Warrior Cats - das RPG
Warrior Cats - die Welt der Katzen.
Tritt dem DonnerClan, WindClan, FlussClan, SchattenClan, WolkenClan oder dem BlutClan bei und führe ein Leben als Krieger!
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Warrior Cats - das RPG

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Hierarchie
DonnerClan
Anführer: Toxinstern
2.Anführer: Honignase
Heiler: Eichenblatt
Heilerschüler: Enzianpfote

FlussClan
Anführer: Jubelstern
2.Anführer: Hirschfänger
Heiler: Kauzflug

WindClan
Anführer: Sturmstern
2.Anführer: Rostkralle
Heiler: Milanschrei

SchattenClan
Anführer: Mohnstern
2.Anführer: Gewitterbrand
Heiler: Abendhimmel

WolkenClan
Anführer: Brombeerstern
2.Anführer: Wildfeuer
Heiler: Tränenherz
Heilerschüler: Regenpfote

BlutClan
Anführer: Djinn
2.Anführer: //
"Heiler": Emerald
"Heilerschüler": Lotta

Das RPG
Jahreszeit:
Blattgrüne

Tageszeit:
Mondhoch

Tageskenntnis:
Bis auf einige kleine Wölkchen ist der Himmel strahlend blau. Es ist so richtig heiß und die Sonne brennt vom Himmel. Bäume, Sträucher und Wiesen sind grün, aber wo es weniger Wasser gibt, mischen sich vermehrt einige vertrocknete Pflänzchen darunter. Beute gibt es aber dennoch genügend und die meisten Katzen sollten kaum Probleme haben, ihre hungrigen Mägen zu füllen oder ihre Jungen zu versorgen. Nur im Fluss gibt es keine Fische und auch die Landbeute im Territorium des FlussClans hat sich zurückgezogen.


DonnerClan Territorium:
Die Bäume halten hier einen Teil der Sonnenstrahlen ab und sorgen für etwas Schatten. Das Unterholz ist dich genug, um sich bei der Jagd leicht darin verbergen zu können, jedoch können trockene Zweige für unerfahrene Katzen eine Schwierigkeit darstellen. Beute gibt es jedenfalls genug und eine geduldige Katze wird früher oder später eine zweite Chance bekommen.


FlussClan Territorium:
Der Wasserspiegel des Flusses steht niedriger als sonst und die Sonne hat das Wasser aufgewärmt, auch wenn die Arbeiten der Zweibeiner flussaufwärts weiterhin den Fluss verdrecken. Die Fische haben sich inzwischen vollständig zurückgezogen und nach Süden geschwommen. Auch die Landbeute ist verschwunden.


WindClan Territorium:
Aufgrund der fehlenden Deckung und der höheren Lage geht hier zumindest ein leichter Wind und es ist ein klein wenig kühler als in den Territorien der anderen Clans. Der Wind bietet zumindest eine kleine Abkühlung, auch wenn die meisten Katzen sich bei der Hitze wohl trotzdem nur ungern mehr als nötig in der Sonne aufhalten. Kaninchen gibt es nach wie vor genügend.


SchattenClan Territorium:
Auch im Territorium des SchattenClans ist es warm und grün geworden. Reptilien und Frösche gibt es genügend. In den bewaldeten Gebieten ist bietet der Wald kühlenden Schatten. Auch hier wimmelt es von Beute und ein Jäger kann sich auf ein nettes Festessen freuen.


WolkenClan Territorium:
Die Bäume hier tragen grüne Blätter, aber besonders weiter entfernt vom Fluss finden sich immer wieder auch trockene Sträucher. Im Schatten der Bäume ist das Unterholz grüner und überall ist das Zwitschern der Vögel zu hören. Ein erfahrener Jäger sollte kaum Probleme haben, Beute zu finden und zum Clan zurückzubringen.


Baumgeviert:
Die vier mächtigen Eichen tragen grüne Blätter und spenden kühlenden Schatten für jede Katze, die sich in der Senke ausruhen möchte. Wenn das Baumgeviert verlassen ist, wimmelt es hier von Beute und in den Baumkronen zwitschern die Vögel.


BlutClan Territorium:
Auch hier ist es heiß und trocken, aufgrund der Steinbauten der Zweibeiner vielleicht sogar noch heißer. Zweibeiner und Hunde sind damit aber auch häufiger im Park und auf ihren Spaziergängen anzutreffen. Sie stellen wie ihre Monster eine Gefahr für die Katzen dar und machen die Futtersuche schwieriger. Wasser ist ebenfalls schwieriger zu finden, solange man nicht zum Strom läuft, wo der Wasserspiegel etwas niedriger ist als sonst.


Streuner Territorien:
Auch hier ist es heiß geworden. In bewaldeten Gebieten bieten die Blätterdächer der Bäume einen kühlenden Schatten, während sich wohl kaum eine Katze gerne länger als nötig auf den offenen Flächen aufhalten möchte. Beute gibt es genügend und ab und zu ist auch mal ein abenteuerlustiges Hauskätzchen anzutreffen, das sich noch nicht im Schatten zusammengerollt hat.


Zweibeinerort:
Sonne und Wärme locken Hauskätzchen immer wieder in die Gärten ihrer Hausleute, auch wenn sich die meisten wohl lieber faul im Schatten zusammenrollen, um zu dösen, anstatt einen Schritt über den Gartenzaun hinaus zu machen. Aber hin und wieder entscheiden sie sich für einen kleinen Spaziergang.


 

 Die Hochfelsen und der Mondstein

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BeitragThema: Re: Die Hochfelsen und der Mondstein   Die Hochfelsen und der Mondstein - Seite 27 EmptyMo 21 Dez 2020, 18:03




Eichenblatt

Sie wusste, dass es töricht war, ihrem Schüler, der zum ersten Mal in seinem Leben ihren Ahnen entgegentreten musste, keine Beachtung zu schenken, doch es fiel ihr schwer, ihren Blick von den Katzen abzuwenden, deren Leben sie im Laufe der vielen unzähligen Blattwechsel nicht hatte retten können. Die ihr durch die Pfoten geglitten waren wie ein Fisch, der zurück in die Strömung des Flusses kehren wollte.
Stumm war Enzianpfote an ihrer Seite gewesen - nicht, dass sie etwas anderes erwartet hätte -, doch seine Schweigsamkeit half ihr nicht gerade dabei, sich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren... nun, wo der Kater, an dem sie ihr eigenes, dummes Herz verloren hatte, sich vor ihren Augen befand. Nur wenige Schwanzlängen trennten sie voneinander und doch fühlte er sich ferner an denn je. Es war die Distanz, die von der Verantwortung einer Heilerin, die auf ihren Schultern lastete, die Distanz, die davon herrührte, dass er nun ein Teil des SternenClans - ein Teil ihrer Ahnen - war und mit den vielen Kätzinnen, die er in seinem langen Leben geliebt hatte, nun wieder vereint war.
Ja, Eichenblatt war letztlich nur eine von vielen gewesen.
Und vermutlich diejenige, die es am meisten zu bereuen galt.

Dennoch - oder gerade deswegen? - blieb Eichenblatt standhaft, ihren bernsteinfarbenen Blick auf die geisterhaften Gestalten vor ihr gerichtet; weder Kummer noch Zorn noch Freude spiegelte sich in ihren Augen wieder. Es war zu früh - viel zu früh -, um Enzianpfote in ihre schandhafte Vergangenheit einzuweihen; er würde es erfahren, wenn es eines Tages - und beim SternenClan, sie hoffte, dass dieser Tag noch in weiter Ferne liegen würde - an der Zeit für ihn war, sich den Ahnen anzuschließen.
Während Donnerstern seine Ansprache hielt, löste sich zu ihrer Überraschung Echoklang aus der Reihe, um sie Nase an Nase zu begrüßen.
»Oh, du weißt nicht, wie du mir fehlst«, murmelte sie leise, ehe sie verächtlich schnaubte und ihre verstorbene Mentorin teils traurig, teils neckend anfunkelte. »Aber das brauch ich dir alles nicht mehr zu sagen. Dass du mir hier gut auf Efeupfote aufpasst, ja?«
An Echoklang vorbei blickte sie zu der kleineren Gestalt, als ihre Mentorin zu Enzianpfote weiterlief, schenkte Efeupfote ein müdes Lächeln, wusste jedoch, dass Worte der Reue und der Entschuldigung nicht angebracht waren. Was geschehen war, war geschehen.

Dann wandte sie sich ihrem ehemaligen Anführer zu und nickte langsam, ehe sie die Worte wiederholte, die sie in den Nächten heimsuchten, »Sie werden kommen und sie werden siegen, wappnet euch. Doch hütet euch vor Euresgleichen, denn sie werden es sein, die bekanntes Blut beschwören werden.«
Ein Seufzen entschlüpfte ihrer Kehle, als sie endete. Ein Blick an den Ahnen, die sie willkommen geheißen hatten, vorbei signalisiert ihr schon zugenüge, dass sie nicht mehr als dies erfahren würden.

Die rotbraune Kätzin spürte den Blick Donnersterns; wie Feuer brannte er auf ihrer Haut und schwer schluckte sie den Kloß in ihrem Hals hinunter, bevor sie diesen emotionslos erwiderte. Die Zeit, die sie miteinander hatte verbringen dürfen, die Zeit, in der sie ihn all die Blattwechsel als seine Heilerin und Clangefährtin hatte beobachten können, hatte sie gelehrt, seine eigene Körpersprache in gewisser Weise zu deuten. Und so beschlich sie auch in diesem Moment das Gefühl, dass er versuchte, ein Gespräch mit ihr aufzusuchen - eine Vorstellung, bei der sie am liebsten aus ihrem Traum erwacht und über alle Berge geflohen wäre.
Sie wollte keine Zeit mit ihm alleine verbringen - auch wenn es fragwürdig war, inwiefern sie im SternenClan tatsächlich alleine waren. Sie wollte nicht mit ihm sprechen, denn allein seine Stimme zu hören, ließ ihr Herz schmerzen. Sie wollte ihn nicht sehen, denn sie wusste, dass etwas in ihrem Inneren sich nicht zurückhalten wollen würde.
Und dennoch gab sie nach, denn ihr war klar, dass es das Vernünftigste war, dass sie in diesem Augenblick hatte tun können; zumal auch ihr nicht entgangen war, dass der verstorbene Flammenpfote das Verlangen hatte, ein Wort mit Enzianpfote auszutauschen.

»Lass uns die beiden in Ruhe lassen, ehe die Nacht - unser Traum - vorbei ist«, miaute Eichenblatt, sich um eine gefasste Stimme bemühend, während sie bereits begann, über das weiche Gras zu schreiten, ohne sich zu vergewissern, ob Donnerstern direkt hinter ihr war.
Die alte Heilerin spürte, wie ihr Herz gegen ihre Brust schlug, und verdammte sich für die beklemmenge Enge. So viel Zeit war vergangen; sie sollte über all dem stehen, was geschehen war - und doch war ihr Herz zu schwach, um es wahrhaben zu wollen.
»Du sahst so aus, als wolltest du mir etwas sagen«, fuhr sie fort, um zu verhindern, dass eine bedrückende Stille einkehrte. Sie hätte nicht gewusst, wie sie die Situation hätte handhaben sollen, wenn sie begonnen hätten, sich anzuschweigen.

Beim SternenClan ✩ DonnerClan Heilerin ✩ 255

Erwähnt » Efeupfote, Enzianpfote
Angesprochen » Echoklang, Donnerstern


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Sangonomiya Kokomi
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BeitragThema: Re: Die Hochfelsen und der Mondstein   Die Hochfelsen und der Mondstein - Seite 27 EmptyDi 22 Dez 2020, 23:08

Regenpfote
WolkenClan Heilerschüler
I'm high and drunk on ego, can't see straight. So I just feel my way around and I'm touching and I'm grabbing everything I can't be havin'.
Respektvoll nickte Regenpfote sowohl Enzianpfote als auch Abendhimmel zu. Er hatte Abendhimmel zu Beginn seiner Ausbildung ebenfalls als junge Heilerschülerin kennengelernt und nun zu sehen, wie sie ihren vollständigen Heilernamen erhielt füllte ihn mehr mit Neid als mit Stolz. Dass sie eine fähige Heilerin war, das bezweifelte er keineswegs, aber auf einmal haderte er sehr damit, seine Freude irgendwie auszudrücken und in Worte zu fassen.
»Herzlichen Glückwunsch«, miaute er schließlich an beide gewandt, wobei seine eigene leise Stimme zwischen denen der anderen etwas unterging. Gleichzeitig war sein Blick nach oben gewandert, zu dem Spalt, durch den das helle Mondlicht zu ihnen drang. Der halbe Mond hatte sich nun vollständig dahinter geschoben und es war an der Zeit, ihre Träume mit dem SternenClan zu teilen. Der junge Kater spürte, wie seine Pfoten leicht zu kribbeln begannen, als er daran dachte, was seine Ahnen ihm heute mitteilen würden und kam leicht ins Grübeln, während er sich seinen Platz vor dem Mondstein suchte und sich langsam niederließ.
Wie auch die anderen Heiler schloss er seine Augen und streckte die Schnauze nach vorne, um den kalten Stein zu berühren. Mondlicht strömte durch seinen Körper, alles um ihn wurde leicht und er glitt in einen Traum.

Als Regenpfote seine Augen wieder aufschlug, fand er sich auf einer kleinen Waldlichtung wieder. Eine leichte Brise wehte durch sein graues Fell und unter den Pfoten kitzelte ihn das frische Gras. Wie eine zweite Heimat hieß ihn das SternenClan Territorium Willkommen, empfing ihn mit offnen Pfoten und ein Gefühl der Vertrautheit, der Sicherheit breitete sich in ihm aus. Mit der Leichtigkeit einer Feder im Wind erhob er sich schließlich und setze über die hell beschienene Lichtung. Sternenstaub füllte seine Lungen. Alles um ihn herum schien ruhig und friedlich und in der Ferne konnte er die majestätischen Gestalten von einigen seiner Kriegerahnen erkennen. Plötzlich erhob sich eine der Katzen und kam direkt auf ihn zu, den Schweif hoch erhoben. Sterne hingen in ihrem silbernen Pelz, so hell wie ein Feuer loderten ihre Augen und als sie dann vor ihm stand, erkannte er sie.
»Willkommen, Regenpfote«, begrüßte sie ihn mit freundlicher Stimme und blickte zu ihm hoch. Sie war etwas kleiner als er, aber hatte eine stolze Haltung angenommen, die sie größer wirken ließ. Die schrecklichen Wunden an ihrem Körper, mit denen er sie zum letzten Mal gesehen hatte, waren allesamt verschwunden.
»Blasspfote, ich- «, setzte er an, war mit einem mal etwas perplex von ihrem Anblick, doch die kleine SternenClan Kätzin unterbrach ihn sogleich und ließ ihn gar nicht weitersprechen.
»Es gab nichts, das ihr für mich noch hättet tun können. Dies war mein Schicksal«, miaute sie, ganz so, als hätte sie seine Gedanken gelesen. Es fühlte sich ein klein wenig so an, als würde ihm eine Last von den Schultern fallen. Blasspfote wirkte glücklich und unbeschwert und umkreiste ihn langsam während sie sprach. »Richte Kummerpfote doch bitte meinen Gruß aus, ich werde ab jetzt über ihn wachen.«
Er nickte zustimmend, nahm sich vor, ihre Worte nicht zu vergessen, und für einen Augenblick blickten sich die Schüler schweigend an. Sie waren alleine an diesem Ort, keine andere Katze aus dem SternenClan gesellte sich in dieser Nacht näher zu ihnen. Auch wenn er Regenlied gerne getroffen hätte, so war er trotzdem froh mit Blasspfote zu sprechen. Hatte sie noch eine Prophezeihung für ihn? Neugierig legte er den Kopf zur Seite. Es fühlte sich nicht so an, als ob ihn etwas schlechtes erwarten würde und im Großen und Ganzen schien der Traum positiv. Dennoch.
»Wir alle müssen in unserem Leben Entscheidungen treffen«, hob die Kätzin plötzlich an und hatte einen etwas ernsteren Ton angeschlagen, »Aber ich vertraue auf deine Entscheidungen, Regenpfote. Lern zu wissen, was dir wirklich wichtig ist, dann wirst du deinen Weg finden.«
Sanft lächelte sie und strich ihm mit der Schwanzspitze über die Flanke, bevor sie sich kurz darauf umdrehte und verschwand. Verwirrt blickte der graue Kater ihr hinterher. Wieso lief sie schon weg?
»Warte!«, rief er laut aus, wollte, dass sie ihm näher erklärte, was sie meinte oder zumindest hier blieb. Er hatte nicht mal die Zeit, etwas zu fragen oder sich von ihr zu verabschieden. Doch bevor er weiter darüber nachdenken konnte, begann die Umgebung vor seinen Augen schon zu verschwinden und langsam holte ihn die Dunkelheit wieder ein.

Erwähnt: Enzianpfote, Abendhimmel, Blasspfote, Kummerpfote, Regenlied
Angesprochen: Blasspfote (†)
006

Code by Nesselgift



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Xayah
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BeitragThema: Re: Die Hochfelsen und der Mondstein   Die Hochfelsen und der Mondstein - Seite 27 EmptyMi 23 Dez 2020, 02:43





Enzianpfote

Heilerschüler|DonnerClan|#31

Eine intensive Aufregung pulsierte durch den klein geratenen Leib des Heilerschülers, welcher mit großen Augen zu dem eindrucksvollen Kater aufsah, welcher respekteinflößend und schlichtweg riesig vor ihm stand. Es fiel ihm wirklich schwer dem Blick standzuhalten und nicht eingeschüchtert wegzusehen. Wieder stellte sein gesamter Pelz sich elektrisiert auf, automatisch verlagerte sich das Gewicht Enzianpfotes nach unten und plötzlich berührte sein Brustfell das feuchte Gras unter seinen Pfoten, ohne dass er das wirklich beabsichtigt hatte.

Einen Seitenblick zu Eichenblatt riskierend, spürte er wie eine Welle einer Emotion von ihr Ausging, die er nicht zuzuordnen wusste. Ihr Körper war stolz aufgerichtet und kurz huschte so etwas wie Ehrfurcht durch den Geist des jungen Schülers, doch schallte er sich im nächsten Moment einen Mäusehirnigen Idioten. Eichenblatt lebte so viele Monde mehr als er in diesem Wald, hatte dem Clan länger als Heilerin gedient als er sich vorzustellen in der Lage war und hatte sich sicher schon unzählige Male mit den Katzen des SternenClans die Zunge gegeben. Also war es doch ganz natürlich, dass die Heilerin sich nicht mehr so Einschüchtern ließ wie er selbst. Oder sie war in der Lage das deutlich geschickter zu Verbergen als er selbst.

Erst als der orangerote Kater direkt vor ihnen stand und zum ersten Mal das Wort an sie richtete, stellten sich die Ohren des Schülers automatisch auf. Sein Körper fuhr hoch, sein Blick glitt wie von selbst den breiten Körper des ehemaligen Anführers hinauf zu den hellen bernsteinfarbenen Irden, welche genau in dem Moment von Eichenblatt zu ihm wanderten.

Auch von dem SternenClan Kater ging irgendetwas aus, doch konnte der junge Kater die Gefühle und Emotionen, die ihn erreichten nicht in bekanntes einordnen. Vielleicht bildete er sich das auch einfach ein. Schnell wurde seine Aufmerksamkeit wieder vom tiefen Ton der Stimme Donnersterns angezogen. Mit jedem Wort, welches die Kehle des Katers verließ, entspannte sich der aufgedrehte Körper Enzianpfotes.

Mit jedem Wort wurde sein Blick ruhiger, fiel es ihm leichter das Gesicht nicht abwenden zu wollen. Und mit jedem Wort fühlte sein Geist sich stärker, entschlossener an. Kühl und Frisch strömte die Luft des Himmels in seine Lungen, erfüllte seinen Körper, klärte seine Sinne und mit einem seichten Lächeln auf den Lippen hob der Schüler schließlich den Kopf. Es war ihm schon ein paarmal passiert, es war ihm in der kurzen Vergangenheit seines Lebens bereits aufgefallen, aber grade in Situationen, die emotional anspruchsvoll waren, blieb er erstaunlich ruhig. Als würde ab irgendeinem Punkt einfach all seine Aufregung von ihm abfallen. Respektvoll neigte Enzianpfote den Kopf, holte tief Luft und ließ nun seine eigene Stimme über den Platz hallen. „Ich werde mein Möglichstes tun, um im Sinne des SternenClans zu handeln.“ Für einen Moment hatte der junge Kater das Gefühl, seine eigenen Worte würden tief in seiner Brust widerhallen, bevor er sich zu seiner vollen (lol) Größe aufrichte und seinen blauen Blick über den Halbkreis aus Katzen wandern ließ, die sie umringt hatten.

Stehen blieben seine Augen auf seiner Mentorin und einer grauen SternenClan Katze, welcher er mit den Namen Echoklang verband. Das war also die Katze, von der Eichenblatt gelernt hatte, als sie so alt gewesen war wie er in diesem Moment. Er kam nicht drum herum die hübsche Graue zu bewundern und einen einzigen Moment fragte er sich, wie es wohl war so viel Wissen erlangt zu haben wie sie. Wie es wohl war ein Teil des SternenClans zu sein. Schnell wurde der Gedanke jedoch verworfen, als Echoklang ihm entgegentrat und kurz ihre Nase gegen die seine drückte. Dabei strömte ein Geruch auf Enzianpfote ein, den er nicht zu beschreiben wusste. Klar und rein und irgendwie wie der Wald, aber auch weit und voll wie nach einem Regenschauer. Wie alles und doch nichts. Einen kurzen Moment von seinen eigenen Gedanken abgelenkt fuhr der gemusterte Körper herum, als seine Mentorin anfing die Worte zu wiederholen, die der SternenClan ihr anscheinend schon einmal mitgeteilt hatte.

»Sie werden kommen und sie werden siegen, wappnet euch. Doch hütet euch vor Euresgleichen, denn sie werden es sein, die bekanntes Blut beschwören werden.«

Schwer schluckte der junge Schüler, ein heftiger Schauder überrannte ihn, bevor er unbewusst die Ohren anlegte. Was hatte das zu bedeuten? Was wollte der SternenClan ihnen damit sagen? Jedes Wort blieb ihm im Halse stecken, jede Windung in seinem Gehirn arbeitete auf hochtouren, was dazu führte, dass die Spitze seiner Zunge zwischen seinen Lippen hervorschaute. Auf ein Ergebnis kam er jedoch nicht. Wie auch? Er war nunmal nicht mit der Allwissenheit einer SternenClan Katze gesegnet. Vielleicht sollte er Eichenblatt danach fragen, sobald sie den Traum wieder verlassen hatten.

Irgendwo rechts von ihm blitzte etwas Rötliches auf, überrascht schwang der gemusterte Kopf herum und ein junger Kater, nicht viel älter als er selbst schaute ihn aus funkelnden blauen Augen an. Interessiert legte Enzianpfote den Kopf schief, zwinkerte mehrfach und versuchte herauszufinden, ob er den Kater vor sich kannte. „Ich bin Flammenpfote.“ Fing er an, seine Stimme war weich und melodisch, ein ganzes Stück höher als seine eigene. „Der Bruder von Rosenträne und Graupelz. Ich wurde bei der Vertreibung des DonnerClans verletzt und starb kurz darauf.“ Einen kurzen Moment huschte ein gequälter Ausdruck über das weiche Gesicht des roten Katers. Darauf wusste Enzianpfote nichts zu erwidern, viel mehr blickte er seinen Gegenüber unverwandt an, zwinkerte träge und fragte sich innerlich, was genau diese junge Katze nun von ihm wollte. Hatte er ihm etwas für den Clan mitzugeben? Wollte er ihm einen Tipp geben? Lag ihm etwas auf dem Herzen?

„Du fragst dich sicher, warum ich mit dir sprechen möchte, oder?“ Anscheinend brauchte Flammenpfote keine Worte um zu verstehen, was den Heilerschüler beschäftigte. Er lächelte ihn wissend an, setzte sich und wickelte seinen Schweif ordentlich um seine Vorderpfoten. „Nunja. Einmal möchte ich dir natürlich meinen Glückwunsch aussprechen. Du wirst ganz sicher ein hervorragender Heilerschüler. Aber meine eigentlich Intention… ist vielleicht ein wenig Egoistisch. Doch kann ich diese Möglichkeit nicht einfach so verstreichen lassen!“ Entschlossenheit flammte in den hellblauen Augen des Katers auf, die Sterne in seinem Pelz funkelten mit denen am Himmel um die Wette, während Enzianpfote lediglich ungelenk nickte.

„Magst du Rosenträne und Graupelz etwas von mir ausrichten?“


Eine kurze Pause folgte, bevor der gemusterte erneut nickte. Das schien Flammenpfote zu reichen, er lächelte schief, blickte an Enzianpfote vorbei und schien für einen Moment etwas in sich zusammenzusinken. „Richte den beiden bitte aus… dass Flammentänzer ein wundervoller Name gewesen wäre, ja?“ Eine bleischwere Melancholie erfasste den jungen Schüler zeitgleich mit den Worten, die so viel mehr waren als ein kleiner Gruß an die lebendigen Geschwister. Es war das Versprechen über sie zu wachen, bei ihnen zu sein, auch wenn sie ihn nicht sehen konnten. Schwer schluckte der gemusterte Kater, welcher das Gefühl des Verlustes so gar nicht kannte, und doch rissen ihn die Emotionen des Größeren vollkommen mit. Viel mehr, als er von sich selbst erwartet hätte. „Ich sage es ihnen.“ War die atemlose Antwort, bevor Flammenpfote sich mit einem Nicken von ihm verabschiedete. Kurz blickten sie sich noch an, bevor sie sich voneinander abwandten und Enzianpfote dazu überging die Gestalten des ehemaligen Anführers des DonnerClans und seiner Heilerin, seiner Mentorin aufmerksam zu mustern, wobei er jedoch genug Abstand hielt, um sie bei ihrem Gespräch weder zu belauschen, noch zu unterbrechen.


» Erwähnt: Eichenblatt, Donnerstern, Flammenpfote, Echoklang, Rosenträne, Graupelz
» Angesprochen: Flammenpfote, Donnerstern
» Ort: Moosstein


»Sprechen« | Denken | Katzen

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BeitragThema: Re: Die Hochfelsen und der Mondstein   Die Hochfelsen und der Mondstein - Seite 27 EmptySa 26 Dez 2020, 17:32


Donnerstern


ehem. DC Anführer | SternenClan | Nur für Traum

Donnerstern wusste, dass seine geliebte Eichenblatt einen ähnlichen Weg gewählt hatte, spätestens als ihr Blick auf seinen traf, wurde ihm dies bewusst. Vor Enzianpfote hatte er es auch nicht zeigen wollten, denn es war nicht die Zeit und wie würde er über seine Mentorin denken, wenn er wüsste, was sie getan hatte? Was, wenn er seine eigene Vergangenheit erfuhr, wie würde er dann über sie denken? Donnerstern konnte ihre innige Beziehung nicht ins Schwanken bringen, indem er seine wahren Gefühle offen zeigte, er musste sich gedulden. Das sie kein Wort an ihn wandte, schmerzte ihn trotzdem. Sein Blick richtete sich auf den schildpattfarbenen Schüler und es erleichterte ihn, dass dieser wieder normal stand. Das hier war der SternenClan... sie alle waren hier gleich. Dennoch schien er gut erzogen, was als Heiler sehr hilfreich sein konnte. Eichenblatt würde ihm noch ein wenig Scharfzüngigkeit anvertrauen und dann wäre er auch schon perfekt.

Erleichterung durchströmte den Anführer, als die Heilerin endlich nachgab und unauffällig vorschlug, dass sie Enzianpfote und Flammenpfote alleine ließen. Sofort folgte der Anführer, wollte keine Zeit mit der Heilerin verlieren. Sein Herzschlag hatte sich bereits erhöht und es fiel ihm schwer, nicht zu rennen. Der SternenClan wusste alles, er schämte sich vor diesem nicht. Doch vor dem Schüler mussten sie aufpassen.
Schließlich tappte der große Kater neben der älteren Kätzin her. Ob es sie störte, dass er wieder jung aussah? Denn sie war noch immer die schönste Kätzin der Clans in seinen Augen und nur gerade so konnte er verhindern, seinen Schweif gegen ihren zu schnippen.
Sie fuhr das Gespräch fort, auch wenn sie nicht sonderlich begeistert schien. Doch sie war hier und gewährte ihm die Zeit, nach der er sich hier im SternenClan gesehnt hatte. Das letzte Mal, dass er sie aktiv angesprochen hatte, war, als er seinen Sohn abgeholt hatte, um ihn zu sich zu den Ahnen zu bringen. Kurz ließ er seinen Blick über die Wiesen des SternenClans schweifen und erblickte Meisensang und eben diesen Sohn, der verspielt wie immer umher tapste und umher rollte. Als er seinen Vater entdeckte schien er sogar abzuwägen, rüberzulaufen.

"Ich weiß, dass das alles schwer für dich ist. Auch mit mir zu reden, meine ich...", hob der orange Kater endlich an und legte seinen Blick auf die Kätzin, schenkte ihr ein liebevolles Lächeln. Er hatte all seine andere Gefährtinnen hier, doch sie alle wussten, dass ihnen sein Herz nicht gehörte. Dennoch war er in Frieden mit ihnen, wartete jedoch auf die Ankunft der Heilerin. "Doch das machst du gut. Du kannst stolz auf dich sein, meine Liebe. Halte noch ein wenig durch, in Ordnung? Nur noch ein bisschen. Ich weiß, dass du das schaffen kannst, schließlich bist du so unglaublich stark und hast wunderbare Freunde an deiner Seite."

Bedrückt blieb Donnerstern schließlich stehen und seufzte leise. Seine Schwanzspitze schnippte kurz durch die Luft.
"Ich vermisse dich. Sehr sogar. Doch ich würde mir niemals wünschen, dass du stirbst um dich endlich dem SternenClan anzuschließen. Ich möchte so gerne, dass du deine Monde noch genießen kannst... und dann werde ich hier auf dich warten, mit Dornenjunges... und mit Feuerpfote."
Ob sie wusste, wer dieser war? Denn er hatte seinen Sohn aus dem FlussClan kennengelernt und bemühte sich häufig um Gespräche mit diesem, auch wenn dieser stur war und seine Familie im FlussClan suchte. Doch er würde verzeihen. Irgendwann.
Voller Liebe und Kummer blickte der ehemalige Anführer des DonnerClans zu der hübschen Kätzin hinab, es kribbelte ihn in den Pfoten, sie irgendwie zu berühren. Doch Enzianpfote würde dies bestimmt bemerken...



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You guys see all these cats?




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BeitragThema: Re: Die Hochfelsen und der Mondstein   Die Hochfelsen und der Mondstein - Seite 27 EmptySo 27 Dez 2020, 17:57




Eichenblatt

Sie verdammte ihr verräterisches Herz dafür, dass es sich nach dem Kater sehnte, der nicht ihrer war - der nie ihrer hätte sein dürfen. Der nicht einmal mehr ein Teil der sterblichen Welt war und somit, obgleich es ihr ermöglicht war, ihn zu den Halbmonden zu sehen, ferner war denn je.
Doch gerade um Enzianpfotes willen sah sie es als ihre Verantwortung an, ihre Gefühle abzukapseln und eine Fassade um sie herum aufzubauen, um sich vom Anblick der Katze, die sie noch nach all der langen Zeit in ihrem Träumen verfolgte, nicht erschüttern zu lassen. Gefühlslos war der Blick, der sich in ihren bernsteinfarbenen Augen wiederspiegelte, als sie sich einige Schwanzlängen von ihrem eigenen Schüler und dem verstorbenen Flammenpfote niederließ und den buschigen Schweif ordentlich über ihre Pfoten legte, um gegebenenfalls zu vertuschen, wenn diese zu zittern beginnen würden. Hier in dieser Nacht war sie Eichenblatt, die Heilerin des DonnerClans, die einige Worte mit ihrem ehemaligen Anführer austauschten - und so würde sie sich auch verhalten.

Ihre Augen wanderten über den jungen Körper, den Donnerstern nach seinem Ableben wiedererlangt hatte, welches ihr den Unterschied zu ihrem eigenen nur wieder deutlich bewusst machte. Nicht, dass man sie unbedingt daran erinnern musstse, wie viele Monde sie bereits im Wald umherwandelte. Und wenn sie ehrlich war, gab es Tage, an denen ihr zynisches Ich zum Vorschein kam - an dem sie sich dachte, dass das Alter ruhig kommen könnte, damit sie sich endlich von dieser Welt verabschieden konnte. Auch wenn sie nicht wusste, ob sie im SternenClan tatsächlich glücklich werden würde.
Vehement hatte Eichenblatt es vermieden, ihren Blick über ihre anderen Ahnen schweifen zu lassen; sie wusste, dass es viele Katzen unter ihnen gab, deren Tod sie nicht hatte verhindern können, und doch hatte sie nie ein Problem gehabt, sich diesen im SternenClan zu stellen. Doch in dieser Nacht gab es eine bestimtme Kätzin, deren Anblick sie vermutlich nicht ertragen hätte.

Sie hatte vorgehabt, seinen Worten in Ruhe zu lauschen, gefasst, erwachsen, stolz - doch ihre Miene entglitt ihr, als sie hörte, was er ihr zu sagen hatte, und entgeistert blickte sie ihn an. Ihre Gedanken fingen an, sich zu überschlagen, und sie hasste sich für all die Emotionen, die in ihr aufkamen, sie in einer Form verunsicherten, dass es sie fast schon zornig machte, weil sie nicht wusste, wie sie mit all den Gefühlen umgehen sollte.
»Donnerstern«, begann die Kätzin zu sprechen - langsam, leise, sodass ihre Stimme kaum mehr als ein Hauchen war. Es fiel ihr schwer, ihn in der Nähe von Enzianpfote nicht anzuzischen, ihre Wut und ihre Trauer zu unterdrücken. »Nenne mich nicht meine Liebe - du hast hier Kätzinnen bei dir, die dich lieben - die dich geliebt haben, mit denen du Junge hattest, denen du ein Vater hattest sein können. Es ist nicht fair ihnen gegenüber - zumal es nie hätte geschehen sollen.«
So sehr sie ihn liebte, so sehr bereute sie es auch, was geschehen war. Insbesondere, als sie gesehen hatte, wie schnell er weitergezogen war. Schmerzhaft zog sich ihr Herz zusammen und doch bemühte sie sich darum, ihren Tonfall nicht entgleiten zu lassen, ihre Lautstärke im Griff zu haben, um Enzianpfote nicht den Anschein zu geben, dass etwas nicht stimmen könnte.
»Es... es ist grausam, dass du das ansprichst«, flüsterte sie und schloss die Augen, um ihn nicht sehen zu lassen, welcher Schmerz sich in ihnen wiederspiegelte. »Dornenjunges ist nicht meiner - und ich bin mir nicht einmal sicher, ob ich wissen will, wer Feuerpfote ist.« Der Name sagte ihr nichts und sie zwang sich dazu, jegliche Theorien aus ihrem Kopf zu verbannen. Es war, als würden tückische Stimmen ihr Flausen in den Kopf setzen wollen, doch sie wollte nicht darüber nachdenken.
Tief atmete Eichenblatt ein, ehe sie die Augen wieder öffnete. »Meisensang, Dornenjunges und du - ihr habt endlich die Chance, die Familie zu sein, die ihr im DonnerClan nicht hattet sein können.« Sie schaffte es nicht, ihm zu sagen, dass sie sich für ihn freute, dass sie ihnen alle Glück wünschte. Sie schaffte es nicht, ihn so offen anzulügen. Doch dies war ihre Art und Weise, ihm signalisieren zu wollen, dass es sich nicht lohnte, sie zu vermissen.

»Enzianpfote scheint sein Gespräch beendet zu haben. Ich möchte ihn nicht länger alleinlassen«, miaute sie schließlich und respektvoll neigte sie den Kopf vor ihm, ehe sie zurück zu ihrem Schüler trottete.
Ihre Kehle war trocken, ihr Herz schwer, doch dennoch zwang sie sich zu einem gemütlichen Brummen, während sie ihn anstupste und ihm ein kleines Lächeln schenkte, bevor Dunkelheit sich über sie legte und sie zurück zum Mondstein brachte, vor dem ihr sterblicher Körper lag.

Beim SternenClan ✩ DonnerClan Heilerin ✩ 256

Erwähnt » Enzianpfote, Meisensang, Dornenjunges, Feuerpfote
Angesprochen » Donnerstern


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BeitragThema: Re: Die Hochfelsen und der Mondstein   Die Hochfelsen und der Mondstein - Seite 27 EmptySo 27 Dez 2020, 19:34

[OUT: Reminder, am 1. Januar wird diese Szene beendet und eure Heiler werden nach dem Sprung nur im Lager gepostet werden, nicht mehr hier! Erledigt, was offen ist.]


Donnerstern


ehem. DC Anführer | SternenClan | Nur für Traum (Beendet)

Aufgeregt schlug das Herz des ehemaligen Anführers und erwartungsvoll blickte er auf seine Geliebte hinab. Er hatte es vermisst, seinen Namen von ihr zu hören, zu hören, wie angenehm er ihr über die Lippen ging. Seine Ohren spitzten sich und nur mit Mühe konnte er die Hoffnung und die Aufregung verbergen, da sie sich so viel Zeit beim Sprechen ließ.
Ihre Worte selbst ließen ihn jedoch erstarren. Für einen Augenblick senkten sich seine Schultern niedergeschlagen, doch schneller wandelte sich seine Haltung in Empörung. Andere Kätzinnen also, so dachte sie also von alledem. Sie hatte immer gewusst, dass er vor ihr Gefährtinnen gehabt hatte und es war zu Lebzeiten in Ordnung gewesen, warum spielte sie sich nun so auf? Warum hielt sie ihm vor, Junge im SternenClan zu haben, wenn er zu Lebzeiten einige seiner Junge nicht gekannt hatte? Seine damals lebenden, während seine vorigen tot gewesen und die anderen noch nicht geboren waren? Sie hatte ihm doch die Möglichkeit weggenommen!

Das sie nicht verstand, warum er Dornenjunges erwähnt hatte, tat nicht so sehr weh, dass sie sich scheinbar nicht mal für ihren eigenen Sohn interessierte. Nur mit Mühe konnte er verhindern, dass sich sein Pelz aufstellte, doch die Liebe war aus seinen Augen entwichen und sein Blick war von Wut erhellt. All ihre Worte entsetzten ihn, bereiteten ihm Schmerzen zu. Warum war sie plötzlich so egoistisch? Er hatte zurückstecken können, hatte ihr mit seinen Worten sagen wollen, dass sie nicht alleine oder ungeliebt war, dass sie noch eine Weile unter den Clans leben würde, bevor sie Frieden fand. Das sie ihn nicht während der Ruhe im SternenClan wollte, hatte Donnerstern nun auch verstanden.
Der große Kater biss die Zähne zusammen, um nicht noch eine Bemerkung über seine Beziehung zu machen, denn er hatte gedacht, dass seine Todesnacht deutlich genug gewesen war. Doch dieser Kampf war bereits verloren und er hatte keine Laune, sich noch weiter zu streiten. Mit welchem Ziel würde er streiten? Sie hatte sich entschieden, er konnte sie nicht überreden! Er konnte nur für eine Weile verbittert im SternenClan sitzen und dann ihrem Rat folgen.

Sein Schweif peitschte wütend durch die Luft und einige Schritte folgte er der Heilerin, trat jedoch zu den SternenClan Katzen. Der orange Kater kochte und das sollte jeder spüren. Am Ende seiner Zeit als Anführer hatte er ruhiger und geduldiger gehandelt, doch er war so lange hier im SternenClan und war so sehnsüchtig gewesen nach Eichenblatts Nähe, dass ihre Worte ihn aus seiner Bahn geworfen hatten, weshalb er sich kaum zusammenreißen konnte.
"Auf Wiedersehen, Enzianpfote", miaute der Kater noch, bemühte sich um einen ruhigen Ton, doch ein Knurren lag in seiner Stimme, das nicht zu überhören war. "Eine schöne Zeit als Schüler."
Geradeso konnte sich der verletzte Kater davon abhalten, noch ein Kommentar über dessen Mentorin zu machen. Stattdessen schnippte er aufgebracht mit dem Schweif und spürte, wie der Traum sich auflöste. Die Zeit des Besuches war vorbei und seiner Meinung nach könnte Besuch auch eine ganze Weile fernbleiben, damit er nicht wieder mit einer lebenden Katze sprechen musste. Auch wenn er sich selber wünschte, am Leben zu sein... doch andererseits gab es scheinbar niemanden, für den sich das "am Leben sein" lohnte. Richtig?

- Beendet -



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BeitragThema: Re: Die Hochfelsen und der Mondstein   Die Hochfelsen und der Mondstein - Seite 27 EmptySo 27 Dez 2020, 21:40





Enzianpfote

Heilerschüler|DonnerClan|#32

Während der bunt gemusterte Kater ruhig auf dem Rasen saß, den buschigen Schweif ordentlich um die Pfoten gewickelt und die schemenhaften Gestalten ihrer Ahnen musternd, dachte der junge Schüler über die Worte des roten Katers nach. Warum sagte er ihm das, warum richtete er sich mit seinem Anliegen nicht an Eichenblatt? Er hatte doch bisher kaum Kontakt zu seinem Clankameraden gehabt, wäre es jetzt nicht komisch, wenn er einfach so auftauchte und Rosenträne sowie Graupelz von dieser Begegnung berichtete? Durfte er den beiden überhaupt von den Dingen berichten, die er im Beisein des SternenClans erfahren hatte? Gab es da nicht irgendwelche Regelungen?

In seine Gedanken vertieft zuckte der Kater mit den blauen Augen zusammen, als leise die Stimmen von Donnerstern und seiner Mentorin zu ihm herübergetragen wurden. Zu leise, um sie zu verstehen, doch laut genug für den Kater, um zu merken, dass irgendetwas nicht stimmte. Die Stimmung schien langsam umzuschwenken, doch konnte er nicht bestimmen in welche Richtung. Irgendetwas an den Körperhaltungen der beiden irritierte den Schüler, sorgte dafür, dass seine Augen sich zu Schlitzen verengten und er versuchte genauer hinzusehen. Doch fehlte ihm die Erfahrung sowie das wissen über zwischenkätzische Interaktionen, um das Verhalten der beiden älteren irgendwie zuordnen zu können. So merkte er nur, dass irgendetwas ganz und gar nicht in Ordnung war, wobei ihm natürlich der gesamte Hintergrund fehlte.

Ob etwas zwischen den beiden Vorgefallen war? Sollte er Eichenblatt danach fragen? Oder wäre das zu viel? Ging es ihn überhaupt etwas an? Wahrscheinlich nicht, aber eine gewissen Neugier hatte sich im Körper des bunten Schülers breit gemacht. Vielleicht ja irgendwann später. Bevor er weiter darüber nachdenken konnte, kam die rot Getigerte bereits wieder auf Enzianpfote zu und stupste ihn kurz an. Mit einem seichten Lächeln stupste er zurück, verharrte für einen Moment im weichen Pelz der Heilerin mit seiner Nase, bevor er über seine Schulter schaute, wo Donnersterns orangegelbe Augen ihn einen Moment fixierten. Auch, wenn die Worte vielleicht nett gemeint waren, ihn motivieren sollten, doch der Klang der dunklen Stimme jagte dem jungen Kater einen unangenehmen Schauder über den Rücken. Sofort stellte sein Fell sich auf, seine Augen weiteten sich überrascht und ganz automatisch spannte jeder Muskel in seinem Körper sich an. Er hatte Respekt vor dem ehemaligen Anführer und er wollte nicht, dass dieser wütend auf ihn war, auch wenn er eigentlich nichts getan hatte. Aber das Knurren in seiner Stimme war das einzige, was überdeutlich bei ihm ankam.

Trotzdem bemühte er sich darum ruhig zu bleiben, verlagerte unsicher sein Gewicht und nickte dem riesigen Kater steif zu, bevor die Umgebung schon begann sich um ihn herum aufzulösen. Dies sorgte dafür, dass der Schüler aus dem Schlaf schreckte, auf einmal auf den Pfoten stand und ein paar Augenblicke brauchte, um zu verstehen wo genau er war. Zitternd vor Kälte und deutlich eingeschüchtert von der Begegnung mit dem ehemaligen DonnerClan Anführer legte er sich wieder neben die – noch nicht erwachte Heilerin seines Clans und schmiegte sich an sie, um seine verwirrten Nerven zu beruhigen. Wo er in seinem Traum noch ruhig gewesen war, brachen all die neuen Informationen gewissermaßen über ihm zusammen, was dafür sorgte, dass sein Körper noch heftiger Zitterte als zuvor. Die Wärme, die Eichenblatt ausstrahlte brachte ihn jedoch schnell wieder zurück auf den Boden der Tatsachen, auch wenn er immer noch Bebte. Das würde sich aber wohl nicht mehr legen, solange sie noch im inneren dieser Höhle waren.


» Erwähnt: Eichenblatt, Donnerstern, Flammenpfote, Echoklang, Rosenträne, Graupelz
» Angesprochen: //
» Ort: Moosstein


»Sprechen« | Denken | Katzen

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BeitragThema: Re: Die Hochfelsen und der Mondstein   Die Hochfelsen und der Mondstein - Seite 27 EmptyMi 30 Dez 2020, 18:37

Abendhimmel | Heilerschülerin | Schatten Clan | weiblich

Die Glückwünsche der anderen Heilerkatzen hatte ich erfreut zur Kenntnis genommen. Doch da sich nun alle um den Mondstein herum versammelten und ihre Plätze einnahmen, ebbte meine Freude ein wenig ab, aus Aufregung vor dem was ich gleich in meinem Traum sehen würde. Ich legte mich neben meine Mentorin, schloss die Augen und drückte meine Schnauze fest an den eiskalten Mondstein. Die Kälte durchfuhr meinen ganzen Körper und langsam fiel ich in den Schlaf, um mich von meinen Träumen leiten zu lassen.

Blinzelnd öffnete ich die Augen und schaute mich um. Ich befand mich auf einer großen Wiese, auf der viele verschiedene Arten von Wildblumen wuchsen und einige, mir bekannte, Kräuter. Ich stellte fest, dass ich allein war und erhob mich. Anscheinend würde ich heute keinen Traum mit Engelsflügel teilen, vermutlich war ihr etwas anderes vorbestimmt gewesen. Erneut sah ich mich um, konnte jedoch niemanden entdecken. Zufrieden und in einer guten Stimmung trottete ich zu einer naheliegenden Blume und schnupperte an dieser. Ihr Geruch war süßlich und ich genoss das Gefühl des saftigen Gras unter meinen Pfoten. Schließlich waren die Territorien der Clans immer noch in der Kälte der Blattleere gefangen. Auf der Suche, wieso ich denn nun an diesem Ort gelandet war, sah ich mich, nun bereits zum dritten Mal, um. In der Ferne erkannte ich eine Gestalt, die schnell auf mich zu kam und irgendwie vertraut wirkte. Im näherkommen erkannte ich, dass es mein verstorbene Freundin Blatttau war. Ich miaute erfreut auf, seit ihrem Tod hatte ich sie nämlich noch nicht wieder gesehen und ich hatte sie so vermisst und immer gehofft sie in meinen Träumen wieder zu sehen. Heute war es besonders passend, denn ich hatte meinen Namen erhalten und war nun endlich eine vollwertige Heilerin. Ich lief Blatttau die letzten Schritte entgegen und berührte sie Nase an Nase. „Hallo Blatttau. Ich freue mich ja so dich wieder zu sehen. Wie geht es dir?“ Ich schnurrte laut, zutiefst erfreut meine gute Freundin wiederzusehen, die leider viel zu früh zum Sternen Clan ging. Ihr schien es jedoch blendend zu gehen, was mich wiederum etwas fröhlicher stimmte. „Ich freue mich auch dich zu sehen Abendhimmel. Mir geht es gut und ich freue mich so für dich, dass du nun endlich deinen vollständigen Namen bekommen hast. Er steht dir gut und du hast lange und hart dafür gearbeitet. Du kannst wirklich stolz auf dich sein. Ich bin es auf jeden Fall!“ Blatttaus Worte wärmten mein Herz und ich schnurrte noch ein wenig lauter vor Dankbarkeit und Zuneigung. Blatttau war wirklich eine großartige Freundin, sie schaffte es immer, dass man sich geliebt und wichtig fühlte. In einem plötzlichen Anflug von Interesse fragte ich die weiß-braun getigerte Kätzin: „Wie geht es Distelherz und den toten Jungen? Sind sie sicher hier im Sternen Clan angekommen? Geht es ihnen gut?“ Die Kätzin vor mir nickte mit einem Lächeln. „Ja, es geht ihnen sehr gut. Die Kleinen sind sehr aktiv und wollen ständig spielen. Sie sind so süß und ganz schön frech, aber es macht echt Spaß mit ihnen Zeit zu verbringen. Distelherz wacht über Flammentänzerin und ihre lebenden Jungen und kümmert sich um Flammentänzerin‘s Junge bis sie zum Sternen Clan gerufen wird. Diese Aussage beruhigte mich und ich nickte zustimmend mit Kopf.
Als ich auf den Boden blickte, sah ich das dieser schon begann sich aufzulösen und so wandte ich mich schnell an Blatttau: „Es war so schön dich wiederzusehen, ich hoffe das ich die in Zukunft öfter antreffen werde. Bis zum nächsten Mal, machs gut!“ Ich hörte noch wie meine Freundin sich freundlich verabschiedete, bevor sich der Traum endgültig aufzulösen begann und ich langsam zurück in die Realität zurückzukehren.


Erwähnt: anderen Heilerkatzen, Engelsflügel, Blatttau (fiktive Katze), Distelherz, Flammentänzerin, die verstorbenen und die lebenden Jungen
Angesprochen: Blatttau (vom Sternen Clan, im Traum)
Standort: Sternen Clan Territorium, Mondstein, mental beim Sternen Clan
Sonstiges: teilt ihre Träume mit dem Sternen Clan, beginnt aufzuwachen

~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~

Werde in naher Zukunft erneut versuchen Finster davon zu überzeugen mich im Discord Server als BOT einzurichten! ^^

Heilerliste für den Schatten Clan, falls ihr irgendwas von Abendhimmel braucht
----> Heilerliste

Grundsätzlich könnt ihr meine Charas einfach immer anschreiben, gebt mir dann nur durch eine PN Bescheid!
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BeitragThema: Re: Die Hochfelsen und der Mondstein   Die Hochfelsen und der Mondstein - Seite 27 EmptyMi 30 Dez 2020, 22:30




Engelsflügel


SchattenClan Heilerin

Angesprochen » Alle Heiler
Erwähnt  » Alle Heiler, Distelherz (id.)
Standort  » Auf dem Weg in ihr eigenes Lager zurück
But still, they keep on provoking me...
Vertretung
Als Engelsflügel die Augen aufschlug, erkannte sie, dass das Mondlicht langsam verblasste und der Schein des Mondsteins ebenfalls verging. Liebevoll warf sie einen Blick auf die kleine Öffnung über ihren Köpfen und richtete diesen dann wieder auf den Mondstein, an den sie sanft ihre rechte Vorderpfote legte. Der Stein fühlte sich kalt an ihren Ballen an, dennoch wurde ihr warm und sie fühlte sich gut.
»Danke«, flüsterte die alte Katze an den Stein hinan, um sich für all die Blattwechsel zu bedanken, in denen sie gedient hatte. Doch auch um zu danken, dass dies nun das Ende dieser Zeit war und sie diese Pflichten hinter sich lassen würde. Ihre Ahnen hatten ihr Leben begleitet und auch wenn sich dies wie eine Trennung anfühlte, so würden sie immer bei ihr sein und sie würde nicht allzu lange ohne die SternenClan Krieger leben. Eines Tages würde sie selbst zu ihnen gehören.

Langsam trat die Heilerin von dem Stein fort und spürte ein Zittern durch ihre alten Beine gehen. Nichts wünschte sie sich mehr als im Lager in ihr Nest zu fallen, nachdem der Boden in der Höhle so hart gewesen war. Wie lange das Nest im Heilerbau wohl noch ihres sein würde? Engelsflügel würde wohl selbst als Älteste nicht ausziehen wollen.
Etwas abseits ließ sie sich nieder und begann ihren Pelz zu waschen und ihre Muskeln zu wärmen. Bald mussten sie und Abendhimmel aufbrechen, doch noch war ihre Schülerin nicht erwacht. Die Kätzin konnte noch nicht erahnen, was sie nach dem Erwachen erwarten würde, denn es war ihr gewiss nicht in den Sinn gekommen, dass Engelsflügel jemals wirklich den Rang aufgeben würde. Bei dem Gedanken umspielte ein Lächeln die Lippen der Heilerin, die sich ein Gähnen verkneifen musste.

Nach und nach erwachten Heiler, das bemerkte die alte Katze. Insbesondere die Regung des DonnerClan Heilerschülers fiel ihr auf, war er noch so klein und aufgeregt, ein Junges das vielleicht verunsichert war von dem, was es gesehen hatte? Nur zu gerne hätte die Heilerin erfahren, was er erlebt hatte, doch sie würde nie einen anderen Heiler fragen, was in seinem Traum geschehen war. Dieses Ereignis gehörte nur einem Heiler und den Ahnen, die ihn aufgesucht hatten. Weiterhin schwieg die alte Heilerin und wartete darauf, dass auch die anderen Heilerkatzen nach und nach erwachten.

Schließlich erhob sie sich und trat wieder näher, versuchte die Aufmerksamkeit aller auf sich zu richten, während das Licht des Mondsteins endgültig erlosch und zeigte, dass die Zeit des Träumens beendet war. Mit einem letzten Blick in die Richtung ihrer Schülerin, räusperte sich die Kätzin und reckte stolz den Kopf.
»In meinem Traum ist mir die Königin begegnet, die im Lager in der Nacht der Großen Versammlung verstorben ist«, begann sie mit krächzendem Unterton, der von ihrem Alter sprach. Ihr Schweif reckte sich in die Höhe, während sie die nächsten Worte formulierte. »Sie brachte mir eine Entscheidung vom SternenClan... nein, eine Antwort auf eine Frage. Ein Einverständnis.«
Die Heilerin pausierte kurz um ihre alten - und neuen wie Enzianpfote - Freunde ernst zu betrachten.
»Wie ihr wisst, zähle ich zu den älteren Katzen unter den Clans und nun ist meine Schülerin eine vollwertige Heilerin. Meine Zeit endet hier, meine Gefährten. Der SternenClan ist einverstanden damit, dass ich meinen Rang nun niederlege und mich als Älteste zur Ruhe setze, bis ich mich unseren Ahnen eines Tages selbst anschließe.«

Trauer erfüllte ihren Blick und doch glitzerte weiterhin Stolz durch ihre Augen hervor.
»Es war mir eine Ehre, mit euch gedient zu haben. Ich werde unsere Treffen vermissen, euch auf der Großen Versammlung vermissen, zu der mich meine alten Knochen nicht mehr tragen werden. Doch solltet ihr etwas brauchen, dann könnt ihr immer zu mir kommen - denn bis zum Ende meines Lebens werde ich kranken Katzen helfen wollen und den Gesetzen der Heiler nicht absagen. Und nun lebt wohl, meine Freunde. Viel Erfolg bei euren zukünftigen Herausforderungen. Möge der SternenClan stets euren Pfad erleuchten.«
Mit steifen Bewegungen trat die alte Kätzin vor und presste ihre Nase sanft jeder Heilerkatze auf den Kopf, um ihnen einen letzten Abschied zu widmen. Bei Regenpfote verharrte sie einen Augenblick länger.
»Richte meine Grüße an Tränenherz aus«, flüsterte sie ihm ins Ohr. »Auch sie werde ich vermissen.«

Als die Heilerin bei allen anderen anwesenden Heilern gewesen war, trat sie an den Tunnel, der sie hinauf zum Ahnentor führen würde. Bevor sie diesen betrat, warf sie einen letzten Blick über die Schulter um voller Trauer und Ehrfurcht ein letztes Mal den Heilern zu zunicken und den Mondstein zu betrachten. Diesen Anblick würde sie vermissen und für immer in ihr Herz schließen. Endlich zwang sie sich, ihre Pfoten in den Tunnel zu setzen und zügig dem neuen Tag entgegen zu treten. Diese Zeit war vorbei. Nun musste sie ins Lager zurückkehren.
Egal, wie schwer ihr das fiel.

»To be continued: SchattenClan Lager [SC Territorium]
Post 18
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BeitragThema: Re: Die Hochfelsen und der Mondstein   Die Hochfelsen und der Mondstein - Seite 27 EmptyDo 31 Dez 2020, 17:44




Eichenblatt

Mit jedem Atemzug hatte die rotbraune Kätzin das Gefühl, als würden sich Tausend Stiche durch ihr Herz bohren. Das Gespräch mit Donnerstern - oh, beim SternenClan, wieso war sie auch so mäusehirnig gewesen, sich darauf einzulassen - hatte sie mehr mitgenommen, als sie es vor Enzianpfote zeigen durfte. Eichenblatt wusste, dass sie harsch gewesen war - harsch, unnachgiebig... ungerecht? Dennoch kam sie nicht ohnehin, immer und immer wieder an ihre verstorbene Schwester zu denken, der in Donnersterns letzten Moment an seiner Seite gelegen hatte. Sie erinnerte sich an den Blick, den er ihr zugeworfen hatte, doch all dies hatte die Situation im Nachhinein betrachtet nur qualvoller gemacht.
Ja, die Heilerin des DonnerClans liebte ihren ehemaligen Anführer, doch welches Recht hatte sie schon, nach ihrem Ableben bei ihm sein zu dürfen, wenn sie gegen die Gesetze verstoßen hatte?

Eichenblatt vermied es, den SternenClan Kater auch nur eines Blickes zu würdigen - sie war sich bewusst, dass die Reue sie übermannen würde, sobald sie auch nur den ersten Gedanken an das stattgefundene Gespräch verschwendete - und hätte am liebsten auch ihre Ohren vor seiner Stimme verschlossen, als er zu ihrem Schüler sprach.
Sie fragte Enzianpfote nicht nach dem Anliegen Flammenpfotes - es war nicht an ihr, ihn dazu zu drängen, ihr etwas zu erzählen, wenn es nicht gerade den Clan und dessen Wohl betraf und obgleich er doch so jung war, traute sie ihm durchaus zu, dass er sich an sise wenden würde, wenn dem der Fall gewesen wäre.

Kalt war die Luft, die sie einsog und die sie realisieren ließ, dass sie nicht mehr gemeinsam mit ihren Ahnen im Silbervlies verweilte. Träge öffnete die alte Kätzin die Augen und bemerkte das Zittern, das von dem Körper, welcher sich an ihrer Seite befand, ausging. Mit langsamen Strichen ließ Eichenblatt ihre Zunge über Enzianpfotes Leib fahren, »Deine erste Nacht am Mondstein und Treffen mit deinen Ahnen- alles überwältigend dafür, dass es dein erster Tag als Heilerschüler ist, hm?«, miaute sie leise.
Aus dem Augenwinkel bemerkte sie, wie die anderen Heiler und Heilerschüler ebenfalls langsam erwachten. Engelsflügel war die Erste, die sich vollends aufrichtete und das Wort erhob, was Eichenblatt dazu veranlasste, mit einem Ächzen ihr Haupt zu erheben und der SchattenClan Kätzin zu lauschen.
Überrascht zuckten ihre Ohren, als sie den Anfang vernahm. Ein Einverständnis?
Sie spürte, wie ihre Kehle trocken wurde - es war ein seltsames Gefühl, Engelsflügels Rücktritt als Heilerin mitzuerleben; ein Rücktritt, der nicht durch Tod erzwungen worden war. Gewiss war sie der Meinung, dass die alte Kätzin, zu der sie ein gutes Verhältnis gepflegt hatte, es durchaus verdient hatte - und dennoch kam sie nicht ohnehin, einen Funken Neid zu verspüren. Ruhe war etwas... was sie sich in ihren Lebtagen nicht mehr vorstellen können würde.

»Du hast dem SchattenClan gute Dienste geleistet«, wandte Eichenblatt sich mit fester Stimme an die Kätzin, als sie die Sprache wiedergefunden hatte. »Dein Clan kann sich glücklich schätzen, eine solch kompetente Katze als Heilerin zu haben - und ich bin überzeugt, dass Abendhimmel deinen Platz in gebürtiger Weise übernehmen wird.« Sie schenkte der neuen Heilerin des SchattenClans ein bestärkendes Lächeln.
»Leb wohl, Engelsflügel«, verabschiedete die Rotbraune sich und neigte den Kopf vor ihr, alle negativen Gefühle, die in diesem Moment fehl am Platz waren, ignorierend. Dies war Engelsflügels Augenblick. »Habt eine gute Heimreise.«
Eichenblatt ließ ihren Blick über die anderen Heiler schweifen, denn ihre Worte waren nicht nur den SchattenClan gewidmet.
»Wir sollten ebenfalls aufbrechen«, miaute sie schließlich an Enzianpfote gewandt, nachdem sie sich kurz geschüttelt hatte, um vollends wach zu werden. »Im Gegensatz zur Hinreise müssen wir uns wenigstens nicht beeilen. Wenn du also eine Pause einlegen möchtest, gib mir einfach ein Zeichen.«
Liebevoll strich sie mit dem Schweif über seinen Rücken, ehe sie in den langen Tunnel hinaus ins Freie schlüfpte, wo der Mond bereits dabei war, hinter dem Horizont zu verschwinden und der baldigen Dämmerung Platz zu machen.

tbc: DonnerClan Territorium, Das Lager

Am Mondstein ✩ DonnerClan Heilerin ✩ 257

Erwähnt » Donnerstern, Flammenpfote
Angesprochen » Engelsflügel, Enzianpfote, restliche Heiler


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BeitragThema: Re: Die Hochfelsen und der Mondstein   Die Hochfelsen und der Mondstein - Seite 27 EmptyDo 31 Dez 2020, 18:08





Enzianpfote

Heilerschüler|DonnerClan|#33

Die Eindrücke, deren Zeuge Enzianpfote in dieser Nacht geworden war, würde er wohl bis an sein Lebensende nicht mehr vergessen. Er fühlte sich bis auf die Grundfesten erschüttert und gleichermaßen bestärkt in der Entscheidung des SternenClans genau ihn zum Heilerschüler erkoren zu haben. Er war jung. Er war verdammt jung und doch pulsierte in seinem Inneren so etwas wie Stolz. Er war Stolz darauf diesen Weg beschreiten zu dürfen, auch wenn er sich noch nicht ausmalen konnte was genau es überhaupt bedeutete in die Pfotenspuren einer Heilerkatze zu treten. Welche Herausforderungen und Bürden noch auf ihn zukommen würden in den nächsten Blattwechseln, welche Katzen er retten und welche er verlieren würde. Das alles waren Dinge, die in seinem Kopf noch keinerlei Bedeutung gefunden haben. Es war für den jungen Heilerschüler einfach noch nicht von Belang darüber nachzudenken. Die Zeit würde sicher früh genug kommen.

Sein Kopf war seltsam leer, als der Leib neben ihm langsam erwachte. Kurz schoss ihm wieder das Bild des ehemaligen Anführers in den Kopf, wie er die Heilerin angesehen hatte. War das vertrauen? Stolz? Hatte Eisenkralle ihn schon einmal so angeschaut? Würde Toxinstern ihn einmal so ansehen? Oder gar Farnsee? Irgendetwas an diesem Blickwechsel hatte etwas tief in dem Schüler berührt – natürlich bevor die gesamte Stimmung irgendwie gekippt war. Er konnte es nicht zuordnen, aber es ging über alles hinaus, was er bisher in seinem Leben kennengelernt hatte. Dabei hatte er gar nicht gemerkt, wie er aufgrund der Anspannung, der Kälte unter und um ihn herum und der schieren Überforderung angefangen hatte zu Zittern. Stärker noch als zuvor. Plötzlich strich eine warme Zunge über seinen Körper, was ein seichtes Schnurren aus der Brust des Schülers schlüpfen ließ. Mit steifen Gliedern setzte er sich auf, sah noch wie das Licht des Mondsteines erlosch, bevor er sich nahe an seiner Mentorin hielt.

Doch war diese Nacht noch nicht vorbei. Verblüfft versuchte er den Körper Engelsflügels in der Dunkelheit auszumachen, welche doch tatsächlich ihren Rücktritt ankündigte. Dabei schoss ein frostiger Schauder durch seinen gemusterten Körper. Die Heilerin des SchattenClans wirkte wirklich nett. Und es war ein seltsames Gefühl sie vielleicht zum letzten Mal gesehen zu haben. Kurz und ein wenig unsicher trat er an die beiden SchattenClan Heiler heran, lächelte milde und stupste sie, in einem Akt der Intuition für einen winzigen Moment mit seiner Nase an. In Ermangelung passender Worte neigte Enzianpfote daraufhin respektvoll den Kopf, hoffte darauf, dass die anderen Heilerkatzen dies erkennen würden, bevor er wie ein Schatten hinter Eichenblatt aus der Höhle des Mondsteins glitt. Der Rückweg kam ihm nicht halb so gruselig vor wie der Weg hinein, da er ja jetzt wusste was ihn erwarten würde. Kaum wich der kühlen und feuchten Höhlenluft ein frischer Windzug atmete der bunte Kater tief durch. Bald würde es sicherlich anfangen zu Dämmern. Jetzt erhob auch er endlich seine Stimme, war es ihm in inneren des Tunnels irgendwie falsch vorgekommen.

„Das war unglaublich, Eichenblatt.“

Ein wenig zurückhaltend trabte er neben der Roten her, blieb immer in direkter Nähe zu ihr und schaute mit funkelnden Irden zu ihr hinauf. „Ich hab mit Flammenpfote gesprochen. Und er bat mich Rosenträne und Graupelz etwas auszurichten... Darf ich das überhaupt?“ Er kannte die Regeln nicht, wusste nicht wie viel die Clankatzen über ihr Verhältnis zum SternenClan erfahren durften und wollte sich so lieber auf der sicheren Seite wiegen, anstatt direkt zu Beginn einen solch dramatischen Fehler zu machen. Jetzt, wo sie wieder auf dem Weg nach Hause waren, merkte der junge Kater wie erschöpft er eigentlich war. Er würde sicher einige Pausen brauchen. Doch um nichts in der Welt wollte er diese Erfahrung missen. Es war sicher ein großer Schritt, um der Kater zu werden, den der SternenClan in ihm sah. Er freute sich trotzdem schon darauf bald sein neues Nest zu beziehen.


» Erwähnt: Eichenblatt, Donnerstern, Flammenpfote, Rosenträne, Graupelz, Engelsflügel, Abendhimmel, Eisenkralle, Farnsee, Toxinstern
» Angesprochen: Eichenblatt
» Ort: Moosstein -> tbc DonnerClan Lager


»Sprechen« | Denken | Katzen

Know the water's sweet but blood is thicker


~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~

thank you for the last three years...

...my perfect trust in you, iwa-chan

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Zuletzt von Katsuki am Sa 02 Jan 2021, 21:52 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Hochfelsen und der Mondstein   Die Hochfelsen und der Mondstein - Seite 27 EmptyDo 31 Dez 2020, 21:24

Regenpfote
WolkenClan Heilerschüler
I'm high and drunk on ego, can't see straight. So I just feel my way around and I'm touching and I'm grabbing everything I can't be havin'.
Wo eben noch Dunkelheit herrschte, war jetzt das Licht, welches ihn empfing, auch wenn die Höhle nicht mehr ganz so hell erleuchtet war wie bei ihrer Ankuft. Der Mondstein tauchte vor den Augen des jungen Heilerkaters auf, als er diese wieder aufschlug, und neben ihm seine Gefährten. Langsam zog er die Schnauze zurück, seine Augen ruhten noch eine Weile auf dem kalten Stein, während er in Gedanken seinen Traum verarbeitete. War es eine Prophezeiung gewesen, die Blasspfote ihm mitgegeben hatte? Er versuchte, versteckte Bedeutung in ihren Worten oder dem Geschehen um ihn zu finden, konnte es allerdings nicht. Zu Herzen nehmen würde er sich ihre Worte trotzdem.
Entscheidungen. Ich troffe ohnehin immer die richtigen Entscheidungen. Dass jeder Fehler machte, dessen war er sich bewusst, aber er war immer noch der Meinung, dass er selbst besser wusste, was richtig war. Besser als alle anderen.
In der Zwischenzeit waren auch die anderen Heiler wieder aufgewacht und als die krächzende Stimme von Engelsflügel von der Seite an Regenpfotes Ohren drang, erhob auch er sich. Ausgiebig streckte er seine Glieder, die durch das Sitzen ganz steif und kalt waren, und er spitze gleichzeitig seine Ohren. Die Nachricht über den Rücktritt der alten SchattenClan Heilerin kam plötzlich, doch sie überraschte nicht, und sie stimmte ihn melancholischer, als er es zugeben wollte. Engelsflügel verband er mit dem Heiler sein, schließlich war sie schon hier seit er Heilerschüler war. Es fühlte sich zugegen etwas schwer und seltsam an, sich eine Zukunft ohne sie vorzustellen.
Für einen kurzen Augenblick schloss er seine Augen, als er seine Stirn an die Kätzin drückte, dann öffnete er sie und blickte in ihre Hellen. »Das werde ich«, versicherte er ihr mit ernster Stimme und nickte, »Möge der SternenClan dich auf deinem restlichen Lebensweg begleiten.«
Mit schnellen Schritten trat nun auch er in den Tunnel und machte sich auf den Weg nach draußen. Obwohl es dieselbe Strecke war, kam ihm der Rückweg immer viel kürzer vor und schon bald hatte er den Ausgang erreicht, wo er sich wieder auf sein Augenlicht verlassen konnte. Kalte, feuchte Luft und die anbrechende Morgendämmerung empfingen ihn und sein Nackenfell stellte sich etwas auf, als der grau gefleckte Kater an der Seite der anderen Heiler ins Freie trat. Angemessen verabschiedete er sich auch von ihnen und schnippte zum Abschied noch einmal mit der Schweifspitze, ehe er geschwind zu Nachtwind trabte, der sich etwas abseits in der Nähe eines großen Steins einen Unterschlupf gesucht hatte.
»Ich hoffe, du musstest nicht zu lange warten«, miaute er zu ihm und schüttelte sich einmal, »Lass uns nach Hause aufbrechen.«
Regenpfote wartete kurz auf den Krieger, um dann mit ihm gemeinsam loszulaufen, dieses mal etwas näher zusammen.

----------> WolkenClan Lager
Erwähnt: Engelsflügel, Eichenblatt, Blasspfote, Nachtwind
Angesprochen: Engelsflügel, Nachtwind
007

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Zuletzt von Nezuko am Fr 01 Jan 2021, 13:33 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Hochfelsen und der Mondstein   Die Hochfelsen und der Mondstein - Seite 27 EmptyFr 01 Jan 2021, 11:46

[OUT: Das aktuelle Play ist beendet, da die Zeit mit über einem Monat überschritten wurde. Alle Heiler werden ab jetzt nur noch in ihren Lagern gepostet! Vielen Dank.
Again.]

~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~

You guys see all these cats?




They are all part of a Clan: WindClan. And you are, too.


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Salbeiduft
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BeitragThema: Re: Die Hochfelsen und der Mondstein   Die Hochfelsen und der Mondstein - Seite 27 EmptyDo 22 Jul 2021, 13:51




Dunkelstern

Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren.


← WindClan Territorium - Das Lager

Schwer Atmend kam die schwarze Anführerin an diesem Heiligen Ort an, sie betrachtete kurz Sturmjäger und nutzte die Gelegenheit kurz um zu verschnaufen, die wärme und auch die deutliche Rundung machten es ihr nicht gerade leicht sich fortzubewegen, aber dann als sie es wieder schaffte Worte zu fassen lächelte sie sanft aber knapp. "Sturmjäger was von nun an passiert, wird dir gegebenenfalls angst machen, der schmale gang zum Mondstein ist dunkel und du musst dich auf deine Sinne verlassen, vertraue dem was passiert und gebe dich all diesen Eindrücken hin." Kurz berührte Dunkelstern den Kater mit der Schnauze an dessen Schulter ehe sie zum Eingang des Tunnels ging, dieser lag am Fuße des Hochsteins. Ihr blick wanderte noch einmal zum Himmel an dem bereits der Mond erschien. "Ich bin froh, dass die Sonne bereits untergegangen ist, ich glaube die Hitze hätte ich nicht ertragen." mit diesen Worten tauchte Dunkelstern durch den Tunneleingang, es war dunkel im inneren und vorsichtig setzte sie eine Pfote vor die andere, ihre Augen gewöhnten sich langsam an die Dunkelheit die sich hier befand.

Die wunderschöne Kätzin ließ sich immer weiter und weiter in die Tiefe treiben, sie verlor im kompletten gang zum Mondstein nicht ein Wort, löste sich von ihren eigenen Gedanken und fühlte sich freier als zuvor. Als sie beide den Gang hinter sich gelassen hatten, kam sie in eine große Höhle an in der Mitte ein wundervoller Stein der bereits in einer wundervollen Farbe strahlte. Dunkelstern konnte sich an jene Blattleere erinnern, als sie gemeinsam mit Smaragdregen und Herbstblatt hierher gereist war um ihre Leben als Anführerin entgegen zu nehmen. "Sturmjäger.." Sie schaute kurz über die Schulter zu dem Kater. "Nun ist der Augenblick gekommen, ich wünsche dir viel Kraft. Wir werden uns bald wieder sehen." Sie legte sich nieder und presste die schwarze Schnauze gegen den kühlen Stein. Wind umfing sie und sie fand sich auf einer weiten Lichtung wieder, sie schaute sich um doch sie konnte niemanden erkennen. "Hallo?" rief sie in die Ferne doch niemand gab eine Antwort. "Ist hier jemand?" rief sie erneut. "Irgendjemand?" Sie setzte sich nieder, ihr Körper wurde schwerer und schwerer, der SternenClan würde ihre bitte nicht entgegennehmen, der SternenClan hatte seine Augen von ihr abgewandt, darüber war sie sich sehr sicher.

"Dunkelstern.." hallte es durch die Dunkelheit und plötzlich erschienen zwei Körper vor ihr, deutlich konnte sie erkennen um welche Katzen es hier ging. "Windstern, Rubinschweif.. ihr seid gekommen." Ein schnurren drang in der Kehle der Anführerin, sofort stieg Freude in der Schwarzen auf, sie sprang auf und presste sich an die Sternen geschmückten Körper der beiden Kätzinnen. Es fühlte sich so real an hier zu sein, es fühlte sich fast so an als würde sie dem SternenClan beiwohnen. "Werde ich sterben?" Fragte sie kleinlaut und schaute von der einen zur anderen. "Nein liebes." erhob Rubinschweif die Stimme. "Deine Zeit ist noch nicht gekommen." Mit ihrer schnauze deutete die ehemalige Zweite Anführerin auf den Bauch von Dunkelstern. "Du trägst Leben unter deinem Herzen, du wirst ihnen eine gute Mutter sein." Die Augen der trächtigen Katze wurden groß. "Heißt das.. heißt das ihr nimmt mein Anliegen an? Was wird geschehen?" Windstern trat einen Schritt zurück und betrachtete Dunkelstern eingehend. "Das bedeutet, du gibst uns deine Leben die wir dir schenkten zurück und übergeben sie dem neuen Anführer." Sofort musste Dunkelstern an Sturmjäger denken, sicherlich würde er einige Schmerzen durchleben, doch er war stark. "Sturmjäger wird eine gute Wahl sein, er wird den WindClan sicher gut führen." versuchte sich die noch Anführerin zu rechtfertigen, doch Windstern lächelte Leicht. "Ja Dunkelstern, das weiß ich doch." Die beiden SternenClan Katzen tauschten einen vielsagenden Blick, dann trat Rubinschweif vor. Ihre Schnauze legte sie auf den Kopf der trächtigen Katze, sofort versteifte sich ihr Körper und sie machte sich auf starke schmerzen gefasst. "Dunkelstern, ich nehme dir hiermit dein Vorletztes Leben, du hast gute Entscheidungen getroffen und dich für jedes Mitglied des WindClans eingesetzt. Der SternenClan ehrt deine Treu und deine Taten, mögen sie deinen weiteren Weg erleuchten. Ich danke dir, möge es dir und deinen Jungen weiterhin gut gehen und mögest du ein erfülltes restliches Leben haben." Der schmerz blieb aus und erstaunt weiteten sich die Augen der schwarzen Kätzin, es war nicht passiert, kein Schmerz der ihren Körper zu Boden zwang. Sanft Lächelnd schaute Rubinschweif sie an und trat einen Schritt zurück.

Windstern trat nun vor, der Blick schweifend über den Körper von Dunkelstern, ihr Magen zog sich zusammen als der Blick der verstorbenen Anführerin an ihrem runden Bauch hängen blieb. "Windstern, deine Jungen." "Ruhig mein Kind!" forderte sie SternenClan Katze auf, ihr Blick war ernst. "Milanschrei hat sich gut gemacht und du hast dein Versprechen gehalten, irgendwann wird der Zeitpunkt kommen wo er die Wahrheit erfährt doch noch wird es nicht so weit sein. Morgenpfote und Mondpfote leben behütet beim SternenClan, sie achten auf ihre beiden Geschwister und so ist es der Wille des SternenClans. Nun Dunkelstern nehme ich dir dein letztes Leben als Anführerin, ich danke dir dafür dass du den Clan an meiner Stelle geführt hast, damals bereits sahnte mir der SternenClan die Prophezeiung und sie wollten dich als Anführerin, nun aber ist es an der Zeit. Du sollst die Chance haben deine Junge als Mutter und nicht als Anführerin großzuziehen, ich wünsche dir ein restliches erfülltes Leben Dunkelstern." Als die Nase der ehemaligen WindClan Anführerin die Stirn der Schwarzen berührte, durchströmte sie Zufriedenheit, Glück und vollkommene Liebe. Auch hier blieb der erwartete Scherz einfach aus. "Dunkelstern, du hast dem WindClan Ehrenvoll gedient, deine Zeit als Anführerin ist nun beendet, von nun an sollst du zu deinem alten Namen zurückkehren. Dunkelfeder, der SternenClan ehrt deinen Mut, deine Weisheit und deine Taten, möge er nur gutes für dich haben und deinen weiteren Weg erleuchten." Kraft durchströmte den Körper der Anführerin, und sie fühlte sich viel besser, besser sogar als vor dem Kampf mit dem Fuchs, es war als würde sie wieder 20 Monde alt sein. "Danke Windstern, danke Rubinschweif. Für alles bin ich euch dankbar, ohne euch wäre ich nicht die Katze die ich heute wäre." Breit lächelnd schaute sie die beiden Kätzinnen an. "Dunkelfeder, deine Zeit ist gekommen, kehre zum WindClan zurück." Mit diesen Worten verblassten die Körper und Dunkelfeder schlug ihre Augen auf, sie befand sich wieder am Hochstein, neben ihr immer noch der schlafende Körper von Sturmjäger.

Kurz betrachtete sie den Körper des Katers, sicherlich würde auch er bald erwachen, und dann würde er den Namen Sturmstern tragen. Die schwarze Königin legte sich auf den Steinen nieder und putzte ausgiebig ihr Fell, sie wollte den Kater am Mondstein nicht ohne Schutz zurücklassen und schaute einige male zu ihm mit halb gesenkten Lidern. Als der Kater dann endlich auch aus seinem Schlaf erwachte, stand Dunkelfeder auf. "Sturmstern!" sie neigte leicht den Kopf. "Willkommen Anführer des WindClans." Sturmstern wirkte erhaben auf die Schwarze und somit ging sie Automatisch davon aus, dass der SternenClan ihn akzeptiert hatte. "Kehren wir zurück zum WindClan, wenn du mir erlaubst, würde ich gerne im Clan eine letzte Clanversammlung einberufen und dem Clan meine Entscheidung verkünden. Aber nun sollten wir uns erst einmal beeilen." Dunkelstern lächelte und trat in den engen Tunnel der Höhle hinein, als sie aus dem Tunnelsystem wieder heraus kam, durchströmte sie die frische Luft der Nacht. "Der SternenClan Akzeptierte meine Entscheidung, sie straften mich nicht, ich bin erleichtert Sturmstern." Als die Sorge war vom Körper der schwarzen abgefallen, sie strahlte voller Energie. Nun konnte der Zeitpunkt der Geburt ihrer Jungen näher treten, sie konnte die kleinen selber großziehen und musste die Jungen an keine anderen Katzen mehr abgeben um ihren Pflichten nachzukommen. Ihre Pfoten trugen sie ihm leichten sanften Trab zurück zum WindClan Lager.


→ WindClan Territorium - Das Lager







81 Monde

Königin

WindClan

#190


- Ehemalige Anführerin
- schwarze Katze mit weißen Pfoten
- Bernsteinfarbene Augen
- Stimme!
- Theme!
- Link zum Aussehen!
- Link zur Playlist!


Erwähnt » Windstern, Rubinschweif, Sturmstern, Smaragdregen, Herbstblatt
Angesprochen » Windstern, Rubinschweif, Sturmstern
Zusammenfassung:
 
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Athenodora
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BeitragThema: Re: Die Hochfelsen und der Mondstein   Die Hochfelsen und der Mondstein - Seite 27 EmptyDi 27 Jul 2021, 01:38

#058

STURMJÄGER
WINDCLAN | 2. ANFÜHRER | 40 MONDE


cf: Lager des WindClans
eite an Seite mit der schwarzen Anführerin durchquerte Sturmjäger die immer dunkler werdende Nacht und sah gelegentlich auf zum Silbervlies. Sein Herz wog ihm schwer in der Brust wann immer er auf die Gestalt seiner ehemaligen Mentorin sah, die sich deutlich zuversichtlicher bewegte, als er sich fühlte.
Konnte das hier wirklich der Wille des SternenClans sein? Das Gespräch mit Milanschrei hatte ihm zwar diesbezüglich ein wenig die Sorge genommen, aber das änderte nichts an der Tatsache, dass der Getigerte nicht wusste wie er mit der gesamten Situation umgehen sollte.
Eine Situation wie diese hatte es noch nie gegeben in der Geschichte der Clans. Der eigentliche Weg, wie ein Anführer erwählt wurde, war der, dass der vorherige Anführer sich dem SternenClan angeschlossen hatte. Aber Dunkelsterns Zeit war noch lange nicht gekommen. Das spürte er, auch wenn er sich nicht sicher war wie der SternenClan auf das Anliegen seiner ehemaligen Mentorin reagieren würden.
Und was, wenn sie ihn als künftigen Anführer des WindClans ablehnen würden?
Der sonst so selbstbewusste Kater ging mit hängenden Schultern den Weg entlang, den seine ehemalige Mentorin ihm vorging und nickte brummend, auf die Erklärung der Kätzin, dass der Weg schmal und unübersichtlich werden würde.
Es war das erste Mal, dass Sturmjäger diesen Weg ging und doch fühlte er sich so, als würden seine Pfoten bereits wissen, wohin ihr Weg die beiden führen würde. Ganz so, als würden seine Pfoten schon jetzt geleitet werden. Ob das ein gutes Zeichen war?
Sturmjäger wusste einfach nicht was er glauben sollte. Aber schon einen Moment später hatte er auch gar keine weitere Zeit mehr zum Grübeln, denn er und Dunkelstern hatten den Ort erreicht, an dem die Anführer und Heiler der Clans den Kontakt zu ihren Ahnen aufnahmen. Den Mondstein.
Jetzt wurde es also ernst. Er hatte gehört, dass man sich mit der Schnauze am Stein liegend hinlegte und einschlief. Aber das Herz schlug ihm so laut und wild in der Brust, dass er keine Ahnung hatte, wie er einschlafen sollte. Hilfesuchend sah er zu der nachtschwarzen Kätzin, deren weiche Rundungen sich selbst im fahlen Licht des Mondes, das durch die Höhle auf den Stein fiel, deutlich abhoben. Sturmjäger öffnete sein Maul, um etwas zu sagen, doch die Kätzin kam ihm zuvor, und war dann so schnell in ihrer liegenden Position mit einem letzten Seufzen tief in ihren Schlaf versunken, dass der Getigerte einen Moment lang Sorge hatte, dass der Anführerin etwas zugestoßen war. Ob sie bereits träumte?
Aber…sie hatte wohl recht…der Augenblick war gekommen.
“Ach Dunkelstern, seufzte der Kater und setzte mit leiser Stimme hinzu: “Möge der SternenClan dich empfangen und deiner Bitte stattgeben. Du hast dir das wirklich verdient…“, bevor er seinen grünlichen Blick auf den Mondstein legte und noch einmal tief durchatmete. Ja…die Zeit war reif. Jetzt gab es kein Entrinnen mehr. Wenn er die Augen wieder öffnen würde, dann würde er als Sturmstern erwachen. Der Gedanke war mehr als seltsam, aber er wusste doch, dass es das Richtige war.
Also legte er sich nieder und streckte unbeholfen seinen Körper so aus, dass seine Schnauze am kalten Stein ruhte, der im fahlen Mondlicht sanft schimmerte.
Er würde niemals einschlafen können…dachte er sich und war schon einen Moment später trotz aller Sorge in einen tiefen, ruhigen Schlaf versunken, den ihm wohl der SternenClan gesandt hatte.

Als er die Augen wieder öffnete, befand er sich auf einer Lichtung, die ihn entfernt an die Lichtung des Baumgevierts erinnerte. Auch wenn sich das ein oder andere Detail von der Realität unterschied. So glänzte das Gras hier nicht taufrisch, sondern schimmerte silbern im Mondlicht. Das Rauschen der Blätter klang irgendwie anders…oder war es nur seine Einbildung, die ihm einen Streich spielte?
Unsicher blickte er sich um und rief leise in die Stille hinein: “Hallo? Ist da jemand?“, doch nur die Grillen schienen ihm zu antworten.
Hatte der SternenClan ihn doch abgewiesen? Erneut schlug ihm das Herz bis zum Halse und er wollte schon ein weiteres Mal in die Stille hineinrufen, als eine dunkle Gestalt sich aus der Dunkelheit löste und Stück für Stück ins Licht des Mondes bewegte.
Dunkelstern?, fragte er unsicher, schüttelte einen Moment später aber schon den Kopf. Nein. Die Gestalt vor ihm war nicht die seiner ehemaligen Mentorin.
Nein, Sturmjäger. Ich bin Krähenfrost, der ehemalige Heiler des WindClans und ich heiße dich im SternenClan Willkommen., sagte die Gestalt, die sich ihm gegenüber nun niedergelassen hatte und ihn aus ernsten Augen betrachtete.
Sturmjäger war völlig verloren und sah sich unsicher um. War der Heiler der Einzige der gekommen war? Was war mit Windstern? Würde die einstige Anführerin des WindClans ihn nicht empfangen?
Unsicher räusperte der Kater sich und beugte dann, sich an seine Manieren erinnernd, respektvoll den Kopf vor dem ehemaligen Heiler.
“Guten Abend, Krähenfrost, sagte er und war sich nicht ganz sicher, ob er die unangenehme Stille zwischen ihnen beiden mit Smalltalk füllen sollte. Aber…worüber unterhielt man sich mit einer SternenClan-Katze? Er konnte ja schlecht fragen: Hey, wie läuft die Beute hier oben so? Das wäre…mehr als nur seltsam. Zumal er einmal gehört hatte, dass die Beute im SternenClan im Grunde immer gut lief. Ganz unabhängig von den Blattwechseln unter denen die Katzen auf der Erde standen. Also…was sollte er tun, um die unangenehme Situation zu überbrücken?
“Also…ehm…“, sagte er und wurde von dem amüsierten Schnurren des Heilers unterbrochen, der ihm einen wissenden Blick zuwarf.
Keine Sorge. Ich bin nur das Begrüßungskomitee. Windstern und Rubinschweif werden gleich zu uns stoßen., sagte er und wandte den Kopf in eine Richtung hinter ihm. Und aus der Dunkelheit der tiefschwarzen Nacht lösten sich zwei Gestalten, in denen Sturmjäger die Gestalten der ehemaligen WindClan-Anführerin und der Kätzin sah, die ursprünglich ihre Nachfolgerin hätte werden sollen.
Der Kater entließ den Atem, von dem er nicht gewusst hatte, dass er ihn angehalten hatte, in einem tiefen Seufzen und erhob sich mit einem scheuen Lächeln, um die beiden Kätzinnen zu begrüßen.
Windstern, Rubinschweif…Willkommen.”, sagte er und wurde daraufhin mit einem respektvollen Nicken und einem warmen Lächeln begrüßt. Warum waren die beiden so spät zu ihnen gestoßen? Hatten sie zuvor den Traum seiner ehemaligen Mentorin besucht? Höchstwahrscheinlich, immerhin musste der SternenClan der Schwarzen die Leben zuerst wieder nehmen, die sie ihr einst gaben, bevor er sie erhalten konnte. Oder? Bedeutete das, dass Dunkelstern bereits wieder erwacht war?
Nein…ihr Name war nicht mehr Dunkelstern…sondern…
Ich kann die Sorge auf deinem Gesicht sehen, Sturmjäger., sagte nun Windstern und griff damit seine unausgesprochenen Gedanken auf. Dunkelfeder geht es gut. Sie wartet auf dich am Mondstein. Hab keine Angst, ihr wird nichts geschehen.
Ihre Stimme klang warm und sanft, und nahm ihm unterbewusst die Angst, die seinen ganzen Körper steif gemacht hatte. Woher auch immer die ehemalige Anführerin gewusst hatte, dass er sich Sorgen um seine ehemalige Anführerin gemacht hatte, sie hatte Recht. Der SternenClan würde dafür sorgen, dass ihr nichts geschah. Sicher wussten die Ahnen, dass Dunkelfeder Leben unter dem Herzen trug und würde allein deshalb schon seine schützenden Pfoten über ihren Kopf halten, richtig?
Windstern räusperte sich und riss den Getigerten damit aus seinen Gedanken heraus und lenkte seine Aufmerksamkeit auf die von Sternenlicht umgebenen Gestalten der drei Katzen vor ihm.
Warum bist du heute zu uns gekommen, Sturmjäger?“, fragte die Kätzin und sah ihm dabei auffordernd ins Gesicht. War…das nicht offensichtlich? Oder war das hier Teil der Zeremonie?
Sturmjäger senkte den Kopf und blickte auf seine Pfoten, unsicher was er sagen sollte.
Dabei war er doch sonst auch nicht so unsicher. Was war nur los mit ihm?
Einmal mehr räusperte sich der Krieger und sah dann auf. “Ich bin gekommen, um den Segen des SternenClans für mein Leben als Anführer des WindClans zu erhalten. Ich werde mein Bestes geben, um dem Clan selbst und dem SternenClan alle Ehre zu machen und den WindClan mit bestem Gewissen in eine gute Zukunft zu führen.“, sagte er und ließ seinen Blick vor allem auf dem erwartungsvollen Gesicht von Windstern ruhen. Die wiederum sah ihm lange in die Augen und spannte ihn lange auf die Folter, bevor sie letztlich nickte, die Schultern straffte und fragend zu ihren Begleitern sah, die ihrerseits stumm nickten.
Hatte er den Test bestanden? Oder würde er gleich aufwachen, ohne dass irgendetwas geschehen war? Er hatte keine Ahnung davon, was zwischen den drei SternenClan-Katzen geschah, aber einen Moment später trat Krähenfrost nach vorn und ging auf Sturmjägers sitzende Gestalt zu. Das war es also. Es geschah wirklich! Vor Aufregung wusste der Kater gar nicht, wohin mit der ganzen Aufregung, die ihm wie heiße Lava durch die Adern schoss.

Und dann…schloss er die Augen in genau jenem Moment, als der ehemalige Heiler des Clans seinen Kopf auf den von Sturmjäger legte und sagte: Sturmjäger. Dies ist dein erstes Leben. Ich gebe dir hiermit Weisheit und Verständnis. Das Leben eines Kriegers besteht nicht nur aus Kampf. Es gibt so vieles, das das Leben als Clankatze ausmacht. Du wirst in deinem Leben als Anführer des WindClans oft vor Entscheidungen gestellt, die dir unmöglich erscheinen und manchmal wirst du Problemen begegnen, deren Lösung dir auf den ersten Blick nicht gefällt. Triff deine Entscheidungen weise und zeige den Mitgliedern deines Clans Verständnis, wann immer sie es benötigen. Ich weiß du hast diese Fähigkeit in dir. Nutze sie.
Noch während der Kater die Worte gesprochen hatte, schoss ein heißer Schmerz durch seine Adern, der den Kater dazu brachte die Krallen auszufahren und im Boden der Lichtung zu versenken. Er könnte diesen Schmerz nicht einmal beschreiben, wenn ihn jemand danach fragte, aber würde er es versuchen, dann würde er wohl versuchen zu erklären, dass ihm die Last eines Berges auferlegt wurde und seine Muskeln schwer werden ließ. Aber gleichzeitig hatte dieser Schmerz etwas seltsam Warmes an sich, das Sturmjäger nicht zu beschreiben wusste. Was es auch war, es raubte ihm den Atem.

Und so bekam der Kater nicht einmal mit, wie Krähenfrost sich zurückgezogen hatte, um Rubinschweif Platz zu machen, die sich ihm jetzt näherte und ihrerseits ihren Kopf auf den des Getigerten legte.
Der Schmerz war kaum verebbt, als er seine Augen öffnete und sogleich wieder schloss.
Mit diesem Leben gebe ich dir die Fähigkeit selbstlos zu denken und zu handeln. Ein Anführer zu sein, bedeutet die eigenen Bedürfnisse hinter denen des Clans anzustellen. Sorge stets für das Wohlergehen der Katzen des WindClans – von der Jüngsten, bis zur Ältesten. Es wird dir nicht immer leicht fallen, vor allem in schweren Zeiten, aber vergiss nie, dass du ein Vorbild für die Anderen bist. Steh im Kampf an der Spitze, statt dich zu verstecken oder nimm teil an der Jagd, die die Hungernden füttert, statt dich selbst zu verwöhnen.
Die Stimme der Kätzin drang an sein Ohr und hallte tief in seiner Seele wieder, als würden sich die Worte der Ahnen tief in ihn hineinbrennen, damit er sie auch nie vergessen möge. So zumindest fühlte es sich an, als ein Monster sich durch seinen Körper kämpfte, das sich vor allem auf seinen Bauch zu konzentrieren schien. Was war das für ein Gefühl? War das…Hunger? Warum fühlte er sich so schwach?
Sturmjägers Schultern sanken ein Stück herab und mit einem schweren Seufzer entließ er den Atem, den er bis eben in seinen Lungen angehalten hatte, ohne es mitzubekommen. Wenn es sich weiterhin so schmerzhaft anfühlte seine Leben zu erhalten, würde er wohl spätestens nach dem nächsten in Ohnmacht fallen. Zumindest glaubte Sturmjäger das. Mäusedung! Er musste sich zusammenreißen. Was sollten nur Windstern und die Anderen von ihm denken?
Zwischen vor Schmerz zusammengebissenen Zähnen presste er – erfüllt vom Nachhall des Schmerzes – hervor: “Ich danke dir, Rubinschweif und werde mein Bestes geben.“
Seine Stimme war so leise, dass er sich nicht einmal sicher gewesen war, ob Rubinschweif ihn gehört hatte, aber das Lächeln der Kätzin, die ihn mittlerweile ansah, sprach von Verständnis. Und dann nickte sie kurz, drehte sich um und ging zurück zu den anderen beiden SternenClan-Katzen.
Das waren die ersten zwei seiner neun Leben als Anführer gewesen und ein Teil von ihm war unsagbar dankbar für die Ratschläge, die ihm mit auf den Weg gegeben wurden. Aber ein anderer Teil von ihm hatte noch immer Angst vor dem was ihn noch erwartete.
Sein grünlicher Blick hob sich und traf den der ehemaligen WindClan-Anführerin. War sie die nächste, die ihm ein Leben geben würde? Oder würde sie ihm gar die letzten Leben geben?
Doch da wandte Windstern sich ab und tat einen Schritt zur Seite, um weiteren Katzen Platz zu machen, die sich nach und nach zu der nun immer größer werdenden Gruppe an SternenClan-Katzen gesellten.
Unter ihnen befand sich auch seine Mutter, Samtblüte und seine erste große Liebe, Honigtau. Wie lange er die Kriegerin schon nicht mehr gesehen hatte…
Sein Herz zog sich schmerzhaft zusammen, als er den cremefarbenen, sternenbehangenen Pelz der Kätzin sah, die ihm einen liebevollen Blick zuwarf. Er hatte sich immer wieder vorgestellt, dass die Kätzin von ihrem Platz im SternenClan aus über ihn wachte und auch wenn er manchmal daran gezweifelt hatte, so war der Gedanke an sie eine lange Zeit lang sein einziger Trost gewesen, wenn er sich nach einem Tag voller Schmerz und Trauer in sein Nest begeben hatte.
Die Kriegerin war die Erste gewesen, die das Herz des kühlen Kriegers für sich erobert hatte. Im Sturm! Das war wohl Fakt. Mit ihrer Güte und ihrem sanften Lachen…nicht einmal der Altersunterschied hatte ihn davon abhalten können, der zehn Monde älteren Kriegerin sein Herz regelrecht vor die Pfoten zu werfen. Und wer wusste es schon, vielleicht hätten sie beide ein Paar werden können, wenn der grüne Husten in dieser fatalen Blattleere sie nicht viel zu früh aus seinem Leben gerissen hätte. Wer konnte sagen, ob er heute nicht vielleicht ein anderer Krieger wäre, wenn Honigtau sein Leben nie verlassen hätte?
Für einen Moment tauchte das Gesicht von Kronenpfote vor seinem inneren Auge auf und lenkte seine Gedanken wieder zurück in die Gegenwart. Warum zeigte sein Verstand ihm das Gesicht seiner Schülerin, während er in Erinnerungen an seine verflossene erste Liebe schwelgte?
Sturmjägers Blick traf den der ehemaligen Anführerin, die noch immer im Zentrum der versammelten Katzen saß und auch ohne, dass die Kätzin ihre Stimme erhob, wusste er was ihr Blick ihm sagen wollte. Die Wege des SternenClans sind unergründlich, aber letztlich geschah nichts ohne Grund. Vielleicht hatte seine geliebte Honigtau sein Leben verlassen müssen, um dort Platz für jemand anderen zu schaffen. Oder vielleicht war ihr Tod eine Notwendigkeit, damit er zu dem Kater wurde, der er heute war? Er wusste es nicht.

Nach einem Moment, der ihm wie Stunden vorgekommen war, löste sich die Gestalt einer Katze aus der Reihe der versammelten SternenClan-Katzen, die sich beim Näherkommen als Herbstblatt herausstellte. Die ehemalige zweite Anführerin war ein ganzes Stück kleiner als er, daher senkte er respektvoll den Kopf vor ihr, damit auch sie ihren Kopf auf seinen legen konnte.
Mit diesem Leben gebe ich dir Demut und die Fähigkeit der Zurückhaltung. Jedes Leben ist ein Geschenk. Sei es nun kurz oder lang, es ist ein Segen leben zu dürfen. Vergiss das niemals, Sturmjäger. Gier und Neid sind etwas ganz Furchtbares, das das Leben – dieses vom SternenClan gegebene Geschenk – mit Pfoten tritt. Nicht jedem von uns sind die schönen Dinge des Lebens gegönnt, aber dennoch müssen wir dankbar sein für das, was uns gegeben wurde. Zeige ein gesundes Maß an Zurückhaltung und lerne, anderen ihr Glück zu gönnen. Wo auch immer dieses liegen mag, liegt nicht an dir zu beurteilen.
Die Stimme der ehemaligen zweiten Anführerin hallte in seinem Kopf wieder, der von einem blitzartigen Schmerz erfüllt wurde, der den Kater nun doch ein Stück in die Knie zwang. Es fühlte sich an, wie eine Mahnung, die ihm in jede Zelle seines Körpers gebrannt wurde. War er denn nicht dankbar? War er denn nicht demütig? Offenbar hatte er sich falsch eingeschätzt, denn das Urteil des SternenClans wagte er nicht in Frage zu stellen. Er selbst war manchmal geblendet von seinen Emotionen, geblendet von Hass und…ja…vielleicht auch geblendet von Neid. Er konnte manchmal nicht rational genug denken und der SternenClan wusste das. Der SternenClan sah alles. Dessen wurde er sich nun einmal mehr bewusst, als er schwer schluckte und schwer atmend hervorbrachte: “Ich werde mein Bestes geben und stets dankbar sein für das Geschenk, das der SternenClan mir gewährt hat.“
Die Kätzin sah ihn einen Moment lang forschend an und nickte dann, während sie ein paar Schritte zur Seite machte und Platz machte für die nächste Katze in der Reihe. Seine Mutter.

“Mama…“, sagte Sturmjäger mit gebrochener Stimme und sah mit Tränen in den Augen zu der weißen Kätzin auf, die ihn aus sanften, grünen Augen ansah. Ihre Haltung, ihr Blick und auch das Schnurren in ihrer Kehle weckte in ihm das Bedürfnis sich wie ein kleines Junges wieder an die Brust der Kätzin zu kuscheln und sich vom Klang ihrer warmen Stimme in den Schlaf wiegen zu lassen. Es war so lange her, seit er Samtblüte das letzte Mal gesehen hatte. Die Kätzin war an der gleichen furchtbaren Krankheit gestorben, wie Honigtau und das nur wenige Tage vor der Kriegerin. Er war noch nicht einmal Krieger gewesen zu dem Zeitpunkt und die Tatsache, dass seine Mutter seine Kriegerzeremonie nicht mehr hatte erleben können, hatte seinem jüngeren Ich das Herz gebrochen. Er hatte sich Zeit seiner Ausbildung zum Krieger nichts mehr gewünscht, als dass er seine Mutter stolz machen konnte. Er war ein Einzelkind und da sein Vater noch vor seiner Geburt verschwunden war, hatte es außer ihm und seiner Mutter auch nie jemand anderen gegeben. War es da nicht nur natürlich gewesen, dass Sturmjäger die Königin hatte glücklich und stolz machen wollen?
Nervös und erschüttert von der Tiefe der Sehnsucht in seinem Herzen und der Traurigkeit, von der er geglaubt hatte sie tief in seiner Seele vergraben zu haben, räusperte er sich und blinzelte heftig die Tränen fort, die ihm den Blick verschleierten.
Doch letztlich waren seine Augen nur ein Spiegelbild der grünen Augen seiner Mutter, die ihn ergriffen ansahen.
Shhh, mein Kind. Ich bin so stolz auf dich., sagte sie und fuhr ihm sanft mit der Zunge über die Wange. Es fühlte sich nicht echt an, zumindest nicht so, wie er das erwartet hatte. Viel mehr wie ein sanftes Streicheln des Windes, das ihm übers Fell strich und dennoch fühlte sich Sturmjäger erfüllt vom Licht des Mondes und der Wärme des Sternenlichts. Klang das seltsam?
Seine Mutter löste sich von ihm und war nun selbst diejenige, die schnurrend ein paar Tränen wegzwinkern musste. Als eine einzelne Träne sich aus ihrem Augenwinkel löste und an ihrem Fell hinabglitt, löste sich letztlich ein Sternenschimmer von ihr, der sich in Luft auflöste, kaum, dass er den Boden berührte.
Mit diesem Leben, mein Kind, gebe ich dir Liebe. Dein Herz war nun lang genug kalt wie Eis und hart wie ein Stein. Du bist umgeben von so viel Schönheit und Freude, es wird Zeit, dass du die Augen und dein Herz für das Leben öffnest. Erlaube dir selbst zu lieben und dich von deiner Familie, deinen Freunden und dem Clan lieben zu lassen. Und du wirst sehen, dass diese Welt längst nicht nur schwarz und weiß ist, sondern von vielen wunderschönen Farben erfüllt ist. Mögest du diese Liebe auch an andere Katzen geben können, die es verdient haben geliebt zu werden. Und auch an jene, denen die Möglichkeit geliebt zu werden verwehrt bleibt. Liebe sie alle, als würdest du dich selbst lieben., sagte Samtblüte, während sie ihre Stirn sanft gegen die ihres Sohnes drückte.
Sturmjäger hatte die Augen erneut geschlossen. Einerseits, um der Flut der Gefühle Herr zu werden, die ihn beim Anblick seiner Mutter ergriffen hatten und andererseits, um sich gegen den Schmerz zu wappnen, den er jede Sekunde erwartete. Doch auf diesen Schmerz wartete er dieses Mal vergeblich. Stattdessen wurde sein Herz in der Brust ganz leicht und es fühlte sich plötzlich so an, als würde er selbst vom Sternenlicht erfüllt werden. Die Wärme seiner Mutter und der Liebe, die sie ihm mit ihren Worten geschenkt hatte, erfüllten jede einzelne Faser seines Seins. Von den Spitzen seiner Pfoten bis in die Enden jedes einzelnen Schnurrhaares.
Er war so erfüllt von Liebe und Dankbarkeit, dass ihm die Worte im Halse stecken blieben und er es nicht einmal wagte die Augen zu öffnen, während er im Licht dieser Liebe und Wärme badete.

Doch als er seine Augen dann doch zwang sich zu öffnen, war er überrascht nicht mehr in das Gesicht seiner Mutter zu sehen, sondern in ein äußerst vertrautes Gesicht, das er bis vor wenigen Tagen noch unter ihnen gesehen hatte.
Falkensturz?“, fragte Sturmjäger verblüfft und lächelte die Kätzin mit einem strahlenden Lächeln an. Die Kriegerin – oder besser gesagt, die Königin – hatte viele Blattwechsel im WindClan verbracht und dem Clan etliche Generationen an fleißigen, starken und verlässlichen Kriegern geschenkt. Ihren jüngsten Wurf hatte sie gerade erst in die Pfoten ihrer Mentoren und Mentorinnen entlassen. Selbst nachdem sie aus dem aktiven Dienst als Kriegerin des Clans ausgetreten war und sich in der Kinderstube als Dauerkönigin niedergelassen hatte, um jungen Königinnen eine mentale Stütze sein zu können, hatte sie dem WindClan bis zum letzten ihrer Atemzüge nichts als Ehre gebracht. Und auch, wenn er nicht erwartet hatte die Kätzin hier anzutreffen, war er dennoch froh sie zu sehen. Die Nachricht ihres Dahinscheidens hatte den Kater schwer getroffen. Und das, obwohl er nie wirklich tiefere Bindungen mit der Königin gehabt hatte. Aber er hatte sie respektiert. Und das bis zum Schluss.
Umso mehr freute er sich, dass sie zu denjenigen gehörten, die ihm die Ehre erwiesen ihm eines seiner Leben als künftiger Anführer des Clans zu übergeben.
Warum so überrascht mich zu sehen?, fragte die Kätzin mit dem halben Ohr und schnurrte belustigt, während sie ihr Kinn auf den Kopf des Getigerten legte und Sturmjäger damit zwang sich wieder auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren.
Mit diesem Leben gebe ich dir Gnade und die Fähigkeit zu vergeben. Nicht jede Katze kann sich aussuchen in welches Leben oder Schicksal sie hineingeboren wird. Und dennoch verdienen sie alle auf ihre ganz eigene Weise unser Verständnis und ein paar von ihnen sogar unseren Schutz. Als Anführer des WindClans ist es deine Aufgabe schwere Entscheidungen zu treffen, aber manchmal ist es besser eine Entscheidung nicht mit dem Kopf, sondern dem Herzen zu treffen. Es macht einen Clan nicht schwach eine Katze aufzunehmen, deren Schicksal es ist Teil dieses Clans zu sein, auch wenn sein Blut vielleicht anderes sagt. Die Wege des Schicksals und des SternenClans sind unergründlich, vergiss das niemals.
Erstaunlicherweise wusste Sturmjäger ganz genau worauf die Worte der Königin bezogen waren. Oder besser gesagt…auf wen. Dazu musste sein Verstand ihm das Bild von Äschenlicht und den abscheulichen Streunerjungen gar nicht erst vor Augen führen. Aber er konnte nicht verhindern, dass sich tiefe Abscheu und Gegenwehr in ihm breit machten, während er versuchte sich nichts anmerken zu lassen und nur mit den Ohren zuckte.
Ein Teil von ihm hoffte, dass Falkensturz es einfach dabei belassen würde und sich wieder zurück zu den anderen Katzen zu gesellen, die sich um ihn herum versammelt hatten. Doch stattdessen blickte sie ihn mit erwartungsvoll schiefgelegtem Kopf an. Er fühlte sich ganz plötzlich wieder wie ein kleines Junges, das von seiner Mutter geschimpft und zur Rede gestellt wurde. Er schaffte es nicht einmal der Königin in die Augen zu sehen, als er sich räusperte und murmelte: “Ich…werde mein Bestes geben.“
Es war nicht viel, was er der Kätzin bieten konnte, aber nachdem sie ihn einen Moment länger ernst angesehen hatte, schien sie sich damit zufrieden zu geben. Er wusste nicht, ob er dieses Versprechen so einfach würde halten können. Dazu war seine Abneigung gegen Katzen, die nicht aus dem WindClan – oder wenigstens irgendeinem Clan – stammten, viel zu tief in ihm selbst verankert. Aber Falkensturz zu Liebe würde er es wenigstens versuchen. Egal wie die Erfolgschancen hierzu standen. Vielleicht würde er ja ein besserer Kater werden. Aber ein Teil von ihm belächelte diesen Gedanken nur herzhaft und sah ihn mit hochgezogener Augenbraue an.
Falkensturz lächelte und drehte sich um, um sich zu all den anderen Katzen zurück zu gesellen. Ihr sternenbehangener Pelz wurde dabei eins mit dem Licht der Anderen. Und erst jetzt fiel das schiere Gewicht, das bis eben auf seiner Brust gelegen hatte, von ihm ab und ließ ihm etwas Luft zum Atmen. Dieses Leben war…anders gewesen als die anderen. Nicht schmerzhaft, wie die ersten drei…nicht warm und herzlich wie das, das ihm seine Mutter gegeben hatte…es war einfach schwer gewesen. Als hätte man ihm eine Last auf die Schultern gelegt, die nur langsam wieder von ihm wich. Fühlte sich so die Angst an, dass einem nicht vergeben wurde? Er wusste es nicht.
Die nächste Katze, die auf ihn zutrat war ein ebenso bekanntes Gesicht, wie die Kätzin, die sie abgelöst hatte. Es handelte sich um eine der Kriegerinnen, die im Kampf für den DonnerClan vor einigen Blattwechseln gefallen war, und deren Tod tragisch und dennoch ehrenhaft gewesen war. Sturmjäger mochte bis heute nicht gutheißen, dass seine ehemalige Mentorin die Krieger und Schüler des WindClans in einen Kampf geschickt hatte, der nicht ihr eigener gewesen war, aber man konnte der Kriegerin nicht vorwerfen, dass sie nicht loyal bis zum letzten Atemzug gekämpft hatte. Selbst jetzt noch verfolgte ihn das Bild des Schreckens, als Rostfeder blutüberströmt auf der Schulter einer anderen Kriegerin ins Lager getragen wurde und das schreckerfüllte Gesicht seiner eigenen Schülerin, Kronenpfote die mit aller Macht versucht hatte gemeinsam mit Milanschrei das Leben der Kriegerin zu retten. Vergeblich. Von den Narben der Schlacht und dem vielen Blut, das ihren Körper bedeckt hatte, als man sie zurück ins Lager gebracht hatte, war heute nichts mehr zu sehen. Stattdessen zierte der Glanz von hellem Sternenlicht den Pelz der Kätzin, die nun vor ihm stand und respektvoll den Kopf senkte.
Rostfeder. Deine Anwesenheit ehrt mich.“, sagte er und senkte nun seinerseits den Kopf, um der gefallenen Kriegerin seine Ehrerbietung zu erweisen.
Die Kriegerin nickte lächelnd und räusperte sich einen Moment später, um das Thema zurück zum Wesentlichen zu bringen.
Hiermit übergebe ich dir ein Leben, das von Stärke und Kraft erfüllt ist. Wenn ein Junges zum Schüler ernannt wird und damit den Weg eines Kriegers begeht, muss lernen, dass das Leben nicht nur aus schönen Dingen besteht. Teil eines Clans zu sein, bedeutet, dass man auch manchmal für das was man liebt kämpfen muss. Ob es nun darum geht, wilde Tiere zu vertreiben, oder andere Clans in ihre Schranken zu weisen. Der Kampf gehört genauso dazu ein Krieger zu sein, wie die Fähigkeit zu jagen und den Clan mit Beute zu versorgen. Manchmal bedeutet für den Clan zu kämpfen auch, dass man bereit sein muss, sein Leben für den Clan zu geben. Mögest du stets die Kraft und die Stärke besitzen für deinen Clan zu kämpfen. An vorderster Front, oder auch mit der Macht der Diplomatie. Manchmal wirst du müde sein und dich kraftlos fühlen. Aber vergiss nie, dass der SternenClan deine Pfoten leitet.
Die Kriegerin trat zurück und sah ihm ernst in die Augen. Und während sich die Kriegerin abwandte, versuchte Sturmjäger mit aller Kraft nicht zusammenzubrechen. Der Schmerz, der mit diesem Leben einhergegangen war, steckte voller Verwirrung. Einerseits hatte er den Schlag gespürt, der wie glühende Krallen durch sein Fleisch und seine Muskeln gefahren war – fast so, als befände er sich in einem echten Kampf – doch andererseits hatte er auch gespürt, wie das Adrenalin durch seine Adern gepumpt worden war. Er spürte jeden einzelnen seiner Muskeln wie Feuer brennen, als hätte er gerade einen Sprint über das gesamte, weite Moor zurück gelegt und auch seine Lunge brannte wie Feuer, zwang ihn dazu in Schnappatmung zu verfallen, um seinen Körper mit Sauerstoff zu versorgen, aber statt müde zu sein, fühlte er sich voller Energie…als könne er Bäume ausreißen!
Nur, dass es hier keine Bäume gab, die er hätte ausreißen können.

Stattdessen sah er nun, wie sich ein weiterer sternenbehangener Pelz aus der Reihe der Katzen löste. Doch je näher die Katze ihm kam, desto weiter musste er den Kopf senken, bis er überrascht in die strahlend grünen Augen eines kleinen Jungen sah, das so schlaksig vor ihm stand, dass Sturmjäger fast befürchtete, dass der nächste Windhauch es von den Pfoten wirbeln könnte.
Es war immer besonders dramatisch, wenn Katzen in so jungem Alter ihr Leben lassen mussten, aber noch schlechter fühlte er sich, als er erkannte…dass er das Junge eben nicht erkannte. Wie viele Blattwechsel es wohl schon hier im SternenClan lebte? Er wusste es nicht.
Trotzdem versuchte der Getigerte dem Kleinen ein aufmunterndes Lächeln zu schenken. Vermutlich war es etwas ganz Besonderes für das Junge, dass es einem künftigen Anführer eines seiner Leben übergeben durfte. Und irgendwie erwartete Sturmjäger eben dieses Leben voller Spannung darauf, was ein unschuldiges Junges ihm wohl für eine große Weisheit mit auf den Weg geben würde.
Hallo, Sturmjäger!, piepste es und setzte sich vor den sehr viel größeren Kater hin. Sogar den Schweif ringelte es über die Pfoten. Offenbar gab sich das Junge wirklich viel Mühe, um möglichst professionell und erwachsen zu wirken. Dieser Moment, so irrsinnig er ihm vielleicht auch erscheinen mochte und so sehr ihn das an das unschuldige Spiel von Jungen in der Kinderstube erinnerte, so sehr wärmte dieser Anblick ihm auch das Herz.
Mein Name ist Aschenjunges und ich darf die heute ein Leben geben!, piepste es also wieder und reckte stolz die Brust, während seine tiefgrünen Augen auf seinem Gesicht lagen.
Der Größenunterschied zwischen ihnen war wirklich enorm, sodass sich Sturmjäger dazu entschloss, sich auf Augenhöhe mit dem Jungen zu begeben. Er ließ sich also auf den Bauch nieder und senkte seinen Kopf so, dass das nachtschwarze Junge nicht so weit zu ihm hinaufsehen musste. Was als nächstes geschah, überraschte ihn dann aber doch. Mit einem kleinen jungenhaften Kichern machte Aschenjunges ein paar Sätze und erklomm kurzerhand seine Schultern, gegen die er sich lehnte, um seinen Kopf auf den des Zweiten Anführers zu legen. So ganz bekam man das Junge wohl auch aus einer SternenClan-Katze nicht heraus, dachte er sich und konnte sich nicht zurückhalten. Ein belustigtes Schnurren entrang sich seiner Kehle, während er die Augen in Erwartung des Lebens schloss, dass Aschenjunges ihm gleich geben würde.
Feierlich räusperte sich das schwarze Bündel, das zwischen seinen Schulterblättern stand und sagte dann mit seiner piepsigen Stimme:
Mit diesem Leben gebe ich dir Ausdauer. Für die ganzen schweren Zeiten die noch kommen. Mama hat gesagt, dass es Zeiten gibt, in denen ein Anführer nicht viel Schlaf bekommt, weil es so viel zu tun gibt. Und manchmal, wenn es nicht genug Beute für den Clan gibt, dann hat ein Anführer auch großen Hunger. Aber er isst nichts, weil er lieber möchte, dass die anderen Katzen aus seinem Clan etwas essen. Und selbst wenn der Anführer des Clans sich krank fühlt kann er nicht einfach schlafen, so wie andere Katzen. Mama sagt, ein Anführer muss mit einem Ohr immer auf seinen Clan hören. Das ist bestimmt ziemlich anstrengend. Daher wünsche ich mir, dass du ganz viel Ausdauer hast, damit du das alles überstehst, ohne dass es dir damit schlecht geht.
Das Lächeln auf Sturmjägers Lippen war noch immer nicht verklungen. Selbst als Aschenjunges von seinen Schultern gesprungen und sich mit einem letzten freundlichen Schnurren an seiner Flanke entlang geschlichen hatte, bevor er mit seinen kindlichen Sprüngen zurück zu den anderen SternenClan-Katzen gehopst war.
Der Schmerz in seinem Körper hielt sich dieses Mal in Grenzen. Vielleicht, weil es mittlerweile das siebte Leben gewesen war und er sich daran gewöhnt hatte. Vielleicht, weil er es von einem Jungen erhalten hatte, oder vielleicht auch deshalb, weil sein Körper sich energetisch fühlte. Selbst wenn er bis eben noch einen Hauch Müdigkeit und Erschöpfung gespürt hatte, so war dieses Gefühl verschwunden, als hätte es nie existiert. Und trotzdem konnte Sturmjäger die Last der vielen Leben auf seinen Schultern spüren, die mit jedem gegebenen Leben schwerer zu werden schien. Andererseits…hatte er zum ersten Mal das Gefühl, dass er das vielleicht aushalten könnte und vielleicht doch kein ganz so hoffnungsloser Fall war, wie er das geglaubt hatte. Und dennoch…blieb ein Rest Sorge zurück.

Doch das Gefühl der Sorge verblasste, als der Blick des getigerten Katers auf die Katze fiel, die ihm nun entgegen trat. Sein Blick wurde weich, während er sich voller Vorfreude wieder aufrappelte und den kurzen Moment, den Honigtau brauchte, um zu ihm zu kommen, um sein Brustfell zu lecken und sich einigermaßen in Form zu bringen. Selbst nach all der Zeit, die er die Kätzin nicht mehr gesehen hatte, schlug ihm das Herz immer noch bis zum Hals und in ihrer Gegenwart fühlte er sich selbst nach all den vielen Blattwechseln noch wie ein kleines, unbeholfenes Junges.
Sturmjäger., schnurrte die Kätzin zu schenkte ihm ihr zaghaftes Lächeln, das sich wie purer Sonnenschein für ihn anfühlte und das damals der Grund dafür gewesen war, dass er sich als Schüler in die ältere Kriegerin verliebt hatte.
Er musste sich zusammenreißen, um sich nicht an ihre sternenbehangene Gestalt zu kuscheln und sich in ihrer Wärme zu verlieren. Er durfte nicht vergessen, dass er hier nicht allein war. Sie wurden beobachtet von mindestens acht weiteren Augenpaaren und das hier war vermutlich auch nicht der richtige Zeitpunkt, um sich in Melancholie und dem Gefühl von Verlust zu wälzen, das sein Herz erfüllte, wenn er darüber nachdachte, dass das Schicksal ihnen kein gemeinsames Leben gewährt und ihnen die Chance auf eine glückliche Zukunft genommen hatte.
Stattdessen bemerkte er eine gewisse Distanz im Blick der Kätzin, die ihm jedes weitere Wort das er gern an sie gerichtet hätte, im Halse gefrieren ließ.
Außerdem erschien vor seinem inneren Auge schon wieder das Bild der dunkelbraunen Schönheit, zu der sich Kronenpfote mit jedem weiteren Tag entwickelte.
Sturmjäger schüttelte den Kopf und sah mit einem – mittlerweile etwas vorsichtigerem und fast schon traurigen – Lächeln zu Honigtau auf.
Mit diesem Leben gebe ich dir Akzeptanz., sagte sie und jetzt konnte er die Traurigkeit auch in der Stimme der Kriegerin hören. Er war versucht sich tröstend an sie zu schmiegen, aber sein Körper war auf den Boden gefesselt und zwang ihn regungslos zu verharren, bis Honigtau zu Ende gesprochen hatte. Doch schon jetzt spürte er den Schmerz, der mit diesem Leben einher ging, und der ihm das Herz zusammenpresste, wie eine zusammengequetschte Frucht. Dieser Schmerz schnürte ihm auch den Hals zu und machte es dem Kater schwer zu atmen. Fast hatte er das Gefühl zu ersticken, doch irgendeine höhere Macht hinderte ihn daran, und zwang ihn stattdessen in die traurigen goldenen Augen zu sehen, die ihm entgegen blickten und die der Grund dafür waren, dass Honigtau ihren Namen trug.
Der SternenClan ehrt deinen Mut und deinen Tatendrang. Aber es gibt Dinge im Leben, die man nicht mit reiner Kraft bekämpfen kann und es auch nicht sollte. Man mag nicht immer verstehen, welche Gründe die Ahnen haben, wenn sie das Leben einer Katze – jung oder alt – beenden, um die Seele zu sich in den SternenClan zu holen. Man mag auch nicht verstehen, was man getan hat, um Dinge wie eine Hungersnot oder einen Krieg zu verdienen. Aber es bringt nichts, wenn man die wenige Energie die man hat auf Dinge wie Hass und Unverständnis verschwendet. Es gibt Dinge, die lernen musst einfach zu akzeptieren. Egal wie schwer es dir fällt. Dein Leben als Anführer des WindClans wird viele Höhen und Tiefen mit sich bringen. Und auch du wirst Kämpfe zu bestreiten haben, deren Ausgang du nicht beeinflussen kannst. Mögest du lernen das Schicksal zu akzeptieren und zu realisieren, dass alles was geschieht, der Wille des SternenClans ist.
Ihre Stimme war schwer von vielen unausgesprochenen Emotionen, die Sturmjäger nicht benennen konnte und die er nicht einzuordnen wusste. Vermisste Honigtau das Leben als Kriegerin? Vermisste sie ihn? Trauerte auch sie dem Leben hinterher, dass sie beide hätten führen können? Oder lag hinter diesen traurigen Augen gar etwas ganz anderes?
Er wusste, dass er damals den SternenClan verflucht hatte und voller Unverständnis Nächte durchgeweint hatte, in der Unfähigkeit gefangen, dieses Schicksal zu akzeptieren. War das nun die Nachricht hinter ihren Worten? Wollte sie, dass er losließ? Wollte sie, dass er die Erinnerungen an sie losließ?
Noch immer konnte er nicht sprechen und war gefangen in dem Schmerz, den all die vielen belastenden Erinnerungen mit sich trug, die ihn in unlösbaren Situationen zeigte, in denen er so manches Mal am SternenClan gezweifelt hatte.
So sehr gefangen in seinem Schmerz konnte er nur zusehen, wie die Kätzin, die er einmal mehr geliebt hatte als sein eigenes Leben, ihm ein letztes Lächeln schenkte und sich dann von ihm abwandte, um sich den anderen SternenClan-Katzen anzuschließen.

Und als ihre Gestalt mit den sternenbeleuchteten Pelzen der anderen verschmolzen war, löste sich Windsterns Gestalt aus der Reihe der Katzen und kam auf ihn zu. Bisher hatte er acht seiner neun Leben erhalten und fühlte sich schon jetzt schlapp und erschöpft. Sturmjäger freute sich darauf, dass er bald in sein Nest fallen und ein paar Stunden schlafen könnte, wobei er vermutlich ganze Tage durchschlafen könnte, wenn man bedachte wie lange der Kater zum jetzigen Zeitpunkt schon auf den Beinen gewesen war und wie viel sein Körper bis hierhin hatte aushalten müssen.
Aber dieses würde sein letztes Leben sein. Und er konnte schon jetzt am Blick der ehemaligen Anführerin erkennen, dass das was sie ihm zu sagen hatte, von großer Bedeutung für ihn sein würde. Vielleicht hatte sie deshalb bis ganz zum Schluss gewartet, um ihm ihr Leben und ihre Gabe mit auf den Weg zu geben.
Sie atmete tief durch und sah ihn mit einer Weisheit im Blick an, die nur eine Katze besitzen konnte, die viele Blattwechsel lang die Last eines Anführers getragen hatte und nachvollziehen konnte, in welches Leben sie den Kater vor sich bald entlassen würde.
Du hast bis hier hin schon viele wertvolle Eigenschaften mit auf deinen Weg bekommen. Nimm sie dir zu Herzen und werde ein besserer Krieger als du es jetzt schon bist und ein weiser Anführer, der des WindClans würdig ist. Ich gebe dir hiermit dein letztes Leben und gebe dir Vertrauen mit auf den Weg. Vertrauen…in dich selbst und deine Fähigkeiten. Du magst dir selbst nicht wie ein Anführer vorkommen und glauben, dass du noch nicht bereit für diese Berufung bist. Aber der SternenClan glaubt an dich, Sturmjäger, und du solltest das auch tun.
Anführer zu sein ist etwas, das manchen Katzen in das Mutternest gelegt wird. Du bist dazu bestimmt zu führen, zu lehren und zu leiten. Vertraue auf deine Instinkte, sie werden dir den rechten Weg leiten und wann immer du dennoch unsicher bist, lass dich vom SternenClan leiten. Denn auch in deine Ahnen sollst du vertrauen. Unser Licht wird deinen Pfad stets erhellen und unser Wille wird deine Pfoten lenken. Vertraue darauf, dass du das Richtige tust, den das ist als Anführer genauso wichtig wie Stärke, Kraft, Weisheit und all das, was dir mit deinen Leben heute auf den Weg gegeben wurde. Erinnere dich stets daran wie es sich angefühlt hat all diese Leben geschenkt zu bekommen und all die Lasten auferlegt bekommen zu haben, die mit unserem Vertrauen in dich einhergehen.

Die Kätzin erhob ihren Kopf, den sie dem Kater eben noch aufgelegt hatte und trat einen Schritt zurück, um Sturmjäger die Möglichkeit zu geben sich zu erheben.
Anders als zuvor gehorchten ihm seine Glieder dieses Mal. Er konnte spüren wie die Worte der ehemaligen Anführerin einen Ort in seiner Seele berührten, der von Sorge und Selbstzweifeln erfüllt war. Es fühlte sich an, als hätte jemand den Schorf von einer Wunde gekratzt. Er konnte spüren, wie die Wunde blutete, aber gleichzeitig spürte er auch die heilende Wirkung, die Windsterns Worte auf seine geschundene Seele gehabt hatten. Außerdem…fühlte er sich…vollständig. Als wäre ein Teil seiner Seele, von dem er nicht einmal gewusst hatte, dass es fehlt, endlich an seinem Platz. Ob das daran lag, dass er nun seine neun Leben erhalten hatte?
Sturmjäger erhob sich und sah der Kätzin in die Augen, in denen sich das Licht des Mondes und der Sterne spiegelte. Und als hätte ein feiner Windhauch einen Nebelschleier von seinen Augen geweht, konnte er hinter der ehemaligen Anführerin plötzlich die Gestalten von einigen Dutzend Katzen sehen, deren Pelze allesamt in Sternenlicht getaucht waren und die zu vielen Generationen an WindClan-Katzen gehörten. Einige der Gesichter, die ihn umringten kannte er. Andere wiederum hatte er in all seiner Lebenszeit noch nie gesehen.
Voller Staunen blickte er sich um, bevor ihn die Stimme Windsterns wieder zurück zu ihr brachte.
Mit feierlich gereckter Brust sagte sie – laut, sodass es auch die letzte SternenClan-Katze am Baumgeviert noch hören konnte: Dein altes Leben ist nun nicht mehr. Du hast deine neun Leben erhalten und von heute an trägst du daher den Namen Sturmstern. Lebe jedes einzelne davon im besten Maße und kümmere dich gut um das Vermächtnis, das wir in deine Pfoten gelegt haben. Geh nun, Sturmstern, es ist Zeit für dich zurückzukehren. Möge unser Licht deinen Weg auf ewig erhellen., sagte sie und wartete einen Moment, bevor ihre Stimme eins wurde mit dem Chor der Stimmen die allesamt seinen neuen Namen riefen.
Sturmstern! Sturmstern! Sturmstern!

Er fühlte den Stolz in seinem Herzen und strahlte geradewegs. Selbst dann noch, als das Bild vor ihm und die Stimmen der WindClan-Katzen im SternenClan allmählich verklangen und einer Stille Platz machten, die mit der Dämmerphase seines Schlafes einherging.
Im einen Moment noch sah er all die sternenbehangenen Pelze und hörte, wie sie ihn mit seinem neuen Namen grüßten und im nächsten Moment öffnete er blinzelnd die Augen und versuchte sich an die Dunkelheit in der Höhle zu gewöhnen, die dem Mondstein sein Zuhause gab.
Als er sich an die fahlen Lichtverhältnisse gewöhnt hatte, erhaschte er einen Blick auf die nachtschwarze Gestalt seiner ehemaligen Mentorin, die sich neben ihm auf den Steinen niedergelassen und über ihn gewacht hatte.
Dunkelst… ich meine natürlich…Dunkelfeder.”, begrüßte er die Kätzin, die ihn sogleich mit seinem neuen Namen feierlich begrüßte.
Auf seinen Lippen lag ein Lächeln, als er sich aufrappelte und der nun ehemaligen Anführerin schnurrend den Kopf gegen die Flanke rieb. Er konnte sich glücklich schätzen, dass sie seine Freundin war und ihn auf diesem Weg begleitete. Ob sie wusste, wie dankbar er ihr für alles war?
Selbst jetzt noch, als er selbst noch völlig überfordert war von all dem, was in den letzten Minuten…oder waren es Stunden gewesen? – passiert war, war sie die Besonnene von ihnen beiden und schlug vor zurückzukehren.
Und…sie richtete eine Bitte an ihn, die er ihr nur zu gern erfüllte.
“Natürlich meine Liebe. Es ist nur richtig, dass der Clan es von dir selbst erfährt.“, sagte er und fügte mit einem Blick auf das immer fahler werdende Mondlicht hinzu: “Und ja…wir sollten uns beeilen. Der Mond verblasst bereits. Bald schon wird die Sonne aufgehen. Aber pass bitte auf dich auf, ja?“
Und als die beiden Seite an Seite den Hochfelsen verließen und Dunkelfeder ihm voller Stolz berichtete, dass der SternenClan ihre Bitte akzeptiert hatte, konnte er nicht anders, als sich mit ihr zu freuen. Sie hatte viele Blattwechsel lang die Lasten getragen, die er nun tragen würde und hatte sich diese Freude und die Freiheit wirklich verdient. Wie könnte er da auch anders, als sich mit ihr zu freuen?
Und während das Licht des Mondes immer mehr verblasste und der fahlen Dämmerung Platz machte, gingen sie zurück nach Hause. Dunkelfeder und Sturmstern. An den neuen Namen würde er sich noch gewöhnen müssen…wie der Clan wohl auf den unerwarteten Führungswechsel reagieren würde?
Angesprochen: Dunkelstern, die Katzen des SternenClans
Zusammenfassung: Erhält seinen Anführernamen und seine 9 Leben
Sonstiges: Ich hoffe ich habe ehemals bestehende Charaktere einigermaßen getroffen TㅅT
Erwähnte Charaktere im SternenClan: Windstern [Salbeiduft], Rubinschweif [Rubinschweif], Krähenfrost [Goldene Löwin], Herbstblatt [Donnerherz], Samtblüte [fiktiv], Falkensturz [Stein], Rostfeder [Palmkätzchen], Aschenjunges [Moony], Honigtau [fiktiv]
tbc: Lager des WindClans



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