Warrior Cats - das RPG
Warrior Cats - die Welt der Katzen.
Tritt dem DonnerClan, WindClan, FlussClan, SchattenClan, WolkenClan oder dem BlutClan bei und führe ein Leben als Krieger!
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Warrior Cats - das RPG

Entdecke den Krieger in dir, werde einer von uns und klettere die Clan- Rangliste immer weiter nach oben.
 
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Hierarchie
DonnerClan
Anführer: Toxinstern
2.Anführer: Honignase
Heilerschüler: Enzianpfote

FlussClan
Anführer: Jubelstern
2.Anführer: Hirschfänger
Heiler: Kauzflug

WindClan
Anführer: Sturmstern
2.Anführer: Rostkralle
Heiler: Milanschrei

SchattenClan
Anführer: Mohnstern
2.Anführer: Gewitterbrand
Heiler: Abendhimmel

WolkenClan
Anführer: Brombeerstern
2.Anführer: Wildfeuer
Heiler: Tränenherz
Heilerschüler: Regenpfote

BlutClan
Anführer: Djinn
2.Anführer: //
"Heiler": Emerald
"Heilerschüler": Lotta

Das RPG
Jahreszeit:
Blattleere

Tageszeit:
Sonnenaufgang [22.01.]

Tageskenntnis:
Die Temperaturen fallen und es geht ein kalter Wind. Die ersten Schneeflocken fallen vom Himmel, aber außer auf dem Moor bleibt kaum etwas davon liegen. Während Wald und Wiesen unter einer dichten Nebelschicht ruhen, fegt der Wind heftig über die höher gelegenen Gebiete hinweg. Auch die Beute hat sich zurückgezogen und der gefrorene Boden erschwert die Jagd besonders für unerfahrene Katzen.


DonnerClan Territorium:
Der Waldboden ist nass und teils gefroren, aber der Schnee bleibt nur an wenigen Stellen liegen. Der Nebel hüllt den Wald in eine dichte Decke und nur ab und an verirren sich einzelne Schneeflocken zwischen den Ästen zum Waldboden nach unten. Die Jagd ist hier ein wenig einfacher, als auf offenem Gelände, auch wenn der Boden an manchen Stellen ganz schön rutschig sein kann.


FlussClan Territorium:
Der Boden ist an mehreren Stellen gefroren und auf dem Fluss beginnt sich eine Eisschicht zu bilden. Das Wasser darunter ist nach wie vor noch von den inzwischen abgeschlossenen Arbeiten der Zweibeiner verdreckt und Beute ist nur schwer zu fangen. Dass der Nebel die Weiden bedeckt, erschwert außerdem die Jagd auf Landbeute zusätzlich.


WindClan Territorium:
Auf dem Hochmoor reißt der kalte Wind die Nebelfelder auf und sorgt für tiefere Temperaturen. Hier bleibt zusätzlich zum gefrorenen Boden auch noch etwas Schnee liegen, was den Boden noch rutschiger macht und die Jagd zusätzlich erschwert.


SchattenClan Territorium:
Auch hier ist der Boden gefroren und besonders die südlichen Gebiete des Territoriums in Nebel gehüllt. Frösche und Reptilien gibt es hier keine mehr und die Jagd auf andere Beute wird vom Nebel sowie dem rutschigen Boden erschwert. Die Jagd ist im Nadelwald jedoch einfacher, als auf dem offenen Gelände im Norden des Territoriums, wo Schnee liegen bleibt und der Wind stärker ist.


WolkenClan Territorium:
Der Nebel erschwert die Sicht und Vögel sind um einiges schwerer zu fangen. Die feuchte und teilweise nasse Rinde der Bäume macht das Klettern schwer und die Jagd ist für unerfahrene Katzen besonders schwierig. Der Schnee bleibt hier aber nur an vereinzelten Stellen liegen.


Baumgeviert:
Die vier mächtigen Eichen zeigen sich von Wind, Schnee und Nebel unbeeindruckt. Der Sturm zerrt an den verbleibenden Blättern, aber unten ist die Senke von Nebel bedeckt. Im Schutz des Unterholzes hat sich etwas Beute zurückgezogen, aber auch hier kommt sie nur selten ins Freie.


BlutClan Territorium:
Auch hier ist es kalt und nebelig. Die Zweibeiner und ihre Hunde gehen lieber kurze Runden und verbringen die meiste Zeit drinnen, was die Straßen ein wenig sicherer macht. Dennoch stellen Monster, fremde Katzen und streunende Hunde wie immer eine Gefahr dar. Am Rand des Schwarzstroms bilden sich dünne Eisschichten, aber richtig zugefroren ist der Strom nicht.


Streuner Territorien:
Auch hier ist es nebelig und windig. Leichter Schnee fällt vom Himmel, bleibt aber nur an einigen offenen Stellen liegen. Bewaldete Gebiete sind ein wenig besser von Schnee und Wind geschützt, aber die Jagd auf die wenige Beute wird durch die Wetterbedingungen zusätzlich erschwert. Abenteuerlustige Hauskätzchen sind bei diesem Wetter eher selten, aber Streuner sind durchaus anzutreffen.


Zweibeinerort:
Mit zunehmend unangenehmerem Wetter bleiben die meisten Hauskätzchen lieber in den Nestern ihrer Zweibeiner, wo sie sich aufs warme Kissen kuscheln und aus dem Napf fressen können. Nur wenige abenteuerlustige Hauskätzchen wagen sich bei diesem Wetter überhaupt noch in den Garten … oder darüber hinaus.

 

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Rakan
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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   WindClan-Lager - Seite 25 EmptyDi 11 Jan 2022, 23:11


Igelbiss
» here there's too many stupid people and they have control. «

#028 / steckbrief / windclan krieger

Igelbiss’ Ohren zuckten und einen Moment lang sah er so aus, als würde er noch etwas sagen wollen; irgendetwas, das Milchnase dazu bewegen würde, sich doch auch von Milanschrei untersuchen zu lassen. Doch dann schüttelte er schließlich den Kopf und wandte sich ab. Milchnase hatte es deutlich gemacht, dass er kein Interesse daran hatte, dass Igelbiss sich in seine Angelegenheiten einmischte, dass er ihn nicht brauchte. Was sollte er auch mit der Meinung eines mittelmäßigen Kriegers anfangen?
Mit hängendem Schweif ließ er sich dort nieder, wo Milanschrei ihn hingelotst hatte und ließ den Kopf hängen, gewährte dem Heiler, seine Untersuchungen durchzuführen. Hin und wieder zuckte Igelbiss leicht unter den Berührungen des anderen Katers zusammen, sog scharf die Luft ein, doch scheute er kein einziges Mal von dessen Pfoten zurück. Stattdessen bohrte er einfach die Krallen in die Erde und hielt den Atem an, wartete ab, bis der Schmerz wieder abebbte. Er fühlte sich wieder so, als wäre er ein Junges in der Kinderstube, das mit Milchnase gemeinsam Unsinn angestellt hatte und nun von seinen Eltern (oder von seiner Schwester) ausgeschimpft wurde. Und er hasste es. Er hasste, dass er sich selbst in diese Situation gebracht hatte, dass er nur mehr Arbeit für seinen Clan beschert hatte und dass er durch seine Verletzungen vermutlich auch erst einmal etwas eingeschränkt sein würde, nicht in der Lage sein würde, all seinen Pflichten nachzukommen, um diesen Ausrutscher wieder wett zu machen. Den Blick starr auf seine Pfoten gerichtet wuchs ein leises Knurren in seiner Kehle, das niemand anderem als ihm selbst galt. Er sah auf als Milanschrei sich wieder an ihn wandte und nickte.
“In Ordnung”, miaute er, seine Stimme rau und legte den Kopf schief, sodass die Spinnenweben zwischen diesem und seiner Schulter eingeklemmt lagen. Er presste die Zähne aufeinander, um das leichte Brennen auszublenden und konzentrierte sich stattdessen auf einen losen Faden Spinnenweben, der im Wind flatterte, während er auf die Rückkehr des Heilers wartete.
Der Geruch von Kräutern war zu erkennen, noch bevor Milanschrei in sein Sichtfeld trat. Igelbiss hob langsam den Kopf, bedacht darauf, keine ruckartigen Bewegungen zusammen, sodass die Spinnenweben auf seiner Schulter nicht verrutschen würden. Der Blick des anderen Katers war kein Bisschen sanfter geworden und Igelbiss fühlte sich, als würden schwere Steine in seinem Magen liegen. Wortlos beugte er sich hinab und leckte die Kräuter auf, nahm sich dabei so viel Zeit, wie möglich, um den durchdringenden grünen Augen des Heilers noch etwas länger entfliehen zu können. Seine Ohren zuckten bei der Frage, doch sah er erst wieder auf, nachdem er auch den letzten Rest der Kräuter gewissenhaft heruntergeschluckt hatte.
Seine Schweifspitze zuckte nervös und er fixierte einen Punkt hinter Milanschrei, um ihn nicht direkt ansehen zu müssen. Wenn er von seiner Auseinandersetzung mit Schiefersturm berichtete und der Heiler das Sturmstern mitteilen würde, könnte das in einen Kampf zwischen den beiden Clans ausarten. Igelbiss’ Schnurrhaare zitterten. Er hatte seine Handlungen wirklich überhaupt nicht überdacht, oder? “Ich … Es war eine persönliche Angelegenheit”, presste er schließlich zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor, hob das Kinn an und fand plötzlich alles andere interessanter als den Heiler selbst.    


Erwähnt: Milchnase, Milanschrei, Haferblume (id), Schiefersturm, Sturmstern
Angesprochen: Milanschrei

TL;DR
Läss sich von Milan behandeln, will aber nichts genaueres zum Kampf mit Schiefersturm erzählen.




~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~

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Athenodora
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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   WindClan-Lager - Seite 25 EmptyDi 11 Jan 2022, 23:57




Sturmstern

WindClan | Anführer | 40 Monde
#074

cf: Territorium

Seine Pfoten hatten ihn zielsicher in Richtung des Lagers getragen, während seine Gedanken rund um die anstehende Ernennung gewandert waren.
Er hatte das Gespräch mit Nerzpfote auf dem Weg hierher nicht vergessen und war noch immer gerührt von der Bitte der Schülerin. Der Kampf an der Seite des DonnerClans, der unter anderem Rostfeders Leben gefordert hatte, lag zwar nun schon einige Monde lang zurück, aber im Herzen dieser jungen Schülerin hatte ihre erste Mentorin immer einen besonderen Platz zurückbehalten. Und das, obwohl die Kätzin durch die Pfoten vieler Krieger und Kriegerinnen gegangen war, die allesamt auf ihre eigene Art und Weise versucht hatten Nerzpfote etwas beizubringen.
Dieses besondere Band zwischen Mentorin und Schülerin hatte den Anführer tief berührt, daher war es für ihn eine Selbstverständlichkeit gewesen, dass er der Bitte der Fast-Kriegerin zugestimmt hatte. Und wenn er sich in Rostfeder nicht irrte, dann würde die Kätzin auch im SternenClan mit vor Stolz geschwellter Brust am Lichtteich sitzen und auf ihre einstige Schülerin herabblicken, die alsbald schon ihren Kriegernamen entgegen nehmen würde. Und genau das hatte er der Cremefarbenen auch zu verstehen gegeben, während sie den Weg zum Lager eingeschlagen hatten.
Genau dieses Gespräch hatte seine Gedanken jedoch auf die Thematik der Kriegernamen gelenkt, die er gleich vergeben würde – und das waren immerhin nicht wenige. Einige davon waren für ihn eindeutiger als andere mit einer tiefen Intuition verbunden, die man wohl nur zu verstehen lernte, wenn man eine so tiefe Verbindung mit dem SternenClan besaß, wie es ein Heiler oder ein Anführer tat. Für die anderen musste er ein bisschen tiefer in Gedanken versinken. Und während er mit den Silben herumgespielt hatte, die in seinen Ohren hübsch klangen und die zu den jungen, angehenden Kriegern passten, hatte die kleine Patrouille den Lagereingang erreicht.
Sturmstern zwängte sich durch die Ginsterhecke und wartete am Rand des Lagers auf seinen Stellvertreter, während er dabei zusah, wie Kronenpfote und die Anderen nacheinander ebenfalls ins Lager schlüpften. Es war das letzte Mal, dass sie als Schüler den Boden des Lagers betraten, denn wenn sie sich am Morgen aus ihren Nestern erhoben, würden sie Krieger und Kriegerinnen des WindClans sein. Ja – auch die Streunerjungen würden dann WindClan-Krieger sein. Ob ihm das nun gefiel oder nicht. Und dennoch war ihm auf dem Weg hierher noch ein weiterer Gedanke durch den Kopf gegangen, den er mit seinem Stellvertreter noch kurz besprechen wollte. Wobei „ihn in Kenntnis setzen“ es wohl besser traf. Zum einen, weil der Getigerte nicht davon ausging, dass Rostkralle etwas dagegen einzuwenden hatte, und zum anderen, weil seine Pfoten vor Nervosität und Vorfreude geradezu zuckten und kribbelten. Dies hier war seine erste Ernennungszeremonie, die er als Anführer des WindClans durchführen würde und er würde die große Ehre haben so vielen jungen Katzen den Segen seiner Ahnen mit auf den Weg zu geben. Es war aber auch die erste Zeremonie, in der er Jungen zu Schülern ernannte und sich in diesem Zug Gedanken darüber machen musste, welche Mentoren er für die jungen Katzen wählte. Allerdings hatte er den Weg zurück zum Lager sinnvoll genutzt und war mit der Wahl, die er getroffen hatte, eigentlich ganz zufrieden.
“Vielen Dank, dass du mich begleitet hast, Rostkralle. Es war ein gutes Gefühl zu sehen, wie die Schüler erwachsen geworden sind. Ich hoffe du hast keine Einwände, wenn ich sie unseren Ahnen als Krieger empfehle?“, fragte der Anführer den Rostroten und ringelte ordentlich den Schweif über die Pfoten, während er auf die Antwort des Zweiten Anführers wartete. Als diese kam, nickte er zustimmend und brachte dann das andere Thema auf, das seine Gedanken auf dem Weg nach Hause beherrscht hatte:
“Ich denke, dass es Zeit für einige der Jungen wird, in den Schülerbau umzuziehen, denkst du nicht? Der Bau wird leer und einsam, wenn all die neuen Krieger dort ausziehen. Ich dachte mir, es wäre doch eigentlich ganz nett, wenn Tornadopfote, Azurpfote und die Anderen ein wenig Gesellschaft bekommen würden. Außerdem wird es höchste Zeit, dass Äschenlicht seine Pflichten als Krieger wieder aufnimmt. Er hat jetzt lange genug Königin gespielt für meine Verhältnisse. Außerdem sind Eulenjunges, Tropfenjunges und Schemenjunges alt genug, um aus der Kinderstube auszuziehen. Wir haben die Streunerjungen jetzt lang genug durchgefüttert, es wird Zeit, dass sie lernen, dem Clan auch etwas zurückzugeben.“
Erneut wartete der getigerte Kater darauf, dass Rostkralle seine Gedanken mit ihm teilte und verabschiedete sich dann letztlich mit einem dankbaren und respektvollen Nicken, bevor er seine Pfoten in Richtung Lagermitte lenkte. Dabei fiel sein Blick auf Milchnase, der im Grunde noch immer dort stand, wo Sturmstern ihn zurückgelassen hatte, als er den Krieger darum gebeten hatte Lagerwache zu halten. Nur…dass er nicht ausgesehen hatte, als wäre er mit seinen Gedanken in einem völlig anderen Universum gefangen. Doch darüber machte sich der Anführer keine weiteren Gedanken. Immerhin war es sicher schon ein paar Stunden her, dass der Krieger geschlafen hatte und war einfach nur müde. Dass der Krieger in seinem Inneren wohl in tausende von Teilen zerrissen war, bemerkte er nicht. Wie auch? Seine Aufmerksamkeit war längst wieder bei der anstehenden Zeremonie, der er sich jetzt widmen würde.

“Alle Katzen, die alt genug sind ihre eigene Beute zu machen, mögen sich in der Lagermitte versammeln!“, rief der Anführer laut, um auch die letzten neugierigen Katzen aus ihren warmen Nestern zu locken. Bei diesen Temperaturen konnte der Kater es keinem seiner Clankameraden verübeln, wenn sich diese lieber in ihren Nestern aufhielten als unter freiem Sternenhimmel – oder wie jetzt, unter dem dämmernden Abendhimmel. Von daher dauerte es auch ein paar Herzschläge lang, bis alle anwesenden Krieger, Kriegerinnen, Schüler, Königinnen und andere neugierige Katzen sich um ihn herumgescharrt hatten. Die Gesichter der stolzen Schüler, die heute ihre Prüfung unter seinen und Rostkralles aufmerksamen Augen abgeleistet hatten, stachen jedoch trotzdem heraus. Es war, als würden die jungen Katzen ein Licht ausstrahlen, das allen Umstehenden sagte: Wir haben es geschafft! Seht uns an! Ihr könnt stolz auf uns sein!
Und genau das empfand Sturmstern auch. Stolz. Immerhin gewann der WindClan heute Abend sieben neue Krieger und Kriegerinnen, die mit Leib und Seele für ihren Clan leben und kämpfen würden. Und auch, wenn da tief in seinem Inneren noch immer diese Stimme war, die ihm sagte, dass Streunerblut-Katzen niemals ein vollwertiges Clanmitglied sein konnten, überwog in diesem Moment jedoch der Stolz in seiner Brust. Denn vor allem Kronenpfote hatte ihm in den letzten Monden zunehmend das Gefühl gegeben, dass er Hundeschweifs Jungen vielleicht mehr vertrauen konnte, als er es momentan tat. Ihrem Mut und ihrer Beharrlichkeit war es vermutlich zu verdanken, dass ihre Geschwister und sie heute offiziell in den Clan aufgenommen werden würden. Ob ihr das bewusst war?
Seine grünlich gelben suchten den Blick der braunen Kätzin und während er das tat, spürte er, wie sein Herz zuerst einen Takt lang aussetzte und dann in einen ruhigeren, ausgeglicheneren Rhythmus zurückfand. Warum das so war konnte sich Sturmstern nicht erklären, aber den Blick seiner Schülerin zu halten erdete ihn auf eine Art und Weise, die ihm die Kraft gab die vielen Worte auszusprechen, die auf seiner mentalen Liste standen. Und nachdem sich der Clan allmählich um ihn herum versammelt hatte, begann er endlich zu sprechen:

“Wie ihr wisst, haben Rostkralle und ich heute die älteren Schüler versammelt, um uns ein Bild über ihre Fähigkeiten zu machen. Und es erfüllt mich mit großem Stolz, dass ich behaupten kann, dass sie alle die Prüfung erfolgreich absolviert und sich ihre Kriegernamen somit wohl verdient haben. Deshalb trete ich, Sturmstern, Anführer des WindClans, hier im Schein des aufgehenden Mondes vor euch und unsere Ahnen und empfehle euch diese Schüler als Krieger und Kriegerinnen des WindClans!
Nerzpfote, bitte komm zu mir. Ich rufe unsere Kriegerahnen und vor allem Rostfeder an, auf diese Schülerin herabzublicken. Sie hat hart trainiert, um eure edlen Gesetze zu erlernen und sich selbst von all den Verlusten in ihrem jungen Leben nicht unterkriegen lassen. Nerzpfote, versprichst du, unsere Gesetze einzuhalten, den Clan zu beschützen und zu verteidigen, auch wenn es dein Leben kostet?“

Es tat gut die rituellen Worte zu sprechen und er konnte spüren, dass nicht nur die cremefarbene Schülerin voller Stolz und Aufregung zu ihm heraufsah, als sie ihren Schwur leistete. Denn wenn ihn nicht alles täuschte, leuchtete das silberne Licht des aufgehenden Mondes für einen Moment heller als zuvor. Er wusste einfach, dass es Rostfeder war, die am Lichtteich saß und voller Stolz auf ihre ehemalige Schülerin herabblickte. Ihre Stimme würde es sein, die die Wiesen und Felder des SternenClans heute am lautesten mit Jubel erfüllte. Fast war es, als könne er die Stimme der Kätzin in weiter Ferne hören und genau das ließ sein Herz vor Rührung in der Brust anschwellen. Ein seltsam ungewöhnliches Gefühl für den sonst so ernsten und doch eher kühlen Kater. Aber irgendwie fühlte es sich richtig an hier zu stehen und wie ein Vater auf die junge Kätzin herabzulächeln, die ihren Schwur sprach. Und deshalb war es ihm auch eine ganz besondere Ehre und Freude dem Wunsch der jungen Kätzin entsprechend der erste zu sein, der ihren neuen Kriegernamen aussprach.
“ Dann gebe ich dir, mit der Kraft des SternenClans, deinen Kriegernamen. Nerzpfote, von diesem Augenblick an wirst du zu Ehren deiner Mentorin den Namen Nerzfeder tragen. Der SternenClan ehrt deinen Kampfgeist und deine Loyalität und wir heißen dich nun als vollwertige Kriegerin des WindClans willkommen.“
Nachdem er sein Kinn von ihrem Kopf gehoben hatte, gab er der Kätzin ein paar Herzschläge, um den Moment und den Jubel des Clans zu genießen, der sie als erste der sieben Schüler und Schülerinnen heute als Kriegerin auszeichnete. Und erst als die Stimmen ihrer Clankameraden abgeklungen waren, nickte er der neuen Kriegerin respektvoll zu und wandte seinen Blick zu den nächsten Schülern hin.
Staubpfote, Schwarzpfote und Kronenpfote, tretet bitte vor.”, rief er seine eigene Schülerin und ihre beiden Geschwister zu sich, bevor er sich räusperte und sich dann zwang, den Blick von der Braunen abzuwenden, bevor er in ihren warmen und vor Spannung funkelnden Augen zu versinken drohte.
“Ich bitte unsere Ahnen nun auch auf diese drei herabzusehen. Auch wenn sie nicht im Clan geboren wurden, haben sie hart gearbeitet, um unsere Gesetze und Gebräuche zu lernen und zu verinnerlichen. Davor habe ich mich mit eigenen Augen überzeugen können. Daher empfehle ich sie euch heute als Krieger und Kriegerinnen des WindClans. Staubpfote, Schwarzpfote und Kronenpfote, versprecht ihr den WindClan als euren Clan anzusehen, das Gesetz der Krieger zu ehren und für den Clan euer Leben zu geben, wenn ihr das müsst?“
Sein Blick war ernst, als er Hundeschweifs Jungen nacheinander eindringlich ansah und darauf wartete, dass auch sie ihren Schwur sprachen. Erst dann trat er nach vorn und sprach die Worte, bevor er seinen Kopf auf Staubpfotes Kopf legte und ihr die Chance gab, seine Schulter wie all die anderen neuen Krieger auch als Zeichen des Respekts zu lecken. “Dann gebe ich dir, Staubpfote, mit dem Segen des SternenClans deinen Kriegernamen. Von diesem Tage an wirst du Staubfall heißen. Der SternenClan ehrt deinen Ehrgeiz und deinen Mut und wir heißen dich hiermit als vollwertiges Mitglied des WindClans willkommen!“
Dieses Mal gab er dem Clan noch keine Möglichkeit zu jubeln, denn er ging direkt weiter zu Schwarzpfote, der ihn ebenso erwartungsvoll ansah, wie die anderen Schüler auch, und sah ihm ernst ins Gesicht.
“Du wirst von diesem Tage an den Namen Schwarzohr tragen. Der SternenClan ehrt deine Stärke und deinen Tatendrang und heißt dich als vollwertiges Mitglied des WindClans willkommen.“
Erst nachdem auch dieser neue Krieger ihm Respekt erwiesen hatte, trugen ihn seine Schritte zu der letzten Katze des Geschwistergespanns. Kronenpfote.
Noch immer hingen seine Gedanken bei der braunen Kätzin und ihrer Eleganz, die sie im Kampf bewiesen hatte. Wäre dieser Moment einer dieser Zweibeinerfilme gewesen, dann hätte vermutlich die Zeit still gestanden, während die Schneeflocken leise und sanft herabrieselten. Zumindest hatte es sich für Sturmstern so angefühlt, als er die eleganten Bewegungen der braunen Kätzin beobachtet hatte. Deshalb war er auch so gespannt darauf, zu sehen, wie Kronenpfote auf den Namen reagieren würde, den er für sie gewählt hatte. Ein völlig irrationaler Teil von ihm wünschte sich, dass ihr der Name gefiel, den er gewählt hatte. Einfach weil er sich wünschte, dass die Kätzin spürte, dass sie etwas Besonderes für ihn war. Deshalb beobachtete er die Züge der hübschen Braunen auch besonders aufmerksam, als er ihr gegenüber stand und auch sie fragte: Kronenpfote, schwörst auch du nach unseren Gesetzen zu leben, für den Clan zu kämpfen, selbst wenn es eines Tages dein Leben kosten könnte?“
Wer Sturmstern gut genug kannte, konnte vielleicht hören, dass sich der Tonfall seiner Stimme verändert und ein kleines bisschen weicher geworden war, als man es von ihm eigentlich kannte. Doch selbst wenn es jemand bemerkte, gab er niemandem den Raum großartig darüber nachzudenken. Denn kaum hatte Kronenpfote ihren Schwur gesprochen, fuhr der Getigerte fort mit der Zeremonie.
“Dann begrüßt der WindClan auch dich hiermit offiziell als vollwertige Kriegerin des Clans. Von heute an wird dein Name Kronentanz lauten. Der SternenClan ehrt deinen Kampfwillen, deine Loyalität und dein großes Herz. Willkommen im Clan.“
Erneut wartete er darauf, dass die Kätzin ihm die Schulter leckte, wobei er nicht verhindern konnte, dass er seinen Kopf einen Moment länger auf dem der Braunen liegen ließ, als es vielleicht nötig gewesen wäre. Einfach…weil er das Gefühl der Nähe zu ihr genoss. Und wer wusste schon, wann er Kronentanz jemals wieder so nahe sein würde? Sicher würde sie nach Abschluss dieser Zeremonie erst einmal andere Dinge im Kopf haben…und vielleicht würde sie auch gar nichts mehr mit ihm zu tun haben wollen. Verübeln konnte er es der Braunen sicher nicht, so schlecht wie er sie teilweise in den letzten Monden behandelt hatte. Doch Sturmstern konnte sich jetzt nicht darauf konzentrieren. Er durfte es sich nicht anmerken lassen, dass Kronentanz seine Gedanken mehr beherrschte, als es ihm lieb war, oder als er zuzugeben bereit war. Stattdessen löste er sich von seiner nun ehemaligen Schülerin, trat einen Schritt zurück und fiel lauthals in den Jubel des Clans ein, der nun laut die neuen Namen der drei Streunerjungen riefen, die sich ihren Platz in ihrer Mitte mühsam erkämpft hatten.
Erst als die Stimmen langsam abflachten, wandte er seinen Blick zu den drei verbliebenen Schülern. Eisauges Jungen hatten heute, wie die anderen auch, eine gute Leistung gezeigt. Der ein oder andere hatte Besseres an den Tag gelegt, als andere, aber unterm Strich betrachtet hatten sie alle es sich verdient heute in den Kriegerbau umzuziehen.
Elsterpfote, Dachspfote und Distelpfote – auch ihr habt hart trainiert, um euren Platz als Krieger unter uns heute einzunehmen. Elsterpfote, schwörst du unsere Gesetze und Bräuche zu ehren und den Clan bis zu deinem letzten Atemzug zu verteidigen?“, fragte er die schwarz-weiße Kätzin und sah ihr dabei ernst in die blauen Augen, während er darauf wartete, dass sie seine Frage bejahte, bevor er fortfuhr: "Elsterpfote, der SternenClan ehrt deinen Eifer und dein Geschick. Mit der Kraft des SternenClans gebe ich dir also hiermit deinen Kriegernamen. Ab heute wirst du Elsterblick heißen. Wir begrüßen dich herzlich in unserer Mitte!“, sagte er, nachdem er vor die Kätzin getreten war und ihr das Kinn auf den Kopf legte. Sein Blick war dabei fest auf den Clan gerichtet, der sich um die Katzen versammelt hatte und darauf wartete, dass die Namen der neuen Krieger gerufen werden konnten.  
Ein letztes respektvolles Nicken entließ auch Elsterblick als neue Kriegerin, bevor er weiter ging zu Dachspfote und auch den Kater ernst ansah.
Dachspfote, schwörst auch du im Angesicht des SternenClans dem WindClan treu zu sein, unsere Gesetze zu ehren und den Clan mit all deiner Kraft zu verteidigen, auch wenn es das letzte ist, was du tust?“, fragte er und wartete ein weiteres Mal auf den traditionellen Schwur des jungen Katers, bevor er mit der Zeremonie fortfuhr: “Dann mögen die Ahnen meine Zeugen sein, wenn ich dir hiermit deinen Kriegernamen gebe. Vom heutigen Tage an wird dein Name Dachsbiss lauten. Der SternenClan ehrt deine Stärke und deine Entschlossenheit und wir heißen dich im Clan herzlich willkommen!“
Allmählich hatte Sturmstern das Gefühl, dass sich seine Worte ein ums andere Mal zu wiederholen schienen und ein Teil von ihm war erleichtert, als er realisierte, dass er sich mit Distelpfote der letzten zu ernennenden Schülerin näherte. Doch da er nicht wollte, dass sich irgendeiner der Schüler hier benachteiligt fühlte, weshalb er auch die letzte von Eisauges Töchtern mit einem intensiven Blick bedachte, während er sie fragte: “Versprichst auch du, Distelpfote den Clan zu ehren, unsere Gesetze hochzuhalten und im Falle des Falles dein Leben zum Schutze des Clans zu geben, wenn das Schicksal es verlangt?“ und dann darauf wartete, dass die Kätzin den Schwur leistete, der so ziemlich das Letzte war, das ihrer Ernennung im Wege stand.
Erst als sie die Worte sprach, nickte er ihr zu und sagte feierlich: “Der Clan begrüßt auch dich herzlich in seiner Mitte. Der SternenClan ehrt deine Ausdauer und dein Mitgefühl und gibt mir die Ehre dir deinen Kriegernamen zu verleihen. Im Angesicht der Ahnen rufe ich dich also bei deinem neuen Namen, Distelnase und begrüße dich als vollwertige Kriegerin des WindClans!“
Und nachdem er auch Distelnase das Kinn auf den Kopf gelegt und ihre Respektserweisung abgewartet hatte, trat Sturmstern zurück und fiel in den lauten Jubelchor mit ein, der die letzten neuen Krieger bejubelte.

Er ließ ein paar Herzschläge vergehen, bevor er den Clan mit seiner Stimme zur Räson rief. “Ich bin stolz darauf, unsere neuen Krieger in unserer Mitte begrüßen zu dürfen. Dieser Tag ist ein Tag der Freude! Aber…das war noch nicht alles. Der Schülerbau ist nun fast leer, doch die Nester dort haben keine Zeit wirklich zu erkalten. Denn es wird Zeit, dass einige unserer Jungen den Weg eines Kriegers beschreiten. Eulenjunges, Schemenjunges und Tropfenjunges – bitte kommt zu mir!”, rief er laut und wartete darauf, dass die kleinen Pfoten der Jungen ihren Weg durch die Menge der Katzen hindurch bis zu ihm gefunden hatten. Es dauerte ein paar Herzschläge, bis die Jungen, die Äschenlicht vor einigen Monden in den Clan gebracht hatte, zu ihm gefunden hatten, aber es war auch nur schwer verwunderlich, wenn man bedachte, dass er die jungen Katzen vermutlich gerade aus ihren warmen Nestern in der Kinderstube geholt hatte.
Doch der Anführer nutzte diese Zeit, um seine brausende Seele zur Ruhe zu rufen. Er musste sich schwer zusammenreißen, um seiner Abneigung gegen die Streuner keinen Ausdruck zu verschaffen. Im Gegensatz zu Kronentanz, Staubfall und Schwarzohr hatten diese drei nicht einmal zur Hälfte WindClan-Blut. Und auch, wenn er sich vorgenommen hatte, aus Kronentanz‘ Ausbildung zu lernen und ein wenig mehr Nachsicht walten zu lassen, konnte er nicht verleugnen, dass er sich viele Gedanken bei der Auswahl der Mentoren gemacht hatte. Es gab viele fähige Krieger und Kriegerinnen im Clan, die zur Zeit keinen Schüler ausbildeten, doch nur wenige, denen er die strenge Ausbildung von Nicht-Clan-Katzen auch wirklich zumuten wollte. Deshalb hatte er sich auch dazu entschlossen, eines der Jungen selbst unter seine Fittiche zu nehmen. Er hatte zwar eben erst seine Schülerin zur Kriegerin ernannt und hätte sich ein wenig Ruhe und Zurückhaltung verdient, aber ihm war wohler beim Gedanken, dass er ein Auge auf Äschenlichts Streunerjungen halten zu können.
Für ein weiteres der Jungen war er bereit ein Risiko einzugehen, um zu sehen, ob einer der neuen Krieger seine Lehren weit genug verinnerlicht hatte, um sie an ihresgleichen weiterzugeben. Wie gut das funktionieren würde, würde sich zeigen. Aber für den Moment gebot sich der Anführer des Clans zuversichtlich zu sein.
Als die Jungen sich vor ihm versammelt hatten, ließ er seinen grünlich gelben Blick nacheinander über die Katzen wandern, die heute ihren Weg als Schüler beginnen würden, bevor er sich räusperte und sagte:
Eulenjunges, Schemenjunges und Tropfenjunges, ihr seid nun sechs Monde alt und habt das Alter erreicht, in dem ihr in die Pfotenstapfen der Krieger des WindClans treten könnt. Bis zu dem Tage, an dem ihr euch eure Kriegernamen verdient habt, werden eure Namen Eulenpfote, Schemenpfote und Tropfenpfote lauten. Ich bitte den SternenClan auf diese drei Schüler herabzusehen und ihre Pfoten zu leiten, bis sie darin die Kraft und den Mut der stolzen Krieger und Kriegerinnen finden, die sie einmal sein werden.“
Nacheinander sah er die drei Schüler an und hob dann seinen Blick in die Menge der versammelten Katzen, um dort nach den Gesichtern der beiden Kriegerinnen zu suchen, die er sich als Mentoren erwählt hatte.
Flickensturm, deine eigene Kriegerzeremonie liegt schon viele Monde zurück, in denen du dich als loyale und starke Kriegerin des WindClans bewiesen hast. Du bist mehr als bereit für deinen ersten Schüler und ich vertraue dir, dass du deine Fähigkeiten an Schemenpfote weitergeben wirst.“
Sturmstern ließ den beiden Katzen Zeit, um sich zu begrüßen und die ersten vorsichtigen Bande zu knüpfen, bevor er seine Augen weiterwandern ließ, bis er die Augen seiner ehemaligen Schülerin fand. Vermutlich würde er die Braune gleich ziemlich überraschen, aber genau wie ihr Name ein Geschenk gewesen war, wollte er ihr auch hiermit beweisen, dass sie sich sein Vertrauen erkämpft und verdient hatte, auch wenn es ihr noch so schwer fallen würde das zu verstehen oder nachzuvollziehen.
Kronentanz, deine Ausbildung wurde gerade erst beendet, doch du weißt besser als jeder andere hier im Clan, wie es ist, wenn man sich als Mitglied des Clans zuerst beweisen und sich seinen Platz hart erkämpfen muss. Ich vertraue dir, dass du die Fähigkeiten, die ich dir in den letzten Monden beigebracht habe, an Eulenpfote weitergeben wirst. Ich bin mir sicher, dass du mich nicht enttäuschen wirst.“
Amüsiert beobachtete er die Reaktion der Neukriegerin und sah dabei zu, wie sich Mentorin und Schülerin begrüßten, bevor sein Blick die Augen des verbliebenen Äschenlicht-Jungen suchte. Sturmstern ließ Tropfenpfote einen Moment lang zittern, bevor sich sein Mundwinkel einen Millimeter erhob und er selbst den Abstand zwischen sich und der Kätzin überbrückte.
“Deine Ausbildung werde ich selbst übernehmen, Tropfenpfote. Das Leben als Anführer ist sehr…geschäftig, aber ich verspreche dir, dass ich jede freie Minute meines Lebens darauf verwenden werde dich auszubilden.“
Dann beugte er den Kopf hinab und bot der Kätzin seine Nase zur Begrüßung an, so wie es schon seit vielen Blattwechseln der Brauch war, bevor er sich zum letzten Mal erhob und den Clan mit den Worten: “Möge das Licht des SternenClans eure Nacht erleuchten! Die Versammlung ist hiermit beendet!“
Und während er darauf wartete, dass sich die Menge zerstreute, lag sein Blick ununterbrochen auf seiner neuen Schülerin und versuchte sich an den Gedanken zu gewöhnen, dass es nun nicht länger Kronentanz war, mit der er seine Zeit verbrachte. Stattdessen würde er einmal mehr von Anfang an beginnen und ein Junges über den steinigen Pfad der Kriegerausbildung führen würde.
“Du solltest dir mit deinen Geschwistern ein Nest im Schülerbau machen, Tropfenpfote und dich dann ausruhen. Morgen werden wir uns deiner Ausbildung widmen.“, sagte er, nickte seiner neuen Schülerin kühl zu und ging dann an ihr vorbei auf seinen Bau zu, wo er – statt der Aussicht auf ein erholsames Schläfchen – zu seiner Überraschung Hundeschweif und Gepardenfell vorfand. Hatten sie auf ihn gewartet?
Überrascht blinzelte er und sah die beiden älteren Krieger dann abwartend an. “Habt ihr mich gesucht?“, fragte er ruhig und ließ seinen Blick von einer Katze zur anderen wandern.
Er hatte Hundeschweif noch immer nicht ganz verziehen, dass sie den Clan verlassen hatte, als er sie am meisten gebraucht hatte. Doch mittlerweile waren so viele Monde ins Land gezogen, dass er es müde war, Energie in diesen Groll zu stecken. Es machte die Kätzin nicht zu seiner Lieblingskriegerin, aber zumindest hatte er ihre Anwesenheit akzeptiert. Mehr konnte man wohl nicht von ihm erwarten.

Erwähnt: way too much kitties
Angesprochen: Rostkralle, Die Prüflinge, die neuen Mentoren und neuen Schüler and even more kitties...

Zusammenfassung: Wall of Ernennungstext

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   WindClan-Lager - Seite 25 EmptyMi 12 Jan 2022, 11:38


Eulenjunges/-pfote
» Are you going to hurt me too? «

Glücklich darüber, mit ihrem Mapa reden und kuscheln zu können, nickte sie bei seinen Worten - es war schön, dass die Katzen, die sie mochte, sich zu verstehen schienen. »Meinst du, Geierschrei kann mein Mentor werden? Natürlich hätte ich lieber dich und insgeheim auch Distelpfote - Distelpfote ist auch eine sehr liebe Katze -, aber wenn es nicht du und nicht die Distelpfote sein können, dann hätte ich gern Geierschrei«, gab sie zu, ihre Augen beschämt zu Boden gewandt, weil es ihr unangenehm war, sich die Freiheit herauszunehmen, solche Wünsche zu äußern. »Aber ihr seid bestimmt alle so beliebt, dass jeder euch haben möchte.« Gegen Ende hin war sie kleinlaut und fast schon ein wenig traurig geworden, auch wenn sie ihr Bestes gab, es nicht nach außen zu zeigen.
Von einem Moment auf den anderen hatte sich der Heilerbau zu ihrer Verwirrung mit immer mehr Katzen gefüllt und ein wenig verängstigt drückte sich das Junge an ihren Mapa. Milanschrei war zurückgekehrt und sie hätte sich auch über ihn gefreut, hätte er nicht einen anderen Kater im Schlepptau gehabt, der einen mitgenommenen Eindruck auf sie machte, dass sie den Blick von ihm hatte abwenden müssen. Sie hatte ihn schon einige Male im Lager gesehen - er war ihr immer wie ein starker Krieger vorgekommen, weshalb es sie nur umso mehr versunsicherte, dass er verletzt zu sein schien.
»Mach ich, Milanschrei«, miaute Eulenjunges leise, ehe sie sich vorbeugte, um den besagten Huflattich zu sich zu nehmen. Es ging ihr selbst bereits um einiges besser und auch das Kratzen in ihrem Hals war kaum noch spürbar; sie freute sich bereits darauf, wieder mit ihren Geschwistern und ihrem Mapa in der Kinderstube spielen zu können, wäre es nicht die Sorge um Igelbiss, die ihr schwer im Magen lag. »Genauso wie du Geierschrei vor dem Tod beschützt hast, beschützt du ihn hier jetzt auch, oder?«, fragte sie ihn zaghaft und zuckte mit den Ohren in die Richtung des dunklen Katers, ehe sie sich auf alle Viere stemmte, um dem Heiler nicht weiter im Weg zu sein.
Eulenjunges malte sich im Geiste bereits aus, gemeinsam mit Äschenlicht und Geierschrei - und vielleicht auch ihren Geschwistern? - ein Kaninchen zu essen (denn seien wir ehrlich, in ihrer Welt gab es inzwischen nichts anderes mehr an Beute), als sie nach draußen trottete, wo es zu ihrem Leid bereits dunkel geworden war. Die Dunkelheit hatte immer etwas Bedrückendes an sich und auch wenn sie sich nicht mehr vor ihr fürchtete, so machte es sie auch nicht wirklich glücklich.

Sehr weit kamen sie jedoch nicht, denn Sturmsterns Stimme hallte über das Lager und zog ihre Aufmerksamkeit auf sich. Aus einem Instinkt heraus hatte sie sich zunächst hinter ihrem Mapa verstecken wollen, konnte sich jedoch im letzten Augenblick zusammenreißen.
Große Kulleraugen machte Eulenjunges, als - ein wenig spät, denn trotz ihres sonnigen Gemüts wawr sie nicht die Hellste - sie realisierte, was Anlass der Versammlung war. Aufgeregt drehte das Junge ihr Köpfchen nach rechts und links, um nach Distelpfote Ausschau zu halten; die Kätzin war aufgebrochen, als man sie zu einer Prüfung gerufen hatte, und das Junge glaubte daran, dass ihre Freundin es großartig gemacht hatte. Dass auch sie in dieser Nacht ihren Kriegernamen erhalten würde.
Sie spürte, wie es in ihrem Nacken kribbelte, und gespannt hielt sie den Atem an, während eine Katze nach der anderen ihre Namen erhielten. Es war die erste Zeremonie, die sie miterlebte, seit sie in das Lager gekommen war, und jedes Wort Sturmsterns packte sie in einer Mischung aus Faszination und grenzenloser Begeisterung.
Während sie nur schüchtern in die Glückwunschrufe miteinstieg, so war ihre Stimme lauter und klarer denn je, als es endlich Distelpfote - nun Distelnase - war, die die Ehre hatte, als vollwertige Kriegerin anerkannt zu werden. »Distelnase! Distelnase!« Voller Freude für die Kätzin hatte sie sich aufgerichtet, auch wenn sie sich nicht traute, sofort zu ihr hinzulaufen, was bedeuten würde, sich von ihrem Mapa wegzubewegen.

Mit strahlenden Augen schaute sie zu Äschenlicht auf und war im Inbegriff gewesen, ihn zu fragen, wie er sich gefühlt hatte, als er seinen Kriegernamen erhalten hatte, doch die Worte blieben ihr in der Kehle stecken, als sie plötzlich ihren eigenen Namen vernahm. Wie ein Blitz breitete sich Entsetzen in ihr aus und Angst lähmte sie für einige Herzschläge. Sie hatte das Gefühl, als wär ihr jegliches Blut aus dem Gesicht gewichen, und hilfesuchend blinzelte sie in die Richtung ihres Mapas, ehe sie sich mit zittrigen Beinen und gesenktem Kopf zu Sturmstern hinbewegte.
Sie hatte immer gewusst, dass ihre Geschwister und sie anders waren - nicht hier geboren -, aber Distelnase hatte ihr gesagt, dass der WindClan nun ihre Familie war. Doch... was wenn Sturmstern es anders sah? Was wenn... Sie wollte den Gedanken gar nicht erst zu Ende denken! Es erschien ihr so grausam, so unsagbar grausam, sollte dem der Fall sein.
»Eulenjunges, Schemenjunges und Tropfenjunges, ihr seid nun sechs Monde alt und habt das Alter erreicht, in dem ihr in die Pfotenstapfen der Krieger des WindClans treten könnt.«
Nur langsam sickerten die Worte und ihre Bedeutung zu ihr durch, lösten die Anspannung, die sich in ihrem Körper aufgebaut hatte, und ließen sie ungläubig aufschauen.
Eulenpfote. Stark schlug das Herz gegen ihre Brust und sie widerstand dem Drang, sich zu ihrem Mapa umzudrehen und ihn anzuschauen. Sie war froh, dass sie ihre Geschwistser an ihrer Seite hatte, deren Anwesenheit allein ihr Mut gab.
Eine Kätzin namens Flickensturm würde die Ausbildung ihres Bruders übernehmen und sie betete bereits zum SternenClan, dass es Distelnase sein würde, die sich ihr annehmen würde. Es musste Distelnase sein, nicht wahr? Ihr Herz hatte sich an die Hoffnung geklammert, mehr Zeit mit ihr verbringen zu können, dass sie erst zu spät realisierte, dass ihr Mentor jemand anderes sein würde.
Nicht Distelnase. Nicht Äschenlicht. Nicht Geierschrei. Kronentanz.
Ein Kloß der Enttäuschung bildete sich in ihrem Hals und gleichzeitig mit ihm breitete sich Furcht in ihr aus. Sie kannte Kronentanz nicht und auch wenn sie versuchte, jedem im Clan zu lieben, so machte ihr das Unbekannte noch immer ungeheure Angst. Fest hatte sie die Zähne zusammengebissen und ihren Blick gen Boden gewandt, weil sie sich ein wenig verloren fühlte; sie wusste auch gar nicht, ob sie sich für Toppenpfote freuen sollte - Sturmstern war so eindrucksvoll und wirkte nicht so nett wie ihr Mapa, aber es war bestimmt eine Ehre, vom Anführer persönlich ausgebildet werden zu dürfen.
»Wir sind jetzt Schüler«, murmelte sie leise, ehe sie den Kopf hob, um zögerlich Ausschau nach ihrer Mentorin zu halten. Während sie zuvor nach erpicht darauf war, Distelnase zu sehen, so hoffte sie nun, dass ihre Blicke sich nicht begegnen würden - ob die frischernannte Kriegerin so traurig war wie sie selbst?

Erwähnt » Igelbiss, Sturmstern, die Frischernannten insbesondere Distelnase und Kronentanz, Geierschrei
Angesprochen »  Milanschrei, Äschenlicht
Tldr » Ist ein wenig verängstigt über Igelbiss' Verletzung, verlässt dann den Heilerbau. Lauscht den Ernennungen und freut sich sehr für Distelnase, ist jedoch traurig darüber, dass jemand, den sie nicht kennt, ihre Mentorin werden würde.
SteckbriefWindClan Junges6 Monde027





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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   WindClan-Lager - Seite 25 EmptyMi 12 Jan 2022, 12:44

Rostkralle

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PostNr.: 051
mitten im Lager ;; dann am Lagerrand


cf.: Territorium
Rostkralle war schweigend neben Sturmstern zurück ins Lager getrabt. Es war nicht zu übersehen, dass der Kater in seinen Gedanken versunken war und Rostkralle konnte ihm das auch nicht übelnehmen. Erstens war es die erste Ernennung, die er durchführen durfte und zweitens war es wahrscheinlich auch ein Schritt für den Kater zu merken, dass sich auch die nicht Clangeborenen Jungen zu guten Kriegern mausern konnten. Er selbst war ja auch nicht wirklich positiv auf dieses Thema eingestellt, dennoch hatte ihm der Wurf von Hundeschweif heute bewiesen, dass es unfair war den jungen Katzen nicht zumindest eine Chance zu geben, um zu beweisen, dass sie das hier wirklich ernst nahmen.

Kurz nachdem sie das Lager betreten hatten, hielt Sturmstern inne, wobei innehalten nicht wirklich beschrieb, wie der Anführer vor ihm stand. Es war dem getigerten Kater anzusehen, dass er sich darauf freute die Schüler zu Kriegern zu ernennen. “Nein Sturmstern, alle von ihnen haben bewiesen, dass sie es verdient haben ihre Kriegernamen zu erhalten.“, er legte eine Kurze Pause ein und lauschte den weiteren Worten des getigerten Anführers und nickte schließlich kurz ehe er auch hier kurz antwortete. “Hört sich gut an. Der WindClan wird bei der nächsten Großen Versammlung einiges zu verkünden haben und ich weiß genau, dass es den anderen Clans nicht gefallen wird.“ miaute er und seine Schnurrhaare zuckten belustigt.

Rostkralle war Sturmstern mit etwas Abstand in die Lagermitte gefolgt und setzte sich dann gleich in die erste Reihe, so wie es sich seiner Meinung nach für einen zweiten Anführer gehörte. Mit gespitzten Ohren lauschte er der Ernennungszeremonie und ließ seinen Blick über das Lager schweifen. Langsam fühlte es sich nicht mehr komisch an, dass er jetzt auch etwas zu melden hatte und der WindClan war so stark wie schon lange nicht mehr. Während er also die Krieger musterte, deren Blicke auf Sturmstern und den frisch ernannten Kriegern ruhte blieb sein Blick an Sperlingsfeder hängen und am liebsten würde sich der Kater sofort neben die Kätzin setzten. Doch die Pflicht lies dies sehr zu seinem eigenen Leidwesen nicht zu. Als es Zeit war die Namen der neuen Krieger zu rufen schloss sich der Kater den Rufen des restlichen Clans an. Nerzfeder, Staubfall, Schwarzohr, Kronentanz, Elsterblick, Dachsbiss, Diestelnase!“ und auch als die neuen Schüler ernannt wurden schloss er sich den Rufen der anderen Katzen an. Eulenpfote, Schemenpfote, Tropfenpfote!“

Kaum war die Versammlung beendet hatte sich der getigerte Kater erhoben und durch die Katzen geschoben, um schnell ein Kaninchen vom Frischbeutehaufen zu nehmen, ehe er sich zu einer bestimmten braunen Kätzin am Lagerrand begab. “Na wie war dein Tag? Willst du dir das Kaninchen mit mir teilen?“, begann er während er sich recht nahe neben Sperlingsfeder hinsetzte und ihr das Kaninchen mit einer Pfote vor die Pfoten schob.

Tldr.: Stimmt Sturmstern zu, dass sowohl die Schüler zu Kriegern als auch die Jungen ernannt werden können. Lauscht der Versammlung und ruft die Namen der frisch ernannten Katzen. Begiebt sich dann mit einem Kaninchen zu Sperlingsfeder.

Erwähnt: Sturmstern, Hundeschweif, Nerzfeder, Staubfall, Schwarzohr, Kronentanz, Elsterblick, DAchsbiss, Diestelnase, Eulenpfote, Schemenpfote, Tropfenpfote
Angesprochen: Sturmstern, Sperlingsfeder
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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   WindClan-Lager - Seite 25 EmptyMi 12 Jan 2022, 13:30



Geierschrei

WindClan | Krieger

Es kam für den Kater ganz unerwartet. Sobald er sah, wie sich Äschenlicht mit der kleinen Eulenjunges aus dem Heilerbau schob, hob er den nackten Kiebitz auf und schob sich bereits in Richtung Kinderstube, da sprang Sturmstern auf und ließ die altbekannten Worte über die Lichtung schallen.
Verärgert schnaubte Geierschrei und beeilte sich, um den Vogel wenigstens vor der Kinderstube und nicht mitten im Lager ablegen zu können.
Er kehrte um und setzte sich schließlich etwas weiter hinten in die sich versammelnden Reihen, von wo aus er einen guten Blick hatte, obwohl ihn eigentlich kaum interessierte, was der Kater zu sagen hatte. Er mochte es nicht, in seinen Vorhaben gestört zu werden, schon gar nicht, wenn er eben unter Stress gestanden und im Heilerbau fast eine Panikattacke gehabt hatte. Aber da die Katzen sich auf Grund der Kälte eng beisammen drängten und bereits müde durch die Gegen blinzelten, saß er fest.
Er reckte sich unauffällig, doch sein Blick auf Eulenjunges war versperrt, er sah lediglich Äschenlichts Ohrenspitzen.
Frustriert scharrte er mit den Krallen und wartete ab, was es denn so wichtiges gab.

Ernennungen, stöhnte der Kater innerlich und rollte leicht die Augen. Gleich eine ganze Schar von Schülern ernannte der Anführer zu Kriegern und der Kater zog misstrauisch die Augen zusammen. Plant er etwas? Wofür brauchen wir so viele neue Kämpfer? Er spitzte die schwarzen Ohren. Wenn Sturmstern einen Angriff planen sollte, würde Geierschrei sich sofort an vorderste Front werfen. Nicht jedoch aus einem Gefühl der Berufung für seinen Clan oder gar so etwas wie Ehrgefühl, sondern einfach, weil es ihm in den Krallen juckte, sie mal wieder zu benutzen und das nicht nur an Kaninchen. Dieses 'Ausruhen' nach seiner Verletzung war Folter gewesen, pure Folter.
Er ließ das Geleier über sich ergehen, murmelte hier und da ein paar neue Namen mit, doch seine  Gedanken kreisten schon längst um eine mögliche Angriffsstrategie.
Dann jedoch-
"Eulenjunges, tritt bitte vor."
Geierschreis Kopf fuhr hoch, als hätte er sich beim Rennen in einer Ranke verfangen. Seine Augen schnellten zu der Kätzin hinüber oder zumindest an den Platz, an dem er sie vermutete.
Sein Herz begann auf einmal wild zu schlagen. Warum so plötzlich? War sie nicht noch zu jung? Nein.. Nein das war sie nicht. Er bemerkte es mit einem Stich in der Magengrube. Sie war nicht mehr so klein wie bei ihrer ersten Begegnung. Ohne ihre Erkrankung wäre sie womöglich jetzt sogar noch größer.
Er schluckte nervös und unwillkürlich flogen seine Augen zurück zu seinem Anführer.
Vielleicht.. ganz vielleicht ja..
Oh, machst du dir etwa Hoffnungen, Geierschrei?
Seine Krallen schossen in die Erde, als das gehasste Stimmchen sich in seinem Kopf wieder meldete. Auf was denn bitteschön!?, schoss er zurück, doch er kannte die Antwort. Natürlich, kaum jemand hatte bemerkt, dass er und das Junge etwas miteinander zu tun hatten. Aber er war ein guter Krieger, ein fantastischer Kämpfer. Er würde ihr einiges beibringen können..
Oder du würdest sie zerbrechen.. Am liebsten hätte er vor sich selbst die Zähne gebleckt. Nein, das würde ich nicht!
Doch er war sich in den tiefen seines Herzens nicht sicher. Er war nicht gut für sie.. Das hatte er doch schon immer gesagt.
Doch als dann plötzlich der Name Kronentanz fiel, hätte er am liebsten empört aufgejault. Er konnte sich gerade noch dazu bringen, stattdessen nur wütend durch zusammengepresste Kiefer zu fauchen. Sein Nackenfell stand zu Berge. Wie bitte, eine gerade eben erst selbst ernannte Kriegerin sollte Eulenjunges ausbilden?! Die war ja selber quasi noch Schülerin!
Ein tiefes Grollen rumpelte in seiner Kehle und seine grünen Augen waren zu feindseligen Schlitzen verengt, die zwischen der möchtegern-Mentorin und Sturmstern hin und her fuhren. Sie war doch sein Liebling, war es nicht so? Irgendwas war doch komisch zwischen den beiden und weil er sie so toll fand, gab er ihr einen ganz besonderen Namen und schob eine Schülerin noch gleich hinterher, wie sehr konnte man jemandem bitte in den Hintern kriechen!?
Sein Schweif peitsche unverhohlen hin und her, es war ihm egal, ob er dabei andere Katzen erwischte. Das war unerhört und es machte ihn wütender als Milanschrei es je gekonnt hätte, das musste man erst mal schaffen. Nicht, dass Geierschrei nicht eh schon fast jedem im Clan nicht ausstehen konnte, aber zu seiner Hassliste kamen jetzt gleich zwei weitere Katzen hinzu.
Er schob seine Nachbarn beiseite, um besser sehen zu können und fand in Eulenju-.. Eulenpfotes Gesicht seine Bestätigung. Sie war traurig! Sie war enttäuscht, genau wie er. Selbst wenn er sie nicht ausbilden sollte, sie hatte einen anständigen Mentor verdient, jemanden mit Erfahrung und Geschick und nicht eine ach so talentierte halbe Kriegerin wie Kronentanz! Und die Begründung brachte es für ihn auf die Spitze. Weil sie ebenfalls keine ganze Clankatze gewesen war? Lächerlich! Als ob sie die einzige Katze wäre, für die es keine Rolle spielte, woher jemand kam!
In diesem Punkt war Geierschrei tatsächlich sehr verträglich, für ihn war Blut etwas zum Vergießen, nichts, was einen Stand bestimmte.
Er kochte vor Zorn und hätte am liebsten die Versammlung unterbrochen, um seinem Ärger Luft zu machen, doch ein Blick auf Eulenpfote hielt ihn ab. Es war dennoch ihr Moment.. und den wollte er nicht ruinieren.
Widerwillig setzte er sich langsam wieder hin und blieb verkrampft in der zweiten Reihe hocken, das Nackenfell immer noch gesträubt und die Krallen sichtbar. Aber als die Kätzin für ihren Namen gefeiert wurde, war seine Stimme lauter dabei als gewöhnlich.
Er würde sichergehen, dass sie nicht unter Kronentanz Unerfahrenheit litt. Ihre Ausbildung sollte nicht wegen einer verblendeten Entscheidung des Anführers den Bach runter gehen, darauf würde er ein Auge haben..

Erwähnt: Äschenlicht, Eulenjunges/-pfote, Sturmstern, Kronentanz, Milanschrei
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Sonstiges: damn angry boi

Zusammenfassung:
Legt den Kiebitz vor der KS ab, wohnt der Versammlung bei. Sinniert über einen möglichen Kampf, bis Eulenjunges ernannt wird und versucht dann die Hoffnung zu bekämpfen, er könne ihr Mentor werden. Platzt fast vor Wut, als Kronentanz ihre Ausbildung übernehmen soll und kann sich nur mit Kraft zurückhalten, die Zeremonie nicht zu stören

"Reden" | Denken | Andere

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   WindClan-Lager - Seite 25 EmptyMi 12 Jan 2022, 17:39




Kronentanz





WindClan Kriegerin

Coming from Territorium [WiC Territorium]

Als Staubpfote sich zu ihnen gesellt hatte, hatte Kronenpfote mit ihrer Schwanzspitze kurz über deren Flanke gestrichen und ihr einen warmen Blick geschenkt. Aufregung pulsierte dabei durch ihren Körper, verlieh ihr nach dem langen Tag noch einmal Energie, die die Müdigkeit fernhielt und sie auf den Pfoten stehen ließ. Während sie ins Lager liefen, lächelte die braune Schülerin zufrieden und stolz, musste an die vergangenen Monde denken und ihren Weg, den sie beschritten hatte, um diesen Punkt zu erreichen. Der BlutClan lag so weiter zurück, dass nur selten noch Erinnerung aus der Zeit in dem mörderischen Clan sie heimsuchten. Hier im WindClan fühlte sie sich sicher, wenn auch nicht immer angekommen. Letzteres hatte sich, besonders in den letzten Monden ihrer Ausbildung, stark verbessert, doch Kronenpfote konnte nicht einschätzen, ob es nur ihr so ging, oder ob Schwarzpfote und Staubpfote ebenso empfanden. Ob sie ebenfalls glücklich waren im WindClan, ob sie sich so fühlten, wie Kronenpfote es tat.
Sind sie glücklich mit ihrem Leben hier? Fühlen sie sich so, als hätte der Clan sie endlich akzeptiert?
Hinter ihrem Lächeln schlich diese Sorge in ihren Blick. Mit dieser Überlegung betrachtete sie erst Staubpfote, die noch nicht so über sich hinausgewachsen war, wie es Kronenpfote getan hatte. Dann legte sie ihren gelben Blick sanft auf Schwarzpfote und spürte ein starkes Verlangen danach, ihn zu einem Spaziergang einzuladen, um diese Fragen zu klären. Wollte sie das, weil er ihr Ziehbruder war, oder weil sie Gefühle für ihn hegte? Oder hegte sie Gefühle, weil es nach dem richtigen Weg für sie schien?
Kopfschüttelnd blickte die braune Schülerin wieder nach vorne und konzentrierte sich auf den Weg. Dabei suchte sie Sturmstern, behielt ihren Blick auf seinen Schultern, während er sie zum Lager führte. So wichtig wie es war, sich später mit diesen Emotionen und Fragen zu beschäftigen, so wichtig war es Kronenpfote doch auch, diesen Moment zu genießen.

Kronenpfote überließ ihren Geschwistern den Vortritt und folgte ihnen dann mit prickelndem Fell ins Lager. Die Nervosität mischte sich nun mit der Aufregung, denn der Kriegername konnte zwar ihr gehören, solange sie ihn nicht gehört hatte und die Zeremonie nicht hinter ihr lag, würde sie sich nicht einfach entspannen können. Da Sturmstern noch kurz Rostkralle aufsuchte, huschte Kronenpfote wieder an die Seite von Schwarzpfote und Staubpfote, leckte ihnen sanft über die Ohren und schenkte ihnen einen warmen Blick.
Ich bin froh, dass wir hier zusammen sind, raunte sie ihnen leise zu. Vorsichtig schaute die Schülerin hinter sich, um zu sehen, ob jemand ihnen zuhörte. Als sie sich sicher war, dass dem nicht so war, fuhr sie fort. Wir hatten viel Glück, haben hart dafür gekämpft, uns diesen Platz zu verdienen...
Kronenpfote ließ ihre Worte ausklingen, ohne noch etwas hinzuzufügen. Vor ihrem inneren Auge sah sie ein blaugraues Gesicht aufblitzen und unwillkürlich fragte sie sich, wie es wohl ihrer Schwester ging, die sie im BlutClan zurückgelassen hatten. Oder eher gesagt, die im BlutClan hatte bleiben wollen. Lebte sie noch? Die braune Schülerin wollte nicht meinen, dass Gewitter zu schwach sei, um im BlutClan zu überleben, doch niemand konnte je wirklich sicher sein. Die anderen Mitglieder des Clans waren unberechenbar gewesen.
Schaudernd schloss die Kätzin die Augen, verscheuchte ihre Schwester aus ihren Gedanken. So lange hatte sie nicht mehr an Gewitter gedacht und es war ganz sicher nicht der richtige Augenblick, um Versäumtes nachzuholen. Das konnte sie später noch, wenn sie ihren neuen Pflichten nachging. Für einen Augenblick malte sie sich aus, wie sie ein Kaninchen auf der Heide erlegte und dann zufrieden über den Fang das Territorium überblickte. Dann würde sie sich von Gewitter verabschieden können. Richtig abschließen. Denn noch an diesem Abend würde ein neuer Teil ihres Lebens beginnen und sie wollte den BlutClan vollends aus ihren Sorgen vertreiben.

Als Sturmsterns Stimme durch das Lager schallte, öffnete Kronenpfote ihre Augen wieder. Sanft lächelte sie Staubpfote und Schwarzpfote an, dann wandte sie sich ihrem Anführer zu und spürte, wie ihr Herzschlag in die Höhe schnellte. Nervosität packte sie nun vollends, doch es war eine gute Nervosität. Eine elektrisierende Nervosität, die ihre Sinne schärfte. Langsam näherte sich die Schülerin ihrem Mentoren, mischte sich unter die Menge, auch wenn sie sich weiter nach vorne schob. Ob ihre Geschwister folgten? Sie war sich nicht ganz sicher, denn ihr Blick war gefesselt. Ihre gesamten Sinne waren gefesselt. Denn sie wollte nichts von diesem Moment verpassen.
Das der Kater ihren Blick suchte, nahm sie zuerst nicht wahr. Als sich ihre Blicke jedoch kreuzten, begann ihr Herzschlag zu stolpern, nur um dann weiter in erhöhter Geschwindigkeit zu schlagen. Vorsichtig lächelte sie ihrem Mentoren zu, denn vielleicht suchte er ja ein Signal dafür, dass sie bereit war. Falls Sturmstern dies während der Prüfung noch nicht bemerkt hatte, so wollte sie ihm doch zumindest jetzt noch sagen, dass sie es war. Bereit, eine vollwertige Kriegerin zu sein. Ein richtiger Teil des Clans.
Nerzpfote erhielt zuerst ihren Kriegernamen und gerührt lauschte die braune Schülerin deren Ernennung. Sie hatte keine solchen Verluste zu beklagen, weshalb sie nicht im Entferntesten nachempfinden könnte, was ihrer Baugefährtin nun durch den Kopf ging. Dennoch war Kronenpfote für sie mit-aufgeregt, trotz dass sie gerade nicht neben ihr stehen konnte. Verstohlen blickte die braune Kätzin zu ihrer Schwester, denn es interessierte sie, was diese wohl über die Ernennung ihrer Freundin dachte. Ihre Aufmerksamkeit lag jedoch schnell wieder bei der Zeremonie, als Sturmstern der neuen Kriegerin den Namen 'Nerzfeder' gab.
Nerzfeder! Nerzfeder!, jubelte die braune Schülerin mit ihren Clangefährten und warf der jungen Kätzin einen warmen Blick zu. Sie trug nun einen ganz besonderen Namen, einen Namen, der sich in den anderen Clans nicht so leicht wiederholen würde. Erneut musste sich Kronenpfote fragen, wie sie wohl in wenigen Momenten heißen würde, welchen Namen Sturmstern für sie ausgesucht hatte. Sie betete zum SternenClan, dass er sich etwas Schönes überlegt hatte und nicht, das ihr wehtun könnte.

Als der Jubel verebbte, war es ihr eigener Name, der sie davon ablenkte. Tief atmete die braune Kätzin ein und folgte ihren Geschwistern zu Sturmstern, versuchte ihre zitternden Beine zu verstecken und wie eine tatsächliche Kriegerin auszusehen. Der Schwur, den sie ablegte, war nichts, über das sie lange Nachdenken musste. Das Gesetz der Krieger war ihr Leben geworden und es gab nichts anderes, was sie wollte, als dem WindClan zu dienen und in diesem Clan aufzugehen.
Ich verspreche es, antwortete die braune Kätzin also so fest, wie sie konnte und genauso ernst, wie der Blick des Katers war. Ihr Kinn reckte sie etwas in die Höhe, um ihre Entschlossenheit zu zeigen, dann beobachtete sie, wie er zu ihrer Schwester ging.
Warm betrachtete Kronenpfote die frisch ernannte Staubfall und nickte ihr kurz zu. Sie würde ihr richtig gratulieren, sobald die Zeit gekommen war, dennoch wollte sie ihr schon jetzt signalisieren, wie Stolz sie auf sie war. Als nächstes folgte Schwarzpfote und Kronenpfotes Blick lag während seiner Zeremonie auf seinem Gesicht. Der Name Schwarzohr war außergewöhnlich, doch sie fand, dass er sehr hübsch klang. Sanft lächelte sie ihrem Ziehbruder zu, drehte ihr Gesicht jedoch in Sturmsterns Richtung, als dieser zu ihr kam.
Ehrfurcht packte die Schülerin, als sie ihren Anführer betrachtete. Das würde er ab jetzt sein, nicht mehr ihr Anführer und ihr Mentor, sondern nur noch ihr Anführer. Kronenpfote konnte bereits ahnen, dass sie sich auseinanderleben würden, denn er hatte keinen Nutzen darin, sich weiter mit ihr abzugeben. Sturmstern konnte nun frei von ihrer Anwesenheit sein und solange sie seinem Clan keinen Ärger bereitete, würden sich ihre Wege wohl kaum kreuzen.
Nervös sah Kronenpfote hoch zu Sturmsterns Gesicht und suchte seinen Blick. Ob er froh darüber war, sie loszuwerden? Die aufsteigende Unruhe versuchte die bald-Kriegerin zu ignorieren und wagte stattdessen ein kleines Lächeln. Als ihr Anführer das Wort erhob, zitterte sie kurz auf, ob vor Überraschung oder weil sie bald explodieren würde vor Anspannung. Konnte sie ihm wirklich übelnehmen, dass sie den Schwur erneut leistete? Sie würde ihn auch leisten können, wenn er sie mitten in der Nacht weckte und danach fragte.
Doch da war noch etwas in seiner Stimme, etwas anderes, das sie nicht gut deuten konnte. Vielleicht war dies der Auslöser für ihr Zittern gewesen, auch wenn Kronenpfote nicht wusste, warum dem so sein sollte.
Ich verspreche es, wiederholte die braune Schülerin genauso fest wie zuvor, wenn auch etwas leiser. Vielleicht weil sie es nur für ihn wiederholte und nicht für den Clan, dem sie sich nun oft genug bewiesen hatte. Es war die Frage ihres Anführers an sie gewesen, also beantwortete sie diese ehrlich. So oft wie er es eben hören wollte.
Ihre Lippen öffneten sich vor Überraschung ein wenig, als Sturmstern ihren Namen verkündete. Kronentanz. Für einige Momente beruhigte sich ihr Herzschlag, als sie einfach nur ihren Namen in ihren Gedanken nachklingen ließ. Als die Erklärung ihres Anführers sie jedoch erreichte, schnellte ihr Herzschlag wieder in die Höhe. ...dein großes Herz...
Ich danke dir, flüsterte die frisch ernannte Kriegerin und trat etwas näher, um ihm über die Schulter zu lecken. Nichts, was nicht drei andere Katzen vor ihr schon gemacht hatten. Allerdings hatte sie ihren Anführer noch nie direkt berührt, da sie ihm nicht hatte zu nahetreten wollen. Sie zitterte somit leicht, als sei mit ihrer Zunge über sein Schulterfell ging und sein Geruch ihre Sinne überdeckte. Seine Berührung hatte ihr ein wenig Ruhe schenken können, doch als der Moment vorbei war, sprang ihr Herzschlag erneut in die Höhe. Sie hatte Sturmstern berührt. So ein seltsamer Gedanke.

Kronentanz betrachtete für einige Herzschläge das Gesicht des Katers, dann wandte sie sich ihren Geschwistern zu. Während der Clan für sie jubelte, trat sie an diese heran und rieb ihren Kopf schnurrend an ihren Schultern.
Glückwunsch, Staubfall und Schwarzohr.
Das Schnurren erstickte beinahe ihre Worte, doch sie brachte sie hervor und blinzelte die beiden liebevoll an. Dann stieß sie sanft gegen deren Schultern, denn sie sollten sich zurückziehen und für Eisauges Jungen Platz schaffen.
Am Rande der Menge ließ sich Kronentanz nieder und spürte, wie ihr Körper zu zittern begann. So war das nun einmal, wenn die Aufregung überstanden war. Sie war überanstrengt, müde und aufgewühlt von dem, was alles passiert war. Immer wieder gingen ihr die Worte ihres ehemaligen Mentoren durch den Kopf und erwärmten ihre Brust. Wie auch immer er auf diesen Namen gekommen war, wenn er doch ihr 'großes Herz' betonte, wusste Kronentanz zwar nicht, doch ihr gefiel dieser Name sehr und sie war stolz darauf.

Die Ernennungen von Elsterpfote und Dachspfote gingen ein bisschen an Kronentanz vorbei, die gerade so deren Namen mitbekommen hatte: Elsterblick und Dachsbiss. Bei Distelpfote bemühte sie sich darum, etwas konzentrierter zu sein, hörte jedoch nicht viel mehr als deren Kriegernamen, Distelnase. Für die drei jubelte Kronentanz leiser, eher aus Höflichkeit als aus tatsächlicher Freude. Elsterblick und Dachsbiss würden auch jetzt nicht akzeptieren, dass Staubfall, Schwarzohr und sie es geschafft hatten.
Tief atmete Kronentanz ein, bereit, sich ein neues Nest im Kriegerbau zu suchen. Allerdings war Sturmstern noch nicht fertig, denn er wollte den gerade geleerten Schülerbau wieder auffüllen. Äschenlichts Jungen, die drei, die er vor einigen Monden an der Grenze gefunden hatte, würden ihre Schülernamen erhalten. Sogleich wurde der braunen Kätzin das Herz schwer, denn sie konnte sich gut vorstellen, was diese drei durchmachen würden. Oh, wen Sturmstern wohl ausgewählt hatte, der diese drei fair ins Clanleben einführte? Mitfühlend beobachtete die braune Kätzin, wie die Jungen nach vorne stolperten und es fiel ihr schwer, nicht sofort zu ihnen zu laufen und sie mit warmen Worten aufzubauen. Sie würden es schaffen, sie hatten es auch. Ihr Vater würde nichts anderes zulassen.
Gespannt lauschte Kronentanz der Ernennung. Eulenpfote, Schemenpfote und Tropfenpfote hatte sie öfter im Lager bemerkt und ihr Blick huschte zu Distelnase, die sich mit den beiden Kätzinnen häufiger herumgetrieben hatte. Ob es Sturmstern auch aufgefallen war?
Flickensturm wurde von Sturmstern für Schemenpfote ausgewählt. Kronentanz wusste nichts Schlechtes über die Kriegerin und hoffte, dass diese genauso lieb zu dem Kater sein würde, wie er es eben brauchte. Einige Herzschläge lang behielt sie ihren Blick auf dem Kater, dann sah sie zu ihrem Anführer, denn sie wollte nicht verpassen, wen er sonst noch auswählte.
Warum schaut er mich an?
Verwirrung huschte über ihr Gesicht, als sich ihr Blick mit dem von Sturmstern kreuzte. Der Anführer sah sie ganz bestimmt an, das bildete sich Kronentanz nicht ein. Nervosität stieg in ihr auf, je länger sie seinen Blick hielt.
Als Sturmstern das Wort erhob, klappte ihre Schnauze überrascht auf. Meinte er das ernst? Er hatte sich nicht versprochen, richtig?
Ich? Ich soll Eulenpfote ausbilden?
Die Worte sprach sie leise zu sich selbst, während sie den Kater weiterhin anblickte. Langsam erhob sie sich auf die Pfoten und wurde augenblicklich von einer Welle der Aufregung gepackt. Ihre Augen wurden groß und füllten sich mit Wärme, Freude und Sanftheit, als die Bedeutung von seiner Entscheidung sie erreichte.
Er vertraut mir.
Dankbarkeit schlich sich in ihren Blick und neben den Schülern blieb sie stehen, um ihm zu zunicken.
Ich werde mein Bestes geben, versicherte sie ihm und wartete noch kurz, um zu erfahren, wer sich Tropfenpfotes Ausbildung annehmen würde. Überrascht riss sie ihre Augen auf, als Sturmstern sich zum Mentoren der Kätzin machte. War das ein Stich von Trauer in ihrer Brust? War sie etwa enttäuscht darüber, dass der Kater sie so schnell ersetzte?
Aber er wird es bestimmt besser machen mit Tropfenpfote, sprach sie sich gut zu und versuchte, den Stich zu ignorieren. Gemeinsam mit dem Rest des Clans stimmte die Kätzin in die Gratulationsrufe für die neuen Schüler ein, dann schob sie sich durch die Menge zu Eulenpfote. Diese wirkte ein wenig geknickt.
Vorsichtig trat Kronentanz näher und räusperte sich, um Eulenpfote nicht ganz zu verschrecken. Als sie sich sicher war, dass diese zu ihr aufblickte, verzog sie ihre Lippen zu einem warmen Lächeln und hoffte, dass sie die Angst aus der kleinen Kätzin nehmen konnte. Kronentanz konnte die Enttäuschung durchaus sehen, doch sie war nicht in der Position, danach zu fragen und wollte sich erst einmal vorstellen.
Sei gegrüßt, Eulenpfote, schnurrte Kronentanz mit warmen Ton und neigte ihren Kopf zu der Kätzin hinab, hielt ihr ihre Nase hin und wartete, ob diese ihren Gruß erwiderte. Da die frisch ernannte Schülerin aufgelöst wirkte, würde sie sich nicht einmal wundern, wenn diese sich dagegen entschied. Doch Kronentanz würde dies keineswegs negativ auffassen, denn sie konnte deren Unsicherheit gut nachvollziehen. Mein Name ist Kronentanz und ich freue mich darauf, dir auf deinem Weg ins Kriegerleben zu helfen. Bevor wir mit dem Training beginnen, sollten wir beide ein wenig Schlaf bekommen, findest du nicht? Aber ich hole dich morgen früh dann ab und zeige dir das Territorium.
Mit einem fragenden Blick wartete die braune Kätzin die Antwort der Jüngeren ab, verzog ihre Lippen allerdings zu einem breiteren Lächeln. Bestimmt würde Eulenpfote erst einen Moment brauchen, um sich von Äschenlicht zu lösen, doch Kronentanz war bereit, diese Geduld zu beweisen.
Also dann, eine gute Nacht.
Sanft blinzelte Kronentanz zum Abschied, dann machte sie einige Schritte von der Menge weg und hielt nach Schwarzohr und Staubfall Ausschau. Ob diese wohl neben ihr ihre Nester errichten wollten? Abwartend stellte sich die junge Kriegerin vor das hohe Gras, in dem sich der Bau versteckte und schob sich dann ehrfürchtig hinein. Es dauerte eine Weile, bis sie ein paar freie Nester fand, die schal rochen und von denen sie eines auswählte, in das sie sich hineinlegte. Ihre Müdigkeit zerrte an ihren Gliedern und lange würde es nicht dauern, bis Kronentanz in einen tiefen Schlaf fiel.
Dennoch konnte sie nicht anders, als sich zu fragen, ob Sturmstern wohl die Chance erhalten würde, in dieser Nacht in dem Nest zu schlafen, welches sie vor der Prüfung für ihn gebaut hatte.

68




Zusammenfassung:
 



~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   WindClan-Lager - Seite 25 EmptyMi 12 Jan 2022, 21:25




o Nerzfeder o

WindClan | Krieger | weiblich | #66


WC Terrtorium -> Lager
Nachdem sie Sturmstern ihren Wunsch bezüglich ihres Kreigernamens mitgeteilt und er ihr zugestimmt hatte, war Nerzpfote wieder ein wenig zurückgefallen. Sie beobachtete Staubpfote, Kronenpfote und Schwarzpfote vor sich, während ihre Pfoten vor Aufregung zitterten, wann immer sie sie vom Boden abhob.
Es schienen nur ein paar Herzschläge vergangen zu sein, da hatten sie auch schon das Lager erreicht. Und als Nerzpfote die Senke betrat, konnte sie nicht umhin, einmal einen prüfenden blick um sich zu werfen. Das nächste mal, wenn sie das Lager verließ, würde sie Kriegerin sein!
Als Sturmstern die Versammlung einberief, hatte sie sich wieder einw enig gefasst und konnte so festen Schrittes nach vorne treten, als ihr Name als erstes aufgerufen wurde.
Der Gedanke an Rostfeder verursachte ein wenig Druck in ihrer Brust, doch dies sorgte nur dafür, dass sie umso lauter und klarer ihr Versprechen gab: “Ich verspreche es!”
“Nerzpfote, von diesem Augenblick an wirst du zu Ehren deiner Mentorin den Namen Nerzfeder tragen.”
Nerzfeder! Sie würde diesen Namen mit Stolz tragen, in Erinnerung an ihre Mentorin Rostfeder.
Nachdem sie Sturmsterns Schulter geleckt hatte, blickte sie über ihre eigene zurück zu der Stelle, wo sie Staubpfote vermutete und fing dabei Kronenpfotes warmen Blick auf, den sie prompt erwiedete. Dann suchte sie jedoch weiter die Augen von Staubpfote, um ihr fröhlich zuzuzwinkern.
Kaum war sie zurückgetreten, war auch schon ihre Freundin an der Reihe. Nerzfeder beobachtete, wie diese, ihre Schwester und Schwarzpfote nach vorne traten, um ihre Namen zu empfangen.
“Staubfall, Schwarzohr, Kronentanz!”, rief sie erfreut aus, glücklich, diesen besonderen Moment mit Staubfall teilen zu können.
Zuletzt waren auch noch die drei Geschwister an der Reihe, mit dneen sie unter ihren gleichaltrigen bis jetzt am wenigsten zu tun gehabt hatte. Nichtsdestotrotz rief sie mit dem Clan laut deren Namen: “Elsterblick, Dachsbiss, Distelnase!”
Damit war die Versammlung aber noch nicht beendet, da Sturmstern jetzt noch die drei ltesten Jungen ernannte. Die Jungen, die Äschenlicht an der Grenze gefunden hatte.
Neugierig betrachette die junge Kriegerin die drei zukünftigen Schüler und hob überrascht eien Augenbraue, als die ebenfalls neuernannte Kronentanz sogleich einen Schüler erhielt. Nerzfeder für ihren Teil war jedoch froh darüber, zunächst ihre Zeit als Kriegerin genießen zu können, bevor sie sich in die Ausbildung eines eigenen Schülers stürzen musste.
Nachdem die Versammlung geendet hatte, schob sie sich in Richtung des Kriegerbaus, jedoch nicht ohne vorher zu Staubfall zu gehen duns ie leicht anzustupsen.
“Jetzt sind wir endlich Krieger!”, schnurrte sie. “Und wir müssen uns nicht mehr für geheime Ausflüge rechtfertigen, hm?”, fuhr sie dann verschmitzt fort. Natürlich hatte es auch Spaß gemacht, Nachts heimlich das Lager zu verlassen, aber ihr war es doch leiber, wenn sie keine Regeln dabei brach.


Erwähnt: die neuernannten Krieger und Schüler
Angesprochen: Sturmstern, Staubfall
Ort: WC Terrtorium -> Lager


Zusammenfassung: Wird zum Kreiger ernannt, ist stolz auf sich und gerührt, da sie an Rostfeder denkt. Wohnt der restlichen Versammlung bei und spricht dann Staubfall an.

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   WindClan-Lager - Seite 25 EmptyDo 13 Jan 2022, 13:02


Hundeschweif

"We don't grow when things are easy, we grow when we face challenges."

Kriegerin | WindClan

Ein raues Schnurren drang aus meiner Kehle. Es war nicht so, dass ich Gepardenfell nicht zustimmte. Meine Töchter sahen tatsächlich bereits wie richtige Kriegerinnen aus, wenn ich sie auf der Lichtung sah und auch Schwarzpfote hatte sich zu einem stattlichen Kater entwickelt. Und trotzdem waren es immer noch die Jungen, die ich gesäugt hatte. Auch der Moment in dem ich Schwarzpfote als Junges in meinem behelfsmäßigen Nest von Blut befreit hatte, nachdem er vom "Training" mit Slyder zurückgekommen war, stand mir klar vor Augen. Wie konnte ich sie anders in Erinnerung behalten? Und wie konnte ich Gewitter vergessen, die damals auch da gewesen war? Für einen Moment lang überkamen mich erneut der Schmerz und die Trauer über den Verlust meiner blaugrauen Tochter und eine Pause entstand, bevor ich es über mich brachte, Gepardenfell eine Antwort zu geben. Vielleicht - so kam mir der Gedanke - war Gewitter schon früher erwachsen geworden. Oder ich hatte es früher gemerkt, weil ihre Pfoten sie auf einen anderen Weg geführt hatten, während die anderen Jungen jetzt zwar immer mehr ihr eigenes Leben führten, aber mich immerhin noch Anteil haben ließen. Bestimmt war Gewitter inzwischen auch älter geworden - darüber dass sie gestorben sein mochte, wollte ich gar nicht nachdenken. Sie war eine gute Kämpferin gewesen ... Ihr Leben musste sich verändert haben. Hatte sie ihre Loyalität bewiesen, wie sie es sich gewünscht hatte? Ein flaues Gefühl breitete sich in meinem Bauch aus bei diesem Gedanken. Natürlich wollte ich nicht, dass Katzen starben ... Aber ich wollte auch nicht, dass meine Tochter in den brutalen Rangkämpfen des BlutClans unterging ... Vielleicht hatte sie es schon geschafft, oder sie arbeitete noch daran. Ob sie einen Gefährten hatte? Oder eine Gefährtin?
Ich schluckte leicht beim Gedanken daran, was ich vom Leben meiner blaugrauen Tochter vielleicht nicht mitbekam. Und doch hatte sie es sich so gewählt. Unsere Wege hatten sich vor Monden getrennt ...
Bei deinen Fähigkeiten muss Dachspfote sich doch irgendetwas aus dem Training mitgenommen haben, reagierte ich schließlich verzögert auf Gepardenfells Aussage über seinen Schüler. Und manchmal hören sie vielleicht nicht gleich zu, aber denken später irgendwann darüber nach. Meine Schweifspitze zuckte leicht. Wir können immer nur die Samen anlegen. Aber die Pflanzen müssen selbst in ihnen wachsen. Wieder musste ich an Gewitter denken. Hoffte ich für sie, dass meine Worte noch in ihr Wurzeln schlugen? Oder wünschte ich mir, dass es nie geschah, weil ihr das im BlutClan wohl noch mehr Schwierigkeiten machen würde? Ich wusste es nicht sicher.
Vielleicht war es auch nicht an mir, das zu beurteilen.
Sie war erwachsen geworden und ich konnte sie nicht davor beschützen.

Einen Happen nehme ich immer.
Wieder drang ein raues Schnurren aus meiner Kehle. Im BlutClan und wohl auch bei vielen anderen WindClan-Katzen hätte ich mich jetzt zurückgezogen, um mit meinen Erinnerungen allein zu sein, bis die Katzen von der Kriegerzeremonie zurückkamen. Bei Gepardenfell aber fühlte ich mich auf eine andere Art und Weise sicher. Ein wenig erinnerte es mich an Schwarzwind und doch war es etwas komplett anderes. Weniger Aufregung, weniger Emotionen aber eine Sicherheit, die ich nicht mehr gehabt hatte, seit Roggenbart begonnen hatte, meine Autorität als damalige Zweite Anführerin des WindClans anzugreifen. Früher hatte mir der WindClan diese Sicherheit gegeben, aber die Rückkehr hatte sie mir nicht vollständig zurückbringen können. Schließlich blieben mir die Erinnerungen an Windsterns schmerzhaften Worte genauso wie die Vorurteile mancher anderen WindClan-Katzen. Zeit war erbarmungslos und nicht zurückzudrehen. Die Sicherheit von damals war unwiederbringlich zerbrochen. Es war zu viel passiert, hinter das keine der beteiligten Katzen je würde zurückgehen können, ohne sich selbst zu belügen. Und doch ... in Gepardenfells Gegenwart durfte das sein.
Ich hole uns etwas.
Ich rappelte mich also auf und beeilte mich zum Frischbeutehaufen hinüber zu kommen. Für einen Moment dachte ich wieder an meine Jungen und auch an meine Schülerin. Distelpfote war jung und schüchtern, aber sie würde es bestimmt auch schaffen. Sturmstern konnte unmöglich übersehen, dass sie eine gute Jägerin war, selbst wenn sie im Kampfteil den einen oder anderen Fehler machte. Ich würde stolz sein, wenn ich ihren neuen Namen hörte. Sie würde vielleicht nicht die letzte junge Katze sein, der ich meine Worte weitergab, aber in Anbetracht der Umstände wohl doch die letzte, deren Ausbildung ich übernehmen wollte. Kurz hielt ich vor dem Frischbeutehaufen Inne, als ich diesen Entschluss fasste. Dann wählte ich ein Kaninchen aus. Früher hätte ich gezögert oder gar abgelehnt, eines Tages zu den Ältesten zu gehen. Selbst als ich mit meinen Jungen in den WindClan zurückgekehrt war, hatte ich mir das nicht vorstellen können. Viel zu sehr war ich es gewohnt, mich selbst durchzuschlagen und die Erfahrungen im BlutClan hatten da nicht geholfen. Dass Windstern mir nicht geglaubt und mich verbannt hatte, hatte mich schutzlos zurückgelassen. Die Anführerin, zu der ich aufgesehen hatte und deren Stellvertreterin ich gewesen war und der Clan, den ich geliebt hatte, könnten sich wieder von mir abwenden, mich verstoßen und schutzlos zurücklassen. Das war auch jetzt nicht auszuschließen. Aber in Gepardenfells Gegenwart schien dass alles nicht mehr so gefährlich zu sein. Noch einmal wollte ich mich auf den Clan und eine andere Katze verlassen. Ja, die Chance schutzlos zu bleiben bestand weiterhin. Mich vom Gegenteil zu überzeugen, würde bedeuten, mich selbst zu belügen. Aber das bedeutete nicht, dass ich den Clan auf irgendeine Art und Weise weniger liebte. Ich hatte ihm drei Junge zurückgebracht, die zu hervorragenden Krieger*innen herangewachsen waren. Nur eine meiner Töchter war im BlutClan geblieben.
Liebe war ein kompliziertes Gefühl.
Ein Gefühl voller Unsicherheiten und ohne Garantien.
Der Clan hatte mich schon einmal verraten und nein, ich konnte nicht ausschließen, dass es wieder passierte. Windstern hatte ihr eigenes Urteil fällen müssen und Roggenbart hatte die Beweise so arrangiert, dass sie gegen mich gesprochen hatten. Sie hatte die Verantwortung für den jungen Clan getragen und mir trotz der Beweislast weiter zuzuhören, hätte eine Spaltung im Clan verursachen können. Das machte es nicht weniger schmerzhaft und das Verhalten meiner ehemaligen Anführerin nicht weniger fehlerhaft, aber die Vergangenheit war nun auch nicht mehr zu ändern. Wir waren alle Katzen. Und Katzen machten Fehler in ihren Urteilen ... Im WindClan, im BlutClan, überall.
Niemand konnte das Risiko mindern.
Aber auf irgendeine absurde Art und Weise gab Gepardenfell mir das Gefühl, anders damit leben zu können. Vielleicht würde er sich ja auch entscheiden, zu den Ältesten zu gehen, jetzt wo Dachspfote vermutlich zum Krieger ernannt wurde. Er war schließlich auch nicht mehr der Jüngste und auch er wirkte fragiler als an dem Tag, an dem ich in den WindClan zurückgekehrt war. Und wenn nicht war die Distanz zwischen dem Bau der Krieger und dem Bau der Ältesten gewiss auch nicht unüberwindbar, auch wenn es mir wohl mehr Sicherheit geben würde den Kater bei mir zu haben.
Ich kann ihn ja einmal fragen, wie es bei ihm aussieht, ging es mir durch den Kopf, als ich mit dem Kaninchen zu dem Krieger zurückkehrte und mich neben ihm niederließ.
Guten Appetit, miaute ich, bevor ich ihm den ersten Bissen überließ, um mir erst dann selbst einen zu nehmen. Um ehrlich zu sein, wirkte er in dem Moment wirklich ein wenig fragil. Vielleicht auch nicht mehr ganz gesund. Von unseren Kriegerpflichten zurückzutreten und uns am Abend unserer Leben noch ein wenig auszuruhen, könnte uns beiden gut tun, ging es mir durch den Kopf. Wir haben dem Clan schon so vieles gegeben. Vielleicht war es sogar mehr, als irgendjemand verdient hatte. Aber das tat nichts zur Sache. Wir hatten dem Clan gegeben, weil der Clan uns viel bedeutet hatte.
In meinem Fall bis in, trotz und vielleicht auch durch das Exil.


Gerade als ich den Kopf hob, um meine Gedanken anzusprechen und Gepardenfell von meinem Entschluss zu erzählen, schallte Sturmsterns Rufen durch das Lager und ich hob den Kopf, um die Schüler zu sehen, die von ihrer Kriegerprüfung zurückkehrten. Stolz kam in meiner Brust auf, als mein Blick auf Staubpfote, Schwarzpfote und Kronenpfote zum Liegen kam, aber auch Distelpfote machte einen guten Eindruck. Ihre Geschwister und Nerzpfote schienen die Prüfung ebenfalls bestanden zu haben und mein Herz machte einen kleinen Sprung. Noch vor Sonnenaufgang würde der WindClan sieben starke junge Krieger mehr haben.
Inzwischen hatte sich der Clan versammelt und ich schenkte Gepardenfell ein stolzes Lächeln, bevor ich mich Sturmstern zuwandte, um der Zeremonie zu lauschen. Erst war Nerzpfote dran und die gemischten Gefühle überkamen mich erneut, als die junge Kätzin und gute Freundin einer meiner Töchter sich zur Loyalität gegenüber dem Clan verpflichtete und daraufhin den Namen Nerzfeder erhielt. Dennoch überwog nun der Stolz, als Schwarzpfote, Staubpfote und Kronenpfote nach vorne gerufen wurden. Gewitter mochte entschieden haben, im BlutClan zu bleiben und der Verrat meiner blaugrauen Tochter schmerzte nach wie vor, aber die drei waren mir in den WindClan gefolgt. Auf die eine oder andere Art und Weise würde ich weiter an ihrem Leben teilhaben, selbst wenn ich sie nicht mehr säugte. Ein Stück weit hatte ich die Verantwortung für sie bereits vor sechs Monden an ihre Mentor*innen abgegeben, aber jetzt waren sie endgültig erwachsen geworden. Es war ein Abschied und zugleich ein Neubeginn. Trauer und Freude, die mich erfüllten, als ich ihre neuen Namen hörte.
Staubfall, Schwarzohr und Kronentanz.
Stolz.
Lauter als zuvor bei Nerzfeder rief ich die neuen Namen meiner Töchter und meines Ziehsohns. Sie hatten unterschiedliche Welten gesehen, im BlutClan und als Streuner gelebt und sie hatten sich mit mir für das Leben im WindClan entschieden. Sie hatten weniger erlebt und für sie hielt der WindClan nicht dieselben Erinnerungen, Schmerzen und Freunden bereit wie er es für mich tat. Wenn sie Glück hatten, würde er das nie in dieser Form, selbst wenn sie gewiss die guten und schwierigen Momente des Lebens in all seinen Farben kennenlernen würden, soweit sie das durch die Zeit im BlutClan und Gewitters Verrat noch nicht getan hatten. Sie würden ihr Leben leben und ich wollte sehen, wie sie es lebten. Niemals hätte ich sie aufgehalten, blockiert oder bevormundet, wie andere Katzen es vielleicht getan hätten und Eisauge es immer wieder mit ihren Jungen zu tun schien. Schließlich war es bereits eine Freude, sie in diesem Moment ihres Lebens sehen zu dürfen. Gewitter hatte mir diese Ehre und Freude nicht geben wollen.
Das war ihre Entscheidung gewesen und ich musste sie akzeptieren.
Umso mehr freute ich mich, meine anderen Jungen auf ihrem Lebensweg weiterhin begleiten zu dürfen.

Als die Stimmen verklungen waren, kamen nun Eisauges Junge und damit auch meine Schülerin an die Reihe. Auch für sie würde als Krieger*innen ein neuer Lebensabschnitt anbrechen. Irgendwie zweifelte ich zwar daran, dass die weiße Kriegerin ihre Jungen loslassen würde, aber ich hoffte, dass Distelpfote die damit kommenden Schwierigkeiten gut bewältigen würde können. Und auch wenn das ihrer Mutter vielleicht nicht gefiel, würde ich die junge Kätzin ja auch nicht alleine lassen, nur weil sie jetzt ihren Kriegernamen bekommen hatte. Schließlich war ich sechs Monde lang ihre Mentorin gewesen und selbst wenn ich entschieden hatte, zu den Ältesten zu gehen, würde ich der Kätzin auch im Kriegeralter noch mit Rat und Tat zur Seite stehen, wenn sie mich danach fragte.
Schweigend lauschte ich den Versprechen der jungen Katzen. Elsterpfote würde Elsterblick heißen, für Dachspfote hatte Sturmstern den Namen Dachsbiss ausgewählt und Distelpfote würde von nun an den Namen Distelnase tragen. Erneut erhob ich stolz meine raue Stimme, um zum letzten Mal den Namen einer ehemaligen Schülerin zu rufen. Noch einmal hatte ich nach meiner Rückkehr zum Clan all mein Können an eine junge Katze weitergegeben und dem WindClan damit einen Dienst erwiesen. Ich hatte Distelpfote all mein Wissen und meine Fähigkeiten weitergegeben, soweit es ihren eigenen Talenten entsprach und sie würde diese eines Tages ebenfalls an ihre Schüler*innen weitergeben. Und vielleicht würde ich ihr später sagen, wie dankbar ich dafür gewesen war, sie zuletzt als Schülerin ausgebildet zu haben.

Als die Rufe verklangen und Sturmstern sich der Ernennung von Äschelnlichts Jungen zu Schüler*innen zuwandte, flog mein Blick für einen kurzen Moment zum Himmel.
Leitet ihre Pfoten, bat ich meine Kriegerahnen im Stillen. Wenn es ihnen gut geht und auch dann, wenn sie das Silbervlies hinter den Wolken nicht sehen können. Eines meiner Ohren zuckte leicht bei diesem Gedanken. Am Ende waren die Sterne immer an meiner Seite gewesen. Nach meiner Verbannung hatte es eine Zeit gegeben, in der ich sie nicht gesehen hatte, genauso wie an manchen Tagen im BlutClan und bei Gewitters Verrat. Aber am Ende hatten sie geleuchtet und mir den Weg zurück zum Clan gezeigt.
Nun hoffte ich, dass sie auch meinen Jungen leuchten würden. Selbst Gewitter die weit weg war und vielleicht nicht einmal einen Gedanken an ihre Kriegerahnen verschwendete.
Überrascht aber auch stolz nahm ich zur Kenntnis, dass Kronentanz selbst bereits Eulenpfotes Ausbildung übernehmen sollte. Es war ungewöhnlich eine frisch ernannte Kriegerin zur Mentorin zu machen, aber gleichzeitig war ich überzeugt davon, dass meine Tochter dieser Aufgabe bereits gewachsen war. Und wenn Sturmstern es ihr zutraute, obwohl sie nicht im Clan geboren war, dann musste das heißen, dass sie richtig gute Überzeugungsarbeit geleistet hatte.


Inzwischen hatte ich die Mahlzeit zu Ende gebracht und leckte mir das Blut aus den Schnurrhaaren, aber bevor ich mich wieder Gepardenfell zuwenden konnte, stand Sturmstern bereits bei uns. Obgleich die Beziehung zwischen uns wohl durch die Vergangenheit belastet war, senkte ich respektvoll den Kopf vor dem jungen Anführer. Ja, ich wollte mit ihm sprechen. Zwar wäre es mir lieber gewesen, erst mich Gepardenfell ein paar Worte über meine Pläne zu wechseln, aber so wollte ich die Gelegenheit auch nicht verstreichen lassen.
Ja, ich würde gerne mit dir sprechen, miaute ich mit rauer Stimme. Wie du weißt, habe ich dem WindClan in den letzten Monden noch einmal meine ganze Kraft zur Verfügung gestellt. Eines meiner Ohren zuckte leicht. Aber nun ist Distelnase zur Kriegerin ernannt worden und ich bin alt geworden.
Für einen kurzen Moment flog mein Blick zu Gepardenfell, bevor ich mich wieder Sturmstern zuwandte. Sollte ich weitersprechen? Wäre es nicht doch eine Möglichkeit, noch länger im Bau der Krieger zu schlafen, für den Clan zu jagen und zu kämpfen? Kriegerin zu bleiben?
Ich schluckte.
Daher habe ich entschieden, zu den Ältesten zu gehen.


Angesprochen: Gepardenfell, Sturmstern, (ruft auch die Namen der neu ernannten Krieger*innen und Schüler*innen während der Clanversammlung)
Standort: Bei Gepardenfell auf der Lichtung vor dem Anführerbau
Sonstiges: Redet mit Gepardenfell, denkt über die Vergangenheit nach und holt dann ein Kaninchen vom Frischbeutehaufen, wobei sie den Entschluss fasst, zu den Ältesten zu gehen. Dann kehrt sie zu Gepardenfell zurück und teilt das Kaninchen mit ihm. Dabei lauscht sie der Clanversammlung und ruft bei den Zeremonien die Namen der frisch ernannten Krieger*innen und Schüler*innen. Danach reagiert sie auf Sturmstern als dieser sie anspricht und sagt ihm, dass sie plant, zu den Ältesten zu gehen.

Reden | Denken | Handeln | Katzen
(c)Schmetterlingspfote&Finsterkralle

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#011 / steckbrief / windclan junges

- Mini Zeitsprung, weil alles irgendwie super verworren ist ono -

Nachdem Äschenlicht die Kinderstube auf der Suche nach Eulenjunges verlassen hatte, hatte Tropfenjunges sich einfach wieder in ihr Nest zurückgezogen und darauf gewartet, dass ihr Mapa zurückkehren würde. Immer wieder schielte sie dabei über den Rand und sah fast schon sehnsüchtig zu der Gruppe an spielenden Jungen hinüber, traute sich allerdings nicht, zu fragen, ob sie vielleicht mitspielen durfte. Nicht, wenn sie weder Schemenjunges noch Eulenjunges an ihrer Seite hatte, die sie zum Fragen vorschicken konnte.
Irgendwann hatte sie dann die Müdigkeit überkatzt, so sehr sie auch versuchte, die Augen offen zu halten, und sie war, mit der Nase unter ihrem Schweif versteckt, ganz allein in dem riesigen Nest eingeschlafen.

Als sie langsam wieder die Augen öffnete und das Maul zu einem Gähnen aufriss, war sie noch immer allein in ihrem Nest in der Kinderstube. Ein leises Wimmern entwich Tropfenjunges und sie kauerte sich tiefer in das Moos. Hatte ihr Mapa sie etwa vergessen? Die kleine graue Kätzin presste die Augen wieder zu und versuchte, einfach wieder in den Schlaf zurück zu sinken. Vielleicht war das alles ja einfach nur ein ganz ganz schlimmer Traum und wenn sie wieder aufwachte, dann würden Äschenlicht und Eulenjunges und Schemenjunges dicht an sie gekuschelt mit ihr gemeinsam im Nest liegen.
Ihr angestrengter Versuche, wieder einzuschlafen, wurde allerdings jäh von dem Ruf des Anführers unterbrochen, dessen kräftige Stimme bis in die Kinderstube drang. Tropfenjunges’ Ohren stellten sich auf. Einige Herzschläge lang kämpfte sie mit sich selbst. Einerseits wollte sie gerne wissen, was Sturmstern dem Clan wohl mitteilen würde, andererseits wollte sie auch hier warten für den Fall, dass ihr Mapa und ihre Geschwister zurückkehren würden. Schlussendlich gewann dann allerdings ihre Neugierde und mit zittrigen Beinchen kraxelte Tropfenjunges über den Nestrand und tappte vorsichtig zum Eingang der Kinderstube, spähte von dort aus auf die Lagerlichtung hinaus.
Ihr kleines Herz machte einen gewaltigen Satz als sie dort Äschenlicht und Eulenjunges erkannte und für einen Moment vergaß sie sogar ganz ihre Scheu, stieß ein erfreutes Miauen aus und sprang über die Lichtung, um sich dort heftig schnurrend erst der Flanke ihres Mapas und dann an der ihrer Schwester zu reiben.
“Ich dachte, ihr habt mich vergessen!”, gab sie kleinlaut zu und sah mit großen Augen zu Äschenlicht auf. Sie war so unglaublich erleichtert, dass ihre Familie sie anscheinend doch nicht einfach allein gelassen hatte und immer wieder rieb sie ihren Kopf gegen Eulenjunges’ Wange. Sie hatte ihre Schwester so sehr vermisst!
Erst als Sturmstern wieder zum Reden ansetzte, erinnerte sie sich, wieso sie sich eigentlich aus der Kinderstube hinaus getraut hatte und schnappte erschrocken nach Luft. Hoffentlich würde der Anführer nicht wütend auf sie sein, dass sie die Versammlung für einen Augenblick vergessen hatte! Die blauen Augen weit aufgerissen presste Tropfenjunges sich zwischen Äschenlicht und Eulenjunges, sodass sie deren Pelze an beiden Seiten ihrer Flanke spüren konnte, und sah dann aufmerksam zu dem Kater hinüber, der das Wort an den Clan gewandt hatte.

Die Namen der Schüler, die er zu sich rief, schien kein Ende zu nehmen und doch betrachtete Tropfenjunges jeden der frisch ernannten Krieger mit genau der gleichen Ehrfurcht, miaute deren Namen gemeinsam mit dem Clan, wenn auch sehr viel leiser als ihre Clankameraden. Sie war sich nicht so ganz sicher, ob sie das durfte, immerhin hatte ihr niemand ausdrücklich die Erlaubnis dazu gegeben, doch wollte sie auch nicht, dass die neuen Krieger enttäuscht waren oder gar dachten, dass sie sie nicht mochte, wenn doch eigentlich das genaue Gegenteil der Fall war. Tropfenjunges beobachtete die Katzen mit einer absoluten Faszination. Sie alle waren so groß und stark und hatten so tolle Namen von Sturmstern bekommen. Ob sie eines Tages wohl auch so einen hübschen Namen wie Kronentanz oder Nerzfeder erhalten würde? Und natürlich war da auch Distelnase, die Kätzin, die so nett zu ihr und ihrer Schwester gewesen war und ihnen erklärt hatte, wie das Leben in einem Clan überhaupt funktionierte.
Tropfenjunges schwirrte der Kopf von den ganzen Eindrücken und Emotionen, die sie wahrnahm und erschrocken quiekte sie auf, als Sturmstern plötzlich auch noch ihren Namen rief! Ihr ganzer Leib zitterte als sie vorsichtig nach vorne trat, dabei versuchte, sich hinter ihren Geschwistern zu verstecken. Sie konnte ihren Ohren kaum trauen - sie wurden nun zu Schülern ernannt! Vorsichtig hob die graue Kätzin den Kopf leicht an und bemühte sich, Sturmstern anzusehen, damit er ja nicht dachte, sie würde ihm keinen Respekt entgegenbringen. Er war nur so groß und sah ein wenig grimmig aus, dass sein Anblick ihre Schweifspitze nervös zum Zucken brachte.
Ihre Augen weiteten sich leicht, als Eulenpfote doch tatsächlich Kronentanz als Mentorin bekam. Die braune Kätzin musste absolut großartig sein, wenn sie direkt nach ihrer Ernennung zur Kriegerin bereits eine Schülerin bekam! Aber sie war auch Sturmsterns Schülerin gewesen, also hatte sie bestimmt ganz viel gelernt. Es war sicherlich eine Ehre, von der ehemaligen Schülerin des Anführers ausgebildet zu werden, dachte Tropfenpfote sich und berührte Eulenpfote zaghaft mit der Nase am Ohr, um ihr zu zeigen, wie stolz sie auf ihre Schwester war.
Nun hatten beide ihre Geschwister ihre Mentoren zugeteilt bekommen und Tropfenpfote konnte denn durchdringenden Blick des Clan-Anführers auf sich spüren. Sie legte sie Ohren an und presste sich etwas dichter an den Boden, traute sich gar nicht, ihm direkt ins Gesicht zu sehen. Jetzt würde er ihr bestimmt sagen, dass sie, mit ihren kurzen Beinen, keine richtige Schülerin sein würde, dass er ihr einfach nur aus Mitleid ebenfalls einen Schülernamen gegeben hatte, damit sie sich nicht allzu ausgeschlossen fühlte. Tropfenpfote hatte sich bereits mit dem Gedanken angefreundet, dass sie nie so einen hübschen Namen wie all die anderen Krieger bekommen würde, als Sturmstern mit einem Mal meinte, dass er ihre Ausbildung übernehmen würde. Ihr Kopf schoss hoch und sie sah den großen Kater ungläubig an, reagierte erst gar nicht, als er seine Nase gegen die ihre presste, stand einfach wie erstarrt da. Stumm nickte sie auf seine Worte hin, zu mehr war sie im Moment nicht in der Lage und wartete dann, dass Sturmstern die Versammlung beendete. Dabei warf sie einen kurzen Blick über die Schulter, hinüber zu ihrem Mapa, um zu sehen, was er wohl davon hielt, dass sie nun die Schülerin des Anführers war. Zu gerne wollte sie zu ihm hinüber stürzen, ihn fragen, ob dies eine gute Sache war, doch zwang sie sich dazu, auf ihrem Platz sitzen zu bleiben.

“O-okay”, piepste sie und nickte eifrig auf die Anweisung ihres Mentors hin, sah ihm einige Herzschläge lang nach. Er hatte so eine starke Ausstrahlung, doch war er kein Bisschen so warm, wie sie es von Äschenlicht gewohnt war. Viel mehr schien die kalte Luft der Blattleere, die Tropfenpfote nun schon allzu gut kannte, ganz genau zu ihm und seinem Auftreten zu passen. Sie fröstelte leicht, sah dann mit unsicherem Blick zu ihren beiden Geschwistern. Natürlich war sie froh, dass sie nun gemeinsam mit ihnen zur Schülerin ernannt worden war, doch gleichzeitig fühlte sie sich irgendwie auch noch fehl am Platz. Ihre Ohren zuckten.
“Ich hol eben etwas Nestmaterial”, murmelte sie und tappte dann zum Heilerbau hinüber, wo sie gelernt hatte, dass das frische Nestmaterial aufbewahrt wurde. Als sie den Bau betrat, stieg ihr sogleich der Geruch von Blut in die Nase und ihr Nackenfell stellte sich auf, doch atmete sie einmal tief durch und willte ihre Pfoten dazu, sich weiter zu bewegen. Zaghaft hob sie die Stimme, wollte sie den Heiler doch nicht bei seiner Arbeit stören. “Milanschrei?”


Erwähnt: Eulenpfote, Schemenpfote, Äschenlicht, Sturmstern, Milanschrei, alle frisch ernannten Krieger
Angesprochen: Äschenlicht, Eulenpfote, Sturmstern, Milanschrei

TL;DR
Zu viel. Wird zur Schülerin ernannt, weiß nicht, ob sie sich über ihren Mentor freuen soll. Geht dann in den Heilerbau, um Milanschrei nach Nestmaterial zu fragen.




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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   WindClan-Lager - Seite 25 EmptyDo 13 Jan 2022, 18:14

Nachtfuß

Krieger | WindClan



Die Rückkehr der Schüler*innen von der Kriegerprüfung ließ mich den Kopf heben und für einen Moment lang musterte ich die sieben jungen Katzen aufmerksam. Keine von ihnen wirkte so, als hätte sie bei der Kriegerprüfung versagt und so nahm ich an, dass jede Einzelne von ihnen noch vor dem Sonnenaufgang ihren Kriegernamen tragen würde. Auch Schwarzpfote stand neben Hundeschweifs Töchtern und für einen Moment zweifelte ich erneut daran, dass mein Schüler wirklich der Sohn der graubraunen Kriegerin war. Nicht dass ihn das zu einem schlechteren Krieger machte, aber in der kleinen Familie wirkte er irgendwie anders. Und auch wenn das Verhalten aller drei wohl auch vom Leben außerhalb des Clans geprägt gewesen war, als sie in den WindClan kamen und bei manchen Verhaltensweisen wohl immer noch so war. Zum Beispiel nahm ich nicht an, dass Schwarzpfotes Kampfstil jemals das für mich so "Fremde" verlieren würde. Der junge Kater war ausgebildet worden, um zu töten ... Selbst wenn er jetzt das Gesetz der Krieger ernst nahm und das Leben einer anderen Katze nur beenden würde, wenn es keinen anderen Ausweg gab, würden die Prägungen nie vollständig aus seinem Kampfstil getilgt sein. Aber wo hatte er so kämpfen gelernt? Hundeschweif hatte es ihm wohl eher nicht beigebracht. Das konnte ich mir nur schwer vorstellen und wenn hätten doch auch Staubpfote und Kronenpfote deutlicher ähnliches Verhalten zeigen müssen. Und wenn er nicht zufällig sehr brutale Streuner als Eltern gehabt hatte, fiel mir nur ein Ort ein ...
Mein braunes Fell sträubte sich für einen Augenblick lang, bevor ich mich bewusst entspannte. Selbst wenn das stimmte, war Schwarzpfote immer noch eine ehrenhafte WindClan-Katze. Eine Katze war nach ihren eigenen Fähigkeiten und Taten zu beurteilen und nicht danach, woher sie kam, auch wenn Hundeschweif solche Dinge nicht hätte verheimlichen sollen.
Ich werde ihn später darauf ansprechen, beschloss ich im Stillen. Dann können wir die Sache ruhen lassen. Außer es gibt Gründe zur Sorge.

Jetzt aber berief Sturmstern erst einmal die Clanversammlung ein und ich lauschte den Ernennungen mit respektvoller Aufmerksamkeit. Zwar war mir die ganze Aufmerksamkeit damals sowohl bei meiner Schüler- als auch bei meiner Kriegerzeremonie unangenehm gewesen, aber die Sorge machte ich mir bei den aktuellen Schüler*innen weniger. Maximal noch bei Distelpfote, die immer etwas zurückhaltender gewesen war, aber auch sie würde sich an bestimmte Aspekte des Clanlebens mehr oder weniger gewöhnen, oder zumindest Wege finden, damit umzugehen. Schließlich war das der Preis für das gemeinsame Leben und dafür immer den Rückhalt des Clans zu haben, was immer geschah.
Schweigen hörte ich also zu, wie die Schüler ihre Loyalität zum WindClan bekundeten und dafür im Gegenzug ihre Kriegernamen erhielten. Schwarzpfote sollte Schwarzohr heißen und meine Schnurrhaare zuckten leicht, als Sturmstern im Rahmen der Zeremonie den Mut und den Tatendrang meines ehemaligen Schülers unterstrich. Ein Anflug von Stolz funkelte in meinen Augen, als der Clan begann, den neuen Namen des schwarzen Katers zu rufen und ich mit einstimmte. Er hatte seinen Kriegernamen wahrlich verdient, egal wo Hundeschweif ihn eingesammelt hatte. Aber ob er unter der Unehrlichkeit seiner Ziehmutter leiden sollte? Diese Frage war in einem Gespräch mit dem Kater und vielleicht noch Hundeschweif zu klären, wie ich vermutete. Und abgesehen davon, dass ich ohnehin keine übereilten Handlungen durchführen wollte, war mein Schüler nach dem Tod von Zitterfluss und Silberregen die letzte Katze im Clan, die für mich noch so etwas wie eine Familie war. Es lag mir fern, das Band zwischen uns zu gefährden, weil ich emotional und übereilt gehandelt hatte. Sicher, wenn man nach Blut ging waren zumindest Eisauges Junge meine Familie und auch für sie empfand ich bei der Zeremonie einen gewissen Stolz, als Sturmstern weitersprach. Aber nachdem die weiße Kätzin unsere Beziehung beendet und mich wiederholt vom Nest der Jungen vertrieben hatte, wussten die drei noch nicht einmal, dass ich ihr Vater war. Als ich Zitterfluss kennengelernt hatte, war ich zu dem Schluss gekommen, es wäre besser, die Vergangenheit ruhen zu lassen und mich auf meine neue kleine Familie zu konzentrieren. Jetzt aber sah die Welt wieder anders aus und ich hatte nur noch Schwarzohr und meine Kriegerpflichten, um mich von der Herausforderung abzulenken, die vergangene Beziehung zu Eisauge darstellte. Und so konnte ich nur schweigend Stolz auf meine Jungen sein, die neuen Namen genauso rufen, wie jede andere Katze im Clan, ohne viel zu zeigen.
Ich hatte ihnen das Leben gegeben.
Aber ich war nie für sie da gewesen.
Nicht weil ich es nicht gewollt hätte, sondern weil Eisauge es so entschieden hatte. Damals hatte ich noch etwas für die Kätzin empfunden und die Welt nicht mehr verstanden, aber dann irgendwann war ich zu der Erkenntnis gekommen, dass sie wohl nicht anders hatte handeln können. Ich war nicht genug gewesen, um ihr zu helfen, die Vergangenheit und sich selbst zu überwinden. Vielleicht war es besser gewesen auseinanderzugehen. Zitterfluss hatte mir Trost gebracht und doch hatten weder sie noch ihre Jungen bis jetzt überlebt. Ich wünschte mir nur, dass auch Eisauge früher oder später etwas Trost finden könnte. Vielleicht auch die Katze, die ich für sie nicht hatte sein können. Die Katze, die Zitterfluss am Ende für mich gewesen war. Ob ich dann jemals ein Wort mit meinen Jungen wechseln konnte oder nicht. Schon allein um der weißen Kriegerin Willen wünschte ich es ihr.

Inzwischen war die Clanversammlung vorbei und ich schob die Gedanken wieder beiseite. Es machte keinen Sinn noch weiter über Eisauge nachzudenken. Stattdessen wollte ich Schwarzpfote lieber zu seinem Kriegernamen gratulieren. Ich rappelte mich also auf und trabte zu meinem ehemaligen Schüler hinüber, um ihn mit einem Kopfnicken zu begrüßen.
Gratulation, Schwarzohr, betonte ich bewusst den neuen Namen des jungen Kriegers. Du hast deinen Kriegernamen wirklich verdient.


reden | denken | handeln | Katzen
Sonstiges: Denkt nach und spricht dann Schwarzohr an, um ihm zum Kriegernamen zu gratulieren.


Staubpfote/-fall

Schülerin/Kriegerin | WindClan



---> Territorium [WindClan-Territorium]


Ich überredete mich selbst zu einem Lächeln, als ich neben Kronenpfote und Schwarzpfote ins Lager kam. Selbst jetzt tat ich mir schwer, meinen Blick von dem Kater zu nehmen und ich schluckte. Irgendwie fühlte ich mich neben den beiden Katzen trotzdem einsam, wo ich mich doch nicht traute, so dicht an den Kater heranzulaufen, wie meine Schwester es zu tun schien. Ich versuchte, mich an Nerzpfote Worte zu erinnern und daran, dass es vielleicht nicht ganz fix war. Vielleicht war doch nichts zwischen den beiden, hatte meine Freundin gesagt, aber es war schwer, mich an diesen Worten festzukrallen. Man hätte meinen können, dass ich es zu sehr versuchte, so sehr dass meine mentalen Muskeln weh taten, aber irgendwie wollte es mir nicht gelingen, mich selbst wirklich davon zu überzeugen. Wie könnte Schwarzpfote mich bevorzugen, wenn ich doch nicht einmal in der Lage war, ihm sein Glück wirklich zu gönnen? Es konnte doch niemand eine Gefährtin wollen, die von Eifersucht aufgefressen wurde ... Und wenn Kronenpfote die Wahrheit wüsste ... Sie würde bestimmt keine Schwester wollen, die so war.
Ich leckte mir über das Brustfell und begann eine kurze Fellwäsche, um meinen Scham zu verbergen und inzwischen hatte Sturmstern auch den Clan zusammengerufen. Ich versuchte die Ohren aufgestellt zu halten, als der Anführer uns Nerzfeders neuen Kriegernamen verkündete und schenkte der Kätzin einen möglichst fröhlichen Blick. Sie sollte nicht glauben, dass ich mir von ihr nicht helfen lassen wollte. Sie hatte sich schließlich sehr bemüht und am Ende hatte sie doch auch irgendwie Recht, selbst wenn es mir schwer fiel, ihren Worten wirklich zu glauben.
Dennoch rief ich ihren Namen.
Und dann kamen wir an die Reihe.

Ich verspreche es.
Die Worte kamen wie automatisch. So oft hatte ich davon geträumt, dieses Versprechen abzulegen, dass es jetzt keinen Unterschied machte, dass ich mich in nur bedingt danach fühlte. Unsere Mutter hatte uns in den WindClan gebracht und ich wusste das zu schätzen ... und trotzdem zweifelte ich in diesem Moment daran, dass ich hier ein Zuhause gefunden hatte. Nie hätte ich gedacht, dass es so kommen hätte können. Kronenpfote, Schwarzpfote und ich ... Wir sollten für immer als Geschwister zusammenbleiben.
Und doch ...
Als Sturmstern seinen Kopf auf meinen legte und ich ihm die Schulter leckte, musste ich noch an eine andere Kätzin denken. Gewitter hatte uns noch viel früher verlassen. Das hatte geschmerzt, aber wir waren weitergegangen. Ich hätte nie erwartet, noch mehr zu verlieren. Aber vielleicht war ich naiv gewesen. Vielleicht hätte ich damals schon begreifen müssen, dass alles ein Ende hatte und nur wenige Katzen wirklich das perfekte Ende für ihre Geschichte haben konnten. Meist gab es perfekte Enden wohl wirklich nur in Erzählungen ... Oder bei meiner Mutter, die jetzt mit Gepardenfell zusammensaß. Ich erschrak über meinen eigenen Gedanken, schließlich hatte meine Mutter in ihrem Leben auch einige Herausforderungen zu meistern gehabt und der Verrat meiner Schwester musste sie hart getroffen haben ...
Schweigend lauschte ich nun den übrigen Zeremonien, wobei ich mich nur schwer davon abhalten konnte, Schwarzpfotes Namen ein wenig lauter zu rufen als alle anderen davor oder danach. Ob es Kronenpfote genauso ging? Was war ich nur für eine Schwester, dass ich schon wieder darüber nachdachte?
Glückwunsch, miaute ich dann mit einem leichten Lächeln. Nein, ich wollte ihnen wirklich nicht den schönen Tag vermiesen, nur weil es mir schlecht ging. Und meine Eifersucht würde auch niemandem helfen ... Besser ich konzentrierte mich auf die Zeremonie. Auch wenn das leichter gesagt als getan war ... schließlich zog Schwarzpfote immer wieder meine Aufmerksamkeit auf sich ...
Überrascht horchte ich auf, als Sturmstern verkündete, dass Kronentanz Eulenpfote ausbilden sollte.
Äh, Gratulation? Was als überraschte und ehrlich gemeinte Gratulation begann verstarb fast auf meinen Lippen. Alles Gute dafür. Jetzt konnte ich endgültig vergessen, mit meiner Schwester mithalten zu können. Sie hatte bereits einen richtigen Kampf hinter sich, während es bei mir beim Training geblieben war und jetzt auch schon einen Schüler? Ich biss mir auf die Lippen, ehe ich mich wieder zusammenriss und wartete, dass die Clanversammlung zu Ende sein würde.
Dass Kronentanz dann sofort entschied ins Nest zu gehen, kam mir gerade Recht. Irgendwie fühlte ich mich momentan nicht wohl in der Gegenwart meine Schwester und so sehr ich mich bemühte, kam doch immer wieder meine Eifersucht hoch.
Gute Nacht, miaute ich leise. Schlaf gut.

Erst Nerzfeder Berührung veranlasste mich dazu, den Blick vom Kriegerbau abzuwenden und machte mir bewusst, dass ich meiner Schwester hinterhergesehen hatte.
Ähm ja, miaute ich rasch, tatsächlich durch die Anwesenheit meiner Freundin wieder etwas aufgemuntert. Niemand kann uns aufhalten. Eines meiner Ohren zuckte leicht. Und Gratulation, fügte ich dann hinzu. Du hast einen schönen Namen.


reden | denken | handeln | Katzen
Sonstiges: Cf: Territorium
Kommt von ihrer Kriegerprüfung zurück und wird zur Kriegerin ernannt. Interagiert mit ihren Geschwistern und reagiert dann auf Nerzfeder.


Elsterpfote/-blick

Schülerin/Kriegerin | WindClan



---> Territorium [WindClan-Territorium]


Meine Schweifspitze schlug etwas verärgert von einer Seite zur anderen, als ich das Lager neben Dachspfote betrat. Sturmstern mochte den Kampf abgebrochen haben, aber ich war davon überzeugt, dass ich mich noch hätte befreien können. Außerdem war das doch verrückt. Der schwarze Schüler hatte sich nicht wie eine normale Clankatze verhalten, als ich über ihm gewesen war. Mehr wie eine Streunerkatze eben und vielleicht war genau das die Gefahr dabei. Meine spitzen Krallen gruben sich in die Erde, bevor ich sie wieder einzog.
Beschämend dass die mit uns ernannt werden, zischte ich Dachspfote zu, als Sturmstern nun die Versammlung einberief und die Kriegerzeremonie der Streunerschüler begann. Sturmstern sollte es besser wissen.
Dann wartete ich schweigend darauf, dass auch ich an der Reihe war, mit meinen Geschwistern nach vorne zu treten. Es gab keinen Grund für mich, die neuen Namen der Streunerkatzen zu rufen. Schließlich wollte ich sie noch nicht einmal im Clan haben, geschweige denn als Krieger bergrüßen.

Ich verspreche es, miaute ich aber mit hoch erhobenem Kopf und stolz herausgestreckter Brust, als Sturmstern mich nach meiner Loyalität zum WindClan fragte. Dass mein Wort dabei bestimmt zehnmal mehr wert war, als das Versprechen dieser Streunerkatzen, die den Clan vielleicht auch wieder im Stich ließen und auf die man sich nicht verlassen konnte, war ohnehin klar. Gerade dass Kronenpfote ihr Kaninchen bei der Kriegerprüfung nicht hatte entkommen lassen.
Nachdem ich Sturmstern die Schulter geleckt hatte, trat ich wieder zurück und beobachtete schweigend, wie erst Dachspfote und Distelpfote ebenfalls an die Reihe kamen. Mein Bruder sollte von nun an Dachsbiss heißen, während meine Schwester den Namen Distelnase tragen sollte.
Gratulation euch beiden, miaute ich mit einem stolzen Grinsen, als ich einen Schritt zurück machte. Dabei sah ich Distelpfote ein klein wenig länger an, schließlich war sie trotz ihrer Mentorin so weit gekommen und das verdiente etwas Anerkennung.

Die nächsten Geschehnisse ließen mich sprachlos zurück.
Kronentanz sollte Eulenpfote Ausbildung übernehmen? Und das obwohl sie gerade eben erst zur Kriegerin ernannt worden war? Noch dazu mit ihrer Streuner-Vergangenheit?
Spinnt Sturmstern jetzt?, fragte ich meine Geschwister mit gesenkter Stimme, als die Clanversammlung sich schließlich auflöste. Oder hat er die Entscheidung schon bereut? Für einen Moment lang flog mein Blick Kronentanz hinterher, bevor ich mich wieder meinen Geschwistern zuwandte.
Mir egal, ob Sturmstern dich für eine gute und loyale Kriegerin hält. Glaub ja nicht, dass du mich hereinlegen kannst,
Streunerkatze.



reden | denken | handeln | Katzen
Sonstiges: Cf: Territorium
Kommt zurück ins Lager und wird z.ur Kriegerin ernannt. Redet dann mit Distelpfote und Dachspfote

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   WindClan-Lager - Seite 25 EmptyDo 13 Jan 2022, 20:02


M
ilanschrei

WindClan | Heiler | #047

”I truly try to do my best as a healer and a warrior…”

Milanschrei unterdrückte ein Seufzen. Er war es ja gewohnt, dass viele seiner Clankatzen nicht besonders gerne mit ihm sprachen, aber dass Igelbiss jetzt sogar aktiv seiner Frage auswich war nervig. Es war doch offensichtlich, dass er Streit mit einem SchattenClan-Krieger gehabt hatte und alles, was an der Grenze stattfand, musste Sturmstern wissen. Vor allem jetzt konnten sie sich nicht leisten, Schwäche zu zeigen, wenn man den doch eher überstürzten Anführerwechsel betrachtete und die ein wenig unglimpfliche gelaufene Große Versammlung. Dennoch ahnte der Heiler, dass er mit sturer Fragerei bei dem zerrupften Krieger vielleicht nicht viel weiter kommen würde. Er beschränkte sich also darauf, die Aussage nur mit einem ernsten “Mhm” zu kommentieren, während er hastig den Ackerschachtelhalm zerkaute, bevor Igelbiss auch den noch so schnell verputzte und schließlich auf der Wunde an Igelbiss’ Schulter anbrachte, nachdem er die blutigen Spinnweben aus den Pfoten des Katers genommen hatte. Insgeheim hoffte Milanschrei, dass es ein bisschen brannte, damit der Jüngere zumindest etwas daraus lernte. Allerdings würde die Ringelblume einer Entzündung vorbeugen Er sah, wie sich Igelbiss’ Haltung veränderte, sah das schuldbewusste Senken seiner Schultern und dass er seinen Blicken auswich. Wenigstens wusste er um die Situation, aber jetzt musste er noch erzählen, was passiert war. Milanschrei grübelte, wie er tatsächlich ein Wort aus ihm rausbekommen konnte, ohne ihn einfach mit Fragen zu bestürmen. Dazu war er auch einfach zu müde und wenn er daran dachte, danach noch mit Sturmstern darüber reden zu müssen - der vielleicht Igelbiss eine Strafe aufbrummen würde oder so, man wusste nie genau - da hatte er glatt keine Lust, Genaueres darüber zu erfahren.
Seine Bedenkzeit wurde etwas verlängert als Sturmstern und Rostkralle mit der ganzen Kohorte Schüler wieder zurück ins Lager kam und milde interessiert schaute Milanschrei hinüber. Anscheinend war es soweit gut gelaufen und alle waren noch heil. Wenigstens das, dachte er und sah dabei zu, wie Sturmstern sich kurz mit Rostkralle unterhielt und dann eine Versammlung zusammen rief. Ob es alle Schüler geschafft hatten? Einige von ihnen wirkten nervös und etwas zerrupft, andere wiederum schienen sich der Ernennung sicher. Milanschrei setzte sich, legte den langen Schweif um die Pfoten und hörte dabei zu, wie ausnahmslos alle zu neuen Kriegern ernannt wurden und schließlich sogar noch Äschenlichts Jungen. Gut, dachte Milanschrei. Ein Schritt voran. Er schielte noch einmal zu Igelbiss und ließ ein kurzes Husten hören. Was genau er damit bezwecken wollte, wusste er auch nicht, aber vielleicht konnte er den Kater damit wissen lassen, dass ihm langsam die Zeit davonlief, von sich aus etwas zu sagen, bevor er zu Sturmstern gehen würde. Wirklich drohen würde Milanschrei ihm nicht - er sah eh schon so schuldbewusst aus - aber er konnte ihm doch zumindest ein bisschen Feuer unterm Hintern machen oder?
Dazu kam er allerdings gar nicht, denn eine etwas piepsige Stimme unterbrach ihn und erschrocken stellte er fest, dass er eine Weile vor sich hin gestarrt hatte und die Versammlung bereits vorbei war. Milanschrei senkte seinen Blick und sah vor sich Tropfen… pfote, die mit großen blauen Augen zu ihm aufsah. “Mh? Ja?”, fragte er erstaunt, aber mit ruhiger Stimme. Was wollte sie denn, fehlte ihr etwas? Ihm fiel jetzt nichts auf, was nicht stimmen konnte, aber irgendwie fanden Jungen immer einen Weg, ihm mehr Arbeit zu machen. Aber naja, dafür konnten sie meistens nicht und sie war ja schließlich nun auch frisch ernannte Schülerin. “Wie kann ich dir helfen?” Irgendwie hatte er da Gefühl, dass es ihm mittlerweile leichter fiel, mit anderen zu reden und er konnte nicht genau sagen, ob das jetzt daran lag, dass er das Gespräch mit Sperlingsfeder geführt hatte oder daran, dass sich im Clan wirklich etwas veränderte - hin dazu, dass sie ihn besser aufnahmen als zuvor. Hatte er wirklich doch noch mehr Anschluss gefunden? War er vielleicht nicht mehr ganz so alleine, wie er sich immer fühlte? Blinzelnd versuchte er sich darauf zu konzentrieren, was Tropfenpfote wohl sagen würde, während seine Schweifspitze verräterisch zuckte, um der ganzen Welt zu zeigen, dass ihn das Ganze etwas emotional machte.

Erwähnt: Igelbiss, Sturmstern, Sperlingsfeder, Rostkralle, Tropfenpfote
Angesprochen: Igelbiss, Tropfenpfote
Standort: WiC-Heilerbau
Sonstiges: --
Zusammenfassung: Redet mit Igel und danach mit Toppen. Müde. Grumpy.

”But sometimes it just feels to much to handle.”


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Thunder
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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   WindClan-Lager - Seite 25 EmptyFr 14 Jan 2022, 21:47







Äschenlicht

Ueberblick | Koenig Krieger | WindClan | ♂ | #056


Bei den Worten seiner Tochter musste Äschenlicht einfach lächeln. "Nun, so gern ich dein Mentor oder der deiner Geschwister wäre, kommt es doch nur sehr selten vor, dass Eltern die Ausbildung ihrer Jungen übernehmen. Sturmstern trifft letztendlich natürlich die Entscheidung und die allermeisten Krieger sind sehr nett, aber vielleicht hast du ja Glück und bekommst Geierschrei oder Distelpfote - wie auch immer sie dann als Kriegerin heißen mag." Erklärte er sanft, in der Hoffnung, Eulenjunges mit seiner Antwort nicht zu sehr zu enttäuschen. "Aber natürlich kannst du auch als Schülerin - und auch danach immer! - zu mir kommen, egal, worum es geht. Das verspreche ich dir!"

Zugegeben, bisher war ihm der Gedanke nicht wirklich gekommen, aber, wenn er seine Jungen so ansah, musste er schon einsehen, dass sie um einiges gewachsen waren - nahezu ins Schüleralter. Wie hatte er nicht mitbekommen können, dass seit dieser bedeutungsschweren Nebelnacht so viel Zeit ins Land verstrichen war? Wieso war ihm dieser Gedanke nicht früher gekommen - jedes Junge wurde zum Schüler ernannt und die seinen waren - selbst wenn sie nicht am längsten die Kinderstube bewohnten - doch die Ältesten im Bau. Sicherlich würde es nicht mehr allzu lang dauern, bis er seine Jungen ins Schülerleben verabschieden musste. Durfte. Ein paar Tage vielleicht noch, immerhin hatte das Anführerduo doch erst eine ganze Horde Schüler zur Prüfung mitgenommen. Und dann... dann war er ein Krieger. Wieder.
Wobei die Zeitspanne zwischen seiner Ernennung und dem Fund der Junge nicht gerade groß gewesen war, so wirklich Kriegerleben hatte er also gar nicht gelebt. Wenn er ehrlich war, war ihm der Gedanke ein wenig suspekt. Natürlich, seine Pfoten juckten schon irgendwie und er vermisste das Gefühl, außerhalb des Lagers zu sein. Wie der Wind, der seinem Clan den Namen gab, über die weite Landschaft zu jagen. Aber dieses sorgenfreie Leben, von dem er noch als Schüler immer geträumt hatte, würde er ohnehin nicht mehr leben, dafür war einfach zu viel passiert. Er hatte Junge, deren Wohlbefinden sicherlich immer ein Gedanke in seinem Hinterkopf sein würde, auch wenn sie nicht mehr an seinem Bauch schliefen.

Seine Eltern hatten ihn gelehrt, dass Verlust so wahnsinnig schnell kommen konnte, dass man ihn nicht kommen sah. Lichtpfote hatte ihn sehr schmerzhaft an dieses Wissen erinnert - und ihn gelehrt, wie sehr im so ein Verlust schaden konnte. Und Äschenlicht war sich sehr sicher, sollte einem seiner Jungen das Gleiche passieren, würde er sich wohl kaum davon erholen können.
So in Gedanken versunken bekam er den kurzen Austausch zwischen seiner Tochter und dem Heilerkater nur halb mit und wunderte sich dem entsprechend nicht einmal über den Inhalt des Wortwechsels - was vielleicht auch zu seinem besten war. Hauptsächlich war er erleichtert über Eulenjunges Gesundung - abgesehen von dem generellen Wunsch, dass sie eben wieder gesund wurde, hätte ein längerer Heilerbauaufenthalt vielleicht auch andere Konsequenzen gehabt, die über seine eigenen angefeuerten Verlustängste hinausgingen. Sollte Sturmstern wirklich eine zeitnahe Ernennung planen und Eulenjunges auslassen, weil sie nicht wieder fit war, so war er sich ziemlich sicher, dass diese Entscheidung der kleinen Kätzin so gar nicht gut bekommen hätte.

Und, kaum hatte er an den Anführer gedacht, als sie auf dem Weg zurück ins warme Nest der Kinderstube waren, erhob dieser auch schon das Wort - scheinbar war er soeben von seiner Prüfung zurückgekehrt, so viele Jungkatzen, wie auf dem Lagerplatz versammelt waren. "Schau", murmelte er leise, mehr als seine Tochter sollten seine Worte ohnehin nicht erreichen. "Ich denke, wir werden gleich herausfinden, wie sich die Schüler - wie Distelpfote bei ihrer Prüfung geschlagen haben." Entspannt setzte er sich einfach dort, wo sie ohnehin gerade standen - ein wenig abseits vom großen Trubel. Die Rückkehr in die Kinderstube konnten sie antreten, sobald die Versammlung vorbei war, allzu lang würde es ja wohl nicht dauern. Ganze sieben Schüler waren es, die heute ihre Kriegernamen erhielten und scheinbar hatte kein einziger die Prüfung nicht geschafft. Gut für den Clan, auch wenn Äschenlicht sich lebhaft vorstellen konnte, dass die Nacht im Kriegerbau ganz schön unruhig werden würde bei so vielen Neulingen, die eigene Nester benötigten.

Dann stieß auch Tropfenjunges zu ihnen, scheinbar durch die laute Stimme des Anführers aus dem Bau gelockt worden, und sprang geradezu in seine Flanke, was den Kater leicht belustigt schnurren ließ. Ihre darauffolgende Bekundung ihrer Sorge hingegen und der dazu passende Blick taten Äschenlicht hingegen im Herzen weh und er beeilte sich, seiner Kleinsten ihre Sorge zu nehmen. "Wir würden dich nie vergessen, versprochen! Tatsächlich wollten wir gerade zu dir und deinem Bruder zurückkommen, Eulenjunges geht es zum Glück wieder besser." Nachtragend schien sie auf jeden Fall nicht zu sein, schob sie sich doch nahezu direkt zwischen ihn und ihre Schwester, was den Kater dazu verleitete, locker den Schweif um seine beiden Töchter zu legen. "Wollen wir doch mal sehen, welche neuen Krieger Sturmstern uns heute begrüßen lässt", meinte er noch, bevor er den Blick wieder nach vorn wandte. Jedenfalls für kurze Zeit, ertappte er sich doch dabei, in regelmäßigen Abständen stattdessen seinen Blick zur Seite zu wenden, um zu sehen, wie seine Jungen die Situation aufnahmen. Die Faszination in ihren großen Augen war aber auch einfach zu herzerwärmend, als dass er seine Aufmerksamkeit nur auf den Anführer hätte lenken können.

"Nerzfeder!"
"Staubfall! Schwarzohr! Kronentanz!"
"Elsterblick! Dachsbiss! Distelnase!"
So stimmte er in den Clanjubel mit ein, Kriegerernennungen waren immer ein Grund, zu feiern - auch wenn zumindest zwei der drei Jungen von Eisauge sicherlicht nicht seine besten Freunde werden würden. Distelnase hingegen hatte auf jeden Fall einen guten Eindruck bei seinen Töchtern hinterlassen, was er auch an Eulenjunges' enthusiastischem Jubel ihres Namens erkennen konnte.

Äschenlicht war gerade im Begriff, die Rückkehr ins Nest vorzuschlagen - langsam wurde es doch ein wenig kalt und eine erneute Krankheit musste nun wirklich nicht sein - doch Sturmstern war offensichtlich noch nicht fertig und seine nächsten Worte ließen das Herz des jungen Vaters kurz verstummen. Er hatte zwar damit gerechnet - seit heute, seit gefühlt ein paar Herzschlägen - aber... so bald?! Kaum merklich schüttelte er seinen Kopf, wandte sich mit einem hoffentlich nicht aufgesetzt wirkenden Lächeln an seine Töchter, die sich der Situation auch noch nicht ganz so sicher schienen. Er war hier derjenige, der ihnen die Sicherheit vermitteln sollte und musste, selbst, wenn er selbst sich gerade noch nicht ganz im Klaren über seine Gefühlslage war. Natürlich freute er sich für die Drei, wie konnte er nicht, aber... ein paar Tage mehr hätte er sich gewünscht. "Na, auf geht's! Lauft schon, ich hole Schemenjunges", raunte er an die beiden gewandt, auch hier einfach nur hoffend, eine möglichst positive Stimmung zu transportieren. Schnell fuhr er beiden Jungen einmal mit der Zunge über das Kopffell, murmelte bei beiden ein "Ich bin so stolz auf euch!". Immerhin diese Worte waren uneingeschränkt wahr und seiner Gefühlssituation entsprechend.

Dann erhob er sich, blickte einmal zu Sturmstern, der ihn und vor allem seine Familie in der Menge sicherlich schon längst gefunden hatte, und trabte dann geschwind die restlichen Schritte zum Kriegerbau. Mit einem entschuldigenden Blick und einem leisen "Achtung!" bahnte er sich seinen Weg vorbei an Streifenherz inklusive Jungen, die sich am Eingang der Kinderstube befanden, und kam vor seinem eigenen Nest zu einem kurzen Halt. "Na komm, mein Großer, eure Ernennung steht an!" Kurz ließ er Schemenjunges Zeit, diese Worte erst einmal zu verarbeiten, den Bau würde er ohnehin nicht ohne seinen Sohn verlassen - und auch dieser wurde mit einer Zunge über die Stirn und einer leisen Bekundung des Stolzes in Richtung Versammlung verabschiedet.

Er selbst hatte diese Geste bei seiner Schülerernennung nicht erlebt, was wohl daran gelegen hatte, dass niemand da gewesen wäre, um diese Geste zu vollführen - aber er hatte das Ganze häufiger bei anderen Ernennungen gesehen - und außerdem würde wohl niemand etwas dagegen einzuwenden haben. Oder jedenfalls nicht mehr als gegen die Gesamtsituation und da kam es nun auch nicht mehr drauf an. Nur Freunde hatte er sich im Clan definitiv nicht gemacht mit seiner Entscheidung, seine Jungen selbst aufzuziehen, aber wo er früher noch einen Nervenzusammenbruch gehabt hätte, sah Äschenlicht das Ganze mittlerweile etwas entspannter. Natürlich, er hasste es, angesehen zu werden, als wäre er ein wildgewordener Fuchs im Lager, aber seine Jungen liebte er mehr als das. Vielleicht würden seine Clangefährten irgendwann verstehen, was ihn vor diesen paar Monden bewegt hatte, vielleicht auch nicht - er verstand es und er wusste, dass er genau die richtige Entscheidung getroffen hatte.

Schweigend nahm er wieder eine sitzende Position ein, diesmal unweit von der Kinderstube entfernt, verfolgte gespannt, wen Sturmstern als Mentoren auserkoren hatte. Wenn er ehrlich war, so lange es nicht Eisauge oder ihre Jungen - exklusive Distelnase - wurden, konnte er sich wohl für seine Jungen glücklich schätzen.

Flickensturm war so ein Name, den er wohl bedenkenlos gewählt hätte, wäre er selbst gerade in der Position, Mentoren für seine Sprösslinge wählen zu müssen. Ein wenig... aufbrausend vielleicht, aber eine gute Kriegerin und damit eine gute Wahl, soweit er das beurteilen konnte. Schemenju...pfote war wohl in guten Pfoten. Die Wahl für Eulenpfotes Mentorin hingegen schien ihm etwas... gewagter. Eine frisch ernannte Kriegerin und gleich mit der Mentorenrolle betraut? Nun, Sturmstern hatte Kronentanz immerhin selbst ausgebildet, sollte also sehr gut einschätzen können, was ihr zuzumuten war... und immerhin würde seine Tochter bei ihrer Mentorin kein Problem aufgrund ihrer Herkunft bekommen. Es würde schon alles werden... selbst wenn Äschenlicht für den Moment seinen eigenen, beschwichtigenden Gedanken noch nicht komplett Glauben schenken wollte.
Und dann kam Tropfenpfote. Schülerin des Anführers höchstpersönlich, auch wenn dieser erst vor ein paar Atemzügen seine letzte Schülerin ins Kriegerleben verabschiedet hatte. Äschenlicht hoffte jedenfalls, dass der Kater aus Kronentanz' Ausbildung etwas mitgenommen hatte, gerade, was seine Einstellung gegenüber Streunern anging. Zumindest er hatte nämlich den starken Eindruck, dass der aktuelle Anführer in dieser Hinsicht wesentlich weniger offen war als seine Vorgängerin. Und gerade Tropfenpfote, die Kleinste des Wurfes, sollte jetzt unter den hohen Ansprüchen des Anführers lernen?

Die Zweifel blieben fest in seinem Hinterkopf und er vermutete stark, dass er in dieser Nacht nur wenig Schlaf finden würde, dennoch stimmte er auch hier - wie sollte es anders sein - in die Jubelrufe ein, noch einmal wesentlich enthusiastischer als bei den Kriegern eben. "Schemenpfote! Eulenpfote! Tropfenpfote!" Und zumindest war er sich ziemlich sicher, dass er hierbei zumindest zu den lautesten Stimmen gezählt hatte.
Ein wenig blieb er noch sitzen, beobachtete die ersten Interaktionen zwischen Schülern und Mentoren und ließ seinen Gedanken etwas Lauf, bevor er sich wieder der Realität des Kriegerlebens annahm. Ungewohnt würde es werden, sehr ungewohnt. Es war, als schlügen zwei Herzen in seiner Brust. Eines voll Stolz auf seine Jungen, die so groß geworden waren und jetzt die ersten Schritte auf den Weg ins Kriegerleben beschreiten würden. Das Andere voll Furcht, voll Sorge um seine Jungen, die nun selbstständiger um ihren Platz im Clan kämpfen mussten. Auch wenn er weiterhin alles tun würde, um sie vor den Meinungen bestimmter WindClaner abzuschirmen, wusste er doch, dass es ihm nun wesentlich schwerer fallen würde. Und ein Gefühl der Trauer mischte sich darunter, Trauer um die schöne Zeit, die so unerwartet und unverhofft begonnen hatte und sein Leben doch so viel besser gemacht hatte, im so viele schöne Momente und Erinnerungen beschert hatte. Nicht, dass seine Jungen mit ihrer Ernennung nicht mehr seine Jungen waren, nein, aber sie würden doch selbstständiger werden in der kommenden Zeit, immer weniger von ihm abhängig sein - und so sehr genau das gewissermaßen das Ziel war, hätte ein kleiner, selbstsüchtiger Teil von ihm doch nichts dagegen, die Zeit einfach anzuhalten und für immer so weiterzuleben.

Er beobachtete weiterhin seine Jungen, während die versammelten Katzen sich allmählich verstreuten. Abwesend fragte er sich, ob seine drei Kleinen - seine drei Großen - wohl zu ihm kommen wollen würden oder ob sie sich gleich in den Schülerbau oder in Ausflüge mit ihren Mentoren - auch wenn es recht spät war - stürzen würden. Er wäre bei seiner eigenen Ernennung gern zu seinen Eltern gegangen, daran erinnerte er sich lebhaft. Aber er hatte die Möglichkeit auch nie gehabt, mehr als Trugpfote war von seiner direkten Familie schon damals nicht übrig gewesen. Bei seinen Jungen war das anders. Zwar war auch ihnen die Möglichkeit auf zwei Elternteile nicht vergönnt gewesen, aber sie hatten ihn. Ob sie wollten oder nicht. Und er war zumindest vorsichtig optimistisch, dass er den Dreien im Laufe der Zeit vermittelt hatte, dass er immer für sie da sein würde. Er war da, sie hatten ihn und würden ihn immer haben, bis seine Pfoten ihn in vielen, vielen Monden zum SternenClan tragen sollten. Sie hatten ihn. Und wollte man nicht immer genau das, was man nicht haben konnte?



"Reden" && Denken && Handeln && Katzen
TL;DR: Gespräch mit Eulenjunges, Gedanken, Ernennung, mehr Gedanken, Stolz, Panik, mehr Ernennung, generell viele Gedanken über sein Leben. Just read, damnit.


Code (c) by Thunder


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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   WindClan-Lager - Seite 25 EmptySa 15 Jan 2022, 14:53




Gepardenfell





WindClan Krieger

Es schmeichelte dem gemusterten Kater, dass Hundeschweif der Meinung war, er könnte zu Dachspfote durchgedrungen sein. Daran zweifelte der Krieger nämlich sehr wohl, doch vielleicht könnte ihm der Optimismus der Kätzin gut bekommen. Vielleicht wäre es einfach angenehmer für ihn, wenn er dieses "Problem" so betrachtete und hoffte, dass sein Schüler den guten Pfad finden würde.
Wobei man darüber streiten könnte, was der gute und der richtige Pfad ist. Vielleicht ist mein guter Pfad für andere ja etwas schlimmes.
Nachdenklich betrachtete Gepardenfell seine Gesprächspartnerin und lächelte ein wenig, während er sie so ansah. Warum nur hatte sie so viele Feinde im Clan? Sie war doch offensichtlich etwas ganz besonderes und ihre Narben sprachen davon, was für eine Kämpferin in ihr steckte. Unmöglich säße sie neben ihm, wenn sie sich nicht durchsetzen könnte. Warum sahen andere Clankatzen nicht, was für ein Gewinn sie für den WindClan war? Gepardenfell seufzte und widmete sich der Beute.
Du machst mich bestimmt noch fett, brummte der Krieger neckend und nahm einen Bissen von der Beute, die sie gebracht hatte. Amüsiert schob er diese wieder in ihre Richtung, kaute darauf herum und zuckte mit den Ohren. Wobei fett in der Blattleere nichts schlechtes ist. Dann erfriere ich vielleicht nicht.
Gepardenfell wartete darauf, dass sie ihren Anteil genommen hatte, und nahm sich dann wieder etwas von der Beute. Dabei spürte er ein Ziehen in seiner Brust, dass er zu ignorieren versuchte. Stattdessen konzentrierte er sich umso stärker auf die Beute, die er nun ordentlich kaute, während er tief durch die Nase atmete. Ein Zittern ging durch seinen Körper, doch auch dieses versuchte er zu ignorierne.
Es ist einfach nur kalt, die Nacht ist eingebrochen. Und ich bin alt.

Gepardenfell kam gar nicht dazu, noch weiter über seine Umstände zu jammern, denn Sturmstern betrat das Lager und er sah so aus, als hätte er ein Ziel. Misstrauisch beobachtete er seinen Anführer, doch es war kein böswilliges Misstrauen. Nein, er wollte einfach nur keine Überraschung erleben.
Doch Sturmstern hatte nichts zu berichten, was ihn groß überraschen könnte, denn er würde nun die Schüler zu Kriegern machen, so wie es vorgesehen war. Also hatten sie es alle durch die Prüfung geschafft und Gepardenfell war gespannt, was sie auszeichnete, auch wenn er nicht ansatzweise nachempfinden könnte, was Hundeschweif an seiner Seite empfand.
Nerzfeder! Nerzfeder!, rief er, als die Kätzin als erste ihren Kriegernamen erhielt. Seine Stimme war allerdings gedämpft und kratzig, rau vom Alter.
Nun waren Schwarzpfote, Staubpfote und Kronenpfote dran. Gepardenfell warf Hundeschweif augenblicklich einen Blick von der Seite zu, denn er war neugierig und wollte wissen, was ihr dabei durch den Kopf ging. Es war friedlich, sie so zu sehen und er lächelte für sie mit, auch wenn er es nicht schaffte, für ihre Jungen zu jubeln. Ihm fehlte die Kraft in der Stimme und irgendwie... er wollte ihre Jubelrufe nicht übertönen. Ihr zuzuhören, stimmte ihn zufrieden genug.
Danach waren Dachspfote und seine Geschwister dran.
Elsterblick, Dachsbiss!, Distelnase, rief Gepardenfell leise, doch betonte besonders den Namen seines ehemaligen Schülers. Das seine Stimme zitterte, konnte er nicht vermeiden, doch er tat so, als wäre es ihm nicht aufgefallen.

Gepardenfell wollte sich an Hundeschweif wenden und sie nach ihren Gefühlen fragen, doch Sturmstern war noch nicht fertig und ernannte die Jungen von Äschenlicht gleich noch mit. Das Eulenpfote von Hundeschweifs Tochter, Kronentanz, ausgebildet werden sollte, ließ seinen Blick sofort wieder zu der Kätzin an seiner Seite huschen, doch noch immer kam er nicht dazu, mehr dazu zu sagen.
Schemenpfote! Eulenpfote! Tropfenpfote!, jubelte Gepardenfell nun als letztes und verstummte schließlich. Dann nahm er noch einen letzten Happen der Beute, kaute darauf herum und überlegte, ob er Hundeschweif nun danach fragen sollte, oder nicht.
Bevor er fertig war mit seinem Stück, tauchte Sturmstern bei ihnen auf. Blinzelnd betrachtete Gepardenfell diesen, neigte zur Begrüßung allerdings den Kopf und warf Hundeschweif einen Blick zu. Vielleicht brauchte sie ja etwas von ihm und während sie das formulierte, könnte er in Ruhe zu Ende fressen.
Kauend lauschte der gemusterte Krieger seiner Freundin und riss die Augen leicht auf, als er verstand, worauf sie hinaus wollte. Sofort kaute auch er schneller, denn auch ihm war dieses Thema wichtig. Er hatte es nur etwas verdrängt.
Ich auch, entfloh es seinen Lippen, bevor er überhaupt das Blut von diesen lecken konnte. Überrascht von sich selbst, holte er dies nach, dann nickte er entschlossen. Ich würde mich gerne den Ältesten anschließen, jetzt, wo Dachsbiss ein Krieger ist. Nach all den Monden, möchte ich meine letzten doch in Frieden erleben.
Aufmerksam blickte er zu Sturmstern hinauf, gespannt auf das, was dieser dazu zu sagen hatte. Seinen Schweif ließ er dabei über die Flanke von Hundeschweif huschen, um ihr noch ein wenig mehr zu zeigen, dass er ihrer Meinung war.

61




Zusammenfassung:
 


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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   WindClan-Lager - Seite 25 EmptySa 15 Jan 2022, 21:12




o Nerzfeder o

WindClan | Krieger| weiblich | #67


Nerzfeder lächelte zaghaft, während sie Staubfall beobachtete. Ihre Freundin schien etwas abwesend, was sie ihr aber nicht verdenken konnte. Heute war viel passiert, außerdem - Nerzfeder meinte zu wissen, wo Staubfalls Gedanken momentan lagen. Bei Schwarzohr und Kronentanz!
Obwohl die neu ernannte Kriegerin gegen Kronentanz gekämpft und sich dann kurz mit ihr unterhalten hatte, hatte dies natürlich nicht gereicht, um Hinweise darauf zu finden, was die braune Kätzin über ihren Ziehbruder dachte, ob sie dieselben Gefühle hatte wie Staubfall.
“Danke! Ich bin so froh, dass Sturmstern meinem Vorschlag zugestimmt hat”, miaute sie glücklich.
“Aber auch eure Namen sind toll! Ihr drei habt die euch wirklich verdient”, schnurrte sie dann und schmiegte einen Moment ihren Kopf an Staubfalls Schulter.
Letztendlich konnte sie jedoch ein Gähnen nicht unterdrücken und schüttelte leicht ihren Kopf.
“Ich glaube ich lege mich auch ein wenig hin. Ab morgen können wir dann richtig unseren Kriegerpflichen nachgehen, das wird großartig!”
Sie winkte Staubfall mit dem Schweif zu und machte sich dann auf den Weg zum Kriegerbau. Die Kätzin war sehr guter Dinge. Alles an diesem Tag hatte geklappt und sie freute sich darauf, ihre Kriegerzeit mit Staubfall an ihrer Seite zu genießen!


Erwähnt: Kronentanz, Schwarzohr, Sturmstern
Angesprochen: Staubfall
Ort: WC Lager -> Kriegerbau


Zusammenfassung: Spricht mit Staubfall über die Ernennung und freut sich über ihre Zukunft als Kriegerin. Geht dann schlafen.

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o Adlerstreif o

WindClan | Älteste | weiblich | #3


Kornfeuer hatte offensichtlich gemerkt, dass ihr der Vogel nicht zusagte und brachte die Beute wieder weg, nur um dann mit einem dürren Kaninchen zurückzukehren.
Adlerstreif machte so etwas wie ein “hmpf”, begann dann jedoch etwas beherzter Bissen von der Beute zu nehmen. Sicher hätte sie sich etwas saftigeres gewünscht, aber es war zumindest schonmal kein Federvieh und damit akzeptabel. Zudem war ihr durchaus bewusst, dass in der Blattleere kaum etwas besseres zu finden war.
“Danke”, sagte sie trocken und konzentrierte sich aufs Essen.
Die Geräusche von draußen hatten nachgelassen, also hatten Igelbiss und Milchnase ihr Problem wohl geklärt oder sich zumindest woanders hin verzogen.
Bei seiner doch sehr direkten Frage hielt sie inne und starrte einen Moment abwesend auf ihre Pfoten.
“Nein”, miaute sie dann brüsk und knabberte weiter an dem Kaninchen. Doch natürlich war ihr bewusst, dass sie sehr wohl einsam war. Kaum jemand kam zu ihr und noch weniger waren an einem längeren Gespräch interessiert (wahrscheinlich weil Adlerstreif sie von vornherein vergrault hatte, aber das war ihr nicht bewusst).
Trotzdem wünschte sie sich manchmal in ihre Kriegerzeit zurück. Sie hatte nie viele Katzen um sich gebraucht, doch damals hatte sie einen Platz gehabt, eine Schülerin, sogar ein paar Freunde. Und Heubrise.
Nun verbrachte sie ihre Tage alleine in diesem Bau und wartete darauf, dass der SternenClan sie irgendwann holte.
“Manchmal”, änderte sie ihre Aussage schließlich. “Aber Einsamkeit ist ein sehr weit gefasster Begriff. Ich kann tagelang alleine sein und nicht eine Sekunde daran auszusetzen haben. Aber nur weil viele Katzen deinen Bau bewohnen, musst du dich nicht unbedingt in besserer Gesellschaft fühlen.”
Damit biss sie wieder in das Kaninchen. Von draußen hörte sie Sturmsterns klare Stimme durch das Lager schallen und hielt inne.
“Eine Clanversammlung”, stellte sie fest. Doch ihr Gehör war nicht mehr gut genug, um die Worte zu verstehen. Na ja, es interessierte sie sowieso noch peripher. Vielleicht hatte er ja neue Bälger ernannt, die ab jetzt hier auftauchen und herumwuseln würden.
Ganz toll...


Erwähnt: Igelbiss, Milchnase
Angesprochen: Kornfeuer
Ort: WC Ältestenbau


Zusammenfassung: Ist etwas wohlgestimmter, als Kornfeuer ihr das Kaninchen bringt und denkt dann über ihr Leben im Ältestenbau nach.

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BeitragThema: Re: WindClan-Lager   WindClan-Lager - Seite 25 EmptySo 16 Jan 2022, 07:53



Splitterfrost
✻ WindClan | Kriegerin | Steckbrief | #029 ✻
Verwundert legte die Kätzin den Kopf schief. Roggenblüte mochte also keinen Streit. Welche Katze tat das schon? Das war ganz sicher nicht alles was der gemusterten Kätzin durch den Kopf ging. Das Gezanke hatte dank Milanschrei ein Ende genommen und die beiden Kater gingen nun getrennte Wege. Splitterfrost hatte große Lust mehr über den Streit und dessen Ursache zu erfahren, doch Roggenblüte hatte offenbar andere Pläne. Irritiert blickte Splitterfrost ihr nach, wie sie Milchnase hinterhertappte. Lief da etwa was zwischen den beiden? War Roggenblüte deshalb so bedrückt? Darüber musste sie die Kätzin später unbedingt ausquetschen, schließlich musste Splitterfrost doch informiert sein, was in ihrem Clan so vor sich ging. Auch sie setzte sich nun auf und entdeckte gerade noch einen dunklen Schweif aus dem Lager huschen. War das Moorschatten? Er wollte jetzt jagen gehen? Völlig alleine? Für einen Wimpernschlag spielte Splitterfrost mit dem Gedanken dem schwarzen Kater hinterherzurennen und sich ihm anzuschließen, einfach damit er nicht so alleine war, doch dann fiel ihr wieder ein, dass der Krieger offensichtlich genervt von ihr war und ihre Gesellschaft sowieso nicht mochte. Wieder einmal kochte die Wut von vor einigen Tagen in der hübschen Kätzin hoch und sie schlenderte mit vor Verärgerung zuckendem Schweif Richtung Kriegerbau. Sehr weit kam sie allerdings nicht, denn in diesem Moment berief Sturmstern eine Versammlung ein. Enttäuscht sich nicht in ihr Nest verkrümeln zu können und für ihre Verhältnisse recht desinteressiert trottete sie zum Versammlungsplatz. Sie lauschte den Worten ihres Anführers und als sie verstand, dass es Zeremonien geben würde, wurde sie schließlich hellhörig. Ernennungen waren immer ein Grund zur Freunde, den ihr nicht einmal ihr Ärger auf Moorschatten nehmen konnte. Fröhlich stimmte sie in die Jubelrufe ihrer Clankameraden mit ein, nur bei Eulenpfote hielt sie kurz inne. Kronentanz würde also ihre Ausbildung übernehmen. Und das, obwohl sie vor wenigen Augenblicken noch selbst eine Schülerin gewesen war. Was ist mit mir? Traute Sturmstern einer Kätzin wie Splitterfrost die Mentorrolle nicht zu? Lag es daran, dass sie keine besonders gute Jägerin war? Etwas beleidigt war die Kätzin schon, versuchte aber ihre Aufmerksamkeit wieder den neuen Schülern zu zuwidmen und diesen trüben Gedanken beiseite zu fegen. Nach der Versammlung beobachtete sie noch eine Weile freudestrahlend wie die frischernannten Krieger und Schüler beglückwünscht wurden, entschied sich dann allerdings doch irgendwann schlafen zu gehen. Wieder einmal schlenderte sie zum Kriegerbau und rollte sich dort im eisigen Gras zusammen. Sie schloss die Augen, während mehr und mehr Schneeflocken auf ihrem Pelz landeten. So sehr sie den Schnee auch mochte, hatte dieser heute eher einen trüben Beigeschmack. Splitterfrost war irgendwie traurig, wusste aber gar nicht so recht warum und der Schnee brachte nichts weiter als Kälte mit sich.

✻ Zusammenfassung ✻

Hat mal wieder Stimmungsschwankungen. Hört nach dem Gespräch mit Roggenblüte Sturmstern zu und geht danach schlafen. Ist bedrückt, versteht aber nicht richtig warum, wobei es zum einen daran liegt, dass sie sich immer noch nicht mit Moorschatten versöhnt hat, und zum anderen daran, dass sie nicht zur Mentorin ernannt wurde.

Angesprochen: ---
Erwähnt: Roggenblüte, Milchnase, Igelbiss (id.), Milanschrei, Kronentanz, Eulenpfote, Sturmstern, Moorschatten, allg. neue Krieger und Schüler (id.)

Handeln | Reden | Denken | Andere
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