Warrior Cats - das RPG
Warrior Cats - die Welt der Katzen.
Tritt dem DonnerClan, WindClan, FlussClan, SchattenClan, WolkenClan oder dem BlutClan bei und führe ein Leben als Krieger!
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Hierarchie
DonnerClan
Anführer: Toxinstern
2.Anführer: Honignase
Heiler: Eichenblatt
Heilerschüler: Enzianpfote

FlussClan
Anführer: Jubelstern
2.Anführer: Hirschfänger
Heiler: Kauzflug

WindClan
Anführer: Sturmstern
2.Anführer: Rostkralle
Heiler: Milanschrei

SchattenClan
Anführer: Mohnstern
2.Anführer: Gewitterbrand
Heiler: Abendhimmel

WolkenClan
Anführer: Brombeerstern
2.Anführer: Wildfeuer
Heiler: Tränenherz
Heilerschüler: Regenpfote

BlutClan
Anführer: Djinn
2.Anführer: //
"Heiler": Emerald
"Heilerschüler": Lotta

Das RPG
Jahreszeit:
Blattfall

Tageszeit:
Sonnenaufgang

Tageskenntnis:
Die Blätter haben begonnen von den Bäumen zu fallen und besonders nach Sonnenaufgang ist der Wald in Nebel gehüllt. Die Luft ist dadurch feuchter und kühler geworden. Auch sind am Himmel jetzt vermehrt wieder graue Wolken zu sehen. Regentropfen fallen aber nur vereinzelt und die Beute hat sich noch nicht ganz zurückgezogen.


DonnerClan Territorium:
Langsam wird es hier kühler. Nebel und Wolken sorgen für weniger Sonne und feuchte Luft. Immerhin schützen die Bäume vor zusätzlicher Kälte durch den Wind und es gibt noch genug Beute, die ein erfahrener Jäger erlegen kann.


FlussClan Territorium:
Der Wasserstand des Flusses hat sich wieder normalisiert, aber das Wasser kühlt langsam ab. Das Wasser selbst ist jedoch immer noch von den Arbeiten der Zweibeiner flussaufwärts verdreckt und Fische sind keine mehr zu finden. Die sind alle nach Süden geschwommen und um noch einen zu finden, müsste eine Katze ganz schön Glück haben.


WindClan Territorium:
Hier ist der kalte Wind am heftigsten, aber dafür bekommen die WindClan-Katzen im Hochland etwas mehr von der Sonne mit als die übrigen Clans. Hier bricht die Nebeldecke häufiger auf, um die Sonnenstrahlen durchzulassen, auch wenn es trotzdem kühl und windig bleibt. Die Kaninchen werden weniger, aber alles in allem gibt es noch genug Beute.


SchattenClan Territorium:
Auch das Territorium des SchattenClans ist in Nebel gehüllt. Die Luft ist hier durch den Sumpf noch ein wenig feuchter und Eidechsen sowie Schlangen sind inzwischen verschwunden. Die Frösche ziehen sich ebenfalls zurück, aber ansonsten gibt es noch genügend Beute, um den Clan zu versorgen.


WolkenClan Territorium:
Der Nebel hat auch das Territorium des WolkenClans erreicht und die Vögel werden langsam ruhiger. Dennoch gibt es genügend Beute, um den Clan zu versorgen, auch wenn eine Katze beim Jagen vielleicht ein wenig besser aufpassen sollte. In den Baumwipfeln hat ein guter Kletterer auch eine besser Chance mit etwas Glück vielleicht doch ein paar Sonnenstrahlen mehr abzubekommen, wann immer der Nebel aufreißt.


Baumgeviert:
Auch die vier mächtigen Eichen verlieren langsam ihre Blätter und die Senke ist in Nebel gehüllt und wenn gerade keine Katze hier ist, scheint geradezu die Zeit still zu stehen. Nur manchmal wagt sich doch noch ein Beutetier ins Freie.


BlutClan Territorium:
Auch hier ist es nebelig und die Luft ist feucht geworden. Immerhin schützen die Wände des Lagers gut vor Kälte und Feuchtigkeit und auch manchmal unangenehme Clangenossen bieten einen gewissen Schutz vor Hunden und anderen Gefahren. Monster stellen nach wie vor eine Gefahr für die Katzen dar und die Futtersuche wird langsam wieder schwieriger.


Streuner Territorien:
Auch hier ist der Blattfall angekommen. Die Bäume verlieren ihre Blätter und der Nebel umhüllt große Flächen. Die Luft ist feucht und an höhergelegenen Stellen geht ein kalter Wind. Die Beute zieht sich langsam zurück, aber besonders eine erfahrene und gesunde Katze sollte keine Probleme haben, sich zu versorgen.


Zweibeinerort:
Nebel, Kälte und feuchte Luft verleiten Hauskatzen wieder vermehrt dazu, sich in die Nester ihrer Zweibeiner zurückzuziehen, oder zumindest im eigenen Garten zu bleiben. Vielleicht wagt sich die eine oder andere sehr neugierige Katze aber immer noch nach draußen und setzt sogar eine Pfote über ihren Garten hinaus.

 

 Fly High~

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Xayah
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BeitragThema: Re: Fly High~   Fly High~ - Seite 6 EmptyFr 16 Apr 2021, 00:30





Riona Yuuki
Zuspielerin | Kapitän | #6


"We’ll never win if we don’t believe we can... ♚”
BannerDurch ihr Interesse an Akari bekam sie kaum mit, wie die Jungs der Nekoma auf sie reagierten. Im Fokus stand tatsächlich ihre dunkelhaarige Freundin, welche sehr… auffällig auf ihre Verbindung mit dem Kapitän der Nekoma angesprochen wurde. Manchmal hatte Manami wirklich kein Feingefühl. Trotzdem war die Reaktion Akaris interessant zu beobachten, also hielt sie die Klappe und lief einfach grinsend weiter.
Danach blendete sie eigentlich fast alle um sich herum aus, bis sie schließlich in ihrer Unterkunft angekommen waren. Ihre Aufmerksamkeitsspanne war in diesem Moment nicht soo hoch und die vielen verschiedenen Gespräche um sie herum würden nur dazu führen, dass sie Kopfschmerzen bekam.  Schnell wechselte Riona ihre Kleidung zu einem lockeren Trainingsshirt, einer Shorts und der Karasuno-Jacke, bevor sie sich schonmal in ihre Knieschoner schob, da ihre durch den Steg unter ihrer Ferse vor den Schuhen angezogen werden mussten. Mit ihren Hallenschuhen in der einen, einer Flasche Wasser in der anderen Hand wartete sie schließlich auf ihre Teamkameradinnen. Dabei bemerkte die Rothaarige noch, wie Manami nach ihrem Handy zu suchen schien. Wenn ihr Kopf nicht angewachsen wäre… Innerlich schmunzelnd wollte die Schülerin gerade zu einem Kommentar ansetzen, als sie gemeinsam aus dem Raum gescheucht wurden.

Anscheinend ging es schneller los als erwartet. Geschlossen als Team betraten sie die riesige Halle, in welcher schon die ersten anfingen eine Art Aufwärmtraining durchzuziehen. Dabei erkannte sie einige der Spieler, welche schon in den Videos aufgetaucht waren und ehrfürchtig stellte die Zuspielerin ihre Flasche am Rand der Halle ab. Auf den ersten Blick war die Halle bereits deutlich moderner eingerichtet als ihre eigene. Die Wände waren hoch, vergrößerten den Raum aber nur zu einem gewissen Grad. Allein vom Beobachten bekam die Rothaarige bereits ein gutes Gefühl für die räumlichen Dimensionen. Hier würde sie nicht so viele Probleme bekommen wie bei dem Wechsel in die neue Halle an der Karasuno.

Aufgeregt und mit unruhigen Gliedern stellte Riona sich mit den anderen zusammen auf und versuchte sich irgendwie auf die Worte ihres Coaches zu konzentrieren. Dabei wäre sie wahrscheinlich wieder einfach stehen geblieben, wenn Manami sie nicht hinter sich hergezogen hätte. Es gab schlichtweg so viel neues zu sehen und zu entdecken, es fiel ihr ziemlich schwer, sich auf die Worte der Dunkelhaarigen zu fokussieren. Erst als der Begriff „Nekoma“ fiel, horchte die Zweitklässlerin auf. Freude zeichnete sich auf ihrem Gesicht ab, während sie das Team rund um die schwarzhaarige Nummer 1 einen Moment genauer unter die Lupe nahm. Tatsächlich stand bei ihnen ein Kerl, der weit über die anderen herausragte und bestimmt an die zwei Meter groß sein musste. Kurz begegnete sie auch seinem grünen Blick, bevor Riona sich jedoch abwandte.

Sie würden also gegen Nekoma spielen. Aufmerksam musterte sie Akari neben sich und versuchte aufgrund ihrer Reaktion abzuschätzen, ob das kommende Spiel eine gute Idee war oder nicht. Aber abgesehen von einem gewissen Unwillen erkannte sie im ersten Moment nichts Gravierendes. Hoffentlich würde sich das nicht auf ihre Teamfähigkeit ausüben, denn nun brauchten sie jeden Spieler in absoluter Topform. Während sie sich ihren

Aufwärmübungen hingaben, trieb es Riona immer näher an ihre Freundin heran, welche sie anschließend einmal anstupste. „Das kriegst du doch sicher hin, oder?“ Einen Moment blickte die Rothaarige der Größeren ernst in die Augen, bevor sie Akari ein Lächeln schenkte. Entschlossen hielt sie die rechte Hand hoch, wartete, bis ihr Gegenüber mit ihr Einschlug und gemeinsam begaben sie sich auf ihre Positionen. Ihre Standartaufstellung würde ihnen sicher am besten helfen, jetzt wo sie die Gegner noch nicht einschätzen könnten.

Die dunkelhaarige Nummer 6 vor ihr musterte sie lediglich einen Moment erstaunt, bevor der Ball nach hinten in Richtung der Nummer 1 geworfen wurde. Nun ging es also los. Alles um sich herum einen Moment in den Hintergrund schiebend atmete Riona durch, fokussierte sich nur auf die Halle und ihre eigenen Spieler, bevor sie erwartungsvoll dem ersten Aufschlag entgegensah. Dieser ging in einer geraden Linie direkt zu ihrem Libero. Nozomi nahm den Ball ohne Probleme an und schnell musste die kleine Zuspielerin sich entscheiden zu wem sie spielen wollte. Sie hatte Akari im Vorderfeld, aber der riesige Mittelblocker direkt neben der – relativ kleinen – Nummer 5 des Gegnerteams würde sicher den Block unterstützen. Da es eigentlich sowieso nichts brachte, wenn sie versuchte sich auf die Schnelle irgendwelche guten Taktiken zu überlegen, lief sie los, visierte einen Punkt an und ließ den Ball spielend leicht wieder von ihren Händen abprallen. In einem sauberen Bogen flog er in Richtung Akari, welche anscheinend bereits eine Vorahnung gehabt hatte und den Ball über den Zuspieler der Nekoma sauber in das gegnerische Feld schmetterte. Der erste Punkt ging tatsächlich an sie. Zufrieden mit sich und ihrer Leistung schlug sie mit Akari ein und bewegte sich mit federnden Schritten bis in die Mitte direkt vor das Feld. Und damit direkt vor den rieseigen Mittelblocker mit der Nummer 11. Dieser blickte zu ihr herab und legte den Kopf schief. „Du bist ja noch kleiner als Yaku-san. Wie lustig!“ Dabei grinste er sie breit an und knurrend trat sie ihm mit voller Wucht gegen das Schienbein. Irgendwo hinten begann jemand schallend laut zu lachen.
„Yuuki! Schluss, oder du schaust den Rest des Tages von der Außenlinie zu!“ Wurde sie direkt angebellt. Miesgelaunt brummte die Zuspielerin auf, verschränkte die Arme vor der Brust und nickte gepresst.

Mizuno-san würde lieber einen Tag lang jedes Spiel verlieren als ihr Wort zu brechen, also sollte sie sich echt zurückhalten. Trotzdem warf die dem grauhaarigen Kerl einen finsteren Blick zu. Mao hinter ihr machte anschließend ihren Aufschlag, welcher präzise von der Nummer 2 angenommen wurde und sie machte sich bereits auf einen Schnellangriff gefasst, als der Ball einfach von dem Zuspieler selbst über das Netz geschlagen wurde. Aber nicht mit Riona. Sie schoss vor, warf sich auf die Knie und hielt so den Ball in der Luft, welcher jedoch Michimiya nur unsauber zu Manami weitergeleitet werden konnte. Diese traf den Ball zwar ganz gut, doch landete der Ball nur wenige Zentimeter außerhalb des Feldes. Direkt im Aus.

Irgendwie verärgert darüber, dass sie sich hatte hinreißen lassen zum Ball zu springen funkelte sie den Zuspieler an, welcher sie doch nur aus ruhigen goldenen Augen ansah. Irgendwie fühlte sie sich dabei durchschaut und irritiert zog sie die Augenbrauen zusammen. Das war ihr alles nicht geheuer. Der nächste Aufschlag kam von der gegnerischen Nummer 6, blieb aber nur kurz im Spiel, denn mit ungeahnter Kraft wurde ihr ein Schnellangriff der Nummer 4 um die Ohren gehauen. Auch, wenn er bei ihnen am Bus ein wenig… dümmlich ausgesehen hatte. Er war sicher nicht ohne Grund das Ass der Nekoma. Die nächsten Ballwechsel prasselten nur so auf sie ein und auch nach dem dritten Aufschlag der Nummer 6 hatten sie keine Chance gehabt ihre Fähigkeiten wirklich zu präsentieren. Vielleicht hatte sie das andere Team zu Beginn ein wenig unterschätzt. Aber es war wirklich noch viel zu früh, um aufzugeben.

Montag 30. Juli | 13:35 Uhr

"♚...things you don’t understand are scary, right?”

Karasuno Highschool

Karasuno: 1 - Nekoma: 4 | *Aufstellung*




~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~


You're the greatest partner I've ever had
and the greatest warrior I've ever known...
that will never change.



Zuletzt von Katsuki am Mo 19 Apr 2021, 16:26 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Rakan
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BeitragThema: Re: Fly High~   Fly High~ - Seite 6 EmptyFr 16 Apr 2021, 22:30



Manami Kita
» it feels so good to be so young and have this fun and be successful «

Die ganze Aufregung und Ungeduld, die Manami die letzten Stunden über verspürt hatte, fiel nahezu augenblicklich von ihr ab, als sie den ersten Fuß auf das Spielfeld setzte. Selbst während ihrer Aufwärmübungen waren ihre Gedanken immer wieder abgedriftet und sie hatte sich mehrmals selbst dabei ertappt, wie sie die anderen Teams beobachtet hatte oder über die ganze verzwickte Situation mit Riona und Tōru nachzudenken oder was genau zwischen Akari und dem Nekoma Captain lief oder wo sie verdammt nochmal ihr Handy abgelegt hatte, anstatt sich für das bevorstehende Spiel aufzuwärmen. Doch nun stand sie an der Grundlinie, beobachtete wie Michimiya-san und der Captain der Nekoma sich die Hand gaben und eine Münze warfen, um den ersten Aufschlag zu entscheiden, und fühlte sich so fokussiert, wie sie sich sonst nur vor einem offiziellen Spiel fühlte.
Irgendwie hatte die aktuelle Situation auch etwas davon. Die lange Fahrt mit dem Bus, die unbekannte Halle, die anderen Teams, das Geräusch von bereits laufenden Spielen um sie herum. Selbst der Geruch in der Luft war irgendwie … Turnier. Manami konnte es nicht genau beschreiben, doch war sie im Moment einfach nur froh darüber. So würde sie zumindest keine Schwierigkeiten während des Spiels bekommen. Auch wenn sie mit Brüchen in ihrer Routine immer etwas haderte, so hatte sie das Problem zumindest schon bei Turnieren früh abgelegt, versetzte es sie doch nochmal in ein ganz anderes Mindset.
Sie nickte verstehend als Michimiya-san zu ihnen zurückkehrte und ihnen mitteilte, dass die Nekoma den ersten Aufschlag haben würde. Das war nicht unbedingt ideal, dachte Manami und rollte langsam ihre Schultern einige Male, doch war es nichts, womit sie nicht klarkommen würden. Während sie sich hinab beugte, um noch einmal ihre Knieschoner zu richten, atmete sie einige Male tief durch und schob auch wirklich den letzten Gedanken, der nicht direkt etwas mit dem Spiel zu tun hatte, in die hinterste Ecke ihres Kopfes. Es war viel zu lange her, dass sie wirklich ein richtiges Spiel gespielt hatte und genau das war es jetzt, worauf sie sich voll und ganz konzentrieren wollte.

Ihr fokussierter Gesichtsausdruck, der doch ziemlich ernst und finster gewirkt hatte, wich einem Grinsen als ihre Unterarme das erste Mal mit dem Ball in Kontakt kamen. Auch wenn es nur eine simple Annahme war, so fühlte es sich doch irgendwie an, als würde alles wieder in seinen Platz fallen, als würde der Ball einen kurzen Augenblick lang ein Teil ihres Körpers werden. Manami atmete aus und sandte im gleichen Zug den Ball mit einer flüssigen Bewegung zu Riona. Verdammt, hatte ihr das gefehlt! Es war eben doch nochmal etwas anderes, mit ihrem eigenen Team zu spielen, als mit Tōru und Hajime zusammen Aufschläge und Angriffe zu üben.

Nekoma war ein taffer Gegner und ihre Technik war frustrierend solide. Die einzelnen Spieler arbeiteten verdammt gut zusammen, sodass sich keine einzige Lücke in ihr Spiel schlich. Manami konnte selbst spüren, wie sie langsam aufgewühlt wurde, als ihre Angriffe wieder und wieder von der konstanten Defensive des anderen Teams abgeblockt wurde, doch gleichzeitig war es auch wirklich beeindruckend zu beobachten und etwas Neid machte sich in ihr breit. Genau das wollte sie mit ihrem eigenen Team auch erreichen - und möglichst schnell.
Doch Manami wäre nicht Manami, wenn sie sich so einfach von ihrer Frustration und Eifersucht unterkriegen lassen würde. Klar, Nekoma war scheiße gut und objektiv betrachtet um einiges besser als ihr Team - auch wenn es ihr schwer fiel, sie konnte so etwas zugeben, wenn es offensichtlich war - doch bedeutete das nicht, dass man ihr Team direkt abschreiben sollte.
Sie presste die Zähne aufeinander, fuhr sich mit der Hand durch das zerzauste Haar und zwang sich selbst dazu, sich wieder auf das Spiel zu konzentrieren. Das andere Team bewundern könnte sie auch später, jetzt mussten sie erstmal dafür sorgen, den Rückstand aufzuholen, solange er noch nicht allzu groß war. Mit neuer Entschlossenheit richtete Manami ihre Unterarmschoner und machte sich dann für den nächsten Aufschlag bereit, begann “Fergalicious” leise unter ihrem Atem zu singen, um ihre Gedanken vom Wandern abzuhalten.
Mit einem Ächzen warf sie sich dem Ball hinterher, schaffte es noch, ihn mit dem Unterarm zu erreichen, bevor er auf den Hallenboden aufkam, und ihn irgendwie Riona zuzuspielen, die einen Angriff für Aihara-san vorbereitete. Die Nekoma hatte kurz zuvor ihren Captain gegen den Libero getauscht und genau der nahm jetzt den Ball an, ließ es so aussehen, als wäre es überhaupt keine Mühe für ihn (dabei wusste Manami selbst, wie hart Aihara-sans Spikes waren). Einen Augenblick lang konnte sie nicht umhin, etwas zu starren. Sie hatte ihn zwar schon in Videos gesehen, aber Quak, es sah echt noch einmal um einiges beeindruckender aus, wenn man es so hautnah miterlebte. Wie viel Kontrolle er über jeden einzelnen Muskel seines Körpers zu haben schien, sodass er ganz genau den Ball annehmen konnte und ihn auch noch perfekt zu seinen Teamkameraden spielen konnte. Nur selten hatte Manami so einen sexy Spielzug gesehen - und sie hatte wirklich viele Spielzüge gesehen.
“Kita! Konzentrier dich!” Manami zuckte zusammen, als Aihara-san ihr gegen die Schulter schlug. Auch wenn es nicht unbedingt stark gewesen war, so fühlte sie sich doch etwas ertappt und spürte, wie ihr die Röte ins Gesicht stieg, weil sie sich inmitten eines Spiels hatte ablenken lassen. Sie murmelte eine Entschuldigung und verbannte die Gedanken aus ihrem Kopf, allerdings erst nachdem sie die mentale Notiz gemacht hatte, den Libero nach dem offiziellen Training nach ein paar Tipps zu fragen.

Trotz ihrer eigenen Verbissenheit, den Abstand zwischen den Punkten so gering wie möglich zu halten, schaffte Nekoma es doch, weiterhin den Vorsprung zu halten. Mittlerweile stand es 8 zu 5 und Manami rieb sich wiederholt über das Pflaster auf ihrem linken Handrücken. Irgendwie brachten sie es einfach nicht zustande, Nekomas Vorsprung zu verringern.
“Ach Quak”, fluchte sie leise, als sie den Ball um haaresbreite verfehlte und der Pfiff des Schiedsrichters ertönte, der verkündete, dass Nekoma einen weiteren Punkt gemacht hatte. Trotzdem antwortete sie Michimiya-san mit einem Daumen-hoch als diese ihr einen fragenden Blick zuwarf und schüttelte den Kopf. Sie war in Ordnung. Auch wenn das Spiel nicht so verlief, wie sie es gerne hätte, so schlugen sie sich doch gut und sie hatte Spaß daran, gegen so einen talentierten Gegner zu spielen. Immerhin würden sie dadurch am meisten lernen können.
Langsam schlich sich wieder ein Grinsen auf Manamis Gesicht und sie sah herausfordernd zum Zuspieler der anderen Mannschaft hinüber. Zeitweise hatte er wirklich teilnahmslos gewirkt, doch hin und wieder hatte sie das Gefühl, seine Augen auf sich zu spüren oder ein Aufblitzen in seinen Augen zu erkennen, das zeigte, dass er durchaus Interesse am Spiel hatte. Trotzdem hatte er eine merkwürdige Art, das zu zeigen.

Schwer atmend stützte Manami sich auf ihre Oberschenkel, wischte sich mit ihrem Oberteil den Schweiß vom Gesicht. Auch wenn sie sich noch im ersten Satz befanden, so hatte sie doch das Gefühl, als würden sie schon eine ganze Weile spielen. Doch immerhin hatten sie es tatsächlich geschafft, auch mal ein paar Punkte zu erzielen. Noch ein weiterer Punkt und sie würden gleichauf sein.
Wie so oft verfolgte Manami den Ball mit den Augen, als er in die Luft geworfen wurde, beobachtete seine Flugbahn und versuchte abzuschätzen, an wen er wohl als nächstes gehen würde. Zum x-ten Mal schickte Nekoma den Ball zu ihnen zurück, doch hatten sie mittlerweile Übung darin, sich davon nicht aus dem Konzept bringen zu lassen.
Der Ball flog geradewegs auf Riona zu, vermutlich um sie zur Annahme zu zwingen und ihnen so den Zuspieler zu nehmen. Als Manami das realisierte, war ihr erster Instinkt, sich noch schnell dazwischen zu schieben, doch dann fiel ihr auf, dass sie eigentlich perfekt standen und ihr Grinsen wurde noch etwas breiter. Für einen kurzen Moment machte sie Augenkontakt mit Rio, nickte ihr kaum merklich zu und trat dann selbst einige Schritte zurück, um sich zum Absprung bereit zu machen.
In den letzten Wochen hatten sie immer wieder an dem Angriff gearbeitet und auch, wenn er noch immer öfter daneben ging, als dass er wirklich klappte, hatte Manami irgendwie das Gefühl, dass sie es diesmal schaffen würden. Mit Schwung stieß sie sich vom Boden ab, holte aus und schmetterte den Ball mit aller Kraft und ohne zu zögern in die gegnerische Hälfte.

Karasuno - 9 / Nekoma - 9 / Aufstellung

MONTAG, 30. JULI / 13:51 UHR / 26



~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~

You make it difficult to not overthink
And when I'm with you I turn all shades of pink



› oops, my bad. ‹
relations / toyhouse


Zuletzt von Mina am Mo 19 Apr 2021, 17:37 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Fly High~   Fly High~ - Seite 6 EmptySa 17 Apr 2021, 17:11


 

Akari Ryujin


30.07. | 14:36 | #026

”Everything I do, I do with passion and patience.”

Trotz des anfänglichen Glücks, mit Riona den ersten Punkt für Karasuno zu holen und mit einem ordentlichen -WUMMS- den Doppelblock des großen Spielers und Kenma zu umspielen schlug das Spiel schnell zu Gunsten Nekomas um. “Du kriegst das doch hin oder?” Rionas Frage hallte ihr im Kopf nach und so sicher war sich Akari gar nicht. Obwohl sie mit einem entschlossenen Blick in den Augen mit der Zuspielerin eingeschlagen hatte und sich auf das Spiel zu konzentrieren versuchte, wirklich gelingen wollte ihr das nicht. Ihr Kopf war voll von anderen Dingen und sie musste mehrmals ihren Fokus neu orientieren. Ihr Blick driftete immer wieder vom Ball weg zu Kuroo oder Kenma hin. Es war etwas völlig anderes, den Beiden von den Zuschauerplätzen aus zuzusehen, als im Spiel direkt vor ihnen zu stehen. Die ausgesprochen subtile Kommunikation, Kuroos Präsenz als Kapitän und Kenmas zuverlässiges und manchmal hinterlistiges Zuspiel funktionierten wie eine geölte Maschine und machten deutlich, welche tiefe Bindung sie zueinander hatten. Auch die anderen Spieler funktionierten gemeinsam einwandfrei und wiesen Nekoma als geschicktes und eingespieltes Team aus. Ein Problem waren dabei definitiv die vielen lang währenden Spielzüge. Der Libero des Teams war definitiv eine ganz eigene Nummer, er bekam wirklich fast jeden Ball mit unglaublicher Präzision und sorgte für mehr Gegenangriffe, als Akari zählen konnte. Als somit starkes Team in der Verteidigung bekamen sie  immer wieder irgendwie noch den Ball und so ging es manchmal mehrere Angriffe hin und her bis ein Punkt fiel. Selbst Akari kam dabei außer Atem, die andauernden Sprünge für die Blocks machten ihre Beine lahmer und dass sich der erste Satz so lang zog, strapazierte definitiv auch ihren Körper. Sie wischte sich mit ihrem Shirt einmal über das Gesicht, während jemand gerade einen neuen Ball holte und schielte zu Manami. Diese schien ganz in dem Spiel aufzugehen, denn sie hatte ein leichtes Lächeln auf den Lippen - selbstbewusst, sicher, bereit. Auch Michimiya und Aihara tauschten einen Blick, der genau zeigte, wie sehr sie das Spiel auf ihre Weise genossen. Akari ließ einen Moment die Atmosphäre des Spiels auf sich wirken. Der Schweiß, der ihr den Rücken herunterlief, Rio und Watabe wie ein sicherer Anker in ihrem Rücken und der eiserne Wille, der sich über das Feld gelegt hatte, sobald der erste Angriff erfolgt war. Sie atmete tief durch. Seit dem Spiel gegen die Karasuno-Jungs hatte sich das Training viel ernster und schwerer angefühlt. Sie hatten sich alle auf das Camp vorbereiten wollen und die letzten Wochen an harter Arbeit zeigten sich jetzt im Spiel. Obwohl die Nekoma punktemäßig vor ihnen lag, konnte man doch von einer Leistung sprechen, dass sich kein größerer Abstand gebildet hatte. Schließlich handelte es sich bei ihrem Gegner um einer der Top-Teams und das war nicht zu verachten. Akari merkte, wie auch auf der anderen Seite des Netzes langsam eine ehrgeizige Stimmung aufgetreten. Wo Kuroo zu Beginn noch nonchalant gewesen war, wich dies einem ernsteren Blick, je mehr Punkte Karasuno machte. Akari schätze Kenma nicht als dumm genug ein, sie zu unterschätzen, aber sicherlich hatten sie ein einfacheres Spiel erwartet, als ihnen jetzt geliefert wurde. Hin und wieder tauschte sie einen Blick mit dem “feindlichen” Zuspieler und konnte erkennen, wie sehr er sich in das Spiel hängte und sah ihren Willen gespiegelt in seinen Augen. Freude blitze in Akari auf. Das hier war ein ganz anderes Level als sie sonst gewohnt waren und jedes Mal, wenn sie einen Ball abwehrte oder berührte, den sie vielleicht vor einigen Wochen nicht bekommen hätte, pochte ihr Herz wild und sie ertappte sich bei dem Gedanken, wieviel Glück sie doch hatte, zu Volleyball gewechselt zu haben und in ein solch tolles Team gekommen zu sein. Denn sie fühlten sich jetzt tatsächlich so an. Nach dem Spiel gegen die Karasuno waren alle Spielerinnen der Karasuno immer regelmäßiger zum Morgentraining gekommen, manchmal sogar extra etwas früher, und so konnten sie sich besser abstimmen als jemals zuvor.
Das zeigte sich ganz deutlich in einem Spielzug, in dem der Ball gezielt auf Riona ging. Ein flüchtiges Lächeln huschte über Akaris Gesicht und sie machte sich schon mal für einen Block bereit, falls es schief ging, aber sie hatte sich keine Gedanken machen müssen, denn Manami versenkte das Blitz-Zuspiel zielsicher in einer Ecke des Feldes und selbst der Libero der Nekoma konnte nur noch mit ausgestrecktem Arm hinterher springen. Er war jedoch längst zu spät gewesen und der Ball rollte nutzlos weiter. Auf dem Spielfeld wurde es still. Während die Spieler der Nekoma noch versuchten, genau zu verstehen, was eigentlich genau passiert war, schlugen Riona und Manami schon lautstark zusammen. Das ganze Training der Spezialtechnik hatte sich definitiv ausgezahlt, denn in den nächsten Spielzügen waren die Jungs definitiv verunsichert und so zog das Mädchenteam punktemäßig an ihnen vorbei. Dass sie sich sogar einen solchen Vorsprung holen konnten, ließ Akari fassungslos dabei zusehen, wie sie fünf Punkte am Stück machten. Fünf. Punkte. Das war dem Trainer der Nekoma jedenfalls zu viel und schnell berief er eine Auszeit ein und die Mittelblockerin war wirklich froh darüber. Sie spürte, wie ihre Energie langsam schwand und brauchte dringend etwas zu trinken. Vorsichtig testete sie auch aus, ob ihr Knie Probleme machte, aber bisher schien noch alles gut zu gehen und so rückte Akari sich nur ihren Schützer zurecht, schnappte sich ihre Flasche und trank einen großen Schluck. Mizuno-san klopfte Mana und Rio wohlwollend auf die Schulter und gab dann ein paar Instruktionen dazu, wie sie die Lücken von Kenma besser ausnutzen und den großen Spieler mit den grauen Haaren umspielen konnten, schickte sie aber sonst nur mit einem “Weiter gehts, Mädels” wieder zurück aufs Feld. Die Nekoma hatte sich wohl auch wieder mehr gefangen, denn Kuroo trat mit einem selbstbewussten Lächeln auf seine Position am Netz schräg von ihr. Er warf ihr ein verschmitztes Grinsen zu und Akari war einfach froh, dass ihr Gesicht von der Anstrengung eh rot war, denn sonst wär sie wieder angelaufen. So mühte sie sich nur ein kurzes Nicken ab und zwang sich, den Ball wieder in den Fokus zu nehmen.
Die nächsten Züge gingen nur langsam hin und her und langsam, aber sicher, holte Nekoma den Vorsprung wieder auf. Als sie gerade die 20 Punkte knackten, wechselte Akari mit Watabe ihre Position und setzte sich auf die Bank. Von dort aus fühlte sich das Spiel ganz anders an, als wenn man direkt im Feld stand. So konnte sie auch mal alle Spieler beobachten. So wurde ihr deutlich, wie harmonisch ihr eigenes Team sich mittlerweile verhielt. Sie bewegten sich wie ein Schwarm Krähen, die in Einklang miteinander durch den Himmel flogen und sich dann kraftvoll immer höher schwangen. An einigen Stellen brach die Formation noch, aber sie war solide, von Zusammenhalt geprägt. Im Gegensatz dazu stand die Nekoma, die sich geschmeidig durch die Spielzüge schlichen wie eine Katze in der Nacht. Oft war es nicht erkennbar, was der nächste Angriff werden sollte - die Bewegungen so subtil, dass es schwierig war, sie zu erkennen, wenn man sich direkt im Spiel befand. Auch von außerhalb hatte Akari manchmal Schwierigkeiten, überhaupt zu erkennen, was zwischen den Spielern lief und woher der Ball kommen würde. Es war wirklich beeindruckend, dieses Spiel aus der Perspektive eines Zuschauers zu sehen, denn es fühlte sich ganz anders an, als wenn man tatsächlich spielte. Akari konnte kaum anders, als die Eleganz Kuroos zu bewundern - das präzise Spiel seiner Muskeln, seine Selbstsicherheit und wie er seinem Team ab und zu subtil Sicherheit gab. Immer wieder warf er dem großen Mittelblocker ironische, aber unterstützende Worte zu, wechselte vielsagende Blicke mit Kenma und klopfte dem Nekoma-Tanaka beruhigend auf die Schulter. Er bewegte sich über das Feld als gehöre es ihm. Es schien jedoch nicht überheblich, sondern einfach, als wäre er in seinem Element. Unabhängig davon, wie ihre persönlichen Gefühle für ihn aussahen kam Akari nicht daran vorbei, ihn auch als Mittelblocker zu bewundern. Er hatte kein Problem damit, auch die starken Angriffe abzuwehren, die Manami und Aihara-san so schlugen. Während sie mit schnellen und kraftvollen Angriffen beim Block so ihre Probleme hatte, wehrte er das ganz selbstverständlich ab. Gerne hätte sie ihn nach Tipps gefragt, aber sie würde sich davor hüten, auch noch außerhalb der Spiele mit ihm Zeit zu verbringen. Konnte man das gerade eigentlich “Zeit verbringen” nennen? Es herrschte definitiv Kommunikation zwischen den Teams: stille Herausforderungen, Respekt und Anerkennung der Stärke des Gegners. Mit Verwunderung musste Akari beobachten, welch eine positive Atmosphäre über dem Spiel lag, als würde es allen tatsächlich Spaß machen. Die meisten ihrer Spiele gegen andere Teams war verbissener gewesen, unter der Prämisse eines Turniers oder eines Qualifikationsspiels. Auch das Spiel gegen die Karasuno-Jungs hatte sich ernster angefühlt. Doch hier fühlte es sich für sie befreiter an. Zwar wollte sie sich beweisen, aber sie lief ihrem Können nicht nur hektisch hinterher sondern sie tat es einfach. Daran änderte auch Kenmas und Kuroos Anwesenheit nichts und endlich spürte Akari, wie sich ihre hartes Training für sie ausgezahlt hatte.
So sah sie nun dabei zu, wie der Große einen Aufschlag machte und ihn mit Sicherheit ins Feld brachte. Doch gegen Watabe hatte ein solcher Aufschlag wenig Wirkung, sie beförderte den Ball hoch in die Luft auf Riona zu. Akaris Augen weiteten sich, als ihre Freundin ihn doch tatsächlich perfekt bekam und ihn in einem Anflug zuspielerischen Genies und Geschick Manami zukommen ließ, die ihn mit Schwung in einen direkten Punkt verwandelte. Die Mittelblockerin ballte freudig die Faust. So konnten sie ihren Vorsprung tatsächlich weiter ausbauen. Sie merkte schon gar nicht mehr, wie ihr Herz freudig sprang und rief ihren Teamkameradinnen aufgeregt zu. Der Stress der letzten Tage viel nach und nach von ihr ab und ein breites Lächeln lief über ihr Gesicht.

Karasuno - 21 | Nekoma - 17 | Aufstellung


Mittelblockerin | Mum-Friend | #08



~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~

Even though I always know the morning will come
I want to stay in your sky like a star
- Still with you




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Zuletzt von Denki am Mi 12 Mai 2021, 17:25 bearbeitet; insgesamt 5-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Fly High~   Fly High~ - Seite 6 EmptySo 18 Apr 2021, 23:09





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Zuspielerin | Kapitän | #6


"We’ll never win if we don’t believe we can... ♚”
BannerIrgendwie sah es für sie nicht gut aus. Sie hatten so schnell die ersten Punkte verschenkt, es überraschte sie selbst. Trotzdem war sie niemand der sich schnell aus der Ruhe bringen ließ und so biss Riona die Zähne zusammen und versucht den Ball den Mana ihr mehr oder weniger elegant entgegenspielte anzunehmen, um ihn zu einem guten Zuspiel zu verwandeln. Auch, wenn der Angriff von Mao vielversprechend aussah und mit einem Mordstempo ins gegnerische Feld flog, war da immer noch die Nummer 3, welche den Ball mit einer Präzession annahm, die der Zuspielerin einen Moment tatsächlich Gänsehaut verschaffte. Kurz entglitten der Rothaarigen die Gesichtszüge, während sie ganz genau beobachten konnte, wie der Körper des Jugendlichen sich ganz selbstverständlich über das Feld bewegte. Kein Schritt zu viel, jede Regung seiner Muskeln mit einer Genauigkeit, die sie nicht einmal von Yuu kannte. Fast schon abartig perfekt prallte der Ball an seinen Unterarmen ab, ganz natürlich verlagerte er dabei sein Gewicht, um den Schwung des Balles auszugleichen, bevor er in einem hohen Bogen in Richtung des Zuspielers flog.

Erst der Ausruf ihrer Trainerin, welcher eigentlich an Manami gerichtet war, sorgte dafür, dass auch Riona energisch den Kopf schüttelte, um sich wieder auf das Spiel konzentrieren zu können. Trotz dessen fanden sie keine Möglichkeit am Team der Katzen vorbeizuziehen oder auch nur einen Teil der Punkte wieder aufzuholen. Zwar hatte Noya ihr erzählt wie solide und stark die Nekoma war, aber es nun mit eigenen Augen zu sehen war… überwältigend. Denn auch, wenn sie einen langen Zeitraum hinter den Katzen zurücklagen, schien sich niemand davon einschüchtern zu lassen. Es herrschte eine beinahe ausgelassene Stimmung auf dem Feld. Entschlossenheit pulsierte zwischen ihnen wie ein schimmerndes Band und das erste Mal fühlte Riona sich, als würden sie wirklich als eine Einheit spielen und nicht als ein Haufen zusammengewürfelter Oberschüler.

Ab diesem Punkt, an dem die Zuspielerin sich von der allgegenwärtigen Stimmung mitziehen ließ, fingen sie auch an langsam aufzuholen. Die Spielzüge wurden flüssiger und gingen immer wieder zu ihren eigenen Gunsten aus, wobei ihr eigener Blick immer wieder in Richtung des Zuspielers, der relativ kleinen Nummer 5 gelenkt wurde. Er hatte etwas an sich, was der Rothaarigen die Härchen auf den Armen zu Berge stehen ließ, als würde er geradewegs in ihren Kopf hineinschauen. Doch gab es etwas, was er auf keinen Fall voraussehen konnte. Weil sie selbst nicht damit gerechnet hatte. Die langen Ballwechsel forderten schon jetzt ihren Tribut, mit bebenden Gliedern verfolgte Riona den Ball mit dem Blick und auf einmal war es, als würde er sich in Zeitlupe auf sie zu bewegen. Einen kurzen Seitenblick zu Manami später wusste die Zuspielerin ganz genau was sie tun musste. Auch, wenn das Ziel der Gegner wohl gewesen war, sie als Setter aus dem Spiel zu nehmen, konnten die armen Katzen ja nicht wissen, dass ihr das geradewegs in die Karten spielte. Zumindest in diesem Moment. Wild grinsend wechselte Riona von ihrer Zuspielform in eine Annahmeform, glitt geschmeidig in die Position, welche sie als Libero ständig eingenommen hatte und kaum hatte der Ball ihre Arme berührt wusste sie bereits, dass dieser Angriff funktionieren würde.

Es hatte sich einfach richtig angefühlt. Und der Erfolg gab ihr Recht, denn Augenblicke später knallte der Ball mit einer enormen Wucht auf dem Hallenboden auf. Es herrschte absolute Stille und ein wenig neben der Spur starrte die Zweitklässlerin ihre Unterarme an, bevor sie laut lachend mit Manami einschlug. Provokant erwiderte sie den fassungslosen Blick des Liberos, blinzelte ihm lieblich entgegen, bevor sie sich mit neuem Selbstbewusstsein an ihre Position stellte. Anscheinend hatten sie mit ihrem Blitz-Zuspiel die Jungs ganz schön durcheinander gebracht, denn nur einige verlorene Punkte später riefen sie eine Auszeit ein, in welcher Riona erst wirklich merkte, wie anstrengend die letzten Spielzüge gewesen waren. Bereits jetzt zitterten ihre Finger und schweiß lief ihr in unangenehmen Mengen den Nacken herab. Ob sie noch lange durchhalten würde, wenn sie weiterhin in dieser Intensität spielten? Wahrscheinlich nicht, also nahm Riona sich vor ein wenig zurückzutreten und ihre Bewegungen einzuschränken, bis sich die schwarzen Punkte vor ihren Augen vollkommen verflüchtigen würden.

Mehr unbewusst bekam die Rothaarige dabei mit, wie auch Akari immer weiter ins Spiel hineinzufinden schien. Auch bei ihr kam die allgemeine Hochstimmung aller Spieler auf dem Feld an und kurz seufzte sie erleichtert auf. Wenn sie sich zu sehr von der Anwesenheit ihrer Freunde aus der Mittelschule hätte beeinflussen lassen, wäre es auf längere Zeit sicher nicht gut für sie ausgegangen.

Sie Auszeit schien aber geholfen zu haben, denn die Spielzüge als solches wurden immer länger und länger. Die Katzen schienen noch einmal alles zu geben und das laugte die Zuspielerin immer und immer weiter aus, bis sie sich – wie wahrscheinlich alle anderen auf dem Spielfeld bereits – mit dem Saum ihres Shirts über das Gesicht wischte. Langsam aber sicher holte Nekoma auf, holte sich nach und nach alle Punkte zurück und als sie die 20 überschritten hatten, lagen nur noch vier Punkte zwischen ihnen. Mittlerweile schaute Akari von der Bank aus zu, wartete nur darauf, dass Nozomi wieder aus dem Feld wechseln musste, während der riesige grauhaarige Kerl einen Aufschlag vorbereitete. Allgemein hatte Riona mehr von ihm erwartet. Er war vielleicht groß, aber seiner Annahmen waren eine einzige Katastrophe, seine Aufschläge waren zwar stark, aber ungenau und trafen nur selten wirklich ihr Ziel und auch seine Angriffe waren noch nicht wirklich durchdacht. Er schien noch nicht sonderlich lange zu spielen und sofort fragte die Rothaarige sich, wie das Spiel wohl gelaufen wäre, wenn sie nicht die Nummer 11 als vollkommen Neuling im Team gehabt hätten, sondern jemanden mit mehr Erfahrung und solideren Grundtechniken.

Dieses Mal fand der Aufschlag jedoch sein Ziel, auch wenn es für ihre Libera kein Problem war den Ball fachmännisch anzunehmen. Grinsend trat Riona vor, visierte den Ball an und ein feines Kribbeln zog sich durch ihre Fingerspitzen, als sie den Ball überraschend präzise zu Manami spielte. Ein wenig irritiert davon blinzelte die Schülerin verständnislos, besah ihre eigenen Hände und legte den Kopf schief. Es war, als hätte sie einen Moment vollkommene Kontrolle über die Flugbahn des Balls gehabt, als würde sie sich auf einem Schachbrett befinden und könnte die Bewegungen jeder Figur einzig und allein durch ihren Willen steuern. Das ihre Freundin dieses Zuspiel verwandeln und zu einem effektiven Angriff ausholen konnte machte sie dabei nur noch stolzer. Sie schlugen sich wirklich gut.

Nur leider hielt dieses Hochgefühl nicht lange an. Ball um Ball flog ihnen um die Ohren, auf einmal holten die Jungs wieder auf und während das Spiel gegen die Karasuno-Jungs anscheinend schon beendet war, spielten sie noch ihren ersten Satz. Zumindest hatten sie schon zum zweiten Mal die Halle verlassen, um ihr Straftraining zu absolvieren. Und die Jungs von Fukurodani standen irgendwo am Rande der Halle und unterhielten sich lautstark über ihren Sieg. Vielleicht kam sie ja in Zukunft dazu sich einige Spiele der anderen Teams mal von außen anzusehen. Ermattet und mit schmerzenden Beinen versuchte Riona sich weiter auf das Spiel vor ihrer Nase zu konzentrieren, doch driftete sie immer wieder ab. Nicht weit genug, um unkonzentriert zu werden, aber ihr Fokus ließ sich deutlich schwerer halten als noch zu Beginn des Satzes. Sogar ihre Teamkameraden schien langsam die Puste auszugehen, was sie mehr als überraschte. Sonst war sie immer die erste die eine Pause brauchte, nun sahen aber alle so aus, als würden sie sich gerne mal für ein paar Minuten auf den Boden legen.

Vielleicht lag es daran, oder vielleicht auch an dem neugewonnenen Ehrgeiz der Nekoma, doch kurz vorm Ende zogen sie tatsächlich noch an ihnen vorbei. Fassungslos und ungläubig blickte sie dem Ball hinterher, welcher ihnen vom Ass der Katzen zugeschmettert wurde und verständnislos registrierte Riona, wie die Punkteanzeige von 26 zu 27 auf 26 zu 28 wechselte. Sie hatten doch tatsächlich den ersten Satz verloren. So kurz vorm Ende hatten sie es noch geschafft zu versagen. Mehr oder weniger freiwillig ließ die Zuspielerin sich von Manami nach draußen ziehen, wo sie blinzelnd den Berg anblickte, welchen sie nun hochsprinten durften. „Ihr wollt mich umbringen, oder?“ Nicht halb so scherzhaft wie es vielleicht klang wechselte Riona ihre Schuhe, biss die Zähne zusammen und ließ sich tatsächlich dazu bewegen den Berg hinaufzusprinten. Herunter fiel sie zwar einmal fast auf die Nase, konnte sich aber noch an Akari festhalten, welche deutlich agiler aussah wie sie selbst. Im besten Falle würden sie noch zwei Sätze spielen. Das würde sie doch auf keinen Fall überleben?

Zum Glück schien sie dieses Mal nicht die Einzige zu sein, deren Ausdauer eher im unteren Drittel der Normwerte anzusiedeln war, denn auch der Zuspieler von der Nekoma sah ein wenig blass um die Nasenspitze aus, während er lustlos auf einer Banane herumkaute.
Kurz sammelten sie sich zur Lagebesprechung, als Riona seufzend die Arme hob, um sie zu strecken. „Wir fangen im zweiten Satz mit Kikuchi anstelle von Yuuki an.“ Forderte die dunkelhaarige Trainerin nur, funkelte die angesprochenen einen Moment an und sprach dann weiter. Irgendetwas sagte Riona, dass sie lieber nicht widersprechen sollte. „Die Nummer 11 könnt ihr weiterhin umspielen. Er mag zwar groß sein, aber das war es auch schon wieder. Vor dem Libero solltet ihr deutlich mehr Respekt haben und auch deren Kapitän weiß ganz genau was er tut. Und irgendetwas sagt mir, dass ihr euch vor der Nummer 5 in Acht nehmen solltet. Er heckt irgendetwas aus.“ Damit beendete sie ihre Ansprache und wies Riona an sich auf die Bank zu setzen. „Die Spielzüge waren lang, lieber verzichten wir jetzt einen Moment auf dich, als das du uns am Ende einknickst, wenn wir dich mehr den je brauchen.“ Verstehend nickte die Rothaarige, trank einen Schluck aus ihrer Flasche und begann den Beginn des zweiten Satzes von der Bank aus zu beobachten.

Montag 30. Juli | 15:00 Uhr

"♚...things you don’t understand are scary, right?”

Karasuno Highschool

Karasuno: 0 - Nekoma: 0 | *Aufstellung*




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BeitragThema: Re: Fly High~   Fly High~ - Seite 6 EmptyMi 21 Apr 2021, 18:37



Manami Kita
» it feels so good to be so young and have this fun and be successful «

Das Blitz-Zuspiel hatte doch tatsächlich funktioniert und das gegnerische Team ganz schön aus dem Konzept gebracht. Auch wenn ihre Spielzüge noch immer verdammt gut waren, sie alle immer noch verdammt gut miteinander funktionierten - der Angriff hatte einen, wenn auch nur kleinen, Riss in der sonst so stabile Verteidigung der Nekoma-Jungs verursacht. Sie hatten begonnen, Fehler zu machen, während sie versuchten, wieder die Fassung zu erlangen. Nichts auffälliges und nichts, was jedem noch so talentierten Team nicht unterlaufen würde - ein kleiner Fehlschritt hier, ein etwas verkalkuliertes Zuspiel da - doch sie sammelten sich und sorgten dafür, dass die Mädchen auch die nächsten Ballwechsel für ihre Seite entschieden.
Das Grinsen wollte Manami nicht mehr vom Gesicht weichen als der Coach der Nekoma schließlich eine Auszeit einberief, sah mit vor Stolz funkelnden Augen zu ihrer eigenen Trainerin auf und stieß dann Riona mit dem Ellenbogen in die Seite. Ihr Grinsen wurde noch breiter als sie den Blick ihrer Freundin auffing. Klar, sie hatte den Ball im gegnerischen Feld versenkt und nicht jeder konnte von sich behaupten, dass er so harte Angriffe drauf hatte, aber ohne ihr Zuspiel wäre sie gar nicht erst dazu in der Lage gewesen. So merkwürdig es die letzten Wochen auch gewesen war (auch wenn niemand von ihnen es hatte ansprechen wollen, so hatte die ganze Sache mit Toru doch ziemlich das Gleichgewicht zwischen ihr und Riona gestört), so sehr wusste sie doch auch, dass sie sich noch voll und ganz auf ihre Zuspielerin verlassen konnte. Und das ließ Manami einen ziemlichen Stein vom Herzen fallen. Sie wusste nicht, was sie getan hätte, wenn das alles sich auch noch auf ihr Zusammenspiel ausgewirkt hätte.
Sie nutzte die verbleibenden Sekunden, um noch schnell etwas zu trinken und sich mit einem Handtuch den schlimmsten Schweiß aus dem Gesicht zu wischen, doch lange konnte sie sowieso nicht still sein. Sie wollte weiterspielen, wollte den Jungs zeigen, was sie sonst noch so drauf hatten.

Auch wenn die nächsten Spielzüge sich über mehrere Minuten hinweg zogen und Nekoma scheinbar geschafft hatte, den Riss wieder zu flicken, so verschwand das Grinsen doch immer noch nicht von Manamis Gesicht. Immer wieder warf sie ihren Teamkameradinnen aufgeregte Blicke zu, klopfte ihnen zwischen den Aufschlägen kurz auf die Schulter, bewegte sich routiniert über das Spielfeld und bot Unterstützung in der Ecke, in der sie sich gerade befand.
Letztendlich schaffte Nekoma es dann allerdings doch, den Satz für sich zu gewinnen. Die letzten paar Ballwechsel waren unglaublich anstrengend gewesen, jeder einzelne von ihnen eine gefühlt endlos lange Rallye. Manami hatte nicht einmal die Energie, sich wirklich zu ärgern, so erschöpft war sie - dem restlichen Team schien es da auch nicht unbedingt anders zu gehen. Selbst Akari, die nun wirklich ein Biest in Sachen Ausdauer war, stand die Erschöpfung deutlich ins Gesicht geschrieben. Doch sie hatte ein Leuchten in den Augen und Manami wusste, dass sie das gleiche empfinden musste, wie sie selbst.
Trotz ihrer Erschöpfung hatten sie allerdings Wettschulden einzulösen und sie packte Rionas Arm, um sie mit sich zu dem kleinen Hügel zu ziehen (sie hatte die Befürchtung, ihre rothaarige Freundin würde sich flügge machen, wenn sie nicht aufpassten). “Ach komm, du meintest doch, du willst deine Ausdauer verbessern. Denk einfach an das nächste Spiel nach diesem hier und dann das nächste und das nächste...”, neckte sie die Zuspielerin und setzte sich dann selbst in Bewegung. Je schneller sie sprintete, desto schneller würde sie es hinter sich haben. Zumindest war das ihre Logik.

Schwer atmend kehrte Manami in die Sporthalle zurück nachdem sie den Hügel in einem Mordstempo erledigt hatte und versuchte nun, ihre Atmung wieder halbwegs unter Kontrolle zu bringen. Sie würde auf jeden Fall dafür sorgen, dass auch Nekoma wenigstens einmal den Hügel wegen ihnen laufen müsste.
Erst jetzt bemerkte sie, dass ihre Jungs scheinbar schon ihr Spiel beendet hatten und sich einige von ihnen und auch einige Spieler des gegnerischen Teams am Rand des Feldes versammelt hatten, um das Spiel mitzuverfolgen. Manami ließ ihren Blick prüfend über die fremden Spieler wandern während sie etwas Wasser aus ihrer Flasche auf ihr Handtuch schüttete und sich dann mit dem feuchten Handtuch über Gesicht und Arme wischte. Zwar half es nicht wirklich, ihre Haut von dem ekelhaften Gefühl von klebrigen Schweiß zu befreien, doch bot es zumindest eine kleine Erfrischung.
Was die anderen wohl von ihnen hielten? In Momenten wie diesen wünschte sie sich, Rionas oder Akaris Talent zu haben, die Gefühle und Gedanken anderer scheinbar von ihren Gesichtern ablesen zu können, denn für sie selbst waren fast alle komplett unleserlich. Einmal abgesehen von denen der Jungs, mit denen sie die letzten Wochen gemeinsam trainiert hatten, denn ihre Gesichtsausdrücke hatte Manami sich größtenteils einprägen können (zumindest die offensichtlichen).
Schließlich wandte sie ihren Blick ab und konzentrierte sich stattdessen darauf, was ihre Trainerin zu sagen hatte. Bei der Warnung, dass sie sich vor dem Zuspieler der Nekoma in Acht nehmen sollten, wanderte Manamis Blick kurz zu ihm hinüber und sie zog leicht die Augenbrauen zusammen. Sie hatte während des ersten Satzes tatsächlich öfter mal das Gefühl gehabt, dass er sie beobachtete, doch im Moment sah er nicht wirklich gefährlich aus - eher so, als wollte er überhaupt nicht hier sein und lieber dem Captain entfliehen, der auf ihn einzureden schien.

Nervös zupfte sie an ihren Schonern, während sie alle wieder ihre Positionen einnahmen, sah zu der Bank hinüber, auf der Riona sich niedergelassen hatte. Gerade wollte sie sich ebenfalls zu dem restlichen Team gesellen, als sie plötzlich hicksen müsste. Genervt stöhnte sie auf und nahm dankbar die Wasserflasche an, die Mizuno-san ihr hinhielt. Mittlerweile kannte so ziemlich jeder im Team ihre merkwürdige Eigenart, Schluckauf zu bekommen, wenn sie wirklich nervös vor einem Spiel wurde. “Tief durchatmen, Kita. Ihr müsst ja nur am Anfang ohne Yuuki auskommen”, erklärte die Trainerin in einem sachlichen Ton und Manami nickte langsam, während sie immer wieder an der Flasche nippte.
In der Vergangenheit hatten sie schon ohne die Zuspielerin auskommen müssen, doch war das immer eher schlecht für sie ausgegangen. Sehr schlecht. Hoffentlich würden sie nicht zu lange ohne sie spielen müssen.

Es kam als eine gewisse Erleichterung, dass der erste Aufschlag dieses Mal an sie ging. Manami griff sich einen Ball und atmete einige Male tief durch, drehte den Ball zwischen ihren Händen, um ein Gefühl dafür zu bekommen. Ihr Schluckauf war noch immer nicht ganz verschwunden, aber sie wollte den Beginn des zweiten Satzes auch nicht noch weiter hinauszögern.
Einen Moment lang schloss sie die Augen und rief sich ins Gedächtnis, was Mizuno-san ihnen aufgetragen hatte. Das Ziel war es, Nekoma möglichst überhaupt nicht erst die Chance zum Angriff zu geben oder ihre Angriffe sofort abzublocken. Denn ohne Zuspielerin hatten sie kaum die Möglichkeit, einen wirklich guten Angriff hinzulegen. Es lag an ihnen, Nekoma so wenig wie möglich an den Ball zu lassen, bis sie Riona wieder auf dem Feld hatten. Ein Pfiff schallte durch die Halle. Manami schluckte, wartete den nächsten Hickser ab und setzte dann zum Aufschlag an.
Der Ball prallte mit einem lauten Knall in der hintersten Ecke des gegnerischen Spielfeldes auf, bevor das andere Team überhaupt wirklich reagieren konnte. Manami ließ die Luft entweichen, die sie inne gehalten hatte und erlaubte sich ein leichtes Grinsen. Ein Service Ass. Erneut griff sie nach dem Ball, merkte wie ihre Nervosität so gut wie verflogen war, und machte sich an den nächsten Aufschlag.

Der Beginn des zweiten Satzes verlief relativ gut. Wie zuvor besprochen, achteten sie darauf, Nekoma nur wenige Möglichkeiten mit dem Ball zu lassen, sich stark auf ihre Blocks zu konzentrieren und die Angriffe so weit es ging auf die Aufschläge selbst zu beschränken. Natürlich schaffte Nekoma es trotzdem, ebenfalls einige Punkte zu erzielen, doch hatten Manamis Aufschläge am Anfang dafür gesorgt, dass sie zumindest immer einen Punkt Vorsprung behielten.
Auch weiterhin legte Manami sich ins Zeug, wenn auch nur um zu verhindern, dass das andere Team an ihnen vorbei zog. Es lag eine gewisse Verbissenheit über dem gesamten Team - irgendwo versteckte sich auch noch der Spaß, den sie während des ersten Satzes verspürt hatte, doch im Augenblick ging es hauptsächlich darum, zu überleben. Es erinnerte Manami ein wenig daran, als sie mit ihrer Familie einmal Urlaub am Meer gemacht hatte und sie mit ihrem Bruder in den Wellen gespielt hatte. Sie hatte aufpassen müssen, sich nicht zu tief von ihnen hinunter drücken oder mitreißen zu lassen, damit sie sich immer wieder an die Oberfläche zurück kämpfen konnte.
Die 11 der Nekoma pfefferte den Ball in ihr Feld zurück und Watabe schaffte es gerade noch, ihn anzunehmen und nach vorne zu spielen. Dorthin, wo sonst jetzt Riona stehen würde, doch jetzt Kikuchi stand. Die Mittelblockerin versuchte ihr bestes, den Ball irgendwie einem der Angreifer zu zuspielen, doch ohne Erfolg. Der Pfiff, der den Punkt an Nekoma verkündete, schallte durch die Halle und aus dem Augenwinkel sah Manami, wie Riona sich an Mizuno-san wandte. Sie kam zurück ins Spiel!
Nekoma selbst hatte, im Gegensatz zu ihnen, ihren Zuspieler direkt von Anfang an wieder eingesetzt, doch wurde schnell deutlich, dass auch seine Ausdauer der von Riona ähnelte und er anscheinend auch nur wenig Motivation hatte, sich richtig anzustrengen. Einen von Akaris Angriffen, den er auf jeden Fall hätte bekommen können, wenn er sich etwas ins Zeug gelegt hätte, verschaffte ihnen so zum Beispiel einen weiteren Punkt. Nicht, dass Manami sich über einen so einfachen Punkt beschweren würde.
“Ach, komm schon! Den hättest du doch noch kriegen können!”, rief sie entrüstet durch die Halle, als der Ball mit einem dumpfen Geräusch aufschlug und dann davon rollte. Okay. Vielleicht würde sie sich doch beschweren. Es war einfach zu einfach gewesen! Klar, sie wollte gewinnen, aber sie wollte auch keine Punkte geschenkt bekommen. Einen Moment lang war es still, dann stieß der Captain der Nekoma ein Hyänen-artiges Lachen aus.

Karasuno - 5 / Nekoma - 7 / Aufstellung

MONTAG, 30. JULI / 15:15 UHR / 27





Kuroo Tetsuro


30.07. | 15:00 | NPC ACTION

”Remember. We are blood. Never stop flowing. Keep moving.”

Eins musste Tetsuro ihnen lassen - die Mädels hatten ordentlich Feuer unterm Hintern. Nicht, dass er sie unterschätzt hatte. Er wusste definitiv besser, als ein Team von vornherein abzustempeln, nur weil es Mädchen waren. Immerhin hatten sie sich ihren Platz beim Trainingscamp hart erkämpft, den Aussagen von Sawamura und seinem Team nach zu urteilen.
Trotzdem war er doch irgendwie positiv überrascht. Auf den ersten Blick hatten alle von ihnen doch etwas … nun, er konnte es nicht einmal wirklich beschreiben, aber sie hatten nicht so gewirkt, wie sie sich jetzt im Spiel gaben. Vielleicht waren sie aber auch einfach nur erschöpft von der Busfahrt gewesen. Und ganz ehrlich, Tetsuro war irgendwie davon ausgegangen, dass die Mädels einfach nur sicher spielen würden und da hatte er sich eindeutig getäuscht. Was packten die den Karasuno Schülern nur ins Essen, dass scheinbar alle von ihnen immer diese extravaganten Aktionen hinlegen mussten?
Im ersten Satz hatten sie sie auf jeden Fall ordentlich auf Trab gehalten, auch wenn sein Team letztendlich gewonnen hatte. Ein einfacher Sieg war es nicht gewesen und die ganzen Rallyes hatten ordentlich an den Kräften seiner Teammitglieder gezerrt. Er warf einen prüfenden Blick zu Kenma hinüber, der desinteressiert auf der Banane herum kaute, die Tetsuro ihm in die Hand gedrückt hatte. Er würde es ihm schon sagen, wenn er keine Kraft mehr hatte. Dennoch wollte er eigentlich vermeiden, ihn direkt im ersten Spiel so sehr zu strapazieren. Immerhin war das nicht das einzige Spiel, das für diesen Tag angesetzt war. Sie würdem bis zum Abendessen beschäftigt sein und auch, wenn Nekoma für sein ausdauerndes Spiel bekannt war (denn Ausdauer kam nun einmal mit guter Verteidigung), so waren auch sie irgendwann erschöpft.
Tetsuro stützte seine Ellenbogen gegen seine Knie und legte den Kopf auf seinen gefalteten Händen ab, musterte nachdenklich seine Teammitglieder, die bereits die kurze Pause nutzten, während die Mädels noch den Hügel hinauf sprinteten. Yamamoto war noch immer hoch motiviert, wobei Tetsuro wirklich froh war, dass das Ass sich während des Spiels selbst nicht davon ablenken ließ, dass ihre Gegner vom anderen Geschlecht waren. Auch Lev wirkte noch immer voller Energie - zumindest genug Energie, um sich vor Yaku zu verstecken, der ihn bezüglich seiner Annahmen rügen wollte. Mit einem schiefen Lächeln schüttelte der Captain den Kopf und lachte leise.

Die Tür der Halle öffnete sich und die ersten der Mädchen trotteten wieder herein. Tetsuro beobachtete aufmerksam jede einzelne von ihnen, versuchte abzuschätzen, wie erschöpft sie nach dem ersten Satz waren. Es war ein Ding, sein eigenes Team zu kennen, doch ebenso wichtig war es, dass er auch ihre Gegner kannte.
Allgemein schien es ihnen sehr ähnlich zu gehen. Einige von ihnen wirkten sichtlich erschöpfter als andere, unter ihnen auch die rothaarige Zuspielerin, die sie halb an Ryujin lehnte, welche wiederum zu denen zu gehören schien, deren Ausdauer noch weniger belastet war. Wieder schlich sich ein Lächeln auf Tetsuros Züge. Etwas anderes hätte er auch nicht von ihr erwartet. Irgendwo kannte er sie eben doch noch, auch wenn es ihn doch überrascht hatte, sie plötzlich im Volleyball Team zu sehen.
Um ehrlich zu sein hatte er nicht damit gerechnet, ihr irgendwann wieder über den Weg zu laufen. Zwar war sie noch mit Kenma befreundet, doch wohnte sie schon seit einer ganzen Weile nicht mehr in Tokyo und so eng waren die beiden dann doch nicht befreundet, dass es regelmäßige Besuche mit sich ziehen würde. Schade, eigentlich. Bisher hatte ihn das auch nie wirklich gestört. Immerhin hatte er nur wenige Male überhaupt mit ihr gesprochen. Doch irgendwie wünschte er sich nun doch, dass sie und Kenma besser Kontakt gehalten hätten. Er hatte das Gefühl, als wäre ihm irgendwie etwas entgangen, weil er ihre Entwicklung nicht mit erlebt hatte - denn auch wenn sie im Kern noch immer recht gleich schien, so hatte sie sich doch deutlich verändert, seit er sie das letzte Mal gesehen hatte. Tetsuro wusste noch nicht so wirklich, wie genau er sie jetzt einschätzen sollte und genau das machte ihn neugierig, mehr über sie heraus zu finden.
Während des ersten Satzes hatte er sie immer wieder beobachtet, versucht aus ihrer Art des Blockens heraus zu lesen, was für eine Person sie jetzt wohl war. Er hatte die Interaktionen zwischen ihr und ihren Freundinnen beobachtet und daraus versucht, seine Schlüsse zu ziehen. Und dann war da noch die Art und Weise gewesen, wie sie reagiert hatte, als sie ihn am Bus gesehen hatte. Tetsuro wollte unbedingt herausfinden, was dahinter gesteckt hatte. Nach dem Spiel, natürlich. Jetzt würde er sich erst einmal darauf konzentrieren, dass sie die Krähendamen in Grund und Boden stampften.


Kapitän | Soft-Boi | #01



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BeitragThema: Re: Fly High~   Fly High~ - Seite 6 EmptyDo 22 Apr 2021, 23:37


 

Kenma Kozume


13.07. | 15:18 | NPC

”I'm not good with people, and I don't want to interact with them.”

Wenn Kenma eines nicht so richtig verstehen konnte, dann waren es wirklich übereifrige Menschen. Er hatte sich längst damit abgefunden, dass Tetsuro und seine Teamkameraden alles etwas zu ernst nahmen, aber jedes Mal, wenn sie auf ein anderes Team mit solchem… Kampfgeist trafen, hinterfragte er ein bisschen, warum er sich das antat. Mit Akari verstand er sich nur so gut, weil sie ihm ihren Ehrgeiz nicht die ganze Zeit auf die Nase band. Auch wenn Tetsuro sein bester Freund war gab es Momente, in denen er seine Entscheidung bereute, immer noch zu spielen.
Schon sein erster Blick auf das Karasuno-Mädchenteam hatte ihm klar werden lassen, dass sie genau solch ein Team waren. Ein übereifriges Team. Die Mädels sahen selbst nach einer mehrstündigen Busfahrt noch so aus, als wollten sie direkt loslegen und Kenma seufzte innerlich. Das würde anstrengend werden. Besonders die Spielerin mit den weißen Haaren schien viel Energie zu haben und sein Fokus glitt automatisch zu ihr, um zu analysieren, wie er sie umschiffen konnte. Er vermutete, dass das Kita-san war, wenn er Akaris Beschreibungen Glauben schenken konnte.
Während des ersten Satzes musste sich Kenma bereits ziemlich anstrengen und Tetsuro lag ihm die ganze Zeit in den Ohren, wie er mehr am Ausdauertraining hätte teilnehmen sollen. Wenn Kenma Dolche mit seinen Augen verschießen könnte dann wäre der Kapitän schon unter der Erde. Trotzdem beschlich ihn während des Spiels ein Gefühl von Spaß an der Sache. Die Blicke, die er mit Akari tauschte waren freundlich und er konnte den Mädchen ansehen, wie viel Freude sie an der Sache hatten. Immer wieder glitten seine Augen jedoch zu der Weißhaarigen hinüber, denn sie war ihm spielerisch ein Dorn im Auge. Sie war immer diejenige, die für jeden Ball sprang, lief und tauchte. Sie strengte sich mächtig an, fieberte um jeden Punkt und gab nicht nach. Kenma versuchte, sie zu analysieren, ihr Muster zu verstehen, aber sie war ebenso unvorhersehbar wie eigensinnig. Es irritierte ihn, dass sie so viel Energie in das Spiel steckte, obwohl es nur ein Trainingscamp war. Zwar hatte er bereits gegen viele solcher Menschen gespielt, aber sie erschien ihm besonders energiegeladen. Zwar nicht unbedingt so sehr wie Shoyo, aber ihre Art schien sich zu ähneln. Jedes Mal, wenn er zu ihr schielte, machte sie irgendwelche neuen Dinge und das besondere Zuspiel der Rothaarigen (Riona?) warf ihn zemlich aus dem Konzept. “Kenma, kommst du klar?”, hatte Tetsuro ihn in der Auszeit gefragt, denn der Schweiß auf Kenmas Stirn bestand definitiv nicht nur aus einzelnen Tropfen. Finster nickte er und gab dem Team einige Anweisungen, wie sie besser angreifen konnten. Als sie dann schließlich den Satz gewannen, klopften einige von ihnen im auf die Schulter, was er mit einem starren Blick quittierte. Er war dankbar, dass er nicht selber den Berg hochlaufen musste und tupfte sich mit dem Handtuch die Stirn und den Nacken ab.
Im zweiten Satz ließ seine Energie immer noch drastisch nach. Die Züge wurden unkonzentrierter und sein Zuspiel war definitiv nicht mehr so genau, wie er es gerne wollte. Ein Groll auf sich selbst baute sich in ihm auf, aber er versuchte, weiterhin von einer logischen Seite heraus das Spiel anzugehen. Mit der Einschränkung, dass er seine Ausdauer gezielter einsetzen musste und deswegen während einigen Ballwechseln auf Sparflamme umschalten musste, spielte er die Bälle so gut er konnte. Gerade hatte Akari einen Angriff gemacht, in dessen Verteidigung er nicht mehr genug Kraft stecken konnte und der wütende Blick von Kita-san heftete sich auf ihn. “Ach, komm schon! Den hättest du doch noch kriegen können!” Kenma war sich bewusst, dass sie Recht hatte, doch er spürte das Brennen in seiner Lunge und wie seine Beine langsam aufgaben. Er ließ einen Blick zu ihr schweifen, musterte sie, drehte sich dann aber nur weg.Tetsuro lachte herzhaft. Manchmal wusste Kenma nicht genau, warum Tetsuro so viele Dinge lustig fand, aber schließlich war das eines der Dinge, die er an ihm schätzte. Er wollte nichts auf die Provokation reagieren, sondern entschied sich dazu, es einfach zu ignorieren. Sie war ja nicht in seinem Team, denn seine eigenen Mitspieler grinsten ihn einfach an und überließen die Diagonalspielerin ihrer Wut.


Zuspieler | Cat-Boi | #05




Akari Ryujin


30.07. | 15:47 | #027

”Everything I do, I do with passion and patience.”

Eigentlich war Akari nicht verwundert, dass sie den ersten Satz gegen die Nekoma verloren hatten. Das Team war stark und die langen Ballwechsel zehrte an ihren Kräften. Dass der Ball aber so oft hin und her ging war ein Beweis dafür, wie die Jungs von ihnen nur bedingt unter Druck gesetzt wurden. Während sie den Berg hinter Manami und Riona hochlief überlegte sie, was sie hätten besser machen können, aber ihr wurde klar, dass sie auf ihrem derzeitigen Könnensstand nicht wirklich große Chancen hatten. Aber nun ja, sie wollte trotzdem ihr Bestes geben. Sie hätte lieber ein paar Worte mit Kenma während den Spielen gewechselt, aber dazu kam es dank der Strafrunde gar nicht. Sie kannte sein Spiel gut genug, um zu wissen, dass er noch eine ganze Weile durchhalten konnte, aber auch er schien erschöpft. Akari musste Riona für eine Weile stützen, bis die Zuspielerin sich hingesetzt hatte und stimmte Mizuno im Stillen zu, dass sie sich besser ausruhen sollte. Es würde zwar schwer werden, aber die realen Chancen eines Gewinns waren tatsächlich gering. Manami schien das tatsächlich ganz schön nervös zu machen und auch Akari widerstand dem Drang,s ich mit den Händen über die Haut an ihren Unterarmen zu fahren.
Der Einstieg des zweiten Satzes erwies sich allerdings als einfacher als gedacht, denn Mana schaffte es, direkt den ersten Punkt zu holen. Der Aufschlag landete satt im Feld der Nekoma und Akari war wirklich stolz auf ihre Freundin. Damit hob sich die allgemeine Moral ihrer Teamkameradinnen und sie schafften es sogar ohne Rio, ihre Punktzahl zu halten. Sie lieferten sich wieder einige längere Ballwechsel, doch es war anstrengend und nervenzehrend, Mit einem Aufatmer sah die Mittelblockerin dabei zu, wie Rio sich wieder etwas warm machte und aufs Feld hinaustrat. Ihr Gesicht hatte wieder eine bessere Farbe bekommen und Akari lächelte ihr zu. Nach einem Ball, den Kikuchi leider verlor - wer konnte ihr das schon übel nehmen bei so einem intensiven Spiel - machte sie wiederum einen Punkt, doch Akari spürte, wie geladen Manami sich mittlerweile verhielt. Mit einem fragenden Blick schaute sie zu ihrer Freundin rüber, die jetzt tatsächlich einen Kommentar an Kenma abließ. Etwas hin und her gerissen stellte Akari sich gerader hin. Sie ahnte, dass Kenma sich zwar Mühe gab, aber seine Kraft noch aufsparte. Vor allem konnten sie es sich nicht leisten, wenn Manami in eine unkonzentrierte Stimmung verfiel, weil sie wütend war. Also trat sie einen Schritt vor und legte ihr die Hand auf die Schulter. “Lass gut sein, Manami. Er meint das nicht so. Wir sind alle langsam erschöpft, okay?” Sie hoffte, dass es nicht falsch rüberkam, wenn sie sich für Kenma einsetzte, aber sie wollte nicht, dass es Streit gab. Und das auch noch am ersten Tag des Camps. Sie sollten hier etwas lernen und sich vor allem auch kennenlernen - diese Chance sollten sie doch nutzen. Mit einem leichten Ziehen an Manamis Schulter wollte sie wieder die Aufmerksamkeit der Diagonalspielerin auf ihr eigenes Team lenken. Erst jetzt fiel ihr auf, wie Kuroos klingendes Lachen durch die Halle schallte. Es war ein bisschen schrill und vielleicht sogar etwas hämisch, aber es kribbelte in Akaris Nacken.
Mizuno rief zu ihnen rüber, dass sie weitermachen sollten und Akari konnte Manami wieder dazu bewegen, sich in Stellung zu bringen. Sie warf Riona einen vielsagenden Blick zu, dass sie vielleicht nochmal mit der Weißhaarigen sprechen mussten, damit das Camp für sie eine positive Erfahrung blieb. Nicht jeder wird sich immer so sehr anstrengend wie sie, dachte Akari und ließ sich dann wieder auf den Spielverlauf ein. Der Karasuno-Tanaka hatte Aufschlag, aber er kam schwach und die Mittelblockerin konnte ihn gut annehmen, ihn zu Riona rüber spielen, die ein schönes Zuspiel zu Michimiya machte. Weil sie allerdings ebenfalls schon müde war konnte ihre Kapitänin den Ball nicht mehr richtig treffen und der Libero der Nekoma hatte absolut keine Probleme, ihn locker anzunehmen. Dabei zeigte sich jedoch, wie sicher seine Technik war, den er hatte eine nahezu perfekte Form und selbst Akari bewunderte ihn dafür. Der Ball ging glatt zu Kenma, der sich jetzt doch wirklich ein wenig mehr Mühe gab. Anscheinend hatte Manamis Ausbruch bei ihm doch etwas bewirkt. Für Akari bedeutete das jedoch nichts Gutes, denn Kuroo wartete schon auf den Bald, schlug ihn und die Mittelblockerin bekam ihn nicht mehr zu fassen. Der Ball prallte schräg an ihren Armen ab und fiel dann nutzlos zu Boden. Nur Tanaka-Typies verpatzter Aufschlag sorgte dafür, dass sie punktemäßig nicht schon zurückfielen. Trotzdem sah es für sie nach ein paar Spielzügen nicht mehr gut aus.
Obwohl Riona wieder reingewechselt hatte, holte Nekoma einen Punkt nach dem andern. Als wäre ein Schalter umgelegt worden kam Akari schon fast nicht mehr hinterher und innerlich verfluchte sie Mana, dass sie etwas gesagt hatte. Ihr war jedoch bewusst, dass das wohl kaum mit ihrer Provokation zu tun hatte sondern der Könnensunterschied zwischen ihnen und den Jungs eben doch größer war, als sie sich gedacht hatten. Die Nekoma landete mehr Punkte nach weniger Zeit und schon lagen sie neun Punkte im Vorteil, nicht mehr allzu weit vom Satzgewinn entfernt. Akari trank einen Schluck aus ihrer Flaschen und sah, wie die anderen Teams in neugierigem Interesse immer näher an das Feld herangetreten waren. Sie unterhielten sich untereinander angeregt, als würden sie das Spiel analysieren und sie sah Mizuno einige Worte mit Ukai wechseln. War das Ganze hier denn so interessant? Akari fühlte sich nicht anders als in anderen Spielen, die sie schon bestritten hatte, aber einige der Karasuno standen mit großen Augen beieinander und auch die Spieler der Fukurodani schauten mit intensiven Blicken ihrem Kampf zu.

Karasuno - 10 | Nekoma - 19 | Aufstellung


Mittelblockerin | Mum-Friend | #08



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Xayah
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BeitragThema: Re: Fly High~   Fly High~ - Seite 6 EmptySa 24 Apr 2021, 23:37





Riona Yuuki
Zuspielerin | Kapitän | #6


"We’ll never win if we don’t believe we can... ♚”
BannerEs fühlte sich komisch an zu Beginn eines neuen Satzes bereits auf der Bank zu sitzen und das Geschehen von außen zu betrachten. Bisher war sie aufgrund ihrer präferierten Positionen eigentlich immer einen Großteil der Zeit auf dem Feld gewesen und war das erste Mal, dass aus taktischen Gründen rausgenommen wurde und dadurch die Möglichkeit hatte sich das Spiel auch wirklich anzusehen. Zwar ging der Atem der Zuspielerin noch immer schwer und der Schweiß lief ihr unangenehm den Nacken herab, doch hielt sich ihre Erschöpfung noch in Grenzen. Ob sie das Spiel beim Oberschulturnier gewonnen hätten, wenn sie damals schon auf die Idee gekommen wären, Riona einfach einzuwechseln, anstatt zu warten, bis es ihr die Beine unter dem Körper wegzog?

Nachdenklich stellte die Rothaarige die fast ausgetrunkene Flasche weg und füllte sie Wortlos wieder auf, bevor ihr Blick sich auf ihr eigenes Team legte. Dabei spielte sie mit den Fingern an einem Haargummi, welches sie vor dem Spiel nicht abgenommen hatte. Seit sich die Jugendliche bei einem Spiel aufgrund eines vergessenen Haarbandes beinahe ernsthaft am Handgelenk verletzt hatte, achtete sie mehr darauf, die Zopfgummis vor den Spielen in ihrer Jacke zu verstauen. Jetzt schien jedoch noch alles in Ordnung. Schuldbewusst zog sie den Kopf ein, als sie erkannte wie nervös Manami war. Das hieksen kam sogar bei ihr an und - auf einmal peinlich berührt - wandte Riona den Kopf ab. Um das Bedürfnis, an dem Gummiband um ihr Handgelenk zu ziehen zu minimieren nahm schob sie es in die Tasche ihrer Trainingsjacke, bevor sie sich ein Handtuch schnappte und es sich seufzend ins Gesicht drückte. Sie musste die Sache mit ihrer Ausdauer ganz dringend in den Griff kriegen, es kotzte sie selbst ab, aber mehr als trainieren konnte die Zuspielerin auch nicht. Es war hoffentlich nur eine Frage der Zeit, bis sich ihre eigene Belastbarkeit besser würde.

Erst, als um sie herum einige Jubelrufe laut wurden schaute die Rothaarige wieder auf und schnell erschloss sie sich, dass Mana wohl ihren Aufschlag direkt im gegnerischen Feld versenkt haben musste. Vielleicht brauchte sie sich ja doch nicht so viele Gedanken zu machen? Während der Körper der Sportlerin sich langsam wieder beruhigte musterte sie das Spielgeschehen aus Argusaugen. Nichts wollte sie verpassen, alles aufnehmen und für ihr Team nutzen, sobald sie wieder eingesetzt werden konnte. Gerade das Zusammenspiel der Nekoma behielt Riona dabei ganz genau im Auge und nicht zum ersten Mal an diesem Tag fiel ihr auf, wie gut diese Jungs zusammenspielten.

Die Rotationen waren gleichmäßig, niemand setzte sich offensichtlich ab und so gönnte die Rothaarige sich tatsächlich ein paar Minuten, um wieder richtig durchstarten zu können. Das hätte eventuell auch funktioniert, wenn sie einen zweiten – wenigstens ansatzweise – ausgebildeten Zuspieler gehabt hätten. Aber, ab einem gewissen Punkt konnte die Zuspielerin in ihr nicht mehr zusehen. Der Ball, den Kikuchi nicht umgewandelt bekam wäre für sie ein leichtes gewesen. Das bedeutete einen verloren Punkt. Und vielleicht würde es genau der Punkt sein, der ihnen den Sieg kosten würde. Sie konnte nicht länger danebenstehen und nichts tun. Auf gar keinen Fall. Den Mund schon zu einer eindringlichen Predigt geöffnet fuhr Riona herum, wurde jedoch von ihrer Trainerin überrascht, welche ihr bereits mit einem Nicken andeutete, dass sie sich warm machen sollte. Respektvoll nickend sprang sie auf, bewegte ihre Arme, dehnte die Muskeln in ihren Beinen und sprang probehalber einmal in die Luft.

Schnell fand sie sich wieder am Netz ein, streckte ein letztes Mal ihre Arme und beobachtete dann den Ball, wie er im hohen Boden von einem Feld ins nächste Flog. Noch nicht so richtig im Spiel angekommen zuckte sie deutlich zusammen, als sie die laute Stimme ihrer weißhaarigen Freundin vernahm, welche sich über die Spielweise des gegnerischen Zuspielers beschwerte. Ihr selbst war zwar auch schon aufgefallen, dass er nicht sein Bestes gab, aber solange er nicht mit ihr im selben Team spielte, würde sie ihn deswegen nicht kritisieren. Es war seine Entscheidung und nicht ihre. Zum Glück wusste Akari die Situation schnell zu schlichten, welche lediglich von einem lauten Lachen der Nummer 1 begleitete wurde, welches auch sie selbst grinsen ließ. Kurz, aber entschlossen nickte sie Akari zu, bevor ihr Blick einen Moment schmunzelnd über den Kapitän der anderen Mannschaft wanderte. Langsam, aber sicher konnte Riona sich ungefähr vorstellen was die Größte von ihnen an dem Mittelblocker fand.

Warum Nekoma trotz der geringen Motivation des Zuspielers so gut war, erschloss sich Riona an diese Punkt nicht. Denn sie hatten keine realistische Chance. Wo sie sich bisher irgendwie über Wasser gehalten hatten, wurden sie nun gnadenlos in den Boden gestampft.
Erschöpft und ausgelaugt wischte die Zuspielerin sich zum hundertsten Mal an diesem Tag mit dem Unterarm über die Stirn, bevor sie grimmig ihre Muskeln anspannte. Wo sich das Spiel im ersten Satz unendlich gezogen hatte, ging nun alles Schlag auf Schlag, als hätte ihre Rückkehr aufs Feld einen Fluch auf ihr Team gelegt. Nicht, dass Riona an so einen Quatsch glauben würde, aber irgendwie stimmte es sie nachdenklich, dass die Jungs gerade jetzt so hochfuhren, so wie vorher eher solide und sicher gespielt hatten. Das es eventuell an der Provokation von Mana liegen konnte, daran dachte die Rothaarige nicht einmal im Traum.

Es sah wirklich schlecht für sie aus, 9 Punkte unterschied, die sie aufzuholen hatten, wenn sie den Satz gewinnen wollten und angespannt drehte Riona den Ball in ihren Händen. Vielleicht hatte sie sich diesen Tick von Toru abgeschaut, Ganz vielleicht. Reflexartig klopfte sie gegen den Ball, besah den Abstand zur Außenlinie, warf das bunte Leder in die Luft und nahm drei Schritte Anlauf, bevor sie sich mit einem lockeren Sprung in die Höhe katapultierte. Nicht so hoch, als dass sie die Kontrolle über den Ball verlieren würde, doch segelte er in einer geraden Linie ins gegnerische Feld, wo er ohne Vorwarnung an Höhe verlor und nur knapp vom Libero angenommen werden konnte. Dieser Libero war viel zu gut.

Ab diesem Punkt schienen beide Teams einen großen Teil ihrer Ausdauer eingebüßt zu haben, denn die Ballwechsel dauerten lange und die Aufschläge wechselten beinahe nach jedem Angriff die Seiten, bis Nekoma tatsächlich den Matchball in ihrem Besitz hatte. Sie hatten ein wenig aufholen können, doch würden sie nun alles in ihrer Macht Stehende tun müssen, um dieses Spiel nicht zu verlieren. Angriffslustig begab Riona sich in eine Verteidigungsposition, bleckte herausfordernd die Zähne und breitete die Arme aus. „KOMM SCHON!“ Brüllte sie der Nummer 6 zu, atmete ein letztes Mal tief durch und sah den Ball dann schon auf ihre Seite zu fliegen. Wackelig nahm Nozomi den Ball an und versuchte ihn irgendwie in ihre Richtung zu bringen. Keuchend sprang Riona dem Ball entgegen und manövrierte ihn in einem mehr oder weniger sicheren Zuspiel in Richtung Akari, welche den Ball auch sauber auf die andere Seite geschmettert bekam. Die Nummer 11 von Nekoma war wirklich eine Niete was seine Blockstabilität betraf.

Warum waren sie nochmal so kurz davor zu verlieren?!


Gar nicht eine eventuelle Niederlage denkend verfolgte die Zuspielerin den Ball mit dem Blick, brachte sich in Position und mit letzter Kraft nahm sie von der Seite einen Schritt Anlauf, direkt neben ihrer dunkelhaarigen Freundin, welcher sie dabei mit ihrem gesamten Gewicht in die Seite sprang. Der Volleyball prallte gegen ihre Hände, flog zurück auf die Seite von Nekoma, wo im Hinterfeld leider schon deren Kapitän wartete, welcher keine Probleme hatte durch seine Annahme ein fast schon perfektes Zuspiel zu ermöglichen, welches ihnen so schnell und laut um die Ohren flog, dass sie gar keine Zeit hatten, um zu reagieren. Hinter ihnen, irgendwo zwischen Yui und Nozomi kam der Ball auf dem Hallenboden auf und tauchte alles einen Moment in absolute Stille. Sie hatten tatsächlich verloren.  

Montag 30. Juli | 16:15 Uhr

"♚...things you don’t understand are scary, right?”

Karasuno Highschool

Karasuno: 14 - Nekoma: 25







Keiji Akaashi
in that moment - it's about whether you have it ...
Montag, 13.07 / 16:17
Das Spiel gegen die Jungs von Karasuno war wieder auf ihre ganz eigene Art und Weise interessant gewesen. Beim letzten Mal hatten sie schon bei jedem Spiel irgendetwas Neues hervorgebracht und das hatte sich auch jetzt nicht geändert. Auch, wenn sie fast schon spektakulär verloren hatten, war dennoch deutlich zu erkennen, dass sich etwas geändert hatte. Augenscheinlich arbeiteten die Krähen bereits an mehreren Angriffstechniken und auch, wenn sie noch nicht von Erfolg gekrönt waren, würden sie sicherlich gefährlich werden, wenn sie erstmal wirklich aufeinander eingespielt waren. Was den Zuspieler der Fukurodani jedoch überrascht hatte war das ungelenke Zusammenspiel des Chaosduos. Sie schienen gar nicht miteinander warm geworden zu sein und das stimmte den Zweitklässler nachdenklich.

Eine Hand ans Kinn gelegt lehnte Akaashi an der Wand neben ihrem Spielfeld, eine Flasche in der einen und ein Handtuch in der anderen Hand, während sein Blick forschend über ihr vorheriges Gegnerteam schweifen ließ. Lange Zeit, um sich den Kopf zu zerbrechen hatte er jedoch nicht, denn etwas hängte sich mit vollem Gewicht an seine rechte Schulter. „Agaaaashi!“ Rief es laut an seinem Ohr und langsam drehte angesprochener den Kopf, nur um in das breit grinsende Gesicht seines Kapitäns zu schauen. „Ja Bokuto-san?“ Ruhig schob er den Arm des Grauhaarigen von seiner Schulter und stellte die Flasche in seiner Hand auf dem Boden ab. „Schau mal! Nekoma spielt noch den ersten Satz!“ Euphorisch, wie ein Kind, dem man eine Dose Kekse versprochen hatte, deutete das Ass auf eines der anderen Felder. Und tatsächlich. Die Katzen schienen wirklich noch gegen das Mädchenteam der Karasuno zu spielen. Im ersten Satz, was den Zuspieler gleichermaßen amüsiert und beeindruckte.

Nekoma war ein Team, welches immer erst in der zweiten Hälfte des Spieles wirklich effektiv wurde, doch hatte Akaashi nicht einen Augenblick daran gezweifelt, dass sie dieses Trainingsspiel gewinnen würde. Das es sich nun so lange zog hieß eigentlich nur, dass sie mit dem neu dazugestoßenen Team einen starken Gegner bekommen hatten. Seit der 17-Jährige wusste, dass das die Karasuno dieses Mal mit zwei Teams am Camp teilnehmen würde, hatte er – mehr oder weniger auf Anweisung seines Teams, er selbst machte sich nämlich lieber ein richtiges Bild von seinen Gegnern – im Internet nach den Krähenmädchen gesucht, doch nichts gefunden, was ihnen irgendwie weitergeholfen hätte. Anscheinend waren sie genau unscheinbar wie ihre männlichen Kollegen, zumindest wenn es um die nationale Leistung der letzten Jahre ging. Während der Zuspieler so in seinen eigenen Gedanken versunken war, bekam er nur nebenbei mit, dass die Mädchen den ersten Satz tatsächlich verloren hatten und mit dem Karasuno-Jungs zusammen, welche sich langsam aber sicher von ihrer zweiten Strafrunde erholten, bildeten sie eine Menschentraube um das Spielfeld herum, auf welchem Nekoma gerade den Sieg des ersten Satzes feierte.

Akaashi selbst hielt sich im Hintergrund, behielt das Feld jedoch aufmerksam im Blick, als das Team sich nach der Strafrunde für den nächsten Satz aufstellte. Denn auch, wenn man es ihm nicht sofort ansah, ihn interessierte auch, wie sich die Mädchen gegen einen Gegner wie die Katzen schlugen. Fukurodani würde nämlich erst am folgenden Tag das erste Mal gegen sie spielen, demnach hatten sie jetzt ein bisschen Zeit sich auf ihren Spielstil vorzubereiten. Wenn er sich das Team anschaute, fielen ihm aber nur drei der Spielerinnen wirklich auf. Einmal eine der Mittelblockerinnen, weil sie einfach ein Stück größer war als der Rest, die Zuspielerin, welche selbst für ein Mädchen-Volleyballteam klein war. Sogar kleiner als deren Libera. Außerdem schien das Team ohne sie in den nächsten Satz zu starten. Und zuletzt, ebenfalls zu den größeren gehörend eine der Angreiferinnen. Das weiße Haar war ihm bei der Diagonalspielerin zuerst aufgefallen und bisher hatte sie auf ihn entschlossen und stark gewirkt, doch schien sie zu Beginn des neuen Satzes irgendwie unruhig zu werden.
Er achtete da gar nicht bewusst drauf, doch fielen ihm Stimmungswechsel aufgrund der grauhaarigen Stimmungskanone an seiner Seite ganz automatisch auf. Es war fast wie Atmen, passierte ganz natürlich ohne, dass er aktiv etwas dazu beitrug.

Im Laufe der ersten Spielzüge konnte der Zweitklässler sich auch schnell erschließen, wieso sich eine allgemeine Nervosität zwischen den Spielerinnen auszubreiten schien. Die Nummer 4, welche anstelle der Rothaarigen aufs Feld getreten war schien selbst keine Erfahrung zu haben, wenn es darum ging als Zuspieler zu agieren. Und wenn man dann noch berücksichtigte, dass es nach kurzer Zeit bereits ein weiterer Wechsel stattfand, brauchte sie anscheinend wirklich nur eine Pause. Sie erinnerte ihn ein wenig an Kenma. Den Zuspieler der Nekoma, welcher jedoch weniger Entschlossenheit an den Tag legte und dies anscheinend wieder sehr deutlich zeigte, denn schnell hatte er sich einen Einlauf der weißhaarigen Spielerin eingefangen. Ein seichtes Schmunzeln legte sich über die Züge Akaashis. Das wiederrum erinnerte ihn schmerzlich an sein eigenes Ass, welches ihm ebenfalls ständig in den Ohren lag, doch ein bisschen mehr Interesse zu zeigen. Zur Seite schielend schüttelte der Dunkelhaarige den Kopf und verfolgte den Rest des Spieles mit wachsendem Interesse.
Es war kein Wunder, dass das Mädchenteam im Endeffekt verlor, doch gut geschlagen hatten sie sich allemal, da auch Nekoma sich keinesfalls zurückgehalten hatte und durchgängig ihr Bestes gegeben hatte. Diese Woche würde sicherlich noch einige verborgene Talente ans Tageslicht bringen, da war er sich sicher.  
fukurodani / 05 / setter
... or you don't.



~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~


You're the greatest partner I've ever had
and the greatest warrior I've ever known...
that will never change.

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BeitragThema: Re: Fly High~   Fly High~ - Seite 6 EmptyMi 05 Mai 2021, 23:13



Manami Kita
» it feels so good to be so young and have this fun and be successful «

Letztendlich hatte Manami damit gerechnet, dass sie auf die Dauer keine Chance gegen Nekoma hatten - auch wenn es so gut angefangen hatte. Trotzdem verspürte sie eine ziemliche Enttäuschung, als der letzte entscheidende Pfiff durch die Halle hallte und den Sieg des gegnerischen Teams verkündete.
Frustriert stieß sie die Luft zwischen zusammengepressten Zähnen hervor. Mit dem unteren Teil ihres Trikots wischte sie sich übers Gesicht, entfernte so den gröbsten Schweiß, dann sah sie wieder zum Setter der Nekoma hinüber. Nach Akaris Kommentar hatte Manami sich weitere Bemerkungen verkniffen, doch hatte sie sich nicht zurückhalten können, ihm weiterhin vernichtende Blicke zuzuwerfen. Es hatte sie einfach frustriert, zu sehen, wie er sein Talent einfach nicht nutzte! Denn er war offensichtlich ziemlich talentiert.
Was sie allerdings noch mehr frustrierte war die Tatsache, dass sie, obwohl er nicht alles gegeben hatte, haushoch verloren. Dabei hatte ihr eigenes Team sich so hart ins Zeug gelegt, sich so sehr angestrengt - das ganze Training der letzten Wochen hätte sich endlich auszahlen sollen.
Während des Spiels hatte Manami ihre Gefühle im Zaum halten zu können, denn obwohl Nekoma sie ziemlich platt gemacht hatte, hatte sie doch auch eine Menge Spaß gehabt. Doch nun, wo sie einen Moment hatte, um wirklich über die Bedeutung ihrer Niederlage nachzudenken, war sie einfach nur … frustriert. Wie sollten sie bitte bei den Nationals gut abschneiden, sich überhaupt dafür qualifizieren, wenn sie solche Schwierigkeiten hatten, bei einem Team, das noch nicht einmal alles aus dem Spiel rausgeholt hatte?
Ihre Teammitglieder bewegten sich bereits alle langsam auf den Ausgang der Halle zu, zeigten dabei ähnliche Gesichtsausdrücke, wie Manami sich innerlich fühle und schienen allesamt sehr unmotiviert, erneut den Hügel hinauf sprinten zu müssen. Sie selbst wartete kurz, bis die meisten sich etwas von ihr entfernt hatten. Michimiya-san warf ihr einen fragenden Blick zu und sie zwang sich zu einem leichten Lächeln, versuchte ihrem Captain zu verstehen zu geben, dass alles in Ordnung war. Erst als die Ältere sich umgedreht hatte, presste Manami sich die Ballen ihrer Hände gegen ihre Augen und atmete schwer aus, versuchte ihre Sorgen so zumindest etwas verstummen zu lassen.
Genau dafür waren sie doch hier im Trainingscamp. Um sich zu verbessern und auf die Nationals vorzubereiten. Eine Niederlage bedeutete noch lange nichts. Sie hatten eine ganze Woche, um zu zeigen, was sie drauf hatten, um an ihren Defiziten zu arbeiten.
Wieder etwas zuversichtlicher folgte Manami ihrem Team nach draußen, schloss schnell mit dem Rest der Gruppe auf, die sich bereits an den Hügel gemacht hatten.

Manami stöhnte als sie sich rückwarts ins Gras fallen ließ. Ihr Shirt klebte förmlich an ihrem Körper, so durchgeschwitzt war sie und selbst jetzt, obwohl die Sonne weg war, war die Temperatur noch nicht sonderlich angenehm. “Ich bin so durch. Ich glaube, ich werde mich morgen überhaupt nicht mehr bewegen können.”
Mit einem erneuten Stöhnen stützte sie sich auf ihre Unterarme und warf Akari und Riona einen wehleidigen Blick zu. Zwar war ihr Körper mittlerweile an die Anstrengung gewöhnt, die das beinahe tägliche Training mit sich zog und sie hatte schon seit einer Ewigkeit keinen richtigen Muskelkater mehr gehabt, aber sie konnte sich gut vorstellen, dass sie nach dem heutigen Tag ordentlich leiden würde.
Gleichzeitig stahl sich allerdings auch ein müdes Grinsen auf ihr Gesicht. Selbst wenn sie fast alle ihre Sätze verloren hatten (sie hatten einen einzigen Satz gewonnen, aber hey, immerhin etwas!), hatte sie doch wirklich Spaß gehabt. Sie freute sich auf den nächsten Tag, an dem sie gegen die restlichen Teams spielen würden.
In einer kurzen Pause zwischen den Sätzen hatte Manami die Gelegenheit gehabt, Fukurodani bei ihrem Spiel gegen Nekoma zu beobachten und nun juckte er ihr nur so unter den Fingern, auch einmal gegen dieses Team spielen zu können. Es war noch einmal etwas ganz anderes gewesen, sie so hautnah zu beobachten, anstelle von den zahlreichen Videos, die sie sich online angesehen hatte. Das Ass hatte einen verdammt harten Schlag drauf, der Manami einfach nur neidisch machte und auch das restliche Team war so verdammt gut gewesen. (Besonders der Zuspieler war ihr auch positiv aufgefallen, wie mühelos er seine Zuspiele gestaltete war ziemlich nice gewesen). In der kurzen Zeit, die Manami sie hatte beobachten können, war ihnen kein einziger Fehler unterlaufen. Sie hatte eine gewisse Genugtuung verspürt als sie gesehen hatte, wie sehr Fukurodani Nekoma platt gemacht hatte. (Was das für ihr eigenes Team bedeutete, beschloss sie für diesen Moment gekonnt zu ignorieren). Wie lange sie wohl trainieren müsste, um ebenso hart zuschlagen zu können, wie die Fukurodani Nummer 4?

Sie hatte sich gerade wieder ins Gras fallen lassen, als sie plötzlich eine laute Stimme hinter sich vernahm.
“HEY HEY HEY! Karasuno!” Manami drehte den Kopf etwas, um aus ihrer liegenden Position erspähen zu können, wer sie da angesprochen hatte. Überrascht hob sie die Augenbrauen, als sie das Ass der Fukurodani erkannte, über das sie soeben noch nachgedacht hatte.
“Wir wollten noch ein bisschen trainieren und wir brauchen noch einen zweiten Zuspieler … und Gegner allgemein”, meinte der Grauhaarige mit einem breiten Grinsen. Bei dem Wort “wir” deutete er auf den Captain der Nekoma und den Zuspieler der Fukurodani, die beide hinter ihm standen. “Und ich dachte, ihr könntet uns aushelfen? Eigentlich wollte ich vorhin schon gegen euch spielen, aber dann wurde ausgelost, dass wir gegen Kuroos Team spielen sollten.” Er verzog das Gesicht etwas. “Also. Was sagt ihr?”

MONTAG, 30. JULI / 21:22 UHR / 28



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BeitragThema: Re: Fly High~   Fly High~ - Seite 6 EmptyDo 06 Mai 2021, 02:57


 

Akari Ryujin


30.07. | 21:26 | #028

”Everything I do, I do with passion and patience.”

Es kam so, wie Akari es nach dem Ende des ersten Satzes schon vermutet hatte. Sie verloren das Spiel gegen die Nekoma, aber wirklich sauer oder traurig konnte sie nicht sein. Manami schien immer noch frustriert zu sein, dass Kenma aus ihrer Sicht nicht alles gegeben hatte und Akari versuchte, sie etwas runter zu bringen, indem sie ihr aufmunternd auf die Schulter klopfte.  Mit gemischten Gefühlen drehte sie ihre Runde den Berg rauf und wieder hinab, aber sie wurde sich nicht so recht darüber klar, warum sie gleichzeitig niedergeschlagen und doch ein bisschen froh war. Lag es daran, dass das erste Spiel gegen die Nekoma doch relativ gut verlaufen war? Oder lag es mehr an der Anwesenheit von Kenma und Kuroo, die eine gewisse nostalgische Stimmung für sie mit sich brachten? Eine Antwort auf ihre Fragen fand sie allerdings in der kurzen Pause nicht und war danach viel zu beschäftigt damit, gegen die anderen Teams nicht haushoch zu verlieren. Sie merkte sehr schnell, dass ihr Team zwar grob mithalten konnte, aber noch nicht auf dem Level waren, dass sie eine realistische Chance hatten. Den einzigen Satz, den sie gewannen war gegen das Karasuno-Jungsteam und selbst da hatten sie nicht das ganze Spiel gewonnen. Der Abstand in der Qualität ihres Spiels im Vergleich zu den Jungen stach schon deutlich heraus und Akari hatte das Bedürfnis, sich während des Trainingscamps so sehr reinzuhängen, dass sie am Ende zumindest gegen alle Teams einmal gewonnen hatten - naja, zumindest einen Satz, das wäre schon eine Verbesserung. Einige der Jungs hingegen waren anscheinend beeindruckt von ihrer Leistung gewesen und hatten sich immer wieder mal, wenn sie Zeit hatten, an den Rand gestellt und zugeschaut. Manchmal hatte Akari sogar Zurufe an ihr Team gehört: manchmal Tipps und zwischendurch auch einfach ein paar ermutigende Worte. Wer genau da was gesagt hatte, konnte sie jedoch nicht zuordnen.

Während Mana ins Gras plumpste, holte Akari tief Luft. In ihrer Seite stach und zwickte es, der Schweiß rannte ihr den Rücken hinunter. Sie spürte die Erschöpfung überdeutlich, als wäre jede Faser ihres Körpers unter Strom. Mit einem Seufzer setzte sie sich neben ihrer Freundin ins Gras und breitete die Beine aus. “Es wird auf jeden Fall kein Zuckerschlecken”, kommentierte sie und stützte sich auf ihren Handflächen ab. “So schlimm habe ich es mir aber auch nicht vorgestellt.” Sie tippte Manami mit der Schuhspitze an den Oberschenkel. “Wir können nur hoffen, dass es den Jungs auch so geht”, witzelte sie dann und schaute zu einigen anderen Spielern, die ebenfalls keuchend auf dem Rasen Pause machten. Gerade wollte sie vorschlagen, dass sie sich trotz der Hitze eine heiße Dusche gönnen könnten, als ein lautes Rufen zu ihnen herüber schallte. Das Ass der Fukurodani kam mit wedelnden Armen zu ihnen und begann schon zu reden, bevor er überhaupt bei ihnen angekommen war. Akari ließ ihren Blick über sein aufgeregtes Gesicht wandern. Warum hatte der noch so viel Energie? Sie wollte schon fast ablehnen, stoppte sich dann aber. Das war doch eigentlich die Gelegenheit, besser zu werden und die anderen direkt nach Tipps zu fragen. Sie sah Rio allerdings an, dass sie kaum noch Energie hatte und wenn sie in sich reinhorchte hatte sie selbst kaum noch Reserven. Und die Aussicht darauf, ausgerechnet mit Kuroo zu trainieren sagte ihr auch nicht unbedingt zu. Aber was brachte es, sich von persönlichen Dingen davon abhalten zu lassen, seine Ziele zu erreichen.
Der Fukurodani-Spieler deutete ihre Stille wohl falsch - oder vielleicht richtig? - und zog einen Flunsch. “Kommt schon, das wird super!”, versuchte er es nochmal und deutete mit beiden Armen auf die zwei hinter ihm. “Wie kann man sowas schon abschlagen?” Er grinste und Akari spürte, wie die Neugier sie packte. Wie es wohl war, so direkt gegen ihn zu spielen. Ihre Blocks hatten gegen den Kerl kaum was ausrichten können, er war zu kraftvoll, aber das war schließlich etwas, woran sie arbeiten musste und wollte. Also nickte Akari, begab sich auf die Beine und bot Manami eine Hand zum Hochziehen an. Sie war immer noch unsicher, ob Rio wirklich mitmachen wollte, aber ihre Freundin war ziemlich still. Normalerweise hätte sie ein solches Angebot vermutlich direkt angenommen - der Ehrgeiz der Rothaarigen war noch größer als ihr eigener - aber die Intensität des Trainingscamps hatte sie sicherlich total ausgelaugt. Sie zog gerade Manami auf die Beine, als sie laute Rufe neben sich hörte und Rionas empörten Aufschrei. Das Ass der Fukurodani hatte sie sich über die Schulter geworfen und lachte lauthals. Was genau die Zuspielerin zu ihm gesagt haben musste, dass er zu so einer Maßnahme griff war Akari unklar, aber mit großen Augen schaute sie dabei zu, wie er sie einfach zur Halle trug.
Akari hob eine Hand, einen unsicheren Ausdruck auf dem Gesicht und ihr Blick huschte kurz rüber zu Kuroo, der sich einfach nur grinsend der Prozedur anschloss. Fassungslosigkeit breitete sich in ihr aus, aber was sollten sie schon tun? Sie konnten Riona schließlich nicht einfach alleine lassen. Also lief sie schnell hinterher - zurück in die stickige Halle und zu dem quietschenden Hallenboden. “Ich heiße übrigens Kotaro Bokuto aus dem dritten Jahr”, rief der Grauhaarige über seine Schulter. “Und der da ist Keiji Akaashi.” Er machte sich nicht die Mühe, Kuroo auch vorzustellen und Akari sah schmunzelnd dabei zu, wie Kuroo sich darüber beschwerte. Dann wandte er sich aber an Manami und Riona. “Mein Name ist Tetsuro Kuroo, sehr erfreut.” Er zwinkerte ihnen zu und lief dann vor, um den Ballkorb aus der Ecke zu holen. Akari stellte sich selbst auch vor und warf einen analysierenden Blick auf die zwei unbekannten Spieler. Sie hatte noch nicht herausgefunden, ob sie Leute waren, die sie mögen konnte oder nicht, aber sie war gewillt, es zumindest zu versuchen.
Endlich stellte Bokuto Riona wieder auf ihre eigenen Füße und sah sie dann aufgeregt an. “Okay, also wir können es so machen, dass wir drei gegen euch drei spielen, aber das wäre vermutlich was unfair, oder Akaaaashi?” Er zog den Namen des anderen extra lang. Der musterte ihn aber nur mit einem trockenen Blick. “Wir könnten es auch so machen, dass wir die Zuspieler tauschen”, sagte Akaashi dann in einer ruhigen Stimme und schien der Idee weder zu- noch abgeneigt zu sein. Akari blickte zu Mana und Rio (deren Haare vom Tragen ziemlich zerrupft aussahen) und zog eine Schulter hoch. “Mir ist das egal”, kommentierte sie und überließ ihren Freundinnen damit die Entscheidung. Es wäre bestimmt interessant, mal mit einem komplett fremden Zuspieler zu spielen und Akaashi hatte einiges drauf, wie sie zuvor bereits erfahren mussten.


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Zuletzt von Denki am Mi 12 Mai 2021, 17:24 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Xayah
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BeitragThema: Re: Fly High~   Fly High~ - Seite 6 EmptyDo 06 Mai 2021, 21:58





Riona Yuuki
Zuspielerin | Kapitän | #6


"We’ll never win if we don’t believe we can... ♚”
BannerWirklich verblüffen schien es niemanden, dass sie gegen Nekoma verloren hatten. Wenn Riona ganz ehrlich mit sich selbst war, hatte auch sie selbst nicht sonderlich viel Hoffnung gehabt. Nicht, dass das ihr Spiel beeinflussen würde, ihr Ehrgeiz war manchmal größer als gut für sie war und dementsprechend würde sie sich von einem guten Team nicht demotivieren lassen immer alles zu geben. Abgesehen davon, dass Mana ihr sonst an den Hals springen würde, und das wollte sie noch weniger als verlieren. Komplett außer Atem stützte die Schülerin sich auf ihren Oberschenkeln ab, keuchte angestrengt und sehnte sich bereits jetzt nach einer eiskalten Dusche, doch war der Tag noch lange nicht vorbei.

Gleichermaßen frustriert und erschöpft musterte sie ihr Team, zog die Stirn in Falten und während sie versuchte, ihr heftig klopfendes Herz unter Kontrolle zu kriegen, überlegte sie sich bereits, was sie tun konnte, um die anderen auf ein Neues zu Motivieren. So schien es Michimiya auch zu gehen, welche einen langen Blick mit ihr tauschte und anschließend mit den Schultern zuckte. Dabei fiel ihr gerade Manami ins Auge und den Schwindel ignorierend trat sie auf die Weißhaarige zu und legte ihr einen Arm über die Schulter. Dabei sah sie Akari nach, die bereits ihre Schuhe gewechselt hatte, um ihre Strafe abzulaufen. Verdammt. Die gab es ja auch noch. Aufmunternd strich Riona ihrer Freundin einmal durch die Haare, drückte ihr ein neues Zopfgummi in die Hand und machte sich dann selbst mehr oder minder motiviert auf den Weg nach draußen.

Irgendwann zwischendurch hinterfragte die Rothaarige ihre bisherigen Lebensentscheidungen und nicht nur einmal hatte sie das Gefühl sich demnächst einfach in den nächsten Mülleimer zu übergeben, doch ein gutes hatte ihre schlechte körperliche Verfassung. Dadurch konnte sie sich nicht so sehr über die ganzen verlorenen Sätze aufregen. Viel mehr war sie froh über jede Pause, auch wenn dieser dämliche Berg hinter der Halle bereits ihr größter Feind war. Abgesehen davon, dass sie sich während der verschiedenen Spiele ein bisschen gefühlt hatte wie ein Fisch in einem großen öffentlichen Aquarium. Anscheinend waren Mädchen bei solch einem Trainingscamp eine Rarität, denn aus irgendeinem Grund schienen ihnen die verschiedenen Teams immer wieder zuschauen zu wollen. So richtig wusste die Zuspielerin dabei nicht, ob sie das gut oder schlecht finden sollte.

Die Hauptspiele waren irgendwann am Abend vorbei und komplett erledigt ließ Riona sich neben ihren Freundinnen ins Gras fallen. „Ich bin tot Leute. Lasst mich einfach zurück.“ Theatralisch warf Riona die Arme in die Luft und zischte sofort auf, als ein schmerzendes Ziehen durch ihre Oberarme schoss. „Ich glaube ich spiele morgen im Rollstuhl.“ Setzte sie hinten dran, obwohl es ihr durch die Pause schon wieder deutlich besser ging. Stöhnend drehte sie sich auf den Rücken, versuchte sich in eine sitzende Position zu drücken und warf den anderen Mädchen einen müden Blick zu. Dabei lächelte sie besonders Akari kurz zu, um ihr zu signalisieren, dass mit ihr alles in Ordnung war. Gerade, als sie etwas erwidern wollte, wurden sie von einer lauten Stimme unterbrochen, die in Riona einen Moment das Bedürfnis auslöste, sich die Ohren zuzuhalten. Träge drehte die Schülerin sich herum und erkannte drei großgewachsene Gestalten, welche angeführt vom Kapitän der Fukurodani genau auf sie zukamen. Mit einer bösen Vorahnung hatte sie bereits das Bedürfnis sich ganz schnell zu verpieseln und sich in der Dusche der Mädchen zu verstecken, doch wäre sie sicherlich nicht schnell genug, um vor drei Trainingswilligen Kerlen wegzulaufen.

Außerdem, wann hatte man schon die Chance mit einem der besten Oberschul-Asse Japanweit zu trainieren? Andererseits schreckte sie die schiere Motivation, die der Grauhaarige an den Tag legte, etwas ab, sodass sie lediglich stumm zu starren begonnen hatte, ohne eine wirkliche Antwort zu geben. Das Akari und Manami sich anscheinend schon entschieden hatten, ließ die Rothaarige herzzerreißend schmollen. Sie konnte doch nicht als einzige von ihnen ablehnen… Das schien wohl auch Fukurodanis Nummer 4 so zu sehen, denn auf einmal kniete er direkt vor ihr im Gras. Mit großen Hundeaugen starrte er sie an und beleidigt blies Riona die Wangen auf, während sie abwehrend die Hände hob. „Komm schon, wir brauchen noch einen Zuspieler.“ Hinter ihm erkannte sie den dunkelhaarigen Zuspieler, der sein Ass lediglich abwartend anblickte und ihr dann ein entschuldigendes Zucken seiner Schultern schenkte. Von ihm konnte sie wohl keine Hilfe erwarten. „Morgen vielleicht, heute war echt ein harter Tag.“ Versuchte sie noch einmal sich rauszureden, doch anscheinend hielt das den Grauhaarigen nicht davon ab, ihr weiterhin Blicke aus großen runden Augen zuzuwerfen. Plötzlich änderte sich sein Gesichtsausdruck, ein breites Grinsen zeigte sich auf seinen Zügen, bevor er sich vorbeugte und unvermittelt seine Arme um ihren Körper wickelte.

Empört und erschrocken schrie Riona auf, kaum hob er ihren Körper einfach auf seine Arme, wackelte mit den Beinen und klopfte dem Riesen fest gegen den Rücken, doch hielt ihn das nicht davon ab, sie sich wie einen Kartoffelsack über die Schultern zu werfen und sie anschließend in Richtung der nächsten Trainingshalle zu tragen. Anscheinend hatte sie wirklich keine Wahl. Dabei lachte er auch noch gelöst und pfiff leise vor sich hin, während die Rothaarige eine beleidigte Flunsch zog. Das war doch jetzt nicht sein Ernst? Fluchend und zeternd versuchte sie den Angreifer dazu zu bringen sie loszulassen, doch ignorierte er sie vollkommen, stellte sich sogar einfach ungerührt vor und band dabei seinen Zuspieler ungefragt mit ein, welcher ihr immer noch entschuldigende Blicke zuwarf. „Könntest du mich bitte runterlassen?“ Brummend klopfte sie Bokuto – wie sie gerade herausgefunden hatte – gegen die Schulter und gab einen undefinierbaren Knurrlaut von sich, bevor sie tatsächlich wieder auf die Füße gestellt wurde. In einer Impulsreaktion boxte sie ihrem Peiniger in die Magengrube und verschränkte schließlich die Arme vor der Brust. „Yuuki. Riona Yuuki.“

Da es unhöflich wäre sich nun nicht vorzustellen grummelte die Zuspielerin miesgelaunt vor sich hin und warf dem Kapitän der Fukurodani noch einen feindseligen Blick zu, was diesen mehr zu treffen schien als erwartet, denn nun war es an ihm ein niedergeschlagenes Gesicht zu ziehen, was wiederum seinen Zuspieler auf den Plan rief. „Du bist selbst Schuld Bokuto-san. Hör auf zu schmollen.“ Erleichtert lächelte sie den dunkelhaarigen an, der zuvor als Akaashi vorgestellt worden war. Wenigstens war er auf ihrer Seite.

Irgendwo hinter ihnen brach Kuroo in schallendes Gelächter aus, was irgendwie ansteckend war, denn auch Riona konnte sich nicht helfen. Leise lachend versuchte sie dem Ass ein versöhnliches Lächeln zuzuwerfen, was diesen sofort wieder aus seinem kurzen Tief herauszuholen schien. Ein wenig verwirrt von den Stimmungsschwankungen wandte Riona sich ab, hörte jedoch aufmerksam zu und erstarrte zur Salzsäule, kaum schlug der dunkelhaarige vor einfach die Zuspieler zu tauschen. War das jetzt sein Ernst? Wie sollte sie denn diesen Riesen zuspielen? Kurz flackerte Panik durch den grünen Blick der Schülerin, bevor sie die Schultern straffte. Sie würde das schon hinkriegen. Sie hatte auch schon ihren Jungs zugespielt, es war doch eigentlich genau das gleiche, oder? In einer flüssigen Bewegung warf sie den Kopf nach vorn, band ihre Haare neu zusammen und zog daraufhin den Zopf fest. „Dann wollen wir mal.“ Mit Argusaugen beobachtete Riona, wie der ruhige Zuspieler die Seite wechselte und sie selbst nahm sich einen Moment Zeit die beiden Spieler auf ihrer Seite des Netzes zu mustern.

Beide waren weit über 1,80 groß und sprangen sicherlich verdammt hoch. Wie sollte sie bloß ihr Zuspiel ordentlich timen? Ein wenig Hilflos drehte sie den Ball in ihren Händen – wo auch immer der hergekommen war – bevor sie ihn auf den Boden aufprallen ließ. In einer flüssigen Bewegung warf sie den Ball zu Manami und grinste ihr aufgeregt zu. „Dann hau mir mal deinen Aufschlag um die Ohren.“ Rief sie herausfordernd, ignorierte die dumpfen schmerzen in ihrem Körper und breitete die Arme aus. Und gesagt getan. In einem Mordstempo schoss der Ball auf sie zu, wurde solide vom Kapitän der Nekoma angenommen, welcher den Ball erstaunlich sauber zu ihr passen konnte. Einen letzten Blick auf den grauhaarigen Angreifer werfend, nickte sie ihm knapp zu, richtete ihren Körper aus und spürte noch, wie der Ball einen Augenblick ihre Hände traf, bevor er fast perfekt zu Bokuto flog, der den Ball mit einem lauten Knallen direkt zwischen Akari und Manami im Hinterfeld versenkte. Mit großen Augen schaute sie den Angreifer an, blinzelte verständnislos und musste sich beherrschen nicht zu starren. Scheiße war dieser Kerl stark. Trocken schluckend wandte die Rothaarige den Blick ab, wischte sich die Hände an der Shorts ab und richtete mit zittrigen Fingern ihre Knieschoner. Irgendwie hatte es sich schon extrem gut angefühlt einen ihrer Bälle in solch einem Angriff zu sehen.

Montag 30. Juli | 21:40 Uhr

"♚...things you don’t understand are scary, right?”

Karasuno Highschool



~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~


You're the greatest partner I've ever had
and the greatest warrior I've ever known...
that will never change.

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BeitragThema: Re: Fly High~   Fly High~ - Seite 6 EmptyMi 12 Mai 2021, 12:53



Manami Kita
» it feels so good to be so young and have this fun and be successful «

Etwas besorgt folgte Manami der Truppe. Sie konnte ja nicht zulassen, dass die Jungs ihre Zuspielerin einfach so entführten, schließlich würden sie sie noch die nächsten Tage brauchen.
Außerdem war die Einladung zum gemeinsamen Training ziemlich verlockend. Seit sie Fukurodani und Nekoma gegeneinander hatte spielen sehen, war in ihr der Drang aufgekommen, sich ihre Techniken einmal genauer ansehen zu können. Beim Spielen selbst hatte sie sich hauptsächlich auf den Ball konzentriert, hatte nicht wirklich die Möglichkeit gehabt, aufmerksam die Spielzüge des anderen Teams zu beobachten, um sich deren Techniken abzuschauen. Und danach war sie mit anderen Spielen beschäftigt gewesen, hatte nur für kurze Augenblicke die Gelegenheit gehabt, dem Spiel der anderen einige Minuten lang zuzusehen. So eine abendliche Trainingseinheit kam ihr da ganz gelegen.

Interessiert beobachtete sie die Interaktion der Jungs. Sie schienen sich offensichtlich bereits zu kennen, demnach hatten sie bestimmt auch schon miteinander gespielt und kannten die gegenseitigen Eigenarten, so wie Rio ihre Vorlieben beim Zuspiel kannte oder Manami in der Lage war, abzuschätzen, wie Akari als nächstes blocken würde allein davon, welche Schritte sie machte.
Kuroos Stärke im letzten Spiel war sein Team gewesen, wie er perfekt sie zusammen gespielt hatten, wie nahtlos ihre Bewegungen ineinander über gegangen war. Wenn er Bokuto und Akaashi wirklich kannte und bereits mit ihnen gespielt hatte, dann würde es hier vermutlich ähnlich werden.
Bokuto zeichnete sich ganz offensichtlich durch seine schiere Kraft aus, doch hatte er auch einige interessante Techniken verwendet in der kurzen Zeit, in der Manami ihn hatte beobachten können. Aber letztendlich war es nur das, was sie auch schon von anderen Spielern kannten ... nur stärker. Sie würden einfach ihre Annahmen und Blocks ebenfalls stärker machen. Problem gelöst.
Manamis Blick wanderte zu Akaashi und sie legte den Kopf leicht schief. Er war derjenige, den sie am wenigsten einschätzen konnte. Während sich die Emotionen klar auf Bokutos Gesicht abzeichneten und Kuroos Auftreten und Worte zumindest Hinweise auf seine Stimmung gab, war sie absolut aufgeschmissen bei Akaashi. Er hatte beinahe dauerhaft diesen verdammt neutralen Gesichtsausdruck drauf und schien auch nicht wirklich redefreudig zu sein. Im Spiel selbst war er solide gewesen, hatte immer wieder gute Zuspiele geliefert, die ihnen zum Sieg verholfen hatten. Doch selbst beim Beobachten hatte Manami Schwierigkeiten gehabt, seine nächsten Bewegungen einzuschätzen. Sie zog die Augenbrauen zusammen.

Erst als sie leichte Aufruhr bemerkte, wurde Manami wieder aus ihren Überlegungen gerissen und sah mit einem etwas verwirrten Gesichtsausdruck zum Rest der Gruppe.
“Oh, äh- Kita. Kita Manami”, stellte sie sich vor und hob kurz die Hand zu einem kleinen Winken.
So wirklich hatte sie nicht mitbekommen, worüber die anderen geredet hatten, also bemühte sie sich jetzt, so viel wie möglich aufzuschnappen. Der Vorschlag, die Zuspieler zu tauschen, bereitete ihr etwas Sorge.
Nervös sah Manami zu Riona hinüber, versuchte ihr mit ihrem Blick zu vermitteln, dass sie das für keine gute Idee hielt. Die rothaarige kannte sie, wusste, wie sie den Ball gerne hatte, woran sie gerade arbeitete. Und Manami kannte ihre Zuspiele. Plötzlich von jemand anderem zugespielt bekommen, jemand der größer als sie selbst war, würde sie definitiv aus dem Konzept bringen, das wusste sie.
Zu ihrem Unglück sprachen sich wieder Rio noch Akari gegen den Vorschlag aus. Manami klappte erstaunt die Kinnlade hinunter und ein paar Mal öffnete und schloss sie ihren Mund nur, wie ein stummer Fisch, dann fixierte sie ihre Freundinnen mit einem leicht entrüsteten Blick.
“Ich bin dagegen”, meinte sie und verschränkte (definitiv nicht bockig) die Arme vor der Brust, doch scheinbar schien niemand ihren Protest ernst zu nehmen. Sie warf Akaashi, von dem der Vorschlag ursprünglich gekommen war, einen finsteren Blick zu, schlurfte allerdings zu ihm und Akari hinüber.

In aller Ruhe zupfte Manami ihre Schoner zurecht, richtete ihren Zopf mit dem Haargummi, den sie von Riona bekommen hatte. Dabei spürte sie, wie die innere Unruhe selbst bis in ihre Fingerspitzen drang, doch sie zwang sich zu einigen tiefen Atemzügen, um sich zu entspannen. Es war nur ein 3-vs-3 Spiel, nichtmal ein richtiges Freundschaftsspiel und bei weitem kein offizielles Spiel. Für diese kurze Zeit würde sie in der Lage sein, ihr Unbehagen so gut es ging unter der Oberfläche zu halten und sich einfach auf das Spiel einzulassen. Hoffentlich.
Wenigstens hatte sie den ersten Aufschlag. Halbherzig erwiderte sie das Grinsen ihrer Freundin, fischte den Ball mit Leichtigkeit aus der Luft und drehte ihn einige Male zwischen ihren Händen. Je schneller sie wirklich ins Spiel kamen, desto schneller würde Manami hoffentlich in der Lage sein, die negativen Gefühle zu unterdrücken und sich einfach nur auf ihre nächsten Schritte zu konzentrieren. Das hatte bisher immer ganz gut funktioniert.
Sie nahm einige Schritte Anlauf, atmete noch einmal tief durch und packte dann all ihre Frustration in ihren Aufschlag, hoffte, dass die Genugtuung, wenn der Ball auf der anderen Seite aufkam, sie etwas beruhigen würde. Doch anscheinend hatte das Schicksal etwas anderes für sie im Sinn heute. Frustration machte sich in ihr breit, als der Ball doch tatsächlich vom Captain der Nekoma angenommen wurde und er dabei auch noch so verdammt nonchalant aussah.
Manami schüttelte den Kopf. Sie musste sich darauf konzentrieren, den Angriff von Bokuto abzuwehren und stattdessen selbst zu punkten.

Mit einem Mordstempo kam der Ball in ihre Hälfte geschossen, doch schaffte Akari es trotzdem, ihn halbwegs ansehnlich anzunehmen. Manami schenkte ihr ein kurzes, ehrliches Lächeln, konzentrierte sich dann allerdings wieder auf die Flugbahn des Balls.
Nur drei Spieler auf dem Feld bedeutete, dass sie einiges mehr an Weg zurücklegen mussten und dass Akaashi nicht viele Optionen hatte, wenn es darum ging, wem er den Ball zuspielen würde. Also kam es als keine wirkliche Überraschung für sie, als der Zuspieler kurz “Kita-san” rief, als seine Fingerspitzen mit dem Ball in Kontakt kamen.
Manami hatte sich bereits in Bewegung gesetzt. Eigentlich hatte sie etwas weiter vom Netz entfernt springen wollen, immerhin wusste Akaashi nichts von ihrer Vorliebe für die scharfen Bälle, die sie beinahe senkrecht am Netz vorbei in das gegnerische Feld befördern konnte, doch irgendwie hatte ihr Instinkt die Überhand bekommen und so fand sie sich doch wieder nur wenige Zentimeter von der Mittellinie entfernt.
Umso mehr überraschte es sie, als der Ball nahezu perfekt in ihrer Hand landete und sie doch tatsächlich einen halbwegs ordentlichen Angriff hinlegen konnte. Sobald ihre Füße wieder den Boden berührten, drehte sie sich zu Akaashi um und verengte leicht die Augen. Doch hatte sich gleichzeitig auch ein leichtes Lächeln auf ihrem Gesicht geformt.
“Okay”, meinte sie und ihr Lächeln wurde nur noch breiter als sie den etwas verwirrten Gesichtsausdruck des Zuspielers sah. “Okay. Du bist in Ordnung.”

MONTAG, 30. JULI / 21:42 UHR / 29








Koutarou Bokuto
Außenangreifer | Kapitän | Ass | #4


"These last three years, I've been the team's ace... ♛”

BannerDie abendlichen Trainingseinheiten mit Kuroo waren mittlerweile zu einer Tradition geworden. Den ganzen Tag über hatte Koutarou sich schon darauf gefreut, mit seinem Kumpel zusammen spielen zu können - und direkt auch einige Spieler von den neuen Teams besser kennenlernen zu können.
Karasuno hatte viele Spieler, von denen er begeistert war und er hatte sich kaum entscheiden können, wen er in den kurzen Spielpausen hatte beobachten sollen. Ständig waren seine Augen zwischen ihnen hin und her gewandert. Am liebsten hätte er sie alle mit zum abendlichen Training geschleppt, doch Akaashi hatte gemeint, dass sie sich erstmal nur auf eine kleine Zahl von ihnen beschränkten sollten. “Wir haben noch die ganze Woche, Bokuto-san”, hatte er gesagt. Kouarou zog einen leichten Schmollmund. Er wusste, dass sie die ganze Woche hatten, aber er hatte jetzt mit ihnen allen spielen wollen.
Trotzdem, die drei Mädchen, die nun mit ihnen in der Halle standen, waren ein guter Anfang. (Nachdem ihn der große Mittelblocker mit der Brille einfach eine Absage erteilt hatte). Dabei wanderte sein Blick immer wieder zu der kleinen Zuspielerin hinüber, lag irgendwo zwischen Bewunderung und Angst. Sie hatte ihm ordentlich eine verpasst, nachdem er sie einfach so hochgehoben hatte - vielleicht hatte er da wirklich etwas überstürzt gehandelt, aber er hatte WIRKLICH gerne mit ihr trainieren wollen - doch gleichzeitig war er auch von ihrer Kraft beeindruckt gewesen. Dass jemand mit ihrer Statur du heftig zuschlagen konnte, faszinierte ihn schon irgendwie.
Während die anderen noch über die Aufteilung der Teams sprachen, schlich er (mit einem Sicherheitsabstand) um Yuuki herum, legte immer wieder den Kopf schief und musterte sie. Wie hoch sie wohl springen konnte? Um die Zuspielerin in der Startaufstellung für ihr Team zu sein, musste sie ordentlich etwas drauf haben. Ein wenig hatte er ja schon vorhin gesehen, doch nun wollte er wirklich mit ihr spielen! Das war um einiges besser, als einfach nur zuzusehen.

Er nickte aufgeregt bei Akaashis Vorschlag, die Zuspieler zu tauschen. Erst als der Dunkelhaarige sich auf die andere Seite des Spielfeldes begab, realisierte Koutarou, dass es bedeutete, dass er nicht mit ihm in einem Team sein würde. Er warf Akaashi einen traurigen Blick zu, den der Zuspieler nur mit einem Augenrollen erwiderte.
“Keine Sorge, im Handumdrehen wirst du wieder mit deiner großen Liebe vereint sein. Nachdem wir sein Team besiegt haben.” Grinsend klopfte Kuroo ihm gegen die Schulter und Koutarou konnte nicht anders, als das Grinsen ebenfalls zu erwidern.

Aufgeregt wippte er auf seinen Sohlen hin und her, während er darauf wartete, dass das Spiel endlich begann.
Die ersten Spielzüge flogen nur so vorbei und er wurde immer aufgeregter, weil es so gut mit der kleinen Zuspielerin funktionierte. Nachdem er, mithilfe ihres Zuspiels, den Ball mit einem befriedigenden Knallen im gegnerischen Feld versenkt hatte, sprang er mit einem breiten Grinsen auf die Rothaarige zu. Ohne wirklich nachzudenken, denn das war das, was er mit Kuroo oder seinem Trainer immer machte, stieß er triumphierend mit seiner Brust gegen ihre.

Montag 30. Juli | 21:53 Uhr

"♛...but in a few days, I'm gonna have to say goodbye to you all.”


Fukurodani Academy



~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~

You make it difficult to not overthink
And when I'm with you I turn all shades of pink



› oops, my bad. ‹
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Denki
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BeitragThema: Re: Fly High~   Fly High~ - Seite 6 EmptyMi 12 Mai 2021, 18:10


 

Akari Ryujin


Montag, 30.07. | 21:58 | #029

”Everything I do, I do with passion and patience.”

Erleichtert schaute Akari dabei zu, wie Riona sich von dem Vorfall nicht zu sehr beeinflussen ließ und sogar ein wenig kicherte, als sie Kuroos Hyänenlache hörte. Es war wirklich ziemlich witzig, wenn er sich den Bauch hielt und kaum noch zu Wort kam. Ein amüsiertes Schmunzeln huschte über ihr Gesicht, wich aber Besorgnis, als Manami äußerte, sich nicht mit der Idee des Zuspielerwechselns einverstanden zu sein. Ihr Problem damit, neuen Zuspielern zu vertrauen war vielleicht ein Punkt, den sie beim Trainingscamp etwas die Härte nehmen konnten. Rio hingegen hatte sich wohl schnell wieder von dem Schock erholt und in ihre kompetitive Ader zurückgefunden. Sie stellte sich schon auf und Akari beeilte sich, auf die richtige Seite des Feldes zu gehen. Ihr Blick begegnete dabei dem von Akaashi, der sie kurz von oben bis unten musterte. Akari fühlte sich seltsam durchleuchtet, nickte ihm jedoch nur freundlich zu und legte Mana kurz die Hand auf die Schulter. Sie wollte ihre Freundin nicht belasten, aber sie hielt den Wechsel tatsächlich für eine ganz gute Idee, also verkniff sie sich die Worte und drehte sich mit dem Rücken zu ihr, um den ersten Aufschlag abzuwarten.
Sie konnte allerdings kaum reagieren, so schnell und stark pfiff der Angriff auf sie zu. Geistesgegenwärtig trat sie einen Schritt zurück und nahm ihn gerade so noch an. Hätte sie diesen Ball vorne am Netz blocken wollen, hätte sie ihn niemals richtig berühren können und erst recht nicht ins gegnerische Feld befördern können. Atemlos sah sie dem Ball hinterher, wie er auf Akaashi zuflog. Sie sah das Ganze bereits schief gehen und setzte schon zur Entschuldigung an, aber der Zuspieler kam ihr zuvor. Er beförderte den Ball galant zu Manami, die aus Gewohnheit nah ans Netz sprang. Sie traf den Ball in ihrem üblichen Muster und obwohl Kuroo ihre Bälle schon etliche Male an diesem Tag angenommen hatte, schaffte er es nicht, ihn richtig zu bekommen. Riona versuchte noch, den Spielzug zu retten, konnte aber auch nur noch dafür sorgen, dass der Ball in hohem Bogen nach oben und wenigstens ansatzweise ans Netz flog. Akari bekam nur mit halbem Ohr mit, wie Manami etwas zu Akaashi sagte, konzentrierte sich aber in bester Verteidigermanier nur auf Bokutos Bewegungen. Er holte aus, flog hoch und platzierte den Ball gekonnt an der Linie. Akari musste dem Angreifer wirklich zugestehen, dass er einiges drauf hatte. Es war nicht überraschend, aber selbst sie wusste nicht, wo er jetzt noch so viel Kraft hernahm. Sie hätte nicht gedacht, dass von irgendeinem von ihnen die Arme noch funktionierten. Aber Bokuto sprang noch herum als hätte er nicht stundenlang auf dem Platz gestanden wie sie. Ein paar Ballwechsel später hatte sie sich langsam an Akaashis stille Art gewöhnt. Er spielte präzise, bemerkte Unterschiede in ihren Angriffen in Sekunden und analysierte jeden ihrer Sprünge. Rio war eine instinktive Spielerin, Akaashi wirkte, als würden jederzeit seine Gedanken rattern und arbeiten. Es war erfrischend, einen Zuspieler wie ihn zu haben und sie hatte das Gefühl, sie führten zu Dritt die ganze Zeit eine stumme Unterhaltung. Akari musste zugeben, dass das Ganze auch etwas verwirrend war.
Im nächsten Moment wurde sie jedoch aus ihrer Konzentration gerissen, als Bokuto einen starken Angriff in einen Punkt verwandelte. Wo genau war der Ball denn an ihnen vorbei gekommen? Die Mittelblockerin konnte es nicht sagen, so erstaunt war sie. Das hatte sie kaum kommen sehen. Und noch weniger, dass Bokuto auf Riona zulief und mit seiner Brust gegen ihre stieß. Offenbar auch viel zu fest, denn Rio musste zwei Schritte nach hinten machen und fiel fast um. Was zur Hölle?, schoss es Akari durch den Kopf und bemerkte noch, wie Akaashi neben ihr leicht das Gesicht verzog. Dafür, dass er bisher nicht viele Gesichtsregungen gezeigt hatte, sprach dieser Ausdruck Bände. “Bokuto-san”, sagte er still, tadelnd und das Ass rieb sich nur verlegen den Kopf und lachte. “Ahhh, Yuuki-chan, tut mir Leid.” Im Hintergrund ertönte wieder Kuroos Lachen und Bokuto warf ihm einen finsteren Blick zu. Wie schnell er seine Mimik ändern konnte war ebenfalls ein Rätsel. Der Grauhaarige hielt der kleinen Zuspielerin eine Hand hin. “Das war wirklich ein tolles Zuspiel”, sagte er aufrichtig und grinste ihr zu. “Mit dir spiele ich fast so gerne wie mit Akaashi.” Er grinste bei den Worten und ließ sie mit ihm einschlagen.
Akari hatte gar nicht gemerkt, wie der Fukurodani-Zuspieler näher an sie getreten war. “Wenn du versuchst, seine Bälle zu blocken ist es sinnvoll, ein wenig früher zu springen, Ryujin-san”, sagte er in einem sachlichen Ton. Es hörte sich nicht unfreundlich an, sondern wirklich als ernst gemeinter Tipp und Akari war dankbar für seinen Rat. Schließlich kannte er die Angriffe seines Asses am Besten und konnte es besser einschätzen. Sie sah dabei zu, wie Akaashi auch zu Mana ging und hörte nur, wie er ebenso leise zu ihr sagte: “Und du kannst dich gerne noch mehr auf darauf konzentrieren, wie du schlägst. Verlass dich auf mein Zuspiel.” Er schenkte Manami ein kleines Lächeln. Anscheinend war es nicht einfach für ihn, sich wirklich zu öffnen, aber er nahm seine Rolle als Zuspieler sehr ernst und dafür war Akari dankbar. Sie sahen einander an und stellten sich dann wieder auf, bereit für die nächsten Ballwechsel und tatsächlich: Akaashis Ratschläge erwiesen sich als Goldgrube. Immer öfter bekam Akari ihren Block richtig hin und konnte ein oder zwei Male sogar direkt kontern, während Manamis Angriffe stabiler und schneidender wurden. Es machte wirklich Spaß, mit dem ruhigen Zuspieler zu arbeiten, der Ruhe und Zuversicht ausstrahlte. Es war einfach mal etwas anderes. Akari schätzte das feurige Talent Rionas mehr und mochte, wie sie sich in das Spiel reinsteigerte. Und anscheinend schien es Kuroo und Bokuto ebenfalls Spaß zu machen, wie die Zuspielerin sie über das Feld jagte. Ein Grinsen hatte sich auf ihren Gesichtern ausgebreitet und sie gaben sich ein High-Five.


Mittelblockerin | Mum-Friend | #08






Keiji Akaashi
in that moment - it's about whether you have it ...
Montag, 30.07. / 22:10
Es wurde schon dunkel und Keiji warf einen Blick auf die Uhr, als sich die Tür der Halle nochmal öffnete. Die Trainerin der Mädchen steckte den Kopf durch die Tür und gab ihnen noch fünf Minuten, um sich in ihrer Unterkunft einzufinden. Er fing den Ball, den Kita gerade noch angenommen hatte und lief langsam zum Ballkorb hinüber. Sobald die Tür wieder zuschlug meldete sich Bokutos nörgelige Stimme. “Aber es ist doch noch gar nicht so spät, können wir nicht noch weiter spielen?” Das Ass richtete seine gelben Augen auf ihn. “Agaaashi. Können wir nicht noch bleiben?” Bevor Keiji jedoch auch nur den Mund öffnen konnte, meldete sich Ryujin zu Wort. “Tut uns leid, Bokuto-san, wir können nicht mehr länger bleiben.” Sie zuckte entschuldigend mit den Schultern. “Wir sind heute so lange mit dem Bus gefahren, wir müssen wirklich ins Bett.” Er bemerkte, wie die Mittelblockerin Yuuki einen besorgten Blick zuwarf. Sie hatte wohl Recht. Bereits vor dem Training hatte die Rothaarige so ausgesehen als könnte sie nicht mehr und der Spielstil von Bokuto und Kuroo war schnell und anstrengend. “Aber… wir haben doch noch gar nicht richtig angefangen!”, rief Bokuto und Keiji seufzte. Er war wohl in dem Modus angekommen, wo er einfach nicht aufhören konnte zu spielen. Einen Moment lang überlegte er, ob er wirklich einschreiten sollte - seine Energie war für heute auch aufgebraucht, aber wenn sie nicht aufhörten, würde keiner von ihnen ins Bett kommen. “Bokuto-san”, sagte er streng, nahm einen Ball und warf ihn an den Kopf des älteren Spielers. Innerlich zuckte er zusammen, als er mit einem satten -DUMP- sein Ziel traf. Mit großen Augen sah Bokuto Keiji an und hielt inne. Dann seufzte er theatralisch, sammelte den Ball auf und schluffte zu ihm herüber. “Ich hab ja schon verstanden”, murmelte er und Keiji war dankbar, dass sein Ass niemand von der aggressiven Sorte war. Schnell und effizient räumten sie die Sachen weg und verabschiedeten sich. Bokuto plante schon, wann sie am nächsten Tag wieder trainieren würden und er war kaum zu bremsen. Kurz bevor sich ihre Wege trennten nahm er die Diagonalspielerin am Arm und zog sie zur Seite. “Ich würde dir gerne nochmal zuspielen, Kita-san.” Was genau er damit bezweckte, war ihm selbst noch nicht bewusst, aber erkannte noch mehr Potenzial in ihr, was er herausbringen wollte. Er ließ ihren Arm los, wandte sich um und zog dann Bokuto hinter sich her, um ihn endlich von den Mädchen los zu bekommen.
Bokutos getrübte Abschiedsstimmung hielt nicht lange an. Sobald sie nur ein paar Meter von den Mädchen entfernt waren fing er zu strahlen an. “Mensch Kuroo, das war ja so der Hammer! Der Ball kam einfach immer so wusch und bäm, ich konnte das richtig gut schlagen.” Er machte ein paar Schlagbewegungen mit der Hand und klopfte Kuroo  auf die Schulter. “Sie spielt so ganz anders als Akaashi, das ist schon fast gruselig.” Keiji schaltete seine Ohren auf Durchzug. Er wusste schon, dass Bokuto eine Weile von nichts anderem sprechen würde als von der rothaarigen Zuspielerin. Anscheinend hatte sie einen bleibenden Eindruck hinterlassen und er konnte das niemandem übel nehmen. Die Mädels waren eine interessante Gruppe. Eine eifrige Diagonalspielerin, eine feurige Zuspielerin und eine konzentrierte Mitteblblockerin. So ganz anders als das Team der Fukurodani. Besonders Manami Kita war interessant zum Zuspielen. Er hatte ihr die Nervosität angesehen und hatte deswegen darauf verzichtet, vorzuschlagen, dass sie noch einmal die Teams rumtauschten. Sie hatte sich nur mühsam in das Training eingefunden, aber dass sie ihn schließlich akzeptierte, erleichterte ihn erstaunlicherweise. Sie war wie ein Wirbelwind, gar nicht so unähnlich zu Bokuto, aber anders. Ehrgeizig und verbissen, aber sie dachte mit und passte sich an. Auch Ryujin schien ernsthaft dankbar für seinen Rat gewesen zu sein und hatte direkt versucht es umzusetzen. Er sah noch Mängel in den Grundlagen bei ihr, aber sie gab sich Mühe und arbeitete präzise - er schätzte das. Keiji kümmerte sich meist nicht darum, wie die anderen Teams ihn sahen sondern konzentrierte sich auf seine Leute und auf seine Spieler. Trotzdem tat es gut, das Spiel auch mal von einer anderen Seite aus zu betrachten als aus Bokutos Schatten heraus. Ein Lächeln schlich sich auf sein Gesicht, das Training hatte ihm Spaß gemacht und Keiji konnte es kaum erwarten, noch mehr davon zu sehen.
fukurodani / 05 / setter
... or you don't.



~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~

Even though I always know the morning will come
I want to stay in your sky like a star
- Still with you




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Zuletzt von Denki am Mi 19 Mai 2021, 02:00 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Fly High~   Fly High~ - Seite 6 EmptyDo 13 Mai 2021, 03:16





Riona Yuuki
Zuspielerin | Kapitän | #6


"We’ll never win if we don’t believe we can... ♚”
BannerEs war ungewohnt mit anderen Spielern zusammenzuspielen. Kuroo und Bokuto hatten ganz andere Eigenheiten im Spiel als Akari und Manami und so brauchte die rothaarige Zuspielerin deutlich mehr Konzentration, um sich an die Gewohnheiten der beiden Riesen anzupassen. Abgesehen davon, dass beide einfach nur stumpf darauf vertrauten, dass sie ihnen den Ball schon irgendwie in die Hände spielen würde, wie Akaashi oder Kenma es taten. Diesem Anspruch gerecht zu werden war unglaublich müßig und anstrengend. Über ein gesamtes Spiel würde sie das niemals aushalten, schon nach wenigen Ballwechseln brannte es tief in Rionas Brust. Als sie dann auch noch sah, wie mühelos es der Zuspieler der Fukurodani es schaffte sich an vollkommen neue Angreiferinnen – ihre Angreiferinnen anzupassen musste sie die Zähne fest zusammenbeißen, um nicht laut zu knurren. Es war kein Problem, dass er ein anderer Zuspieler war, eigentlich war die Rothaarige weder sonderlich territorial oder eifersüchtig, aber, dass dieser Kerl es innerhalb weniger Spielzüge hinbekam genau zu wissen, wie er ihnen zuzuspielen hatte, während sie selbst fast ein Jahr dafür tüfteln musste, ging ihr schlichtweg gegen den Strich. Und dann waren sie auch noch im selben Jahr.

Doch was er konnte, bekam sie sicherlich auch hin. Immerhin war sie nicht blind und hatte ihn in ihren Pausen bei einigen Zuspielen zugesehen. Kenma hatte sie sogar direkt in einem Spiel zu Gesicht bekommen. Da die Vorlieben der Angreifer herauszufiltern, würde nicht einfach werden, aber was war als Volleyballspielerin mit einer Größe von 1,54m schon einfach? Und diese Verbissenheit schien zu funktionieren. Die Schülerin nutzte genau das, was sie in Laufe des Tages gesehen hatte und so wurde das Zusammenspiel von ihr und den Jungs immer flüssiger, bis beinahe jedes ihrer Zuspiele saß. Das lag zum einen zwar auch an den guten Annahmen des Kapitäns der Nekoma, doch musste Riona sich ein stolzes Grinsen verkneifen, als eines ihrer Zuspiele in einem Mordstempo im gegnerischen Feld aufschlug.
Die Freude hielt jedoch nur so lange an, bis dieser riesige Idiot ihr mit gedrosselter Kraft gegen die Brust sprang und sie damit beinahe von den Füßen holte. Mit den Armen rudernd stolperte die Zuspielerin zurück, landete beinahe auf der Nase und funkelte den Grauhaarigen wütend an, welcher beinahe sofort den Kopf einzog und begann sich zu entschuldigen. Wahrscheinlich war das eindringliche „Bokuto-san“ ein wenig einschüchternder gewesen als ihr Blick, doch ging Riona nicht weiter darauf ein, sondern besah die Hand vor ihrer Nase. „Schon gut, ist ja nichts passiert.“ Auch, wenn ihre Schulter immer noch unangenehm pochte, konnte sie dem Größeren nicht viel länger böse sein, weil er es im nächsten Augenblick schaffte ihr eine intensive Röte in die Wangen zu treiben. Plötzlich, mit voller Wucht schlug die Unsicherheit in Riona ein, wie ein verdammter Meteorit. Sie wusste nicht, was sie sagen sollte. Jedes Wort fühlte sich falsch an und wortlos schlug sie mit dem Ass vor sich ein, bevor sie einmal tief Luft holte.

Es war alles vollkommen in Ordnung, sie durchlebte nur eine vollkommen neue Erfahrung, die sie ein bisschen aus dem Konzept brachte. Das war alles. Nichts weiter. Ganz aus Reflex – und, weil sie in der ersten Klasse versucht hatte Akari damit aufzuziehen – wischte die Schülerin sich mit ihrem Trainingsshirt über das Gesicht, bevor sie ihre Arme dehnte und darauf wartete, dass das Spiel weitergehen würde. Dabei beneidete sie die Jungs auf ihrer Seite des Netzes um ihre nahezu endlos ausgeprägte Energie, während sie langsam, aber sicher aus dem letzten Loch zu pfeifen begann. Immer wieder erwischte Riona sich dabei den Zuspieler mit den dunklen Haaren dabei zu beobachten, wie er Akari und Manami zuspielte, um sich vielleicht sogar noch etwas abzuschauen. Denn auch, wenn sie von Toru gelernt hatte und eigentlich alles andere als schlecht in dem war was sie tat, fühlte sie sich dennoch, als läge sie Jahrzehnte der Übung zurück. Und das war definitiv etwas, was sie ändern musste.

Nur spielten ihre Gegner ab dieser kurzen Pause bedeutend besser. Ob es jetzt daran lag, dass die 16-Jährige langsam an ihre Grenzen kam oder Akaashi einfach noch einen Zahn zulegte. Es war frustrierend und irgendwie aufregend zugleich. Es konnte auch an der überschäumenden guten Laune der beiden Flachpfeifen an ihrer Seite liegen, aber egal wie viele Bälle sie verloren, ihre Stimmung hellte sich immer weiter auf, bis sie sogar anfing ein seliges Lächeln auf den Lippen zu tragen, während sie den beiden Jungs dabei zusah, wie sie ihre Bälle verarbeiteten. Mizuno kam überraschend und verblüfft schaute Riona nach draußen, wo es mittlerweile fast vollkommen dunkel war. „Ey Leute, ich glaube wir haben das Abendessen verpasst.“ Meldete sich die Zuspielerin zu Wort und verzog unbegeistert das Gesicht. Vielleicht hätten sie erst essen und dann weitermachen sollen.

Anschließend schaffte die Nummer 4 der Fukurodani wieder, sie zu überraschen. Denn er schien noch immer nicht genug zu haben. Während sie selbst sich abgrundtief beschissen fühlte – wenn es nach ihrem Körper ging – strahlte er immer noch viel zu viel Energie aus, welche zum Glück von Akari im Zaum gehalten wurde. Denn langsam, aber sicher sehnte die Rothaarige sich nach ihrem Futon. „Wir müssen morgen echt früh raus, vergesst das nicht.“ Gähnend öffnete Riona ihre Haare, fuhr sich mit den Fingern durch die Locken und streckte anschließend ihre schmerzenden Arme. Ob sie sich morgen noch bewegen können würde? Trotz ihrer Müdigkeit lachte sie laut los, als Bokuto von seinem Zuspieler einen Ball an den Kopf bekam und sofort musste sie an Toru und Iwa denken, was das Lächeln auf ihren Lippen einen Moment verträumt werden ließ. Ob ihr Exfreund so etwas schonmal gemacht hatte? So ein Trainingscamp mit einer Woche lang nichts als Volleyball? Sie würde ihn bei ihrem nächsten Telefonat sicherlich mal danach fragen, wenn sie es bis dahin nicht wieder vergaß.

Gemeinsam räumten sie auf, verließen die Halle und im Augenwinkel konnte Riona noch erkennen, wie der Zuspieler der Fukurodani sich Manami krallte und sie beiseite zog. Misstrauisch verengten sich ihre grünen Augen zu gefährlichen Schlitzen, bevor sie sicherheitshalber stehenblieb und auf ihre Angreiferin wartete. Dabei musste sie sich immer wieder bei Akari abstützen, weil ihre Beine sich anfühlten wie Wackelpudding. Vielleicht war der Tag ein bisschen zu viel für die Rothaarige gewesen. Vor den Wohnheimen trennten sich ihre Wege und sie betraten den riesigen Gemeinschaftsraum der Mädchen, wo abgesehen von ihnen bereits alle auf im Kreis auf dem Boden saßen und sich aufgeregt über den Tag unterhielten. Die schiere Lautstärke sorgte dafür, dass Riona sich einen Moment die Hände an die Ohren hielt, ihre Duschsachen packte und sich auf direktem Wege zum Bad aufmachte. Was sie brauchte war eine Wechseldusche und frische Klamotten. Dann sah die Welt sicherlich schon wieder viel besser aus. Abgesehen von einem dezenten blauen Fleck auf ihrem Schlüsselbein, den sie sich durch den Ellenbogen des grauhaarigen Asses zugezogen, als er sie mehr oder weniger absichtlich umgestoßen hatte, als wäre sie ein Bowling Pin.
Gerne hätte sie sich den restlichen Abend mit den anderen unterhalten und die Erfahrungen des Abends ausgetauscht, doch war sie so müde, dass sie mitten im Gespräch, an Manami gelehnt einnickte.

Montag 30. Juli | 22:40 Uhr

"♚...things you don’t understand are scary, right?”

Karasuno Highschool




 

Kuroo Tetsuro


Montag, 30.07 | 23:00

”Remember. We are blood. Never stop flowing. Keep moving.”

Der Mittelblocker war schon immer sehr aufmerksam gewesen, zumindest wenn es um Volleyball ging. Schnell lernte er seine Mitspieler einzuschätzen und mit ihnen zu arbeiten, sie zu motivieren. Ganz der Kapitän halt. Schon während des Spiels gegen die Krähendamen war sein Interesse an ihnen geweckt worden, denn das gesamte Team bestand aus extrem abwechslungsreichen Persönlichkeiten. Jetzt die Chance zu haben auch am Abend mit ihnen zu trainieren war erfrischend und brachte eine ganz neue Nuance in seinen Trainingsalltag. Gerade die Entwicklung von Akari fiel ihm besonders auf, da er sie nur als Fußball-Mädchen kannte und sie nun direkt vor sich auf der anderen Seite des Netzes zu sehen war etwas, was ihn aufs neue Motivierte sein Bestes zu geben.

Da kam ihm der Übereifer Bokutos nur gelegen. Schnell hatten sie sich die drei Mädchen geschnappt, die ihm sowieso am meisten aufgefallen waren und nur kurz darauf fanden sie sich in einer leeren Halle wieder, wo Akaashi vorschlug die Zuspieler zu tauschen. Das war…  etwas Neues. Sofort konnte er erkennen, wie die stacheligen Strähnen des grauhaarigen Kapitäns herabzufallen begannen. Ein ganz klares Zeichen für einen drohenden Emo-Modus. Also versuchte Kuroo mit wenigen Worten seinen Teampartner wieder aufzumuntern, was tatsächlich funktionierte. Und dass, obwohl er Akaashi damit als seinen Lover bezeichnet hatte. Aber irgendwie schien sowas den Eulenkopf absolut nicht zu stören. Ob es ihm einfach egal war, oder er die Bedeutung – oder einfach Kuroo selbst – nicht für voll nahm, wusste er dabei nicht.

Mit zusammengekniffenen Augen musterte er die rothaarige Zuspielerin der Mädchen und grinste breit. Sie war gut, dass hatte er gesehen, aber wie sie mit neuen Angreifern klarkam, dass würde sich am heutigen Abend zeigen. Und wieder wurde er überrascht. Sie stellte sich gut an. Genauso wie die anderen. Schnell hatte er sich auf die andere Mittelblockerin eingeschossen, beobachtete jede ihrer Bewegungen ganz genau und machte sich im Kopf bereits einen Plan, was für Tipps er ihr im Laufe der Wochen geben wollte. Es war wirklich schade, dass Kenma ihm nicht früher erzählt hatte, dass die Dunkelhaarige von ihrem eigentlichen Sport abgekommen war und nun eine Leidenschaft mit ihnen teilte. Dann wäre die Chance sicherlich größer gewesen, dass sie sich in den letzten Jahren vielleicht noch einmal gesehen hätten, denn bedauerlicherweise war der Kontakt nach der Mittelschule wirklich eingeschlafen. Dabei war Akari ihm definitiv sympathisch.

Glücklicherweise fiel ihm das Zusammenspiel mit Bokuto leicht, immerhin kannten sie einander mittlerweile ziemlich gut und waren aufeinander eingespielt. Außerdem schien die Kleinere kaum Probleme zu haben sich an ihre Körpergrößen anzupassen, obwohl zwischen ihnen sicherlich mehr als 20cm lagen. Sie schlug sich wirklich gut, obwohl sie einen sehr bewegungsintensiven Spielstil ansteuerte und sie beide regelmäßig über das gesamte Spielfeld jagte. Vielleicht war das aber auch nur die Rache dafür, dass sie nun mit zwei Riesen spielen musste. Der Gedanke allein ließ ihn hinter hervorgehaltener Hand leise lachen. Im Gegensatz zu den Trainingsspielen beim Camp selbst, zählten sie nun ihre Punkte nicht mit, spielten einfach hin und her, versuchten die Blocks der Gegner zu durchbrechen oder besonders schöne Angriffe zu spielen. Es ging mehr um den Spaß als ums Gewinnen und das war eine angenehme Abwechslung zu dem ständigen Leistungsdruck.

Als Bokuto es tatsächlich hinbekam ihre Zuspielerin beinahe durch die Halle zu kicken konnte er nicht an sich halten. Laut lachte der Dunkelhaarige los, hielt sich den Bauch und sah dabei aus dem Augenwinkel, wie Akaashi sich zu Akari lehnte, um ihr irgendetwas zu sagen. Worum es wohl ging? Das Spiel? Eine bestimmte Taktik? Verbesserungsvorschläge? Vorfreudig spielten sie nach dem kleinen Zwischenfall weiter, bis sie schließlich von der Trainerin der Mädchen daran erinnert wurden, dass sie langsam die Halle räumen rollten, was sie auch taten. Dabei blendete er die anderen aus, suchte mit seinem Blick wieder die Mittelblockerin der Krähendamen und machte es Akaashi gleich, welcher sich die Weißhaarige zur Seite zog, nur, dass er sich einfach neben sie stellte und fröhlich zu quatschen begann. „Also Ryujin-san.“ Fing er an, funkelte die kleinere provokant an und zwinkerte ihr dann frech zu. „Ich bin ja wirklich… beeindruckt wie stabil deine Blocks sind. Wenn du möchtest, kann ich dir dabei helfen an deinem „read-block“ zu arbeiten.“ Locker redete er weiter, warf ihr immer wieder interessierte Blicke zu, bevor sie sich voneinander verabschieden und in ihre jeweiligen Wohnheim-Zimmer zurückkehrten.

Sein Team hatte sich mittlerweile um den halbtoten Lev versammelt, der, alle Viere von sich gestreckt in der Mitte des Raums lag und lautstark jammerte. Yaku, der ihn zurecht wies direkt daneben. Lachend gesellte er sich zu ihnen und beschloss den Abend ganz entspannt zu beenden und am Morgen erfrischt in den Tag zu starten.


Kapitän | Soft-Boi | #01



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BeitragThema: Re: Fly High~   Fly High~ - Seite 6 EmptyFr 14 Mai 2021, 01:15



Manami Kita
» it feels so good to be so young and have this fun and be successful «

Normalerweise war Manami nicht jemand, die von ihren eigenen Emotionen aus dem Konzept gebracht wurde. Sie kannte die Vorgänge in ihrem Kopf, wusste auf bestimmte Zeichen zu achten und wie sie auf diese zu reagieren hatte, so wie sie in einem Spiel auch auf die Bewegungen ihrer Gegner achtete, darauf reagierte. Ebenso wusste sie auch, ihre Emotionen zu unterdrücken, wenn sie gerade nicht richtig darauf reagieren konnte - auch wenn das meistens zu etwas intensiveren Gefühlsausbrüchen führte, wenn sie dann die Zeit dafür hatte.
Doch irgendwie machte dieses Training etwas mit ihr, das sie selbst nicht so richtig einschätzen konnte. Und genau deswegen hatte sie auch keine Ahnung, wie sie reagieren musste.
Sie war frustriert, weil sie mit einem anderen Zuspieler musste, als sie gewohnt war. Riona war ihre Zuspielerin, sie kannte sie und jetzt musste sie plötzlich mit jemandem spielen, der keine Ahnung von ihr hatte - und den sie auch nicht kannte. Das Ding war nur … er schien sie irgendwie doch zu kennen. Beim ersten Mal hatte es nur wie ein glücklicher Zufall auf sie gewirkt, dass Akaashi ihr den Ball so perfekt zugespielt hatte. Vielleicht mochte Bokuto die Bälle einfach ähnlich. Doch auch die darauffolgenden Zuspiele waren gruselig genau gewesen, ganz so als hätte der Dunkelhaarige sie beim Spielen beobachtet, als könnte er aus ihren Schritten herauslesen, von wo sie den Ball schlagen wollte.
Mit ihm zu spielen machte Spaß. Manami konnte das Grinsen auf ihrem Gesicht nicht unterdrücken. Auch wenn er so ruhig war und beinahe schon wie eine Statue da stand, kaum Emotionen zeigte (etwas, das sie in anderen immer verunsicherte), irgendwie funktionierte es mit ihm. In gewisser Weise ging von ihm eine Aura aus, der auch ihre angespannten Nerven etwas beruhigte. Er war ihr Ruhepol, sorgte dafür, dass sie sich nicht in ihrer Nervosität verlor - und es schien eine selbstverständliche Gewohnheit für ihn zu sein, nichts, wofür er sich wirklich anzustrengen schien.
Akaashis Zuspiel funktionierte für sie, ließ sie Spaß an der Sache haben. Sie konnte sich darauf verlassen, ganz wie er gesagt hatte. Und das frustrierte sie nur noch mehr. Es sollte nicht funktionieren! Er war nicht ihr Zuspieler. Das schlechte Gewissen nagte an ihr und fast schon unbewusst wich sie Rionas Blicken aus, ganz so als wäre die Zuspielerin genau in der Lage, zu wissen, was im Moment in Manami vor sich ging. Sie wollte keinen Spaß haben, wenn Akaashi ihr zuspielte. Das war einfach nicht fair.
Für einen kurzen Augenblick traf ihr Blick den von Riona und es beruhigte sie etwas, dass die Rothaarige ebenfalls nicht unbedingt begeistert von der Situation schien. Vielleicht hätte Manami vorschlagen sollen, doch wieder zurück zu tauschen, nachdem Bokuto ihre Zuspielerin fast umgeworfen hatte. Manami musste zugeben, dass sie sich nicht hatte entscheiden können, ob sie in der Situation hatte lachen oder weinen sollen. Es war ziemlich lustig gewesen, das zu beobachten, aber gleichzeitig hatte sie auch etwas Angst um Riona gehabt. Immerhin hatten sie nur die eine Zuspielerin. (Und außerdem war das ihre beste Freundin, aber Zuspielerin stand eindeutig darüber).

Es war gewissermaßen eine Erleichterung, als Mizuno-san irgendwann den Kopf durch die Tür steckte und sie aus der Halle scheuchte. So sehr es Manami auch Spaß gemacht hatte und so sehr Akaashis Zuspiele sie fasziniert hatten, die ganze Situation war auch ganz schön anstrengend gewesen. All die unbekannten Emotionen, die sie versucht hatte, unter der Oberfläche zu halten, hatten sie ganz schön ausgelaugt. Manami war einfach nur erschöpft und so hatte sie nicht einmal die Energie, um gegen die Anweisung ihrer Trainerin zu protestieren.
Müde schlurfte sie hinter den anderen her, nachdem sie die Halle wieder hergerichtet hatten, schon so ziemlich im Autopilot. Im ersten Moment dachte sie, Akari hätte sie am Arm gepackt, um sie aus dem Weg zu ziehen, weil sie kurz davor war, gegen etwas zu laufen. (Es war schon öfter vorgekommen). Doch als sie den Kopf drehte, sah sie sich plötzlich Akaashi gegenüber.
Sie blinzelte einige Male, sah eulenhaft zu dem Dunkelhaarigen auf. Sie sah, wie sich sein Mund bewegte und sie nickte stumm. Erst einige Sekunden später realisierte ihr Gehirn überhaupt erst die Worte und die Röte stieg ihr ins Gesicht. Er wollte ihr nochmal zuspielen? Das war … nicht etwas, womit sie gerechnet hatte. Wäre Manami etwas geistesgegenwärtiger gewesen, wäre sie der Bitte vermutlich ausgewichen, bis sie Zeit gehabt hätte, sich genauer mit den Emotionen, die in ihrem Körper turnten, zu befassen. Doch nun hatte sie ihm prinzipiell schon zugestimmt und sie hasste es, wenn Leute aus Plänen einen Rückzieher machten - auch bei sich selbst. Also würde sie wohl oder übel noch einmal mit Akaashi trainieren müssen.
Erneut nickte Manami. “Äh. Okay”, antwortete sie und schenkte Akaashi ein schiefes Lächeln, gesellte sich dann zu Akari und Riona, um zu ihrer Unterkunft zu gehen, allerdings nicht, ohne noch einen flüchtigen Blick über die Schulter zu werfen. Akaashi war … interessant und irgendwie hoffte sie, dass sie im Laufe der Woche noch mehr Gelegenheiten haben würde, um ihn etwas besser verstehen zu können.

Die anderen schienen einen ähnlich ereignisreichen Abend gehabt zu haben, denn im Wohnheim herrschte reges Geplapper und es dauerte nicht lange, bis Manami sich dem ebenfalls anschloss. (Aber erst, nachdem sie ausführlich geduscht hatte, um endlich den ganzen Schweiß abzuwaschen).
Irgendwann kehrte dann aber doch Ruhe ein, beginnend mit Riona, die an sie gelehnt einschlief. Das schien der Auslöser für Michimiya-san zu sein, die anderen auch alle auf ihre Futons zu schicken. Immerhin würde der morgige Tag mindestens genauso anstrengend werden.

Ihr Handy lag noch immer komplett vergessen unter einem der Sitze im Bus.

MONTAG, 30. JULI / 23:00 UHR / 30








Koutarou Bokuto
Außenangreifer | Kapitän | Ass | #4


"These last three years, I've been the team's ace... ♛”

BannerAufgeregt trat Koutarou vom einen Fuß auf den anderen, sein Blick starr auf den Weg gerichtet, der zur Haupthalle führte.
Als er früh am Morgen aufgewacht war, war ihm eine wunderbare Idee in den Kopf gekommen und er konnte es kaum abwarten, diese umzusetzen. Er war schneller als alle anderen seiner Teammitglieder damit fertig gewesen, sich für den Tag fertig zu machen, hatte ungeduldig bei der Tür auf sie gewartet. Auch sein Frühstück hatte er mit einem beeindruckenden Tempo in sich hinein geschaufelt (und war dabei von einem besorgten Akaashi beobachtet worden, der befürchtet hatte, dass er an seinem Toast ersticken würde).
Der Fehler bei der ganzen Sache war gewesen, dass er sich nun trotzdem gezwungen sah, zu warten. Denn war er vielleicht früher mit allem fertig geworden als sonst, doch hatte er dabei ganz vergessen, das die anderen nicht seinen Zeitplan teilten.
“Bokuto-san, willst du nicht die Erwärmung anleiten?” Akaashi streckte hinter ihm den Kopf aus dem Halleneingang. Koutarou warf seinem Team einen flüchtigen Blick zu. Sie alle sahen ziemlich zerknautscht aus, hatte er sie doch gewissermaßen noch früher als notwendig in die Halle gescheucht. Er biss sich auf die Unterlippe, sah zwischen Akaashi und dem Weg zur Haupthalle hin und her.
“Gleich?” Mit großen Kulleraugen blickte er seinen Zuspieler an. Akaashi ließ ein Seufzen von sich hören, doch nickte er knapp. Koutarou antwortete ihm mit einem breiten Grinsen und wandte seine Aufmerksamkeit dann wieder voll und ganz dem Gelände zu.
Die Zeit schien noch langsamer als sonst zu vergehen. Koutarou hatte das Gefühl, als würde jede Sekunde mehrere Minuten andauern. Hinter ihm konnte er hören, wie sein Team sich in gesenkten Stimmen unterhielt. Er vernahm das Geräusch von Bällen, die sich zugespielt wurden oder dumpf auf den Hallenboden aufkamen. Auch wenn es noch früh am Morgen war, so schien die Sonne doch schon und es war warm genug, dass er einfach nur in seiner Trainingskleidung draußen stehen konnte. Der Tag versprach heiß zu werden, doch noch war es relativ angenehm.
Nach einer gefühlten Ewigkeit konnte er eine Gruppe erkennen, die sich langsam auf die Halle zu bewegte. Er wartete noch einige Sekunden, bis die Personen genauer zu erkennen waren. Sein Grinsen wurde noch breiter, als er sah, dass es die Gruppe war, auf die er gewartet hatte.
Koutarou blickte auf seine Hände, versicherte sich, dass alle Teile seines Plans noch intakt waren, dann stürmte er auf das Mädchenteam der Karasuno zu. Hinter ihnen konnte er ebenfalls das Jungsteam erkennen und Hinata, der ihm aufgeregt zuwinkte. Koutarou erwiderte das Winken, steuerte allerdings weiter auf die Gruppe an Mädchen zu. Er hatte ein bestimmtes Ziel im Sinn und das war die rothaarige Zuspielerin, die sich gerade mit Kita unterhielt.
“Yuuki-chan!”, rief er und lenkte damit die Aufmerksamkeit aller auf sich. Er fuchtelte mit den Armen, dann erinnerte er sich, dass er in der einen Hand kostbares Transportgut hatte und zog beide Arme schnell wieder an seine Brust.
Etwas außer Atem kam er vor Yuuki-chan zum Stehen und grinste sie an. “Hey! Yuuki-chan! Hey! Ich hab was für dich!”
Mit einem stolzen Grinsen streckte er ihr seine Hand entgegen, in der er ein Gänseblümchen hielt, welches er nach sorgfältiger Überlegung auf dem Weg zur Halle gepflückt hatte. “Wegen gestern. Agaashi meinte, dass ich etwas über die Stränge geschlagen habe.” Verlegen kratzte er sich am Nacken. Er hoffte wirklich, dass Yuuki-chan die Blume mochte. Seine Vater kaufte seiner Mutter immer Blumen, wenn er etwas ausgefressen hatte und in Koutarous Augen war es demnach das ideale Entschuldigungsgeschenk.
Während er auf eine Antwort von der Zuspielerin wartete, kam ihm eine noch bessere Idee. “Moment!” Er beugte sich etwas nach vorne, legte kurz den Kopf schief und steckte dann kurzerhand das Gänseblümchen in Yuuki-chans Haar.

Dienstag 31. Juli | 07:13 Uhr

"♛...but in a few days, I'm gonna have to say goodbye to you all.”


Fukurodani Academy



~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~

You make it difficult to not overthink
And when I'm with you I turn all shades of pink



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BeitragThema: Re: Fly High~   Fly High~ - Seite 6 EmptySo 16 Mai 2021, 02:37


 

Akari Ryujin


Dienstag, 31.07. | 12:34 | #030

”Everything I do, I do with passion and patience.”

Die Mittelblockerin war gerade dabei an ihrer Bandage herum zu zupfen als eine wohl bekannte Stimme sich neben ihr meldete. Sie hatte einen Arm um Rionas Schultern gelegt, die allerdings pausenlos von Bokuto zugequatscht wurde, obwohl sie vermutlich gar nicht mehr viel mitbekam. Ihr Name hörte sich anders an, wenn Kuroo ihn aussprach und sofort meldete sich die altbekannte Hitze in ihrem Nacken. Nur durch die jahrelange Erfahrung im Unterdrücken ihres Crushes für ihn, konnte sie verhindern, dass sie anfing zu glühen. Sein Zwinkern ignorierte sie gekonnt, aber in ihrem Bauch meldete sich ein Kribbeln. „Ich bin ja wirklich… beeindruckt wie stabil deine Blocks sind. Wenn du möchtest, kann ich dir dabei helfen an deinem „read-block“ zu arbeiten.“Hatte er das gerade wirklich gesagt? Ihr Gehirn ratterte. Ich muss was antworten. Antworte. “Eh, j..ja, gerne.” Sie versuchte, ihre Stimme ruhig zu halten. Sie hatte doch seit Jahren kein Wort mit ihm gewechselt und keine Zeit gehabt, sich darauf einzustellen. Er war außerdem nah, viel zu nah. Akari wollte ihn nicht zu sehr anstarren, aber seine braunen Augen nahmen immer wieder ihren Blick gefangen. Er redete locker mit ihr, hielt eine fast einseitige Konversation, während sie immer mal wieder nickte. Mit einem leichten Winken ihrer Hand verabschiedete sie sich schließlich von ihm und atmete einmal tief durch. Das ist doch ganz gut gelaufen, dachte sie und hinderte sich selbst daran, Kuroo noch einmal hinterher zu sehen. Das wäre dann doch zu viel des Guten.
Mit müden Beinen, aber glücklich, zog Akari Riona neben sich her. Seit sie sich von den Jungs verabschiedet hatten, war es still um sie geworden. Die Mittelblockerin machte sich etwas Sorgen um die Kleinere. Riona hatte die Grenzen ihrer Ausdauer drastisch überschritten und Bokuto war nicht gerade sanft mit ihr umgegangen. Sie schlang fest den Arm um die Hüfte der Rothaarigen. Sie würde das Ass der Fukurodani etwas eindämmen müssen, wenn sie wirklich nochmal zusammen trainieren sollten. Zwar schien Akaashi ihn gut im Griff zu haben, aber er schien die hohen Energielevel Bokutos schon gewohnt zu sein - im Gegensatz zu ihnen. Er war anstrengend. Sie konnte es ihm nicht übel nehmen, aber mit seiner lauten Stimme und seinem unermüdlichen Geschrei hatte sich ein stechender Kopfschmerz bei ihr gemeldet, der nun immer schlimmer wurde. Im Zimmer angekommen wurde es nicht besser, denn alle schienen noch viel mitzuteilen zu haben. Es war laut und chaotisch. Akari verzog sich so schnell wie es ging unter die Dusche und genoss den heißen Strahl auf ihrem Rücken. Mit geschlossenen Augen wollte sie die Kopfschmerzen vertreiben, aber es pochte immer noch als sie wieder ins Zimmer kam. Langsam kehrte Ruhe ein und alle schlichen sich erschöpft unter ihre Decken. Das leise Atmen ihrer Teamkameraden und das wohlige Wissen, dass sie jetzt nicht alleine sein musste begleiteten sie in den Schlaf.

Mit einem ekligen Geräusch schreckte der Wecker Akari aus dem Schlaf. Ihr Herz klopfte wild. Hatte sie nicht gerade noch geträumt? Sie blinzelte ein paar Mal, besann sich aber wieder, wo sie überhaupt war. Schnell schaltete sie das penetrante Piepen aus und blickte sich um, darauf hoffend, dass sie niemanden sonst geweckt hatte. Allerdings drehte sie sich zu Manami um und stupste ihre Freundin mehrmals an. “Manami, steh auf.” Es würde noch ein paar mehr Versuche brauchen, um die Diagonalspielerin wirklich zu wecken, also konnte sie nicht früh genug damit anfangen. Sie schlug die Decke zurück und schlich auf den Flur, um sich schon mal etwas frisch zu machen. Es brachte ja nichts, wenn alle gleichzeitig die Bäder stürmen würden. Nach und nach erwachten die anderen auch und innerhalb einer halben Stunde fanden sie sich alle zum Frühstück ein. Akari zog sich müde den Kaffee rein, den sie sich am Automat geholt hatte. Ihr ganzer Körper schmerzte vom gestrigen Training und sie konnte sich noch nicht wirklich vorstellen, wie es heute laufen sollte. Aber sie würde trotzdem ihr Bestes geben.
Schon kurze Zeit später lief das gesamte Team gemeinsam zur Halle. Alle redeten und lachten - trotz der Anstrengung, die vor ihnen lag. Akari lief in einem gemächlichen Tempo und war gerade dabei, Manami eine Lektion zu erteilen. “Wie kannst du bitte dein Handy komplett verlegen?”, fragte sie und schaute ungläubig. “In der Mittagspause suchen wir das, deine Eltern machen sich bestimmt schon Sorgen!” Es war nichts Neues, dass die Weißhaarige etwas verlor oder verlegte, aber wenn sie ihr Handy letzten Endes irgendwo in Tokyo vergaß wäre das wirklich schlecht. Sie wollte noch dazu ansetzen, dass Manami sicher ihren Kopf irgendwo vergessen würde, hörte sie einen lauten Ruf von der Halle aus. Bokuto kam mit wedelnden Armen auf sie zugelaufen und grinste breit. Akari runzelte zwar kurz die Stirn, aber entspannte sich, als das Ass sich entschuldigte. Er hatte anscheinend eingesehen, dass er etwas ruppig gewesen war und es war gut, dass er es von sich aus ansprach. Es war ein wenig süß, wie er da mit dem Gänseblümchen stand, die schon etwas geknickt aussah. Kurzerhand lehnte er sich vor und steckte es ihr hinters Ohr - ein starker Kontrast zu ihrem feurigen Haar. Akari verkniff sich ein Lächeln. Ja, es war süß.
Bevor jedoch irgendwer einen Spruch dazu ablassen konnte, wie still es plötzlich um sie wurde, kam Akaashi auf sie zu, griff sich Bokuto und zerrte ihn mit sich. “Wir sind eh schon zu spät dran”, hörte Akari den Grauhaarigen sagen und sie selbste setzte sich wieder in Bewegung. Erst jetzt fiel ihr auf, dass in der Halle schon reger Betrieb war. Das also unterschied ihre Mannschaften zusätzlich. Die Jungs fingen schon sehr früh am Tag an. Während sie noch frühstückten waren einige schon fleißig am trainieren. Sobald sie die Halle betraten ging alles aber ganz schnell und in kürzester Zeit fanden sie sich dem ersten Spiel des Tages gegenüber. Es war schwer für Akari, mit dem Muskelkater wirklich reinzukommen, aber zu Hause trainierten sie schließlich auch jeden Tag. Nur das Rennen mit dem Berg fehlte. Und dass es anstatt Morgen- und Abendtraining den ganzen Tag dauerte. Und dass sie härtere Gegner hatten. Doch Akari merkte, wie sehr die Übung schon anschlug. Sie nahm sich Akaashis Tipp des vorherigen Abends zu Herzen und stellte sich mehr auf den Angreifer ein. Sie versuchte, besser zu erkennen, welcher Zug kam, wie hart der Ball kommen würde und welche Flugbahn geplant war. Wahrscheinlich würde ihr Kuroo da tatsächlich einige Dinge beibringen können. Auch war sie keine besonders starke Angreiferin… Das wurde ihr während des Camps immer deutlicher, denn sie besaß keine Spezialtechnik oder ein besonderes Talent als Spiker. Den ersten Verlust des Tages schüttelte sie noch ab, aber je öfter sie den Berg laufen musste, desto frustrierter wurde sie. Mit einem Handtuch in der Hand rieb sie sich gerade den Nacken, als Mizuno ihnen ihren nächsten Gegner nannte. Ausgerechnet jetzt, kurz vor der Mittagspause, sollten sie gegen die Fukurodani spielen.
Ein lauter Ruf von der anderen Seite der Halle ließ sie wissen, dass Bokuto wohl gerade die selben Nachrichten bekommen hatte. Er stürmte nämlich bereits aufs Feld, einen Ball in der Hand und sah begeistert zu ihnen. Wie genau hatten sie sich ihn zum Freund gemacht? Nach einigen Anweisungen von Mizuno kehrte Akari selbst auf ihre Startposition zurück. Ihr Gegenüber hatte Akaashi seinen Platz gefunden und die Mittelblockerin blickte ihn freundlich an. Sie mochte die ruhige, besonnene Art des Fukurodani-Zuspielers. Er war gut in dem, was er tat und bewahrte einen kühlen Kopf. Akari machte sich bereit, ließ ihre Augen zu Bokuto wandern, der schon aufgeregt wirkte. Gerade warf er den Ball über das Netz, direkt zu Manami. Die Münze hatte entschieden, dass sie den Aufschlag haben würden und mit dem Anpfiff des Spieles ging Akari leicht in die Knie.

Aufstellung


Mittelblockerin | Mum-Friend | #08



~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~

Even though I always know the morning will come
I want to stay in your sky like a star
- Still with you




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