Warrior Cats - das RPG
Warrior Cats - die Welt der Katzen.
Tritt dem DonnerClan, WindClan, FlussClan, SchattenClan, WolkenClan oder dem BlutClan bei und führe ein Leben als Krieger!
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Warrior Cats - das RPG

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Hierarchie
DonnerClan
Anführer: Honigstern
2.Anführer: Sonnenflamme
Heilerschüler: Enzianpfote

FlussClan
Anführer: Hirschstern
2.Anführer: Rußpelz
Heiler: Kauzflug

WindClan
Anführer: Sturmstern
2.Anführer: Rostkralle
Heiler: Milanschrei

SchattenClan
Anführer: Mohnstern
2.Anführer: Gewitterbrand
Heiler: Abendhimmel

WolkenClan
Anführer: Ahornstern
2.Anführer: Dunstwirbel
Heiler: Tränenherz
Heilerschüler: Regenwolke

BlutClan
Anführer: Djinn
2.Anführer: -
"Heiler": Emerald
"Heilerschüler": Lotta

Das RPG
Jahreszeit:
Blattfrische

Tageszeit:
Monduntergang [01.10.]

Tageskenntnis:
Graue Wolken bedecken den Himmel und der kräftige Wind sorgt dafür, dass es dann doch noch ziemlich kühl ist. Dennoch wird der Wald immer grüner. Der Boden ist nach wie vor matschig und Rutschig. Immer wieder finden sich auch Pfützen und eine erfahrene Katze wird merken, dass es nach Regen riecht. Auch das ist wohl einer der Gründe, wieso die Vögel sich lieber in Bodennähe aufhalten.


DonnerClan Territorium:
Der Wald blüht auf und langsam werden auch die Baumkronen und das Unterholz wieder dichter. Die Sonne wird jetzt jedoch von grauen Wolken verdeckt, aber die Bäume und Sträucher halten immerhin den kalten Wind etwas ab und bietet Katzen und Beutetieren gleichermaßen Schutz. Die Bäche sind voll Wasser und etwas höher als gewöhnlich. Die starke Strömung könnte auch für eine ausgewachsene Katze zum Problem werden.


FlussClan Territorium:
Das Eis auf dem Fluss ist verschwunden und der Wasserspiegel höher als gewöhnlich. Die Strömung ist wieder stärker, sollte aber für eine erfahrene Katze kein Problem sein. Fische gibt es ebenfalls wieder genug und von der Verschmutzung durch die Zweibeiner ist kaum mehr etwas zu sehen. Der Boden ist besonders an den Ufern feucht und in den ungeschützten Teilen des Territoriums ist der kühle Wind stark zu spüren.


WindClan Territorium:
Auch hier ist der Boden noch matschig und rutschig, was die Jagd besonders für unerfahrene Katzen erschwert und auch einmal in einer schmutzigen Rutschpartie enden lässt. Das kahle Hochmoor bietet kaum Schutz vor dem kalten Wind. Aber auch hier sprießen die Pflanzen und auch die Kaninchen kommen wieder häufiger und länger aus ihren Höhlen.


SchattenClan Territorium:
Im dichten Nadelwald sind Jäger und Beute einigermaßen vor dem kalten Wind geschützt. Dennoch sollten sich Katzen auch hier bei der Jagd in Acht nehmen, schließlich knirschen besonders die Äste der alten Bäume manchmal bedrohlich im Wind. Die Nagetiere und Vögel werden wieder mehr. Eidechsen und Schlagen bleiben bei diesem Wetter lieber in ihren Felsnischen, aber Frösche gibt es langsam wieder mehr. Mit dem matschigen Untergrund sollte eine Katze aber umzugehen wissen, wenn sie einen Jagdversuch wagt.


WolkenClan Territorium:
Auch hier blühen die Bäume und Sträucher und die Zweige werden wieder grüner. Die feuchte Rinde erschwert das Klettern und der starke Wind kann für eine unerfahrene Katze durchaus zur Herausforderung werden. Der Wasserspiegel in den Gewässern ist höher und der Boden nach wie vor feucht. Auffällig ist, dass die Vögel eher tief fliegen und sich nicht zu weit hinaus wagen.


Baumgeviert:
Die Böschung ist rutschig und in der Senke haben sich durch das Schmelzwasser Pfützen gebildet. Die Äste der mächtigen Eichen wanken leicht im Wind, aber alles in allem zeigen sich die großen Bäume unbeeindruckt. Auch hier werden die Sträucher wieder grüner und blühen. Immer wieder taucht auch das eine oder andere Beutetier auf der Lichtung auf.


BlutClan Territorium:
Beim starken Wind gehen die Zweibeiner mit ihren Hunden lieber wieder kleinere Runden und bleiben so viel wie möglich drinnen. Beute findet sich aber dennoch leichter und die Stadt ist auch etwas wärmer als draußen im Wald. Auf den Straßen haben sich Pfützen gebildet aber auch der Wasserstand des Schwarzstroms ist höher und die Strömung stärker als gewöhnlich.


Streuner Territorien:
Besonders am offenen Gelände ist der Boden nass, rutschig und Katzen bekommen den harschen Wind kräftig zu spüren. In bewaldeten Teilen der Territorien ist man zumindest einigermaßen vor den Böen geschützt. Die Sonne wird zwar von grauen Wolken verdeckt, aber auch hier wird das Unterholz wieder grüner und die Beute zeigt sich häufiger.


Zweibeinerort:
Zweibeiner bleiben bei diesem Wetter lieber drinnen und auch Hauskatzen sind vielleicht ein wenig skeptisch ihr Nest oder ihren Garten zu verlassen. Viel Sonne gibt es ja nicht zu sehen und der Wind ist ganz schön kalt, aber vielleicht traut sich ja doch die eine oder andere Katze nach draußen in den Garten?

 

 Mooskuhle

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BeitragThema: Re: Mooskuhle   Mooskuhle - Seite 29 EmptyMo 07 März 2022, 21:55


Mohnfrost
» I'm always nice, so there is no reason for you to not like me, right? «

Eine Welle von Triumph erfasste sie, als sie sah, dass ihr Manöver fürs Erste von Erfolg gekrönt war - gewiss, es war nur ihr Schüler und es hätte sie vermutlich doppelt so sehr frustriert, wenn sie sich so einfach geschlagen gegeben hätte, doch Mohnfrost war nicht dafür bekannt, eine gute Kämpferin zu sein, weshalb dieser Augenblick ihr Selbstbewusstsein in die Höhe trieb.
Ein wenig überrascht blinzelte sie, als Sonnenpfote ihre vorherigen Bewegungen kopierte und sich die Strategie zu eigen machte, nur um kurz darauf vor Stolz beinahe zu platzen - er war ein fantastischer Schüler und würde dem Clan ein wundervoller Krieger sein, da war sie sich gewiss.
Die Angriffslustigkeit war mit einem Schlag von ihr gewichen und augenblicklich legte sich ihr Fell, während sie den Kater, der inzwischen viel zu groß und viel zu erfahren war, um noch immer "Schüler" genannt zu werden, betrachtete. Alles an ihm zeugte davon, dass er bereit für alles war, was noch auf ihn zugekommen wäre, doch diese kurze Sequenz hatte ihr gereicht, um mehr als nur überzeugt von seinem Können zu sein.
»Wann bist du mir nur so schnell erwachsen geworden«, schnurrte die Kriegerin kopfschüttelnd und trat langsam an ihn heran, um ihm die Schnauze hinzuhalten - wie an dem Tag, an dem sie sich das erste Mal als Mentorin und Schüler gegenübergestanden hatten. »Das war ein sehr guter Kampf.«
Mohnfrost schloss die Augen und atmete tief ein; ein kleines Lächeln umspielte ihr Gesicht, als sie fortfuhr, »Ich bin sehr stolz auf dich.« Nur selten trug sie das Herz auf der Zunge - insbesondere, weil ihre wahren Emotionen und Gedanken oftmals nicht dem Bild widerspiegeln, das sie noch außen vermitteln wollte -, doch in diesem Moment war es die reine Wahrheit.
»Es wird bald dunkel und der Schnee wird auch immer schlimmer. Ich hoffe, wir bleiben von einem Schneesturm verschont, aber sollte es doch dazu kommen, möchte ich mit dir nicht zu weit außer halb des Lagers sein«, meinte sie nachdenklich. »Ich schlage vor, wir teilen uns auf und jagen noch so viel wie möglich, bevor wir heimkehren, ja?«
Warm leuchteten ihre Augen, während sie ihn anschaute, ehe sie ihm mit einer Schweifbewegung ein Zeichen gab, um aufzubrechen.

tbc » WolkenClan Territorium, Das Lager
Erwähnt »  xxx
Angesprochen » Sonnenpfote
Tldr » Fühlt ungeheuren Stolz und in gewisser Weise fast schon familiäre Liebe für Sonnenpfote. Beendet den Kampf und schickt ihn noch auf eine Jagd, bevor sie heimkehren.
SteckbriefWolkenClan Kriegerin20 Monde073






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BeitragThema: Re: Mooskuhle   Mooskuhle - Seite 29 EmptyDi 08 März 2022, 22:37




Sonnenpfote





WolkenClan Schüler

Sonnenpfote behielt seine angespannte Haltung bei, während er Mohnfrost beobachtete. Einen Angriff zu planen war schließlich nie verkehrt, und eine Verteidigung parat zu haben durchaus wichtig. Was würde sie nun also tun? Wie wollte sie zuschlagen? Würde sie erneut versuchen, ihn zu Fall zu bringen? Es juckte dem Schüler in den Pfoten, den Angriff seiner Mentorin abzuwehren und zu kontern, sollte sie versuchen, ihn in irgendeiner Form anzugreifen.
Sonnenpfotes Überraschung war dementsprechend groß, als er bemerkte, dass seine Mentorin den Kampf bereits jetzt beendete. Beinahe hätte er empört entgegnet, dass er doch noch gar nichts erreicht hatte und eine Streunerin vielleicht noch viel länger versucht hätte, gegen ihn anzukommen. Allerdings hielt ihr Schnurren ihn davon ab und verlegen senkte er den Kopf, blickte auf seine Pfoten und lockerte seine Haltung.
Mohnfrost..., nuschelte der Schüler, der das Gefühl hatte, vor Rührung zu zerfließen. Als sie ihm ihre Schnauze hinhielt, beugte er sich hinab und presste seine Nase kurz sanft an die ihre. Zu Beginn seiner Ausbildung hatte er den Kopf dafür heben müssen, nun war sein Hals sogar etwas tiefer hinabgegangen, als erwartet.
Ein leises Schnurren wich aus der Kehle des Kriegers, als er Mohnfrosts Stolz hörte. Dieser Moment bedeutete ihm viel mehr, als so manch anderer Moment, den er mit seinen Clangefährten geteilt hatte. Seine Mentorin war ihm so sehr ans Herz gewachsen, dass er nicht anders konnte, als sie als seine Familie zu sehen und zu wissen, dass seine Familie stolz auf ihn war, war mehr als er sich erhoffen konnte.
Ich danke dir.
Langsam hob der Schüler den Kopf und nickte seiner Mentorin zu. So schnell wie der Moment gekommen war, so schnell war er auch wieder fort, doch in seinem Herzen würde er ewig so weitergehen.
Brav nickte Sonnenpfote und sträubte seinen Pelz gegen die Kälte an. Eine kurze Jagd, etwas, das ihm nicht sonderlich lag, doch besonders in der Blattleere wollte er sich so viel Mühe geben, wie nur möglich war.
Wir sehen uns im Lager, schnurrte der Schüler amüsiert und lief los, schlug einen etwas anderen Weg zum Lager ein, als seine Mentorin. Seine Sinne geschärft, sein Pelz gesträubt, doch da dieser so dünn war, auch absolut nicht hilfreich gegen die Kälte des Schnees. Zitternd fuhr er die Krallen aus, bereit, Beute für seinen Clan zu finden.

To be continued: WolkenClan Lager [WoC Territorium]

56




Zusammenfassung:


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BeitragThema: Re: Mooskuhle   Mooskuhle - Seite 29 EmptyMo 11 Jul 2022, 22:15



Jasminwind

wolkenclan
kriegerin
#004
cf: WolkenClan-Lager

Lauwarmer Wind umspielte Jasminwinds Schnauze und hinterließ ein wohliges Gefühl in ihrer Magengegend. Man merkte deutlich, dass die Blattleere sich allmählich dem Ende neigte und der Schnee begann zu tauen, um den duftenden Frühblühern Raum zu geben. Die bunte Kriegerin wurde ganz euphorisch bei dem Gedanken an die verschiedenen Düfte, von denen die Luft in der Blattfrische angereichert war. Immer, wenn sie in den angenehm kühlen Strahlen der Sonne gedöst hatte, hatten ihre Ohren gezuckt vom Summen der Insekten und dem Rauschen der Bäume, während der Duft von Krokussen und Tulpen vom Wind hin und her getragen wurde. Jasminwind liebte die Blattfrische, auch wenn es primär keine Zeit im Blattwechsel gab, die sie sonderlich schlimm fand. Natürlich war es gerade in der Blattleere brennend kalt und die kleine Kriegerin hasste Kälte, da man so nicht sonderlich gut schlafen konnte. Doch es war auszuhalten, vor allem wenn man zu zweit war.
Ihr warmer Bernsteinblick streifte Wirbelwolke, der etwas still neben ihr hertrottete und vermutlich in Gedanken versunken war, so wie immer wenn er nichts sagte. Sie rückte etwas näher an ihn heran, so dass ihre Pelze sich leicht streiften und sie einen Hauch seiner Wärme abbekam. Es war schön, einen Freund zu haben, mit dem man so eng verbunden war, denn auf diese Weise ließen sich noch so eisige Zeiten gemeinsam bewältigen. Jasminwind schloss für einen Moment die Augen und genoss den seichten Wind, der ihre Nase umspielte und die sanfte Stille, die sie und Wirbelwolke umgab. Für einen Moment spürte sie den Drang, ein warmes Plätzchen ausfindig zu machen und sich etwas einzukuscheln, nur für einen Moment. Doch auch gehen hatte etwas angenehmes, vor allem wenn alles um sie herum so unglaublich friedlich wirkte.

Sie erreichten die Mooskuhle viel später, als eine normale Katze sie erreicht hätte. Das lag hauptsächlich daran, dass sie so gemächlich gegangen waren, doch die grau-orange Kriegerin störte sich herzlich wenig daran. Optimistisch machte sie einen Satz in das weiche Moosbett, war jedoch etwas enttäuscht, als ihre Pfoten sofort nass wurden von dem geschmolzenen Schnee, der sich im Moos gelöst hatte. "Das Material ist viel zu nass", schimpfte die kleine Katze und wirkte vorerst wirklich frustriert, entspannte sich jedoch schnell wieder und zuckte etwas gleichgültig mit den Schultern. Was hatte sie auch anderes erwartet? Ein Schnüffeln verriet ihr, dass das Moos nicht nur nass, sondern zusätzlich auch etwas moderig war. Vermutlich würde man hier erst in der Blattfrische wieder ordentlich etwas sammeln können, was Jasminwind etwas enttäuschte. Sie hatte sich wirklich sehr auf ein weich gepolstertes Nest gefreut, doch nun musste anderes Material Abhilfe schaffen. "Alles gut", miaute sie wohlgesonnen "Du suchst nach trockenem Moos, ich suche nach Alternativen. Das bedeutet, ich fange uns einen riesigen Vogel, mit dem wir unser Beider Nester polstern können!" Die kleine Kriegerin war plötzlich recht zuversichtlich und konnte sogar über ihre Müdigkeit hinwegsehen, die wie immer gierig an ihren Pfoten zerrte. Doch nun hatte sie eine Aufgabe und konnte nicht schlafen, ehe sie diese erledigt hatte.

Blitzschnell erklomm die Kätzin den nächsten Baum und balancierte geschickt über die nassen, rutschigen Äste. Ehrlich gesagt hatte sie sich diese ganze Aktion nicht ganz so wackelig vorgestellt, wie sie sich herausstellte, doch durch solche Einschränkungen würde sie noch lange nicht ihren Mut verlieren. Trotzdem waren ihre Bewegungen nun etwas vorsichtiger und zugegebenermaßen zitterte sie auch ein wenig, denn die feuchte Rinde machte ihr wirklich zu schaffen. Optimistisch gab sie Wirbelwolke ein Zeichen mit der Schweifspitze und krabbelte behutsam vorwärts, um dann einen Satz auf den nächsten Baum zu machen. Wie ein Eichhörnchen schlängelte sich die winzige Katze durch die Baumkronen, duckte sich und hielt Ausschau nach potentieller Beute. Es dauerte etwas, doch relativ nahe erspähte sie eine Krähe zwischen den Ästen. Vermutlich hielt sie Ausschau nach Aas oder kleinen Tierchen, die sie erlegen konnte, doch in diesem Moment würde der Jäger zur Beute werden. Dieser Gedanke verschaffte Jasminwind etwas Genugtuung, denn nicht selten kam es vor, dass Krähen auch Katzen angriffen.
Der kleinen Katze war durchaus bewusst, dass so ein großer Vogel ein irrsinniges Ziel war. Wohl kaum könnte sie mit ihrer Körpermasse das Tier schnell töten, ohne das es sich wehrte. Doch je mehr Jasminwind darüber nachdachte, je mehr brodelte die Frustration über ihre momentane Situation in ihr auf. Sie war faul, schläfrig, nutzlos und wollte sich jetzt zusätzlich noch vor einem guten Fang drücken. Sie akzeptierte ihre eigene Widerspenstigkeit nicht. Geübt duckte sie sich zwischen den Ästen, spürte ihr Herz pulsieren und das Adrenalin ihre Müdigkeit verdrängen. Wenn sie Ahornblatt diesen gewagten Fang zeigte, würde sie stolz sein, Anerkennung zeigen, wenigsten für einen Moment. Das würde Jasminwind schon reichen.
Sie holte tief Luft und setzte zur Jagd an. Blitzschnell huschte sie über das nasse Holz, stürzte hinab auf die Krähe, die erbärmliche Laute ausstieß, als Jasminwind ihre Zähne in das dichte Gefieder bohrte. Das riesige Tier schlug mit den Flügeln, breitete sie zu ihrer vollen Länge aus, so dass der kleinen Kriegerin die Federn ums Gesicht peitschten. Sie musste viel Kraft aufbringen, um das schwarze Tier niederzuringen und gleichzeitig nicht den Halt auf dem rutschigen Holz zu verlieren. Es dauerte einen Moment, doch dann stellte sie zufrieden fest, wie die peitschenden Flügel langsam erschlafften und das Krächzen in der Kehle des Tieres erlosch.
Erfolg.

Stolz ließ sich Jasminwind von dem Baum gleiten, landete etwas ungeschickt auf den moosigen Untergrund. "Hast du das gesehen Wirbelwolke? Schau wie riesig das Vieh ist. Damit können wir auch noch die Kinderstube polstern, wenn wir Lust haben!, miaute sie stolz. Adrenalin vermischte sich mit Euphorie, weshalb sie für einen Moment unglaublich wach war, doch all diese Einflüsse lösten sich in Erleichterung, weshalb ein herzhaftes Gähnen der kleinen Katze entwich. Das war wirklich gut gelaufen, besser als erwartet, weshalb sie wirklich zufrieden war. Glücklich schmiegte sie sich an Wirbelwolkes weichem Pelz und genoss für einen Moment die Wärme, die beide Krieger umgab.
Erwähnt » Wirbelwolke, Ahornblatt
Angesprochen » Wirbelwolke

"Seems like I should have just stayed in bed today."
(c) Moony

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BeitragThema: Re: Mooskuhle   Mooskuhle - Seite 29 EmptyMo 18 Jul 2022, 22:52

  • Krieger
  • WolkenClan
  • 12 Monde
  • #005

     c.f.: WolkenClan-Lager

Still schweigend trabte Wirbelwolke neben Jasminwind leichtfüßig über die schmelzende Schneedecke durch den Wald. Eine seichte Brise wehte ihm um die Ohren und brachte frische Gerüche, die die bevorstehende Blattfrische ankündigten, mit sich. Trotz der nun relativ milden Temperaturen war das dichte Fell des Katers zum Schutz vor Kälte aufgeplustert und der Stummel seines Schweifs eng an seinen mageren Körper gepresst. Mit seiner zarten, lachsfarbenen Nase sog er die Düfte um sich herum ein und ein schwaches Lächeln schmückte sein Gesicht beim Gedanken daran, dass er es kaum mehr abwarten konnte, so bald wie möglich wieder an Blumen zu schnuppern und Insekten jagen zu können. Vielleicht mochten einige seiner Clankameraden meinen, dass er dafür so langsam zu alt wurde, doch der gemusterte Kater sehnte sich nach einfachen, beruhigenden Tätigkeiten, die ihn an die Liebe seiner Mutter Kamillenduft erinnerten. Die Kätzin hatte ihre Bewunderung für Pflanzen seitdem er klein war auf ihn übertragen und nun, da sie verstorben war, musste er immer sie denken, wenn er mit Jasminwind zusammen zwischen den lieblich duftenden Blumen der Blattfrische ein Nickerchen hielt oder einen Spaziergang machte. Er vermisste seine Mutter ungemein und doch fühlte er sich dankbar dafür, dass er wenigstens seine Kindheitsfreundin an seiner Seite hatte, mit der er diese schönen Momente erleben durfte, während er in Erinnerungen schwelgte.

Wirbelwolke zuckte kurz leicht erschrocken zusammen, als ihn etwas an seiner Flanke streifte, das er bisher noch nicht identifiziert hatte. Sein Nackenfell war leicht gesträubt, doch als er mit einem raschen Blick zur Seite bemerkte, dass es sich nur um Jasminwinds wohlig warmen Pelz handelte und ihr bezaubernder Duft ihn einhüllte, blickte er kurz etwas verlegen zur Seite. Die winzige, bunte Kätzin wusste zwar mittlerweile, dass der Kater generell sehr schreckhaft war und seine ängstlichen Reaktionen nur schlecht kontrollieren konnte, doch er schämte sich trotzdem etwas dafür, dass er es seit dem Unfall seiner Mutter noch immer nicht geschafft hatte, seine Furcht dem Wald und seinen Geräuschen gegenüber abzulegen, denn an jeder Ecke fürchtete er neue Gefahren und diese Eigenschaft führte dazu, dass er sich, sobald er das Lager verließ, in einem Dauerzustand von gesteigerter Empfindlichkeit gegenüber seiner Umgebung befand. Wirbelwolke wollte sich jedoch nicht vor Kontakt zu der Katze erschrecken, die er am liebsten hatte – die ihm am wichtigsten war - , weswegen er nun doch einen Blick in Jasminwinds leuchtende bernsteinfarbenen Augen wagte, um ihr einen entschuldigenden Blick zuzuwerfen und ein gesäuseltes „Sorry.“ hervorzubringen. Sein Magen kribbelte etwas nervös, doch der Krieger versuchte, seine Gefühle herunterzuschlucken und richtete seinen Blick wieder auf seine grau getüpfelten Pfoten.

Sie brauchten länger als nötig, um die Mooskuhle des WolkenClan-Territoriums zu erreichen. Es überraschte den jungen Krieger nicht wirklich, er hatte eher vermutet, dass die beiden auf dem Weg etwas trödeln würden. Sofort kroch ihm das feuchte Aroma des Mooses in seine empfindliche Nase, woraufhin er sie leicht rümpfte und wie angewurzelt stehen blieb. Er verfolgte die plötzliche Bewegung in seinem Augenwinkel und erkannte seine grau-orangene Freundin, wie sie fröhlich dem Moosbett entgegensprang, jedoch enttäuscht Halt machte, als sie feststellte, dass das Material zu feucht war, um damit sein Nest aufpolstern zu können. Wirbelwolke hatte beim modrigen Geruch, welcher in der Luft lag, bereits geahnt, dass dies der Fall sei, doch auf Jasminwinds Aussage hin ließ er trotzdem kurz ernüchtert den Kopf hängen. Als er seinen Blick wieder hob, erkannte er jedoch glücklicherweise, dass die Kriegerin bereits wieder eine zufriedenere Miene aufgesetzt hatte und hörte, wie sie in positiver Stimmlage maunzte. Er nickte, als sie ihn dazu aufforderte, nach trockenem Moos zu suchen, obwohl er nicht wusste, wie erfolgreich er wohl sein würde, jetzt, wo jede Ecke durch den schmelzenden Schnee nass wurde. Nichtsdestotrotz war ihm das lieber, als sinnlos herumzustehen. Sehnsüchtig blickte er Jasminwind hinterher, als sie im Zuge ihrer geplanten Jagd den ersten Baum erklomm. Ihn beeindruckte, wie sie es blitzschnell schaffte, die ersten kahlen Äste zu erreichen und er wünschte sich, dass er ihr hätte folgen können, um gemeinsam zu jagen. Wirbelwolke war durch seinen Stummelschwanz allerdings nur ein schlechter Kletterer und somit wohl auch einer der untypischsten WolkenClan-Krieger, da er kaum in der Lage war, Vögel zu erlegen. Dafür hatte sich der Kater auf Beute an Land spezialisiert und sich die richtigen Techniken angeeignet, um sich bestens tarnen zu können und durch seine Schnelligkeit von Erfolg gekrönt zu werden – denn ein schlechter Jäger per se war er nicht.
Viel Erfolg, sei vorsichtig!“ In dem Moment, als er ihr hinterherrief, sah er, wie seine Freundin auf den rutschigen Ästen ins Zittern geriet und Sorge machte sich in ihm breit. Er wollte nicht, dass sie stürzte und kurz fragte er sich, ob es überhaupt die richtige Idee gewesen war, sie so einfach gehen zu lassen, obwohl das Betreten der Oberfläche der Bäume heute durch die Feuchtigkeit soviel gefährlicher sein musste. Die kleine Kätzin gab ihm jedoch ein optimistisch gemeintes Zeichen mit ihrem Schweif, um ihm zu versichern, dass sie die Lage im Griff hatte und der junge Kater konnte nichts anderes tun, als ihr für ein paar weitere Momente unsicher hinterher zu sehen, bevor er sich abwandte, um seiner eigenen Aufgabe nachzugehen.

Vorsichtig schob er seine Pfoten über den schlammigen Boden. Seine Ballen versanken dabei leicht in der kühlen, formbaren Masse, die einen starken Geruch neuen Lebens mit sich brachte. Es wurde dunkler um ihn herum und der Himmel wurde so langsam vom Silbervlies erleuchtet, während der Mond über seinem Kopf aufging. Er suchte den Wurzelbereich jeden Baums, an dem er vorbeikam, auf trockenes Moos ab, konnte jedoch nicht anders, als bei jedem zweiten Geräusch der Nacht unruhig zusammenzuzucken. Ihm war es alleine im Wald nicht geheuer, doch er wollte Jasminwind auf keinen Fall enttäuschen, weswegen er seine Ohren ängstlich an seinen Kopf anlegte und weiter durch die unheimlich glimmernde Gegend streifte. Zum Glück brauchte er nicht lange, bis er eine große Eiche in der Ferne erkannte, die eine große Aushöhlung am unteren Ende des Stamms hatte, die vom Schnee verschont geblieben sein könnte. Seine Miene erhellte sich und er erhöhte sein Tempo zu einem Traben, bis er den eindrucksvollen Baum erreichte. Kurz legte er seinen Kopf in seinen Nacken, um den Anblick der blattlosen Baumkrone zu bewundern und sich zu fragen, wie schön derselbe Anblick wohl wäre, sobald die Blattfrische neues Wachstum mit sich brachte. Er nahm sich vor, in der Blattgrüne wenigstens ein Nickerchen gemeinsam mit Jasminwind unter genau dieser Eiche zu halten – er wusste, sie würde diesen Ort genauso lieben wie er auch.
Wirbelwolke schüttelte sich kurz, um sich wieder zu konzentrieren und näherte sich dem finsteren Loch mit der Nase voran. Der starke Duft der Rinde überflutete seine Sinne so sehr, dass er nicht rechtzeitig bemerkte, dass sich noch jemand anderes in dieser Höhle befand und der Kater sprang mit aufgestelltem Fell in die Luft, als eine harmlose Amsel aus ihrem Versteck flatterte. Prustend kam der Krieger ein wenig entfernt wieder auf dem weichen Erdboden auf – seine Krallen ausgefahren – und starrte mit geweiteten Augen der Stelle entgegen, aus der der Vogel gekommen war. Über ihm hörte er den Schrei einer Krähe und sein Herz raste in seiner Brust, als er herumwirbelte. Er blinzelte in die Richtung, aus der der Laut erklungen war und stellte voller Erleichterung fest, dass Jasminwind eine wild flatternde Krähe in ihren Fängen hatte. Sofort erfüllte ein Gefühl von Stolz ihn - das Viech war schließlich auch fast so groß, wie die kleine Kätzin selbst und sie brauchte nicht lange, um ihm einen tödlichen Biss zu erteilen.

Grazil glitt die geschickte Kriegerin vom Baum und landete im Kontrast dazu etwas tollpatschig auf dem weichen Untergrund. Sie rief sofort zu ihm aus und ein Schnurren stieg in seiner Kehle auf, als er ihren stolzen Blick sah.  „Guter Fang! Das war beeindruckend.“ Er sah sie aus dunkelblauen, bewundernden Augen an und schloss glücklich seine Lider, als die Kleine sich an ihn schmiegte. Sein Herz fühlte sich an, als würde es einen Sprung in seiner Brust machen und plötzlich verspürte er ein Gefühl von kompletter Hilflosigkeit, als er gerade so gegen die Berührung seiner Freundin dahinschmolz. Am liebsten wäre er für immer so verweilt und seine Emotionen übermannten ihn fast. Ich wünschte, du wüsstest, wie stolz ich auf dich bin. Er schaffte es nicht, die Worte zu laut auszusprechen, murmelte stattdessen vor sich hin: „Ich wünschte, ich könnte so gut klettern wie du.“  und warf Jasminwind ein schüchternes Schmunzeln zu, bevor er sich etwas von ihr entfernte und sich duckte, um eine Pfote in die noch unberührte dunkle Höhle zu stecken. Der Stummel seines Schwanz‘ schnellte augenblicklich in die Luft, als die Oberfläche seine feinen Ballen berührte. „Gute Nachrichten. Wir schlafen heute auf frischem und trockenem Moos!
   

Erwähnt
Jasminwind, Kamillenduft †
Angesprochen
Jasminwind
Ort
Mooskuhle

tl;dr
Bemerkt Anzeichen der Blattfrische, schwelgt in Erinnerungen an seine Mutter. Stimmt dem Plan zu und beobachtet, wie Jasminwind klettert. Ist etwas besorgt, dass sie sich verletzen könnte. Sucht nach Moos und wird dabei von einer Amsel und dem Schrei der Krähe, die Jasminwind erlegt, überrascht. Gratuliert ihr, genießt ihre Nähe und freut sich über das gefundene, trockene Moos.


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Mooskuhle - Seite 29 Chemical-ne0n
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BeitragThema: Re: Mooskuhle   Mooskuhle - Seite 29 EmptySo 31 Jul 2022, 14:12



Jasminwind

wolkenclan
kriegerin
#005
Mit einem mal fühlte die grau-weiße Kriegerin sich furchtbar schlapp und ausgelaugt. Ihr Bick ruhte auf den riesigen Vogel, den sie voller Stolz erlegt hatte, wankte jedoch etwas verunsichert zu den schwarzen Federn, die sich durch das Massaker überall verteilt hatten. Es war nicht so, dass sie Mitleid mit dem Biest hatte, doch irgendetwas zwickte ihr schier in diesem Moment übel im Magen. Vielleicht hatte sie sich doch ein wenig zu sehr verausgabt, hatte sich zu hohe Ziele gesteckt. Doch es würde nicht lange dauern, bis sie wieder friedlich in ihrem weichen Nest schlummern konnte, im besten Fall an Wirbelwolkes Seite. Es erwärmte ihr kleines Herz, als auch der grau gemusterte Krieger ihren Fang und ihre Fertigkeiten lobte. Wohlige Hitze sammelte sich unter dem Pelz der jungen Kriegerin und hinterließ ein angenehm kribbelndes Gefühl auf ihrer Haut, welches dafür sorgte, dass ein sanftes Schnurren in ihrer Kehle aufstieg. Jedoch dämmte die zweite Bemerkung ihres Freundes ihre Zufriedenheit etwas, ließ ihre Schweifspitze mitleidig zucken. Seitdem Wirbelwolke seinen Schweif verloren hatte, hatte er sich nie wieder so recht in die Baumkronen gewagt. Seitdem hatten sie nur noch selten Seite an Seite gejagt, hatten selten die selben Situationen durchlebt oder im Team gearbeitet. Während Wirbelwolke die Wiese und Sträucher zu seinem Terrain geformt hatte, hatte Jasminwind den Himmel und die Äste genutzt, um Erfolge zu erzielen. Auch wenn ihr Freund auf diese Weise zurecht kam, so lag doch immer etwas wehmütiges, sehnsüchtiges in seinen Augen, wenn er seine Clangefährten zwischen den Wipfeln verschwinden sah.
Tröstend stupste Jasminwind den Kater an, verpackte es jedoch als normale Geste, damit er nicht den Eindruck bekam, sie würde ihn bemitleiden. Ganz im Gegenteil, sie setzte eine freudige Miene auf, als Wirbelwolke die gute Nachricht verkündete. Jasminwind wusste, dass sie sich stets auf ihren Baugefährten verlassen konnte. Auch in diesem Fall hatte er wieder ausgezeichnete Arbeit geleistet und die kleine Kriegerin gab ein fröhliches Maunzen von sich, als sie ebenfalls die Pfote in die Höhle steckte und auf frisches, weiches Moos traf. Der Duft nach Blattfrische und Wald wehte ihr entgegen, breitete sich schützend über die beiden Kindheitsfreunde aus, die sich nun schon seit zwölf Monden bestens kannten. Für einen kleinen Moment ruhte ihr Bernsteinblick beständig auf den gestreiften Kater, während ihre Gedanken in ihrem Schädel umherkreisten.

"Bevor wir gehen...", begann sie etwas zögerlich und knetete mit den Vorderpfoten das Moos unter ihren Ballen "Willst du es nicht nochmal mit mir versuchen? Also ich meine, klettern." Ihre Stimme war sanft, vielleicht etwas schüchtern. Sie konnte schlecht einschätzen, wie sehr Wirbelwolke bereit für einen solchen Versuch war. Vielleicht würde ein Fehlschlag ihn nur deprimieren, was die Stimmung des Tages erheblich senken würde. Doch der Ausblick von weit oben war so wundervoll gewesen, dass die kleine Kriegerin ihn unbedingt mit ihrem Freund teilen wollte. Ihr Blick flog hinauf zu der riesigen Eiche am Rand der Mooskuhle, dessen Äste sich weit über die anderen Bäume erstreckten.  Die leicht grünenden Spitzend befanden sich in schwindelerregenden Höhen, die selbst eine geübte WolkenClan Katze nicht betreten würde. Doch schon die untersten Äste würden ausreichen um sich etwas zu entspannen, den Ausblick zu genießen und die Augen für einen Moment zu schließen.
Ermutigend stupste sie Wirbelwolke an. "Ich werde dich auch festhalten, wenn du strauchelst. Als Belohnung machen wir auch ein kleines Nickerchen", miaute sie optimistisch mit einem zärtlichen Schnurren in der Kehle. Selbstsicher tapste sie auf den Baum zu, hangelte sich geschickt auf den ersten Ast und nagelte die Krallen in die robuste Rinde. Die Mooskuhle war perfekt geeignet für solche Kletterübungen, da ein Fall auf den weichen Boden definitiv weniger Schaden anrichten würde als der Aufprall auf Erde und Steinen. Die Nässe sorgte für zusätzliche Federung, doch Jasminwind würde verstehen, wenn Wirbelwolke sich trotzdem fürchtete. Generell packte sie das schlechte Gewissen, da sie von sich selbst den Eindruck bekam, ihren Freund zu sehr zu drängen. Doch wenn er erstmal oben war und sie zusammen in den Sonnenuntergang blickten, würde er es garantiert nicht bereuen, da war sie sich sicher.
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BeitragThema: Re: Mooskuhle   Mooskuhle - Seite 29 EmptyDo 18 Aug 2022, 16:48

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  • #006

     Jasminwind näherte sich ihm und stupste ihn mit ihrer rosa Nase einmal an, bevor sie erfreut dreinblickte, als Wirbelwolke preisgab, trockenes, frische Moos für ihre Nester gefunden zu haben. Ihr süßlicher Duft umhüllte ihn abermals und ließ seine Angst vor der Dunkelheit ein wenig milder werden. Der wild gestreifte Kater schenkte ihr ein schüchternes Lächeln, blickte jedoch immer wieder verlegen zu seinen Pfoten. Obwohl es ihn unheimlich glücklich machte, zu sehen, wenn es seiner Kindheitsfreundin gut ging, so sackte er gleichzeitig auch etwas beschämt in sich zusammen, da er es nicht leiden konnte, auch nur ansatzweise im Mittelpunkt zu stehen. Das, was er getan hatte, war das Mindeste gewesen und nichts im Vergleich zu der kleinen silber-weißen Kätzin, die sich elegant durch die Baumkronen gewunden hatte und dabei eine Krähe erlegt hatte, die mindestens genauso groß war wie sie selbst. Seine Leistung war neben ihrer gar peinlich und genauso fühlte der Kater sich auch. Er schluckte einmal nervös und begann etwas unkoordiniert damit, seine Krallen in das Moos zu bohren und Fetzen herauszuziehen, um von sich selbst abzulenken, bevor er leicht fauchend seine Pfote in der Luft schüttelte, als Stückchen zwischen seinen Krallen hängenblieben und das Gefühl der Textur des Moos‘ sein Fell unangenehm kribbeln ließ. Mit geweiteten Augen balancierte Wirbelwolke – heftig schwankend - auf seinen drei restlichen Pfoten, während er die andere an sein Maul führte, um die Moosstücken mit seinen Zähnen so schnell wie möglich herauszuziehen – ein recht amüsanter Anblick, wenn der Krieger in diesem Moment auch nur geringfügig ein Bewusstsein dafür gehabt hätte, wie dämlich er dabei eigentlich aussah.

Wirbelwolke zuckte zusammen, als sich plötzlich Jasminwind zu Wort meldete und erst dann wurde ihm bewusst, dass sie das alles wohl gesehen haben musste. Natürlich, du Mäusehirn. Sie steht direkt vor dir. Der Kater hustete ein paar Mal befangen und ließ sich rasch auf sein Hinterteil nieder, um weitere Eskapaden zu vermeiden - sein Nackenfell noch immer gesträubt. Sein Schädel brummte, doch er versuchte, sich ganz auf Jasminwind zu konzentrieren und alles andere zu vergessen. Fast augenblicklich bemerkte er, dass sich ihre Art plötzlich verändert hatte. Sie schien zögerlich, etwas schüchtern fast schon, als sie zu sprechen begann und Wirbelwolke fragte sich sofort, ob er etwas falsch gemacht hatte. Er sah seine Freundin aus besorgten, dunkelblauen Augen an, sah, wie sie den Boden mit ihre winzigen Pfoten knetete und seine Brust zog sich zusammen, als er sich das Schlimmste vorstellte. Als sie dann jedoch mit der Sprache herausrückte und sich herausstellte, dass sie ihm dabei helfen wollte, zu klettern, übermannte ihn eine Art Erleichterung. Diese hielt jedoch nicht lange an, denn der silbern-gemusterte Kater musste sich vorstellen, wie er unbeholfen von Ast zu Ast kraxelte und Angst machte sich in ihm breit, denn er wusste, dass die Chancen auf Misserfolg nicht schlecht standen.
Zittrige Beine, Krallen voller Moos, Herzrasen - der fehlende Schweif führt zu fehlender Balance. Wem wollte Wirbelwolke schon etwas vormachen… Seit seines Unfalls, der ihn für immer an dem schmerzhaften Verlust seiner Mutter erinnerte, war er als Kletterer komplett unnütz. Er schluckte erneut, blickte von Jasminwinds Gesicht zu den umliegenden Bäumen, die dunkle Schatten über ihn und sie warfen, und wieder zurück. Sein Magen grummelte, zog sich zusammen und plötzlich wünschte er sich, er hätte doch etwas mehr von der Frischbeute im Lager gegessen, um sein Gefühl von Beklommenheit durch einen gut gefüllten Bauch zu überdecken.

In fiebrigen Gedanken versunken, bemerkte er die kleine Kätzin fast gar nicht mehr, bis sie ihn erneut etwas anstupste, versuchte ihn zu beruhigen. Wirbelwolke zappelte auf seinem Unterleib hin und her und ließ sich von ihren Worten berieseln, während sich seine Nervosität kaum legte. Das zärtliche Schnurren in der Kehle seines Gegenübers riss ihn aus seinen Gedanken und plötzlich löste sich Jasminwind aus seiner Reichweite und schwang sich geschickt an einen der gigantischen Bäume – hielt auf dem untersten Ast inne. Ich kann das nicht! Ich werde stürzen! Wirbelwolke biss seine Zähne zusammen, als er die Kriegerin musterte, die im Mondlicht schimmerte. Wie konnte er ihr ihre Wünsche abschlagen. Zögerlich erhob er sich auf seine Pfoten und näherte sich dem Stamm, der aus dem feuchten Boden ragte. Der holzige Duft der nassen Rinde bohrte sich in seine empfindliche Nase und so langsam aber sicher spürte er, wie sein Puls sich erhöhte und seine Ohren heiß glühten. Er legte seinen Kopf in den Nacken, bohrte seine spitzen Krallen in das feuchte Moos unter seinen Pfoten und nickte Jasminwind ein mal kräftig zu. Er würde es versuchen. Für sie.
Er atmete einmal tief durch, der Stummel seines Schweifs war eng an seinen Körper gezogen und ohne genau darüber nachzudenken, schleuderte er sich an die Rinde des Baums und versuchte sofort, seine Krallen in das weiche Holz zu bohren. Seine Pfoten schmerzten dabei und auch die Anspannung seiner Muskeln fühlte sich nicht sonderlich gut an, doch er zwang sich dazu, ein wenig höher zu kriechen, bevor er seiner Freundin einen unsicheren Blick zuwarf. Er hatte schon so lange nicht mehr versucht zu klettern, dass er nicht einmal mehr wusste, wie das genau funktionierte.  
   

Erwähnt
Jasminwind, Kamillenduft † (id.)
Angesprochen
Jasminwind
Ort
Mooskuhle

tl;dr
Zupft frisches Moos aus dem Boden, mag das Gefühl unter seinen Krallen jedoch nicht und versucht tollpatschig, Moosreste zu entfernen. Hat zwar Angst davor, einen Kletterversuch zu starten, tut es jedoch Jasminwind zuliebe.


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BeitragThema: Re: Mooskuhle   Mooskuhle - Seite 29 EmptyMo 22 Aug 2022, 19:41



Jasminwind

wolkenclan
kriegerin
#006
Der jungen Kriegerin entging die Unsicherheit ihres Freundes keineswegs. Zeitweise packten sie Zweifel, während sie Wirbelwolke beobachtete. Zweifel darüber, ob es eine gute Idee gewesen war so einen hirnrissigen Vorschlag zu machen. Natürlich hatte der gemusterte Kater Angst, fürchtete sich davor, abzustürzen und sich zu verletzen. Sie seufzte kaum hörbar. War das wirklich eine gute Idee gewesen, sollten sie nicht vielleicht einfach ihre Sachen packen und ins Lager zurückkehren? Sie schüttelte den Kopf. Auch Wirbelwolke war Mitglied des WolkenClans und trotz des fehlenden Schweifes hatte er das Klettern im Blut, weshalb Jasminwind genau wusste, dass er in der Lage war diese Hürde zu bewältigen.
Sie presste sich eng an den Ast auf dem sie saß, streckte ihren Kopf nach unten, bis sie fast ihren Freund erreichte. Noch ein winziges Stück fehlte, wäre sie nur etwas Größer. "Hab keine Angst", miaute sie beruhigend "Erinnere dich daran, was du damals gelernt hast. Arbeite nicht gegen die Rinde sondern mit ihr, nutze die Kerben als Stütze." Sie fühlte sich schlecht, hatte ein unglaublich unwohles Gefühl fest in der Magengrube sitzen. Sie streckte sich noch ein wenig, so dass sie sich nur noch gerade so auf dem Ast halten konnte. Schließlich erreichte sie Wirbelwolke, packte ihn vorsichtig am weichen Nackenfell und half ihm die restliche Strecke hinauf, so dass er neben ihr auf sicherem Untergrund saß.
Seichter Wind umspielte die beiden Katzen, trug eine wohlige Wärme und einen zarten Duft mit sich, der sich zwischen den grünen Trieben des Baumes ausbreitete. Die Sonne zog ihre Bahn gen Himmel und erhellte allmählich die Dunstlandschaft, die sich um sie herum ausbreitete. Jasminwind streckte die Nase in den Himmel, sog kräftig die frische Luft ein und drückte sich anschließend vorsichtig gegen den weichen Pelz des gestromten Kriegers. Sein Herz klopfte immer noch unglaublich schnell und irgendwie glaubte sie auch, ein leichtes Zittern zu spüren. Vermutlich musste ihm das Ganze unheimlich peinlich sein, er schämte sich bestimmt, weil er nicht mehr alleine klettern konnte, weil sie ihn helfen musste, selbst den untersten Ast zu erreichen. "Es tut mir Leid", miaute sie leise. Sie hatte ihn niemals verunsichern wollen, schließlich war er ihr bester Freund schon seitdem sie denken konnte. Ihr Wunsch war es lediglich gewesen ihm die Welt zu zeigen, die sie so liebte. Die Welt zwischen den Baumkronen, hoch oben zwischen Himmel und Erde, wo die Vögel herumschwirrten und die Blätter gemütlich rauschten. Vorsichtig versenkte sie ihre Nase an seiner Schulter und ließ für einen Moment den Augenblick für sich sprechen. Sie liebte Wirbelwolkes bescheidene Art, liebte seine Tollpatschigkeit, seine Unsicherheit und seine Wärme. Vielleicht sollte sie sich einfach damit zufrieden geben, ihn an ihrer Seite zu wissen statt sich irgendwelche Dinge zu wünschen, die ihm vielleicht zu viel waren. Doch ein Blick auf den endlosen Wald des WolkenClan, der sich vor ihnen erstreckte reichte schon aus, um ihr Gewissen zu befriedigen, selbst wenn es sich dabei fast ausschließlich nur um braune Stämme handelte.

"Weiter oben, das ist meine Welt", flüsterte sie leise und deutete mit der Schweifspitze in Richtung des Gipfels "In der Blattfrische streicht dir der Wind fast zärtlich durchs Fell, lullt dich richtig sanft ein. Und immer wenn du beim Dösen kurz blinzelst, schweift dein Blick über endlos weite Landschaft, hinüber zu unbekannten Wäldern und den anderen Territorien." Ein sanftes Schnurren rollte ihre Kehle hinauf. Sie ließ jedoch nicht zu, dass allzu viel Zeit verstrich und durchbrach die Stille mit einem ausgiebigen Gähnen.
"Wie dem auch sei! Lass uns zurückkehren, dann können wir uns ausruhen", miaute sie hastig und ließ sich langsam vom Baum hinunterrutschen, bis ihre Pfoten weiches Moos berührten. Unten angekommen hoppelte sie zu der Mooshöhle, die Wirbelwolke gefunden hatte und kramte ein wenig von dem wertvollen Nestmaterial heraus, bis sie nichts mehr tragen konnte. "Ich bin sehr stolz auf dich, Wirbelwolke. Du warst sehr mutig", schnurrte sie leise, nachdem sie ihm das Moos vor die Pfoten gelegt hatte. Noch einmal stupste sie in sanft an, wie sie es immer tat, wenn sie ihn beruhigen wollte, ehe sie sich umwandte und ihre Beute auflas. Es war an der Zeit, zurückzukehren.

tbc: WolkenClan-Lager
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BeitragThema: Re: Mooskuhle   Mooskuhle - Seite 29 EmptyFr 26 Aug 2022, 17:19

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  • #007

     Jasminwinds süße Stimme erklang über seinem Kopf – ein Phänomen, welches nicht häufig eintrat, schließlich war die Kätzin kleiner als manch Schüler des WolkenClans. Ein Fakt, den die Kriegerin selbst häufig nicht allzu sehr zu schätzen wusste, doch Wirbelwolke empfand ihre Statur schon immer als recht niedlich – vielleicht war aber auch genau das der Grund, weswegen Jasminwind nicht sonderlich viel davon hielt, schließlich ließ sich der Clan nicht mit Niedlichkeit versorgen. Wie es schien, empfand die Gefleckte, so wie Wirbelwolke auch, eine gewisse Art von Reue, wenn sie lange genug keinen Beitrag zum Allgemeinwohl geleistet hatte. Aufgrund genau dieser belastenden Reue befand sich der cremefarbene Kater überhaupt in seiner misslichen Lage. Jede Kralle seiner vier Pfoten war in der duftenden Rinde des Baums verankert, seine Muskeln waren angespannt und sein Puls raste in seiner Brust, während er versuchte, Stück für Stück – völlig unbeholfen - ein wenig höher zu kraxeln. Die Worte seiner Freundin von oben halfen nur geringfügig, denn komischerweise schien Wirbelwolke genau in diesem Moment jede kleinste Information seiner vergangenen Ausbildung vergessen zu haben. Anstatt sich ihren Rat zu Herzen zu nehmen, versuchte der Gemusterte seine Krallen tiefer ins Holz zu bohren, obwohl er völlig ungünstig positioniert war, und ein frustriertes Zischen entfloh seinem Maul, als der Schmerz durch seine Beine pulsierte. Der Kater spürte, wie der Stummel seines Schweifs instinktiv damit begann, sich so zu positionieren, dass, wäre der Rest noch vorhanden, es ihm im Normalfall möglich gewesen wäre, die Balance zu halten.

Enttäuschung erschütterte seinen Körper regelrecht, als er darüber fantasierte, wie leicht es ihm einst gefallen war, sich in den Baumkronen zu bewegen. All das wurde ihm genommen und sie hatte er auch nicht retten können. Das Schlimmste: Sein größtes Handicap war nicht mal sein fehlender Schwanz sondern sein fehlendes Selbstvertrauen. Trauer quoll in ihm auf, während er immer mehr losließ, den Mut verlor. Seine dunklen Augen waren glasig, doch er drehte seinen Kopf so, dass Jasminwind seinen Gesichtsausdruck nicht hätte erkennen können. Er schluckte ein Jammern herunter, unterdrückte das zerreißende Gefühl, welches sich in seinem Magen ausbreitete und im selben Moment, als Wirbelwolke beschloss, sich einfach wieder auf das weiche Moosbett fallen zu lassen, spürte er, wie sein Nackenfell von oben gepackt wurde. Überrascht drehte der Kater seinen Kopf wieder herum, um zu erkennen, wie seine Freundin mittlerweile nur noch halb am Ast hing, um ihm hoch zu helfen. Der Krieger spannte seine Muskeln ein letztes Mal kräftig an und keuchte unter dem Aufwand, sich abzustoßen und wieder festzukrallen. Die Rinde knirschte unter seinen Bemühungen und er hinterließ frische Wunden auf ihrer Oberfläche. Mit Jasminwinds Hilfe schaffte er es nach ein paar Herzschlägen, sich neben ihr auf den untersten Ast zu schwingen. Zittrig saß er da, Holz zwischen den Zehen, Mossreste in seinem Fell und unter seinen Krallen. „D-Danke“, er stotterte, brauchte ein paar Momente, um sich zu sammeln – Jasminwind hingegen blieb ruhig, ließ sich vom Wind der Blattfrische umspielen und blickte in die Ferne. Süße Düfte von Blumen, Insekten, Mäusen und Vögeln wurden von der Brise herangetragen und beruhigten den Kater allmählich. Ihm war peinlich, dass er sich nicht selbst zu helfen wusste und auf die Kleine angewiesen war, doch er war ihr auch unendlich dankbar, denn den Reiz, die Welt von ganz oben zu betrachten, verstand er gut. Er konnte nicht anders, als die bernsteinfarbenen Augen seiner Freundin zu mustern, die im fahlen Licht der aufgehenden Sonne schimmerten, während er tief atmete, um alle Eindrücke in sich aufzusaugen, solange er es konnte. Wirbelwolke war glücklich darüber, den Sonnenaufgang mit Jasminwind beobachten zu können und die tiefe Trauer, die sich für einen Moment über ihn gelegt hatte, verblasste immer mehr.

Der Kater wurde aus den Gedanken gerissen, als er die leise Stimme der Kätzin neben ihm vernahm. Seine Ohren zuckten überrascht, als die Kriegerin sich bei ihm entschuldigte und für einen Moment lang starrte Wirbelwolke sie etwas entgeistert an, als er darüber grübelte, was ihr wohl leid tat – schließlich war er es, der an jedem seiner Probleme Schuld war. Er suchte ihren Blickkontakt und schüttelte seinen Kopf, sein Blick war wehleidig. „Nein… nein… es tut mir leid, dass ich so ungeschickt bin – du hast mir lediglich geholfen.“ Seine Stimme war nicht mehr als ein Murmeln und er senkte leicht verlegen seinen Blick, um einen Teil seines Schamgefühls, welches sich in seinen Zügen niederschrieb, zu verheimlichen. Er war unheimlich dankbar dafür, jemanden an seiner Seite zu wissen, der ihn vorantrieb und nur das Beste für ihn im Sinn hatte. Der mich dazu motiviert, besser zu sein… Wirbelwolke blinzelte Jasminwind liebevoll entgegen, ließ sich von ihrem Duft ummanteln und als sie sich unerwartet gegen ihn lehnte, um ihre rosa Nase in seinem warmen Pelz zu vergraben, konnte der Kater ein zufriedenes Schnurren nicht unterdrücken. Manchmal fühlte er sich so, als sei er zu pessimistisch, als blicke er zu oft in die Vergangenheit, anstatt das zu schätzen, was er hatte. Jasminwind holte ihn dann in die Realität zurück, ließ ihn – komischerweise – sehr lebendig fühlen, selbst wenn sie einfach nebeneinander dösten. Der junge Krieger genoss die warmen Strahlen auf seinem Pelz und ließ zum ersten Mal richtig los. Er ließ seine Anspannung gehen, zog seine Krallen ein und plusterte sein Fell auf, während er seinen blauen Blick über die endlose Landschaft, die von der Sonne erleuchtet wurde, schweifen ließ. Er fühlte sich frei, zumindest freier als zuvor, und alle seine unerreichbaren Wünsche verschwanden für einen Moment aus seinem Kopf, als er begann, seiner Freundin mit geschlossenen Augen über das glatte Fell an ihrem Kopf zu lecken.

Jasminwinds Flüstern brachte seine Augenlider zum Flackern und in dem Moment, in dem Wirbelwolke sich an die Lichtverhältnisse gewöhnt hatte, folgte er mit seinem Blick ihrem Signal. Der Stamm des Baums stieg stetig in die Höhe, ein Ende war nicht in Sicht, stattdessen bloß tausende Abzweigungen in kleiner, gebrechlicher werdende Äste. Ihre Welt. Wirbelwolke beäugte erneut das Bernstein ihrer Augen, während sie sprach, richtete seine Ohren aufmerksam nach vorne. Ihr Schnurren beendete ihren Satz, während der Kater weiter verträumt in ihrem Blick versank. „Wunderschön...“, säuselte der Kater und bemerkte erst nach ein paar Herzschlägen, dass er sie noch immer anstarrte. Er zuckte etwas zusammen und wendete seinen Blick wieder der malerischen Landschaft zu, um ihr zu zeigen, was er meinte. Etwas nervös betrachtete er sie aus dem Augenwinkel, um zu prüfen, ob sie bemerkt hatte, wie komisch er war, doch er sah bloß, wie die kleine Kriegerin ihr Maul zu einem intensiven Gähnen aufriss und Wirbelwolkes Nase fing sofort an zu kitzeln. Er nickte bloß, als sie vorschlug, sich auf den Weg zu machen, denn die Idee eines warmen Nests, in dem er sich ausruhen konnte, klang für ihn aktuell sehr verlockend. Geduldig beobachte er, wie Jasminwind sich rührte und geschickt vom Baum gleiten ließ und mit einem leichten Nicken an sich selbst, setzte auch der silberne Kater zum Sprung an. Nach unten zu kommen sollte kein Problem sein, oder? Der silberne Kater duckte sich leicht und wackelte kurz mit seinem Hinterteil, bevor er in einem Satz vom Baum in das feuchte Moosbett sprang. Unten angekommen schüttelte er sich kurz etwas und folgte dann seiner Freundin zu der Höhle, in der er das frische Moos gefunden hatte. Erst jetzt bemerkte er, dass die Gerüche des Waldes in den Baumkronen viel befreiter waren vom Duft der modrigen Erde, was es einem erleichterte, feine Nuancen zu bemerken. Die Welt war oben einfach anders und gerade für  Jasminwind, die sich normalerweise recht tief über der Erde fortbewegte, war das alles sicher ziemlich befreiend. Während Wirbelwolke sinnlose Gedanken dachte, hatte die gemusterte Kätzin bereits Moos aus dem Versteck gerupft und ihm zwischen die Beine gelegt. Ihm entging nicht, dass die Kätzin ihm anscheinend zuvorgekommen war, nachdem sie bemerkt hatte, dass der Kater das Gefühl des Moos‘ zwischen seinen Krallen nicht mochte und als er ihr danken wollte, schnurrte die Kriegerin plötzlich lobende Worte, die an ihn gerichtete waren. Stolz auf mich..? Der Krieger verbot sich den Mund, denn er wollte nicht weiter schlechte Laune verbreiten, doch er konnte nicht anders, als innerlich an ihren Worten zu zweifeln. Ich bin nicht mutig… Er schenkte seinem Gegenüber einen schüchternen Blick, kämpfte gegen sich selbst an, legte seine Ohren an seinen Kopf, fand jedoch nicht die richtigen Worte. Jasminwind schien jedoch auch keine Antwort zu fordern, stupste ihn bloß ermutigend an und widmete sich ihrem Fang, bevor sie aufbrach. Einen Moment lang blickte Wirbelwolke ihr nach, wusste nicht wohin mit seinen Gefühlen, doch dann machte auch er sich ebenfalls auf den Weg – Moos zwischen seinen Zähnen.

tbc.: WolkenClan-Lager


Erwähnt
Jasminwind, Ahornstern
Angesprochen
Niemanden
Ort
Am Lagereingang

tl;dr
Kommt im Lager an und bekommt gerade noch mit, wie Ahornstern zum Aufbruch zur Großen Versammlung auffordert.


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