Warrior Cats - das RPG
Warrior Cats - die Welt der Katzen.
Tritt dem DonnerClan, WindClan, FlussClan, SchattenClan, WolkenClan oder dem BlutClan bei und führe ein Leben als Krieger!
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Warrior Cats - das RPG

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Hierarchie
DonnerClan
Anführer: Honigstern
2.Anführer: Sonnenflamme
Heilerschüler: Enzianpfote

FlussClan
Anführer: Hirschfänger
2.Anführer: Rußpelz
Heiler: Kauzflug

WindClan
Anführer: Sturmstern
2.Anführer: Rostkralle
Heiler: Milanschrei

SchattenClan
Anführer: Mohnstern
2.Anführer: Gewitterbrand
Heiler: Abendhimmel

WolkenClan
Anführer: Ahornstern
2.Anführer: Dunstwirbel
Heiler: Tränenherz
Heilerschüler: Regenwolke

BlutClan
Anführer: Djinn
2.Anführer: -
"Heiler": Emerald
"Heilerschüler": Lotta

Das RPG
Jahreszeit:
Blattfrische

Tageszeit:
Monduntergang [18.08.]

Tageskenntnis:
Kräftige Sonnenstrahlen scheinen vom wolkenfreien Himmel hinab und lassen so langsam auch die letzten Schneeflecken schmelzen, schaffen eine gute Abhilfe gegen die kräftigen Windböen, die regelmäßig über die Territorien pusten. Dafür ist der Boden an vielen Stellen matschig und so einige größere und kleinere Pfützen haben sich gebildet. An vielen Stellen sprießen Frühblüher aus der Erde. Auch die Bäume und Sträucher öffnen ihre Knospen, werden immer grüner und dichter bewachsen.


DonnerClan Territorium:
Der Wald blüht wieder auf! Noch sind die Baumkronen nicht so bewachsen, sodass die Sonne ordentlich durch diese hindurch scheinen kann und so den feuchten Waldboden langsam trocknen lässt. Das Unterholz schützt vor dem kräftigen Wind und so einige Beutetiere sind hier unterwegs. Besonders die Vögel kann man wieder zwitschern hören. Die Bäche stehen etwas höher und haben eine recht starke Strömung, die auch eine ausgewachsene Katze mitreißen könnte.


FlussClan Territorium:
Abgesehen von einigen kleineren Schollen ist das Eis auf dem Fluss nun vollkommen geschmolzen. Auch hier steht das Wasser etwas höher, doch nicht so hoch, dass es Grund zur Beunruhigung bieten würde. Tatsächlich scheint dadurch so langsam auch der letzte Schmutz der Zweibeiner wieder weggewaschen zu werden und immer mal wieder kann die Schuppen von kleineren Fischen zwischen den Fluten aufblitzen sehen. Besonders am Ufer ist der Boden feucht und matschig und in den ungeschützten Teilen des Territoriums weht der Wind ordentlich.


WindClan Territorium:
Noch immer ist der Boden hier matschig und rutschig, erschwert die Jagd besonders für unerfahrene Katzen. Ebenso bietet das kahle Hochmoor kaum Schutz vor dem starken Wind, der trotz der Sonnenstrahlen doch noch recht frisch ist. Zwischen den Pfützen und kleinen Rinnsalen, die durch das Schmelzwasser entstanden sind, sprießen allerdings immer mehr Pflanzen aus der Erde und locken die Kaninchen aus ihren Bauen.


SchattenClan Territorium:
Im dichten Nadelwald ist eher weniger von den Sonnenstrahlen zu erkennen, aber dennoch kann man die veränderten Temperaturen spüren und der Wind ist um einiges schwächer. Dennoch sollte man bei der Jagd vorsichtig sein, denn hin und wieder werden die hohen Bäume von starken Windstößen erfasst und wanken bedrohlich. Langsam erwachen die Echsen, Schlangen und Frösche aus der Kältestarre und auch die Nager finden nun wieder mehr Nahrung. Wenn man gut mit dem matschigen Untergrund umzugehen weiß, sollte sich also einiges an Beute für den Clan finden.


WolkenClan Territorium:
Auch hier sind die Bäume wieder dichter bewachsen und trotz der noch immer leicht feuchten Rinde ist das Klettern so um einiges einfacher geworden. Zwar weht auch hier ein kräftiger Wind, doch kehren immer mehr Vögel zurück und so sollte die Jagd nicht allzu schwer fallen. Ebenso stehen die Gewässer auch hier etwas höher und der Boden ist feucht, trocknet allerdings relativ schnell durch die warmen Sonnenstrahlen. Einzig in den etwas dichteren Teilen des Waldes ist der Untergrund noch immer ziemlich rutschig.


Baumgeviert:
In der Senke selbst hat sich durch das Schmelzwasser eine große Pfütze gebildet, die an ihrem tiefsten Punkt einer ausgewachsenen Katze ungefähr bis zum Bauch reicht. Die Eichen wanken leicht im Wind hin und her, die Sträucher blühen nun wirklich auf, und immer wieder kann man kleine Beutetiere am Rand der Lichtung entlang huschen sehen.


BlutClan Territorium:
Immer häufiger trifft man hier auf Zweibeiner und ihre Hunde, die die Sonnenstrahlen genießen wollen, wie es scheint. Allerdings bringen sie bei ihren Ausflügen auch immer häufiger etwas Beute mit, wovon sie oftmals Reste zurücklassen. Auf den Straßen haben sich Pfützen gebildet und neben ihnen laufen kleine Rinnsale. Ebenso steht auch der Schwarzstrom etwas höher und fließt schneller als gewöhnlich.


Streuner Territorien:
Hier ist es besonders auf dem offenen Gelände ordentlich matschig. Viele Pfützen zieren den Untergrund, sodass man wohl kaum trockene Pfoten behalten kann. Der Wind weht auch hier kräftig, in den bewaldeten Teilen, die immer grüner werden, ist es allerdings etwas geschützter und selbst hier scheinen die Sonnenstrahlen durch die Baumkronen hindurch. Auch die Beute zeigt sich immer häufiger und länger, scheint ebenfalls von den warmen Temperaturen hervorgelockt zu werden.


Zweibeinerort:
Die Zweibeiner verbringen immer mehr Zeit in ihren Gärten und auch die Hauskätzchen werden von den Sonnenstrahlen immer häufiger aus ihren Nestern gelockt. Natürlich ist auch der Boden hier matschig und von Pfützen bedeckt, wodurch diejenigen, die sich das Fell nicht schmutzig machen wollen, vermutlich immer noch vor längeren Ausflügen zurückschrecken.

 

 Die Hochfelsen und der Mondstein

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BeitragThema: Re: Die Hochfelsen und der Mondstein   Die Hochfelsen und der Mondstein - Seite 30 EmptyMi 06 Jul 2022, 18:56




DonnerClan | Krieger | #028 | *Toyhouse*
Mehr oder weniger aufmerksam beobachtete er Buntpfote dabei, wie er versuchte zu jagen. Ohne vorheriges Training vermutlich wirklich nicht so leicht. Im selben Moment fragte er sich, ob er sich jemals bereit fühlen würde einen eigenen Schüler zu unterrichten. Bisher sah er sich selbst nicht in der Position dafür, verband damit anderen etwas beizubringen keinerlei positive Gefühle. Ob sich das irgendwann ändern würde? Immerhin wollte er ja auch die Chance kriegen es besser als sein Vater zu machen. Vehement schüttelte Falkenschwinge den Kopf, seufzte leise und richtete sich dann wieder auf, um ein wenig in Bewegung zu bleiben. Es war wirklich noch verdammt kalt.

Das der Schüler tatsächlich mit Beute zu ihm zurückkommen würde überraschte den goldbraunen Krieger einen Augenblick, doch nickte er lediglich anerkennend und registrierte die Begeisterung, die von Buntpfote ausging, durchaus. Für ihn schien das wirklich eine große Sache zu sein. Die Zeit schien an den Hochfelsen irgendwie anders zu vergehen, denn irgendwie kam es ihm nicht besonders lange vor, bis seine Schwester wieder zu ihnen stieß. Irritiert blickte er einen Augenblick gen Himmel. Wann war die Sonne denn aufgegangen? Die Gedanken abschüttelnd blinzelte er Honignase an, neigte sich ihrer Berührung entgegen und schnippte ihr mit dem Schweif gegen die Flanke. Jetzt war er froh bereits gegessen zu haben, denn so konnte er seine Schwester in Ruhe beobachten, während er Buntpfote das übrige Beutestück zuschob. Was sie wohl gesehen hatte? Hatte der SternenClan ihr etwas über Toxinstern erzählt? Wusste sie, wo er war? Vielleicht konnte er auf dem Rückweg ein paar Worte mit ihr wechseln, bevor sie dem Clan das Geschehene vermittelte.

Auch, wenn der Krieger es niemals laut zugeben würde und sich lieber selbst dem SternenClan anschließen würde, anstatt diese Frage wirklich laut zu stellen. Irgendwo fragte Falkenschwinge sich, ob Honignase ihren Eltern begegnet war. Das Thema Familie war für den relativ jungen Kater schwer – nach außen hin tat er immer so, als würde es ihn gar nicht interessieren und doch konnte er sich nicht vollkommen davon abwenden. Die Wunden waren zu tief und seine Neugier zu groß, schien seine Schwester doch eine ganz andere Sicht auf ihre Eltern zu haben als er. „Hast du etwas erfahren können?“ Fragte er trotzdem, während er bereits dabei war aufzustehen und seinen Rücken zu strecken, um die Stille zu durchbrechen. Ihm war klar, dass es Dinge gab, über die sie nicht mit ihnen sprechen durfte. Nicht einmal mit ihm. Und doch würde er nicht aufhören sie mit solchen Dingen zu nerven. Wer wäre er denn, wenn er plötzlich anfangen würde Autoritäten anzuerkennen?

"the warrior who's a bit too fast"
Erwähnt: Honignase, Buntpfote
Angesprochen: Honignase

Tldr: Die Nacht vergeht und sie essen gemeinsam vor dem Aufbruch.





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BeitragThema: Re: Die Hochfelsen und der Mondstein   Die Hochfelsen und der Mondstein - Seite 30 EmptySa 09 Jul 2022, 02:40


Honigstern
» as i continue to grow, i've learned not to regret the choices i've made. «

#076 / steckbrief / donnerclan anführerin

Überrascht blinzelte Honigstern ihren Schüler an, blickte dann auf die Maus hinab, die er vor ihren Pfoten abgelegt hatte. Sie schnurrte leise. “Vielen Dank, Buntpfote! Hast du die selbst gefangen?”
Noch während sie sprach beugte sie sich zu der Beute hinab und schnupperte daran, musste sich zurückhalten, ihre Zähne nicht sogleich in das noch warme Fleisch zu schlagen. Kurz schloss sie die Augen und dankte dem SternenClan für diese Beute, dann kauerte sie sich nieder und begann eilig, die Maus zu verspeisen.
Falkenschwinges Frage ließ sie kurz innehalten. Honigstern zuckte mit den Ohren, legte den Kopf einen Moment lang schief, und nickte dann schließlich. “Ich weiß jetzt, was zu tun ist. Wie die Zukunft des DonnerClans aussieht”, meinte sie in einem bedachten Tonfall. Einen Augenblick lang war sie sich nicht sicher, ob sie ihren beiden Begleitern jetzt schon mitteilen sollte, dass der SternenClan sie zur neuen Anführerin des DonnerClans gemacht hatte. Doch wie genau sollte sie das ausdrücken?
Während sie nachdenklich auf einem Stück Beute kaute, überlegte sie auch, was genau sie dem Clan bei ihrer Rückkehr mitteilen würde. Sollte sie ihnen sagen, dass Toxinstern noch am Leben war, doch selbst der SternenClan nicht wusste, wo er sich aufhielt? Honigstern wünschte sich, ihr wäre diese Frage noch eingefallen, bevor sie sich von ihren Kriegerahnen verabschiedet hatte. Nun war es jedoch zu spät und sie würde sich die Frage selbst beantworten müssen. Ebenso wie die Entscheidung, wer nun die Rolle des Stellvertreters einnehmen sollte. Wie hatte Toxinstern sich damals nur für sie entscheiden können, gab es doch so viele Katzen, die den Posten mehr als verdient hatten?
Nachdem sie fertig war, fuhr sie sich genüsslich mit der Zunge über die Schnauze, befreite so ihre Schnurrhaare auch von den letzten Resten der Beute. Mit ihrem Magen gefüllt fühlte sie sich auch gleich noch kräftiger. Langsam erhob sie sich wieder auf die Pfoten, streckte den Rücken einmal durch und verscharrte dann die Überreste der Beute im Gebüsch. Dann, nach einem prüfenden Blick zum Himmel hinauf, wandte sie sich wieder Falkenschwinge und Buntpfote zu.
“Ich habe den Clan lange genug alleine gelassen. Vor Mondhoch sollten wir zurück im Lager sein, sodass ich den neuen Zweiten Anführer rechtzeitig ernennen kann”, fügte sie noch hinzu, sah dabei flüchtig zu ihrem Bruder hinüber, um seine Reaktion aufzufangen.
Erneut streckte sie sich, warf noch einen letzten Blick über die Schulter zurück zu den Hochfelsen, und setzte sich dann in Bewegung. Zurück in Richtung des Territoriums des DonnerClans, wo ihr Clan auf sie wartete, die neue Anführerin.

tbc: Lager / Territorium des DonnerClans


Erwähnt: Falkenschwinge, Buntpfote, Toxinstern
Angesprochen: Falkenschwinge, Buntpfote

TL;DR
Isst die Maus, die Buntpfote ihr anbietet und gibt kryptische Antworten auf Falkenschwinges Frage. Überlegt außerdem, was genau sie jetzt dem Clan sagt und wer der neue Stellvertreter wird. Bricht dann zurück ins Lager auf.




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BeitragThema: Re: Die Hochfelsen und der Mondstein   Die Hochfelsen und der Mondstein - Seite 30 EmptyMo 11 Jul 2022, 20:50



Buntpfote

Post #013 || Schüler || Steckbrief


Der junge Schüler beobachtete wie Honignase - oder doch Honigstern? - die Beute entgegen nahm welche er ihr hingeschoben hatte. Stolz hob er den Kopf, prahlte aber nicht denn ihm war wohl bewusst das das was er getan hatte kein jagen gewesen war. "Ja! Also... Um ehrlich zu sein war es wohl mehr dem SternenClan zu danken... Und Falkenschwinge denn er hat die Maus wahrscheinlich aufgescheucht." Seine Ohren zuckten als er seiner Mentorin eine ehrliche Antwort gab, ein wenig peinlich war es ihm ja schon, aber es gab keinen Grund dazu denn immerhin hatte er noch keinerlei Training gehabt. Jetzt wo er so drüber nachdachte, machte sich auch die fehlende Ausdauer bemerkbar, das Adrenalin hatte sich großteils gelegt und langsam aber sicher schoss die Müdigkeit in seinen Knochen hoch. Ob er den Weg zurück überhaupt schaffen würde? Musste er zwangsläufig, aber er würde wohl totmüde ankommen - er erinnerte sich aber daran das er seinen Brüdern erzählen musste was er hier gesehen hatte - dieser Ort war besonders, das bemerkte selbst er. Man fühlte sich anders je näher man dem Eingang der Höhle kam, es fühlte sich kalt aber sogleich auch warm an. Aus den Gedanken wurde Buntpfote erst von Honignases Stimme gerissen als diese Falkenschwinge antwortete, das sie nun wisse wie die Zukunft des Clans aussah und er war zuversichtlich das Honignase genau wusste was sie tat. Die nächsten Worte die die Kätzin nach einer Zeit der Stille verließen, ließen ihn aufhorchen. Einen zweiten Anführer ernennen? Seine Augen leuchteten auf und wo zuvor bereits Bewunderung war, wuchs diese nur noch mehr. Seine Mentorin war eine starke Katze und wohl sein größtes Vorbild - und nun schien sie wahrhaftig Anführerin zu sein! Fast schon schwoll seine Brust vor stolz an, wohlwissend das er sich nur umso mehr anstrengen würde um sie zu beeindrucken. "Honigstern..." Seine Stimme war nur ein wispern, ob Honigstern und Falkenschwinge es gehört hatten wusste er nicht, wenn nicht war es aber auch kein Drama. Leicht lächelnd aber auch mit einem großen gähnen lief er schließlich hinter seiner Mentorin her gen Zuhause.

tbc: DonnerClan Lager






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BeitragThema: Re: Die Hochfelsen und der Mondstein   Die Hochfelsen und der Mondstein - Seite 30 EmptySa 16 Jul 2022, 19:15




DonnerClan | Krieger | #029 | *Toyhouse*
Aus irgendeinem Grund war Falkenschwinge angespannt. Seine Schnurrhaare zuckten unruhig, während sein Blick aufmerksam auf dem Körper seiner Schwester lag. Irgendetwas hatte sich an ihr verändert. Ihre Haltung? Die Art, wie sie aß? Wirkte ihr Fell weicher als sonst? Das Band, welches sie verband fühlte sich anders an. Es war nicht verschwunden, doch überkam ihm das unangenehme Gefühl, dass sie begann an einen Ort zu gelangen, an den er ihr nicht folgen konnte. Einen Ort, an den er ihr nicht einmal folgen könnte, wenn er es wollte. Immer hatten sie versucht ehrlich zueinander zu sein, auch wenn er niemals in der Lage sein würde ihr von den Dingen zu erzählen, die ihr Vater ihm angetan hatte. Aber nun wirkte sie... fast ein wenig reserviert. Als müsste sie ihre Worte ihm gegenüber abwägen, um nichts zu sagen, was er nicht wissen durfte. Der Umstand versetzte ihm einen leichten Stich, doch schüttelte er mit einem leisen Schnauben den Kopf.

Auch jetzt wirkte sie übermäßig nachdenklich und nicht das erste Mal an diesem Tag fragte er sich, was genau sie gesehen hatte. Und wem sie begegnet war. Doch erneut verließ diese brennende Frage nicht seinen Mund. Er war sich nämlich nicht sicher, wie er auf die folgende Antwort reagieren würde. Demnach sprang er auf die Pfoten, streckte seinen erkalteten Körper und versuchte seine Muskeln ein wenig zu erwärmen, um ihm den Weg zurück zum Lager einfacher zu machen. Dabei spürte er erneut das Kribbeln in seinem Nacken, als sein Blick zum Ahnentor schwenkte. Hinter sich hörte er, wie die gefleckte Kätzin sich ebenfalls erhob, sie würden nun also wirklich den Rückweg antreten. Und aus irgendeinem Grund war ihm das, was sie folgend zu ihnen sagte bereits bewusst, bevor die Worte wirklich bei ihm angekommen waren. Vermutlich hatte er es schon gewusst, als sie aus der Höhle getreten war. Vielleicht sogar schon vor ihrem Aufbruch.

Also nickte er nur, schenkte Honign... Honigstern sein breitestes Lächeln, wenn auch sein Herz immer noch schwer schlug. Das war etwas, womit er sich auseinandersetzen musste, allerdings war nun wirklich nicht die richtige Zeit dafür. Nun war es an der Zeit zu zeigen, wie stolz ihr kleiner Bruder auf sie sein konnte. Dementsprechend riss er sich zusammen, strich an seiner Schwester vorbei und stieß sie sanft mit der Schulter an, bevor er an ihrer Seite in Richtung des DonnerClan-Lagers aufbrach.

tbc. DonnerClan - Lager

"the warrior who's a bit too fast"
Erwähnt: Honignase
Angesprochen: //

Tldr: Denkt nach und bricht mit den anderen auf.





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BeitragThema: Re: Die Hochfelsen und der Mondstein   Die Hochfelsen und der Mondstein - Seite 30 EmptySa 16 Jul 2022, 23:12




o Brombeerstern o

WolkenClan | Anführer | männlich | #563


WoC Lager ->
Brombeerstern sagte eine Weile nichts, denn er konzentrierte sich vollkommen auf den Weg. Wann war er das letzte mal bei den Hochfelsen gewesen? Es musste mehr als ein Jahr her sein.
Das Territorium des WindClans war äußerst schlammig, weshalb seine Beine bald nur noch braun waren.
“Ein Glück, dass unsere Bäume dafür sorgen, dass der Boden zusammenhält”, kommentierte er an Ahornblatt gewandt.
Es dauerte noch eine ganze Weile, bis sie die Hochfelsen erreichten, doch Brombeerstern sprach nicht viel. Er war viel zu sehr in Gedanken darüber versunken, was als nächstes passieren würde.
Als sie bei den Hochfelsen ankamen, blieb er einen Moment stehen und betrachtete das beeindruckende Gestein. Er hatte sich nie gefragt was dahinter lag und auch jetzt galt sein Interesse nur dem, was in seinem Rücken auf ihn wartete.
“Ich war nicht viel älter als du, als ich für meine Anführerzeremonie hierher kam”, miaute er nachdenklich und lächelte dann leicht. “Bist du aufgeregt? Ich muss zugeben, ich bin nicht so ruhig wie ich dachte.”
Er zuckte belustigt mit den Schnurrhaaren.
“Vielleicht liegt es daran, dass ich selbst nicht weiß was mit mir passieren wird. Aber ich bin sicher der SternenClan wird mir sagen, was zu tun ist.”
Mit seinem Schweif bedeutete er ihr, ihm zu folgen und betrat dann den Tunnel. An einigen Abzweigungen wurde er langsamer, um zu überlegen, welcher Weg der richtige war. Schließlich ging er nicht jeden Halbmond zu den Hochfelsen, wie die Heiler. Doch er entschied sich immer für die richtige Abzweigung, denn nach einer Weile öffnete sich der Tunnel zu einer Höhle, in der Mitte: der Mondstein. Bereits jetzt glitzerte er leicht im Mondlicht. Sobald es Mondhoch war, würde das Leuchten den gesamten Hohlraum ausfüllen.
Nun trat er jedoch zur Seite und blickte sich lächelnd nach seiner Tochter um. Den Mondstein zu sehen war immer etwas besonderes.


Erwähnt: -
Angesprochen: Ahornblatt
Ort: WoC Lager -> Neutrale Gebiete | Hochfelsen und Mondstein


Zusammenfassung: TEXT

Code by Moony, angepasst Esme,
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-> Charakter Relations

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BeitragThema: Re: Die Hochfelsen und der Mondstein   Die Hochfelsen und der Mondstein - Seite 30 EmptySo 17 Jul 2022, 11:15



Ahornblatt

Look, one day, you’re going to have to open up and understand that some cats really do want to help you, and that they can be trusted.

WolkenClan Zweite Anführerin #177

Coming from: WolkenClan Lager [WoC Territorium]

Ahornblatt sagte nichts, weil ihr Vater es auch nicht tat. Stattdessen konzentrierte sie sich auf ihre Atmung, sowie auf ihre Umgebung. Das WolkenClan Territorium zu beschreiten war ihr nie schwergefallen, doch nun fürchtete sie sich etwas vor ihrer Rückkehr. Was wäre, wenn der SternenClan sie doch ablehnte? Zwar wollte die Zweite Anführerin den Anblick hier genießen, diesen Anblick nutzen und ihn als "Den letzten Moment als Zweite Anführerin im WolkenClan Territorium" benennen. Doch wenn irgendetwas schief ging, würde sie als Zweite Anführerin zurückkehren...
Der Weg durch das DonnerClan Territorium war nicht sonderlich spektakulär, den Weg zur Großen Versammlung, immer am Fluss entlang, hatte sie schließlich öfter schon beschritten. Erst als sie nach ihrem strammen Marsch auf das Hochmoor gerieten, rissen sich ihre Augen bewundernd auf. Eine weite Ebene erstreckte sich vor ihren Pfoten und erst weit in der Ferne konnte sie einen Donnerweg erkennen. Kühler Wind schlug ihr entgegen, doch Ahornblatt ließ sich von diesem nicht beunruhigen. Stattdessen genoss sie es, ihn so frei zu spüren. Das WindClan Territorium war für sie zwar nicht so wunderbar wie das des WolkenClans, doch sie konnte durchaus nachvollziehen, warum Katzen hier leben wollten.
Schlammig war es allerdings trotzdem, damit hatte ihr Vater allerdings recht. Dafür war es ruhig, doch es hätte sie auch gewundert, um diese Zeit noch einer Patrouille zu begegnen.

Sobald die Hochfelsen sich in der Dunkelheit abzeichneten, blieb die Zweite Anführerin für einen kurzen Moment stehen und keuchte überrascht. Diese Gesteine waren riesig! Sie konnte kaum die Spitze von ihnen erkennen, so weit höher waren sie. Ehrfurcht und Demut ergriffen die Kätzin. Im Gegensatz zu diesem Ort, der hier gestanden hatte, bevor es Clans gegeben hat, und der hier stehen würde, wenn die Zeit der Clans endete, kam sie sich nun vollkommen unbedeutend vor. Der Anblick riss sie mehr zu Boden, als alles andere, was sie je erlebt hatte.
"Die Aufregung kommt langsam", miaute Ahornblatt mit gedämpfter Stimme. Die Hochfelsen zu sehen, fesselte sie noch immer. "Bis eben habe ich mir nicht erlaubt, aufgeregt zu sein... eher nervös."
Aufregung würde schließlich suggerieren, dass sie es kaum erwarten konnte.

Schließlich erklommen sie einige Gesteine und Ahornblatt erblickte das Ahnentor, dass sich dunkel im Gestein befand. Sie konnte nichts erkennen, was sich dahinter befand, und spürte sofort, dass eine neue Sorge in ihr aufkam. Sie hatte noch nie einen solch engen Gang betreten, geschweige denn so eine Dunkelheit erlebt.
Hinter Brombeerstern betrat Ahornblatt die beunruhigende Dunkelheit und spürte, wie ihre Atmung augenblicklich flacher wurde. Dennoch kam es ihr so vor, als würde sie ein leises Wispern hören, als würden ihre Pfoten von jemandem anderen geleitet werden. Waren die SternenClan Katzen hier? Begleiteten sie ihre letzten Schritte bis zur größten Ungewissheit ihres bisherigen Leben?
Als der Gang so schmal wurde, dass sie mit den Schnurrhaaren die Seiten des kalten Gesteins spürte, musste Ahornblatt gegen plötzliche Panik ankämpfen und sich zurückhalten, um nicht in ihren Vater zu laufen. Da der Gang wenig später deutlich breiter wurde, atmete die Kätzin erleichtert auf und als sie wenig später einen Windhauch spürte, wäre sie beinahe tatsächlich in ihren Vater gelaufen.
Der Tunnel mündete in eine dunkle Höhle, nur leicht benetzte das Mondlicht diesen Ort. Doch von wo? Ahornblatt sah sich verwirrt um, bis sie an der Decke der Höhle ein Loch erblickte. Da ihr Vater ihr einen Blick zuwarf, spürte sie gleich, wie ihr Herzschlag sich erhöhte. Etwas würde passieren, das wusste sie.
Ahornblatt fühlte sich plötzlich bereit, für alles, was geschehen würde. Bereit und entschlossen.
I trust cats.

Angesprochen: Brombeerstern
Erwähnt: Brombeerstern
Zusammenfassung: Durchquert das WolkenClan, DonnerClan und WindClan Territorium, um mit Brombeerstern die Hochfelsen zu erreichen. Ist eigentlich von jedem Anblick begeistert, doch besonders die Hochfelsen beeindrucken sie. Fühlt sich unwohl im Tunnel zum Mondstein und wartet nun darauf, dass etwas mit dem Mondstein passiert.



~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~

Even when everything seems to be lost...
...there is hope.
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BeitragThema: Re: Die Hochfelsen und der Mondstein   Die Hochfelsen und der Mondstein - Seite 30 EmptyMo 18 Jul 2022, 21:04




o Brombeerstern o

WolkenClan | Anführer | männlich | #564


Sobald der Mond sich über das Loch in der Decke schob, und das Licht den Stein berührte, erfüllte ein Leuchten die Höhle. Brombeerstern holte tief Luft, trat aber noch nicht sofort nach vorne.
Es war nicht so, als hätte er plötzlich Bedenken, doch er wollte diesen Moment speichern, denn er war sicherlich etwas besonderes. Seine neuer Lebensabschnitt, von dem er vor einem halben jahr nicht zu träumen gewagt hatte. Aber auch Ahornblatts neuer Lebensabschnitt.
Dein Schicksal ist mein Schicksal, dachte er mit einem kleinen Lächeln, obwohl er natürlich hoffte, dass sie niemals so schwer an ihrem Posten tragen musste wie er in den letzten Monden.
“Komm”, miaute er zu ihr und schritt dann vor, um sich vor dem Mondstein hinzukauern.
“Du berührst den Stein mit deiner Nase und schließt die Augen. Der SternenClan wird dich zu sich rufen”, erklärte er und drückte seine eigene Nase gegen den kalten Stein. Er fröstelte leicht, als die Kälte in seine Schnauze zog, blinzelte und öffnete die Augen.

Er befand sich im Grasland, dass dem WolkenClan Territorium ganz ähnlich sah. Vor Brombeerstern stand die beeindruckende Gestalt von Wolkenstern, der ihn sanft anlächelte.
“Alter Freund, du hast dich also entschieden”, miaute der weiße Kater bedächtig.
Brombeerstern hob leicht das Kinn an und sah den Anführer entschlossen an.
“Ich habe mich entschieden. Ich habe auf mein Herz gehört, wie du gesagt hast”, bestätigte er und lächelte dann leicht. “Ich weiß… dass ich dem WolkenClan nicht mehr das geben kann, was er verdient. Und ich weiß, dass er bei Ahornblatt in guten Pfoten ist.”
Um sich herum, aber in einiger Entfernung konnte er weitere Katzen sehen, die im Gras standen oder kauerten. Eine saß sogar auf einem Ast. Der Kater erkannte sofort, dass es sich bei ihnen um die Katzen handelte, deren Leben er noch hatte.
“Damit Ahornblatt ihre neun Leben erhalten kann, musst du deine abgeben”, miaute Wolkenstern währenddessen. Brombeerstern richtete seine Aufmerksamkeit wieder auf ihn und nickte andächtig.
“So sei es”, miaute er.
Wolkenstern gab den anderen Katzen mit dem Schweif ein Zeichen und trat dann mit ihnen auf Brombeerstern zu. Er legte seine Schnauze auf dessen Stirn. Brombeerstern schloss für einen Moment die Augen. Zunächst passierte nichts, dann spürte er einen leichten Sog, als ihm, so musste es sein, ein Leben entzogen wurde, das ihm vom SternenClan geliehen worden war.
Der Getigerte keuchte überrascht, da es sich ganz anders anfühlte, als die Leben zu erhalten. Es tat nicht weh, aber es fühlte sich auch nicht an, als würde er etwas verlieren.
Nacheinander traten die umstehenden Katzen zu ihm, legten ihre Schnauzen auf seine Stirn und wiederholten das Verfahren, wobei er sich für die kleine Ginsterjunges auf den Boden kauern musste.
Spatzenpelz, die er seit seiner Anführerzeremonie nicht mehr gesehen hatte, gab ihm sogar ein freches Zwinkern. “Ich hoffe ‘Vernunft’ hat dir gut gedient”, miaute sie und trat dann zurück.
Zuletzt blieb er alleine stehen und sah, noch immer staunend, zu den umstehenden Katzen.
Wolkenstern erhob nun wieder das Wort.
“Brombeerstern, du hast deinem Clan treu gedient, doch nun ist deine Zeit als Anführer beendet. Von nun an sollst du wieder als Brombeerpelz bekannt sein”, verkündete er.
Und dann, nur zu seinem Gegenüber, mit einem Lächeln, dass von seiner ehrlichen Freude zeugte: “Möge dein restlicher Pfad erleuchtet sein und erfüllt von dem Glück, dass du dir so sehr wünschst.”
Brombeerpelz, das war er nun. Er fühlte sich so frei, als wäre er zuvor von einer Last erdrückt worden. Wann hatte er sich das letzte mal so gefühlt?
“Ahornblatts Körper wird gerade für ihre Zeremonie vorbereitet”, sagte Wolkenstern. “Bald ist es soweit. Möchtest du zuschauen?”
Brombeerpelz nickte, zu sehr von verschiedenen Emotionen erfüllt, um etwas zu sagen, und folgte dem Anführer.


Erwähnt: SternenClan Katzen
Angesprochen: Ahornblatt, SternenClan Katzen
Ort: Neutrale Gebiete | Hochfelsen und Mondstein


Zusammenfassung: Erklärt Ahornblatt das Vorgehen. Spricht im Sternenclan zu Wolkenstern und gibt seine Leben ab. Wird von Wolkenstern dazu eingeladen, bei Ahornblatts Zeremonie zuzuschauen.

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BeitragThema: Re: Die Hochfelsen und der Mondstein   Die Hochfelsen und der Mondstein - Seite 30 EmptyDi 19 Jul 2022, 16:00



Ahornstern
WolkenClan Anführerin
Sometimes accepting help is harder than offering it.

178
Angespannt erwartete Ahornblatt das, was als nächstes Geschehen würde. Das Herz der jungen Kätzin schlug härter als gewohnt, während ihr gelber Blick auf dem kalten Gestein lag. Der Mondstein wirkte mit dem wenigen Licht unscheinbar, nahezu bedeutungslos. So wie sie sich bedeutungslos gefühlt hatte, als sie vor den Hochfelsen zum Stehen gekommen war. Doch sie waren beide hier, an einem Ort, den nur die wenigstens Katzen zu Gesicht bekamen. Sie waren beide nicht bedeutungslos, sondern beide wichtig für die Ereignisse, die in den Clans auf diese Änderung hin folgen würden.
Plötzlich ergoss sich das Mondlicht so in die Höhle, dass der Mondstein zu leuchten begann. Ahornblatt konnte sich einen Ausruf gerade so verkneifen, doch ihre Schnauze stand trotzdem geöffnet, während sie den Anblick verarbeitete. War es der Stein, der leuchtete? Oder gab er das Licht zurück? Was auch immer es war, es war ein Anblick, den die Zweite Anführerin so nie wieder sehen würde. Vielleicht würde sie ihre Ahnen noch einmal aufsuchen und um Rat bitten, doch diesen Anblick zum ersten Mal zu genießen, würde immer etwas anderes sein, als wiederholt herzukommen.
Als Brombeerstern sie dazu aufforderte, auf den Mondstein zu zutreten, versuchte die Zweite Anführerin, ihre Augen geöffnet zu halten. Das Licht blendete zwar, doch bis sie neben dem Stein lag, wollte sie alles sehen, was es zu sehen gab. Was würde passieren, wenn sie den Stein berührte? Die Erklärung ihres Vaters klang schlüssig, dennoch war Ahornblatt nervös. Was bedeutete es, vom SternenClan gerufen zu werden?
Nervös beobachtete die rote Kätzin, wie ihr Anführer sich niederließ und seine Nase gegen den Stein drückte. Es schien ihr, als wäre er sofort eingeschlafen, denn seine Atmung veränderte sich augenblicklich. Zögernd ließ sie sich daraufhin selbst nieder und zwang sich dazu, ihren Vater nicht zu berühren. Stattdessen atmete sie tief ein, schloss die Augen und reckte die Schnauze, bis sie das kalte Gestein fühlte.
Ich bin bereit.

Kälte breitete sich augenblicklich im gesamten Körper der Kätzin aus, doch egal wie sehr sie dagegen ankämpfte, das lähmende Gefühl wollte sie nicht verlassen. Für einige Momente krallte sich Furcht in ihr Herz, doch Ahornblatt nahm es sich zur Aufgabe, gegen diese Angst anzukämpfen. Wenn alles gut verlief, dann würde sie die Anführerin ihres Clans werden. Furcht durfte sie auf diesem Weg nicht begleiten, denn es war an der Zeit, dass sie für ihren Clan alles gab und das am Besten ohne Furcht.
Trotzdem konnte Ahornblatt nicht anders, als nach einiger Zeit zu hinterfragen, ob nicht doch etwas schief gegangen war. Sie wusste nicht, wie lange sie in der Kälte lag und damit kämpfte, zum Licht zu gelangen und sich aufzuwärmen. Hatten Tränenherz und Regenwolke sich vielleicht doch vertan? Vielleicht war es nie ein Ahornblatt gewesen, dass hier her kommen sollte. Vielleicht hatten sie ja Ginkgoblatt gemeint oder... oder Kleeblatt!
Nach einigen Herzschlägen hielt Ahornblatt in ihren Gedanken inne und spitzte die Ohren. Etwas war anders. Sie konnte Wind an ihrem Pelz fühlen, hörte das Rascheln von Laub, gemischt mit einem Geräusch, dass sie noch nie gehört hatte. So als würden federleichte Pfoten über den Boden schweben.
Keuchend öffnete Ahornblatt die Augen, erwartete sogleich, sich am Mondstein wiederzufinden. Der Gedanke war allerdings äußerst töricht, denn am Mondstein gab es keine Blätter. Hatte sie sich die ganze Reise nur einbildet?
Überrascht riss die Kätzin ihre Augen noch weiter auf. Sie war nicht am Mondstein, auch nicht im WolkenClan Lager. Sie lag mitten im Baumgeviert. Die Kälte hatte ihren Körper nicht verlassen, doch so langsam bekam die Kätzin das Gefühl, dass es so auch richtig war. Ehrfürchtig erhob sich Ahornblatt, ließ ihren Blick nach links und nach rechts schweifen. Der Großfelsen befand sich gleich hinter ihr, wie sie schnell feststellte. Noch nie hatte sie diesen Ort so friedlich gesehen.
Langsam glitt ihr Blick zum Silbervlies, dass noch nie so klar wie jetzt über ihr am Himmel war. Ahornblatt bildete sich ein, sie könne jeden der Sterne klar erkennen. Doch ein Rascheln lenkte sie davon ab, noch weiter dorthin zu blicken. Stattdessen flog ihr gelber Blick zum Rand der Senke, dorthin, wo der WolkenClan immer das Baumgeviert betrat. Ein kräftiger Kater mit weiß-grauem Fell stand am Rande der Senke. Seine grünen Augen funkelten entschlossen und als sich ihre Blicke trafen, empfand Ahornblatt sogleich das Gefühl, dass sie sich vertraut waren. Doch egal wie angestrengt sie überlegte, ihr wollte nicht einfallen, wer dieser Kater war.
Nordstürmer?
Der Krieger ihres Clans stand nicht vor ihr, dafür sahen die beiden Katzen sich nicht ähnlich genug. Dennoch kam ihr die Ausstrahlung bekannt vor.
Ist das... Wolkenstern?
Die Erkenntnis sickerte langsam zu ihr vor, doch sie konnte nichts anderes damit tun, als zu warten. Tatsächlich war Ahornblatt nicht in der Lage, sich von der Stelle zu bewegen, so als wäre sie zu Gestein erstarrt. Bevor sie in Panik ausbrechen konnte, bemerkte sie jedoch, dass der Kater sich auf sie zu bewegte. Erleichtert atmete Ahornblatt aus, als Brombeerstern sich hinter ihm in die Senke schob. Obwohl ihr Vater dort, am Rande der Lichtung, sitzen blieb und lediglich erfreut zu ihr blickte, gab ihr seine Anwesenheit Kraft. So glücklich wie er aussah, schien alles geklappt zu haben.
»Willkommen, Ahornblatt«, erhob der fremde Kater endlich seine Stimme. Ruhe breitete sich in ihrer Brust aus, als der Kater sprach und sie wusste, dass sie sich in sicheren Pfoten befand. »Wir haben bereits auf dich gewartet.«
Wir?
Ahornblatt keuchte auf, als sie seinem Blick zum Silbervlies folgte. Die Sterne bewegten sich, erzeugten ein Geräusch, dass sie nie zuvor gehört hatte. Obwohl es unzählige von Katzen waren, deren Pelze mit Sternen bedeckt waren, waren ihre Bewegungen leise und schenkten ihr Ruhe für das, was als nächstes bevorstand. Schnell glitt ihr Blick über die Katzen, die sich im Baumgeviert niederließen, und entdeckte vertraute Gesichter vergangener Zeit. Ihr Pelz kribbelte, als alle Ahnen des WolkenClans ihre Blicke auf sie richteten.
»Brombeerstern ist nicht mehr, doch Brombeerpelz ist zum WolkenClan zurückgekehrt. Bist du bereit, deine neun Leben in Empfang zu nehmen?«
Es war, als würde eine Katze zu ihr sprechen, eine Stimme: die Stimme des SternenClans. Denn es waren alle Ahnen, die ihr diese Frage stellten, doch ihre Stimmen vereinten sich zu einem Klang. Ehrfürchtig nickte sie und warf Brombeerpelz einen flüchtigen Blick zu. Sie war soweit und sie war bereit, ihren Vater stolz zu machen, seinen Clan in ihre Pfoten zu nehmen und ihn durch gute sowie schlechte Zeiten zu führen.
Eine Bewegung setzte sich in die Ahnen. Während der mysteriöse Kater auf seiner Stelle stehen blieb, war es eine andere Katze des SternenClans, die sich aus der Menge löste und sich den Weg zu ihr bahnte. Beinahe hätte Ahornblatt ein Geräusch von sich gegeben, dass wie eine Mischung aus Freude und Trauer geklungen hätte. Diesen orangeroten Pelz würde Ahornblatt auch in hunderten von Blattwechseln noch erkennen.
»Flammensturm«, keuchte Ahornblatt und wünschte sich, dass sie sich nach der langen Trennung an ihre Mutter kuscheln konnte. Sie hatte nicht einmal ihre Schülerernennung miterleben können.
Doch Flammensturm antwortete nicht. Stattdessen betrachtete sie ihre Tochter mit einer Liebe, die sie selbst lange nicht mehr gesehen hatte, doch es war eine Liebe, die sie selbst immer dann verspürte, wenn sie mit ihren Jungen sprach.
Die Kätzin drückte Ahornblatt die Nase auf die Stirn und augenblicklich spürte diese, wie ein heißes und kaltes Gefühl durch ihren Körper brannte.
»Mit diesem Leben gebe ich dir Humor«, erklärte ihre Mutter mit gedämpfter Stimme. Ahornblatts Augen funkelten, als sie die Stimme der Kätzin hörte. Sie hatte vollkommen vergessen, wie ihre Mutter geklungen hatte. »Nutze ihn, um schwere Zeiten mit einem guten Gefühl zu überstehen und deinem Clan auch in Zeiten der größten Not ein Lächeln zu schenken.«
Immer mehr Energie setzte sich in ihrem Körper frei, je länger Flammensturm sprach.  Sie hätte sich erschrocken, hätte sie nicht lächeln wollen. Dieses Gefühl war ihr vertraut, fühlte sich gut an, schenkte ihr gute Laune. Gute Laune, die sie mit dem Clan teilen wollte.
Bevor sie noch etwas sagen konnte, war Flammensturm wieder in der Menge verschwunden. Freude erfüllte ihre Brust, als sie zwei vertraute Gestalten bei ihrer Mutter erblickte: Dornenpfote und Wurzeljunges. Seid ihr stolz auf eure Schwester?
Ahornblatt fragte sich unwillkürlich, ob die beiden ihr auch ein Leben geben würden, denn sie hätte nur zu gerne ihre Schnauze an ihre gepresst. Allerdings verschwanden die drei zwischen den Ahnen, sodass sie keine Möglichkeit mehr hatte, ihre verlorene Familie länger zu betrachten.
Dafür wurde ihr allerdings klar, dass jemand vor ihr stand. Überrascht senkte sie den Blick und betrachtete ein kräftiges, dunkelgraues Junges, dessen Augen in verschiedenen bunten Farben zu ihr hinauf leuchteten. Anthrazitjunges. Die kleine Kätzin hatte mit ihrer Familie in der Kinderstube gelebt, als Ahornblatt selbst auch eine Königin gewesen war. Die ganze Familie war nun Teil des SternenClans.
So als könne sie nicht über ihren eigenen Körper entscheiden, senkte sie ihren Kopf zu Anthrazitjunges herab und spürte, wie das Junge seine Nase an ihre Stirn presste. Erneut erfüllte das heißkalte Gefühl sie, das in jede Faser ihres Körpers sickerte.
»Mit diesem Leben gebe ich dir Geduld«, miaute die kleine Kätzin und Ahornblatt staunte, denn ihre Stimme klang so, als hätte sie es bis ins Kriegeralter geschafft. Die Weisheit des SternenClans floss durch dieses Junge. »Deine Pfoten waren schon immer unruhig, doch es wird Zeiten geben, wenn du zur Ruhe kommen musst, um deinen Entscheidungen freien Lauf zu geben. Gib dem WolkenClan und auch dir selbst Zeit.«
Eiskalt stachen spitze Steine in ihren gesamten Körper und zerrten sie zurück, so als wäre sie gerade durch das WolkenClan Territorium gerannt, nur um zurückgehalten zu werden. Das Gefühl beunruhigte die Kätzin für einige Herzschläge, doch je ruhiger sie wurde, desto leichter fiel es ihr und schließlich verschwanden die spitzen Steine.
Noch sieben weitere.
Ahornblatt hatte sich nicht verabschieden können, da stand auch schon eine reinweiße Kätzin mit langem Fell vor ihr. Gelbe Augen blickte ihr entgegen, die so liebevoll leuchteten, wie es bei kaum einer Katze vergleichbar war. Zwar erkannte sie die Kriegerin nicht sofort, doch sie konnte in ihren Gedanken den Namen "Distelflamme" hören, so als würde ihr gesagt werden, wem sie gegenüberstand.
»Vor langer Zeit wurde ich dem Clan durch die Krallen des BlutClans entrissen«, hob Distelflamme an und Ahornblatt spürte, dass ihr diese Geschichte bekannt war. Sie hatte die Kriegerin nicht lange erlebt, da war dieses Unglück bereits geschehen.
Als Distelflamme ihre Nase auf Ahornblatts Stirn legte, bemühte diese sich darum, keine Anspannung zu zeigen. Sie vertraute dem, was diese Katze ihr zu sagen hatte, schließlich hatte sie genug Misstrauen und Leid in ihrem Leben erfahren müssen. Das heißkalte Gefühl brannte besonders unangenehm in ihrem Körper.
»Mit diesem Leben gebe ich dir Vertrauen in den SternenClan«, raunte Distelflamme. »Dein Blick wandert oft zum Silbervlies, doch dein Verstand ist voller Zweifel. Sei dir immer bewusst, dass deine Ahnen dir zur Seite stehen, selbst wenn du weit von den Territorien entfernt bist und keine Hoffnung in Sicht zu sein scheint. Baue auf deine Ahnen und sie werden immer bei dir sein.«
Ahornblatt keuchte durch aufeinander gepresste Zähne hindurch, als sie spürte, wie eine aussichtslose Kälte ihren Körper packte, fast so, als würde sämtliche Luft aus ihren Lungen gepresst werden. Sie wollte schreien, doch sie hatte keine Stimme, um etwas zu sagen. Stattdessen spürte sie, wie ein heißes Gefühl sie packte, so als würde sie jemandem ins Gesicht blicken, dem sie ihr Leben anvertraute.
Sie werden immer bei mir sein.
In ihrem Schmerz hatte Ahornblatt ihre Augen geschlossen. Als sie diese jetzt öffnete, stand eine Kätzin vor ihr, die Brombeerpelz unglaublich ähnlich sah. Ihre Blicke kreuzten sich und Ahornblatt erkannte, dass es ihre eigenen Augen waren.
Mondsichel.
Vor dieser Kätzin zu stehen, gab ihr sofort das Gefühl, im Vertrauen von Familie zu sein. Es fühlte sich richtig an, dieser Kriegerin ins Gesicht zu blicken, und sogleich wünschte sich Ahornblatt, sie hätte sagen können, wer die Kriegerin wirklich gewesen war. Vermutlich war sie verstorben, bevor sie selbst überhaupt geboren worden war.
Die Kriegerin legte ihr die Schnauze auf die Stirn und Ahornblatt machte sich auf das gefasst, was folgen würde.
»Mit diesem Leben gebe ich dir die Fertigkeit, den Ältesten und Erfahrensten in deinem Clan Gehör zu schenken«, hob Mondsichel mit gedämpfter Stimme an. »Du bist jung und hast nicht so viel erlebt, wie viele andere in deinem Clan. Sträube dich nicht davor, bei ihnen um Rat zu bitten. Katzen wie mein Bruder sind jene, die deinen Clan stark machen.«
Bruder? Meint sie Brombeerpelz?
Ahornblatt konnte nicht fragen, denn sie war zu sehr damit beschäftigt, das Leben, dass ihr in diesem Moment zuteil wurde, zu durchleben. Sie spürte ihre eigene Verzweiflung, gemischt mit der Sorge um jeden, der in diesem Moment im WolkenClan Lager lebte. Beinahe hätte sie geknurrt, während sie spürte, wie die Lasten auf ihre Schultern einwirkten und versuchten, sie zu Boden zu ringen.
Doch es wurde leichter, als sie die Ohren spitzte. Als würde sie hören, was zu tun war, schaffte sie es, die Last von sich zu werfen, ganz so, als hätten mehrere Katzen all die Sorgen ergriffen und von ihr hinabgezogen.
Gemeinsam...
Der SternenClan schien ihr eine kurze Pause zu gewähren, denn Ahornblatt hatte genug Zeit, um Mondsichel nachzublicken. Wie sehr sie sich wünschte, sie noch im Clan miterlebt zu haben. Doch sie würde dankbar darüber sein, sie überhaupt kennengelernt zu haben. Wie ihr Vater sich wohl fühlte, in dem Wissen, dass seine Schwester ihr ein Leben gegeben hatte?
Ahornblatt atmete tief ein und das nicht zu früh. Die Menge der SternenClan Katzen setzte sich wieder in Bewegung und dieses Mal schlüpfte eine eindrucksvolle Kätzin aus dieser hinaus. Auch diese kam ihr bekannt vor, doch die Kätzin wusste augenblicklich, dass sie diese nicht selbst erlebt hatte.
Sie sieht aus wie Echohauch.
Dass es sich um die Heilerin Regenlied handelte, war Ahornblatt somit klar. Diese war gestorben, längt bevor sie geboren war. Gestorben, um ihre Söhne auf die Welt zu kriegen. Was Echohauch und Regenwolke wohl denken würden, wenn sie wüssten, dass ihre Mutter ihr begegnet war? Letzterer hatte als Heiler zwar die Möglichkeit, ab und an mit Regenlied in Kontakt zu treten, doch er musste sie trotzdem jeden Tag vermissen.
Regenlied blieb vor Ahornblatt stehen und drückte ihre Nase auf deren Stirn. Das heißkalte Gefühl kehrte zurück, doch sie fühlte sich sicher, wissend, dass die Heilerin hier vor ihr stand.
»Mit diesem Leben gebe ich dir Kraft«, flüsterte die orangeweiße Kätzin. »Nutze sie, um auch die schwersten Entscheidungen zu treffen und ihre Konsequenzen zu tragen. Nutze sie auch, um deinen Clangefährten eine Anlaufstelle für Sorgen zu sein.«
Plötzlich hatte Ahornblatt das Gefühl, unschlagbar zu sein. All die Stärke in ihrem Körper fühlte sich für die ersten Herzschläge so an, als würde sie aus ihrem Körper brechen, doch sie passte sich dieser Kraft an, bis sie sich größer, mächtiger und stärker fühlte. Diese Kraft war in ihrem Kopf, bestand nicht aus Muskeln.
Als das Gefühl abebbte, blinzelten sich die beiden Kätzinnen friedlich an, dann beobachtete Ahornblatt, wie die Heilerin sich von ihr entfernte. Dafür schob sich eine ihr vertraute Gestalt aus der Menge, ein spöttischer Ausdruck auf dem Gesicht. So wie Ahornblatt es nicht anders aus den Lebzeiten der Kriegerin gekannt hatte.
Krallentanz blinzelte zum Gruß und legte ihre Nase auf Ahornblatts Stirn, fast schon so, wie es öfter geschehen war, als die Kätzin noch gelebt hatte. Sie hatte den Geruch ihrer alten Mentorin und Freundin vermisst, doch sie sicher im SternenClan zu wissen, war etwas, das ihr eine neue Art von Ruhe schenkte.
»Mit diesem Leben gebe ich dir mehr von einer Eigenschaft, die du schon oft bewiesen hast: Sturheit.«
War das ein Lachen in Krallentanz' Stimme? Ahornblatt hätte gerne selbst gelacht, doch sie spürte bereits die Wirkung des Lebens in sich aufsteigen.
»Tu das, was du immer getan hast: bleibe hartnäckig. Kämpfe für das, was dir wichtig ist, egal, wie viele Katzen sich dir stellen wollen. Selbst wenn du Fehler machst, dann sind es Fehler, die du lernen musst. Deine Meinung macht dich zu der Kätzin, die du heute bist.«
Entschlossenheit brannte in Ahornblatts Körper und sie spürte das Bedürfnis, für etwas einzustehen, ihre Meinungen laut zum SternenClan hinaus zu rufen. Niemand konnte ihre Pfoten lenken, nur ihre eigenen Entscheidungen taten das, und sie war bereit dazu, genau das zu tun: eigene Entscheidungen treffen.
Ahornblatt brachte zwar kein Wort zustande, auch war sie zu sehr mit den Nachfolgen des Lebens beschäftigt. Dennoch bildete sich ein, dass Krallentanz »Ich bin stolz auf dich« gemurmelt hatte, bevor sie verschwunden war.
Eine schildpattfarbene Katze tauchte vor ihr auf, Feuer im Blick, die Brust geschwellt. Wildfeuer war gekommen, um ihr ein Leben zu geben, und Ahornblatt konnte ihr nicht dankbarer sein. Sie wollte ihren Dank darüber aussprechen, dass die ehemalige Zweite Anführerin ihr und ihrem Sohn das Leben gerettet hatte. Wollte sich für das, was geschehen war, entschuldigen. Doch die Kätzin hob ihren Schweif abwehrend, ganz so, als könnte sie Ahornblatts Gedanken lesen.
»Ich bereue nichts«, erklärte Wildfeuer stumpf und legte ihre Nase auf Ahornblatts Stirn. »Und du wirst auch nichts bereuen.«
Verwirrt zuckten Ahornblatts Ohren, denn die Bedeutung dieser Worte war ihr nicht sonderlich klar.
»Mit diesem Leben gebe ich dir die Fähigkeit, dein Leben ohne Reue zu leben.«
Überrascht riss Ahornblatt die Augen auf, als sie die Worte hörte. Das Gefühl, vollkommen frei zu sein, erfüllte ihren Körper.
»Zwar ist es richtig, zurückzublicken und über vergangene Entscheidungen nachzudenken. Doch lass dich von ihnen nicht zurückhalten oder stark beeinflussen, Ahornblatt! Dein Weg wird sich ebnen, bereue nicht, was du hättest anders machen können, aber erfreue dich daran, aus deinen Fehlern zu lernen und weiterzumachen.«
Alte Zweifel lösten sich von der Kätzin, als sie diese Worte hörte. Sie bereute nicht, gegen die Hunde gekämpft zu haben, sie bereute es auch nicht, ihre Jungen zu haben. Die Entscheidung, ihre neun Leben in dieser Nacht zu empfangen, bereute sie ebenso wenig. Stattdessen glaubte sie daran, dass ihre Entscheidungen sie dorthin führen würden, wo sie ankommen sollte, egal, was geschah. Dieses Wissen brachte ihr Frieden.
Wildfeuer verschwand und überließ ihren Platz einer Katze, die Ahornblatt schon erwartet hatte. Sie hätte es nicht geglaubt, wenn der SternenClan ihr ein Gespräch mit der silbergrauen Schülerin verwehrt hätte.
Blasspfote sah zufrieden aus. Etwas an den federnden Schritten gab Ahornblatt das Gefühl, dass die Kätzin, trotz ihres grausamen Todes, mit diesen Geschehnissen abgeschlossen hatte. Die rote Tigerkätzin senkte ihren Kopf, um der verstorbenen Schülerin einen stummen Gruß zu senden, doch der Blick ihres Gegenübers ließ sie schnell wieder aufgerichtet stehen.
»Dein Sohn wird sich schon gut machen, fürchte dich nicht. Sein Name gefällt mir gut«, flötete die Schülerin und lächelte frech. »Deine Geschichten bereiten mir auch immer eine Freude, doch ich bin gespannt, was du ohne unsere abendlichen Gespräche schaffen wirst.«
Die Nase der Kätzin legte sich auf Ahornblatts Stirn. Was für ein Leben Blasspfote wohl für sie gewählt hatte?
»Mit diesem Leben gebe ich dir Ausdauer«, flüsterte die Kätzin. »Trotz all der Ereignisse, die du miterlebt hast, hast du immer weitergemacht. Der SternenClan gibt dir hiermit zusätzliche Energie, damit du auch in Zukunft weitermachen kannst. Doch vergiss nicht, auch einmal eine Pause einzulegen und dich zu erholen.«
Energie erfüllte Ahornblatts Körper, so viel davon, dass sie das Gefühl hatte, sie könnte losrennen und nie wieder anhalten. Laufen und laufen, so weit, wie sie es noch nie geschafft hatte. Sie könnte jeden Baum des WolkenClan Territoriums erklimmen, ohne ruhen zu müssen. Doch am aller wichtigsten war, dass sie die Energie hatte, um ihren neuen Weg voll und ganz zu beschreiten.
Blasspfote und Ahornblatt sahen sich einige Herzschläge lang an, so lange, bis sich die Kätzin an das neue Leben gewöhnt hatte. Sie würden einander wiedersehen, eines Tages. Doch sie musste nicht mehr zurückblicken und sich für den Kampf mit den Hunden entschuldigen. Das hätte sie nie gemusst, denn es war nicht ihre Entscheidung gewesen, nicht ihr Fehler. Niemand hätte das vorhersehen können.
Jetzt fehlte nur noch ein Leben, ihr neuntes Leben. Erwartungsvoll blickte Ahornblatt zu dem Kater vom Beginn der Zeremonie. Er hatte zugesehen, hatte den anderen den Raum gelassen, den sie gebraucht hatten. Doch nun stolzierte er auf sie zu.
Wolkenstern.
Während der Gründer ihres geliebten Clans auf sie zutrat, konnte sie ihren Blick nicht von seinem abwenden. Sie fühlte sich geborgen, doch wusste um die Ernsthaftigkeit dieser Situation, denn das waren die Emotionen, die er ausstrahlte. Ahornblatt war beruhigt bei dem Gedanken, dass Wolkenstern ihr seinen Clan in die Pfoten legen würde.
»Ahornblatt, wir Anführer tragen die Verantwortung für unseren Clan und müssen immer wieder schwere Entscheidungen treffen, doch manchmal stellen sie sich als falsch heraus.«
Ahornblatt konnte nicht mehr in Erinnerung rufen, wie oft sie an diesem Ort das Wort "Entscheidung" gehört hatte. Doch am Ende war das nichts, was sie störte. Tatsächlich war sie dankbar dafür, vom SternenClan so viele Wege erhalten zu haben, um mit den ganzen Entscheidungen fertig zu werden. Ihr Blick blieb zuversichtlich auf Wolkenstern gerichtet, der einen Moment lang schweigsam geworden war. Etwas in seinem Gesicht sagte ihr, dass er über etwas nachdachte, dass er selbst erlebt hatte.
»Ich möchte dir hiermit also das Leben der zweiten Chancen geben. Sie zu geben, aber sie auch zu erhalten. Vergiss nie, dass die Katzen deines Clans ebenso sehr ihre Chance verdienen wie du.«
Ahornblatt fuhr zusammen, als sie Wolkensterns Nase auf ihrer Stirn spürte. Das Leben war zwar recht sanft, doch die Hoffnung und Dankbarkeit, die sie durch dieses empfand, waren so schwerwiegend, dass sie erst einmal mit ihren Emotionen fertig werden musste. Gerne hätte sie diesem Kater noch etwas gesagt, doch sie brachte kein Wort hervor, während ihr Körper sich an diesen Zustand gewöhnte.
»Es wird keinen leichten Weg aus einer schlechten Entscheidung heraus geben, also kann ich dir nur raten immer eine Pfote vor die andere zu setzen und weiter zu machen. Dein Clan wird dir folgen, wenn du ehrlich und gerecht handelst.«
Dankbar neigte Ahornblatt den Kopf und hoffte, dass sie seinen Rat nie vergessen würde. Sie mochte ihre Clangefährten haben, doch wer würde sie so unterstützen, wie ihre Ahnen es gerade taten?
Damit trennten sich ihre Wege jedoch. Ahornblatt bildete sich ein, dass Wolkenstern ihrem Vater noch die Worte »Brombeerpelz, mein alter Freund, ich hoffe, es verbleiben noch viele Monde, bevor wir uns hier begrüßen dürfen.« zu warf, doch da es ein Moment zwischen diesen alten Freunden war, wollte sie nicht nachhaken oder länger darüber nachdenken.
Ahornblatt hatte es geschafft. Neun Leben waren nun Teil von ihr geworden und sie konnte spüren, wie diese ihr Kraft und Energie schenkten, um ihrem Clan als Anführerin entgegen zu treten. Stolz funkelten ihre Augen und kurz warf sie ihrem Vater einen Blick zu. Es fehlte nur...
Eine Bewegung ging durch die Menge aus SternenClan Katzen. Mit pochendem Herzen wandte sich Ahornblatt wieder ihren Ahnen zu. Wolkenstern stand allen voran einige Schwanzlängen von ihr entfernt und blinzelte ihr ernst zu, während ein Lächeln seine Lippen umspielte. Auch alle anderen SternenClan Katzen betrachteten sie ernst.
»Nun grüße ich dich mit deinem neuen Namen, Ahornstern.«
Wolkensterns Worte erhoben sich klar über das Baumgeviert.
»Dein altes Leben ist nicht mehr. Du hast jetzt die neun Leben eines Anführers empfangen und der SternenClan gewährt dir und dem WolkenClan auf ewig sein Geleit. Behüte deinen Clan, sorge für Jung und Alt, ehre deine Ahnen und das Gesetz der Krieger und lebe jedes Leben voller Stolz und Würde.«
Ahornstern spürte, wie ihr Nackenfell bei den Worten kribbelte. Der SternenClan hatte sie vollends akzeptiert und ihr Weg war der Weg des WolkenClans. Im Stillen schwor sie, ihre Leben gut einzusetzen und diejenigen des SternenClans, die ihr dieses Geschenk gemacht hatten, stolz zu machen. Genauso, wie sie ihren Vater stolz machen würde.
»Ahornstern! Ahornstern!«
Das Jubeln der SternenClan Katzen ließ ein Lächeln auf ihrem Gesicht erscheinen, und ohne ein Wort lauschte sie dem Gesang ihrer Ahnen. Nun war sie Ahornstern.
Ahornstern und Brombeerpelz.

Wie lange Ahornstern nach der Zeremonie noch im SternenClan verweilte, konnte sie nicht sagen. Doch als sie langsam erwachte, konnte sie das Rufen ihrer Ahnen noch immer hören.

Angesprochen » Flammensturm | Alle anderen indirekt
Erwähnt » Brombeerstern /-pelz, Tränenherz, Regenwolke, Ginkgoblatt, Kleeblatt, Nordstürmer, Wolkenstern, Flammensturm, Dornenpfote, Wurzeljunges, Anthrazitjunges, Distelflamme, Mondsichel, Echohauch, Regenlied, Regenwolke, Krallentanz, Wildfeuer, Blasspfote
Zusammenfassung » Erhält ihre neun Leben und ihren Anführernamen vom SternenClan.

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BeitragThema: Re: Die Hochfelsen und der Mondstein   Die Hochfelsen und der Mondstein - Seite 30 EmptyDo 21 Jul 2022, 17:05




o Brombeerpelz o

WolkenClan | Ältester | männlich | #565


Von seiner erhöhten Position aus beobachtete er voller Stolz und Staunen, wie sie seine Tochter ihre neun Leben erhielt.
Als er sie so sah, zusammen mit Flammensturm, kamen ihm für einen Moment die Tränen. Und da war auch Regenlied und Wildfeuer und sogar die junge Blasspfote.
Brombeerpelz hatte wirklich befürchtet, dass er vielleicht doch noch Reue empfinden würde, doch er war einfach nur glücklich mit sich. Und noch mehr mit Ahornblatt… nein,
"Ahornstern, Ahornstern!", rief er mit den SternenClan Katzen zusammen. Und als Ahornsterns Traum endete, endete auch seiner.

Brombeerpelz erwachte beim Mondstein, sein Körper steif von der Kälte, doch in diesem Moment hatte er anderes im Kopf.
"Ich bin so stolz auf dich", schnurrte er, als er sich zu seiner Tochter drehte und seine Stirn gegen ihre drückte.
Mondhoch war vorbei, weswegen es in der Höhle sogar noch dunkler war als bei ihrer Ankunft. Zur Dämmerung würde es noch düsterer werden. Doch er sah Ahornstern erwartungsvoll an und erst, als sie auch zum Aufbruch bereit schien, steuerte er den Tunnel an, der sie ins Freie führen würde.
“Wie fühlst du dich?”, fragte er, während er durch den Tunnel ging, mit einem deutlichen Lächeln in der Stimme. Nach seiner eigenen Zeremonie vor vielen Monden hatte er sich voller Kraft und Energie gefühlt, aber zugleich auch die Verantwortung gespürt. Ein ermächtigendes Gefühl.
Jetzt waren seine Schritte leicht, obwohl er natürlich noch immer humpelte, aber es war deutlich dass er aus hieraus ebenfalls Kraft zog. Eine andere.
Der Kater hätte nie gedacht, diesen Moment mit seiner Tochter teilen zu können, von Katze zu Katze. Wäre es verlaufen wie bei der Norm, hätte er im SternenClan zurückbleiben müssen…
-> Wasserfall


Erwähnt: diverse SternenClan Katzen
Angesprochen: Ahornstern
Ort: Neutrale Gebiete -> Wasserfall (Grenze)


Zusammenfassung: Erlebt Ahornsterns Anführerzeremonie. Ist super stolz und happy. Tritt den Rückweg an.

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Zuletzt von Stein am Fr 22 Jul 2022, 14:49 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Hochfelsen und der Mondstein   Die Hochfelsen und der Mondstein - Seite 30 EmptyFr 22 Jul 2022, 14:34



Ahornstern
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179
Die Höhle war dunkel als Ahornstern blinzelnd die Augen öffnete. Wo der Mondstein sie gerade noch geblendet hatte, war nun wieder das kalte Gestein. Hatte sie so lange geschlafen? Die Zeremonie hatte sich so angefühlt, als hätte sie nur ein Bruchstück eines Tages angedauert, nicht die halbe Nacht.
Nachdenklich richtete die neue Anführerin des WolkenClans ihren Blick hoch zum  Loch in der Decke. Zwar war der Himmel über ihnen noch dunkel, doch sie konnte die Dämmerung bereits ausmachen. Ihre Schwanzspitze zuckte leicht, als sie an den langen Weg zum Lager dachte. Zwar strömte eine Energie, die ihr noch vertraut werden musste, durch ihren Körper und sie wusste, dass der Weg ihr keine Probleme bereiten würde. Dennoch war der Weg für Brombeerpelz unmöglich ein leichter.
Brombeerpelz... daran werde ich mich noch gewöhnen müssen.
Ruhig drehte Ahornstern ihren Kopf in die Richtung ihres Vaters und lächelte, als sie sein Schnurren hörte. Sanft presste sie ihre Stirn an seine und rieb kurz mit ihrem Kopf über seinen hinweg. Die Berührung war vertraut, aber dennoch fremd. Sie fühlte sich so viel größer und stärker, während sie nun das Alter ihres Vaters wahrnahm, obwohl er immer noch größer gewachsen war als sie. Ob er es auch spürte? Ob es ihn störte? Hatte er immer noch einen klaren Blick auf seine Clangefährten gehabt, so wie sie nun an klarer Sicht gewann?

Mit wenig Mühe erhob sich die rote Kätzin auf ihre Pfoten und ließ ihren Blick ein letztes Mal über die Höhle des Mondsteins gleiten. Ob sie je wieder hier auftauchen würde? Ahornstern dachte an Distelflamme und das Vertrauen an ihre Ahnen, dass sie nun in sich verspürte. Vielleicht würde sie es ja tatsächlich tun, sollte sie nicht weiterwissen. Aber dafür hatte sie erst einmal ihren Clan und ihren Zweiten Anführer.
Meinen Zweiten Anführer, den ich noch gar nicht habe.
Die Anführerin leckte sich kurz über die Lippen, dann wandte sie sich vom Mondstein ab und folgte ihrem Vater in den Tunnel. Genau wie bei ihrer Ankunft fühlte sie sich nicht sonderlich wohl in diesem, doch als sie Brombeerpelz' Frage hörte, war sie etwas von diesem beklemmenden Gefühl abgelenkt.
»Anders«, antwortete Ahornstern und atmete tief ein. Dann legte sich ein Lächeln auf ihre Lippen. »Ich habe mich schon immer ganz wohl mit mir gefühlt. Aber die Stärke, die ich jetzt in meinem Körper spüre, ist aufregend und ich kann es kaum erwarten, sie zu benutzen.«
Als sich Ahornstern vom Ahnentor entfernte, seufzte sie und blickte in die Ferne. Vor ihr lagen die Felsen und weiteren Gesteine der Hochfelsens, bis hinab zum Donnerweg, den sie bereits einmal überquert hatten. Allerdings lag dieser still da, so als wollte kaum ein Monster um diese Zeit auf die andere Seite.
»Du solltest noch etwas fressen, bevor wir aufbrechen«, miaute Ahornstern sanft an Brombeerpelz gewandt. Der Kater hatte nun, ohne die Leben, nicht mehr so viel Energie um ohne Fressen den ganzen Weg zurückzulegen. Außerdem roch es hier verlockend nach Beute und da es bis zum WolkenClan Territorium noch ein ganzes Stück war, wäre es keine gute Idee, unterwegs zu jagen.

»Wasserfall [WiC x FC Grenze]

Angesprochen » Brombeerpelz
Erwähnt » Brombeerpelz, Distelflamme †
Zusammenfassung » Verlässt den Mondstein und die Hochfelsen und bricht mit ihrem Vater Richtung WolkenClan auf.


Embrace others for their differences, for that makes you whole.
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BeitragThema: Re: Die Hochfelsen und der Mondstein   Die Hochfelsen und der Mondstein - Seite 30 EmptyMo 15 Aug 2022, 22:02


Hirschfänger


FlussClan꧂Anführer꧁Post #081

c.f. FlussClan Lager

Den ganzen Weg durch das Territorium des FlussClans behielt Hirschfänger sein straffes Tempo bei. Er gab keinen Laut von sich. Sein Blick war eisern nach vorne gerichtet, während das Trommeln ihrer Pfoten durch den von der Schneeschmelze aufgeweichten Boden gedämpft wurde. Das Schmatzen, das zwischendurch entstand, wenn er oder Asterlied die Pfote in eine besonders matschige Stelle setzten, hallte in seinem Kopf wieder.
Er wurde erst langsamer, als sie sich dem Fluss näherten. Aufmerksam betrachtete er das nahe Ufer und watete schließlich an einer Stelle in das Wasser, an dem die Wiese flach in das Flussbett überging. Hirschfänger war dankbar für die Kälte, die ihm augenblicklich entgegen schwappte. Sie war noch zu präsent, um sich längere Zeit in dem Gewässer aufzuhalten. Aber in der Zeit, die der braune Kater brauchte, um an die andere Seite zu gelangen, lichtete sie das Wirrwarr aus Emotionen und verschaffte ihm etwas mehr Klarheit.
Nachdem sie den Fluss hinter sich gebracht hatten und sie sich nicht mehr auf Uferhöhe befanden, kamen sie schneller voran. Dennoch hatte der Mond sich bereits ein sichtbares Stück in Richtung seiner höchsten Stelle am Himmel geschoben.
Hirschfänger musste die Augen zusammen kneifen, kaum dass sie das Territorium des FlussClans hinter sich gelassen hatten und die weiten Flächen des Hochmoores betraten. Mit der Zeit im Nacken und dem Wind, der ihnen auf den flachen Ebenen ins Gesicht blies, kam es ihm vor, als würde sich die restliche Strecke bis zu den Hochfelsen Ewigkeiten ziehen.
Erst als er sie riesig vor sich aufragen sah, gelang es ihm, die Anspannung ein Stück weit fallen zu lassen. Neben einer Ansammlung von einigen Steinen, zu Fußen des Ahnentors, blieb Hirschfänger stehen und sah ehrfürchtig zu dem Eingang in dem massiven Fels. “Es ist wirklich beeindruckend”, hauchte er leise, halb an seine Begleitung gewandt. Der Krieger hatte, wie er selbst, bis jetzt noch keine Gelegenheit gehabt, diesen Ort aus der Nähe zu betrachten. Eine ganze Weile ließ Hirschfänger die beeindruckende Erscheinung auf sich wirken. Schließlich drehte er sich zu Asterlied um und neigte den Kopf. “Ich danke dir für deine Begleitung mein Freund. Es ist gut, nicht alleine hierher gekommen zu sein.” Hirschfänger seufzte leise. Von der Schlacht am Breiten Strom bis zu diesem Augenblick, hatte er ein ganzes Durcheinander an Emotionen hinter sich. Aber jetzt, wo er kurz davor war, den dunklen Tunnel zu betreten, zu dem das Ahnentor den Eingang bildete, wurde er nervös. Er verstand nun, wieso es für gewöhnlich die Heiler waren, die die zukünftigen Anführer ihres Clans hierher begleiteten. Sie besuchten diesen Ort jeden Neumond, um sich mit dem SternenClan die Zunge zu geben und hatten so eine Sicherheit an diesem Ort, wie sie kein anderer haben konnte. “ Aber den letzten Rest muss ich alleine gehen. Warte hier auf mich, ja?” Er schnippte Asterlied mit der Spitze seines Schweifes freundschaftlich gegen die Schulter, bevor er sich umdrehte, zielstrebig das Ahnentor durchschritt und sich in den dunklen, beklemmenden Tunnel dahinter schob.

RedenAndereDenken

Code by Kedavra


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BeitragThema: Re: Die Hochfelsen und der Mondstein   Die Hochfelsen und der Mondstein - Seite 30 EmptyGestern um 00:34


Hirschfänger


FlussClan꧂Anführer꧁Post #082

Doppelpost genehmigt!

Mit jedem Schritt, den Hirschfänger weiter in die Hochfelsen vordrang, wurde die Dunkelheit immer tiefer, immer undurchdringlicher und das trotz des Mondes, der diese Nacht hell leuchtete. Die Seiten des Tunnels, die schon am Ahnentor bedrängend gewirkt hatten, schienen immer weiter zusammenzurücken und ließen ihm immer weniger Platz, bis seine Schnurrhaare an beiden Seiten den Stein berührten. Sorge kam in ihm auf. Was, wenn er nicht hindurch kommen konnte? Was, wenn der Weg zum Mondstein unbegehbar geworden war, weil irgendwas den Tunnel versperrte? Sein Herz schlug schneller und er glaubte, keine Luft mehr zu bekommen. Sein Atem stockte, die Kälte um ihn herum schien alles in sich aufzusaugen.
Dann war es vorbei. Der Gang öffnete sich, wurde wieder breiter und nur ein Stück weiter ging er fließend in eine vom Mondlicht durchflutete Höhle über. Überrascht riss Hirschfänger seine Augen auf. Dieser Ort war die Verbindung der Clans zu ihren Ahnen, hier kamen die Anführer und Heiler her, wenn sie Antworten brauchten. Natürlich war er etwas Besonderes. Seit sie das FlussClan Lager verlassen hatten, hatte er sich vorzustellen versucht, wie es wohl sein würde, das Ahnentor zu durchschreiten und an den Mondstein zu treten, um dem SternenClan gegenüberzutreten. Das hier überstieg seine Vorstellungskraft bei weitem.  
Durch eine Öffnung in der Höhlendecke fiel das Licht des Mondes und brachte den Mondstein, einen großen Kristall in der Mitte der Höhle, zum Leuchten. Überall im Mondstein brach sich das Licht und verteilte sich von dort aus überall in der Höhle, berührte die kalten Steinwände und hüllte sie tanzend in einen silbernen Schein.
Hirschfänger musste seinen Blick auf seine Pfoten senken und seine Augen halb schließen, um nicht geblendet zu werden. Selbst sein Pelz wurde von dem Mondlicht eingehüllt und sah aus, als würde es kalt glühen.
Was nun? Nicht zum ersten Mal diese Nacht wünschte er sich, dass Kauzflug ihn doch hätte begleiten können. Der Heiler wusste mit Sicherheit, was er tun musste. Aber Hirschfänger hatte in diesem Moment im Angesicht des Mondsteins keine Begleitung. Er war alleine.
Vorsichtig, als würde ein zu schneller oder zu stark aufgesetzter Schritt die ganze Höhle wie eine wunderschöne Illusion in sich zusammenfallen lassen, näherte Hirschfänger sich dem leuchtenden Stein. So wie er leuchtete…er war doch sicher zumindest warm, oder? Der zweite Anführer konnte sich nicht zurückhalten. Noch bevor er die Gelegenheit hatte, darüber nachzudenken, was er gerade tat, streckte er seinen Hals und berührte den Mondstein mit seiner Nase. Als würde er einen alten Freund begrüßen. Oh, er hatte sich ja so geirrt. Das war der letzte Gedanke, der ihm durch den Kopf schoss, bevor die Kälte wie eine riesige Welle seinen Körper erfasste, ihn ausfüllte und ihm schließlich das Bewusstsein nahm.
Als Hirschfänger das nächste Mal einen Gedanken wahrnahm, konnte er weder seine Augen öffnen, noch sich bewegen. Er wollte den Kopf heben, aber es ging nicht. Er wollte mit dem Ohr zucken, wie er es immer tat, wenn er seine Gefühle und Emotionen nicht in Worten ausdrücken konnte. Aber auch das ging nicht. Panik stieg in ihm auf. Wie lange war er weg gewesen? War Mondhoch womöglich schon vorbei und er hatte seine Chance auf ein Gespräch mit den Ahnen vertan? Konnte so etwas überhaupt geschehen? Er war doch rechtzeitig am Mondstein gewesen. Das Bild des silbern leuchtenden Kristalls tauchte vor seinem inneren Auge auf. Ganz eindeutig musste der Mond an seiner höchsten Stelle stehen, damit er den Stein überhaupt erreichen konnte. Logisch. Deswegen war es auch von so großer Bedeutung gewesen, dass er vor Mondhoch, die Hochfelsen erreicht hatte. Der Mondstein funktionierte nur, wenn er leuchtete?
Irgendwo rechts von ihm raschelte es. Es war genau das gleiche Geräusch, das auch entstand, wenn sich eine Katze durch den Schilfwall in das FlussClan Lager schob. Wenn ER selbst sich in das FlussClan Lager schob.
Hirschfänger riss die Augen auf und zuckte augenblicklich zurück. Er war nicht mehr in der Höhle mit dem Mondstein. Er durchquerte auch nicht auf mysteriöse Weise den Schilfwall, um das Lager des FlussClans zu betreten. Er lag am Rande einer Lichtung, so viel konnte er erkennen. Zu seiner rechten Seite rauschte ein Fluss, der die offene Grasfläche flankierte und schließlich zwischen den Bäumen verschwand. Wo auch immer er sich befand, Hirschfänger kannte diesen Ort nicht.
Plötzlich streifte eine sanfte Brise durch seinen Pelz und abermals ertönte ein Rascheln neben ihm. Dieses Mal jedoch verklang das Rascheln nicht einfach zwischen den Bäumen, sondern es wurde zu einem unterschwelligen Rauschen, das von überall zugleich zu kommen schien. Die Sternen am Himmel setzten sich in Bewegung und schwebten in Spiralen gen Boden. Hirschfänger hielt den Atem an, die ersten kurz über dem Boden aufzugehen schienen wie Blütenblätter, die vom Wind in den Fluss geweht worden waren.
Zunächst nur wenige, aber dann war die ganze Lichtung erfüllt von blühenden Sternen. Es dauerte einige Herzschläge, bis Hirschfänger erkannte, dass sich dort, wo die Sterne in feinen, leuchtenden Staub zerfielen, Gestalten von Katzen abzeichneten. Je mehr Sterne fielen und je mehr Gestalten sich aus ihnen formten, desto mehr wich die Nervosität von ihm. Die Sorgen, die er sich kurz zuvor noch gemacht hatte, ebbten ab.
Für einige Augenblick schien es, als würde die Menge an Sternen, die sich vom Himmel lösten, nie enden wollen. Doch gerade als Hirschfänger sich fragte, wie die ganzen Gestalten, die sich aus ihnen formen würden, auf die Lichtung passen sollten, wurden es immer weniger.
An die Stelle des Rauschens trat ein Geflüster. Hirschfängers Blick huschte unruhig zwischen den Katzen hin und her. Auf den ersten Blick schienen sie leibhaftig, wie er selbst. Aber das waren sie nicht. Ihr Pelz bestand aus kleinen Lichtern und auf eine seltsame Art und Weise wirkten sie durchscheinend. Irgendwie nicht real. SternenClan Katzen? Hirschfängers Ohren zuckten unruhig. Das Geflüster wurde immer lauter und klarer, bis es sich zu einer einzigen Stimme verbunden hatte. Einer Stimme aus vielen.
“Willkommen Hirschfänger
Die Begrüßung jagte dem zweiten Anführer ein Schauen über den Rücken. Die Worte wurden zwischen den Katzen wie ein Echo hin und her geworfen und verhallten zwischen ihnen.
Als schließlich eine Gestalt von all den anderen löste, stockte Hirschfänger abermals der Atem. Es war ein großer, kräftiger Kater mit hellgrauem Pelz, der an den Beinen in einem Tigermuster verschwamm. Seine grünen Augen funkelten Hirschfänger entgegen, als er auf ihn zutrat. Der zweite Anführer wollte etwas sagen, doch ihm blieben die Worte in der Kehle stecken. Respektvoll neigte er den Kopf vor dem Gründer seines Clans. Flusssterns Schnurrhaare zuckten belustigt und er blieb genau vor ihm stehen. “Du musst dich nicht vor mir verneigen Hirschfänger. Du bist heute hier, um deine neun Leben und deinen Namen als neuer Anführer des FlussClans in Empfang zu nehmen, und als solcher solltest du den Respekt der anderen einfordern. Nicht umgekehrt.” Der Graue tat einen letzten Schritt auf ihn zu und neigte seinen Kopf, um mit seiner Nase Hirschfängers Stirn zu berühren. Augenblicklich spürte dieser, wie ein ekelhaftes, zehrendes und klares Gefühl durch seinen Körper strömte, gleich dem Gefühl, das er es spüren würde, würde er durch das Eis des zugefrorenen Flusses brechen. Ihm wurde schlecht und nur mit Mühe konnte er verhindern, dass er sich übergeben musste.
“Mit diesem Leben gebe ich dir Weitsicht”, erklärte Flussstern und in seiner Stimme schien eine erdrückende Weisheit mitzuschwingen, die Hirschfänger nicht fassen konnte. “Du musstest am eigenen Leib erfahren, dass einfache Entscheidungen, die zunächst unbedeutend erscheinen, große und mitunter schmerzhafte Auswirkungen haben können. Sei dir diesem Umstand bewusst, wenn du selbst Entscheidungen triffst.” Das Gefühl, das er bereits empfunden hatte, als Flussstern die Nase gegen seine Stirn gelegt hatte, schien mit einem Mal übermächtig zu werden. Seine Beine gaben unter ihm nach und er musste sich zusammenkrümmen, um es ertragen zu können. Er würgte und kniff die Augen zusammen. Sollte die Leben, die er bekam, ihm nicht helfen? Dieses hier fühlte sich wie eine Bürde an. Als würde er zu viel wissen und das kommende trotzdem nicht verhindern können. War das, wie sich Flussstern zu seinen Lebzeiten gefühlt hatte? Aber wieso?
Es dauerte einige Herzschläge, bis Hirschfänger sich wieder in der Lage sah, sich einigermaßen auf den Beinen zu halten. Blinzelnd öffnete er die Augen und rappelte sich langsam auf. Erst als er wieder stand, wurde ihm bewusst, dass Flusssternbereits zwischen den anderen Katzen verschwunden war.
An der Stelle des FlussClan Gründers trat eine schneeweiße Kätzin mit buschigem Schweif und dunkelbrauner Vorderpfote. Mit ihrer aufrechten Haltung und ihren federnden Schritten, wirkte sie unbeschwert. Zugleich strahlte sie aber ein einnehmendes Selbstbewusstsein und Stärke aus. Er erkannte sie nicht sofort, aber als er schließlich einem Namen zuordnen konnten, hellte Erkenntnis sein Gesicht auf. Möwenfeder lautete der Name der Kätzin, die zu Flusssterns Zeiten zweite Anführerin des FlussClans gewesen war. Kaum kam ihm der Name in den Sinn, fragte er sich, wie er ihn hatte vergessen können. Er hatte sie als eine der besten Kriegerin ihrer Zeit und herausragende Stellvertreterin in Erinnerung. Aber es stimmte auch, dass sie sich bereits vor langer Zeit dem SternenClan angeschlossen hatte. Hirschfänger zuckte unbewusst zurück, als Möwenfeder sich vorlehnte, um wie Flussstern zuvor seine Stirn zu berührte. Zu gegenwärtig war die unangenehme Klarheit, die Flusssterns Leben in ihm ausgelöst hatte. Ihre Schnurrhaare zuckten belustigt, bevor sie die entstandene Distanz mit einem weiteren Schritt überbrückte."Mit diesem Leben gebe ich dir Freiheit, Hirschfänger. " Ihre Stimme hatte etwas Verträumte und Sorgloses an sich, dass den braunen Kater augenblicklich beruhigte. "Ein Anführer steht immer im Dienst seines Clans und diese Verantwortung ist auch eine Bürde, die jede Katze einschränken würde. Aber du bist immer noch eine Clankatze, eine Katze des FlussClans und das ist etwas wunderbares. Lass dich in dieser Freiheit nicht einschränken." Hirschfänger war als würde er rennen. Er konnte den Wind förmlich spüren, wie er seinen Pelz zerzauste. Das Rauschen von Wellen, die Geräusche des Flusses drangen an sein Ohr und er fühlte sich glücklich, als würde er schwimmen können, wie alle Fische des Waldes. Rennen können wie die schnellste Katze und fliegen wie die Vögel, die das Territorium des FlussClans im Blattfall überquerten. Dieses Leben war kein bisschen so unangenehm und schmerzhaft, wie es das von Flussstern gewesen war. Als Möwenfeder sich umdrehte und sich zurück zu den anderen Katzen des SternenClans gesellte, blieb Hirschfänger mit einem unbeschwerten Gefühl zurück. Einige Augenblicke der Stille folgten, bevor sich Bewegung unter den SternenClan-Katzen erkenntlich machte.
Rotes, sternenverziertes Fell blitzte auf und mit lockeren und entspannten Schritten näherte sich ein Kater, dessen grüne Augen freundlich funkelten. Hirschfänger tat einen freudigen Schritt nach vorne und ein schelmisches Grinsen schlich sich auf sein Gesicht. Wie lange hatte er seinen Kumpel aus Schülertagen nicht mehr gesehen? Feuerstrom war als junger Krieger gestorben, noch bevor Hirschfänger zum zweiten Anführer ernannt worden war. Eine Krankheit hatte ihn in einer der heftigsten Blattleeren dahingerafft, die er bis vor kurzem erlebt hatte. Obwohl er immer kräftig gewesen war und praktisch nie krank, abgesehen von diesem einen Mal. Erneut vergingen einige Herzschläge, bevor der SternenClan-Kater näher an Hirschfänger herantrat, ohne auch nur einmal seinen Blick abzuwenden. „Lange nicht gesehen.“ Miaute er fröhlich, doch strahlte er noch immer genau dieselbe Ruhe aus, die ihn noch im Leben stets begleitet hatte. Hirschfänger wurde erst jetzt, da er ihn wieder vor sich sah, bewusst, wie sehr er Feuerstrom all die Blattwechsel über vermisst hatte. Es schmerzte ihn, obwohl sein alter Freund glücklich schien „Und ich kann stolz verkünden, dass ich auserwählt wurde, um dir dein drittes Leben zu überreichen!“ Zufrieden zuckte sein Freund mit den Ohren, während auch seine Schnurrhaare vor Aufregung bebten. Hirschfänger schmunzelte. „Hiermit übertrage ich dir das Leben der Geduld.“ Fing er mit einem schiefen Grinsen an. „Wir beide wissen wohl am besten, dass nicht alle Katzen dafür gemacht sind, sich immer an alle Regeln zu halten. Ich gebe dir die Geduld ihnen mit Ruhe und Achtsamkeit entgegenzutreten, ohne ihnen das Fell über die Ohren zu ziehen.“ Die Stimme des Kriegers hallte lange nach, bevor sie vollständig verklang und diese Zeit nutzte Feuerstrom, um sich nach vorne zu beugen und seine Nase gegen die Stirn Hirschfängers zu drücken. Wärme erfüllte den braunen Kater, die sich von der Stelle aus, an der Feuerstrom ihn berührt hatte, in jede Faser seines Körpers ausbreitete und mit ihr eine Ruhe, die ihn für den Moment erdete. Kurz sah sein Freund aus, als würde er gleich anfangen zu lachen, doch schüttelte er lediglich den Kopf. Dann wandte er sich um, warf allerdings noch einen Blick über die Schulter. „Es war schön, mal wieder ein paar Worte mit dir zu wechseln, alter Freund.“ Damit senkte Feuerstrom einen Moment den Kopf, bevor er inmitten der anderen SternenClan-Katzen verschwand.
Auch die Katze, die nach Feuerstrom auf ihn zuging, erkannte Hirschfänger, sobald das erste Mal ihr Pelz zwischen all den anderen aufblitzte und ihre Erscheinung versetzte ihm sogleich einen Stich. Perlenglanz war nie eine einfache Kätzin gewesen, aber sie war seine Schwester. Sie war Familie. Sie hier zwischen all seinen verstorbenen Clankameraden zu sehen machte ihm schmerzlich bewusst, wie wenig er von seiner eigenen Familie übrig hatte. Es tat mehr weh, als er es je zugegeben hätte. "Das ich dich noch einmal sehen würde, bevor du dich uns anschließt Bruder-" Ihre Augen blitzten auf, wie sie auch zu Lebzeiten immer getan hatten und ihre Worte waren spitz. Voll von dem unendlichen Selbstbewusstsein, das sie ausgezeichnet hatte. Seine Schnurrhaare zuckten belustigt, während still er darauf wartete, dass auch sie sich vorbeugte. Hirschfänger konnte sich nicht vorstellen, dass das Leben, das sie ihm gab, sich angenehm anfühlen würde und er hatte, wie das Gefühl, dass sie das, wie immer, ganz genau wusste.
“Ich gebe dir ein Leben für das Selbstvertrauen, auch spontan zu sein.” Sie funkelte ihn so eindringlich an, dass er zurückgeschreckt wäre, hätte er sie nicht schon seit seiner Geburt gekannt und wäre ihre Art nicht ausreichend gewohnt gewesen. Ihre Berührung sendete tausende Schläge wie Blitze durch seinen gesamten Körper und Hirschfänger musste sich darauf konzentrieren, nicht weg zu schrecken. “Du bist ein Ordnungsfreak, aber der FlussClan hat jemanden verdient, der nicht immer alles planen muss, bevor er handelt. Du hast das Zeug dazu, brauchbare Entscheidungen zu treffen, die du nicht ewig und drei Tage lang überdacht hast. Dann tu es auch.'' Ihre letzten Worte, beinahe schon ein Befehl, stachen durch die Luft. Hirschfänger hätte sie fast nicht mehr gehört, denn im nächsten Augenblick brach das Leben, das Perlenglanz ihm gegeben hatte, in Wogen von Schmerz über ihn herein. Er hielt instinktiv den Atem an und kniff die Augen zusammen. Immer wieder hatte er das Gefühl, in Dornen zu treten und spürte scharfe Kralle, die sich über seinen Rücken zogen. Seine Brust fühlte sich an, als würde sie ihm zerspringen. Dann war es vorbei. Keuchend öffnete Hirschfänger wieder die Augen. Nur noch unsicher, konnte er sich auf den Pfoten halten. Seine Schwester schenkte ihm einen letzten Blick, dann machte sie Platz für die nächste Katze. Er vermochte nicht zu sagen, ob es Abschätzigkeit gewesen war oder so etwas wie eine Aufforderung.
Als er Rabenpfote erkannte, atmete Hirschfänger erleichtert auf. Es war schon einige Blattwechsel her, dass sein letzter Schüler gestorben war, aber er hatte sich noch eine ganze Zeit nach seinem Tod Vorwürfe gemacht, dass er den Zustand des jungen Katers nicht schneller erkannt hatte. Auch er war durch eine Krankheit gestorben. Rabenpfote war so klein, dass Hirschfänger den Kopf senken musste, damit der Schüler seine Stirn erreichen konnte. Überrascht stellte er jedoch fest, dass er erst einmal kurz vor ihm stehen blieb und leise schnurrte. Er wirkte so viel älter als zum Zeitpunkt seines Todes. “Du warst ein guter Mentor Hirschfänger. Mir wäre es eine Freude gewesen, meine Ausbildung unter dir fortzuführen.” Erst jetzt nahm Rabenpfote seine Geste an. Vorsichtig berührte er seine Stirn. “Mit diesem Leben gebe ich dir Neugierde und den Eifer zu lernen. Du bist ein erfahrener Krieger, aber es gibt so viel, dass du noch nicht weißt. Verschließe nie die Augen vor Neuem und ruhe dich nicht auf deinem jetzigen Wissen aus, wie ich und die anderen Schüler es auch nie getan haben." Hirschfänger war erschöpft und ausgelaugt gewesen, nach all den Leben, die er schon erhalten hatte. Er hatte sich gefragt, wie er es durchhalten sollte, wo er doch noch nicht einmal die Hälfte hinter sich gebracht hatte. Noch immer fühlte er sich wie erschlagen, aber da war auch eine neue Energie. Sie drängte ihn dazu, seine Pfoten zu bewegen und sich aufzumachen. Plötzlich malte er sich nicht mehr aus, wie sich die Intensität der bisherigen Leben auf seine Fähigkeiten durchzuhalten auswirkte. Er wollte wissen, was die nächsten Leben sein würde, wer sie ihm geben würde. Er fühlte sich lebendig. “Danke Rabenpfote, hauchte er. Der Schüler hielt nur kurz inne und verabschiedete sich dann mit einem Nicken.
Ohne weitere Verzögerungen trat eine junge Kätzin vor. Sterne tanzten in ihrem hell gemusterten Fell und lebendig blitzende haselnussbraune Augen blickten ihn ruhig an. Hirschfänger hielt abrupt inne. Er mochte sich Gedanken gemacht haben, wer ihm sein nächstes Leben geben würde, aber auf Hibiskusblüte wäre er niemals gekommen. Hirschfänger.“ Miaute sie, ihre Stimme hallte einen Augenblick nach, ehe sie fortfuhr. „Vermutlich wundert es dich mich hier zu sehen.“ Erneut machte sie eine kurze Pause, schien sich die Worte erst zurechtzulegen, bevor sie diese aussprach. „Ich habe in meinem Leben einige Fehler gemacht und kann verstehen, dass es dir schwer fällt zu vertrauen, aber ich möchte, dass du weißt, dass ich nie auf der Seite des BlutClans gekämpft habe. Meine Treue galt immer dem FlussClan…“ Ein dunkler Schatten legte sich über ihre weichen Züge, bevor sie entschieden den Kopf schüttelte. Hirschfänger senkte betroffen den Kopf. Er schämte sich dafür, nicht mit Echoherz darüber gesprochen zu haben, was geschehen war. Zwar hatte er der Patrouille am Breiten Strom befohlen, ihren Körper mit ins Lager zu nehmen, aber schlicht, weil sie im FlussClan geboren worden war und er das Gefühl gehabt hatte, dass sie eine ordentliche Beerdigung verdiente. Er hatte sich nie über ihre Motive Gedanken gemacht und voreilige Schlüsse gezogen, als er sie und die anderen Verbannten unter den Katzen des BlutClans entdeckt hatte. „Nun aber zu den wirklich wichtigen Dingen, denn auch ich wurde ausgewählt, dir eines deiner Leben zu verleihen.“ Die Schwere verschwand aus ihren Worten, ihre Mimik entspannte sich und in einer flüssigen Bewegung trat sie näher an ihn heran. Auch vor ihr neigte er den Kopf. Nicht, um ihr entgegenzukommen, wie er es bei Rabenpfote getan hatte, sondern aus Respekt vor einer unglaublich starken Kriegerin und aus Dank für ihr Opfer. „Mit diesem Leben gebe ich dir die Kraft, dich bedingungslos für deinen Clan aufzuopfern und den Mut, ihn mit deinen Leben zu beschützen.“ Begann sie mit fester Stimme. „In einem Clan wiegt jedes Leben gleich, egal ob Junges, Krieger, Ältester oder Anführer. Die Katzen des FlussClans riskieren ihr Leben für diesen, also scheue dich nicht davor mit gutem Beispiel voranzugehen.“ Kaum hatte sie ihre Stimme gesenkt, da berührte ihre Nase bereits seine Stirn. Hirschfängers Herz pochte ihm plötzlich bis zum Hals. Unglaubliche Energie jagte durch seinen Körper, bis hin in jede einzelne Pfote. Er spürte, wie er seinen Kopf herum schmiss und mit allem, was sein Körper her gab, über verschneites Gras jagte. Jeder einzelne Sprung schien Ewigkeiten zu dauern, viel zu lange. Er musste es schaffen, er musste einfach! Es fühlte fast wie der Moment an, an dem er auf Spatzenpelz zugejagt war, um ihn von Jubelstern runter zu schmeißen. Doch dann riss ihn mit einem Mal etwas aus der Luft. Er spürte, wie es ihm schwer fiel zu atmen. Dann wurde alles schwarz. Er verstand, dass er die letzten Momente in Hibiskusblütes Leben nachempfand. Auch sie hatte sich für ihren Clan geopfert. Das Letzte, was er sah, bevor die Kätzin sich wortlos von ihm verabschiedete und ihren Platz unter den SternenClan-Katzen einnahm, war ein entschuldigendes Lächeln.
So viele Leben waren bereits vergeben worden, dass Hirschfänger das Gefühl hatte, die ganze Zeremonie müsste langsam ein Ende finden. Aber es fehlten noch drei. Drei Katzen würde man annehmen, doch in seinem Fall war es wohl nicht ganz so einfach. Denn statt einer Katze, irgendeiner Katze, bahnten sich zwei Gestalten ihren Weg aus der Menge des SternenClans hervor.
Eine sandfarbene Tigerkätzin ging voraus, ihr Blick fest und entschlossen, ihre Haltung stolz. Eine schwarze Katze folgte ihr wie ein gedemütigter Schatten. Es war ein Kater, dem man in den Territorien der Clans am liebsten die Krallen übers Gesicht ziehen wollte. Ein Kater, der so viel Leid für Hirschfänger verursacht hatte. Tatsächlich war es der Kater, der ihn überhaupt in dieser Nacht zum Mondstein geführt hatte. Schmerz verzerrte sein Gesicht, als er sich erlaubte, den Gedanken zu Ende zu führen.
Sandblüte und Spatzenpelz.
Die Gefährten näherten sich mit schnellen Schritten, bis sie vor dem braunen Kater stehen blieben. Spatznepelz wich dem Blick seines Gegenübers aus, doch Sandblütes bernsteinfarbene Augen bohrten sich in die grünen Augen, die Hirschfänger ausmachten. Er nagelte sie mit den seinen fest. Verwirrung spiegelte sich in ihnen wider.
“Der SternenClan hat uns eine Chance gegeben. Mein Gefährte hat grausame Dinge über den FlussClan gebracht, doch er war nicht alleine in seinem Handeln.”
Sandblütes Worte waren in sanftem Ton gesprochen, doch sie duldete keine Widerworte.
“Keine Katze handelt ohne Grund. Bleibe nicht in deiner Wut stecken, Hirschfänger, sondern suche nach der Ursache, nach den Beweggründen deiner Krieger. Sie werden dir dankbar sein.”
Spatzenpelz sah zum ersten Mal zu Hirschfänger auf, während Sandblüte die Worte sagte. Die Härte und der Hass waren aus seinen eisblauen Augen verschwunden, doch nur wenn er seine Gefährtin anblickte, ließ sich tatsächlich eine Emotion, die über Hilflosigkeit ging, in ihnen ablesen. Hirschfänger kam sich vor, als müsse er etwas sagen, aber es war ihm nicht möglich. Irgendetwas hinderte ihn daran, jetzt und hier seine ganzen Gefühle nach außen zu kehren. In ihm tobte ein Sturm. All die Emotionen und Schmerzen, die er am Breiten Strom empfunden hatte, wurden noch oben gespült und wirbelten in einem einzigen Chaos durcheinander. Die Wut, die Trauer, die Verzweiflung. Sein ganzer Körper zitterte.
Plötzlich trat Spatzenpelz vor. Hirschfänger zuckte zurück. Nur für einen Augenblick, sah er dem Anderen mit absolutem Unglauben entgegen. Der Kater sagte kein Wort, legte allerdings seine Nase auf Hirschfängers Stirn. Das vertraute Gefühl, das er nun bereits sechs Mal empfunden hatte, sickerte in seinen Körper herab. Falls möglich, kochten noch mehr Gefühle in Hirschfänger hoch, als er ohnehin schon zu fühlen glaubte. Noch mehr Wut, so unglaublich viel Wut. Sie drohte, ihn ganz einzunehmen, zu zerreißen, ganz für sich einzunehmen. Er beugte sich nach vorne, öffnete sein Maul, als würde diese Geste ihn von allem befreien. Ihn retten. So viel Verzweiflung, dass es Hirschfänger für einen Moment zerbrach. Und Hass. Eine unglaubliche Welle an Hass überflutete ihn, spülte die Reste fort, die die Verzweiflung und die Wut übrig gelassen hatten, und ließ nichts zurück. Kein bisschen. Dann war es ruhig. Alle Emotionen wichen von ihm, auch Hirschfängers eigenen, und er wurde erfüllt von einem Gefühl der Ruhe und des Friedens.
“Mit diesem Leben geben wir dir Vergebung.”
Es war nicht Hirschfänger, der die Worte sprach. Stattdessen war Sandblüte an die Seite ihres Gefährten getreten, der sich langsam von seinem alten Bekannten löste und ihn einige Momente lang anblickte.
“Du hast gesehen, was voreilige Entscheidungen anrichten können. Versuche immer, über deinen ersten Impuls hinauszublicken. Dann wirst du wissen, wann Vergebung angebrachter ist, als ein Krieg.”
Die Gefährten traten ein Stück zurück und während Spatzenpelz sich nur an einem entschuldigenden Lächeln versuchte, strahlte Sandblüte regelrecht, während sie ihren ehemaligen Zweiten Anführer ansah. Sie hatte die Clans vor so langer Zeit verlassen, dass sie diesen Moment auskosten wollte.
“Wenn du die Zeit findest, sag doch Ginsterschatten bitte, dass wir sehr stolz auf ihn sind.”
Damit stieß Sandblüte ihrem Gefährten mit der Schnauze gegen die Schulter und drängte ihn zurück in die Menge, in der die beiden verschwanden. Hirschfänger blieb abermals zurück, sprachlos und überwältigt von dem, was er soeben erlebt hatte.
Er fühlte sich noch immer nicht bereit für sein vorletztes Leben, als Meeresblick sich aus den Reihen des SternenClans löste und sich Schritt für Schritt auf ihn zu bewegte. Die alte Kätzin hatte ihm zu Lebzeiten stets einen unglaublichen Respekt eingeflößt. Auch jetzt noch sah man ihr den Stolz und ihren starken Willen an. Es war schwer gewesen, sie zu verlieren. Für Kauzflug, für den Clan und besonders für Jubelstern, der sie eine wunderbare Freundin und Ratgeberin gewesen war. Aber im Gegensatz zu so vielen anderen hatte sie gewusst, dass ihre Zeit gekommen war. Sie hatten sie betrauert, aber es war klar gewesen, dass es ohnehin bald geschehen würde.
Als sie ihn mit ihren Augen fixierte, spürte er den Drang, den Kopf zu neigen, um ihr Respekt zu zollen. Doch er senkte ihn nicht. Hirschfänger wusste nicht, wieso sein Körper ihm nicht gehorchte, und er hatte keine Chance es herauszufinden.
Denn schon neigte Meeresblick sich vor und berührte seine Stirn mit ihrer Nase.
“Auch ich darf dir ein Leben geben und es ist eines für Fürsorge.” Wärme erfüllte ihn. Eine Art Liebe, die die alte Heilerin für ihren Clan empfunden haben musste. Ihren Clan und alle Katzen, die ihre Hilfe benötigten. “Als Anführer bist du für deinen Clan eine Stütze und für alle, die dich um Hilfe bitten, eine Hoffnung auf Sicherheit und die Hilfe, die sie so dringend benötigen. Weise sie nicht ab, egal woher sie kommen. Ob es FlussClan Katzen, Katzen aus anderen Clans oder solche ohne Clan sind.” Sie hielt noch einen Augenblick still inne, bevor sie sich abwandte, aber es waren auch keine weiteren Worte nötig. Hirschfänger wusste instinktiv, dass dies die Art war, nach der Meeresblick gelebt hatte. Sie hatte nie einer Katze ihre Fähigkeiten und ihr Wissen verweigert, wenn diese sie brauchte.
Hirschfänger würde nie verstehen, wieso der SternenClan ihm ausgerechnet jetzt, unmittelbar vor seinem letzten Leben, eine Pause gewährte.
Nach acht Leben, die er bereits erhalten hatte, war er sich sicher, dass er sagen konnte, wer ihm sein Letztes geben würde, und er konnte es nicht abwarten. Seit dem Augenblick, da ihm klar geworden war, dass er hierher kommen musste, um ihre Nachfolge anzutreten, hatte er diesem Augenblick entgegen gefiebert. Ein aller letztes Mal, hatte er sich gesagt. Immer wieder. Ein letztes Mal noch wollte er sie sehen. Sie hatten am Breiten Strom die Möglichkeit gehabt, sich auszusprechen. Trotzdem fühlte es sich an, als hätte dieser Moment so viel mehr aufgerissen. Er hatte ihm Gewissheit gegeben, aber auch aufgezeigt, was er nun alles verlor.
Sein Herz machte einen Satz, als er sie erblickte. Sie wirkte so viel gesünder. Man sah ihr an, dass sie wohlgenährt war. Keine Spur mehr von der Hungersnot. Die Spuren, die die von Spatzenpelz verursachten Wunden hätten hinterlassen müssen, waren wie verschwunden. Als hätte es die Wunden selbst nie gegeben.
"Hirschfänger..."
Ihre Stimme war nicht mehr als ein Hauch. Für einen unendlich schönen Herzschlag fühlte er sich, als stünde sie in Fleisch und Blut vor sich. Als wäre all das Schreckliche der letzten Tage nicht geschehen.
Jubelstern…”
Seine Stimme brach. Abermals. Sie lächelte verlegen, wich seinem Blick aus und betrachtete ihre Pfoten, als wären diese auf einmal besonders interessant geworden. Sie sah wunderschön aus mit den kleinen Sternchen, die überall in ihrem grauen Pelz waren.
Dann schien sie sich wieder gefasst zu haben und hob ihren Blick. Hirschfänger stockte der Atem. Er war froh, dass er nicht reden musste, denn er hätte nicht gewusst, was er hätte sagen sollen.
"Ich verleihe dir das Leben der Hoffnung. Auch die dunklen Zeiten werden ein Ende finden, diese Hoffnung wirst du nie verlieren. Der Clan wird sich immer darauf verlassen können, dass du ihn durch die schlechten Zeiten führst." Abermals spürte Hirschfänger dieses merkwürdige Gefühl, das er auch schon bei allen anderen Leben empfunden hatte. Aber dieses Mal war es anders. Er vermochte nicht zu sagen, ob es an Jubelsterns Nähe oder dem Leben lag, das sie ihm verliehen hatte. Eine Leichtigkeit erfüllte den braunen Kater. Als könne ihm nichts anhaben, als würde alles wieder gut werden. Mit einem Mal war der ganze Schmerz der vorherigen Leben vergessen. Es gab nur noch dieses hier. Nur noch das hier und jetzt. Ihre Nähe. Als sie ihre Nase in seine Wange drückte, erlaubte er sich, für einen kurzen Herzschlag die Augen zu schließen. Niemals würde er sie vergessen.
Dann blinzelte er. Vorsichtig trat Jubelstern zurück, betrachtete ihn und flüsterte schließlich leise: "Willkommen, Hirschstern. Möge der SternenClan deinen Weg erleuchten und dich zu deinem Ziel führen, egal welche Hindernisse vor dir liegen."
Wärme strahlte aus ihren Augen, bevor sie ihm zaghaft zu lächelte.
Hirschstern, Hirschstern!"
Die Katzen des SternenClans fingen diesen Namen auf und wie auch schon die Begrüßung hallte er in ihren Reihen wieder. Sie sprachen mit einer Stimme und doch konnte er hören, dass sie aus vielen bestand.

Er vermochte nicht zu sagen, wie lange er noch hier stand und der Stimme des SternenClans lauschte. Aber als die Gestalten langsam wieder zu verblassen begannen, sah er, wie Jubelstern ihn noch immer fixierte.
Es brauchte keine Worte, damit er wusste, was sie ihm sagen wollte. Und er wusste, dass sie Recht hatte.

RedenAndereDenken

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