Warrior Cats - das RPG
Warrior Cats - die Welt der Katzen.
Tritt dem DonnerClan, WindClan, FlussClan, SchattenClan, WolkenClan oder dem BlutClan bei und führe ein Leben als Krieger!

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Hierarchie
DonnerClan
Anführer: Toxinstern
2.Anführer: Farnsee
Heiler: Eichenblatt

FlussClan
Anführer: Jubelstern
2.Anführer: Hirschfänger
Heiler: Kauzflug

WindClan
Anführer: Dunkelstern
2.Anführer: Sturmjäger
Heiler: Milanschrei

SchattenClan
Anführer: Mohnstern
2.Anführer: Gewitterbrand
Heiler: Engelsflügel
Heilerschüler: Abendpfote

WolkenClan
Anführer: Brombeerstern
2.Anführer: Wildfeuer
Heiler: Tränenherz
Heilerschüler: Regenpfote

BlutClan
Anführer: Djinn
2.Anführer: //
"Heiler": Emerald
"Heilerschüler": Lotta

Das RPG
Jahreszeit:
Blattfall

Tageszeit:
Sonnenhoch

Tageskenntnis:
Obwohl es noch warm ist, hat der Wind über Nacht stark zugenommen und auch wenn es noch genügend Beute gibt, machen der Sturm und der warme Regen die Jagd besonders für jüngere und unerfahrene Katzen schwerer. Wald und Wiese sind nass und der Wind weht einem ins Gesicht. Trotzdem ist es noch nicht zu kalt und unangenehm, auch wenn es immer wieder blitzt und donnert.


DonnerClan Territorium:
Obwohl die Bäume ein wenig vor Regen und Wind schützen, ist es der Waldboden nass und es riecht nach Regen. Die Äste beigen sich im Wind und das Wasser tropft von den nassen Blättern nach unten. Im Schutz der Bäume ist immerhin die Jagd leichter, auch wenn das nasse Laub ganz schön rutschig werden kann.


FlussClan Territorium:
Durch den Regen ist der Boden aufgeweicht und auch der Fluss steigt wieder an. Von der Trockenheit der letzten Monde ist nichts mehr zu sehen. Fische sind in der stärkeren Strömung schwerer zu fangen, aber trotzdem gibt es noch mehr als genug.


WindClan Territorium
Der Wind fegt den warmen Regen über das Moorland hinweg und weicht den Boden auf. Die wenigen Büsche bieten wenig Schutz und der aufgeweichte Boden erschwert unerfahrenen Katzen die Jagd. Blitze sind über dem offenen Land gut zu sehen.


SchattenClan Territorium:
Auch hier regnet es und Frösche gibt es noch einige. Auch sonst ist die Beute nicht zu selten, auch wenn die Jagd durch den Sturm ein wenig erschwert wird. Der Clan kann also noch einigermaßen leicht versorgt werden, zumal es im Nadelwald einiges an Beute gibt.


WolkenClan Territorium:
Die Vögel haben sich in den Schutz der Baumkronen zurückgezogen, was die Jagd etwas erschwert. Die nasse und damit teilweise rutschige Rinde der Bäume macht das Klettern für unerfahrene Katzen schwierig.


Baumgeviert:
Die vier mächtigen Eichen zeigen sich vom Sturm unbeeindruckt, auch wenn der Wind an ihren Blättern reißt. Die Luft ist feucht vom Regen, aber es gibt auch noch einiges an Beute, die sich blicken lässt, sobald keine Katze mehr in der Nähe ist.


BlutClan Territorium:
Im Spätsommergewitter gehen die Zweibeiner mit ihren Hunden lieber kurze Runden und so ist es ein wenig sicherer. Nur Streuner und fremde Katzen sind noch eine Gefahr, da die Zweibeiner möglichst zuhause bleiben. Der Wasserstand des Stroms ist höher als normal und vor den Monstern auf den Donnerwegen sollte man sich in Acht nehmen!


Streuner Territorien
Auch hier weht einem der Sturm die warmen Regentropfen ins Gesicht und es riecht nach Wald. Beute gibt es besonders im Unterholz noch genug, auch wenn sie sich seltener ins offene nach draußen wagt. Abenteuerlustige Hauskätzchen gibt es bei diesem Wetter eher weniger, aber Streuner sind durchaus anzutreffen.


Zweibeinerort
Die meisten Hauskätzchen warten das Gewitter in den Nestern ihrer Zweibeiner ab, oder setzen maximal eine Pfote in den Garten, wenn es ihnen drinnen zu stickig wird. Aber lange bleibt bei diesem Wetter kaum eine Hauskatze draußen sitzen, schließlich gibt es Angenehmeres!



 

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Avatar von : Schiefersturm by WildDusTT DA
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BeitragThema: Lifeboat   Lifeboat EmptySo 31 März 2019, 00:36



Lifeboat


'Cuz I'm not complete without ya.



Liebes Tagebuch,

Heute ist der 1. September, also der erste Tag des Schuljahres. Die High School hat sich kaum verändert, gefühlt ist alles noch viel stressiger und das schreibe ich bereits am ersten Schultag! In zwei Jahren habe ich es hinter mir, doch erstmal einen Schritt vor den andern, nicht wahr? Doch was ist genau passiert...


Die Reifen des Wagens kommen quietschend zum Stehen, alle Blicke richten sich auf ihn. Auch meiner, denn ich sitze nicht in diesem Wagen, ich habe meinen Führerschein schließlich noch nicht. Betonung auf noch nicht. Schnell werfe ich einen Blick auf die übrigen Umstehenden, denn es ist nicht schwer zu erraten, wer gleich aus dem Auto steigen wird. Evans. Natürlich, wer sonst.
Die Fahrertür fliegt auf, mein Blick im selben Moment auf das Handy in meiner Hand. Die ersten Mädchen bewegen sich unruhig und aus dem Augenwinkel erkenne ich, wie sie ihre Köpfe recken um ihn zu erblicken. Entspannt greift er tief gebückt nach seiner Tasche, nur um dann vollkommen gelassen die Tür zuzuschlagen. Ich werfe unauffällig einen Blick zur Seite in die Richtung von Kathrine, eine meiner besten Freundinnen. Wie ich es erwartet hatte, hat auch sie nicht besseres zu tun als Evans zu beobachten.
Ein entzücktes Quieken verlässt ihre Kehle und sie errötet leicht, weshalb ich interessiert ihrem Blick folge. Es ist nun einmal so, dass ich zwar kein Interesse an Evans hege, ich aber gerne meine Umgebung beobachte. Darüber hinaus höre ich mir auch manchmal gerne Tratsch an, wieso also nicht ein bisschen aufpassen, eh?
Evans hat derweil seine Tasche über die Schulter geworfen und schiebt seine Sonnenbrille gelassen ins fein gestylte Haar, lässt seine Augen nun offen umher gleiten. Unsere Blicke treffen sich, woraufhin er mir ein Zwinkern schenkt und lacht. Mein Augenrollen nimmt er wie immer gelassen hin, denn er weiß bereits, was ich von ihm halte. Dennoch erlaubt er sich gerne mal einen Spaß.
"Hey V'", grüßt er im vorbeigehen und nickt mir zu. Ich komme nicht drum herum und strecke ihm die Zunge raus.
"Schönen Sommer gehabt, Evans?"
"Sehr erholsam sogar", antwortet er und bleibt kurz stehen. Sein Blick fliegt an mir vorbei zu Kathrine, verwirrt zieht er die Augenbrauen hoch. "Wieso so rot, Kathrine?"
Ich muss nicht einmal neben mich blicken um zu sehen, wie dunkler der Farbton auf ihren Wangen wird, während sie sich nervös abwendet. Mein Blick haftet weiterhin auf Evans, der abwinkt und sich zum gehen aufmacht.
"Bis nachher, V'."
Hmm, ja. Sicher.
Kathrine legt ihre Hand auf meinen Arm, bohrt ihre Nägel in diesen hinein, was schöne Abdrücke hinterlässt da ich eine kurzärmlige Bluse trage. Sie holt tief Luft und mit jedem Atemzug verstärkt sich ihr griff. Seit langer Zeit gehört sie zu den Mädchen, die Evans verfallen sind. Zwar gehört sie zu denen, die nebenbei nach der wahren Liebe suchen und nicht verzweifelt sind, wenn er sie einen Tag lang nicht angesehen hat, dennoch hat auch sie ihre schwachen Momente.
"Ein und aus", lache ich und streiche ihr ironisch lachend über den Kopf. Ihre blauen Augen bohren sich in meine grünen.
"Sehr witzig, Viv'", seufzt sie und lässt meinen Arm los. Wir beide betrachten die roten Halbmondringe auf ihm, wobei ich eher noch versuche sie zu lösen. "Ich bin nun einmal schwach."
"Ich sehe, wie schwach du bist", merke ich an und reibe ein weiteres Mal über den Arm, um die Ringe loszuwerden. Währenddessen fliegt mein Blick über den Parkplatz, der sich zu leeren beginnt, trotz das einige Jungen stehen geblieben sind um den Wagen von Evans zu begutachten. Ich rolle mit den Augen und schüttle schließlich meine Arme aus, nur um dann die Bluse zurecht zu zupfen und den Rock zu richten. Dresscode der Schule nun einmal, auch wenn ich gerne eine Hose hätte tragen können. Doch es ist heute wirklich noch zu warm.
"Wir sollten vielleicht reingehen, schauen, dass wir unsere Räume finden", sage ich nach einer Weile, dass sogar die Jungen sich von dem Auto lösen. Kathrine nickt und gemeinsam gehen wir die hellen Stufen zur Eingangstür hinauf.
Im Flur herrscht noch stärkeres Treiben, denn die Freshman versuchen verzweifelt die Orientierung zu finden, während die Senior sich Zeit nehmen und noch für einige Gespräche anzuhalten. Kathrine und ich bilden die Ausnahme, denn wir unterhalten uns zwar gerne, doch am ersten Schultag wollen wir schon einmal guten Eindruck schinden, da uns das alles hier etwas wichtiger ist.
Die erste Stunde ist Englisch, einfache Besprechung des Jahres, der Prüfungen und weiterem. Kathrine und ich sitzen relativ mittig und tauschen Zettel aus, um wenigstens ein bisschen zu kommunizieren. Miss Lloyd ist recht jung, nimmt die Sache allerdings häufig zu ernst und straft für wahres Reden - Zettel austauschen hat sie bis jetzt noch nie gestört. Das Rascheln interessiert sie in ihrem Ablauf nicht, wie sie dort vorne an der Tafel umher eilt und Notizen anbringt, die einige mitschreiben, während andere wiederum ihren Abend planen.
Meine Augen folgen den verschiedenen Händen, die Zettel von Bank zu Bank reichen. Kathrine schreibt eifrig an einer Antwort auf meinen, auch wenn ich mir ihr Geschwätz über die Jungs geben muss. Sie hat zwar nicht ganz unrecht mit ihrer These, dass einige über den Sommer äußerlich süßer geworden sind, doch ob sie eine charakterliche Entwicklung hatten, bezweifle ich doch stark.
Ein Zettel landet auf meinen Notizen, die ich mir bis dato gemacht habe. Verwirrt schaue ich nach links, wo Jason sitzt, der mit den Augenbrauen hinter mich deutet. Mein Kopf fliegt auf die rechte Seite und ich schaue über meine Schulter hinweg, nur um Evans in der Ecke sitzen zu sehen, der mich herausfordernd anblickt. Wieso sitzt er dort hinten, wenn der Zettel von links kam? Meine Klassenkameraden wissen vermutlich nichts vom kürzesten Weg. Mein Blick gleitet kurz über die Mitschüler, die mich nicht beachten, bis Evans Kopfnicken mich wieder aufmerksam macht. Er deutet auf den Zettel, der noch immer auf meinem Blatt liegt. Ich rolle mit den Augen, wende mich ab, öffne das Papier allerdings trotzdem neugierig.

Hast du heute Abend Zeit für mich?
- C.E.


Schnell schaue ich zu Miss Lloyd, die hektisch an der Tafel schreibt. Wenig später segelt der Zettel zerknüllt durch die Luft und trifft Evans an der Schulter. Gespielt beleidigt breitet er die Arme fragend aus, erhält von mir allerdings nur ein Kopfschütteln. Als ich mich wieder meinem Papier zuwende und die neuen Informationen notiere, reicht mir Kathrine mit fragendem Ausdruck einen Zettel rüber.

OMG, hast du dir einmal Jason angesehen? Wo war er diesen Sommer, dass er diese Muskeln bekommen hat?! Oder hast du Liam -
Ist der Zettel wirklich von Evans? O. M. G., was will er? Hat er etwas zu mir gesagt? Antworten, SOFORT! Viv', ich sterbe hier!


Mit übertrieben genervtem Blick dreht sich mein Kopf beinahe automatisch zu Kathrine, der ich meinen "Echt-jetzt?"-Blick zuwerfe. Ein verschmitztes Lächeln legt sich auf ihre Lippen, während sie ihr Kinn auf ihrer linken Hand ablegt und mich erwartungsvoll betrachtet. Ich winke ab, fahre statt einer Antwort mit meinen Unterrichtsnotizen fort.
"Nun, wie Sie alle sicherlich mitgeschrieben haben, ist unser erstes Thema Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts. Ich habe mir überlegt, dass Sie dieses am besten erarbeiten könnten, wenn Sie es in ein Projekt zusammenballen, welches Sie außerhalb unserer gemeinsamen Zeit mit einem von mir ausgewählten Partner bearbeiten, damit wir im Unterricht mit der Lyrik fortfahren können."
Entsetzte Laute folgen, wobei ich mir nur ein Seufzen abringen kann. Projekte dieser Art, in Ordnung, wieso nicht. Ich habe daneben schließlich noch immer Freizeit und kann all das in aller Ruhe einplanen, was mich an der Aufgabe stört ist eher, dass Miss Lloyd unsere Partner auswählt. Auch Kathrine hat dieses Detail bemerkt, weshalb wir uns traurig ansehen, denn wir haben wenig Hoffnung, dass unsere liebste Lehrerin uns zusammenwirft.

Das Schuljahr fängt schonmal gut an, nicht?


Ich reiche Kathrine meinen Zettel, während Miss Lloyd einige Aufgabenblätter zu dem Projekt verteilt. Meine Freundin wirft mir allerdings sogleich einen vielsagenden Blick zu, denn ich ignoriere den ihren von vorhin geflissentlich. Es gibt nicht zu Evans zu sagen, jedenfalls nichts, was sie nicht zum ausflippen bringen würde. Ausflippen, ja, wieso nicht? Aber nicht hier mit Miss Lloyd über jemanden, den ich nicht auf diese Art und Weise mag.
Richtig, ich sagte "mag". Das liegt daran, dass ich Evans bereits lange kenne, jedoch nie romantische Gefühle für ihn hegte. Doch nach einiger Zeit hat er sich stark verändert und passt nicht so Recht in meinen Freundeskreis, er ist nur noch in meiner Klasse, in meiner Schule und hält meinen Schulalltag ein wenig aufregender. Das mag ich, die leichte Aufregung, ansonsten würde ich vermutlich den ganzen Tag neben Kathrine und den anderen wenigen Freundinnen stehen und mich langweilen, während sie über jeden einzelnen Typen fünf Mal an einem Tag reden.

Vivien Diana Baker, ich meine es ernst! Ich muss es wissen, bitte, bitte!


Ich falte ihren Zettel zusammen und schüttle den Kopf, denn sie kann sehr aufdringlich werden, aufdringlich, stur, unnachgiebig. Aus dem Augenwinkel bemerke ich, dass Evans mich weiterhin beobachtet, doch ich ignoriere ihn schnell wieder.
"Später", flüstere ich und wende mich rechtzeitig um, denn Miss Lloyd kommt gerade auf uns zu. Mit einem zwanghaften Lächeln reicht sie mir die Mappe mit den Papieren, nur um dann bei Kathrine fortzufahren. Sie hält nicht viel davon, eine freundliche Beziehung zu ihren Schülern zu hegen, doch im letzten Schuljahr war ich ein Ruhepol ihres Unterrichts und sie hatte angefangen mich zu "akzeptieren". Wie mans nimmt.
Nachdenklich blättere ich durch die Aufgabenzettel und bemerke wieder nicht, wie meine Lehrerin durch den Raum huscht. Aus ihren Unterlagen zieht sie eine Liste von Namen, nämlich der Namen, die sie zusammenarbeiten lässt. Erst als Kathrine mich anstupst, löse ich mich aus der Mappe und lausche erwartungsvoll. Mit Baker als Nachname wird mein Los für die nächsten Wochen relativ schnell gefällt werden.
"Vivien D. Baker arbeitet mit Christopher R. Evans zusammen."
Dammit.
Nun ehrlich genervt lasse ich meinen Kopf in den Nacken fallen und fahre mit meinen Händen durch meine dunklen Locken. Unglaublich, jetzt werde ich ihn nie wieder los. Ich spüre die Blicke verschiedener Mädchen, die mich töten könnten, wenn ich hinschaute. Oh ja, mein Jahr beginnt gut - alle gegen mich.
"Viel Spaß, Baker", lacht Jason und stößt meinen Arm freundschaftlich an, während ich Liam und Alex hinter mir lachen hören kann. Die Blicke der Mädchen waren ihnen also nicht entgangen. Wieso nur ich? Kathrines Hand liegt derweil tröstend auf meiner Schulter, bis ich auf meinen Notizen zusammen sinke.

Schnellen Schrittes verlasse ich den Raum, meine Tasche ist unordentlich vollgestopft, da ich den Englischunterricht nach der Stunde so schnell wie möglich verlassen wollte, wie nur irgend möglich. Kathrine hetzt sich hinter mir her und stolpert beinahe, auch wenn sie ungefähr versteht, wieso ich so schnell fliehe. Sie kann mit Liam zusammenarbeiten und scheint darüber wenigstens glücklich zu sein, was mich ungemein beruhigt. Wenigstens ist sie nicht gegen mich, wie andere Mädchen vielleicht. Leider bin ich zu langsam, denn außerhalb des Raumes laufe ich beinahe in Evans hinein.
"Wohin so eilig?", fragt er mit schelmischen Grinsen, wie er da so angelehnt an der Wand steht und meinem Blick standhält... wäre ich ein über griffiger Mensch, hätten wir jetzt ein Problem. Ich bleibe also seufzend stehen und verschränke sarkastisch lächelnd die Arme vor der Brust.
"Zufrieden, Evans?", frage ich herausfordernd und beobachte, wie er sein Gewicht verlagert.
"Sehr, V'. Zwar hatte ich mir meinen Abend nicht mit einem Englischprojekt vorgestellt, sondern nur mit dir, aber damit kann man arbeiten."
Hinter mir höre ich, wie Kathrine scharf die Luft einzieht und ich weiß, dass sie mir beinahe auf den Arm geschlagen hat, so aufgeregt wie sie ist. Ruhig lege ich den Kopf schief.
"Ist das so?", frage ich lächelnd. Evans nickt.
"Hmm, ich glaube wir verstehen uns nicht recht, die nächsten 8 Wochen arbeiten wir an einem wirklich wichtigen Projekt, nicht an deinem Liebesleben. Also reiß dich zusammen, ja?"
Evans verschränkt genau wie ich die Arme vor der Brust, auch wenn er dabei sehr viel eindrucksvoller aussieht als ich. Dies könnte an seiner beachtlichen Größe liegen, denn ich bin ein Zwerg - jedenfalls im Vergleich zu ihm. Vermutlich wirke ich eher bockig als genervt.
"Außerdem... wie kommst du auf heute Abend? Vielleicht sollten wir uns erst einmal absprechen, bevor du etwas ohne mich festlegst, huh?"
"Dann schlag was vor, Diana", antwortet er gelassen, löst die Arme und beugt sich ein wenig vor, um mir seinen herausfordernden Blick noch besser zu zeigen. Ich beiße die Zähne zusammen, denn ich hasse es, wenn er mich so nennt. Vivien ist bereits ein gewöhnungsbedürftiger Name, aber Diana ist in meinen Augen noch schlimmer. Das hat er sich also all die Jahre merken können.
"Wie wäre es, wenn wir nach der Schule noch einmal darüber reden? Wenn wir wissen, was wir zu morgen alles erledigt haben müssen, wenn du verstehst."
Er lehnt sich zurück und zuckt mit den Schultern. Nun kann ich beinahe fühlen, wie Kathrine ihre Nägel in meine Schultern bohrt, doch zu meinem Glück tut sie es nicht. Oder zu ihrem? Ich bin mir nicht sicher.
"Einverstanden."
Überrascht lasse ich meine Abwehr für einen Moment fallen, denn ich hatte nicht erwartet, dass er mir zustimmt? Einige Sekunden sehe ich ihn mit großen Augen an, wobei sich auch meine Arme beinahe aus der Verschränkung gelöst hatten, doch ich nahm beinahe genauso schnell wieder Haltung an. Der Hauch eines triumphierenden Lächelns nimmt seine Lippen ein und ich weiß, dass ich diese Runde verloren habe. Kurz nicke ich, erhalte eines von ihm und kann nur noch zusehen, wie er gelassen davon geht.
Ein sehr lautes Quietschen reißt mich in die Realität zurück, denn nun legen sich Kathrines Hände tatsächlich auf meine Schultern. Aufgeregt schüttelt sie mich durch, woraufhin ich selbst etwas schmunzeln muss. Hätte ich nicht Kathrine, wäre diese Situation unglaublich böse geendet, denn andere Mädchen meiner Klasse haben die Angewohnheit, andere nach einem solchen Gespräch zu jagen. Eifersüchtiges Pack, nur weil ich unfreiwillig in diese Projektarbeit gesteckt wurde! Es genügt bereits jetzt, wenn ich meine Blicke vorsichtig umher schweifen lasse - sie beobachten mich und ignorieren ihre Partner. Trotz das es mir missfallen sollte, spüre ich kurz einen Stich des Stolzes, denn das Gefühl der Überlegenheit macht sich auch manchmal in mir breit und manchmal gefällt es mir.

Um 15 Uhr verlasse ich den Raum meiner letzten Unterrichtsstunde (Geography) und werde sogleich von Skye abgefangen. Skye gehört zu dieser Gruppe Snobs, die sich häufig um Evans versammeln, auch wenn er unnahbar ist. Alle Mädchen der Gruppe können tun was sie wollen, mehr als ein kleiner Abstecher sind sie am Ende auch nicht. Ihre roten Locken fallen ihr bis zu ihrem Busen, denn sie war über die Ferien scheinbar nicht beim Friseur, dennoch sehen sie gepflegter aus als alle Haare je zuvor. Ich beneide solche Haare, denn egal wie viel Mühe ich mir auch gebe, meine Locken sind nie so perfekt. Ihre rot geschminkten Lippen verziehen sich zu einem übertrieben freundlichen Lächeln.
"Baker", ruft sie freudig aus, fast schon so, als wären wir Freunde. Ihre Arme legen sich um meinen Körper und sanft drückt sie mich. Ich sage nichts, denn sie lässt mir keine Zeit dazu, kramt stattdessen in ihrer Schultasche herum.
"Nein, Vivien war dein Name, richtig? Oder Viv? Oder V? Was gefällt dir am liebsten?"
"Ich... eh.. Vivien ist in Ordnung", bringe ich hervor, doch Skye hört mir gar nicht zu. Stattdessen drückt sie mir einen Zettel in die Hand, nein, es sind sogar mehrere. Auf allen stehen zu viele Nummern drauf. Fragend schaue ich auf, doch da plappert sie auch schon los.
"Das sind die Nummern unseres Exclusive-Clubs, jetzt, wo du und Chris die Arbeit zusammen machen sollt, dachten wir, es wäre schön wenn du dich uns ab und an mal anschließen würdest."
Blinzelnd starre ich Skye an, versuche die Worte zu verarbeiten. Oh, Chris hier, Chris da. Wieso vergöttern sie ihn? Was will sie erreichen, wenn ich auch in der Gruppe bin, ist ja nicht so, als würde ich dann genauso viel wissen wie sie und nicht mehr, was sie interessieren könnte.
"Jedenfalls", beendet Skye schließlich ihre Ausführung. "Würden wir uns alle darüber freuen, wenn du uns einmal anschreibst. Bis dann."
Eine kurze Umarmung folgt, sowie zwei Küsschen auf meine Wange und schon ist sie verschwunden. Ich stehe noch immer verwirrt im Flur, entscheide mich jedoch schließlich doch zu gehen und stopfe die Zettel in meine Schultasche. Als ich auf den Parkplatz stehe, fällt mir mein Fehler ein, denn ich habe mir noch keine Ausrede einfallen lassen, um Evans heute nicht zu sehen. Tatsächlich haben wir in den Kursen lediglich besprochen, was wir tun würden und wie wir es machen würden, allerdings hatten wir noch keine Aufgaben erhalten. Meine Hände fahren durch meine Locken, mit unruhigem Blick bemühe ich mich darum einen Fluchtweg zu erblicken. Doch wie soll ich vor Evans fliehen, wenn ich nicht einmal weiß, wo er ist?
"Buh", sagt plötzlich jemand ganz nah an meinem linken Ohr und ich zucke zusammen. Wütend drehe ich mich zu ihm um, verschränke wie zuvor die Arme vor der Brust. Mein Blick ist vorwurfsvoll und erneut vergesse ich, dass ich keine Ausrede habe, bis ich sein erwartungsvolles Lächeln erkenne.
"Öhm...", beginne ich rhetorisch geschickt meine Ausführung, woraufhin er breit lächelt. Leider kann ich nicht einschätzen, ob es ehrlich ist, oder ob er sich durch und durch über mich lustig macht.
"Wann soll ich da sein?", fragt Evans mit hochgezogenen Augenbrauen und lehnt sich von mir weg. Seufzend gebe ich mich geschlagen, weiß, dass es keinen Sinn mehr ergibt. Heute hat er gewonnen, oder? Das würde sich vermutlich noch herausstellen, wenn er erst einmal bei mir Zuhause war. Gespielt freundlich lächelnd löse ich die Haltung und nicke ihm zu, wie man es nun einmal tut, wenn man sich geschlagen gibt.
"17 Uhr?"
Evans nickt, setzt seine Sonnenbrille auf und holt seine Autoschlüssel. Mich lässt er verdattert und durch und durch genervt zurück, während ich nur noch beobachten kann, wie er in sein Auto gleitet.


Chapter 1


Anmerkungen:
Kurz: Abiphase, Langeweile, spät Abends, zu viele Ideen die mir seit zu langer Zeit im Kopf umherschwirren und verletztes Ego! uwu Alles trifft hier zusammen, denn ich dachte, wenn ich euch meine Geschichten einmal frisch präsentiere, passt das bestimmt. Eines Tages dann vielleicht auf FanFiction.de, wo ich normalerweise alles auskotze, aber das schaff ich zeitig iwie nicht. ono
Fragt btw nicht wegen des Titels, ich mag ihn einfach, weiß aber nicht, ob er nicht geändert werden muss am Ende :'D Ob er halt noch passt, u know. Ob er je passen wird...

Enjoy whatever happens. <3
Eigeninterpretation, FanFiction, Geistes Gespinst, nicht ernst zu nehmen. Kenne die genannten Personen nicht. Habe allerdings Fantasie, die macht was sie will. Fiktiver Ort. Daher uwu


written by Noblesse


~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~


I don't even pray to the god that you pray to
But if there's a mirror, I'm folding my hands too
'Cause I know the pretty girl in the reflection
Is gonna be the god of all the gods with no question

Cops pullin' up like I'm givin' drugs out, nah, nah
I'm a popstar, not a doctor

Song lyrics 1 by TJ_beastboy Song, Song lyrics 2 by DJ Khaled Song

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BeitragThema: Re: Lifeboat   Lifeboat EmptyDi 09 Apr 2019, 20:14

Huhuhuu, ich spüre es knistern! Ein schöner Twilight // Riverdale // Teenie High School Mix. Liest sich sehr gut, ich warte bis es weiter geht.o3o
Bei mir dürfte Evans auch gerne einen Abstecher machen.c;

- Toxi

~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~

All that you are
Lifeboat Nala-Comm-png-kl
is all that I'll ever need.
Danke Frost.<33



N y m e r i a   x   A r y a :
 

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