Warrior Cats - das RPG
Warrior Cats - die Welt der Katzen.
Tritt dem DonnerClan, WindClan, FlussClan, SchattenClan, WolkenClan oder dem BlutClan bei und führe ein Leben als Krieger!
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Hierarchie
DonnerClan
Anführer: Toxinstern
2.Anführer: Honignase
Heiler: Eichenblatt
Heilerschüler: Enzianpfote

FlussClan
Anführer: Jubelstern
2.Anführer: Hirschfänger
Heiler: Kauzflug

WindClan
Anführer: Sturmstern
2.Anführer: Rostkralle
Heiler: Milanschrei

SchattenClan
Anführer: Mohnstern
2.Anführer: Gewitterbrand
Heiler: Abendhimmel

WolkenClan
Anführer: Brombeerstern
2.Anführer: Wildfeuer
Heiler: Tränenherz
Heilerschüler: Regenpfote

BlutClan
Anführer: Djinn
2.Anführer: //
"Heiler": Emerald
"Heilerschüler": Lotta

Das RPG
Jahreszeit:
Blattfall

Tageszeit:
Sonnenuntergang

Tageskenntnis:
Die Blätter haben begonnen von den Bäumen zu fallen und besonders nach Sonnenaufgang ist der Wald in Nebel gehüllt. Die Luft ist dadurch feuchter und kühler geworden. Auch sind am Himmel jetzt vermehrt wieder graue Wolken zu sehen. Regentropfen fallen aber nur vereinzelt und die Beute hat sich noch nicht ganz zurückgezogen.


DonnerClan Territorium:
Langsam wird es hier kühler. Nebel und Wolken sorgen für weniger Sonne und feuchte Luft. Immerhin schützen die Bäume vor zusätzlicher Kälte durch den Wind und es gibt noch genug Beute, die ein erfahrener Jäger erlegen kann.


FlussClan Territorium:
Der Wasserstand des Flusses hat sich wieder normalisiert, aber das Wasser kühlt langsam ab. Das Wasser selbst ist jedoch immer noch von den Arbeiten der Zweibeiner flussaufwärts verdreckt und Fische sind keine mehr zu finden. Die sind alle nach Süden geschwommen und um noch einen zu finden, müsste eine Katze ganz schön Glück haben.


WindClan Territorium:
Hier ist der kalte Wind am heftigsten, aber dafür bekommen die WindClan-Katzen im Hochland etwas mehr von der Sonne mit als die übrigen Clans. Hier bricht die Nebeldecke häufiger auf, um die Sonnenstrahlen durchzulassen, auch wenn es trotzdem kühl und windig bleibt. Die Kaninchen werden weniger, aber alles in allem gibt es noch genug Beute.


SchattenClan Territorium:
Auch das Territorium des SchattenClans ist in Nebel gehüllt. Die Luft ist hier durch den Sumpf noch ein wenig feuchter und Eidechsen sowie Schlangen sind inzwischen verschwunden. Die Frösche ziehen sich ebenfalls zurück, aber ansonsten gibt es noch genügend Beute, um den Clan zu versorgen.


WolkenClan Territorium:
Der Nebel hat auch das Territorium des WolkenClans erreicht und die Vögel werden langsam ruhiger. Dennoch gibt es genügend Beute, um den Clan zu versorgen, auch wenn eine Katze beim Jagen vielleicht ein wenig besser aufpassen sollte. In den Baumwipfeln hat ein guter Kletterer auch eine besser Chance mit etwas Glück vielleicht doch ein paar Sonnenstrahlen mehr abzubekommen, wann immer der Nebel aufreißt.


Baumgeviert:
Auch die vier mächtigen Eichen verlieren langsam ihre Blätter und die Senke ist in Nebel gehüllt und wenn gerade keine Katze hier ist, scheint geradezu die Zeit still zu stehen. Nur manchmal wagt sich doch noch ein Beutetier ins Freie.


BlutClan Territorium:
Auch hier ist es nebelig und die Luft ist feucht geworden. Immerhin schützen die Wände des Lagers gut vor Kälte und Feuchtigkeit und auch manchmal unangenehme Clangenossen bieten einen gewissen Schutz vor Hunden und anderen Gefahren. Monster stellen nach wie vor eine Gefahr für die Katzen dar und die Futtersuche wird langsam wieder schwieriger.


Streuner Territorien:
Auch hier ist der Blattfall angekommen. Die Bäume verlieren ihre Blätter und der Nebel umhüllt große Flächen. Die Luft ist feucht und an höhergelegenen Stellen geht ein kalter Wind. Die Beute zieht sich langsam zurück, aber besonders eine erfahrene und gesunde Katze sollte keine Probleme haben, sich zu versorgen.


Zweibeinerort:
Nebel, Kälte und feuchte Luft verleiten Hauskatzen wieder vermehrt dazu, sich in die Nester ihrer Zweibeiner zurückzuziehen, oder zumindest im eigenen Garten zu bleiben. Vielleicht wagt sich die eine oder andere sehr neugierige Katze aber immer noch nach draußen und setzt sogar eine Pfote über ihren Garten hinaus.

 

 Fly High~

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Comet
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BeitragThema: Re: Fly High~   Fly High~ - Seite 2 EmptyFr 05 März 2021, 10:14


Riona Yuuki
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if we don’t believe we can
Montag 02. Juli
16:01 Uhr
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Ab dem Punkt an dem sie die Halle verließen fiel es Riona schwer ihre Konzentration aufrecht zu erhalten. Die Worte Tobios hallten in ihren Ohren wieder und so war es ihr fast egal, dass sie zu spät zum folgenden Unterricht kommen würden. Wirke sie wirklich wie… Entschlossen schüttelte die Schülerin den Kopf. Er wusste es einfach nicht besser. Immerhin war sie in der Vergangenheit ständig mit dem Zuspieler er Aibo Johsai unterwegs gewesen. Bei dem Gedanken breitete sich ein vollkommen neutraler Ausdruck auf den weichen Zügen der Rothaarigen aus, während sie ihren Freundinnen zu den Duschen folgte.

Dabei begannen ihre eigenen Gedanken abzuschweifen, weswegen sie die Beschwerden Manamis über die zweite Halle gar nicht aktiv mitbekam. Erst bei dem Stichwort Shiratorizawa  fokussierte sich ihre Aufmerksamkeit auf die Diagonalspielerin. “Das du da echt hin wolltest. Ich finde alles was ich bisher über die Schule gehört habe gruselig wenn ich ehrlich bin.” Nicht das sie selbst der Gedanke spontan die Schule zu wechseln noch nicht ereilt hatte, doch sahen ihre Möglichkeiten eher begrenzt aus. Ihre zweitwahl war nach der Mittelschule die Aoba Johsai gewesen und wenn sie ehrlich mit sich war wollte sie das nicht mehr sonderlich dringend hin. Eigentlich fühlte Riona sich an der Karasuno ganz wohl.

Langsam setzte sie einen Fuß vor den Anderen, band sich bereits im Gegen die Haare weiter hoch und ließ den Blick in den Himmel schweifen. In der letzten Woche hatte es öfter Situationen gegeben in denen Riona angefangen hatte alles um sich herum auszublenden. Nicht bewusst, vielmehr, weil ihr der Kopf schwirrte und sie nicht genau wusste wohin mit sich. Trotzdem duschte sie sich zügig ab, lächelte seicht und vor der Halle trennten sich schließlich ihre Wege.

Über 10 Minuten zu spät drängte sie sich mit Yuu gemeinsam in den Klassenraum. Einen Moment lang lagen alle Blicke auf ihnen, einige mehr oder weniger eindeutig, während die Schülerin jedoch nur eine Entschuldigungsfloskel vom Stapel ließ und sich anschließend auf ihren Platz setzte ohne sich noch einmal umzusehen. Der Unterricht war heute irgendwie anstrengender als sonst gewesen, immer wieder versagte ihre Fähigkeit sich zu konzentrieren und sogar ihrem - manchmal - wirklich dämlichen besten Freund schien das aufzufallen, weil er ihr in einer ihrer kurzen Pausen ein Tetrapack mit Maracujasaft aus dem Automaten mitbrachte. Allein die Geste ließ die Zuspielerin verhalten grinsen. Manchmal war Yuu gar nicht so schrecklich, wenn er sich mal Mühe gab.

Die Pause verbrachte sie, wie jede andere in der letzten Woche mit den anderen zweitklässlern des Karasuno Volleyballteams unter einer Eiche zwischen den Schulgebäuden. Seit sie in den Pausen nicht mehr durch halb Sendai fuhr hatte sie einen deutlich engeren Kontakt zu den Freunden ihres besten Freundes, jedoch hörte sie den aufgeregten Gesprächen gar nicht weiter zu, lehnte mit dem Rücken gegen den Stamm des Baumes und blickte in den wolkenlosen blauen Himmel. Von Manami und Akari war nichts zu sehen, was ihrer eh schon angeschlagenen Stimmung einen leichten Dämpfer versetzte. “Sag mal Yuuki-san, du bist doch die Zuspielerin der Mädchen, richtig?” Aus ihren Gedanken gerissen zwinkerte sie Ennoshita an, welcher interessiert den Kopf schief gelegt hatte. “Mhm.” Antwortete Riona nur und nickte sachte. “Ist bei deiner Größe nicht eine Position wie der Libero einfacher? Ich meine Noya hätte mal etwas in die Richtung erzählt.”

Zugegebenermaßen ein wenig Froh um die Ablenkung stocherte die Schülerin mit den roten Locken weiter in ihrem Bento herum. “Ich hab bis ins letzte Jahr der Mittelschule auch als Libera gespielt. Aber das Zuspielen liegt mit deutlich besser.” Freundlich lächelte sie Chikara an, welcher nachdenklich eine Hand ans Kinn legte. “Das werden wir nachher sicher sehen.” Aufgedreht wie eh und je brüllte Tanaka herum und wedelte mit den Armen, was nur ein amüsiertes Schnauben bei Riona auslöste. Sie war wirklich froh, dass die Jungs sich in ihrer Gegenwart so normal verhielten und nicht so, wie sie sich teilweise anderen Mädchen in dieser Schule gegenüber verhielten. Gerade bei Tanaka machte das den Umgang mit ihm deutlich entspannter. Er schien sich schnell von dem Schock am Morgen erholt zu haben und verhielt sich nun fast schon ruhig.

“Komm, lass uns hochgehen. So wie ich dich kenne musst du Mathe noch abschreiben.” Irgendwann hatte die Rothaarige sich aufgerichtet und hielt ihrem besten Freund ihre Hand hin, welcher diese lachend ergriff und sie beinahe von den Füßen zog. Dieser Kerl hatte mehr Kraft als man ihm ansah. Vergnügt hüpfte er neben ihr her und zog ihr dabei die Tasche von der Schulter. Irgendwann hatte er sich angewöhnt ihre Tasche zu tragen - was wohl einfach daran lag, dass er ständig ihre Hausaufgaben abschrieb und das Gefühl hatte ihr etwas zurückgeben zu müssen.

Am Nachmittag verließ sie auch mit Noya gemeinsam den Klassenraum, sie schienen ein wenig früher dran zu sein als der Rest, denn als sie an der Halle ankamen waren nur diejenigen dort, die verkürzten Nachmittagsunterricht hatten. Die Drittklässler bauten bereits die Netze auf und schnell verzog die 16-Jährige sich in den Clubraum der Mädchen und zog sich um. Dieses Mal flechtete sie ihre Haare zu einem festen Zopf, damit ihr die Locken nicht immer ins Gesicht sprangen, bevor sie die Treppen heruntersprang und den älteren beim Aufbau der Halle half. Als Akari im Rahmen der Doppeltür erschien winkte sie ihr ausschweifend zu und wickelte das Band am unteren Ende des Netzes fest um die Stange, bevor sie zu ihrer Freundin aufschloss. “Komm gleich mal zum zweiten Netz, ich will dir noch ein bisschen zuspielen bevor das Training losgeht.” Wieder voll in ihrer eigenen Rolle deutete die kleinere mit dem Kinn auf das zweite Netz am anderen Ende der Halle und griff sich im gleichen Atemzug einen Ball aus dem Wagen und drehte ihn in ihren Händen.  “Ich habe nicht vor Kampflos aufzugeben.” Setzte sie mit einem entschlossenen Ausdruck im Gesicht hintendran und schüttelte amüsiert den Kopf als sie hinter sich die Jungs streiten hörte. Bald mussten sicher auch die anderen Mädchen auftauchen, also konnten sie auch bald mit dem richtigen Training beginnen.
Things you don’t understand are scary,
right?




~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~


once bitten and twice shy
i keep my distance, but you still catch my eye
tell me, baby, do you recognize me?

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BeitragThema: Re: Fly High~   Fly High~ - Seite 2 EmptyFr 05 März 2021, 20:56





Manami Kita
MONTAG, 2. JULI / 16:05 UHR / 006

Auch wenn sie nur Zeit für eine kurze Dusche hatte, so fühlte sie sich doch um einiges erfrischter als sie sich hastig ihre Schuluniform über den Kopf zog. Das kalte Wasser hatte wirklich geholfen, um ihre Sinne zu wecken und die Frustration über die ungewohnte Situation abzuwaschen. Stattdessen verspürte sie eine gewisse Aufregung für das geplante Trainingsspiel am Nachmittag und auch gleichzeitig eine gute Portion Ehrgeiz - sie wollte dem Jungsteam zeigen, dass sie das Mädchenteam bloß nicht allzu schnell als hoffnungslosen Fall abstempeln sollten.
Aufmerksam hörte sie Michimiya-san zu und nickte verstehend, als sie schon einmal über Strategien nachdachte. Hinata hatte einen miesen Sprung drauf, aber letztendlich war er doch ziemlich klein für einen Volleyball-Spieler. Wenn sie den richtigen Zeitpunkt abpassten, müssten sie es eigentlich schaffen, seine Angriffe zu blocken. Von der Größe her war Akari ihm auf jeden Fall überlegen. Überhaupt hatte Hinata, einmal abgesehen von dem Aufsteiger, nicht wirklich überragend auf sie gewirkt.
“Den Aufsteiger können sie doch eh nur machen, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Auf keinen Fall wird jeder von ihren Angriffen so einer werden”, sprach sie ihre Gedanken in den Raum während sie die rote Schleife ihrer Uniform band, “ich glaube, Tanaka wird tatsächlich die größere Gefahr. Immerhin hat er mehr Spielerfahrung als Hinata. Oh, und Kageyamas Aufschläge könnten ganz schön hart zu kriegen werden…”
Sie schob sich den Zopfgummi über das Handgelenk und griff nach ihrer Tasche. “Aber ich glaube, wir haben eine gute Chance. Oder es wird die anderen Mädchen motivieren, auch mal wieder zum Morgentraining zu kommen, wenn wir gegen die Jungs verlieren.” Allerdings hatte Manami keineswegs vor, das Spiel am Nachmittag zu verlieren.
Nach dem kurzen Weg gemeinsam über das Schulgelände zum Hauptgebäude hin trennten sich ihre Wege und Manami eilte zu ihrem Klassenraum. Zum Glück war die erste Stunde nur Homeroom und so hatte sie keinen wichtigen Unterrichtsstoff in den zehn Minuten, die sie zu spät kam, verpasst. Sie murmelte eine Entschuldigung an ihren Lehrer, nickte Kinoshita kurz zu (und wunderte sich, wie er so viel schneller als sie gewesen war) und ließ sich dann in ihren Stuhl fallen.

Während des Unterrichts wanderten ihre Gedanken immer wieder zu dem geplanten Spiel am Nachmittag. Sie verfluchte sich selbst etwas, dass sie nie zu einem Spiel des anderen Teams gegangen war. So wusste sie kaum, was ihr Gegner wirklich zu bieten hatte. Einmal abgesehen von den paar Dingen, die sie heute Morgen hatte beobachten können. Und das, was sie von ihren Unterhaltungen mit Kinoshita aufgeschnappt hatte.
Als sie in Japanisch ein wenig früher als der Rest mit den Aufgaben fertig war, nutzte sie die Gelegenheit, um im Rand ihres Heftes kurze Notizen zu möglichen Spieltaktiken zu schreiben und sich zu notieren, wass sie über die einzelnen Spieler wusste.
Der einzige, über dessen Spielweise sie wirklich etwas wusste, war Kageyama. Sie hatte seine Aufschläge und gruselig genauen Zuspiele gesehen. Er war definitiv talentiert, allerdings war sie sich nicht sicher, ob sich seine Teamfähigkeit in den paar Monaten an der Karasuno verbessert hatte. Manami tippte das Ende des Bleistifts gegen ihre Lippen und kritzelte dann ein ‘Teamspieler?’ unter Kageyamas Namen.
Ansonsten wusste sie natürlich von Hinatas Sprungkraft, Tanakas kräftigen Angriffen und Nishinoyas Fähigkeiten als Libero, von denen Riona ihnen einige Male erzählt hatte. Auch wusste sie, durch Michimiya-sans Schwärmerei, dass Sawamura ein solider Spieler war und eine gewisse Stabilität in das Team brachte. Doch alle anderen Teammitglieder waren mehr oder minder ein einziges Fragezeichen.
Manamis Blick wanderte zu Kinoshita, der einige Reihen vor ihr saß, und legte überlegend den Kopf schief. Ob er wohl heute Nachmittag spielen würde? Im Gegensatz zu ihr war der Zweitklässler kein Mitglied der regulären Startaufstellung, weswegen er sich in der Vergangenheit hin und wieder bei ihr beschwert hatte - anscheinend hatte er das Gefühl, dass andere manchmal vergaßen, dass er auch noch ein Teil des Teams war.

Die Mittagspause verbrachte Manami damit, mit einigen Mitschülerinnen aus ihrer Klasse über das Material aus den vorherigen Unterrichtsstunden zu gehen, ihre einzelnen Bento Pakete als Buffet auf dem Tisch im Hof verteilt, an dem sie ihre Schulsachen ausgebreitet hatten. Die Zweitklässlerin pickte ein Stückchen Gemüse aus der Bento-Box einer ihrer Freundinnen während sie nachdenklich ihren Planer betrachtete. Montags hatte sie nur eine weitere Stunde Unterricht nach dem Lunch und ihre Lehrer waren erstaunlich nachsichtig mit der Menge an Hausaufgaben gewesen.
Mit etwas Glück könnte sie es schaffen, bereits eine Stunde vor dem eigentlichen Trainingsbeginn in der Halle zu sein und sich aufwärmen. Das würde auch bedeuten, dass sie eventuell noch etwas länger nach dem Training bleiben könnte - solange ihr Bruder nicht wieder Punkt 20 Uhr vor der Halle stand, um sie abzuholen. Wie sie selbst auch, hatte er die Tendenz, immer überpünktlich überall aufzutauchen.

Um kurz nach halb vier klappte Manami ihr Englischheft zu und streckte die Arme über ihren Kopf, seufzte leicht als sich die angespannten Muskeln in ihrem Nacken etwas entspannten. Ihr Rücken fühlte sich warm an, hatte sie doch die letzte Stunde größtenteils in der Sonne verbracht. Überall im Innenhof der Schule verteilt saßen vereinzelt Grüppchen an Schülern, die das schöne Wetter genossen während sie ebenfalls an ihren Hausaufgaben arbeiteten, einige davon auch ihre Klassenkameraden. Manami nickten ihnen kurz zu als sie sich die Tasche über die Schulter schlang und sich auf den Weg zum Training machte.
Auf ihrem Weg zum Clubraum stoppte sie kurz, um ihre Wasserflasche aufzufüllen. Sie band ihre Haare zurück und wickelte sicherheitshalber etwas Tape um den Finger, von dem sich am Morgen das Pflaster gelöst hatte, dann machte sie sich mit schwungvollen Schritten auf den Weg zur Sporthalle.
“Kita-chan!”, rief ihr jemand zu und Manami drehte sich zu Aihara-san um, die auf sie zugeteilt kam. Sie wartete im Rahmen der Doppeltür, bis die Vize-Kapitänin sie eingeholt hatte, dann betraten sie gemeinsam die Halle. “Na, aufgeregt für das Spiel gegen die Jungs? Hi Yuuki-chan, hi Ryujin-chan! Die anderen sollten auch bald da sein, Watabe-chan ist gerade in den Clubraum als ich noch schnell meine Wasserflasche geholt habe.”
Manami zuckte leicht mit den Schultern, sah allerdings breit grinsend zu der Drittklässlerin auf. “Aufgeregt nicht wirklich. Eher bereit, sie in Grund und Boden zu spielen.”
Die Ältere lachte auf und klopfte Manami auf die Schulter. “Das ist die richtige Einstellung.” Sie sah die drei Zweitklässlerinnen einen Moment lang an. “Hm. Wir sind zwar noch nicht komplett, aber wir können uns ja trotzdem schonmal aufwärmen und dann vielleicht ein paar Angriffe üben, wenn Yuuki-chan sich dazu bereiterklärt, uns ein paar Bälle zuzuspielen.” Sie zwinkterte der Rothaarigen zu und begann dann damit, sich zu strecken.
Manami tat es ihr nach, sah sich dabei in der Halle um. Vielleicht lag es daran, dass nun auch der Rest ihres Teams da war, aber die Halle wirkte um einiges lebhafter als am Morgen. Langsam aber sicher trudelten auch die restlichen Mädchen ein und begann damit, sich aufzuwärmen, bis sie schließlich vollständig waren.




~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~

Now I know what a fool I've been.
But if you kissed me now, I know you'd fool me again.



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BeitragThema: Re: Fly High~   Fly High~ - Seite 2 EmptySa 06 März 2021, 00:43



Tobio Kageyama

Mo, 02.07.
16:08

NPC
Schon von Weitem sah Kageyama, wie das Mädchenteam in ihre Halle eintrat. Er war nicht gerade begeistert davon, dass sie jetzt ihren Trainingsraum teilen mussten und es irritierte ihn, dass sie nur noch auf einem Teil des Platzes spielen konnten. Er konnte sich nicht richtig konzentrieren, wenn plötzlich noch andere Stimmen durch den Raum hallten. Mit grimmiger Miene lief er weiter auf die Tür zu, trat wortlos ein und drängte sich an zwei der Mädchen vorbei. Der Rest des Karasuno-Teams war auch schon da, Hinata sprang wieder wie ein Idiot durch die Gegend. Etwas an seinen Bewegungen sprang Kageyama ins Auge - er versuchte doch tatsächlich neue Sachen aus! Der Zuspieler stapfte zu ihm rüber. “Hinata, was machst du da schon wieder?”, fragte er forsch und sah zu dem Kleineren hinab. Unschuldig sah dieser zu ihm hinauf. “Ach nichts”, antwortete er nur und grinste. Dann lief er zum Ballkorb und warf ihm einen Ball zu. Kageyama fing ihn auf und blickte Hinata eindringlich an. “Komm schon, spiel mir zu”, forderte Hinata ihn heraus und natürlich tat Kageyama genau dies. Der Aufsteiger mit Hinata fühlte sich gut an, als würde es langsam zweite Natur werden. Es klappte gut, brachte Erfolg und er wollte, dass das so blieb. Er hatte im Karasuno-Team bereits so viel gelernt und es war ein unbeschreibliches Gefühl, wenn er genau sah, wo er Hinata hinspielen musste und wenn der Ball mit einem befriedigenden Knall im gegnerischen Feld auftraf. Er wollte nicht, dass sich irgendetwas daran änderte.




Akari Ruyjin

Mo, 02.07.
16:13

» Everything I do, I do with
passion and patience. «
“Hallo Ahari-san”, begrüßte Akari ihre Vize-Kapitänin und stimmte wortlos Manamis Antwort zu. Sie fühlte sich nicht wirklich nervös, aber sie merkte schon, dass sie sch anders verhielt, als es vielleicht normal war. Sie war normalerweise schon wortkarg, aber vor Spielen und bei Anspannung brachte sie kaum mehr ein Wort raus. Sie betraten gemeinsam die Halle und schon rief Riona sie zu sich hinüber. Betont gelassen ging Akari zu ihr, während sie noch ihre Haare in zwei Space Buns zusammen band. Das war ihre Standardfrisur fürs Training und sie zupfte sich ein paar Mal noch daran herum, bis es sich richtig anfühlte. Ihre schwarzen Haare kringelten sich leicht und einige Strähnen hingen in ihr Gesicht, aber es würde auch nichts bringen, sie aus der Stirn zu streichen. Irgendwie fanden sie ihren Weg immer wieder in Akaris Augen.

Akari lächelte Riona an und nickte ihr zu. Es war wirklich nötig, dass die zwei sich besser mit ihren Angriffen abstimmten. Ihre Zeichen funktionierten noch nicht ganz richtig und auch ihre Angriffe schwächelten noch erheblich. Sie trat ganz in die Halle ein, stellte sich im Feld auf ihren angestammten Platz und sah Riona erwartungsvoll an. Diese spielte ihr den Ball im hohen Bogen zu und Akari nahm Anlauf, schwang die Arme zurück und segelte dann durch die Luft. Sie traf den Ball nicht perfekt und er traf hinter der Linie auf. Die Richtung war jedoch genau die gewesen, die sie einschlagen wollte und ein zufriedener Ausdruck schlich ihr übers Gesicht. Trotzdem gab sie sich damit nicht zufrieden und winkte Riona zu, weiter zu machen. So tauschten sie einige Bälle aus - manche mehr und manche weniger erfolgreich, aber alle zumindest über das Netz. Akari wusste, dass sie an ihrer Sprungtechnik arbeiten musste, aber bisher reichten ihre Körpergröße und die Länge ihrer Arme aus.Etwas später merkte Akari auch, dass sich mittlerweile ihr ganzes Team versammelt hatte. Michimiya, die mit Mizuno durch die Tür gekommen war und einen entschlossenen Gesichtsausdruck hatte, rief sie rüber. Also lief Akari zu den anderen und sie gingen nahtlos in die Aufwärmübungen über. Es tat gut, endlich vollständig zu sein und die Mädchen lachten untereinander und machten Späße. Sie versuchten, die Anspannung zu überspielen, die sie wohl alle fühlen mussten. Mizuno gab ihnen ein paar Anweisungen zur Aufstellung. “Manami, Watabe, Michimiya, ihr geht erstmal nach hinten an die Grundlinie, Sudou, du weißt Bescheid.” Sie wechselte mit Sudou einen eindringlichen Blick. "Es ist egal, wer von ihnen aufschlägt, wir nehmen so alles an. Riona, du startest vorne links, Akari nimmt wie immer den Mittelblock, Ahaira nach rechts… Alle verstanden?” Das Team nickte einvernehmlich und einige Momente lang sagte keiner was.

Sawamuras Ruf brach durch ihre Stille. “Okay, kommt mal alle zusammen”, rief er in seiner ruhigen, aber bestimmten Stimme. Michuno klatsche in die Hände. “Auf gehts.” Als sich alle versammelt hatten, erhob Trainer Ukai das Wort. “Okay, wir machen das so. Euer Team”, er zeigte auf Michimiya. “Kann sich die Seite aussuchen, auf der ihr spielen wollt und die euch besser vorkommt. Wir gehen dann auf die andere. Wir werfen eine Münze für den Aufschlag.” Er holte eine 100 Yen-Münze aus seiner Hosentasche. “Kopf oder Zahl?” Michuno wählte Kopf, die Münze flog und landete auf Zahl. Na toll, dachte Akari. Sie mochte es, wenn ihr Team den ersten Zug machen konnte, aber was die Münze sagte, wurde gemacht. Also stellte sich die Mittelblockerin an ihre Position und stutze. Vor ihr stand Hinata mit ernster Miene. Sie hatte nicht gedacht, dass er ihr erster Gegner sein würde. Sie wollte nicht den Fehler machen, den Rotschopf zu unterschätzen, aber es war trotzdem ungewöhnlich. Sie nahm ihr übliche locker-bereite Haltung ein und sah ihn an. Akari hatte das Gefühl, dass sie ein wortloses Verständnis teilten, welches von ihrer kurzen persönlichen Trainingseinheit während der Mittagspause stammte. Sie wussten, dass sie eine Leidenschaft teilten und ihr bestes geben würden. Eine unausgesprochene Herausforderung lag darin: Na komm. Zeig mir, was du kannst. Akaris Mundwinkel zuckte amüsiert, aber nicht spöttisch. Sie ahnte, dass er einiges drauf hatte und freute sich darauf, es zu sehen. Akari nahm wahr, dass alle Karasuno-Spieler jetzt ihren Platz eingenommen und Kageyama hatte den Ball in der Hand. Coach Ukai pfiff seine Pfeife und er nahm Anlauf. Das Spiel begann.

Toyhouse Akari | 006







~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~

Even though I always know the morning will come
I want to stay in your sky like a star
- Still with you




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Zuletzt von Himmelsstürmer am Sa 20 März 2021, 15:06 bearbeitet; insgesamt 4-mal bearbeitet
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Comet
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BeitragThema: Re: Fly High~   Fly High~ - Seite 2 EmptySa 06 März 2021, 03:19


Fuyuko Shirai
Come on
try again~
Montag 02. Juli
16:10 Uhr
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Erst früh am Morgen hatte die Kunst- und Literaturlehrerin aufgrund ihrer wundervollen Kollegen herausgefunden das sie erste Sporthalle für den rest des Trimesters geschlossen werden würde und wutentbrannt war sie in Richtung des Büros des Vize-Direktors aufgebrochen, um diesen zur Rede zu stellen. Mit flammenden Augen blickte sie auf den kleineren herab, hob eine Augenbraue und verschränkte die Arme vor der Brust. Dieser begann überfordert zu stammeln und erzählte etwas von “Bürokratie” und “Reihenfolge” doch wusste die Blonde ganz genau, dass es gar nichts damit zutun hatte, dass über ihrer Halle eine 1 stand und über der anderen eine 2. Es lag ganz allein daran, dass die Schule die Hoffnung in das Mädchenteam aufgegeben hatte und es ihnen egal war was aus ihrem Team wurde. Denn seltsamerweise hatte das Basketballteam der Jungs schon vor zwei Wochen das Informationsmaterial erhalten.

Aber bei diesem Kerl war Hopfen und Malz verloren, also zog sie knurrend ab, die Hände in den Taschen ihres Blazers versenkt und mit einem Gesicht wie sieben Tage Regenwetter. Auf dem Weg zurück zum Lehrerzimmer rannte sie dann auch noch ihrem absoluten Lieblingskollegen über den weg - nicht. Dementsprechend schlecht war ihre Laune als sie sich auf ihren Stuhl setzte und das Unterrichtsmaterial für den Tag vorzubereiten begann. Wie sollte sie das ihren Mädchen beibringen? Wo würden sie in Zukunft trainieren? Immerhin stand doch der Vorentscheid für das Frühlingsturnier an. Grade als die Verzweiflung in der Lehrerin ausbrechen wollte fasste ihr jemand an die Schulter. “Fuyuko-san? Da steht jemand vor der Tür für dich.” Nach einem tiefen Atemzug rappelte sie sich auf und fand Michimiya vor, welche ihr von dem Plan mit den Jungs erzählte

“Ihr wollt euch Wirklich die Halle mit den Jungs teilen? Wissen Keishin und Takeda--sensei bescheid?” Einen Moment herrschte Stille bevor sie zustimmte. “Nagut. Probieren wir es aus. Ich sage Mizuno-san bescheid und wir treffen uns beim Nachmittagstraining.” Versöhnlich lächelnd blickte Fuyuko der Schülerin hinterher und griff im selben Zug nach ihrem Handy.

Am Nachmittag machte sie sich kurz nach Unterrichtsende auf den Weg, obwohl sie im Normalfall nur selten beim Training dabei war. Aber sie wollte sich selbst davon überzeugen, dass eine freundliche Koexistenz mit dem Chaotenclub überhaupt möglich war, also betrat sie - wohl als letzte - die Halle. Freundlich lächelte sie in die Runde, bevor sie sich zu den Mädchen gesellte, welche schon eifrig in eine Planung vertieft zu sein schienen. Aufmerksam hörte die Lehrerin zu und schloss aus den Worten des Coaches, dass wohl ein Trainingsspiel gegen die Jungs anstand und interessiert positionierte die Blonde sich etwas abseits.

Das würde sicher spannend werden, sie hatte das andere Volleyballteam dieser Schule zwar schon ein paarmal spielen sehen, jedoch noch nicht mit den neuen erstklässlern. Auch deren betreuende Lehrkraft war dabei und grinsend winkte sie Ittetsu zu, welcher lediglich leicht rot um die Nasenspitze wurde und zögerlich die eigene Hand hob. Bei der Aufstellung legte sie den Kopf schief und musterte die Mitglieder des Jungsteams aufmerksam. Sie selbst hatte ein wenig Ahnung von Volleyball, immerhin leitete sie diese AG schon seit sie an dieser Schule angestellt war und auch in ihrer eigenen Schulzeit hatte sie selbst gespielt, aber ihr Wissen war nicht mit dem ihrer Partnerin zu vergleichen, welche ihren Abschluss an der Niiyama gemacht hatte.

Als die Aufstellung stand und es darum ging wer beginnen würde stellte Fuyuko sich an den Rand, lehnte sich gegen die Wand und musterte das Geschehen auf dem Spielfeld. Die Mädchen schienen Motiviert, eine brennende Entschlossenheit ging von den Meisten aus und vorfreude breitete sich in ihr aus, als der Startpfiff ertönte.






Riona Yuuki
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Montag 02. Juli
16:15 Uhr
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Akari und sie brauchten sie nie viele Worte. Sie waren aufeinander abgestimmt und schon an der kleinsten Regung ihrer Arme oder mit welchem Bein sie den ersten Schritt tat sagten ihr ganz genau welches Zuspiel für sie das Beste in dieser Situation war. Sie wusste es einfach. Trotzdem hatte sie ihre Zeichen, denn sich immer nur auf ihre Intuition und ihre Aufmerksamkeit zu verlassen würde ihr irgendwann sicher das Genick brechen.

So brachten sie gemeinsam ein paar Bälle in die andere Hälfte des Spielfeldes und stärkten dabei auch nochmal das räumliche Gefühl der Schülerin, welche immer noch nicht ganz warm mit der neuen Halle war. Gerade als sie der Meinung war ihre Höchstleistung abrufen zu können rief ihr Coach sie zusammen. Wenn Riona ehrlich war hatte sie gar nicht mitbekommen, dass die dunkelhaarige die Halle betreten hatte. Trotzdem gesellte sie sich schnell zu ihrem Team, wurde freudig begrüßt und zwischen Akari und Manami stehend hörte sie aufmerksam zu. Sie war es gewohnt in der linken vorderen Ecke anzufangen, gerade weil sie Manami in der Annahme brauchten und diese nunmal diagonal zu ihr selbst auf dem Feld stand.

Dann war es der Kapitän des Jungsteams, welcher sie zu sich rief. Also wurde es langsam ernst. Nachdenklich musterte Riona das Feld, überlegte kurz welche Seite wohl die bessere für den Start wäre, doch schien sich das Team schon ganz von alleine entscheiden zu haben, als sie sich, nachdem die Münze gefallen war aufstellten. Also würde das Gegnerteam den ersten Aufschlag machen. Na super. Und dann machte auch noch Tobio den ersten Aufschlag. Dabei war es gut, dass sie eine wirklich gute Abwehr im Hinterfeld hatten. Es sollte also kein großes Problem darstellen den Ball im Spiel zu halten. Jetzt erst fiel ihr auf, dass sie sich tatsächlich Tanaka gegenüber wiederfand, kaum stand sie an ihrer Position. “Na, Zwerg?” Höhnte er grinsend und löste in der Schülerin ein leises Knurren aus. Dieser aufgeblasene Idiot. Zuckersüß lächelte sie den größeren an, fühlte sich dabei jedoch unglaublich klein auf dem Feld, wobei das eigentlich nichts neues war. Sie war immer eine der kleinsten, auch wenn das auf einem Feld voller Jungs noch einmal deutlich auffälliger war als auf einem Feld voller Mädchen.

Wer war sie, sich davon einschüchtern zu lassen?


Der Startpfiff holte sie endgültig aus ihren Gedanken, sofort fuhr sie herum, fixierte ihre Teammitglieder und hörte das Knallen einer flachen Hand die auf die Oberfläche des Balles traf. In einem Mordstempo zischte er über das Netz und krachte in der linken hineren Ecke auf, Michimiya hatte kaum eine Chance zu reagieren. Durch die Wucht prallte der Ball fast bis zu der Tribühne und landete hinter ihnen auf dem Hallenboden. Erstes Aufschlagsass. “Verdammt.” Hörte sie ihre Kapitänin fluchen, wobei sie selbst leicht lächelte. “Mach dir nichts draus. Du holst sicher den Nächsten!” Aufmunternd nickend drehte die Schülerin den Kopf zurück und sah schon wie der dunkelhaarige zu einem zweiten Aufschlag ansetzte, welcher zum Glück von ihrer Libera solide angenommen werden konnte. Im hohen Bogen kam der Ball auf sie zu und mit einem weiten Zuspiel setzte sie an zu ihrem Ass zu spielen, um von Beginn an ihren Standpunkt klar zu machen. “Aihara-san!” Rief sie, sah dem Ball hinterher und begann über das ganze Gesicht zu strahlen als der Ball in der Mitte aufkam, ohne jemandem eine Chance zu Annahme zu geben.

Es waren Momente wie diese, in denen alles für einen Moment still wurde die ihr beigebracht hatten Volleyball zu lieben. Denn es gab einfach nichts besseres als zu sehen wie ein Ball, welchen sie zugespielt hatte den Boden des gegnerischen Feldes traf, auch wenn sie den Punkt gar nicht selbst gemacht hatte. Routiniert routierten sie eine Positon nach rechts, während sie der Drittklässlerin ein knappes Lob zuwarf. Diese führte nun den nächsten Aufschlag, nahm drei Schritte anlauf und ließ den Ball ins Gegnerische Feld sausen. Das Yuu der erste war, der in Richtung des Balles stürmte und diesen viel zu Sauber in die Luft gleiten ließ wunderte sie leider überhaupt nicht. Dieser Kerl war einfach viel zu schnell. Aber sie war schneller. Konzentriert verfolgte Riona den Ball, blickte im selben Augenblick zum Zuspieler, welcher bereits einen Punkt zu seiner Rechten anvisiert haben schien. Doch änderte seine Körperhaltung sich im letzten Moment und so versuchte er auch schon den Ball eigenständig in ihr Feld zu schlagen.

Vielleicht hatte er mit ihrer Geschwindigkeit nicht gerechnet, zumindest wirkte er überrascht als die Rothaarige vorpreschte und den Ball im letzten Augenblick zu fassen bekam. Unsauber flog er in die  Luft, besaß einen Drall nach hinten und hoffnungsvoll stützte Riona sich mit ihren Händen ab. “MANAMI!” Rief sie dabei und hoffte auf die Spezialität ihrer Freundin. Angriffe aus dem Hinterfeld.
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BeitragThema: Re: Fly High~   Fly High~ - Seite 2 EmptySa 06 März 2021, 23:40





Manami Kita
MONTAG, 2. JULI / 16:25 UHR / 007

Manami hatte ihrer Trainerin aufmerksam zugehört, während sie die Aufstellung und einige Spielzüge mit ihnen durchsprach. Sie war ein wenig enttäuscht, dass der erste Aufschlag an das gegnerische Team ging. Zu gerne hätte sie den Jungs direkt den Ball in ihren Teil des Spielfeldes geschmettert - mit dem ersten Aufschlag direkt zu punkten war immer ein guter Weg, um ein Spiel von Beginn an zu dominieren. Doch auch so war die Zweitklässlerin fest entschlossen, ihren Gegnern früh genug zu zeigen, mit wem sie es hier zu tun hatten.
Als Kageyama sich bereit für den ersten Aufschlag machte, atmete Manami einige Male tief durch, versuchte alles andere um sie herum auszublenden und sich einzig und allein auf das zu konzentrieren, was innerhalb des Spielfeldes vor sich ging. Sie nickte Watabi kurz zu, eine stumme Geste des Verstehens - sie beide würden ihr bestes tun, um jegliche Bälle anzunehmen - zupfte ihre Knieschoner zurecht und richtete dann den Blick auf den dunkelhaarigen Zuspieler.

Die ersten Ballwechsel eines Spiels fühlten sich immer merkwürdig an.

Jedes Mal schien sie eine Weile zu brauchen, um wirklich in den Spielfluss zu kommen, beinahe so als müsste sie ihr Körper erst wieder an die gewohnten Bewegungen erinnern. Und auf der empfangenden Seite des Aufschlags zu sein half keineswegs damit. Bevor sie es wirklich realisiert hatte, knallte der Ball auf den hölzernen Hallenboden. Mist! Manami stieß frustriert die Luft zwischen ihren Zähnen hervor, auch wenn sie von ihrer Position an der anderen Seite des Feldes nichts gegen dieses Aufschlagsass hätte machen können, ärgerte es sie doch trotzdem, dass Kageyama genau das geschafft hatte, was sie zu gerne selbst getan hätte. Sie sah wie Sawamura den gegnerischen Zuspieler für seinen Aufschlag lobte, bevor dieser direkt zum nächsten ansetzte.
Manami schüttelte die Frustration ab und fixierte den Ball mit ihrem Blick. Aus dem Augenwinkel sah sie, wie die Libera sich in Bewegung setzte und driftete etwas von ihr weg, machte sich für einen eventuellen Angriff bereit. Bevor sie allerdings Rionas Aufmerksamkeit auf sich hätte lenken können, hatte Aihara-san den Ball bereits im gegnerischen Feld versenkt.
“Nice kill”, rief sie der Drittklässlerin grinsend zu während sie zur nächsten Position rotierte. Selbst wenn sie den Ball noch kein einziges Mal in die Finger bekommen hatte, so hatte sie doch langsam das Gefühl, wirklich im Spiel angekommen zu sein. Mit jedem Atemzug rückte das Spielfeld immer mehr in den Fokus, während alles andere drumherum unscharf wurde. Sie konnte hören, wie der Coach der Jungs seinen Spielern etwas zurief, doch konnte sie die Worte selbst nicht verstehen, viel zu konzentriert war sie auf jede einzelne Bewegung ihres Gegners.
Riona hatte definitiv nicht untertrieben, als sie ihnen von Nishinoyas Fähigkeiten erzählt hatte. Er war verdammt gut. Und dadurch leider auch verdammt nervig, als er Aihara-sans Aufschlag mit Leichtigkeit annahm und weiterleitete.
Schon während die rothaarige Zuspielerin ihren Namen rief, war Manami bereits einige Schritte zurück getreten und hatte Anlauf genommen. Die Flugbahn des Balls war nicht die sauberste, allerdings war sie froh, dass er überhaupt noch in der Luft war. Und sie wäre keine gute Spielerin, wenn sie nicht auch so einen Ball in einen Treffer verwandeln können würde.
Mit aller Kraft stieß sie sich vom Boden ab, hatte das Gefühl als würde sich alles um sie herum für einen Moment lang verlangsamen, während sie ausholte und ihre Handfläche mit dem Ball Kontakt machte. Es fühlte sich gut. Im gleichen Moment, in dem sie ausatmete, schmetterte sie den Ball über das Netz. Nur um dort nahezu perfekt von Sawamura angenommen zu werden und in einer flüssigen Bewegung direkt zu ihrem Zuspieler geschickt zu werden. Verdammt. Wobei seine Oberschenkel schon echt gut aussahen, als er so in die Hocke ging, um den Ball entgegen zu nehmen. Auch Kageyamas Zuspiel an Tanaka war wieder frustrierend genau, doch prallte dessen Angriff gegen den Block ihrer Teammitglieder. Manami hielt Akari die Hand für ein High-Five hin.

Danach schien das Spiel so richtig ins Rollen gekommen sein. Auch die Jungs schienen verstanden zu haben, dass die Mädchen kein so leichter Gegner sein würden, wie sie vielleicht anfänglich erwartet hatten. Auch wenn es 7 - 5 für die Jungs stand, so konnte ihr Team doch gut mithalten. Während Sawamura sich für den Aufschlag bereit machte, fuhr Manami sich mit der Hand durch die Haare, die sich schon wieder halb aus dem Zopf gelöst hatten, und wischte sich etwas Schweiß von der Braue.
Gegenüber von ihr, auf der anderen Seite des Netzes, stand der riesige Drittklässler, den sie selbst schon einige Male gesehen hatte. Das Ass des Teams. Und scheiße, der sah echt ein wenig angsteinflößend aus, besonders so ernst wie er drein blickte. Manami zog etwas die Augenbrauen zusammen und erwiderte den entschlossenen Gesichtsausdruck ihres Gegenübers, bereits seinen Spike zu blocken, selbst wenn sie dazu ihr Gesicht benutzen müsste.




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BeitragThema: Re: Fly High~   Fly High~ - Seite 2 EmptySo 07 März 2021, 01:19



Akari Ruyjin

Mo, 02.07.
16:39

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Während der ersten zwei Spielzüge versuchte Akari, den Ball aufmerksam im Blick zu behalten, allerdings erledigten sich die ersten Rotationen fast ohne ihr Zutun. Die Angreifer brachten bereits eine gute Leistung und so gingen die Bälle gefühlt einfach glatt durch. Sie musste zugeben, dass Nishinoya und Sawamura wirklich solide die Bälle annahmen und es war klar, dass sie viel Erfahrung damit hatten und sich speziell darauf trainiert hatten. Trotzdem gelang es ihr, einen Angriff von Tanaka mit einem Block in das Feld der Karasuno-Jungs zu befördern. Selbstsicher schlug sie mit Manami ein und ein freudiges Kribbeln breitete sich auf ihrem Rücken aus. Nach außen hin war ihre Freude jedoch nur für ihre Freunde zu erkennen, als die Mittelblockerin sich wieder in ihre Position stellte, diesmal noch bereiter als zuvor.

Nach einigen weiteren Aufschlägen, Angriffen und Blocks waren die Jungs nur ein wenig im Vorteil und Akari sah von ihrer mittleren Position an der hinteren Reihe aus zu, wie Sawamura sich entspannt einen Ball nahm und sich zum Aufschlag aufstellte. Er ließ den Ball übers Netz fliegen und er nahm auch die richtige Richtung, aber er hatte nicht damit gerechnet, dass Riona auch gute Annahmen machen konnte. Er hatte sie vermutlich als Zuspielerin ausschalten wollen (und natürlich war ihm das auch gelungen, aber Riona traf den Ball gekonnt und spielte ihn zu Sudou. Diese erwischte den Ball perfekt und richtete ihn an Michimiya, die Kageyama gegenüberstand. Ein schlauer Move, denn vor Manami hatten sie zwei der größten Spieler der Jungs versammelt, um sie zu blocken. Mit enormen Schwung landete der Ball vor Michimiyas Hand und sie stieß den Ball mit der Handfläche von sich. Tanaka erwischte ihn nur gerade so noch und schlug ihn Richtung Kageyama. Bevor sie tatsächlich reagieren konnten, hatte der große Angreifer den Ball schon in ihrem Feld versenkt. 8-5. Es war ärgerlich. Akari knirschte ein bisschen mit den Zähnen. Wie sollten sie auf Dauer mit der Aufstellung des anderen Teams mithalten? Sie hatten schließlich immer noch den Aufschlag. Sie sah ein selbstgefälliges Lächeln auf Kageyamas Gesicht. Er sah sich anscheinend schon als Gewinner. Sawamura nahm wieder den Ball an sich. Er schlug ihn einmal auf den Boden und machte dann seinen zweiten Aufschlag. Er traf jedoch ncht richtig und anstatt den Ball wieder auf Riona zu spielen, landete er auf Akaris Höhe. Sie presste die Handgelenke zusammen und ging in die Knie. Ich muss unbedingt an meiner Technik arbeiten, dachte sie sich, traf den Ball aber tatsächlich ganz gut und schaffte es, zu Riona zu passen, die ihn in einem Anflug von Ehrgeiz rüber zu Manami spielte. Vielleicht hatte sie irgendeine Lücke in Asahis und Tsukishimas Deckung gesehen oder wollte einfach etwas ausprobieren, so genau wusste Akari das nicht. Aber der Ball kam in einem hohen Bogen bei ihrer Mitspielerin an und sie ballerte Sawamura ihren Angriff um die Ohren. Sowohl der Große, als auch der Kapitän kriegten ihn icht mehr und sie näherten sich zumindest wieder dem Ausgleich.

Einige Aufschläge und Rotationen später war es tatsächlich soweit, sie Akaris Team hatten sich tatsächlich den Vorsprung geholt! Ein geschickter Angriff von Aihara hatte es möglich gemacht, die den Ball auf Kageyama gespielt hatte, der dachte, dass er ins Aus gehen würde. Sudou hatte somit immer noch den Aufschlag und sie warf die Kugel weit nach oben. Der Aufschlag ging glatt in das gegnerische Feld, landete aber bei Nishinoya, der natürlich (natürlich!) den Ball bekam und dabei auch noch cool aussah. Der Libero erlaubte sich den kurzen Moment eines Triumphs und ballte die Faust erfreut. Akari konnte sich gut vorstellen, warum er und Riona beste Freunde waren. Irgendwie hatten sie ein bisschen die gleiche hitzige Art an sich. Kageyama machte wieder mal ein tolles Zuspiel, welches wunderbar bei Hinata landete. Akari spannte sich an. Würden sie etwa den Aufsteiger machen? Ihr Herz schlug schneller. Sie machte einen Schritt näher zu Aihara, die sich auch schon für den Sprung bereit machte. Hinata hatte aber diesmal Probleme damit, den Ball richtig zu treffen und deswegen segelte er fragwürdig über das Netz. In guter Synchronisation sprangen Akari und Aihara hoch und blockten den Ball ab. Tanaka versuchte noch, ihn zu bekommen und berührte ihn sogar mit dem Handgelenk, aber der Ball ging ins Aus. Damit stand es jetzt sogar schon 11 - 13 und Akari legte Aihara kurz die Hand auf die Schulter. Ein Lächeln machte sich auf ihrem Gesicht breit. Wenn sie so weiter machten, dann würden sie vielleicht sogar den Satz gewinnen.

3 Rotationen bei den Jungs / zwei bei uns / Sudou hat jetzt den dritten Aufschlag in Folge

Toyhouse Akari | 007







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BeitragThema: Re: Fly High~   Fly High~ - Seite 2 EmptySo 07 März 2021, 21:06


Riona Yuuki
We’ll never win
if we don’t believe we can
Montag 02. Juli
16:45 Uhr
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Schnell hatte der Rausch des Spieles sie eingenommen und mit einem wilden Grinsen auf den Lippen folgte sie der Flugbahn des Balls, der mit einem Mordstempo von Manami ins gegnerische Feld geschlagen wurde. Dass dieser vom Kapitän des Gegnerteams so sauber angenommen werden konnte ließ die Zuspielerin die Zähne fest zusammenbeißen. Sie wusste, dass die Jungs nicht schlecht waren. Immerhin hatten sie nur Knapp gegen die Aoba Johsai beim letzten Turnier verloren und einige Teams die in der Vergangenheit deutlich mehr Erfolge hatten verzeichnen können hatten schon deutlich höher gegen die Schule ihres… Ex-Freundes verloren. Kurz bereute Riona sogar, bei dem Spiel nicht dabei gewesen zu sein. Aber wer rechnete denn damit auf einmal gegen das Jungsteam der eigenen Schule anzutreten?

Der Ruf Tobios holte sie wieder aus ihrer Gedankentrance. Kaum sprach er den Namen aus huschte ihr blick zu Tanaka, welcher jedoch gegen einen Block spielte und damit den nächsten Punkt in ihre Hände legte. Einige Zeit lagen sie ein gutes Stück zurück, sie waren den Jungs definitiv in der reinen Körperkraft unterlegen, sie hatten Yuu als Libero und Tobio als Zuspieler. Die Kombination der Erstklässler funktionierte auch viel zu gut und innerlich kochend merkte Riona schnell, dass sie als Team unausgereift waren, da sie viel zu selten alle gemeinsam trainierten. Sie verloren schnell ihre Form, sie hatte kaum eine Möglichkeit einen Vorteil aus ihren eigenen Fähigkeiten zu ziehen und auch aus ihren Mitspielerinnen bekam sie noch lange nicht alles heraus. Sichtbar frustriert biss die Rothaarige die Zähne zusammen als es 5 - 8 stand und nicht zum ersten Mal an diesem Tag verfluchte sie Tobio für sein bescheuertes Zuspiel. Wie konnte es sein, dass er so viel besser war als sie, obwohl sie vom selben Spieler gelernt hatten? War sie wirklich so unfähig?

Genervt von sich selbst schüttelte sie den Kopf, klopfte sich mit den Händen einmal gegen die Wangen und richtete ihren Blick auf die Jungs. Sie wusste, dass sie unterschätzt wurde. Zumindest von allen außer Yuu. Dieser Grinste lediglich wie ein Honigkuchenpferd und winkte ihr immer wieder zu. Hatte der Libero seinen Teamkameraden erzählt, dass sie selbst früher als Libera gespielt hatte oder nicht? Der Aufschlag von Sawamura zuvor sprach dagegen, aber vielleicht war ihnen auch einfach egal ob der Ball angenommen wurde oder nicht. Den einzigen Zuspieler aus dem Spiel zu nehmen könnte dem Kapitän wichtiger gewesen sein. In dem Moment war ihr aufgefallen, dass sie ihre Fähigkeiten als ehemalige Libera eventuell nutzen konnte. Was wäre, wenn sie es mit einer Annahme schaffen würde im selben Zug so präzise zuzuspielen, dass ihnen ein Angriff im zweiten Kontakt gelingen würde? Wenn sie selbst schnell genug war zu schalten und rechtzeitig ihre Positionen zu wechseln musste das doch eigentlich möglich sein, oder nicht? Wenn sie ein wenig schneller gewesen wäre, hätte Soudu selbst angreifen können anstatt den Ball an Michimiya weiterzuleiten.

Viel mehr Zeit um darüber nachzudenken hatte Riona jedoch nicht, denn das Spiel blieb nunmal auch in ihrer Gedankenwelt nicht einfach stehen. Schnell hatte sie sich wieder ins Geschehen eingearbeitet und langsam aber sicher schafften sie es tatsächlich aufzuholen, bis sie tatsächlich einen Break erreichten und das andere Team sogar überholten. 13-11. So konnte es weitergehen. Da kam ihr eine Idee. “Michimiya-san?” Mit der Hand winkte sie den Kapitän näher an sich heran und flüsterte ihr etwas ins Ohr, bevor sie sich Akari, Manami und Sudou schnappte und ihnen ebenfalls etwas zuflüsterte. Grinsend schlug sie mit den vieren ein und blickte anschließend erwartungsvoll zu Sudou, welche den Ball in hohem Bogen ins Gegnerische Feld knallte. Dieses Mal war es tatsächlich das Ass welches den Aufschlag annahm und abartig präzise zum Zuspieler verfrachtete.

Wirklich eine Chance um ihren Plan umzusetzen hatte die Rothaarige noch nicht gesehen, auch als es einige anstrengende Ballwechsel später, in denen der Aufschlag nur so hin und her ging bereits 18-16 stand und einer ihrer Bälle mit einer ungeheuren Wucht von Manami zwischen Azumane und Sawamura versenkt wurde. Damit gehörte der Aufschlag wieder ihnen. Sie hatten sie letzten Punkte nur so hin und her geworfen und waren nun an einem Punkt, an dem keiner der beiden Liberos auf dem Feld stand, da Riona selbst darauf bestanden hatte Watabe erst wieder gegen Sudou nach ihrem Aufschlag zu wechseln und nicht zuvor schon gegen Akari.

Sie rotierten erneut, der Aufschlag ging diese Runde an Michimiya, welche den Ball sauber und knapp über dem Netz direkt zu dem großen Mittelblocker im Hinterfeld spielte, welcher noch nicht großartig aufgefallen war bisher. Dieser bekam den Ball mehr oder weniger sauber und spielte ihm zu Tobio.

Ganz intuitiv, ohne wirklich darüber nachzudenken was der Zuspieler tun würde tauschte sie den Platz mit Michimiya wie vorher abgemacht und so sah sie noch wie der Rotschopf aus der ersten Klasse den Ball in einem fast schon übermenschlichen Tempo in Richtung des Netzes sprang. Wie abgesprochen blockten Manami und Sudou ganz bewusst einen queren Angriff ab, wodurch Hinata dazu gezwungen wurde geradeaus direkt zu ihr zu spielen.

Sie hatten ihren Libero nicht auf dem Feld, Manami im Vorderfeld und so rutschte sie ganz automatisch in die Rolle die sie in der Mittelschule eigentlich abgelegt hatte. Geschmeidig ging sie in die Knie, sprang nach vorne hin ab und erwischte den Ball noch im Flug. Dabei hatte sie die Flugbahn so gut wie möglich eingeschätzt und sah noch wie der Ball genau ins Mittelfeld flog wo Akari bereits wartete. Vorsorglich hatte die dunkelhaarige einen Schritt nach hinten gemacht, blickte sie kurz mit großen Augen an und stieß sie mit etwas Anlauf ab und versenkte den Ball mit einem Schlag direkt zwischen Tanaka und Hinata zu Boden. “JA MAN!” Mit diesem Aufschrei durchbrach Riona die stille, welche sich sofort nach dem Aufschlagen des Balles über die Halle gelegt hatte und mit Anlauf sprang sie der größeren in die Arme und wickelte ihre Beine um die Hüften Akaris. “Das war GROSSARTIG!” Rief sie der Mittelblockerin zu und warf beide Arme in die Luft, hoffend, dass ihre Freundin sie schon halten würde. Dann drehte sie sich, immer noch wie ein Affe an der dunkelhaarigen hängend zu Manami um und zeigte ihr strahlend einen Daumen nach oben. Die Emotionen die sie außerhalb des Spielfeldes nur selten zeigte sprudelten nun über und ließen sie beinahe ein wenig euphorisch zittern.
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Aktueller Stand 19-16 | Aufstellung



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BeitragThema: Re: Fly High~   Fly High~ - Seite 2 EmptyMo 08 März 2021, 01:01





Manami Kita
MONTAG, 2. JULI / 16:51 UHR / 008

Manami stieß einen erfreuten Ruf aus als sie den Ball mit voller Kraft direkt neben Sawamura versenkte. Sie ballte die Hand, mit der sie zugeschlagen hatte, zu einer Faust und zog triumphierend den Arm nach unten. Jetzt wo sie die Bewegungen des Captains eine Weile beobachtet hatte, konnte sie relativ gut einschätzen, wie er wohl versuchen würde, den nächsten Ball entgegen zu nehmen.
Sawamura rief seinem Team eine kurze Entschuldigung zu, während die Zweitklässlerin breit grinsend mit Aihara-san einklatschte. Als sie sich wieder zum Netz drehte, bemerkte sie, dass die Nummer 1 sie mit einem konzentrierten Blick fixiert hatte und sie hob herausfordernd die Augenbraue, konnte sich dabei ein Schmunzeln nicht verkneifen. Sie liebte es einfach, ihren Gegnern die Bälle mit Mordsgeschwindigkeit um die Ohren zu schmettern. Egal wie anstrengend ein Spiel war und ausgelaugt und durchgeschwitzt sie sich fühlte, das zufriedenstellende Geräusch vom Ball, der gegen den Hallenboden klatschte, erfüllte sie jedes Mal mit einem Rausch an neuer Energie.
Kurz verspürte sie ein leichtes Stechen in ihrer Brust als sie zu Michimiya-san und Aihara-san hinüber schielte. Sie hatte die Position als Wing Spiker in ihrem ersten Jahr an der Karasuno ablegen müssen, um trotzdem noch die Chance zu haben, so viel Zeit wie möglich auf dem Spielfeld zu stehen. Es war nicht so, als würde sie ihre jetzige Position hassen, immerhin erzielte sie trotzdem eine Vielzahl der Punkte, aber sie vermisste es schon ein wenig, das Ass des Teams zu sein. Manami schüttelte sanft den Kopf und lenkte ihre Aufmerksamkeit wieder auf das Spiel. Nächstes Jahr.

Überrascht sah Manami auf, als Riona sie zu sich winkte. Etwas verwirrt legte sie den Kopf leicht schief, steuerte allerdings auf ihre Zuspielerin zu. Bei den Worten der Kleineren hob sie ihre Augenbrauen immer höher. Der Plan klang … waghalsig. Gelegentlich hatte sie beobachtet, wie in offiziellen Spielen gesehen die Teams direkt mit dem ersten Ballkontakt einen Angriff vorbereiteten, doch das so ganz ohne Übung mitten in einem Spiel zu probieren war … Sie wusste nicht wirklich, wie sie das beschreiben sollte.
Manami sah zu ihren Teammitgliedern, um deren Meinung zu Rionas Plan abzuschätzen. Sie alle schienen es zumindest versuchen zu wollen und selbst Michimiya-san schien es für eine gute Idee zu halten. “Sollten wir das nicht erstmal üben, bevor wir es einsetzen?”, sprach die Zweitklässlerin ihre Bedenken aus und sah fragend in die Runde. Für sie klang das alles momentan einfach noch zu schwammig und sie hatte Schwierigkeiten damit, sich die Taktik wirklich vor Augen zu führen.
“Wir werden es nur versuchen, wenn sich eine gute Gelegenheit bietet”, erklärte Michimiya-san ruhig und sah dabei zu Manami mit einem aufmunternden Lächeln. “Das meiste liegt sowieso bei Yuuki-chan. Wir müssen nur dafür sorgen, dass die Jungs den Ball dahin spielen werden, wo sie ihn gut annehmen kann. Das ist doch nichts wirklich neues für dich.”
Die Zweitklässlerin war noch immer nicht hundertprozentig überzeugt, doch nickte sie langsam. In gewisser Weise hatte ihr Captain recht. Sie musste einfach nur die Bahn, in der der Angreifer den Ball spielen konnte, einschränken. Etwas, das sie schon etliche Male getan hatte. Sie konnte das mit Leichtigkeit schaffen. Auch wenn sich bei den Gedanken daran, was danach kommen würde, Unbehagen in ihrer Brust ausbreitete.

Zu ihrer Erleichterung brachten die nächsten Ballwechsel keine Gelegenheit mit sich, um die neue Taktik auszuprobieren. Mit einem Grinsen drehte sie sich zu ihren Teammitgliedern, als sie erneut einen Ball im gegnerischen Feld versenkte. Genau so musste das laufen. Sie widerstand dem kindischen Drang, Sawamura die Zunge heraus zu strecken, weil ihm erneut einer ihrer Bälle entglitten war - er war ein Jahr über ihr, sie sollte ihm immer noch etwas Respekt entgegen bringen.
Manami ließ den Blick einen Moment lang schweifen als Michimiya-sans Aufschlag von der Nummer 11 angenommen wurde, machte dabei kurz Blickkontakt mit Riona, deren Ausdruck so etwas wie ‘jetzt’ zu bedeuten schien. Kaum merklich nickte sie der Zuspielerin zu, driftete näher an das Netz heran, ihr Blick genauestens auf Hinata gerichtet, damit ihr keine einzige Bewegung des Erstklässlers entging.
Wirklich viel Zeit hatte sie nicht, um den Angriff mitzuverfolgen. Im ersten Moment sprang sie in die Luft, um Hinatas Angriff abzublocken und gefühlt nur einen Augenblick später zischte der Ball erneut an ihrem Kopf vorbei und krachte mit einem lauten Geräusch auf den Hallenboden. Manami starrte einen Moment lang auf die Stelle, an der der Balle den Boden berührt hatte, dann drehte sie sich zu Akari und Riona um. “SCHEISSE! Das war so cool!!”
Sie sprang auf die beiden zu und wickelte ihre Arme in einer Umarmung um sie, von Ohr zu Ohr grinsend und die Tatsache, dass sie alle komplett verschwitzt waren, ganz egal. Ein kurzes Pfeiffen schallte durch die Halle und Manami drehte den Kopf, sah dass Takeda-sensei eine Auszeit für sein Team berufen hatte. Wenn es irgendwie möglich war, wurde ihr Grinsen noch breiter. Anscheinend hatten sie das andere Team mit ihrem Angriff etwas aus dem Konzept gebracht, den leicht verwunderten Gesichtsausdrücken der Jungs nach zu urteilen. Und vermutlich wollten sie die Erfolgsserie der Mädchen unterbrechen.
Mizuko-san nutzte die kurze Pause, um ihr Team ebenfalls zu sich zu rufen. Manami griff sich ihre Wasserflasche, sie hatte gar nicht bemerkt, wie durstig sie war, und gesellte sich dann zu den anderen. Die Trainerin fixierte Michimiya-san, Sudou, Akari, Riona und sie mit einem ernsten Blick. “Mag mir einer erklären, was das eben war und wieso ich das vorher noch nie gesehen habe?”
Auch wenn sie wirklich streng drein blickte, so war sich die Zweitklässlerin doch sicher, dass sie auch ein gewisses stolzes Funkeln in ihren Augen erkennen konnte. Trotzdem sah sie zu ihrem Captain hinüber und hoffte, dass diese die Erklärung übernehmen würde.
“Yuuki-chan hatte die Idee, weil sie ja auch lange Zeit als Libera gespielt hat. Und ich dachte, Probieren geht über Studieren.”
Mizuno-san verschränkte die Arme und nickte kurz. “Das war ein riskantes Spiel”, sagte sie und Manami warf den anderen einen Blick zu, der so viel bedeuten sollte wie ‘ich hab’s euch ja gesagt’, doch dann fuhr die Trainerin fort. “Ihr habt viel Glück gehabt, dass das so gut geklappt hat. Und eure Gegner habt ihr damit auch ordentlich verunsichert.” Sie warf einen Blick zur anderen Seite des Spielfeldes hinüber, wo die Jungs angeregt miteinander diskutierten. Als die dunkelhaarige Frau die Mädchen erneut ansah, war ein ganz kleines Lächeln auf ihrem Gesicht zu erkennen. “Aber das war ein beeindruckender Spielzug und definitiv etwas, woran wir in Zukunft arbeiten werden. Jetzt kümmert euch darum, dass ihr den Satz für euch gewinnt, aber möglichst ohne weitere wagemutige Aktionen.”

Nachdem die kurze Auszeit beendet war und auch die Aufregung der Mädchen sich wieder etwas gelegt hatte, setzte Michimiya-san erneut zum Aufschlag an. Die ‘wagemutige Aktion’ schien die Jungs doch ganz schön aus dem Konzept gebracht zu haben.
Zwar schaffte Tanaka es, einen Ball in ihrem Feld zu versenken, an den keiner von ihnen rechtzeitig heran kam, doch Kageyama verschätzte sich bei seinem nächsten Aufschlag und der Ball landete kurz außerhalb der hinteren Linie des Spielfelds, wodurch der Aufschlag direkt wieder bei den Mädchen lag. Und die schienen nun wirklich in Fahrt gekommen zu sein.
Breit grinsend schlug Manami mit Sudou ein, als dieses das zweite Aufschlagsass in Folge erzielte. Doch langsam wurde sie etwas unruhig. Die letzten Punkte waren alle so einfach gewesen, sie hatte den Ball selbst kein einziges Mal berührt. Deswegen war sie fast schon froh, als Sudous nächster Aufschlag von Noya angenommen wurde, wenn auch etwas wackelig. Manami scannte ihre Gegner und versuchte abzuschätzen, zu wem Kageyama wohl diesmal den Ball spielen würde. Aus dem Augenwinkel sah sie, wie Hinata sich wieder zum Sprung bereit machte und fast wäre sie auf die andere Seite hinüber gerutscht, um den Rest des Teams beim Block zu unterstützen, als sie sah, dass Azumane sich ebenfalls in Bewegung setzte. Gerade noch rechtzeitig sprang sie in die Luft und schaffte es gerade so, den Ball noch mit den Fingerspitzen zu berühren. “Berührt!”, rief sie den anderen zu und ließ sich schwer atmend etwas ins Feld zurückfallen. Michimiya-san schaffte es, den Ball noch zu Riona zu spielen und im nächsten Moment schmetterte Aihara-san ihn in das Feld der Jungs, ohne dass diese auch nur etwas dagegen tun konnten. Sie hatten den Setpoint.





aktueller stand: 24 - 17 / aufschlag liegt bei den mädchen / aufstellung

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BeitragThema: Re: Fly High~   Fly High~ - Seite 2 EmptyMo 08 März 2021, 02:42



Akari Ruyjin

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passion and patience. «
Der Schweiß rann Akaris Stirn hinab. Es war lange her gewesen, dass sie so ein intensives Spiel gespielt hatten und die Ballwechsel rauschten nur so hin und her. Als Mittelblockerin war sie dafür zuständig für die Blocks zu springen und gleichzeitig auch auf Angriffe zu reagieren. Das kostete ganz schön Kraft. Aber schließlich machte sie nicht umsonst immer noch zusätzlich Ausdauertraining. Den Schweiß hinderte das allerdings nicht. Auch sah sie definitiv Lücken in ihrem Spiel - Fehler, die sich nicht machen sollte, aber das Team war noch nicht so in Form, wie es vermutlich sein könnte. Immer wieder traf sie auch auf Hinata, der es schaffte, schneller und wendiger zu sein als sie. Sie bewunderte seine Energie. Hin und wieder warf sie Blicke auf Manami und Riona. Ihre Teamkolleginnen nahmen sich verpasst Bälle und Chancen manchmal sehr zu Herzen und deswegen war sie jederzeit bereit, sie entsprechend wieder aufzubauen.

Deswegen merkte Akari auch, wie in Riona ein Funken einer Idee kam. Ist ihr etwas eingefallen? Anscheinend ja, denn nach einigen weiteren Spielzügen rief sie Michimiya zu sich und schließlich auch Manami und Akari. Sie lief zu ihr und hörte sich an, welchen Plan sie geschmiedet hatte. Die Blockerin teilte Manamis Zweifel, aber Michimiyas Worte machten ihr Mut, es wenigstens zu probieren. Schließlich war dies genau der richtige Zeitpunkt, mal etwas Neues einzubringen. Prinzipiell war diese Taktik nur etwas Kompliziertes für Riona - sie musste ihr kompletten Zuspiel ändern, aber Akari wollte sich darauf konzentrieren, einfach einen soliden Angriff zu machen, der vom Überraschungsmoment einer solchen Attacke profitieren würde.

In den nächsten Minuten bot sich ihnen jedoch keine Möglichkeit, es auszuprobieren. Die Rotationen und die Aufschläge lagen immer so, dass Riona ihr Blitz-Zuspiel nicht machen konnte. Manami, Michimiya und Aihara leisteten ganze Arbeit mit dem Holen der Punkte. Es fühlte sich gut an, gegen solche Gegner zu spielen, die sich auflehnten und zurückbissen und Angriff nach Angriff starteten. Jedes Mal, wenn sie einen Ball abblocken oder auch nur berühren konnte, wurde ihr das Herz leicht und sie verspürte das Gefühl, welches sie händeringend gesucht hatte, bevor sie mit Volleyball angefangen hatte. Eine Begeisterung für den Sport durchzuckte sie und als endlich die Chance offen stand, Rionas Idee in die Tat umzusetzen, fühlten sich ihre Hände an, als würden sie vor Aufregung kribbeln.

Als passiere alles in Zeitlupe nahm sie wahr, wie Manami und Sudou für den Block sprangen, wie sie einen Schritt zurücktrat, wie der Ball von Hinata auf Riona zuschoss und wie diese mit einem Sprung ihr Zuspiel startete. Jetzt, dachte sie, lief los und schwang die Arme nach hinten. Einen Augenblick später schwebte sie schon in der Luft und traf den Ball befriedigend genau mit der Handfläche. Ihre Augen wurden groß. Wow, Riona, das war der Wahnsinn. Im nächsten Moment hatte sie schon eine Ladung Riona in ihren Armen, die sie vor Begeisterung ansprang. Augenblicklich schloss Akari ihre Arme um ihre Teamkameradin und hielt sie sicher fest. Als Manami dann auch angelaufen kam, mit einem breiten Lächeln auf dem Gesicht, konnte sich Akari nicht gegen das Lachen wehren, was aus ihrer Kehle sprang. Das durchdringende Trillern der Pfeife bemerkte sie in ihrer Euphorie gar nicht und sie hielt Riona fest im Arm während Manami sie beide umarmte. “Das war unglaublich”, sagte sie etwas zittrig in die Runde und schaute ihre Freundinnen freudestrahlend an.

Nachdem die drei sich endlich voneinander gelöst hatten (es hat eventuell mehrere Rufe von Mizuko-san benötigt), schnappte auch Akari sich ihr Getränk und hörte dem Gespräch ihrer Trainerin und ihrer Teamkapitänin einfach zu. Immer noch strömte ein Summen durch ihren Körper und sie wusste, dass da gerade etwas Tolles passiert war. Obwohl Mizuno-sans Stimme streng klang, schwang auch Freude über das ungeahnte Talent ihrer Zuspielerin mit. Akari hörte die angespannten Stimmen der Jungs - schließlich stand es jetzt 16 - 19, ein klarer Vorteil für das Mädchenteam. Sie spürte einige Blicke auf ihnen ruhen - möglicherweise Kageyama und Tanaka, die sich mit so einem Ergebnis nicht zufrieden geben wollten. Sie versuchte, einige Gesprächsfetzen auf zu schnappen, aber sie war zu weit entfernt, um irgendetwas zu verstehen.

Mit einem Knacken ihrer Fingerknöchel stand Akari nach der Auszeit auf und schüttelte dann ihre Hände aus. Das Kribbeln war mittlerweile verschwunden, aber das Hochgefühl war immer noch da. Sie konnten es tatsächlich schaffen! Der vorherige Spielzug hatte ihrem ganzen Team einen Selbstbewusstseinsschub verpasst mit dem sie nun wieder in das Spiel gingen. Und es lief hervorragend. Ein Angriff nach dem anderen fand sein Ziel und es war den Jungs anzumerken, dass die stabile Grundlage ihres Spiels zerrüttet worden war. Selbst Sawamura machte einige untypische Fehler und so lag der Punktestand doch tatsächlich bei 17 - 24. Akari begann schon fast, an der Realität zu zweifeln.

Die nächste Annahme von Nishinoya brachte sie dann wieder ins Hier und Jetzt zurück. Nur noch ein Punkt! Den müssen wir holen! Und wirklich, Manami schaffte es, den Ball zu berühren und Aihara schmetterte ihn mit ihrer ganzen Kraft ins gegnerische Feld. Akari konnte es kaum fassen. Obwohl ihr Team im Moment meist nur mit verringerter Besetzung trainierte, war es ihnen irgendwie gelungen, dem Jungsteam den ersten Satz streitig zu machen. Und das, obwohl sie die Kombi aus Kageyama und Hinata mit ihrem Aufsteiger zum Gegner gehabt hatten. Um sie herum jubelten ihre Teammitglieder und gaben sich High Fives. Obwohl das Spiel natürlich nicht vorbei war, hatten sie jetzt gemerkt, dass eine realistische Chance vorhanden war, zu gewinnen. Akari strich sich einige Haare aus der Stirn, die sich hartnäckig festgeklebt hatten und trank einen Schluck aus ihrer Flasche. “Riona”, rief sie ihrer Freundin dann zu. “Hör mal, das war eine klasse Idee.” Sie trat näher an Riona heran und wuschelte ihr leicht durchs Haar. “Da sollte mal jemand behaupten, du hättest als Zuspielerin UND Libera nichts drauf.” Sie war beeindruckt davon, wie schnell sie sich eine neue Taktik überlegt hatte und irgendwie war sie auch stolz darauf, ein Teil davon gewesen zu sein. Sie horchte auf, als Mizuno-san sie zusammen trommelte, um gemeinsam den nächsten Satz zu besprechen.

Dieser lief dann allerdings nicht so wie erhofft. Bereits der erste Punkt wurde von einem wütend aussehenden Tanaka in ihre hintere Ecke befördert, sodass selbst Watabe ihn nicht mehr bekam. Das Jungsteam hatte sich wieder gesammelt und irgendwie bat sich keine Möglichkeit mehr, ihren neuen Spielzug einzusetzen. Mit viel Mühe erreichten sie hier und da mal den Ausgleich, doch diesmal lag die gegnerische Mannschaft ziemlich verbissen vorn. Einige Angriffe von Aihara und Manami gingen ins Nichts und auf wieder andere Angriffe wartete Nishinoya schon ungeduldig. Trotzdem kämpften sie sich weiter durch die Punkte. Immer und immer wieder starteten sie neue Versuche, die manchmal tatsächlich belohnt wurden. Für einen Moment im Satz sah es sogar so aus, als könnten sie mit drei Punkten mehr in Führung gehen, aber das währte nicht lange. Irgendwie hatten die Karasuno-Jungs sich in kurzer Zeit so organisiert, dass ihre Annahmen und Attacken gekonnt die Schwächen von Akaris Team ausnutzen. Und obwohl Akari sprang und sprang und sprang, am Ende des Satzes hatte ein letzter Angriff von Hinata sie geschlagen, der mit Kageyama einen unfassbar schnellen Aufsteiger einsetzte. Er kam ihr sogar schneller vor, als die, die sie bisher schon beobachten konnten. Wie viel schneller geht das denn noch?, fragte sich Akari, als sie sich mit einem Handtuch die Stirn abwischte und die Wasserflaschen an ihre Teammitglieder weitergab. Im dritten Satz mussten sie sich etwas einfallen lassen, wie sie die Bälle besser annehmen und die Angriffe besser ausführen konnten.

Toyhouse Akari | 008







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I want to stay in your sky like a star
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Zuletzt von Himmelsstürmer am Sa 20 März 2021, 15:07 bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Fly High~   Fly High~ - Seite 2 EmptyMo 08 März 2021, 19:15


Riona Yuuki
We’ll never win
if we don’t believe we can
Montag 02. Juli
17:45 Uhr
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Es hatte wirklich funktioniert. Irgendwo zwischen Manami und Akari eingequetscht pochte ihr eigenes Herz bestimmt viel zu schnell, Schweiß stand ihr auf der Stirn und die Stelle an dem der Ball auf ihre Unterarme getroffen war brannte ihre Haut, doch all das konnte ihre euphorie nicht stoppen. Sie ließ sich vollkommen von ihren Kameradinnen mitreißen, jubelte und kam aus dem Grinsen gar nicht mehr heraus. Erst als sie anscheinend nicht zum ersten Mal von ihrem Coach gerufen wurden merkte Riona, dass das andere Team eine Auszeit einberufen hatte. Kaum stand sie wieder auf den eigenen Füßen machte sie sich auf den Weg, setzte ihre Trinkflasche an und trank einen kräftigen Schluck. Eigentlich hatte sie sich für ein Spiel welches eventuell über drei Sätze gehen würde jetzt schon zu viel verausgabt, doch ließ sie keine Zweifel an sich mehr zu.

Aus dem Augenwinkel konnte sie sehen, wie die Jungs die Köpfe zusammengesteckt hatten und wie Yuu wild mit den Armen gestikulierte und immer wieder mit dem Blick zu ihnen schwenkte. Provokant grinste die Rothaarige in seine Richtung, bevor ihre Aufmerksamkeit wieder auf ihren Coach gerichtet werden musste, da diese ihr mehr oder weniger riskantes Manöver ansprach. Sofort würde die Zuspielerin ein wenig rot im Gesicht, legte sich eine Hand in den brennenden Nacken und war mehr als froh, dass Michimiya in diesem Fall das Sprechen übernahm. Trotzdem wollte sie das nicht einfach so stehen lassen. “Sind Trainingsspiele nicht genau für so etwas da?” Fragte Riona leise und lächelte schief, während sie ihren Blick wieder auf ihre rot verfärbten Unterarme wandern ließ. “Ich meine, ich bin keine Libera mehr, das weiß ich. Aber wenn wir es mit Gegnern wie Tobio und Hinata-kun zutun haben… müssen wir eben erfinderisch werden.” Ernst nachdem sie begonnen hatte sich zu rechtfertigen merkte sie, dass es gar nicht Mizunos Absicht war sie für ihre Aktion zu tadeln.

Und auch, wenn sie im Rest des Satzes keinerlei Möglichkeiten mehr hatten, ihren Angriff noch einmal zu wiederholen - vielleicht auch, weil die Jungs penibel darauf achteten bloß nicht mehr direkt zu Riona zu spielen - doch genau dieser Fakt war es, der ihre Form so durcheinander brachte, dass der erste Satz sich erstaunlich schnell seinem Ende näherte. Irgendwie schienen ihre Gegner nicht vollkommen bei der Sache zu sein, als hätten sie ihren Fokus verloren. Und so schafften sie es, obwohl ihre eigene Aufstellung alles aber nicht perfekt war den Satzball mit schmackes im gegnerischen Feld zu versenken. Schnell und heftig atmend stützte die Rothaarige sich auf ihren Knien ab, wischte sich mit dem Handrücken den Schweiß von der Stirn und blickte zu Akari auf, welche ihr freundschaftlich durch die Haare wuschelte. “Es war Glück das es so funktioniert hat.” Sagte sie ehrlich, fühlte sich aber dennoch geschmeichelt, auch wenn sie die Meinung ihrer Freundin nicht unbedingt teilte.

Einen weiteren Kommentar dazu sparte sie sich jedoch, sie wollte die gute Laune ihrer Kameradinnen nicht herunterziehen. Vielleicht  verglich sie sich selbst viel zu sehr mit Tobio und konnte deswegen nicht ganz so zufrieden sein wie sie es gerne wäre, aber trotzdem hatte dieser eine Moment ihr wieder gezeigt warum sie angefangen hatte Volleyball zu spielen. Für dieses eine Gefühl. Und kurz schämte sie sich dafür nach der Trennung kurz darüber nachgedacht zu haben den Sport an den Nagel zu hängen der in der Lage war sie so fühlen zu lassen.

Die Satzbesprechung war kurz und sie wurden angehalten erstmal nichts unabgesprochenes zu tun, was Riona jedoch wunderte. Es war das Markenzeichen von Karasuno unkonventionell zu handeln, neues auszuprobieren und immer wieder neue Wege zum Angriff zu finden, aber wahrscheinlich hatte ihr Coach schon seine Gründe um so zu entscheiden, also hinterfragte sie das einfach nicht weiter.

Im zweiten Satz half ihnen der Sieg des ersten jedoch nicht mehr. Während die Jungs deutlich konzentrierter waren als zuvor und schnell zu ihrer alten Stärke zurückgefunden hatten fiel es ihnen schwer ihre Form zu wahren. Jetzt erst recht, wo langsam die Erschöpfung dazu kam und sie nicht mehr in der Lage waren auszugleichen, dass einige von ihnen seit Monaten nicht mehr zum Morgentraining kamen. Punkt um Punkt flog ihnen um die Ohren, sodass es nur nur schwierig mithalten konnten. Zwar sah es einen Moment lang ganz gut aus, doch schien sich gerade das Freak-Duo vom Punktestand nicht beeinflussen zu lassen, sodass es sogar der Ball des kleinen Lockvogels war der den zweiten Satz zu deren Gunsten beendete.

“Verdammt.”
Total außer Puste ließ Riona sich auf die Bank fallen, drückte sich ein Handtuch ins Gesicht und spürte bereits den Schmerz in der Lunge der ihr sagte, dass sie so wie es gerade lief nicht mehr lange durchhalten würde. Warum hatten sie nochmal keinen zweiten Zuspieler? “Das war mal n Reinfall…” Nuschelte die Rothaarige erschöpft und wischte sich ein paar verklebte Strähnen aus dem Gesicht, während auch die anderen Mädchen nicht sonderlich zufrieden wirkten. “Das würde alles nicht passieren, wenn wir öfter gemeinsam Trainieren würden!” Dieses mal war es ihr Kapitän der wütend die Augenbrauen zusammenzog und mit brennendem Blick ihre Teamkameradinnen bedachte, die allesamt ertappt die Köpfe einzogen. “Jetzt irgendwen zu beschuldigen bringt uns nicht weiter.” Riona war aufgestanden und drückte der dunkelhaarigen Nummer 1 eine neue Wasserflasche in die Hand. “Darüber können wir später reden, erstmal müssen wir uns etwas überlegen, wie wir diese aufgeblasenen Hohlköpfe besiegen können.”

Schon den ganzen zweiten Satz war Michimiya irgendwie angespannt gewesen und so war es wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit gewesen, bis diese Frustration nach außen trat, obwohl sie meist penibel darauf achtete ihre Emotionen vor ihrem Team verschlossen zu halten - zumindest solange sie nicht positiv waren. “Wir müssen weiter den Schlagbereich dieser kleinen Nummer 10 eingrenzen.” Ihr Coach hatte eine Hand ans Kinn gelegt. “Ryujin schaffst du es den Wirbelwind im Blick zu behalten? Damit die anderen sich auf die Nummer 5 und die Nummer 3 konzentrieren können?” Einen Moment blickte Mizuno ihre Freundin an und wandte sich ab, ohne auf eine Antwort zu warten. “Wir dürfen nicht in die Defensive geraten, spielt so viel wie möglich auf die schwache Annahme der Nummer 10, und wegen den starken Schlägen der Nummer 3, vergesst nicht, dass ein Block den Ball nicht komplett stoppen muss. Manchmal reicht es den Ball einfach nur zu berühren.” Gehorsam nickten sie allesamt, wobei gerade Riona nochmal versuchte all ihre Ausdauerreserven zu mobilisieren. Vielleicht sollte sie nicht dauernd beim Ausdauertraining schummeln.

Schnell standen sie wieder in gewohnter Aufstellung auf dem Feld, blickten sich an, bis der erste Aufschlag Tobios zu ihnen hinüberschnellte. Sie schlugen sich gut, die ersten beiden Punkte gingen direkt auf ihr Konto. Der eine wunderschön von Akari ins aus geblockt und der andere von ihrem Ass ins Mittelfeld gebracht. Vielleicht waren sie wirklich in der Lage das verlorene Set zu vergessen und weiterzuspielen als wäre nichts passiert. Doch mit jedem Ball wurde es für die Rothaarige schwieriger ihre Konzentration aufrecht zu erhalten, immer wieder wurde ihr schwarz vor Augen und wütend darüber stemmte sie die Beine in den Boden. Es stand erst 5-5 und sie würde ganz sicher noch nicht den Geist aufgeben. Dafür hatte sie später genug Zeit. Aber das Spiel gegen die Jungs war deutlich anstrengender als alles was sie in den letzten Monaten gespielt hatten, und das, obwohl sie beim Oberschulturnier so hoffnungslos verloren hatten. Nur jetzt war es an ihr einen Aufschlag zu machen.

Kurz atmete sie durch, fixierte einen Punkt nahe über dem Netz und mobilisierte nochmal ihre Körperkraft. Routiniert schlug sie dreimal gegen den Ball, drehte ihn in ihrer Hand und nahm drei Schritte Anlauf bevor sie einen mehr oder weniger wackeligen Float-Serve auf die andere Seite transportierte. Da er nicht sonderlich stabil gewesen war, war es für Yuu ein einfaches den Ball anzunehmen und zu ihrem Zuspieler zu verfrachten. Dieser schien gar nicht lange zu überlegen und spielte den Ball in die Mitte, von wo aus die Nummer 5 den Ball in ihr Feld schmetterte. Mit einer dezenten Handbewegung nach links wartete sie darauf, dass der Ball von Akari sauber zu ihr gespielt wurde und so sorgte Riona selbst für ein enges zuspiel auf die linke Seite, hoffend, dass ihre Freundin ihnen den Vorsprung einbringen würde.
Things you don’t understand are scary,
right?

Aktueller Stand 05-05 | Satz 3 | Aufstellung



~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~


once bitten and twice shy
i keep my distance, but you still catch my eye
tell me, baby, do you recognize me?

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BeitragThema: Re: Fly High~   Fly High~ - Seite 2 EmptyMo 08 März 2021, 23:59





Manami Kita
MONTAG, 2. JULI / 18:03 UHR / 009

So wirklich konnte Manami es noch nicht glauben, dass sie tatsächlich den ersten Satz gewonnen hatten - und dann auch noch mit einem so großen Vorsprung. Sie hatte das Gefühl, als könnte sie gar nicht mehr aufhören zu grinsen. Klar, sie waren nicht schlecht, aber ein Großteil des Teams schwänzte eben auch regelmäßig das Morgentraining. Da hatte sie nicht wirklich sonderlich hohe Erwartungen.
Während Mizuno-san die Strategien für das nächste Set mit ihnen besprach, ließ die Zweitklässlerin den Blick über ihre Teammitglieder schweifen, merkte wie Nervosität in ihrer Brust aufwallte. Eigentlich mussten sie auch direkt den zweiten Satz gewinnen. Den Sieg erkämpfen, solange dieser noch greifbar war. Gerade waren die anderen Mädchen noch in der Lage, mit den Jungs mitzuhalten, sie sogar zu überbieten, doch befürchtete sie, dass sie stark nachlassen würden, sobald sie an ihre Belastungsgrenze stießen.
Manami schüttelte sich den Zopfgummi aus den Haaren, die Hälfte hatte sich sowieso wieder befreit so viel wie sie sich über das Spielfeld bewegt hatte, und band sie erneut zu einem Zopf zusammen. Die Stimme ihrer Trainerin rückte in den Hintergrund und sie nickte nur noch abwesend mit dem Kopf, während ihre eigentliche Aufmerksamkeit auf dem Jungsteam auf der anderen Seite des Felds lag. Von der Gruppe schien eine Welle der Entschlossenheit auszugehen, die die winzigen Haare in Manamis Nacken zu Berge stehen ließ. Sie konnte es kaum abwarten, weiter gegen sie zu spielen. Es war viel zu lange her, dass sie solch ein Spiel gehabt hatten.

Ganz wie Manami es erwartet hatte, schienen die Fähigkeiten ihrer Teamkameradinnen rapide nachzulassen, je länger sich das Spiel zog. Doch leider setzte es sehr viel früher ein, als sie damit gerechnet hatte. Vernichtend bohrte sich ihr Blick in Watabes Rücken, als dieser erneut ein Ball entglitt, den sie im ersten Satz noch mit Leichtigkeit angenommen hatte. Genau deswegen sollte man das Training nicht schwänzen, dachte sie frustriert.
Die Jungs machten kurzen Prozess mit ihnen. Manami bemühte sich zwar, so viele Bälle wie sie nur konnte, anzunehmen, zu blocken und im gegnerischen Spielfeld zu versenken, aber so sehr sie sich auch anstrengte, der Abstand zwischen ihren Punkten und denen der Gegner wuchs immer weiter, bis sie schließlich keine Chance mehr hatten, sie einzuholen.
Frustriert und mit etwas mehr Kraft als wirklich notwendig griff Manami nach ihrer Trinkflasche als sie vom Feld trat, spritzte sich dabei fast etwas Wasser über das Trikot. Ihre Haut fühlte sich durch den ganzen Schweiß ekelhaft klebrig an, ihre Beine taten weh, weil sie ständig von der einen Ecke des Spielfelds zur anderen gerannt war, um so viele Bälle wie möglich anzunehmen, und ihre Haare hatten sich auch schon wieder aus dem Zopf befreit. Mit einem Seufzer blies sie sich einige Strähnen aus dem Gesicht und blickte dann zu ihrem Team.
“Ihr wisst schon, dass Captain-san recht hat, oder?” fragte sie in die Runde, zuckte leicht mit den Schultern. “Wenn wir alle mehr Übung miteinander hätten und besser aufeinander eingespielt wären, hätten wir den Satz vielleicht gewinnen können, aber so hatten wir keine wirkliche Chance.”  
“Es ist doch nur ein Trainingsspiel”, bemerkte Kikuchi kleinlaut.
Manami hob unbeeindruckt eine Augenbraue. “Wenn wir immer nur halbherzig beim Training dabei sind, werden wir uns niemals verbessern. Nur, weil kein großer Verlust über unseren Köpfen hängt, heißt das noch lange nicht, dass wir einfach entspannen können.”
Die Erstklässlerin senkte betreten den Blick. Im nächsten Moment spürte Manami eine Hand auf ihrer Schulter und sie zu Shirai-sensei auf, die sie alle ernst ansah. “Es bringt nichts, wenn ihr euch jetzt untereinander beschuldigt. Das wird eure Chancen nur noch schlechter machen. Kita hat recht, dass wir auch Trainingsspiele ernst nehmen sollten, allerdings hätte man das auch um einiges freundlicher ausdrücken können. Und noch ist das Spiel nicht verloren.” Die Lehrerin nickte Mizuno-san zu und bedeutete ihr, mit der Strategiebesprechung forzufahren.
Noch immer etwas unzufrieden mit der Gesamtsituation verschränkte Manami die Arme, sagte allerdings nichts weiter und hörte stattdessen aufmerksam dem zu, was ihr Coach zu sagen hatte.

Manami hatte das Gefühl, dass die Stimmung zwischen ihnen noch immer etwas merkwürdig war, als sie sich für den dritten Satz bereit machten, doch schnell merkte sie, dass ihre Worte, so hart sie auch gewesen waren, vielleicht doch etwas bewirkt hatten. Oder die von Michimiya-san. Woran auch immer es lag, die anderen Mädchen schienen nun etwas Feuer unterm Hintern zu haben und legten sich ins Zeug, um die klägliche Niederlage des zweiten Satzes hinter sich zu bringen.
Es war ein dichtes Kopf-an-Kopf rennen, schon vom ersten Aufschlag an. Beide Teams waren fest entschlossen, diesen Satz und somit den ganzen Sieg zu holen.
Sie sah, wie Akari den Ball der Nummer 5 annahm und zu Riona spielte. Michimiya-san hatte sich zur Rechten Seite hinüber bewegt, doch wartete bereits ein Block auf sie - die linke Seite hingegen war komplett frei. Der Zuspielerin schien dies ebenfalls aufgefallen zu sein, denn in dem Moment, in dem Manami “RIOOO!” rief, ihre Füße gegen den Hallenboden stemmte und zur linken Seite hinüber schoss, hatte diese sich schon perfekt positioniert, um ihr den Ball zuspielen zu können.
Mit aller Kraft sprang sie in die Luft, bog ihren Rücken, um so viel Kraft wie nur möglich in ihren Schlag legen zu können und schmetterte dann den Ball mit Schmackes in einer beinahe Senkrechten Linie übers Netz. Euphorisch stieß sie die Faust in die Luft, als sie wieder auf dem Boden landete. In den letzten Wochen und Monaten hatte sie viele Stunden damit verbracht, einen solchen Spike erzielen zu können und noch immer hatte sie Schwierigkeiten damit, ihn nicht ausversehen ins Netz zu spielen. Doch das hier war perfekt gewesen. Ihre Wangen waren rot durch die Aufregung und der Anstrengung, sie spürte wie auch ihre Ausdauer langsam zu schwinden begann, doch grinste sie über beide Ohren und hatte ein Funkeln in den Augen, das nur ein perfekter Spike bei ihr erzielen konnte.

Die nächsten Ballwechsel flogen nur so an ihr vorbei. Beide Teams machten Punkte, blockten Angriffe ab und rotierten in ihren Feldern. Auch wenn ihre Teamkameradinnen um einiges entschlossener wirkten, so gewannen die Jungs doch die Führung. Doch schnell kämpften sich die Mädchen wieder nach vorne, bis sie mit den Jungs gleichauf lagen. Einer dieser Punkte wurde ihnen dabei mehr oder weniger von dem Erstklässler geschenkt, der einzig für den Aufschlag mit der Nummer 11 wechselte und den Float Serve dann direkt versemmelte. Manami presste ihren Kiefer zusammen und drehte den Ball zwischen ihren Fingern, machte sich bereit für ihren dritten Aufschlag in Folge. Wenn sie auch mit diesem punktete, würden sie die Führung ergreifen.
Einen kurzen Moment lang schloss sie die Augen, konzentrierte sich nur auf das Gefühl des Kunstleders zwischen ihren Händen, atmete dabei einmal tief durch und sah dann entschlossen zur anderen Seite des Netzes hinüber. Sawamura war mit seinen Annahmen frustrierend gut gewesen und hatte dem Team mehr als einmal den Arsch damit gerettet. Bisher hatte der Captain immer unglaublich … gewöhnlich … auf Manami gewirkt, doch genau das schien ihn verdammt gut zu machen. Er war einfach solide. Und das war im Moment noch frustrierender als die kräftigen Angriffe des gegnerischen Asses. Irgendwie nahm sie es ein wenig persönlich, dass Sawamura so viele ihrer Bälle angenommen hatte und in einen Punkt für sein Team verwandelt hatte.
Vielleicht zielte sie genau deswegen mit ihrem Aufschlag in seine Richtung, auch wenn das ein wirklich riskanter Move war. Immerhin hatte der Drittklässler immer wieder gezeigt, dass er sehr wohl in der Lage war, ihre Bälle zu stoppen. Aber diesen würde er nicht aufhalten, beschloss Manami, als sie den Ball mit aller Wucht direkt auf Sawamura zusteuern ließ. Mit einem nahezu ohrenbetäubenden Klatschen prallte der Ball von seinem ausgestreckten Arm ab, flog in einem hohen Bogen in die Luft. Mehrere Jungs stolperten los, um ihn einzufangen, doch war keiner von ihnen schnell genug und der Ball landete mit einem zufriedenstellenden Geräusch außerhalb des Spielfeldes.





aktueller stand: 13 - 12 / dritter satz / aufstellung

~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~

Now I know what a fool I've been.
But if you kissed me now, I know you'd fool me again.



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BeitragThema: Re: Fly High~   Fly High~ - Seite 2 EmptyDi 09 März 2021, 16:44



Akari Ruyjin

Mo, 02.07.
18:25

» Everything I do, I do with
passion and patience. «
Nach dem zweiten Satz musste Akari erstmal durchatmen. Selbst mit ihrer Ausdauer begannen langsam ihre Muskeln schlapp zu machen und sie atmete heftiger. Sie sah Riona dabei zu, wie sie sich auf die Bank setzte und es machte ihr ernsthaft Sorgen, wie fertig die Zuspielerin aussah. Riona hatte in diesem Spiel wirklich viel leisten müssen, um dem Jungsteam was entgegen zu setzen und einige der Ballwechsel waren wirklich hart gewesen. Auch Michimiya war zunehmend ungehaltener geworden während des Spiels und jetzt platzte es aus ihr heraus. Akari verstand, was in ihrer Kapitänin vorging - sie selbst sah es ähnlich - aber es würde nichts bringen, das jetzt am Team auszulassen. Trotzdem äußerte sie sich dazu nicht und ließ Riona, Manami und ihren Coach die Situation regeln. Wenn sie ehrlich war ärgerte sie es sehr, dass so viele nicht regelmäßiger zum Training kamen. Es erinnerte sie an eine Zeit, in der ihre Fußball-Mannschaft kaum mehr Erfolge hatte, weil sie nicht vernünftig trainiert hatten. Die Begeisterung für den Sport war für Akari eine wichtige Grundlage, um gut zu werden und man musste nun mal viel Zeit auf sowas verwenden. Sie selbst war definitiv nicht die Beste im Team, aber sie hatte sehr viel investiert, um jetzt schon auf einem gewissen Level zu spielen, obwohl sie erst letztes Jahr mit Volleyball angefangen hatte. Wenn sie sich qualifizieren wollten, dann würden sie wesentlich besser werden müssen.  

Als Mizuno-san versuchte, sich für sie eine neue Strategie zu überlegen, hörte sie aufmerksam zu und nickte, als es um ihre Rolle im dritten Satz ging. Sie würde sich Hinata an die Fersen heften. Ihre eigene Sprungkraft war zwar nicht annähernd so groß wie seine, aber das konnte sie schließlich gut ausgleichen. Das, was ihr Probleme bereitete, war die Kraft, mit der die Bälle kamen und sie würde sich mehr ins Zeug legen müssen. DIe Mittelblockerin überlegte sich auch, dass sie ihn vielleicht von seiner Position als Verteidiger ablenken könnte, wenn sie seine Aufmerksamkeit auf sich zog. Ich muss noch besser blocken, dachte sie sich und blickte auf ihre Hand, die leicht rot war. So viele Bälle hatte sie versucht abzuwehren und trotzdem hatten sie den zweiten Satz verloren.

Akari hatte jedoch keine Zeit, sich noch mehr Gedanken darum zu machen, denn es ging schnell weiter. Mit ihrer neuen Strategie und ihrer Entschlossenheit fing es sogar ziemlich gut an. Sie legten sich ins Zeug und Akari schaffte es, einen Ball zu blocken, während Aihara einen guten Angriff hinbekam. Das Selbstbewusstsein des Teams stieg wieder und zumindest konnten sie vorerst gleichauf bleiben. Mit wachsender Besorgnis um Riona, versuchte Akari, sie zu entlasten, aber als Zuspielerin war man nun mal immer gefragt und so war es nur begrenzt möglich, sie zu schützen. Sie merkte allerdings auch, dass Manami sich mehr traute und an ihren Spikes gearbeitet hatte, denn sie schmetterte den Ball fast senkrecht in das Feld der Jungs.

Das Spiel zog sich und es wurde immer deutlicher, dass beide Teams fast gleichauf miteinander waren. Es gingen einige Ballwechsel mehrmals hin und her, die SPielzüge dauerten länger und die Punkte vermehrten sich auf beiden Seiten. Manami hatte ihren letzten Aufschlag in einen Punkt verwandelt und hatte schon den nächsten Ball in der Hand. Akari konzentrierte sich und nahm wieder eine bereite Haltung an. Sie stand Tanaka gegenüber, der irgendwelche Faxen machte - anscheinend um sie aus dem Konzept zu bringen. Ihr Fokus lag allerdings immer noch auf Hinata. Die derzeitige Aufstellung war ziemlich gleichmäßig verteilt und es war wirklich unsicher, wer den nächsten Punkt machen würde. Manami schlug den Ball geradewegs auf den großen, blonden Mittelblocker zu. Seine Annahmen waren während des ganzen Spiels etwas wackelig gewesen und nachdem Sawamura den letzten Ball nicht bekommen hatte, sah er grimmiger aus als zuvor. Der Mittelblocker bekam den Aufschlag nur gerade so und Kageyama lief los, um ihn näher zum Netz zu bringen, aber er hatte anscheinend die Distanz falsch kalkuliert und so landete der Ball nutzlos im Netz.

Die nächsten paar Punkte nahm das Hin und Her immer noch kein Ende. Nachdem die Jungs einen besonders starken Angriff versenkten, der sie in einen klaren Vorteil brachte, ließ Mizuno-san zu einer kurzen Auszeit pfeifen. Akari wischte sich schon zum wiederholten Mal mit dem Shirt das Gesicht ab, damit ihr der Schweiß nicht in die Augen lief. “Okay, so geht das nicht weiter”, sagte Mizuno-san. “Wir müssen uns endlich einen klaren Vorsprung ergattern.” Mit einem Blick auf Riona seufzte sie. “Wir können uns keinen weiteren Schlagabtausch mehr leisten, sonst stehen wir vielleicht bald ohne Zuspielerin auf dem Feld.” Ihr Coach rieb sich die Schläfe. “Alles, was ich mir bisher überlegt habe, würde zu nicht viel führen. Da wir jetzt rotieren, haben wir eine starke Angriffsformation. Wir müssen versuchen, einige Angriffe mit mehreren Angreifern zu starten.” Sie erklärte, dass Watabe ihr Verteidigungsfall hinten ausweiten müsse, um Michimiya und Aihara freizuhalten. Dann nahm sie Akari zur Seite. “Wenn du die Chance hast, dann versuch mit Finten Punkte zu bekommen.” Akari nickte und klopfte ihrer Trainerin zuversichtlich auf die Schulter.

Dann bezogen sie wieder Stellung und gaben ihr Bestes. Michimiya und Manami liefen für jeden Angriff, Rio verteilte die Bälle als hinge ihr Leben davon ab und Akari platzierte einige der Pässe mit geschickten Bewegungen dahin, wo niemand stand. Sie hatte Finten zwar nicht wirklich geübt, aber sie war durch ihre Geschicklichkeit mit dem Handling des Balls im Vorteil und die Finten in Kombination mit den gleichzeitigen Angriffen der anderen erweiterten Rionas Möglichkeiten enorm. Diesen plötzlichen Aufschwung hatten die Jungs wohl nicht erwartet. Sie waren sich mit dem letzten, wirklich beeindruckenden, Angriff von Asahi zu sicher geworden, dass sie den Vorsprung halten konnten und sahen sich nun sechs wild entschlossenen Mädchen gegenüber, die sich unbedingt beweisen wollten. Nach einigen intensiven Ballwechseln, die sich zogen, hatten sie sich doch tatsächlich bis zum Satzball durchgekämpft: 24-16. Alle Spieler auf dem Feld atmeten schwer und sicher hatte keiner von ihnen solch ein Ergebnis erwartet. Wenn das Karasuno-Jungsteam jetzt nicht noch ein Ass im Ärmel hatte, dann war das Spiel schon fast entschieden. Trotzdem gaben sie nicht auf. Mit finsteren Mienen nahmen sie ihre Plätze ein, während Akari und ihr Team noch einmal routierten.  

Akari sah sich nun der Situation gegenüber, den Aufschlag zu machen. Sollte sie ihn sicher spielen? Oder doch lieber riskanter, um vielleicht direkt den Punkt zu holen? Ihre Aufschläge waren noch nicht so gut, dass sie sich zutraute, ihre volle Kraft zu benutzen. Also warf sie den Ball hoch, nahm etwas Anlauf und sprang. Ihre Nerven waren zum Zerreißen gespannt. Schon in der Luft merkte sie, dass ihr Timing nicht gut gewesen war. Sie traf den Ball zu früh und schaffte es nur mit Not, ihn zumindest noch sicher ins andere Feld zu bringen, obwohl er ziemlich kurz geriet. Am Netz wartete aber schon Sawamura, der seine Annahme solide durchbrachte und den Ball in die Mitte manövrierte, wo Kageyama ihn erwartete. Das Zuspiel ging perfekt zu Asahi, der wohl aber damit gerechnet hatte, dass Hinata den Angriff bekommen würde und nicht so fest traf, wie sonst. Watabe sah ihr Chance und nahm den Ball gekonnt an. Dann ging alles ganz schnell. Erst war Riona dran, dann Manami und einen kurzen Moment sagte niemand etwas. Der Ball titschte noch einmal vom Boden auf und rollte dann in eine Ecke der Halle. Akari stieß einen langen Atem aus.
Sie hatten tatsächlich gewonnen.

25-16 / dritter Satz / letzte Aufstellung

Toyhouse Akari | 009







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Comet
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BeitragThema: Re: Fly High~   Fly High~ - Seite 2 EmptyDi 09 März 2021, 19:33


Riona Yuuki
We’ll never win
if we don’t believe we can
Montag 02. Juli
18:40 Uhr
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Wenn die rothaarige Zuspielerin ganz ehrlich mit sich und der Welt war: Ab dem Punkt an dem Manami ihnen den Vorsprung holte bekam sie nicht mehr wirklich mit was auf dem Feld überhaupt passierte. Ihr Körper reagierte einfach. Sprang und sprang, sprintete von einer Seite des Feldes in die Andere und jedes ihrer Zuspiele lief ab wie ein Film auf einer Festplatte. Sie hatte den Punktestand aus den Augen verloren, biss sich durch und aggressiv mahlte ihr Kiefer, während sie nicht nur einmal bedrohlich zu schwanken begann. Aber das Spiel nahm und nahm einfach kein Ende. Ball um Ball verließ ihre Handflächen und es war lediglich einer ganzen Menge Glück - und dem Prinzip der Muskelerinnerung - geschuldet, dass ihre Zuspiele sich nicht vollkommen im Sande verloren.

Denn auch wenn jeder Atemzug in Rionas Brust schmerzte, ihre Beine bebten und ihre Arme sich so schwer anfühlten wie Blei. Sie wollte nicht der Grund sein wieso sie dieses Spiel verloren. Auf gar keinen Fall. Plötzlich kam ihr ein Ball entgegen, zischte nur gefühlte Zentimeter an ihrem Gesicht vorbei und knallte laut hinter ihr auf dem Boden auf, als ihr Seite nach einer Auszeit pfiff. Den Ball hätte sie unmöglich bekommen können und doch wallte einen Moment Wut in ihr auf. Sie musste unbedingt wieder die Konzentration auf das Spiel lenken, irgendwie ihren Kopf freikriegen und ihren bescheuerten Körper dazu bringen noch ein kleines bisschen durchzuhalten. Deswegen blieb sie während der Auszeit auch stehen, versenkte das gesamte Gesicht in einem neuen Handtuch und keuchte angestrengt in den weißen Stoff.

“Ich bin voll… vollkommen in Ordnung!” Presste sie durch das Tuch hindurch heraus, zeigte einen zittrigen Daumen nach oben und holte tief Luft. Sie musste das irgendwie durchhalten. Und das Wissen, dass es mit ihr und ihrer Ausdauer langsam am Ende war schien das Team erneut zu entfachen. Auf einmal liefen die Spielzüge deutlich flüssiger ab, jeder gab noch einmal sein Bestes und sogar Riona war in der Lage einige komplexere Taktiken anzuwenden, ohne dabei spontan aus den Schuhen zu kippen. Denn die Zeit spielte deutlich gegen sie. Der Moment, an dem sie den Satzpunkt erreichten dachte die Zuspielerin wirklich es würde ihr die Füße unter dem Körper hinfortreißen und natürlich spürte sie auch die Blicke ihrer Kameraden - und dem Gegnerteam - auf sich, aber gerade das stachelte sie noch ein letztes Mal an. Hinter ihr wurde der Aufschlag gemacht, der Ball flog über ihrem Kopf über das Netz und wurde in einem flüssigen Zuspiel nach Sawamuras Annahme zum Ass gespielt, welcher direkt ihrer Libera in die Arme spielte.

Mit einem knurren drehte Riona sich herum, verfolgte den Ball mit den Augen, während ihr der Schweiß in Strömen über die Schläfen lief. Mit einem letzten Sprung spielte die Rothaarige den Ball aus einem Reflex zu Manami ohne auch nur einen Moment darüber nachzudenken. Das knallen des Balls kam erst bei ihr an, als der Pfiff das Spiel bereits beendet hatte. Der Tunnelblick, mit welchem die Zuspielerin das letzte Drittel des Spieles verbracht hatte begann langsam sich zu lichten als eine Hand sie am Arm packte und sie sich mit einer Verbeugung für das Spiel bedankten. An diesem Punkt knickten ihr die Beine ein. Sie hörte einige eifrige Schritte, bevor sich jemand unter ihren Arm schob und sie wieder in eine mehr oder weniger stehende Position zog. Yuus Gesicht tauchte direkt vor ihr auf, als er ihr einfach ohne Vorwarnung eine ganze Flasche Wasser über den Kopf kippte, kaum hatte er sie bis zu einer der Bänke gestützt. Anstatt sich jedoch auf die Bank zu setzen sank Riona neben der Bank an der Wand zu Boden und ließ ihren Kopf zwischen ihre angewinkelten Knie sinken. Ihr bester Freund direkt neben ihr und sie war sogar zu fertig, um ihn wegen der Aktion mit dem Wasser anzuknurren.

Um sie herum herrschte Chaos, die Jungs riefen durcheinander, die Mädchen freuten sich und sie selbst versuchte irgendwie ihren Atem wieder zu beruhigen.
Sie würde definitiv nie wieder das Ausdauertraining schwänzen. Nie fu.cking wieder.
Nach ein paar Minuten wich der Schmerz in ihrer Lunger einer bleiernen Übelkeit, welche dafür sorgte, dass die Schülerin sich bereits die zweite Wasserflasche zwischen die Finger klemmte. Langsam aber sicher wurde es etwas ruhiger um sie herum, immer wieder piekste die kleine Nevensäge neben ihr mit einem Finger gegen ihre Wange - wahrscheinlich um zu schauen, ab wann sie ihm eine Kopfnuss gab - und ein lautes Pfeifen brachte Riona dazu matt den Kopf zu heben. Nass klebten ihre rote Locken überall und nicht nur einmal musste sie sich diese zittrig aus dem Gesicht streichen.

“Okay Mädels.”
Fing Ukai an, klatschte in die Hände und grinste über das ganze Gesicht. Dabei schloss er die Jungs bewusst mit ein, welche es wohl mehr oder weniger gewohnt waren mit “Mädels” angesprochen zu werden. “Takeda-sensei, Shirai-sensei, Chiyo und meine Wenigkeit haben das Spiel wirklich mit viel Interesse verfolgt. Und wir werden mit euch die Ergebnisse des Spieles auch noch zu genüge besprechen, aber erst einmal eine gute Nachricht im Voraus.” Verschmitzt grinste er ihre Trainerin an, diese verdrehte lediglich die Augen und trat nun selbst etwas vor. “Ich hab mit Keishin gesprochen und er hat zugestimmt, wenn ihr…” Eine Pause folgte in der sie ihren Mädchen zunickte. “...gegen die Jungs gewinnt fahrt ihr nach den Prüfungen mit ins Trainingscamp nach Tokyo.” Nun legte sich auch ein leichtes Lächeln auf ihr Gesicht, einen Moment sagte niemand was, bevor der Kerl an ihrer Seite laut anfing zu Jubeln. Aus Reflex hielt die Rothaarige sich die Ohren zu und schaltete irgendwann vollkommen ab, als alle um sie herum in eine rege Diskussion verfielen. Warum hatten die bitte alle noch so viel Energie?
Things you don’t understand are scary,
right?




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i keep my distance, but you still catch my eye
tell me, baby, do you recognize me?

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BeitragThema: Re: Fly High~   Fly High~ - Seite 2 EmptyDi 09 März 2021, 23:19





Manami Kita
MONTAG, 2. JULI / 18:47 UHR / 010

Manami hatte schon unzählige Volleyball-Spiele in ihrem Leben gespielt, viele davon genauso lang oder noch länger als dieses. Und trotzdem fühlte es sich irgendwie so an, als würde dieses Spiel schon eine ganze Woche lang dauern. In einer ruhigen Sekunde stützte sie sich mit den Händen auf ihre Oberschenkel und atmete tief durch. Ihr Oberteil klebte ihr am Rücken und sie rümpfte die Nase, zupfte an dem Stoff, versuchte etwas Luft an ihre verschwitzte Haut zu wedeln. An ihrer Ausdauer musste sie noch arbeiten.
Die Auszeit kam ihr ganz gelegen, auch wenn sie nur wenige Sekunden andauerte. Manami hob den Arm zu ihrem Gesicht und presste ihre Haut gegen das Material ihrer Ellenbogenschiene. Schwer atmend stand sie neben Akari und hörte den Worten von Mizuno-san zu, verlagerte ihr Gewicht dabei etwas mehr auf die eine Seite und lehnte sich gegen die Schulter der Mittelblockerin. Ihr Blick wanderte zu Riona und sie zog leicht die Augenbrauen zusammen, sah die Rothaarige fragend an. Doch schwang noch genug Feuer in ihrer Stimme mit, sodass Manami sich nicht wirklich Sorgen um sie machte. Riona war hatnäckig. Solange sie sich etwas in den Kopf gesetzt hatte, würde sie sich nicht so schnell vom Spielfeld scheuchen lassen, auch nicht von ihrer eigenen Erschöpfung.
Manami presste sich ihre Wasserflasche gegen die gerötete Wange, genoss die Abkühlung, die es ihr schenkte. Doch auch, wenn ihre Beine schon langsam begannen, unter der Anstrengung zu zittern und sie merkte, wie ihre Sprünge immer niedriger und Spikes immer schwächer wurden, sie schlugen sich gut. Sie hatten eine Chance, zu gewinnen. Und das war alles, was Manami brauchte, um in den letzten Spielminuten noch einmal alles zu geben, was sie ihrem Körper entlocken konnte.

Es war merkwürdig. Einerseits lag all ihr Fokus auf dem Spiel, doch gleichzeitig nahm alles sie alles wie durch einen Schleier war. Die einzelnen Spielzüge selbst nahm sie ganz klar wahr - Ball annehmen, laufen, blocken, laufen, nochmal blocken, den Ball zu Riona spielen, springen, schlagen, laufen - doch wirklich die Punkte voneinander differenzieren könnte sie nicht, würde man sie danach fragen. Es war alles einfach nur eine sehr, sehr lange Rallye.
Aufschlag, laufen - irgendwo hörte sie Riona ihren Namen rufen - springen, ausholen, zuschlagen, punkten. Manami fuhr sich mit dem Arm über die Stirn, wischte den Schweiß von ihrem Gesicht und wartete darauf, dass die den Ball für den nächsten Aufschlag bekam. Nur … kam dieser nicht. Verwirrt blickte sie auf und erst dann fiel ihr auf, dass ihre Teammitglieder sich gegenseitig umarmten, sich breit grinsend auf die Schultern klopften. Sie hatten gewonnen. Langsam sickerte die Information auch zu Manami durch und sie spürte, wie sich ein Grinsen auf ihrem Gesicht ausbreiten. All ihre Erschöpfung für einen kurzen Moment vergessen, sprang sie ebenfalls zu ihrem Team hinüber, schlang die Arme um die anderen Mädchen und jubelte mit ihnen. Auch wenn es nur ein Trainingsspiel war, irgendwie hatte sich ein Sieg lange nicht mehr so gut angefühlt.
Sie griff Riona am Arm, da diese, nun da das Spiel vorbei war, etwas neben der Spur wirkte, und zog sie mit sich, um die traditionelle Verbeugung hinter sich zu bringen. “Das letzte Zuspiel war großartig!” grinste sie ihre Freundin an und wandte sich dann ab, um sich zu Sawamura und Michimiya-san zu gesellen, die sich beide gegenseitig die Hand reichten. Und so bemerkte sie gar nicht, wie Riona die Beine wegklappten und Nishinoya sie mit Wasser überschüttete.
“Hey Sawamura-san, das waren großartige Annahmen! Magst du mir bei Gelegenheit vielleicht mal ein wenig mit meinen helfen?”
Sawamuras Augen weiteten sich leicht überrascht und er legte verlegen eine Hand an den Nacken, nickte allerdings und schenkte ihr ein kleines Lächeln. Es schien so, als würde er noch etwas sagen wollen, doch da riefen ihre Trainer sie zusammen.

Manami griff nach Akaris Handgelenk und zog sie mit sich, ließ sich neben Riona und Nishinoya auf dem Boden nieder und reichte der Rothaarigen wortlos ein Handtuch, welches sie auf ihrem Weg aufgegriffen hatte. Sie konnte den leichten Anflug von Kopfschmerzen hinter ihrer Stirn spüren, wie jedes Mal, wenn sie sich lange Zeit am Stück verausgabte und ihr das Blut in den Kopf schoss. Sie griff nach ihrer Wasserflasche, trank einige Schlucke und schraubte sie dann wieder zu, um sie sich gegen die Stirn zu pressen, während sie den Trainern zuhörte. Ein leichtes Lächeln schlich sich auf ihr Gesicht, als Ukai sie alle mit ‘Mädels’ ansprach.
Durch halb zugekniffene Augen beobachtete sie Mizuno-san, versuchte sich auf ihre Worte zu konzentrieren und das Rauschen in ihren Ohren auszublenden.
“Echt jetzt?!” Manami hob die Wasserflasche von ihrem Gesicht und sah zwischen ihren beiden Trainern hin und her, ganz so als könnte sie nicht glauben, was sie gerade gehört hatte. Die Bestätigung ging fast in den Jubelrufen des Liberos der Jungs unter, doch konnte die Zweitklässlerin sie noch gerade so aufschnappen. Mit einem breiten Grinsen sah sie zu Riona und Akari, stieß beiden gegen die Schulter. “Habt ihr das gehört? Wir fahren nach Tokyo!”






Chiyo Mizuno
MONTAG, 2. JULI / 18:59 UHR

NPC ACTION

Chiyo erlaubte ihrem Team einige Minuten, um sich über die Nachrichten zu freuen. Nach dem Sieg hatten sie sich das auch verdient.
“Ich hab dir ja gesagt, dass die Jungs sich auch darüber freuen werden”, sagte Ukai neben ihr. Die Trainerin verdrehte erneut die Augen, erwiderte allerdings das Lächeln des anderen Coachs. Zumindest ein wenig. Dass zwischen den beiden Teams ein halbwegs gutes Verhältnis herrschte, war ihr nur recht. Immerhin würden sie bis zu den Sommerferien eine Halle teilen müssen. Augenblicklich verdunkelte sich ihre Miene wieder bei dem Gedanken daran. Fuyuko-san hatte ihr schon berichtet, dass sie mit dem Direktor gesprochen hatte und ihm ihre Meinung gesagt hatte, doch war es immer noch unfassbar, dass es in erster Linie überhaupt dazu gekommen war. Chiyo wusste bereits, dass sie heute Abend wieder viel zu spät ins Bett kommen würde, weil sie ihre Pläne für das Team an die neue Hallensituation anpassen musste.
Ihr Blick glitt zur Uhr hinauf und sie hob beide Hände zu ihrem Mund, um die Aufmerksamkeit der Teenager mit einem lauten Pfiff wieder auch sich zu lenken. Mit einem Kopfnicken bedeutete sie den Mädchen, sich auf die andere Seite der Halle zurück zu ziehen, damit sie dort das Spiel besprechen konnten.
Einen Moment lang wartete sie, bis auch die letzten eingetrudelt waren, tappte sich dabei ungeduldig mit dem Finger gegen den Arm. Dabei ruhte ihr Blick etwas länger auf Yuuki und sie hob still fragend eine Augenbraue.

“Ihr habt euch gut geschlagen”, begann Chiyo die Besprechung und sah dabei in die Runde. “Aber da war auch eine Menge Luft nach oben. Und einiges davon hätte sich sicher vermeiden lassen, wenn manche hier das Training etwas ernster nehmen würden, da muss ich eurer Kapitänin recht geben.” Sie presste zwei Finger gegen ihren Nasenrücken und seufzte leise. “Niemand zwingt euch hier zu sein. Aber wenn ihr ein Teil des Teams sein möchtet, dann müsst ihr das auch zeigen und euch bemühen. Ansonsten ist es unfair denen gegenüber, die jeden Morgen in der Halle stehen und sich anstrengen.”
Damit hatte sie ihren Teil dazu gesagt und ging über, die einzelnen Spielzüge genauer zu besprechen, auf Fehler hinzuweisen und das zu loben, was ihre Spielerinnen schon gut hinbekommen hatten.

Schließlich klatschte sie in die Hände. “Ok. Genug ausgeruht.” Erneut sah sie zur Uhr hinauf. Es blieben ihnen noch gut anderthalb Stunden Zeit für das restliche Training. Das Spiel hatte sich definitiv gezogen. “Ich will, dass ihr euch in Paaren gegenseitig Bälle zuspielt, um die Annahmen zu üben. Die hätten während des Spiels nämlich durchaus besser sein können.”




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BeitragThema: Re: Fly High~   Fly High~ - Seite 2 EmptyMi 10 März 2021, 19:07



Akari Ruyjin

Mo, 02.07. - 19:21

» Everything I do, I do with
passion and patience. «
Akari blickte mehr als einmal rüber zu Riona, die aussah, als wäre sie völlig außer sich. Dass Manami sie bereitwillig am Arm packte und Nishinoya auch direkt über das Feld angelaufen kam, beruhigte sie ein bisschen. Als sie dann selber auch einen kräftigen Griff an ihrem Handgelenk spürte, ließ sie sich mitziehen. Manami war immer zuverlässig, wenn es darum ging, auch nach einem Spiel eine positive Atmosphäre herzustellen. Dass sie von Sawamura etwas lernen würde, wären ihre Annahmen sicher noch stärker als eh schon. Sie setzte sich neben Riona und hörte Nishinoya zu, wie er sich um sie kümmerte und ihr zuredete. Sie reagierte zumindest und das zeigte Akari, dass ihre Freundin noch in der Gegenwart war. Also richtete sie ihre Aufmerksamkeit auf Ukai und Mizuno. EIn kleines Lächeln schlich sich auf ihr Gesicht und sie warf Manami einen Seitenblick zu. Sie nickte und trank einen Schluck aus ihrer Flasche.

Es waren tolle Neuigkeiten, dass sie die Möglichkeit haben würden, gegen andere Schulen zu spielen und sie dachte darüber nach, wer alles vermutlich dabei sein würde. Sie kannte die meisten Schulen nur vom Namen her, weswegen sie sich nicht vorstellen konnte, wer alles als Spieler dort sein konnte. Eine Überlegung ließ sie jedoch stocken.... Nekoma. Als eine der Top-Schulen aus der Tokyo-Präfektur mit Volleyball-Team konnte sie ich fast schon sicher sein, dass sie dort sein würden. Schließlich hatte sie auch lange überlegt, ob sie zu Nekoma gehen sollte. Und das hieß… Akari spürte Hitze in ihren Wangen aufsteigen, doch sie erdrückte das Gefühl schnell. Auch die weiteren aufkommenden Gedanken schob sie in die hinterste Ecke ihres Gedächtnisses. Nope. Damit würde sie jetzt gar nicht erst anfangen. Aber vielleicht würde sie später heimlich Kenma eine Nachricht zukommen lassen. Nur so. Natürlich.

Mizuno ergriff wieder das Wort und wenn Akari ehrlich war, machte es sie etwas fassungslos, dass die Trainerin jetzt noch Übungen anschließen wollte. Selbst sie war ziemlich fertig, geschweige denn von Riona und obwohl sie immer gerne trainierte, war ihr das zu viel. Sie hatte kein Problem damit, bis spät abends in der Halle zu stehen und Bewegunsabläufe zu üben, doch heute kam es ihr übertrieben vor. Das Spiel gegen die Jungs hatte sie alle sehr viel Energie gekostet und sie hatten mehr als zwei Stunden volle Konzentration und Kraft gebraucht. Klar war es wichtig, dass das Team gemeinsam übte, aber sie alle hatten ihre Ausdauergrenzen in gewisser Weise bereits überschritten. Akari zog die Augenbrauen zusammen und sagte dann zu Manami: “Ich bin gleich wieder da. Wir können ein Team bilden, wenn du magst.” Ohne ein weiteres Wort stand sie auf und lief an ihrer Trainerin vorbei zur Tür. Michimiya und Aihara hatten schon begonnen, aufzustehen und riefen ihr verwundert nach. Akari lief in Richtung Toilette, nahm ihr Handtuch von der Schulter und hielt es unter den Wasserhahn. Danach wrang sie es sorgfältig aus und schüttelte es ein bisschen, um es noch etwas weiter abzukühlen. Im Laufschritt kehrte sie dann zu Riona zurück, die immer noch auf dem Boden saß. Nishinoya war von Ukai anscheinend schon wieder zurück beordert worden und das Mädchenteam hatte auch angefangen, Annahmen zu üben. Immer noch wortlos ging Akari zu Riona rüber und legte ihr vorsichtig das nasse Handtuch in den Nacken. Der Körper der Zuspielerin war heiß und verschwitzt, aber es schien so, als würde sie sich wieder erholen.

Als sie sich vergewissert hatte, dass Riona noch genug Wasser hatte - sie stellte ihre eigene noch neben ihre Teamkameradin - stand sie auf und schnappte sich einen Ball. Dann drehte sie sich zu Manami um und neigte den Kopf, wie um zu fragen “wollen wir?”. Der geradlinige Ablauf der Übungen gab ihr die Zeit und die Ruhe, ihre Emotionen wieder besser unter Kontrolle zu bekommen. Sie merkte, wie ihre Reaktionszeit länger wurde, ihre Arme schwerer, ihre Beine träger. Trotzdem versuchte sie, sich noch weiter zu fokussieren und den Ball in der Luft zu halten. Außer dem regelmäßigen Quietschen der Schuhe auf dem Hallenboden und dem gelegentlichen Knall eines herunterfallenden Balles war kaum etwas zu hören. Es war so, als würden sie alle noch mit den Gedanken beim Spiel sein und es innerlich verarbeiten.

Toyhouse Akari | 010






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Zuletzt von Himmelsstürmer am Do 11 März 2021, 20:10 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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