, fragte ich sie "Wie heißt du eigentlich?". Noch während ich die Worte aussprach wurde mir bewusst, welches Risiko ich gerade eingegangen war. Ich musste unbedingt vorsichtiger werden. Das Problem an der Vorsichtigkeit ist nur, dass man so keine Informationen gewinnen kann. Ich blickte zum Strand und bemerkte einige Touristen, die interessiert auf ein Gebäude schauten. Daneben konnte ich einige Teenager sehen, die lachend zusammen im Kreis saßen. Ich konnte zudem eine Gruppe Surfer beobachten, die scheinbar auf gute Wellen warteten. Allgemein war der Strand ziemlich voll und alles war durcheinander, ein ziemlich großer Risikofaktor in meinen Augen. An sich mochte ich überfüllte Orte, dort konnte man meist gut untertauchen, nicht aber, wenn man direkt neben der Person sitzt, vor der man sich eigentlich verbergen sollte. Ich war immer noch im Zwiespalt, war das Mädchen nun der Geist oder doch nicht. Ich musste immer wieder an das Armband denken und konnte keine klaren Gedanken fassen, so einen Fall hatte ich vorher noch nie. Entweder es war ein durchaus starker Geist oder der Geist ist überhaupt nicht in dem Körper, der gerade vor mir saß. Wenn das Mädchen nicht der Geist war, hätte ich meine Zeit noch mehr verschwendet. Ich konnte mich einfach nicht entscheiden, ich war wie in einer Zwickmühle, wie soll ich denn herausfinden, ob sie einen Geist beherbergt. Wie hatte ich es bisher gemacht, ich bin einfach seltsamerweise durcheinander, seit ich in ihrer Nähe bin. Warum hat ihre Anwesenheit so eine Wirkung auf mich? Was ist los mit mir?


Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle...

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BeitragThema: Re: sang dalang   sang dalang EmptySo 07 Jul 2019, 09:07

Bintang

"... schon ein paar Mal hier, rein geschäftlich natürlich", sagte mein Jäger. Beinahe musste ich grinsen. Natürlich. Jetzt hatte er sich selbst wiedersprochen. Nicht das ich das gebraucht hätte, aber es zeigte mir, dass er bei weitem nicht perfekt war. Und ich wusste jetzt, wo zumindest einer seiner Fehler lag. Auch ich hatte natürlich bemerkt, dass die Polizisten Flugblätter verteilten, aber davon ließ ich mich nicht beeindrucken, denn das würde nur Aufmerksamkeit auf mich ziehen.  Etwas, dass er sehr vorzüglich beherrschte. Das Misstrauen, dass in seinen Augen lag, konnte man leicht über hunderte Meter gegen den Wind riechen. Vielleicht hätte ich ein weiteres Detail garnicht bemerkt, wenn er sein Misstrauen nicht so demonstrativ zum Ausdruck gebracht hätte. Er hielt seinen Körper ungewöhnlich zur Seite geneigt, leicht nur, aber für einen guten Aufpasser doch zu erkennen. Seine rechte Hand lag etwas näher an seinem Körper als seine linke und der gesamte rechter Arm war leicht angespannt. Da konnte er seine Waffe auch gleich zeigen. Ich tippte auf ein Messer, wahrscheinlich aus Silber. Am einfachsten zu verstecken und relativ leicht zu verwenden, besonders gegen die meist doch recht schwachen Geister. Während dieser ganzen Unterhaltung, falls man sie schon als eine solche bezeichnen könnte, spürte ich einen bohrenden Blick auf mir. Ich wusste, dass ich in diesem Moment nicht alleine war. Mein Plan funktionierte hervorragend. Sein Blick mussterte mich, beinahe schon kritisch, nachdem er gesprochen hatte. Er schien verwirrt zu sein, nicht zu wissen, was er als nächstes tun sollte. Schließlich schien er einen Beschluss zu fassen. Bei seinen Worten musste ich Lächeln und als er beinahe durcheinander zu kommen schien, ließ ich ein kurzes Lachen hören. Das Lachen war keinesfalls abschätzig und zu meinem Bedauern auch nicht von mir geplant. Es war mir einfach herausgerutscht. Mit dem rechten Zeigefinger strich ich mir eine schwarze Haarsträhne hinter das Ohr, die mir beim Aufsetzen ins Gesicht gerutscht war. Das Lächeln war noch nicht von meinen Lippen verschwunden und das würde es wahrscheinlich auch vorerst nicht. Als er nach meinem Namen fragte, musste mein Gesicht kurz einen überraschten Ausdruck angenommen haben, denn mit so einer Frage hatte ich tatsächlich nicht gerechnet. Und auch ihm sah ich an, dass ihm das Risiko dieser Frage erst bewusst wurde, als es bereits längst zu spät dafür war. Aber wieso sollte ich nicht mitspielen? Das gab mir die perfekte Gelegenheit um meinen Plan in die Tat umzusetzen. Doch als ich antwortete war ich mir nichtmehr sicher, ob das der wirkliche Beweggrund dafür war.,,Klar können wir u...klar darfst du mich dutzen",antwortete ich und gleichzeitig hätte ich mich schellten können wir diese beinahe unsichere Art die ich an den Tag legte. Sollte ich meinen echten Namen verraten? Was sprach schon dagegen, er könnte unmöglich meine Identität bereits identifiziert haben. Eine grobe Altersbeschreibung vielleicht, aber nichts so genaues wie er brauchen würde.,,Bintang",sagte ich. Meine Stimme war leiser geworden, klang beinahe wie ein Hauchen.,,Ich heiße Bintang" Dann beugte ich mich beinahe neugierig leicht vor, stützte meine Arme auf meinen Beinen ab und streifte dabei fast seinen Arm. Bei dem Gedanken würde das Kribbeln, das ich dem Nervenkitzel zuschrieb, stärker. Ob diese "Beinahe-Berühurung" gewollt war oder nicht, konnte ich nicht wirklich sagen. Mein Blick huschte kurz zum Wasser, den Wellen die sich immernoch regelmäßig am Strand brachen. Als ich meinen Blick wieder auf ihn richtete, blickte ich ihm direkt in die Augen, senkte meinen Blick aber sofort leicht. Es war genial. Wenn ich ihn dazu brachte ins Wasser zu gehen, dann würde er all seine Sachen ablegen müssen. Seine Waffen und etwaige andere Geräte, die dazu gedacht waren mich zu erkennen und als seine Beute zu identifizieren. Ich nickte zum Meer hin und fragte dann:,,Wir könnten uns kurz im Wasser abkühlen, bevor ich dir die Stadt zeige. Was meinst du?" Das ich seinen Namen noch nicht wusste, war zwar ergarlich, aber ich würde ihn in diesem Moment auf keinen Fall danach fragen. Ich wusste nicht wieso, aber ins Wasser zu gehen, weiter mit ihm zu reden...dem war ich tatsächlich nicht abgeneigt. Ich legte meinen Kopf schief und sah ihn fragend an. Er hatte vorgeschlagen mit mir etwas zu unternehmen und wenn er wirklich mein Vertrauen gewinnen wollte, wie ich vermutete, dann würde er auf mein Gebot eingehen. Da war ich mir fast zu einhundert Prozent sicher. Irgendwo bewunderte ich ihm, dass er sich nicht augenblicklich verkrümmelt hatte, als er diesen augenscheinlich Fehler gemacht und mich nach meinem Namen gefragt hatte. Ich hatte schon einige Jäger kennengelernt, die hätten sofort klein bei gegeben. Ich wollte meine Unterhaltung mit ihm nicht unterbrechen, ich wollte mehr über ihn herausfinden. Und ich wusste nicht einmal wieso ich dieses, auch für mich nicht unerhebliche Risiko, einging.

Leben ist nicht berechenbar, erst recht nicht der Mensch...

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BeitragThema: Re: sang dalang   sang dalang EmptySo 07 Jul 2019, 22:57


Pencari

Sie machte mir ein Angebot, dass ich nicht ausschlagen konnte, schon allein, weil das Wasser schon die ganze Zeit mit mir geliebäugelt hatte. In weiser Voraussicht hatte ich unter meine Hose schon im Hotel eine Badehose gezogen, wer weiß, wann man es mal brauchen würde, hatte ich gedacht. Ich hatte recht behalten und konnte mir jetzt gedanklich selbst auf die Schulter klopfen. Das größte Problem an der Sache war, dass ich meine Uhr abnehmen würde müssen, aber wie hieß der Spruch noch gleich? Wer nicht wagt der nicht gewinnt. So also begann ich mich ohne ein Wort, auszuziehen. Ich hatte durchaus einen durchtrainierten Körper, immerhin musste ich jederzeit bereit sein, auf die Jagd zu gehen. Als ich dann bis auf meine Badehose ausgezogen war, blickte ich sie erwartungsvoll an und fragte mich, warum sie sich nicht auch schon umgezogen hatte. Eigentlich war ich ja nicht zur Vergnügung hier, aber ein bisschen Spaß konnte schon nicht schaden. Immerhin war sie ja nicht hässlich und... nein, an sowas sollte ich nicht denken, immerhin ist sie vielleicht der Geist. Ich hatte noch nie viel mit Frauen am Hut, allein schon wegen meinem Beruf, ich reiste zu viel und es gab zu viele Menschen, die zu viel Angst vor mir hatten. Am Ende fehlt mir auch nichts, wenn ich single bin, es bringt sogar einige Vorteile mit sich, wenn man sich nicht bindet. Man hat viel mehr Freiheiten. Im Grunde genommen war in meinem Beruf Liebe eine Schwäche, ein verletzbarer Punkt, der dich bloßstellt. In meinem Beruf ging es um Anonymität, niemand durfte mich gut genug kennen, um mich verraten zu können. Niemand durfte den Geistern Informationen über mich liefern können, egal wie trivial sie zu sein scheinen. Man darf nie unterschätzen, wie schnell Informationen verbreitet werden, wenn sie einmal jemand hat. Meine Tattoos sind schon ein großes Berufsrisiko, man konnte mich daran erkennen. Es war ein gefährliches Unterfangen Geister zu jagen. Sie werden alles daran setzen, gegen dich zu siegen. Dabei ist ihnen kein Mittel zu schade. Für sie gilt es zu überleben. Meinen Beruf konnte man wunderbar mit dem Sprichwort jagen oder gejagt werden beschreiben, wenn du nicht jagst, denken die Geister du bist schwach und werden beginnen dich zu jagen. Es gibt sogar einen Jäger, der sich dieses Verhalten zum Vorteil gemacht hat. Er lässt die Geistern zu sich kommen und gibt ihnen die Chance ihn zu töten. Allein für den Nervenkitzel werden sie zu ihm kommen. Bisher hat er es immer überlebt und ist unter den Geistern zu einer Legende geworden, sollte er jemals besiegt werden, würde wahrscheinlich eine Revolution ausbrechen. Man könnte meinen Geister handeln oft seltsam, aber sie haben immer ihre Antriebe und viele brauchen einfach Adrenalinkicks um die Jagd genießen zu können. Deswegen werden sie immer wieder Risiken eingehen. Vielleicht würde dieser Geist auch ein Risiko eingehen und mich berühren. Noch hatte ich meine Uhr an meinem Handgelenk, um so lang wie möglich kein Risiko einzugehen und dem Geist die Möglichkeit zu geben sich zu enttarnen, was er natürlich nicht wissen konnte.


Sei der Jäger oder lass dich jagen...

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BeitragThema: Re: sang dalang   sang dalang EmptyMo 08 Jul 2019, 11:16

Bintang

Ich musste schmunzeln, als er so eifrig damit begann sich seine Goa-Hose und das Tanktop auszuziehen. Mit einem kurzen Blick streifte ich seinen Körper, hielt kurz inne und deutete dann auf die Liege, auf der ich bis eben noch gedöst hatte, um ihm zu bedeuten, dass er seine Kleidung ruhig dort ablegen durfte. Als er erst nicht reagierte sah ich ihn fragend an. Er schien über irgendwas nachzudenken, irgendwie in Gedanken versunken. Dabei blickte er mich die ganze Zeit an. Was dachte er? Überlegte er gerade, wie er mich am besten erledigen konnte oder hoffte er, dass ich auf eine von ihm gestellte Falle reinfallen würde? Er trug nurnoch seine Badehose, seine Ringe und eine Uhr am linken Handgelenk. Das bedeutete also mit großer Wahrscheinlichkeit, dass alles, das er bis jetzt abgelegt hatte, ungefährlich für mich war. Aber eine Wanze, etwa in seiner Kleidung, konnte ich immer noch nicht mit absoluter Sicherheit ausschließen. Es war nicht so einfach, dass musste ich wohl oder übel zugeben. Irgendwas behinderte mich beim Nachdenken und dieses etwas behagte mir ganz und garnicht. Ich atmete einmal tief ein und seufzend wieder aus, dann wand ich mich von ihm ab. Ich richtete meinen Blick Phong zu, dem Barmann, von dem ich meine Cola hatte. Als ich nun rief, hatte ich in die vietnamesische Sprache gewechselt. Es war die Sprache, in der Phong und ich uns immer unterhielten.,,Phong!",rief ich zu Nguyen hinüber, der noch an der Theke stand und im Moment keine Kunden zu bedienen hatte.,,Bạn có thể chăm sóc?",fragte ich meinen alten Freund und deutete dabei auf die Liege mit meinen Sachen darauf. Ob mein Jäger seine dort bereits abgelegt hatte, konnte ich nicht sehen. Als Phong mir mit einem Nicken zu verstehen gab, dass er meiner Bitte gern nachkommen würde, wand ich mich wieder meinem Jäger zu.,,Phong und ich kennen uns, seit ich ein kleines Kind war. Er hat mit immer kleine Getränke spendiert und auf mich aufgepasst, wenn meine Eltern unterwegs waren",erklärte ich ihm höfflich, damit er nicht völlig verwirrt war oder gar misstrauisch wurde, nun wieder auf Englisch. Letzteres konnte ich zwar nicht außschließen, aber ich hoffte, dass meine Offenheit ihm sein Misstrauen etwas dämpfen oder vielleicht sogar ganz nehmen würde. Nun striff auch ich meine Kleidung, ein luftiges und leichtes Sommerkleid, ab und legte es unter den Hut, den ich in den Schlitz zwischen Lehne und Sitzfläche des Liegestuhl klemmt. So würden meine Sachen nicht wegfliegen, auch wenn ich das für nicht sehr wahrscheinlich hielt. Ich überlegte kurz, ob ich auch mein Armband aus Silber ablegen sollte, entschied mich dann aber dagegen. Es hatte keine Anhänger oder ähnliches, das leicht abgehen könnte und außerdem hatte ich mich an das Gefühl des Armbandes um mein Handgelenk so gewöhnt, dass ich es ungern ablegen wollte. Zwar war mir nicht ganz wohl bei dem Gedanken es schneller wieder reinigen zu müssen, aber bei der Luftfeuchtigkeit, die hier herrschte, war ich ein eher heufiges Reinigen eh gewohnt. Der Bikini, in allen möglichen Blau- und Grüntönen gehalten, allesamt mit dem selben Unterton, saß noch gut, sodass ich diesmal nichts zurecht zupfen musste. Nur die Uhr, die ich an meinem linken Handgelenk trug, und die Kette mit dem Band aus Leder, nahm ich ab und steckte sie zwischen den Stoff meines Kleides. Nun lagen sie auch unter meinem Hut und waren nicht zu sehen, ein Diebstahl war also eher unwahrscheinlich. Ich nickte nun in Richtung mehr um meinem Jäger zu bedeuten, dass wir nun losgehen könnten. Einen kurzen Moment stand ich noch da, bohrte beinahe verlegen mit meinem rechten großen Zeh im Sand. Mein Herz pochte bis zum Hals, wie in einer wilden Achterbahnfahrt. Ich liebte dieses Gefühl einfach und jetzt war es noch viel stärker, als jemals zuvor. Der Nervenkitzel war meine große Leidenschaft, aber all die Male zuvor, in denen ich gejagt worden war, war er nicht so stark gewesen. Hatte sich nie so stark gezeigt, wie er es nun tat. Das Risiko, dass ich hier einging, war verführerisch und bereitete mir Freude. Dieses Gefühl, die Angst, jeden Augenblick entdeckt werden zu können nahm beinahe überhand, aber nach Außen hin war nichts zu sehen. Etwas, auf das ich ganz besonders stolz war. Mit dem Zeh schob ich den Sand zurück in das Loch, das ich verursacht hatte und strich es grob wieder glatt, stampfte es aber nicht fest. Bevor ich mich auf in Richtung Wasser machte, blickte ich meinem Jäger noch einmal in die Augen. In den meinen lag leicht unterschwellig, eine Art von Unsicherheit. Ich wollte diesen Moment voll und ganz auskosten, wollte das diese Moment nie ein Ende fanden. Die Nähe zu meinem Jäger außerhalb eines Kampfes war für mich eine völlig neue Erfahrung, die ich nun, da ich sie erlebte, für beinahe nichts in der Welt eintauschen wollen würde. Die Zweifel, die in mir aufkamen und meine Ziele betrafen ihn zu erledigen, nahm ich garnicht richtig war. Ich schon sie, sobald sie aufkeimten, in die hinterste Ecke meines Bewusstseins und verschlossen sie hinter einer Mauer aus Entschlossenheit. Die ersten Schritte die ich auf das Wasser zu machte, genoss ich in vollen Zügen. Der Sand, der durch meine Zehen rann, das fröhliche Rufen all der Touristen und das verlockende Rauschen der Wellen. Vorfreude flammte in mir auf und plötzlich konnte der Weg zu dem erfrischenden Nass garnicht mehr kurz genug sein. Trotzdem blieb ich nach wenigen Schritten noch einmal kurz stehen und sah meinen Jäger mit erneut schiefgelegtem Kopf auffordernd an. Ein leichter Windhauch bließ mit eine kleine Haarsträhne ins Gesicht, die mich an der Nase kitzelte. Aber ich strich sie nicht weg. Ich wartete einfach auf meinen Jäger, darauf, dass er mir folgen würde. Ich wollte nicht vorlaufen und meinen Jäger so stehen lassen. Ohne ihn war dieser ganze Moment nur halb so wirklich, nur halb so schön. Noch merkte ich meine Beweggründe, die Ursache für diesen Wunsch nicht. Es war töricht von mir gewesen es nicht zu erkennen, es hatte mich schwach gemacht. Und doch: Diese Momente am Strand mit dem Menschen, den ich nur als Mittel zum Zweck betrachte, waren die besten meines ganzen Lebens geworden.

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BeitragThema: Re: sang dalang   sang dalang EmptyMi 10 Jul 2019, 12:26


Pencari

Vor einige Jahren hatte es begonnen, von einem auf den anderen Tag tauchten die Geister auf und besetzten Menschen, es wurden rasend schnell mehr und mehr. Niemand wusste wie man dagegen vorgehen sollte, bis eine entschlossene Seele eine Gilde eröffnete, die Gilde der Jäger. Heute ist diese Organisation ein höchst professionelles Unternehmen, damals war es ein Zusammenschluss einiger verzweifelter Seelen, die es sich zum Ziel gemacht hatten, gegen die Geister vorzugehen. Ihre Unternehmung war seit jeher von Erfolg geprägt und die Jäger wurden mit Jubel überhäuft, weil sie die Zweifel unter den Menschen beendet hatten. Das konnte nur durch eine Tatsache so sein, weil nur die skrupellosesten und diszipliniertesten Menschen Jäger werden konnten. Es war so simpel und doch so risikoreich. Dieses Konzept ist und war zum scheitern verurteilt. Man konnte den Menschen Gefühle nicht abtrainieren. Bisher hatte man es unter Kontrolle halten können, aber es wird der Tag kommen, an dem ein Jäger sich von seinen Gefühlen leiten lässt, es wird der Tag des Umbruches sein, er wird kommen und niemand kann ihn stoppen. Irgendwann wird jeder Mensch weich, irgendwann gibt jeder Mensch nach, irgendwann siegen die Emotionen. Kein Mensch kann Emotionen unbegrenzt lang unterdrücken, irgendwann werden sie sich befreien und stärker als je zuvor sein. Einst hatte ein weiser Mann mir diese Theorie vorhergesagt. Scheinbar scheint sie sich jetzt wirklich in die Praxis zu übertragen. Ich war mir nicht sicher, aber ich denke ich hatte so etwas wie Gefühle für das Mädchen entwickelt. Ob nun der Geist in ihr war oder nicht, das war mir egal. Mir lag mehr an ihrem Wohl als an meinem Auftrag. Ich weiß nicht warum, aber ich wollte sie beschützen. In diesem Moment wurde mir klar, dass es egal war, ob ich meinen Auftrag erfüllte oder nicht, es zählte nur, dass ich sie liebte. Meine Augen wurden geöffnet, ich sah die Welt in einem anderen Licht. Mein Boss durfte keinen Wind davon bekommen, sonst war ich tot und sie gleich mit. Am besten wir entfernten uns so schnell wie möglich von Singapur. Nur wie sollte ich sie dazu bringen? Sie wird nicht einfach mit mir kommen. Sie wird Zweifel hegen, sie wird mir nicht glauben. Warum auch, immerhin kennen wir uns wie lange? 10 Minuten? Ich blickte sie an und mir war klar, ich musste ihr vertrauen gewinnen, nur wie? Im Moment zählte erstmal, dass wir ins Wasser gingen, sie soll nicht falsch von mir denken. Ich legte also meine Uhr und meine Ringe ab. In meinen Ringen, da war ich mir fast sicher, hatte mein Boss Peilsender installieren lassen, ich durfte sie nicht mitnehmen, wenn wir fliehen müssten. Ich legte die Schmuckstücke auf die Liege und ging entschlossenen Schrittes in Richtung Strand. Dort angekommen blickte ich ihr kurz in die Augen und ging ins Wasser. Das Meer umspielte meine Beine und mich musste direkt anfangen zu lachen, anstandslos, ausgelassen zu lachen. Mir war einfach danach. Das erste mal in meinem Leben war ich nicht ernst, ich musste nicht ernst sein. Ich konnte Spaß haben, ich konnte fühlen, ich konnte Leben. Ich sah sie auffordernd an und spritzte sie mit Wasser voll um sie zu provozieren. Ich konnte das erste mal in meinem Leben nicht taktisch, nicht systematisch denken. Ich war an keine Regeln gebunden. Das erste mal konnte ich einfach tun und lassen wonach mir gerade war ohne darüber nachzudenken, was andere davon halten. Ich konnte sie nur glücklich betrachten und mir stiegen Freudentränen in die Augen. Ich spürte den Wind, der über meinen Körper striff, die Sonne, die meine Haut erwärmte, den Sand auf dem ich stand, der meine Füße umschloss und das Gefühl von Freiheit, das mein Herz einnahm. In diesem Moment, diesem vollkommenen Moment schoss mir ein Gedanke durch den Kopf. Ich ging wieder auf Bintang zu, führte meinen Mund zu ihrem Ohr und flüsterte meinen Namen, meinen wahren Namen "Anjing Zhu". Im Anschluss konnte ich noch zwei weitere Worte sagen "Vertrau mir". Ich sprach weiter "Ich liebe dich". Ich lies die Worte kurz wirken und meinte nur noch "Komm mit mir und ich werde dir alles erklären, wenn die Zeit gekommen ist." Ich nahm ihre Hände in meine und wartete auf ihre Reaktion.

Wahre Schönheit kann niemand begreifen, der noch nie geliebt hat...

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BeitragThema: Re: sang dalang   sang dalang EmptyMi 10 Jul 2019, 15:29

Bintang

Wie ich so dastand und ihn anblickte, schlug mir das Herz bis zum Hals. Wortwörtlich. Ich konnte meinen Puls am Hals spüren, hörte das Rauschen von Blut in meinem Ohr. Nein, rief ich mir ins Gedächtnis, dass war nicht ich der so reagierte. Aber irgendwas war anders, als sonst. Ich schien nicht die einzige Person zu sein, die mit ihren Gedanken ring. Mein Jäger schien auch seltsam versunken zu sein, blickte in die Ferne, dann wieder auf mich. Irgendwas lag in seinen Augen, ich konnte nicht sagen was. Ich wusste, dass ich es hätte wissen sollen. Trotzdem wollte es mir einfach nicht in den Kopf. Ich sah ihm ruhig zu, wie er seine Uhr auszog und dann schließlich alle seine Ringe abstreifte. Es wirkte beinahe bedächtig. Das oder er war äußerst gründlich, besonders vorsichtig. Das Ganze wirkte fast, als wollte er einen Teil Geschichte mit ihnen abstreiten und hinter sich lassen. Als er nun loslief, die Strecke zum Wasser hinunter, folgte ich ihm. Während ich lief fühlte ich mich so leichtfüßig, als könnte ich einfach hochspringen und würde vom Wind weggetragen werden. Als wolle der Wind, die Luft mich rufen. Dann blieb mein Jäger stehen und Wand sich mir zu. Ich fühlte mich wie auf einer Achterbahnfahrt. Bewunderung stieg in mir auf für dieses Wesen, das es schaffte durchzudringen, zu existieren und nicht unterzugehen. Für das Wesen, das sich nicht unterkriegen ließ. In dem Moment, in dem mein Jäger mir in die Augen blickte, schien mein Körper stillzustehen. Kein einziger Muskel rührte sich, sogar die Luft hatte ich angehalten. Die Verwirrung war noch da, dieses hin und her, der Kampf zwischen dem Körper und mir, dem Geist. Und dann, in dem Moment in dem unsere Blicken sich trafen, da schien etwas in mir zu explodieren. Nicht wie ein Feuerwerk, eher so, als wenn ich die Schamauer durchbrochen hätte. Als hätten sich Grenzen in mir, die ich noch nicht wahrgenommen hatte, verschoben und zwar auf einen Schlag. So plötzlich wurde alles heller, dass es mich beinahe blendete. Die Augen meines Jägers begannen förmlich zu leuchten, ich war fähig jeden einzelnen Farbpunkt, fasst jedes einzelne Pigment zu erkennen. Das blasse Grün, dass nach Außen hin immer gräulicher wurde, bis es am äußersten Rand ein reiner grauer Kranz zu sehen war. Die feinen, grauen Linien, die sich vereinzelt bis fast ganz zur Pupille hin zogen. Das Rufen der Kinder war auf einmal so laut und gleichzeitig so deutlich geworden. Das Rauschen der Wellen klang, als würde ich ihm über Kopfhörer lauschen. Der Geruch nach Getränken und tausenden von Gerichten. Der salzige Geschmack von Meerwasser auf meiner Zunge. All dies prasselte auf mich ein, wie die Wassertropfen in einem starken Regenguß. Er wand sich ab, tat wenige Schritte ins Wasser und schien so erleichtert, so befreit. Langsam, fast bedächtig, setzte ich einen Fuß noch vorne und wurde von der Kühle des Wassers beinahe umgehauen, mir blieb die Luft weg. Jede noch so kleine Bewegung, jede einzelne winzig kleine Strömung des Wasser konnte ich an meinem Fuß spüren. Ich konnte sie alle ganz einfach von einander unterscheiden. Es kam mir wie ein Wunder vor. Meine Fähigkeit, mein besonderes Können war durchgebrochen. Just in dem Moment, als ich meinem Jäger in die Augen geschaut hatte. Ich lachte hell auf, als das Wasser mich traf, dass mein Jäger auf mich geworfen hatte. Ich warf den Kopf in den Nacken, blickte zum Himmel hoch und jauchzte vor Freude und Erleichterung. Als ich ihn sah, wie im Freudentränen in seine Augen stiegen, musste ich schmunzeln. Es war, als wäre eine Hülle von ihm abgefallen. Ich trat mit nur wenigen Schritten weiter ins Wasser, sodass es mir nun bis kurz über die Knie reichte. Der Unterschied zwischen der Kälte des Wasser und der heißen Sonne, die auf meine Haut brannte, erstaunte mich. Und als er erneut auf mich zu kam, war es, als würden der Körper und ich getrennt voneinander existieren. Ich wusste was kommen würde, aber ich konnte nichts machen, hatte keine Kontrolle mehr über den Körper. Es war, als hätte Bintang mich für den einen Augenblick, vollkommen verdrängen können. Der Körper aber, tat einen Schritt auf meinen Jäger zu. Ich spürte wie ich, der Körper, erneut den Atem anhielt. Plötzlich wurde mir selbst ganz warm, eine angenehme Wärme. Nicht dem Körper, in dem ich lebte, sondern mir selbst. Und ich wusste, dass es etwas mit der Bewunderung zu tun hatte. Mit der Bewunderung, die ich für Bintang empfand, weil sie die Kraft hatte ihre Gefühle nach Außen dringen zu lassen. Ich spürte, wie ihr Gesicht warm wurde, als sie den Worten meines Jägers lauschte. Anjiing, schoss es mir durch den Kopf. Aber dieser Name löste keinen Hass in mir aus, meine Emotionen blieben ganz ruhig. Bintang brachte kein Wort heraus, ihre Gefühle hatte von ihrem Körper Besitz ergriffen. Sie ergriff die Hand, die Anjiing, mein Jäger, ihr hinhielt und drückte sie fest, als fürchtete sie den Moment, in dem ich wieder die volle Kontrolle haben würde. Eine Gänsehaut zog sich über ihren Körper, ging vom der Berührung wie eine Welle aus. Aber noch immer brachte sie kein Wort heraus und so fand sie einen Weg ihm eine Antwort ohne Worte zu geben. Eine Antwort, die nicht missverstehen war. Mit der noch freien Hand zog sie ihn näher an sich heran, ihre Blicke trafen sich, ihre Gesichter waren keine Finger von einander entfernt. Die Zeit schien stillzuhalten, als sie ihren Kopf leicht zur Seite neigte und ihre Lippen sanft und die seinen legte.

Manchmal sagen Taten mehr, als tausend Worte...
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BeitragThema: Re: sang dalang   sang dalang EmptyGestern um 15:21


Pencari

Meine Gefühle explodierten, als Bintang ihre Lippen auf die meinen legte, ich schloss meine Augen und gab mich ihr hin. Ich sah vor meinem geistigen Auge mein Leben an mir vorüberziehen. So viele Tage, an denen schreckliches passierte, so viele Stunden, in denen ich nahezu gefühlstot schien, so viele Opfer die meine Gnadenlosigkeit gefordert hatte. Und was war der Grund für das alles? Was war es? Ich wusste die Antwort auf diese Frage, es war meine Kindheit, die Verluste, all das, es hatte mich zermürbt, mich von innen heraus zerfressen. Ich hatte keinen Sinn mehr im Leben gesehen, bis ich die Lust am jagen gefunden hatte, ich fand mich in dem Beruf wieder, es war meine Bestimmung, ich war unter den besten. Bis zum heutigen Tage war ich ein gefürchteter Jäger, der unzählige Leben auf seinem Konto hatte, unzählige Individuen. Ich sah all die verzweifelten Gesichter der vergangenen Geister vor meinem Geiste dahinschwinden. Was hatte ich getan? Das waren Lebewesen und ich habe ihre Leben genommen, ihre Hoffnung zerstört. Ich konnte mich an jeden einzelnen erinnern und jede einzelne dieser Seelen beschwerte sich. Meine Schuldgefühle, die ich bisher nicht kannte, prasselten jetzt viel zu stark alle auf mich ein. Ich konnte es nicht fassen. Ich war zu schwach um sie zu kontrollieren. Ich öffnete meine Augen und die Tränen flossen. Diesmal waren es allerdings keine Freudentränen. Es waren Tränen der Trauer. Ich löste meine Lippen von ihren und sah sie mit verschwommenem Blick an, ich war ein Monster, nein, kein Monster, Monster kennen Gnade, ich kannte sie nicht, die Gnade. Es war mir immer sinnlos erschienen Gnade zu zeigen, ich hatte keinen Sinn darin gesehen, jetzt konnte ich erkennen, warum es die Gnade gibt. Sie hilft dir menschlich zu sein. Ich blickte sie verunsichert an, flüsterte "Komm mit" und machte mich auf den Weg zu meinem Auto. Wir waren in unheimlicher Gefahr und sie hatte keinen blassen Schimmer davon.

So, wie es in den Wald hineinruft, kommt es auch zurück... nein, das ist falsch, es kommt viel schlimmer zurück!

~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~


Meine PV's haben alle Bilder auf denen die Steckis der geplayten Katzen verlinkt sind!





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