Warrior Cats - das RPG
Warrior Cats - die Welt der Katzen.
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Warrior Cats - das RPG

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Hierarchie
DonnerClan
Anführer: Donnerstern
2.Anführer: Seerose
Heiler: Eichenblatt
Heilerschüler: //

FlussClan
Anführer: Jubelstern
2.Anführer:Hirschfänger
Heiler: Meeresblick
Heilerschüler: Kauzpfote

WindClan
Anführer: Dunkelstern
2.Anführer: Herbstblatt
Heiler: Krähenfrost
Heilerschüler: Milanpfote

SchattenClan
Anführer: Mohnstern
2.Anführer: Glutschatten
Heiler: Engelsflügel
Heilerschüler: Abendpfote

WolkenClan
Anführer: Brombeerstern
2.Anführer: Wildfeuer
Heiler: Tränenherz
Heilerschüler: //

BlutClan
Anführer: Djinn
2.Anführer: Anubis
"Heiler": Emerald
"Heilerschüler": Lotta

Das RPG
Jahreszeit: Blattleere

Tageszeit: Mondaufgang

Tageskenntnis: Es ist kalt geworden und der kalte Wind fegt zwischen den Bäumen hindurch. Außerdem fällt Schnee und bedeckt den gesamten Wald mit einer dünnen weißen Schicht. Die Beute ist jetzt schwerer zu fangen, da sie sich auch lieber im eigenen warmen Bau aufhält.

DonnerClan-Territorium:
Im durch die Bäume windgeschützten DonnerClan Territorium ist es nicht ganz so kalt, wie auf den offeneren Gebieten. Die Bäume sind bereits vollkommen kahl und die Beute ist knapp geworden.

FlussClan-Territorium:
Der Fluss ist von einer Eisschicht bedeckt. Diese ist jedoch nicht stark genug, um eine Katze tragen zu können und so ist es einer ausgewachsenen Katze auch möglich, sie durchzubrechen und im Fluss zu fischen. Es gibt zur Zeit aber weniger Fische und auch an Land ist die Beute schwer zu fangen.


WindClan-Territorium:
Ein heftiger und eiskalter Wind fegt über das Moorland und bläst einem die Schneeflocken ins Gesicht, weshalb sich die meisten Katzen wohl lieber an windgeschützten Orten aufhalten. Die Kaninchen werden jetzt auch immer seltener und sind nur noch schwer zu fangen.


SchattenClan-Territorium:
Auch im Territorium des SchattenClans herrscht die Blattleere. Eidechsen und Schlangen kann man bei dieser Kälte überhaupt nicht mehr finden und auch andere Beutetiere sind eher selten und meistens schwierig zu fangen.


WolkenClan-Territorium:
Auch hier sorgen Schnee und der kühle Wind dafür, dass die Jagd immer schwerer wird. Vögel sind aber immer noch einfacher zu finden, als andere Beutetiere, weshalb es den auf die Vogeljagd spezialisierten WolkenClan Katzen nicht ganz so schwer fällt Beute zurück ins Lager zu bringen, wie den Katzen der anderen Clans.


Baumgeviert:
Am Baumgeviert ist man vor dem kalten Wind und Schnee einigermaßen geschützt. Die vier massiven Eichen tragen jetzt keine Blätter mehr, bieten in der kalten Jahreszeit aber einigen Vögeln Schutz.


BlutClan-Territorium:
Zwischen den Zweibeinernestern ist man Großteils vor dem kalten Wind geschützt, aber auch hier liegt Schnee. Es sind jetzt weniger Zweibeiner unterwegs und auch kaum Hunde draußen anzutreffen, aber es wird auch immer schwerer Beute zu finden.


Streuner-Territorien:
Auch hier liegt Schnee und es ist zu einer Herausforderung geworden etwas Essbares aufzutreiben. Zwischen den Bäumen ist man zwar vor dem kalten Wind geschützt, aber die Beute hält sich trotzdem lieber in ihrem Bau auf als diesen zu verlassen.


Zweibeinerort:
Jetzt wo es kalt geworden ist, verbringen die meisten Hauskätzchen ihre Zeit wohl lieber in ihren Zweibeinernestern. Es ist eher unwahrscheinlich jetzt ein Hauskätzchen draußen anzutreffen, aber vielleicht wagt sich ja das eine oder andere neugierig nach draußen.



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 Gärten im Norden des Territoriums

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BeitragThema: Re: Gärten im Norden des Territoriums   Do 17 Nov 2016, 12:02


Lotta


BlutClan | Heilerschülerin
#36

DAS ist Katzenminze?!, rief ich schockiert. Das konnte ich nicht glauben. Diese ungeheuer gut riechende Pflanze sollte ein Heilkraut sein? Wenn das der Fall war beneidete ich die kranken Katzen, die von dieser Pflanze würden essen dürfen. Ich war mir sicher, dass es nirgendwo sonst so ein lecker riechendes Kraut gab. Mir lief wieder das Wasser im Maul zusammen. "Konzentrier dich!", ermahnte mich Emerald mit scharfer Stimme. Entschuldigung, murmelte ich und schenkte den stark riechenden Pflanzen mit den lila Blüten noch einen letzten sehnsuchtsvollen Blick, bevor ich meiner Ausbildnerin zum Brombeerstrauch folgte. Sie wies mich an, ein paar gesunde Blätter abzubeißen. Nachdem ich einen kleinen Haufen neben mir liegen hatte - ich hatte sie sehr vorsichtig gepflückt, um mich nicht zu stechen - fragte ich Emerald etwas, das mich schon seit längerem beschäftigte - genauer gesagt seit dem Kampf: Emerald, begann ich, Kannst du dich noch an diese schwarze Katze erinnert, die die Katzen aus dem Wald im Kampf angeführt hat? Ich habe gesehen wie sie getötet wurde - ich glaub von Violence aber ich bin mir nicht sicher - aber dann ist sie wieder aufgestanden. Und als Djinn sie noch einmal getötet hat ist sie dann tot geblieben. Warum ist sie noch einmal aufgestanden? Hast du das gesehen? Und was hatte der SternenClan damit zu tun? Wer sind die? Djinn hat laut verkündet, diese Anführerin wäre jetzt in den Pfoten des SternenClans, aber die einzigen Pfoten, die ich gesehen habe waren seine. Ich hoffte wirklich, dass meine Ausbildnerin, die sonst auch alles wusste auch darauf eine Antwort haben würde.

Erwähnt: Emerald, Djinn, Schattenstern
Angesprochen: Emerald
Standort: in einem Zweibeinergarten vor einem Brombeerstrauch bei Emerald

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Many that live deserve death.
And some that die deserve life.
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Then do not be too eager to deal out death in judgement.

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BeitragThema: Re: Gärten im Norden des Territoriums   Do 17 Nov 2016, 20:38


Emerald

„There is nothing like choice or freedom in life and sooner or later you´ll realize that. Whether you´re stronger or weaker than the others is destiny and it´s the strong who make the desicions for the weak. You can´t change destiny and neither can I!“

BlutClan | Heilerin

Meine Auszubildende entschuldigte sich und war dann für einen Augenblick dankenswerter Weise ruhig, während sie die Brombeerblätter vorsichtig von den Stengeln abtrennte und auf einen Haufen neben sich legte. Ich machte einen Schritt nach vorne und schob die Brombeerblätter mit den Vorderpfoten vorsichtig auf ein größeres Blatt, das ich vorher gepflückt hatte, damit wir sie als Bündel tragen würden können.
Leider währte das Schweigen nur von kurzer Dauer, denn noch als ich die Brombeerblätter in das größere Blatt wickelte, begann Lotta wieder Fragen zu stellen, als würde ihre Anwesenheit mich nicht schon genug daran erinnern, dass ich gegen Djinn verloren hatte und der Anführer des BlutClans nun über mein Leben verfügte, wie er wollte.
Und dann stellte meine Auszubildende noch so unmögliche und sinnlose Fragen. Natürlich konnte ich mich an die schwarze Kätzin erinnern, die die Waldkatzen in unser Lager geführt hatte und auch hatte ich noch klar vor Augen, wie Djinn sie getötet hatte. Aber das eine Katze starb und wieder aufstand, konnte Lotta sich nur eingebildet haben. Bestimmt hatte Violence nur von der Kätzin abgelassen, weil sie sie für tot gehalten hatte, aber in Wahrheit war die Kätzin noch am Leben gewesen und war noch einmal auf die Beine gekommen. Es war unmöglich, dass eine tote Katze wieder aufstand und einfach weiterkämpfte. Lotta hatte sich das alles bestimmt eingebildet. Sie hätte lieber kämpfen sollen, anstatt den Kampf zu beobachten, dachte ich etwas verärgert. Und wenn sie schon nicht kämpft, sollte sie sich wenigstens konzentrieren und nicht irgendwelche Katzen für tot halten, die dann wieder aufstehen. Die Naivität meiner Auszubildenden ärgerte mich, doch blieb ich nach außen hin kühl und emotionslos. Wie kann man sich nur so etwas einbilden?, fragte ich mich. Wozu hat diese Kätzin überhaupt zwei Augen im Kopf? Irgendwie schien mir die Lotta etwas vor Augen zu führen, was ich nicht sehen wollte und meine Schweifspitze zuckte leicht. Das hast du dir eingebildet, wies ich die Auszubildende kühl ab. Eine Katze, die einmal tot ist steht nicht wieder auf. Das ist unmöglich. Plötzlich überkam mich eine Welle von Angst, dass Lotta sich noch weiter in Djinns Angelegenheiten einmischen würde und der Anführer das als Anlass nehmen würde mich zu bestrafen und noch mehr zu quälen. Immerhin schien er mein Leiden zu genießen und nur darum hatte er mich am Leben gelassen. Weil gewusst hatte, dass der Tod für mich einfacher sein würde als das Leben in Schande, das ich jetzt leben musste, wo ich jeden Tag mit seinem Sieg und meiner Niederlage konfrontiert wurde. Wer weiß, was Djinn einfällt, wenn er wieder einen Grund bekommt sich mit mir zu befassen, ging es mir durch den Kopf und die Welle von Angst überkam mich erneut und auch wenn ich es nach außen hin nicht zeigte, erschien es mir, als könnte der Anführer jeden Augenblick vom Zaun in den Garten springen und mir seinen Entschluss verkünden, der mir noch weiter vor Augen führen würde, dass er stärker war als ich und mich von daher unter Kontrolle hatte. Was Djinn tut oder sagt, geht dich überhaupt nichts an, miaute ich plötzlich etwas scharf. Du solltest dich auf deine Aufgaben konzentrieren und nicht darauf, was andere Katzen sagen oder meinen.
Ohne weiter auf die Fragen meiner Auszubildenden einzugehen, schob ich ihr das Bündel mit Brombeerblättern hin, während ich selbst das Mutterkraut hochnahm. Wir werden jetzt die Katzenminze holen, erklärte ich meiner Auszubildenden. Meine grünen Augen waren nahezu emotionslos und auch sonst zeigte ich kaum eine Regung. Wir werden sie brauchen, wenn der Winter kommt.


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BeitragThema: Re: Gärten im Norden des Territoriums   Di 29 Nov 2016, 19:25


Lotta


BlutClan | Heilerschülerin
#37

Emerald meinte, ich hätte mir das nur eingebildet. Wahrscheinlich hatte sie Recht. Schließlich hatte ich noch nie zuvor mitbekommen, dass eine tote Katze wieder lebendig geworden war. Ich nickte ernst. Du hast Recht, miaute ich. Ich habe es mir bestimmt nur eingebildet. Plötzlich änderte sich der Ton der Heilerin und sie biss mir verbal fast den Kopf ab, als sie sagte, was Djinn sagte oder tat gehe mich nichts an. Überrascht wich ich zurück. Meine Ausbildnerin war echt schlecht gelaunt in letzter Zeit. Hing es vielleicht wirklich damit zusammen, dass sie ihre Aufgabe nicht mochte? Wortlos nahm ich die Brombeerblätter, die Emerald mir zu schob. Dann ging ich zu der Katzenminze, die wir noch einsammeln mussten. Der Geruch war immer noch enorm stark, aber ich bemühte mich, ihn auszublenden. Momentan kreisten andere Gedanken und Fragen durch meinen Kopf. Ich legte die Brombeerblätter ab und wandte mich an Emerald. Emerald, begann ich, Warum bist du immer so schlecht gelaunt? Magst du es nicht, kranken Katzen zu helfen? Ich konnte es mir gar nicht vorstellen, anderen Katzen nicht helfen zu wollen. Es war die schönste Aufgabe, die ich mir vorstellen konnte! Deswegen bist du doch Heilerin, oder? Weil du anderen Katzen helfen willst? Wäre ich nicht die Auszubildende der Heilerkatze, hätte ich Firnen nie kennen gelernt und das wäre schade gewesen. Nur an den hübschen, tapferen Kater zu denken, hatte eine ähnliche Wirkung auf mein Gehirn wie die Katzenminze. Aber vielleicht kannte Emerald das nicht. Mir wurde bewusst, wie wenig ich eigentlich über meine Mentorin wusste. Hattest du einmal einen Gefährten? Oder Junge?, fragte ich also neugierig.

Erwähnt: Emerald, Djinn, Firnen
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BeitragThema: Re: Gärten im Norden des Territoriums   Mi 30 Nov 2016, 17:15


Emerald

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BlutClan | Heilerin

Die Tatsache, dass meine Auszubildende zugab sich geirrt haben zu müssen und bei solchen Dingen jetzt hoffentlich lieber selbst logisch nachdachte, anstatt mir mit fragen auf die Nerven zu gehen, ließ zu, dass sich die Muskeln unter meinem schwarzen Pelz für einen kurzen Augenblick etwas entspannten, als ich mich umwandte und zu den Flecken Katzenminze an der dem BlutClan Territorium abgewandten Seite des Zaunes zulief. Natürlich konnte ich mich nie vollständig entspannen, weil ich immerzu daran denken musste, dass ich bald ins BlutClan Lager zurückgehen musste, wo Djinn sich wer weiß was ausdenken würde, um mir mein Leben weiter zur Qual zu machen, als ob er nicht genau wüsste, dass mein Leben jetzt bereits alles anderes nur nicht lebenswert war. Darum hatte er mich ja auch zur Heilerin gemacht. Um mich weiter zu demütigen und zu quälen. Dabei hätte ich Anführerin des BlutClan werden können, aber der andere Kater hatte mich besiegt. Ich war schwächer gewesen als er und hatte nich gewinnen können. Aber anstatt mich durch einen Tötungsbiss zu erlösen, hatte er mich am Leben gelassen, um mir ein Leben in Schwäche, Schande und Demütigung zu erhalten und mich zu quälen.
Langsam begann ich die Katzenminze einzusammeln - eine Aufgabe, die ich Lotta gerade nich überlassen wollte, weil sie offenbar noch nicht die Beherrschung besaß, sich beim starken und eindringlichen Duft des Krautes zu kozentrieren. Schau gut zu und konzentrier dich, ermahnte ich meine Auszubildende streng, als ich ihr vormachte, wie man die Katzenminze nahe bei der Erde abbiss und die die Pflänzchen dann auf ein Bündel zusammenlegte.

Emerald?, drang die Stimme meiner Auszubildenden erneut an meine Ohren, als ich schließlich ein ansehnliches Häufchen neben mir zusammengebracht hatte. Warum bist du immer so schlecht gelaunt? Magst du es nicht, kranken Katzen zu helfen? Sofort spannten sich meine Muskeln wieder etwas an, als ich wieder an Djinn denken musste und daran, dass der Anführer Lotta nur zu meiner Auszubildenden gemacht hatte, um mich weiter zu demütigen und mich immerzu an meine Schwäche und Schande zu erinnern, als ob ich durch meinen Posten nicht schon genug davon hätte. Und die jüngere Kätzin erfüllte diesen Job hervorragend, weshalb ich in meinem Inneren auch keine Gefühle der Zuneigung und Liebe für sie finden konnte, sofern ich überhaupt in der Lage war noch so etwas zu fühlen. Nein, da waren nur Abneigung, Wut und Hass.
Auf Lottas Frage hin hob ich meinen Blick vor dem Bündel Katzenminze vor meinen Pfoten und als ich meine Auszubildende mit meinen smaragdgrünen Augen fixierte, tauchte für einen Augenblick ein wütendes Funkeln darin auf, bevor sie wieder kühl wurden. Du solltest deine Nase weniger in die Angelegenheiten anderer Katzen stecken, sondern dich lieber auf deine Arbeit konzentrieren, knurrte ich die jüngere Kätzin verärgert an. Mein mittellanges Fell hatte sich leicht gesträubt, als die Ausdruckslosigkeit in meinen Augen für einen Moment mit Wut ersetzt worden war, jedoch legte ich es jetzt wieder an. Hör mir einmal gut zu, miaute ich dann mit scharfer aber auch ernster Stimme an Lotta gewandt. Einer Katze zu helfen, die sich nicht selbst helfen kann, ist eine Schande. Es gibt keinen Grund das zu tun, außer aber du bist selbst zu schwach, um dein Schicksal zu bestimmen. Ich machte eine kurze Pause und musterte Lotta für einen Augenblick lang. Es war wohl kaum möglich, dass die junge Kätzin verstand, was ich ihr das sagte, schließlich hatte sie es bis jetzt noch nicht verstanden, aber das hieß, dass sie bald am eigenen Leib erfahren würde, was es bedeutete schwach oder stark zu sein, was es bedeutete einer Katze zu helfen, die selbst schwach war. Sie würde am eigenen Leib erfahren müssen, was es bedeutete, wenn man nicht selbst über sein eigenes Leben bestimmen konnte und was es eigentlich hieß einer anderen Katze zu helfen. Denn sie würde meine Worte nicht verstehen, aber so würde sie eines Tages selbst erfahren was sie bedeuteten und sie schließlich begreifen. Wer stark ist, braucht keine Hilfe, fügte ich dann noch hinzu. Und anderen zu helfen, ist eine einzige große Schwäche.

Hattest du einmal einen Gefährten? Oder Junge?
Lottas nächste Frage hatte mich endgültig aus dem Konzept gebracht, denn sie führte mich mit meinen Gedanken noch tiefer zurück in die Vergangenheit, noch bevor ich gegen Djinn verloren hatte und die ich am liebsten ganz weit weg aus den tiefen meines Inneren verbannt hätte, um nie wieder daran denken zu müssen. Ja und von dort aus führten mich meine Gedanken noch viel weiter zurück in eine Vergangenheit, die ich mit meinen Geschwistern und meiner Mutter geteilt hatte - eine Vergangenheit, die ich lange unter Verschluss hielt und die ich einer Katze nicht zeigen wollte. Denn die Tatsache, dass ich diese Erinnerungen in meinem Inneren bewahrt hatte und irgendwie wohl doch etwas dafür fühlte - auch wenn ich nicht genau ausdrücken hätte können, was es eigentlich war - erschien mir eine einzige weitere Schwäche zu sein, die eine stärkere Katze wie Djinn bestimmt auszunutzen wusste, wenn er davon auch nur eine Kleinigkeit erfuhr.
Habe ich dir nicht gesagt, dass du deine Nase nicht in die Sachen anderer Katzen stecken sollst?, herrschte ich meine Auszubildende scharf an. Doch plötzlich sah ich vor meinem Inneren auch noch einmal das Bild von Lotta und Firnen die zusammen bei einem Nest im Heilerbau saßen und sich unterhielten, mit ener solchen Resonanz zwischen den Beiden, dass es in meinem Inneren etwas aufgewühlt hatte, das ich nur schwer verstecken hatte können. Und auch jetzt fühlte ich wieder, wie sich in meinem Inneren etwas rührte - etwas, das nach Aufmerksamkeit schrie und nicht so leicht ruhig zu bekommen war. Ja, es wurde immer mehr aufgewühlt, je mehr ich an das dachte, was Lotta und Firnen zu teilen schienen und noch mehr je mehr es mir bewusst wurde, warum meine Auszubildende die Frage stellte.
Ich hob meine linke Vorderpfote und im nächsten Augenblick spürte ich, wie meine ausgefahrenen Krallen über die Wange meiner Auszubildenden kratzten. Im nächsten Augenblick wurde meine Wut auch schon wieder in mein Inneres zurückgedrängt und der übliche ausdruckslose Blick trat wieder in meine Augen, als mein Fell sich wieder glatt legte und ich kurz die Kratzer auf Lottas Wange musterte. Es würden wohl keine Narben zurückbleiben, aber er würde leicht bluten und ganz bestimmt brennen. Ohne ein weiteres Wort packte ich das Bündel mit Mutterkraut fester und nahm auch noch die Katzenminze auf, bevor ich ich meiner Auszubildenden einen ausdruckslosen Blick zuwarf.
Komm, forderte ich sie mit einer seltsam ruhigen und ausdrucksleeren Stimme auf. Und lass dir von mir einen Rat geben. Eines meiner Ohren zuckte leicht und ich wandte meinen Blick dem Zaun zu, über den ich aus dem Garten springen würde. Halte dich von dem Firnen fern, fügte ich dann noch hinzu, bevor ich mich in Bewegung setzte und über den Gartenzaun hinweg auf den harten Zweibeinerweg auf der anderen Seite sprang. Dann setzte ich mich erneut in Bewegung und lief mit meinen beiden Kräuterbündeln im Maul die Zweibeinergasse hinunter zurück in Richtung Lager.

--> Lager des BlutClans [BlutClan Territorium]


Angesprochen: Lotta
Standort: Im Garten --> springt dann über den Zaun und läuft in Richtung BC-Lager
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BeitragThema: Re: Gärten im Norden des Territoriums   Mi 30 Nov 2016, 19:48


Lotta


BlutClan | Heilerschülerin
#38

Ich hatte beobachtet, wie meine Ausbildnerin die Katzenminze einsammelte. Es war mir immer noch ein Rätsel wie sie es geschafft hatte, die Stängel abzubeißen, ohne sie gierig zu verschlingen. Schon allein der Duft dieser Pflanze reichte dazu aus, dass mir das Wasser im Mund zusammenlief. Sobald ich wieder angefangen hatte, Fragen zu stellen, war Emerald wieder grantig geworden, auch wenn sie es eher auf eine kühle Art gezeigt hatte. Mir war aber nicht entgangen, wie sie unter ihrem Fell ihre Muskeln angespannt hatte. "Du solltest deine Nase weniger in die Angelegenheiten anderer Katzen stecken, sondern dich lieber auf deine Arbeit konzentrieren", hatte sie geknurrt. Ich hatte dann erstaunt die Augen aufgerissen. Meine Frage war doch berechtigt gewesen. Schließlich war meine Ausbildnerin auch nur eine Katze und ich machte mir Sorgen um sie. "Hör mir einmal gut zu", hatte sie dann mit scharfer Stimme miaut. "Einer Katze zu helfen, die sich nicht selbst helfen kann, ist eine Schande. Es gibt keinen Grund das zu tun, außer aber du bist selbst zu schwach, um dein Schicksal zu bestimmen. Wer stark ist, braucht keine Hilfe. Und anderen zu helfen, ist eine einzige große Schwäche." Nun diese Aussagen schienen zu beschreiben, was Emerald an ihrer Aufgabe als Heilerin des BlutClans auszusetzen hatte, aber meine eigentliche Frage, warum sie dann Heilerin war, war dadurch nicht beantwortet worden. Zumindest hatte ich zu dem Zeitpunkt die Antwort in ihren Antworten nicht gefunden. Ich wusste nur, dass ich dem gar nicht zustimmen konnte. Ich fand es vor allem stark, anderen Katzen helfen zu können, die sich nicht selber helfen konnten. Ohne uns Heilerkatzen wären selbst Töter machtlos. Nun reagierte Emerald auf meine zweite Frage. Zunächst schien meine Frage sie zu überraschen und kurz schien sie geistig abwesend zu sein. Zeigte die Katzenminze vielleicht doch eine Wirkung auf sie? In ihren grünen Augen spiegelten sich verschiedene Emotionen, die ich allerdings nicht deuten konnte. Dann antwortete sie in einem scharfen Ton: "Habe ich dir nicht gesagt, dass du deine Nase nicht in die Sachen anderer Katzen stecken sollst?" In anderen Worten: Sie wollte nicht darüber reden. Das verstand ich nicht ganz. Es war eine einfache Ja/Nein-Frage gewesen, bei der keine der Antworten irgendwie richtig oder falsch gewesen wäre. Wieder nahmen ihre Augen diesen seltsamen Ausdruck an, den ich nicht deuten konnte. Plötzlich, ohne Vorwarnung, schoss Emeralds Pfote vor und bevor ich realisieren konnte was geschah, spürte ich auch schon ihre Krallen auf meiner rechten Wange. Wo sie mich getroffen hatte, spürte ich einen stechenden Schmerz, aber er war auszuhalten. Dem Gefühl nach war die Wunde nicht tief und würde auch keine Narbe hinterlassen. Trotzdem zuckte ich automatisch zurück und starrte meine Ausbildnerin entgeistert an, deren Augen inzwischen wieder ihren gewohnt kühlen Ausdruck eingenommen hatten. Scheinbar seelenruhig nahm sie die Katzenminze und das Mutterkraut und forderte mich auf, mitzukommen. "Und lass dir von mir einen Rat geben", sagte sie noch bevor sie über den Zaun sprang. "Halte dich von dem Firnen fern." Nun war ich verwirrt. Ich wollte Emerald gerade fragen, was sie damit meinte, aber da war sie schon weg. Langsam folgte ich ihr. Warum soll ich mich von Firnen fernhalten?, fragte ich mich. Weil er verletzt ist? Aber seine Wunde ist nicht entzündet, also gibt es da nichts, wodurch ich mich anstecken könnte. Was konnte denn an so einem tapferen, schönen, starken Kater, der einen Kampf gegen eine Ratte verloren hatte, schlecht sein? Ich hatte wirklich keine Ahnung, was mir Emerald damit hatte sagen wollen.

-->BlutClan Lager

Erwähnt: Emerald, Firnen
Angesprochen: -
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BeitragThema: Re: Gärten im Norden des Territoriums   Mi 04 Jan 2017, 09:33

»Apollon


cf: BlutClan-Lager

Langsam tappte der schwarze Kater auf die Ebene hinzu und sah ernst auf die andere Seite des Territoriums hinüber, wo nun seine Tochter war. Ein Grollen stieg in ihm hoch, als er wütend seine Krallen in die Erde bohrte, denn wie konnten sie ihn einfach ansprechen, inmitten der Katzen, im Lager wo auch seine geliebte Artemis hätte sein können?
Allerdings gab es auch gewisse Aspekte, die den Kater beunruigte. Klar, der Durst nach Blut in den Augen seiner Tochter stammten eindeutig von Thalisma, aber Viserys? Sein Sohn erinnerte ihn zunehmend an Artemis – er würde nicht die leiseste Chance haben zu überleben, denn so verweichlicht wie er war.
Als er ein Geräusch vernahm spitzte er seine Ohren und er war sich sicher, dass der Kater in wenigen Moment bei ihm sein könnte. Apollon wusste nicht, was geschehen sollte oder geschehen würde doch eines war sicher. Würde es zu einem Kampf zwischen Vater und Sohn kommen, so würde er nicht davor zurückscheuen ihn auch zu verwunden wenn nicht gar zu töten, falls er das gleiche beabsichtigt. Sein Leben würde er nicht einfach so wegschmeißen, wie andere Katzen es im Kampfe tun würde.

Handeln | Sprechen | Gedanken | Andere Katzen
© Divina


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Hochzeitsbild Lichtel x Suze:
 



Cat:
 


Ich bin toll.
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BeitragThema: Re: Gärten im Norden des Territoriums   So 08 Jan 2017, 19:35

»Viserys«

BlutClan » Auszubildender

BlutClan Lager «

Leise war der kleine Kater seinem Vater gefolgt und hatte immer einen gewissen Abstand gehalten. Er fragte sich wirklich, warum er überhaupt hier war. Was trieb ihn her, warum folgte er diesem fremden Kater? Ja, Apollon war ihm Fremd. Sein Vater hatte als ein Vater versagt, und auch als Kater, als Gefährte war er entbehrlich. Er war ein schrecklicher Kater, schon für den BlutClan. Seine Junge hatte er nicht gesucht, ihnen nicht gepredigt, wie sehr das töten wichtig war, und Viserys hatte vor dem schwarzen Kater zu zeigen, dass er sich in ihm und seiner Schwester getäuscht hatte, und nicht nur in seinen Jungen, nein, sondern auch in der Liebe! Viserys kannte nichts stärkeres als die Liebe, und nun würde er seinem Vater beweisen, was ein Liebender tat.
»Vater?«, miaute das Junge also mutig und trat hinter seinen Vater, ein Grinsen auf dem Gesicht, denn er wusste, dass Apollon die Bezeichnung "Vater" hasste.
»Wenn du nicht aufpasst ist bald auch Artemis der Existenz meiner Schwester und mir unterrichtet.«


TEXT « Erwähnt
TEXT « Angesprochen
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Dämmerjunges || Zackensturz || Feuerfunke || Jane || Blättertanz || Muschelpfote || Pflaumenblüte


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BeitragThema: Re: Gärten im Norden des Territoriums   Fr 13 Jan 2017, 18:58

»Apollon


Zufrieden grinste er, als Viserys nach allem tatsächlich gefolgt war. Ohne groß zu zögern wollte er weiterschreiten, sehen, wie weit er gehen würde um seine Schwester zu rächen, doch das, was er zu hören bekam ließ ihn das Blut in den Adern gefrieren und ein fast überraschter Ausdruck breitete sich auf seinem Gesicht auf.
“Wie...“, krächzte Apollon, denn er war nicht im Wissen gewesen, dass Thalisma ihnen von ihrer Tante berichtet hatte, wobei diese Schlange kaum zu unterschätzen war. “Du wirst das bereuen.“, sagte er ängstlich, nahezu verzweifelt. Wenn Artemis dies erfährt... Wenn sie weiß, dass ich sie belogen habe... Wenn sie weiß, dass ihr Neffe auch in diesem Clan wohnhaft ist...Wenn sie mich hasst...
Weiter konnte der nachtschwarze Kater nicht mehr denken, denn ohne groß zu zögern stürmte er mit einem gefährlichen Knurren auf seinen Sohn. Es war ein Instinkt, ein Instinkt seine Schwester vor jeglichen Fehlern zu beschützen. Es kam ihm nahezu vor wie in einem Traum, als er mit einem Knurren auf seinen eigenen Sohn zustürmte, nur um zu verhindern, dass Artemis zu Schaden kommen würde.
Es war beinahe wie in Trance, als er mehrmals seine Krallen in den Körper von Viserys bohrte. Den genauen Ablauf hatte er nicht mehr im Kopf, als er mit bebenden Flanken neben dem Leichnam zum Stehen kam und zitternd ausatmete. Die Gefahr ist gebannt., dachte er und schloss seine Augen. Dass es soweit kommen musste war natürlich bedauerlich, aber nun denn.

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Ich bin toll.
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Gärten im Norden des Territoriums
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