Warrior Cats - das RPG
Warrior Cats - die Welt der Katzen.
Tritt dem DonnerClan, WindClan, FlussClan, SchattenClan, WolkenClan oder dem BlutClan bei und führe ein Leben als Krieger!
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Hierarchie
DonnerClan
Anführer: Toxinstern
2.Anführer: Honignase
Heiler: Eichenblatt
Heilerschüler: Enzianpfote

FlussClan
Anführer: Jubelstern
2.Anführer: Hirschfänger
Heiler: Kauzflug

WindClan
Anführer: Sturmstern
2.Anführer: Rostkralle
Heiler: Milanschrei

SchattenClan
Anführer: Mohnstern
2.Anführer: Gewitterbrand
Heiler: Abendhimmel

WolkenClan
Anführer: Brombeerstern
2.Anführer: Wildfeuer
Heiler: Tränenherz
Heilerschüler: Regenpfote

BlutClan
Anführer: Djinn
2.Anführer: //
"Heiler": Emerald
"Heilerschüler": Lotta

Das RPG
Jahreszeit:
Blattfall

Tageszeit:
Sonnenuntergang

Tageskenntnis:
Die Blätter haben begonnen von den Bäumen zu fallen und besonders nach Sonnenaufgang ist der Wald in Nebel gehüllt. Die Luft ist dadurch feuchter und kühler geworden. Auch sind am Himmel jetzt vermehrt wieder graue Wolken zu sehen. Regentropfen fallen aber nur vereinzelt und die Beute hat sich noch nicht ganz zurückgezogen.


DonnerClan Territorium:
Langsam wird es hier kühler. Nebel und Wolken sorgen für weniger Sonne und feuchte Luft. Immerhin schützen die Bäume vor zusätzlicher Kälte durch den Wind und es gibt noch genug Beute, die ein erfahrener Jäger erlegen kann.


FlussClan Territorium:
Der Wasserstand des Flusses hat sich wieder normalisiert, aber das Wasser kühlt langsam ab. Das Wasser selbst ist jedoch immer noch von den Arbeiten der Zweibeiner flussaufwärts verdreckt und Fische sind keine mehr zu finden. Die sind alle nach Süden geschwommen und um noch einen zu finden, müsste eine Katze ganz schön Glück haben.


WindClan Territorium:
Hier ist der kalte Wind am heftigsten, aber dafür bekommen die WindClan-Katzen im Hochland etwas mehr von der Sonne mit als die übrigen Clans. Hier bricht die Nebeldecke häufiger auf, um die Sonnenstrahlen durchzulassen, auch wenn es trotzdem kühl und windig bleibt. Die Kaninchen werden weniger, aber alles in allem gibt es noch genug Beute.


SchattenClan Territorium:
Auch das Territorium des SchattenClans ist in Nebel gehüllt. Die Luft ist hier durch den Sumpf noch ein wenig feuchter und Eidechsen sowie Schlangen sind inzwischen verschwunden. Die Frösche ziehen sich ebenfalls zurück, aber ansonsten gibt es noch genügend Beute, um den Clan zu versorgen.


WolkenClan Territorium:
Der Nebel hat auch das Territorium des WolkenClans erreicht und die Vögel werden langsam ruhiger. Dennoch gibt es genügend Beute, um den Clan zu versorgen, auch wenn eine Katze beim Jagen vielleicht ein wenig besser aufpassen sollte. In den Baumwipfeln hat ein guter Kletterer auch eine besser Chance mit etwas Glück vielleicht doch ein paar Sonnenstrahlen mehr abzubekommen, wann immer der Nebel aufreißt.


Baumgeviert:
Auch die vier mächtigen Eichen verlieren langsam ihre Blätter und die Senke ist in Nebel gehüllt und wenn gerade keine Katze hier ist, scheint geradezu die Zeit still zu stehen. Nur manchmal wagt sich doch noch ein Beutetier ins Freie.


BlutClan Territorium:
Auch hier ist es nebelig und die Luft ist feucht geworden. Immerhin schützen die Wände des Lagers gut vor Kälte und Feuchtigkeit und auch manchmal unangenehme Clangenossen bieten einen gewissen Schutz vor Hunden und anderen Gefahren. Monster stellen nach wie vor eine Gefahr für die Katzen dar und die Futtersuche wird langsam wieder schwieriger.


Streuner Territorien:
Auch hier ist der Blattfall angekommen. Die Bäume verlieren ihre Blätter und der Nebel umhüllt große Flächen. Die Luft ist feucht und an höhergelegenen Stellen geht ein kalter Wind. Die Beute zieht sich langsam zurück, aber besonders eine erfahrene und gesunde Katze sollte keine Probleme haben, sich zu versorgen.


Zweibeinerort:
Nebel, Kälte und feuchte Luft verleiten Hauskatzen wieder vermehrt dazu, sich in die Nester ihrer Zweibeiner zurückzuziehen, oder zumindest im eigenen Garten zu bleiben. Vielleicht wagt sich die eine oder andere sehr neugierige Katze aber immer noch nach draußen und setzt sogar eine Pfote über ihren Garten hinaus.

 

 Fly High~

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Comet
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BeitragThema: Re: Fly High~   Fly High~ - Seite 4 EmptySo 21 März 2021, 21:31


Riona Yuuki
We’ll never win
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Sonntag 08. Juli
14:20 Uhr
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Zu spät zu kommen war ein absolutes Horrorszenario für Riona. Im Normalfall war immer sie es, die gut 10 Minuten vor der Zeit am Treffpunkt auftauchte, auch beim Training war sie fast immer die Erste und so brauchte es tatsächlich ein wenig Überwindung im Endeffekt auf die Klingel vor Akaris vier Wänden zu drücken. Sie hatte ihren Freundinnen zwar erzählt, dass sie später kommen würde, doch war es ihr trotzdem hochgradig unangenehm.

Es dauerte nicht lange bis ihr die Tür vor der Nase aufgerissen wurde und so unauffällig wie möglich folgte die Rothaarige ihrer Freundin durch das Wohnzimmer und die Küche nach draußen. Sicherheitshalber hatte sie bereits ihre Sonnenbrille auf der Nase, grinste Manami zu und stellte ihre eigene Tasche ab. „Du weißt, dass du hier nicht den Gastgeber spielen musst?“ Schmunzelnd setzte die Zuspielerin sich hin, zog ihre Tasche auf den Schoß und breitete ihr Material auf der Tischplatte aus. „Wenn wir etwas brauchen können wir es uns selber holen, keine Sorge.“ Trotzdem hatte sie keine Chance. Nur Minuten später standen Getränke und eine ganze Schale mit Wassermelone auf dem Tisch. Manchmal hatte Akari wirklich etwas sehr mütterliches an sich.

Riona war eigentlich nicht so schlecht in Geschichte. Sie hatte sich im letzten Trimester mit 60 Punkten ganz gut im Mittelfeld gehalten und es würde sie auch nicht stören, wenn es sich dieses Mal wieder so verhalten würde. Aber dafür mussten sie wirklich lernen und da sie genau wusste welche Probleme die Weißhaarige mit dem Fach hatte, stellte sie sich innerlich schon einmal auf den einen oder anderen trotzigen Nervenzusammenbruch ein. Aber die ersten zwei Stunden verliefen einigermaßen Harmonisch, auch wenn Riona der Überzeugung war, sobald noch eine einzige Jahreszahl in ihren Kopf passen musste… dann würde sie einfach platzen. Warum bestand ihr Geschichtsunterricht einfach nur daraus Jahreszahlen auswendig zu lernen? Es gab sicher spannendere Aspekte und Schwerpunkte die man abfragen könnte.

Gerade als Akari es ansprach begann ihr Magen lautstark zu knurren, Riona war eigentlich schon drauf und dran aufzustehen, um ihrer Freundin zu helfen, doch war diese viel zu schnell. Sie war schon in der Küche verschwunden und kam nur Augenblicke später vollgepackt wieder zu ihnen. Eigentlich wartete die Rothaarige nur darauf, dass es sie von den Beinen holte, weil sie die über die Türschwelle stolperte oder so ähnlich. Aber zum Glück kam alles heile an, sie konnten sich etwas zu essen nehmen und innerlich schwor die Zuspielerin sich bereits beim Abräumen zu helfen.

Da hatte sie ziemlich strikte Moralvorstellungen. Mit ihren Stäbchen bewaffnet wünschte sie den anderen einen guten Appetit und schob sich dann zuerst etwas Tomate in den Mund. „Yuu schickt mir seit ner Stunde regelmäßig Selfies mit den Spielern der anderen Teams. Die sind ja heute Nacht schon losgefahren.“ Fing Riona an, angelte nach ihrem Handy und hielt es ihren Freundinnen unter die Nase. „Das ist der Libero von Nekoma, das der Libero von Fukurodani.“ Immer wieder wischte sie zum nächsten Bild. „Das sind der Zuspieler und der Kapitän von Fukurodani.“ Dabei zeigte sie den beiden ein Bild, auf welchem zwei Kerle in weißen Jacken zu sehen waren, Noyas Gesicht nur ganz klein in der linken unteren Ecke. „Ah und das ist der Kapitän von Nekoma.“ Ein Bild weiter sah man Yuu, wie er halb auf dem Körper eines dunkelhaarigen Schülers geklettert war. „Die Jungs scheinen echt spaß zu haben. Ich hab Hinata-kun und Tobio noch rennen sehen als ich das Schulgelände verlassen hab.“

Dabei schob sie sich immer wieder etwas zu Essen in den Mund und bedachte nachdenklich die Bilder auf ihrem Handy. „Aber sonst ist bei mir nichts passiert. Ich hab meinen Vater seit Tagen nicht mehr aus seinem Büro kommen sehen, scheint wohl was wichtiges zu passieren bei ihm.“ Ratlos zuckte Riona mit den Schultern und legte dann ihr Handy mit dem Display nach unten auf den Tisch. Nebenbei griff sie sich eine Scheibe Wassermelone und legte den Kopf schief. Sie hatten durch die Prüfungen und Klausuren echt nicht viel Zeit füreinander gehabt und das würde sich nun so kurz vor dem Vorentscheid für die Nationalmeisterschaften sicherlich nicht ändern.

Aber so konnte sie auch Tage wie diese genießen, in denen sie sich trafen um zu lernen. Immerhin hatten sie trotzdem ihre Ruhe und ein wenig Zeit sich miteinander zu unterhalten. Das stimmte sie wenigstens so zufrieden, dass sie über die latente Müdigkeit und ihre total durcheinandergeratene Gefühlswelt weitestgehend hinwegsehen konnte. Vielleicht konnte sie ihr Team oder auch nur ihre Freundinnen dazu überreden mal ein Training nach draußen in eines der Naturbäder zu verlagern. Das würde ihnen sicher guttun und den Teamgeist stärken. Dann konnten sie im Nachhinein vielleicht zusammen grillen oder sich im Voraus schon etwas zu Essen vorbereiten. Abgesehen davon, dass sie sicherlich alle etwas Spaß gebrauchen konnten war Training im Wasser gut für die Oberkörpermuskulatur und für das Gleichgewicht. Und Gerade Balance war für die Angreifer des Teams besonders wichtig.

Jetzt erst merkte sie, dass sie schon wieder vollkommen mit den Gedanken abhandengekommen war, also schüttelte sie kurz den Kopf und musterte Manami und Akari dann neugierig.
Things you don’t understand are scary,
right?




~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~


once bitten and twice shy
i keep my distance, but you still catch my eye
tell me, baby, do you recognize me?

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Prancer
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BeitragThema: Re: Fly High~   Fly High~ - Seite 4 EmptyMo 22 März 2021, 20:26





Manami Kita
SONNTAG, 8. JULI / 14:23 UHR / 016

Manami schüttelte den Kopf als sie eintrat. “Ich hab hauptsächlich Knabberzeug mit”, sagte sie und zuckte kurz mit der Schulter wodurch es in ihrem Rucksack verräterisch knisterte. “Hallo Ruyjin-san. Vielen Dank, dass wir hier lernen dürfen.” Sie verbeugte sich leicht und ließ dann den Schwall an Fragen über sich ergehen, beantwortete jede einzelne geduldig - ihre Eltern hatten in ihrer Erziehung besonderen Wert auf ihre Manieren gelegt und ihr immer wieder eingetrichtert, wie sie sich zu verhalten hatte, wenn sie irgendwo zu Besuch war.
So wirklich störte sie die Unterhaltung auch nicht. Sie mochte Akaris Eltern. Sie waren immer nett und zuvorkommend und versorgten sie mit leckeren Snacks - mehr brauchte es nicht wirklich, um Manami glücklich zu machen.
Während Akari zur Eingangstür lief, um - wie sie vermutete - Riona die Tür zu öffnen, stand Manami im Rahmen zwischen Wohnzimmer und Flur und beantwortete die letzten Fragen der Mutter ihrer Freundin.
“Hi Rio!” Mit einem Grinsen begrüßte sie die Kleinere, doch fiel dieses etwas, als sie sich an Hajimes merkwürdige Nachricht erinnerte. Beinahe hätte sie Rio gefragt, ob sie wusste, wieso Tōru am Rumjammern sein könnte, dann fiel ihr wieder ein, dass die beiden ja nun getrennt waren. Dann würde sie wohl Hajime nerven - oder einfach Tōru direkt fragen.

Im Gegensatz zu Rio hatte Manami schon vor einer Weile aufgegeben, Akari davon abzuhalten, die Gastgeberin zu spielen. Es war sowieso ein zweckloses Unterfangen. Das war einfach Akaris Art. Also ließ sie ihre Freundin einfach ihren Getränkewunsch wissen und breitete ihre Schulsachen auf dem Tisch aus, während sie auf ihre Rückkehr wartete. Sie war froh, dass Akari ein halbwegs bedecktes Plätzchen in ihrem Garten ausgewählt hatte, denn bereits jetzt spürte Manami wie sich die Sommerhitze in ihre Haut bohrte. Sie verfluchte sich selbst etwas dafür, dass sie heute Morgen ein langärmliges Oberteil ausgewählt hatte, doch so würde sie sich wenigstens nicht sorgen, dass sie sich die Arme verbrannte, sollten sie irgendwann doch in der Sonne sitzen.
Es dauerte eine ganze Weile, bis Manami sich überhaupt in das Thema hinein gefunden hatte. Bei Geschichte fiel es ihr immer besonders schwer, sich nicht von anderen Dingen ablenken zu lassen - und der Garten von Akaris Familie bot da wirklich eine Menge Ablenkungen. Das leise Summen von Insekten, die Geräusche aus den Nachbargärten, die Pflanzen die sich sanft im seichten Wind wogen. Wirklich alles war interessanter als (urgh) Geschichte.
Und wenn sie nicht gerade damit beschäftigt war, eine Biene zu beobachten, wie sie von einer Blüte zur nächsten summte, wanderten ihre Gedanken zu den Videos der anderen Teams, mit denen sie es beim Trainingscamp zu tun haben würden, die sie sich gestern Abend vor dem Schlafen noch angesehen hatte. Wirklich viel hatte sie zwar nicht gefunden, hauptsächlich einzelne kurze Clips von Fukurodanis Spielen bei den Nationals in den letzten Jahren, doch das, was sie gefunden hatte, war schon irgendwie beeindruckend gewesen. Die Teams hatten es definitiv in sich.

Trotz ihrer wandernden Konzentration, hatte Manami fast drei Seiten an Notizen als Akari das Thema Essen ansprach. Um einiges energetischer, als sie es wenige Sekunden zuvor noch gewesen war, als sie die Daten aus dem Geschichtsbuch in ihr Heft kopiert hatte, blickte sie auf und nickte eilig.
Während der letzten Stunde hatte sie zwar immer wieder in ihre Tüte an Knabbereien gegriffen, doch klang etwas richtiges zu Essen um einiges besser.
“Brauchst du-”, begann sie, doch da war Akari bereits um die Ecke verschwunden, “...Hilfe?”

“Ohh, das sieht lecker aus!” Manami beugte sich mit einem hungrigen Gesichtsausdruck über die Platte, wusste gar nicht, womit sie als erstes anfangen sollte. “Danke für das Essen!”
Mit vollem Mund lehnte sie sich zu Rio hinüber, als diese ihr Handy heraus zog und betrachtete die Bilder, die Nishinoya ihr geschickte hatte. Dabei wurde ihre Frustration mit Geschichte nur noch größer. Wenn das blöde Fach nicht wäre, dann hätten sie vielleicht auch schon dieses Wochenende mitfahren können und Manami hätte das Ass von Fukurodani kennenlernen können.
Sie schluckte ihren Bissen hinunter und nickte dann in Richtung des kleinen Displays. “Die sehen alle verdammt gut aus. Ich könnte mich gar nicht entscheiden, wenn mich jemand fragen würde, wer von ihnen am besten aussieht. Wir sollten ihm ein Bild zurück schicken, damit er sieht, wie viel Spaß ihm hier entgeht.” Die Ironie war deutlich in ihrer Stimme als sie halbherzig auf die ausgebreiteten Geschichtsbücher deutete.
Manami warf einen letzten Blick auf das Bild, das Rio gerade offen hatte, und schob sich dann ein weiteres Häppchen in den Mund, summte dabei mitfühlend als sie von ihrem Vater erzählte. Sie selbst kannte auch das Problem mit Eltern, die viel (zu viel) Zeit mit iher Arbeit verbrachten, doch hatte sie wenigstens noch ihren Bruder, sodass sie nicht komplett vereinsamte.
“Mitsuaki hat heute ein Date”, berichtete sie nach kurzem Überlegen mit einem Grinsen, “aber ansonsten ist bei mir auch nicht wirklich irgendwas los.”
Zufrieden seufzend lehnte sie sich in ihrem Stuhl zurück, faltete die Hände gegen ihren Hinterkopf und schloss für einen Moment die Augen, genoss dabei die leichte Brise, die ihr zumindest für einen kurzen Augenblick Abkühlung schenkte. So konnte sie fast vergessen, dass sie hier war, um für ihre bevorstehende Geschichtsklausur zu lernen.




~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~

Now I know what a fool I've been.
But if you kissed me now, I know you'd fool me again.



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BeitragThema: Re: Fly High~   Fly High~ - Seite 4 EmptyMo 22 März 2021, 22:34



Akari Ruyjin

So, 08.07.
14:35

» Everything I do, I do with
passion and patience. «
Mit einem Stück Wassermelone in der Hand schaute Akari sich gespannt an, was für Fotos Nishinoya and Rio geschickt hatte. Der Libero schien sich wie immer prächtig zu amüsieren und als ein social butterfly hatte er sich die verschiedensten Leute schon geschnappt, als kenne er die meisten von ihnen nicht erst seit diesem Morgen. Kenma hatte ihr schon etwas früher am Tag geschrieben, wie sehr er keine Lust hatte, sich am Wochenende zu bewegen und ihm zu viele Leute dort waren. Trotzdem war Akari sich sicher, dass er dort Freunde machen würde, denn wenn Kenma eines war dann unkompliziert. Die meisten Spieler hatte sie nun wirklich noch nie gesehen und so hing ihr Blick kaum an ihnen hängen. Sie musste jedoch zugeben, dass die beiden Kernspieler der Fukurodani einen bleibenden Eindruck - markante Frisuren und Gesichter und eine Aura, die Akari nicht einordnen konnte. Der Rechte von ihnen wirkte selbstbewusst und voller Energie, der Linke eher ruhig, aber fokussiert. Wenn es sich tatsächlich um einen Zuspieler und seinen Angreifer handelte, dann wären sie ein gutes Gespann, welches sich einander ausgleichen könnte. Akari wollte sich auf eine solche Einschätzung aber nicht festlegen, deswegen sagte sie nichts. Wirklich gut konnte sie sich Gesichter nicht merken, aber vielleicht konnte sie die zwei wieder erkennen, wenn es drauf ankam und sie vor ihnen stand.

Beim nächsten Foto jedoch musste sie glatt zweimal hinsehen, sonst hätte sie ihre Reaktion vielleicht nicht so unter Kontrolle gehabt und vielleicht wäre ihr sogar ein Aufschrei rausgerutscht. Nishinoya hatte ein Bild geschossen, wie er an Kuroos Schulter hing. Er hatte sich wirklich kaum verändert im letzten Jahr: seine Haare waren immer noch strubbelig gestylt, seine Haut immer noch leicht gebräunt und sein typisch verschmitztes Grinsen war auch noch genau so, wie sie sich daran erinnerte. Ihr Herz machte einen schmerzhaften Sprung. Sie hatte ihn schon lang nicht mehr gesehen und daran zu denken, dass es bereits ein ganzes Jahr her war, stieß ihr übel auf. Und trotzdem, an ihren Gefühlen hatte sich in dieser Zeit nichts verändert. Noch immer ließ sein Anblick die Hitze in ihren Nacken steigen, doch gleichzeitig wurde ihr kalt. Nichts weiter als eine unerwiderte Schwärmerei, schoss ihr durch den Kopf und sie schloss kurz die Augen. Dreieinhalb Jahre war es nun her gewesen, dass sie Gefühle für ihn entwickelt hatte und ihr Crush war seither weder verschwunden, noch schwächer geworden. Kuroos Anblick machte ihr das schmerzvoll bewusst. Das Glitzern in seinen Augen, sein Lächeln und wie er sich überhaupt nicht daran zu stören schien, dass Nishinoya sich an ihn hängte. Ihr war nicht klar gewesen, wie schwer es für sie werden würde, am Trainingscamp teilzunehmen und sie konnte ihm dort nicht mal aus dem Weg gehen! Wo sie sich vor einigen Monaten noch gefreut hätte, ihm wieder über den Weg zu laufen, stellte sich jetzt Widerstand ein. Sie hatte keine Lust darauf, damit konfrontiert zu werden, dass sich so viel örtliche Distanz zwischen ihnen befand und sie sich nicht mal trauen würde, ihn anzusprechen. Wo sie sich in der Schulzeit noch hatte einreden können, dass ihre Gefühle eines Tages erwidert werden könnten, war dieser Zug schon lange abgefahren. Trotzdem konnte sie nicht leugnen, wie gut er aussah und wie sich langsam ein Kribbeln in ihrem Bauch einstellte. Fast hätte sie Riona danach gefragt, ob sie ihr das Foto schicken konnte, fing sich aber noch, bevor sie den Mund öffnen konnte. Wie merkwürdig würde das denn rüberkommen? Nein, nein. Es war besser, dass sie außer den Fotos der Mittelschule und einiger weniger Aufnahmen von ihm und Kenma keine Erinnerung an ihn hatte. Vielleicht war es nicht besonders schlau gewesen, mit ihrem ehemaligen Klassenkameraden weiterhin Kontakt zu halten, aber er war ein guter Freund geworden, mit dem es sich entspannt reden ließ und der weder aufdringlich noch besonders abweisend war und sie schätzte seine Meinung sehr. Also würde sie Kuroo wahrscheinlich nie ganz entgehen.

In der Zeit, in der ihr das alles durch den Kopf gegangen war, hatte Riona das Handy schon beiseite gelegt und sie merkte, dass sie gar nicht mehr zugehört hatte. Vage hatte sie mitbekommen, wie Manami die Jungs "hot" genannt hatte, aber so wirklich hatte sie darauf nicht geachtet. Akari lehnte sich in ihrem Stuhl langsam zurück und versuchte, ihren Fokus wieder zurück auf ihre zwei Freundinnen zu lenken. In der gemütlichen Wärme der Sommersonne, dem Duft der Blüten und des Essens und der entspannten Atmosphäre, die Mana und RIo verbreiteten fiel ihr das sogar relatib einfach. Vielleicht war sie in den letzten Jahren eine Meisterin darin geworden, alle Kuroo-betreffenden Dinge so tief qie möglich zu vergraben. Als Manami über das Date ihres Bruders sprach, nickte sie. Sie kannte Mitsuaki nur flüchtig und manchmal wünschte sie sich, kein Einzelkind zu sein. Es klang immer so, als wäre man auch zu Hause nicht so allein. Da ihr Vater oft weg war, verbrachte Akari viel Zeit mit ihrer Mutter und manchmal war das eben auch schwierig und vor allem nicht das Gleiche, wie wenn man ein Geschwisterkind hatte. Zumindest wie sie sich das vorstellte.

Akari schnappte sich noch ein Hackbällchen. “Meint ihr”, sagte sie mit vollem Mund. “Dass wir beim Trainingscamp ne wirkliche Chance haben? Ich meine, wir haben zwar gegen die Jungs gewonnen, aber schließlich gilt Karasunos Jungsteam auch als Verlierer.” Ihr fiel es schwer, das zu sagen, wo Sawamura, Sugawara und die anderen so freundlich zu ihnen gewesen waren in der letzten Woche. Allerdings sprachen die Ergebnisse des letzten Jahres für sich. “Die anderen Teams scheinen ganz schön stark. Ob wir dagegen ankommen?” An diesem Punkt sinnierte Akari nur noch. Sie musste immer alles von jeder Seite betrachten und ihre Gedanken waren sowieso schon um das Camp gekreist. Sie merkte gar nicht, wie sie die ganze Sache mehr in einem kompetitiven Licht sah, anstatt als Möglichkeit, von anderen auf freudnschaftliche Weise etwas zu lernen. “Mit guten Gegnern können wir allerdings auch wachsen, meint ihr nicht?” Ihre Augen wanderten zu Manami und Riona, die sich ebenfalls zurücklehnten und die Pause vom Lernen genossen. Sie würden bald schon wieder weitermachen müssen und Akari hatte noch gar nicht gefragt, ob sie abends gemeinsam kochen würden. Ihr kam die Stimmung allerdings nicht passend vor, das jetzt einfach zu fragen. Vielleicht würden sie das ganz spontan vereinbaren.

Toyhouse Akari | 016







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Comet
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BeitragThema: Re: Fly High~   Fly High~ - Seite 4 EmptyDi 23 März 2021, 00:32


Riona Yuuki
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Sonntag 08. Juli
14:40 Uhr
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Froh darüber, dass Geschichte einen Moment in den Hintergrund rückte wischte die Zuspielerin sich mit einem Tuch den Mund ab, welcher nach der Wassermelone irgendwie ein wenig mitgenommen ausgesehen hatte. Aber hey, gab es einen Menschen auf diesem Planeten der in der Lage etwas wie Wassermelone am Stück elegant zu essen?

Wahrscheinlich nicht. Immer noch lag ihr Handy offen auf dem Tisch und schmunzelnd beobachtete Riona die Reaktionen ihrer Freundinnen. Während Manami wirklich genauso reagierte wie erwartet wurde sie von Akari überrascht. Kurz blendete sie die Worte der Weißhaarigen aus und konzentrierte sich vollkommen auf die Mimik der Älteren und versuchte herauszufinden was an ihrer Ausstrahlung sie so aus dem Konzept gebracht hatte.

Es lag nicht daran, dass sie irgendeine offensichtliche Reaktion zeigte, doch irgendetwas änderte sich in ihrem Ausdruck, in der Art wie ihre Augen über das Bild huschten und wie sie nur Herzschläge später einen einzelnen Moment zu lange blinzelte. Außerdem schien die Dunkelhaarige selbst auch nicht mehr wirklich zuzuhören, zumindest ließ ihr Verhalten nicht darauf schließen, dass der Inhalt der Worte die Manami hervorbrachte irgendwie bei ihr ankam. Einen letzten Moment musterte sie Akari, kniff die Augen zusammen und legte abschätzend den Kopf schief, bevor sie sich abwandte. Da war irgendetwas. Aber die Rothaarige besaß genug Taktgefühl, um nicht weiter darauf einzugehen. Wenn ihre Freundin darüber sprechen wollte, würde sie das sicher tun. Nicht, dass sie ausversehen etwas hervorholte, was nicht hervorgeholt werden sollte.

Nun war es an ihr den Blick forsch über die drei Bilder wandern zu lassen. Der Libero von Nekoma hatte eine – für Riona – sehr angenehme Ausstrahlung, aber auch der Libero der Fukurodani wirkte durchaus nett. Es wunderte sie nicht, dass Yuu sich sofort einen Haufen neuer Kumpanen geangelt hatte. Berührungsängste kannte dieser Kerl gar nicht und so schmunzelte die Zuspielerin lediglich, bevor ihr Blick auf den beiden Hauptspielern der Fukurodani hängen blieb. Beide hatten sehr markante Gesichter, durchaus attraktiv – was Manami natürlich sofort betont hatte – und aus irgendeinem unerfindlichen Grund musste Riona grinsen.

Das ganze Bild strahlte eine herrliche Energie aus und einen weiteren Moment bereite sie es zutiefst, dass sie am Dienstag Geschichte schreiben würde. Nur zu gerne wäre sie nun bei den Jungs gewesen. „Also ich weiß nicht. Kann schon sein.“ Ein wenig unbeholfen zuckte sie mit den Schultern, musste das letzte Bild noch einmal, bevor sie nun ihrerseits die Kamera zückte. „Aber das mit dem Bild ist eine gute Idee.“ Schief grinsend zog sie ihre Freundinnen zu sich, sodass sie gequetscht gerade so auf das Bild passten und ohne es sich noch einmal anzuschauen schickte sie das Bild einfach ab. Es war fast schon Tradition, dass Yuu und sie sich total bescheuert aussehende Bilder zuschickten, also würde an diesem auch nichts verkehrt sein.

Dann legte Riona ihr Handy weg, streckte die Arme und nickte verstehend, als Manami ihre familiäre Situation ansprach. Auch der Gedanke daran, dass sie im anstehenden Trainingscamp eventuell als das schlechteste Team dastehen würden ließ den Ausdruck auf dem Gesicht der Rothaarigen nachdenklich werden. „Ehrlichgesagt glaube ich nicht, dass wir großartige Chancen haben. Auch der Sieg am Montag war mehr Glück als Verstand. Solange wir als Team nicht richtig funktionieren werden wir nicht in der Lage sein unsere volle Stärke hervorzuholen.“ Zwar nervte sie der Gedanke daran kaum eine Chance zu haben, doch sah sie das wahrscheinlich ähnlich wie ihre Freundinnen. „Wir werden unser Bestes geben und an der Herausforderung wachsen. Das macht doch ein Team wie unsere aus, oder nicht? Die Krähen, die Allesfresser, die sich an stärkere Hängen um selbst stärker zu werden?“ Dabei lachte sie leise, legte ihr Stäbchen auf den Tisch und ballte die Hände zu Fäusten.

„Trotzdem möchte ich nicht ohne einen gewonnen Satz gegen jedes dieser Teams nach Hause gehen. Ich hoffe, ihr seid dabei auf meiner Seite.“ Das Grinsen auf den Zügen der kleinsten Spielerin der Karasuno-Mädchen wurde entschlossen und herausfordernd, bevor ihr die Idee wieder einfiel, die sie sich bereits vor dem Essen zurechtgelegt hatte. „Achja, sagt mal. Wie findet ihr die Idee, wenn ich Michimiya-san frage, ob wir das Training mal nach draußen verlegen können solange es noch so warm ist? Vielleicht sogar in das kleine Naturbad neben dem Naturkundemuseum? Dann kommen wir ein wenig raus, trainieren unsere Balance und unsere Ballkontrolle und wir könnten danach gemeinsam Grillen.“

Kurz wartete Riona ab, bevor sie sich ihr Geschichtsheft wieder unter die Nase legte. Auch wenn das Wetter wirklich schön war und sie morgen sicher einen Sonnenbrand im Gesicht haben würde, wusste sie ganz genau, dass sie langsam weitermachen mussten, wenn sie nicht bis spät in die Nacht hier sitzen wollten. Und die Zuspielerin wollte wirklich so schnell wie irgendwie möglich alles was mit Schule und Lernen zutun hatte in die Ecke schmeißen und nicht mehr anblicken müssen.

Dabei musterte sie einem Moment Manmi, welche in Geschichte noch mehr Probleme hatte als sie selbst und innerlich hoffte sie einfach, dass sie die Weißhaarige so fit bekommen würden, dass sie nicht druchfiel. Die Nachhilfetermine an den Sonntagen waren die wahre Hölle auf Erden. Gerade wenn es sich um das absolute Hassfach handelte.  
Things you don’t understand are scary,
right?





Yuu Nishinoya
I kept the ball in the air,
it’s not your place to give up
Sonntag 08. Juli
15:10 Uhr
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Es war für den Libero des Teams wirklich spannend zu einem Trainingscamp zu fahren. Das Letzt hatte er in der Mittelschule gehabt und so nervös und aufgedreht war er auch während der Busfahrt, obwohl sie quasi mitten in der Nacht aufbrachen. Dabei fiel ihm wieder ein, dass sie ohne Hinata und Kageyama losfahren mussten, da diese beiden in jeweils einem Fach durch die Prüfung gerasselt waren. Das Saeko so großartig war die beiden nach der Nachhilfe einzusammeln war ein Segen für das Team. Was brachte ihnen ein Trainingscamp ohne den Standartzuspieler und einen der stärksten Angreifer? Nicht besonders viel, auch denn der dunkelhaarige Jugendliche mit der blonden Strähne es vermisste mit Suga zu spielen.

Es war ein ganz anderes Gefühl mit dem Vize-Kapitän auf dem Feld zu stehen als mit dem dunkelhaarigen Miesepeter, auch wenn er durchaus Talent hatte. Vielleicht hatten sie in der Zeit, in der sie die ersten Sätze spielen würden ein wenig Zeit das Zuspiel von dem Drittklässler zu genießen, denn dieser war viel eingespielter mit Noya als es Kageyama war. Abgesehen davon freute er sich schon viel zu sehr darauf ein ganzes Wochenende mit Kyoko an einem Ort zu verbringen. Etwas Besseres gab es in seiner Vorstellung gar nicht.

Alles in Allem, er war ein Nervenbündel, welches fast so viel durch die Gegen sprang wie Shouyo es sonst tat. Dies legte sich jedoch schnell, denn kaum hatten sie ihre Sachen weggebracht betraten sie die Sporthalle der Fukurodani. Dort schaltete das Hirn des Liberos sofort vollkommen auf Volleyball um. Hier waren so viele talentierten Spieler, dass es ihm einen Moment den Atem raubte und jeden davon wollte er unbedingt kennenlernen. Lange dauerte es nicht, bevor er die ersten Kontakte geknüpft hatte und aus Gewohnheit entstanden dabei eine Handvoll mehr oder weniger lustiger Bilder die er ohne nachzudenken an seine beste Freundin schickte. Dass diese davon eventuell nicht so begeistert sein könnte – daran dachte er gar nicht.

Und so fanden die ersten Trainingsspiele des Tages statt. Und verdammt hingen sie zurück. Gefühlt war jedes dieser Teams stärker als sie und schon nach dem fünften Satz des Tages schmerzte seine Brust von dem ganzen auf dem Boden herumgerutsche. Aber er war entschlossen zu gewinnen und so hingen sie sich noch weiter hinein. Man merkte nur leider schnell, dass sie nicht in ihrer üblichen Aufstellung spielten, da einfach ein Großteil ihrer Angriffskraft fehlte.

Irgendwie ein wenig angespannt davon gingen sie gemeinsam in die Mittagspause, wo er auch das erste Mal wieder auf sein Handy blickte und in schallendes Gelächter ausbrach. Die verlorenen Spiele waren sofort vergessen, kaum erblickte er Riona zwischen ihren Freundinnen eingequetscht auf einem Bild, welches sie ihm wohl als Antwort auf seine kleine Bilderstreckte geschickt hatte. „Noya-kun? Warum lachst du so?“ Hinter ihm tauchte zuerst Yaku auf, welcher interessiert über seine Schulter schaute. „Ach nichts, Rio-chan hat mir nur auf unsere Selfies geantwortet.“ Amüsiert zeigte er dem Blonden das Bild, welcher nur den Kopf schüttelte. Im selben Moment scharrten sich noch ein paar mehr spieler um sie herum und neugierige braune Augen musterten das leicht verwackelte Bild.

„Spielen die alle bei euch im Mädchenteam?“ Fragte der Kapitän von Nekoma, was Noya zum Nicken brachte. „Jup, die Weißhaarige links ist eine der Hautpangreiferinnen. Sie hat einen super harten Schlag drauf, den will man wirklich nicht ins Gesicht kriegen.“ Amüsiert zoomte er an Kita heran, bevor er in die Mitte schwenkte. „Rio-chan ist die Zuspielerin, hat aber Zeitweise als Libera gespielt. Sie ist zwar nur knapp über 1,50m groß, aber sie hat von mir und Oikawa gelernt. Nicht unterschätzen!“ Dabei grinste er herausfordernd, wackelte vielsagend mit den Augenbrauen, bevor er zur letzten im Bunde wechselte.

Dabei ignorierte er die Reaktionen der anderen vollkommen, wobei ihm ebenfalls entgangen war, dass er auch das Zuspieler-Kapitänsgespann der Fukurodani angelockt hatte. Informationen über ein anderes Team schienen alle Volleyballspieler einfach aufzusaugen wie ein Schwamm. „Und die Dunkelhaarige ist…“ Fing er gerade an, als Kuro ihn unterbrach und dabei den Kopf schieflegte. „Akari Ryujin. Ich kenne sie aus der Mittelschule. Sie spielt Volleyball? Ich dachte sie gehört zu den Fußball-Mädchen?“ Direkt neben ihm tauchte nun auch der Zuspieler von Nekoma auf. Er gähnte, zuckte mit den Schultern du blickte dann zu dem deutlich größeren auf. „Oh hab ich dir das nie erzählt? Sie hat in der Oberschule zu Volleyball gewechselt.“ Vollkommen desinteressiert musterte er die Menschentraube um ihn herum, verdrehte die Augen und wandte sich dann ab.

„Sie ist die stärkste Mittelblockerin des Teams. Um an ihr vorbei zu kommen müsst ihr euch echt was überlegen.“ Beendete Yuu dann seine kleine Präsentation, bevor er aus jux noch einmal ein Bild von all den Menschen machte denen er nun diesen Vortrag gehalten hatte und es mit dem Untertitel: „Ich glaube ihr kommt gut bei den anderen an lol“ abschickte.

Dann legte er sein Handy weg, drückte sich sein Handtuch noch einmal ins Gesicht, bevor er sich den anderen Anschloss, um etwas essen zu gehen.




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BeitragThema: Re: Fly High~   Fly High~ - Seite 4 EmptyMi 24 März 2021, 21:04





Manami Kita
SONNTAG, 8. JULI / 14:41 UHR / 017

Grinsend blickte Manami in die Kamera, steckte die Zungenspitze leicht heraus und stützte sich mit dem Ellenbogen auf Rionas Schulter ab während sie zusammen für ein Bild posierten. Zufrieden ließ sie den Blick über das entstandene Bild schweifen und gab dann ihr Einverständnis. “Kannst du es mir auch schicken?”
Sie hatte kaum Bilder von sich selbst und ihren Freundinnen auf ihrem Handy, in dem sie nicht entweder in der Schuluniform, ihrer Teamuniform oder ihren Trainingsklamotten steckten.

In ihrer Entspannung entging ihr voll und ganz Akaris eigenartiges Verhalten oder dass dieses Riona aufgefallen war. Manami beobachtete andere zwar viel, jedoch war sie nicht unbedingt geschult darin, die Gefühlswelt von anderen an deren Gesichtern ablesen zu können - es sei denn, es war wirklich nicht zu übersehen. Aber eigentlich beschränkten sich ihre Beobachtungen immer auf die Strategien anderer, ihre Spieltechniken, wie sie auf ihre Gegner reagierten. Denn das beruhte auf Dingen, die sie nachvollziehen konnte, auf bestimmten Verhaltensmustern. Wenn sie jemanden lange genug beim Spielen zu sah, konnte sie irgendwann die Zusammenhänge zwischen dem Spielgeschehen und den Handlungen der Spieler machen - im Prinzip war das einfach nur ein Frage-Antwort-Spiel. Auf einen Aufschlag folgte eine Annahme, auf einen Spike ein Block. Es war Logik.
Aber Emotionen beruhten nicht auf Logik und genau deswegen fiel es Manami so schwer, sie bei anderen zu erkennen. Natürlich konnte sie sehen, wenn jemand traurig war oder sich über etwas freute. Besonders, wenn sie mitbekam, was diese Emotionen in anderen auslöste. Wenn jemand eine gute Note in einem Test bekommen hatte oder einen Streit mit einem Freund gehabt hatte. Sie war nicht (vollkommen) ignorant ihrer Umgebung gegenüber, ihre Gedankengänge basierten nur einfach auf Prinzipien und sie bevorzugte es, in klaren vorgegebenen Mustern zu denken, anstatt in irgendwelchen Abstrakten.
Bisher war sie mit dieser Art und Weise auch nicht wirklich auf Probleme gestoßen. Sie selbst war direkt, sagte gerade heraus, was sie dachte und ging davon aus, dass auch andere sich größtenteils so verhielten. Und ansonsten hatte sie ja noch Riona, die unglaublich aufmerksam war, was die Gefühle anderer betraf. Wenn Manami wirklich etwas wichtiges entging, dann machte die Kleinere sie eigentlich fast immer darauf aufmerksam.

Manami öffnete eines ihrer Augen und schielte zu den beiden anderen hinüber als sie auf das Thema des Trainingscamps zu sprechen kamen. Sie summte nachdenklich und legte den Kopf schief, tippte sich mit der Fingerspitze gegen die Unterlippe. “Vielleicht? Also gegen Fukurodani auf gar keinen Fall. Ich hab ein paar Clips von ihren Spielen gesehen und das Ass und sein Zuspieler sind eine echte Naturgewalt zusammen, noch krasser als das, was wir von Kageyama und Hinata gesehen haben. Und ansonsten”, sie zuckte unschlüssig mit den Schultern, “wenn wir es hinkriegen, wirklich als Team zu spielen, dann könnten wir eine Chance haben. Jetzt, wo die anderen auch wieder morgens zum Training kommen, könnten wir bis zum Trainingscamp wieder halbwegs aufeinander eingespielt sein.”
Auch, wenn sie keine wirkliche Chance gegen die anderen Teams haben würden, so freute Manami sich doch ungemein auf das Trainingscamp. Sie konnte kaum darauf warten, die Möglichkeit zu haben, so viele talentierte Spieler hautnah beim Training zu beobachten.
Sie schnaubte leicht und verdrehte die Augen. “Du bist ja so poetisch heute, Rio-chan. Vielleicht solltest du doch lieber im Prosa-Club anstelle des Volleyball-Clubs sein.” Doch auch sie konnte den Ehrgeiz, den die Andere zeigte, voll und ganz nachvollziehen. Klar, ihr Team war wirklich nicht auf dem Stand, auf dem es hätte sein können, doch trotzdem würde sie sich auf keinen Fall ohne einen Kampf zu schlagen geben. Manami sah ihre beiden Freundinnen mit ernstem Blick an. “Auch wenn wir keine wirkliche Chance haben, zu gewinnen; wir werden den anderen Teams den Sieg bloß nicht einfach machen!”
Ihre Aussage wurde davon unterstrichen, wie sie mit der Faust leicht auf den Tisch haute, die Getränke dabei gefährlich zum Wackeln brachte, weil sie sich mit ihrer Kraft im Zusammenhang mit dem instabilen Gartentisch etwas verschätzt hatte.

Die Idee, während der heißen Sommertage auch mal aus der stickigen, nach Schweiß stinkenden Sporthalle heraus zu kommen, klang verlockend. An der frischen Luft zu trainieren, wo der Wind die Hitze zumindest etwas erträglicher machen könnte, klang um einiges angenehmer als eine mit Teenagern gefüllte Sporthalle. Allerdings war sie sich nicht ganz sicher, ob so ein Training dann auch wirklich produktiv ausfallen würde.
Jedes Mal, wenn ihre Klasse es schaffte, einen Lehrer dazu zu überreden, “bei dem schönen Wetter doch lieber draußen Unterricht zu machen”, fiel dieser immer absolut unproduktiv aus. Und ein Teil von ihr war besorgt, dass das Rionas Vorschlag auf genau das gleiche Problem stoßen würde. Andererseits wäre es vielleicht auch eine gute Möglichkeit, die anderen noch etwas mehr zu motivieren.
“Wieso nicht”, sagte sie schließlich, fügte dann mit einem Grinsen hinzu: “Und du weißt zu Grillen sag ich niemals nein.”




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BeitragThema: Re: Fly High~   Fly High~ - Seite 4 EmptyDo 25 März 2021, 16:22



Akari Ruyjin

08.07.
15:01

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Für das Foto, welches Riona mit ihrem Handy machte, zwang Akari sich ein freundliches Lächeln ab. Sie machte zwar gerne welche, aber nicht unbedingt von sich selbst. Viel lieber ergatterte sie Schnappschüsse von ihren Freundinnen oder von der Welt um sie herum. Tolle Sonnenauf- und -untergänge, schöne Blüten und Tiere waren ihre Lieblingsmotive. Trotzdem war sie immer wieder froh, wenn sie ein schönes Bild mit Mana und Rio machen konnte, um Erinnerungen aufzunehmen und zu behalten. Sie liebte es, sich die Sachen dann nochmal anzuschauen und zurück zu denken.

Bei Rionas und Manamis Ausführungen über das Trainingscamp nickte Akari bedächtig. Sie schafften es immer, ihre Gedanken besser auf den Punkt zu bringen als sie. Sie würde unbedingt Fukurodani auch einmal anschauen müssen, wenn ihre beiden Teamkameradinnen so von ihnen überzeugt waren. Da die Schule auch der Ausrichter des Camps war, hatten sie bestimmt viele Siege und Erfolge zu verzeichnen. So einfach stellte einem die Schule ja nicht so viel Geld zur Verfügung. Bei Nekoma konnte sie sich denken, dass sie gut waren: mit Kuroo und Kenma im Team hatten sie schonmal ein gutes Gespann dabei und wenn der Libero auch als einer der stärksten beschrieben wurde, dann hieß das für die Karasuno vielleicht ganz schön Ärger. Aber natürlich würde sie auch nicht kampflos gegen die Jungs antreten. Sie sah es genauso: mindestens einen Satz wollte sie gewinnen. Das ging, wie Manami schon sagte, auch nur, wenn sie bis dahin noch stärker wurden und ihr gesamtes Zusammenspiel als Team verbesserten. Auf Michimiya und Mizuno konnte man sich verlassen, aber es waren nun mal mindestens sieben Spieler in einem Match involviert. Mindestens. Und wenn man auf den Rest nicht vertrauen konnte, dann brach das die ganze Dynamik. Irgendwie mussten sie es schaffen, dass das Team als Einheit mehr zusammenwächst und jeder gleichzeitig individuell stärker wird.

Als Manami plötzlich mit der Faust auf den Tisch schlug, griff Akari hektisch nach den Gläsern, um das Klappern zu stoppen. Sie war ihr einen ausdruckslosen Blick zu und stellte die Sachen, die sie nicht hatte greifen können, wieder richtig hin. Dass sie so explosiv war wunderte die Mittelblockerin schon gar nicht mehr, aber schließlich ging es hier um das Geschirr ihrer Mutter. "Ich finde es auch eine gute Idee, mal draußen zu trainieren“, sagte sie dann. "Wir sind sowieso immer schon zu viel drinnen, dann können wir außerdem auch lernen, unter verschiedenen Konditionen zu spielen." An die neue Halle hatten sie sich nach der Woche zwar gewöhnt, aber wenn es zum Trainingscamp ging und später zu den Qualifikationsspielen wäre es gut, wenn alle an eine Umstellung auf neue Umgebungen gewöhnt waren. Allerdings musste man auch sehen, dass ein Training draußen auch die knallende Sonne mit sich bringen würde: Akari ging schon mal eine Liste durch mit Sachen, an die sie dann denken musste. Ganz oben stand Sonnencreme. Viel Wasser. Vielleicht eine Kappe? Man kriegt schnell Sonnenbrand auf dem Kopf. Irgendwo hab ich auch noch Medikamente für den Kreislauf, falls jemand schlapp macht. Wenn es tatsächlich zum Training draußen kommen würde, wäre sie zumindest vorbereitet. Yepyep.

“Apropos Grillen. Also… Essen. Ich konnte Mama gerade noch so davon abbringen, heute Abend eure Geschmacksnerven zu töten. Habt ihr Lust, was gemeinsam zu kochen? Wir hätten Zutaten für ein Mille-Feuille Nabe zu Hause, das könnten wir nachher machen.” Sie hatte schon länger geplant, mal wieder ein Hotpot-Gericht zu kochen und die Kombi aus Kohl, Rindfleisch und Brühe war einfach himmlisch. Außerdem war es neben dem Schneiden kaum aufwand, wenn erstmal alles ordentlich im Topf verstaut war.  Eine größere Menge für vier Leute war da schnell gemacht. “Allerdings müssen wir uns dann mit dem Kram…”, sie zeigte auf ihre Hefte. “Etwas ranhalten, damit es nicht zu spät wird. Während das Essen köchelt schaffen wir doch bestimmt nichts Schulmäßiges mehr.” Sie lachte, denn sie ahnte schon, dass es eher darauf hinauslaufen würde, dass sie sich irgendetwas im Fernsehen ansehen würden. “Oh! Ihr könntet mir dann mal ein paar Videos von Fukurodani zeigen. Ich bin bisher nicht dazu gekommen, mir was anzusehen.” Sie schob den Teller beiseite und schlug wieder ihr Geschichtsbuch auf. “Wo sind wir stehen geblieben? Beim Imperialismus oder?”

Toyhouse Akari | 017







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BeitragThema: Re: Fly High~   Fly High~ - Seite 4 EmptyDo 25 März 2021, 22:10


Riona Yuuki
We’ll never win
if we don’t believe we can
Sonntag 08. Juli
16:30 Uhr
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Kaum hatte sie das Bild abgeschickt, legte sie erstmal ihr Handy beiseite stützte den Kopf auf den Handballen ab und ihre Ellenbogen auf der Tischplatte. Die Sonne schien ihr heftig auf den Rücken, aber die Rothaarige war es sowieso gewohnt sich ständig den ganzen Körper zu verbrennen, war ihre Hautfarbe doch mehr an Weizenmehl Typ 405 dran als wohl gut für sie war.

Mittlerweile war sie ganz gut darin die Sonneneinstrahlung einfach zu ignorieren und so zu tun als gäbe es sie gar nicht. Trotzdem erwiderte sie das Schnauben ihrer weißhaarigen Freundin einfach, streckte ihr die Zunge aus und verschränkte die Arme im Nacken. „Genau ich wechsle jetzt einfach so zu Literatur, und wer macht dann euren Zuspieler? Suga-san?“ Fragend hob sie gekonnt die linke Augenbraue, bevor sie sich etwas zurücklehnte und ihre Notizen mit einem unzufriedenen Blick bedachte. Sie liebte es auf die Karasuno zu gehen, sie mochte die Leute, ihr Team und auch das Team der Jungs. Riona mochte wofür die Schule stand und sie gehörte auch definitiv nicht zu den allerschlechtesten Schülern, aber sie waren immer noch in Japan und da war die Schulzeit einfach an sich ein wenig härter. Sie wurden strenger bewertet und das zeigte sich gerade in den letzten Jahren der Oberstufe.

Bevor sie auch nur daran dachte sich wieder auf Geschichte zu konzentrieren ging sie im Kopf immer wieder den Fakt durch, dass sie bereits in wenigen Wochen zum Trainingscamp fahren würden, und auch, wenn sie nicht wirklich eine Chance hatten, wirkliche Erfolge zu verzeichnen war die Zuspielerin doch aufgeregt. Sie würde so viele verschiedene Menschen spielen sehen, so viel lernen und vielleicht konnte sie sich ja ein bisschen mit den Zuspielern der anderen Teams unterhalten, um ihre eigenen Fähigkeiten zu verbessern. Denn von wem lernte man besser, wenn nicht von deutlich stärkeren Gegnern?

Und auch ihre Idee draußen zu trainieren kam deutlich besser an als von ihr erwartet. Natürlich gab es dabei noch eine Menge zu beachten, gerade, da es aktuell extrem warm war, aber sie würden das schon organisiert bekommen. Ganz sicher. Außerdem gab es kaum etwas was Volleyballspieler besser motivierte als gutes Essen. Das war wahrscheinlich wirklich das Erste gewesen, was sie damals gelernt hatte. Wer viel Sport machte musste ausgewogen essen. „Genau. Einfach mal ein Tapetenwechsel. Außerdem ist das Springen im Wasser ein super Training für die eigene Balance!“ Zufrieden mit sich und der Allgemeinsituation wollte Riona gerade auf ihr Handy schauen, als Akari sie jedoch wieder ablenkte.

„Kochen klingt super!“ Und das meinte sie auch, auch wenn sie sich noch nicht ganz sicher war, ob das geplante Gericht so passend für diese Temperaturen war, aber wer war sie, sich über Essen zu beschweren? Allgemein war die Rothaarige bei der Nahrungsaufnahme ziemlich unkonventionell – wobei Japaner allgemein interessante Angewohnheiten hatten, wenn es um Essen ging. Dementsprechend sagte die Schülerin nichts mehr, zog ihr Heft an sich heran und tippte mit ihrem Kugelschreiber auf dem Papier herum. „Also erst lernen oder erst Fukurodani?“ Fragte sie grinsend in die Runde, entschied sich im selben Moment dafür erst ein wenig zu lernen und nickte ihren Freundinnen auffordernd zu. So konzentrierte sie sich wirklich noch eine ganze Zeit auf das Thema vor ihrer Nase. Warum fing sie mit dem Lernen immer erst ein Wochenende vor der Klausur an? Sie wusste doch, dass sie dadurch noch mehr Stress hatte als sowieso schon.

So verging noch gut eine Stunde, bevor Riona ihr Heft von sich schob und es unzufrieden anknurrte. „Ich hab keine Lust mehr.“ Seufzte sie, musterte das Papier mit zusammengekniffenen Augen und schüttelte dann den Kopf. Dabei griff sie nach ihrem Handy, überflog die Nachricht von Yuu und zog die Augenbrauen zusammen. „Ehm… Liebe Grüße… von allen?“ Amüsiert drehte sie Akari und Manami das Handy zu, zeigte ihnen damit das Bild von der ganzen Gruppe, die sich wohl um den Libero des Jungsteams versammelt hatte. Im selben Zug durchsuchte sie nur einige Sekunden später ihr Handy nach den Aufnahmen, die sie zur Sicherheit abgespeichert hatte. Mehr oder weniger stabil lehnte sie ihr Handy gegen eines ihrer Bücher und spielte das erste Video ab. „Das ist vom Finale des letzten Oberschulturniers gegen die amtierenden Meister in Tokyo und auch auf landesweiter Ebene.“ Erzählte sie zu Beginn, bevor sich nun selbst auf das Geschehen auf dem Bildschirm konzentrierte.

Ihre Augen musterten dabei den dunkelhaarigen Zuspieler, welcher anscheinend genau wusste wie er die Stärken seiner Spieler und ganz besonders des grauhaarigen Asses hervorholen konnte. Irgendwie faszinierte sie wie er mit ihnen kommunizierte. Sie brauchten kaum Worte, auch offensichtliche Zeichen brauchten sie kaum. Viel mehr schienen sie sich tatsächlich vollkommen Blind zu verstehen. Zumindest zu einem großen Teil. Außerdem war die Ballkontrolle des Zuspielers großartig. Da kam sie noch lange nicht heran. Gerade sah man ein sehr riskantes Zuspiel aus dem Hinterfeld, welches jedoch von dem Spieler mit der Nummer 4 ohne Probleme zu einem wunderschönen Schnellangriff umgewandelt wurde, welcher in einer vollkommen geraden Linie nur Zentimeter neben der Linie im Feld der Gegner aufschlug und aufgrund der Wucht einmal durch die gesamte Halle sprang. Und auch, wenn Riona den Clip schon einmal gesehen hatte, konnte sie sich nicht davon abbringen verträumt zu seufzen. Der gesamte Angriff war einfach verdammt nochmal perfekt gewesen und es löste in ihr gleichermaßen Euphorie und ein stechendes Gefühl der Eifersucht aus. Sie musste unbedingt mehr trainieren. Unbedingt.   
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BeitragThema: Re: Fly High~   Fly High~ - Seite 4 EmptyFr 26 März 2021, 02:10





Manami Kita
SONNTAG, 8. JULI / 16:37 UHR / 018

“Ach, Suga-sans Zuspiele waren schon echt gut. Da könnte ich mich auf jeden Fall dran gewöhnen.” Manami streckte Riona die Zunge heraus, schüttelte dann allerdings sogleich den Kopf und legte ihrer Freundin einen Arm um die Schulter. “Aber du wirst immer meine liebste Zuspielerin bleiben. Es gibt niemanden, dessen Bälle ich lieber spiken würde, als deine.”

Mit einem leichten Schulterzucken stimmte sie Akaris Essensvorschlag zu. Allgemein würde sie zu Essen niemals ‘nein’ sagen und die Manieren, die ihre Eltern ihr gepredigt hatten, besagten, dass sie sich nicht über Essen beschweren sollte, wenn sie bei jemandem zu Gast war. Und zudem war sie nicht sonderlich wählerisch, wenn es ums Essen ging. Solange sie das Gericht kannte, würde sie es eigentlich auf jeden Fall essen. Nur bei neueren, unbekannten Gerichten war sie immer etwas zaghaft.
Resigniert blickte sie zu den ausgebreiteten Geschichts-Lehrbüchern und seufzte, legte dann den Kopf auf der offenen Seite ab und sah zu Akari mit einem wirklich bemitleidenswerten Gesichtsausdruck hinüber. “Ich will nicht mehr. Ich verstehe es einfach nicht und eigentlich will ich es auch gar nicht wissen.” Erneut seufzte sie tief, hob allerdings trotzdem den Kopf wieder an und gab sich dem Thema hin. Je schneller sie weitermachten, desto schneller würden sie hoffentlich auch damit fertig sein und dann könnten sie sich mit interessanteren Dingen beschäftigen - wie zum Beispiel den anderen Teams, denen sie beim Trainingscamp begegnen würden.
Manami wollte Akari unbedingt einige der Angriffe zeigen, die sie beim Fukurodani Ass gesehen hatte. Besonders seine Straight Spikes hatten sie beeindruckt und außerdem wollte sie der Mittelblockerin die Finte zeigen, die er in dem einen Spiel gemacht hatte, damit sie wusste, womit sie zu rechnen hatte, wenn sie ihm auf dem Spielfeld gegenüber stand.

Angespornt durch den Gedanken daran, bald über verschiedene Spieltechniken reden zu können statt Imperialismus und andere Dinge, die irgendwann in der Geschichte von Japan vorgekommen waren, kämpfte Manami sich durch die nächsten Seiten in ihrem Lehrbuch. So langsam waren ihre Notizen auch schon beinahe zu etwas zu gebrauchen. Nicht, dass sie sie lange behalten würde. Sobald die Prüfung vorrüber war, würde sie das Heft wahrscheinlich in ihrem Gartenteich versenken oder - besser noch - verbrennen.
Als auch Riona scheinbar genug vom Lernen zu haben schien, warf Manami ihr Heft mit einem Triumphlaut nahezu von sich und es landete etwas entfernt mit dem Gesicht nach unten im Gras, was sie allerdings kein bisschen zu kümmern schien. Dort konnte es ruhig liegen bleiben, bis sie es in ihren Rucksack stopfen konnte.
“Ich kann mich auch überhaupt nicht mehr konzentrieren. Die Zahlen verschwimmen alle in meinem Kopf und normalerweise bin ich wirklich gut mit Zahlen”, jammerte sie und sah die beiden anderen schmollend an. “Ich finde, wir haben definitiv genug gelernt.”
Ihr Schmollen wurde nur noch intensiver als sie das Bild sah, welches Nishinoya Riona zugeschickt hatte. Zu gerne wäre sie jetzt auch dort. Allerdings besserte sich ihre Stimmung auch etwas als sie daran dachte, dass sie schon bald selbst die anderen Spieler kennenlerne würde.
Neugierig beugte sie sich etwas weiter hinüber als die Rothaarige einen Clip auf ihrem Handy anmachte. Manami erkannte ihn beinahe sofort, hatte sie ihn doch schon mehrere Male selbst gesehen und genauestens analysiert. Allerdings konnte sie sich ihn auch immer wieder ansehen, ohne dass es langweilig wurde. Jedes Mal fiel ihr etwas Neues im Zusammenspiel des Teams auf, die kleinsten Gesten, mit denen sie kommunizierten und wie gut sie aufeinander eingespielt waren. Ein Neidgefühl breitete sie sich in ihr aus. Sie wollte mit ihrem Team auch das haben, was das Fukurodani Team ganz offensichtlich demonstrierte. Die Art, wie mühelos die anderen Spieler das Ass zu verstehen schienen, besonders die Nummer 4, doch auch wie sie alle miteinander interagierten. So hatte ein Team auszusehen. Während sie beobachtete, wie der dunkelhaarige Zuspieler den Ball zum Ass spielte, ertappte sie sich selbst dabei, wie sie dachte, dass sie zu gerne auch einmal einen Ball von jemandem wie ihm zugespielt bekommen wollte, jemand der sich so mühelos auf sie einstellen konnte.
Etwas schuldbewusst wandte Manami kurz den Blick vom Handydisplay ab und biss sich auf die Lippe. Riona war eine großartige Zuspielerin und Manami hatte nicht gelogen, als sie gesagt hatte, dass sie von niemandem lieber die Bälle zugespielt bekam. Doch war das eben auch mit einer Menge Arbeit verbunden. Ihre Zuspielerin verstand sie und wusste, wie sie ihre Bälle mochte, konnte sich in den meisten Fällen auch relativ schnell an sie anpassen, doch war es eben noch nicht so mühelos, so nahtlos, wie es bei der Zuspieler-Ass-Kombination des Fukurodani Teams aussah.

Auf Rionas Seufzen hin konnte Manami nur zustimmend nicken. Sie musterte das Gesicht der Kleineren einen Moment lang. Selbst wenn sie nicht unbedingt die empathischste Person war, so kannte sie ihre Freunde doch mittlerweile gut genug, um deren Gefühle und Gedanken halbwegs akkurat zu erkennen. Wenn sie ihnen nicht gerade überhaupt keine Aufmerksamkeit schenkte natürlich. Die Zuspielerin schien ähnlich zu empfinden, wie Manami.
“Deren Zusammenarbeit ist schon echt sexy. Die scheinen kaum Handzeichen zu brauchen, um sich zu verständigen”, meinte sie bewundernd und stützte ihre Ellenbogen auf dem Tisch ab, bettette den Kopf auf ihren Händen. “Ich freu mich schon drauf, das richtig in action sehen zu können. Dann ist es bestimmt noch besser.”




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BeitragThema: Re: Fly High~   Fly High~ - Seite 4 EmptySa 27 März 2021, 20:19



Akari Ruyjin

12.07.
07:13

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Obwohl Akari angestrengt versuchte, sich auf Geschichte zu konzentrieren, wollte ihr es nicht mehr so recht gelingen an diesem Tag und so war sie schon fast froh, als Manami und Riona ihren Dienst quittierten und die Bücher beiseite schoben. Zwar wollte sie die Zeit noch etwas mehr nutzen, aber es hatte keinen Zweck, sich den Stoff um biegen und brechen einprägen zu wollen. Sie hatte in den letzten Wochen sowieso schon gelernt und alle Klausuren bis auf Geschichte ganz gut hinter sich gebracht. Naja, wenn man von Chemie und Geographie absah. Irgendetwas an Reaktionsgleichungen und örtlicher Einschätzung verursachte es, dass sie jedes Mal ziemlich ahnungslos vor den Aufgaben saß. Sie würde Geschichte sicherlich gut hinter sich bringen, obwohl ihre Gedanken wirklich ganz woanders zu sein schienen. Also schlug sie auch ihr Heft zu und schaute sich dann das Bild an, was Nishinoya Riona geschickt hatte. Die Jungs schienen sich tatsächlich gut zu verstehen und sie wäre jetzt auch viel lieber am Volleyball spielen.

Dann öffnete Riona auf ihrem Handy Videos von Fukurodani und Akari beugte sich gespannt zu ihrer Freundin. Das, was ihr da vom Oberschul-Team geliefert wurde, beeindruckte sie. Zuspieler und Ass verstanden sich mit einer Harmonie, die selten war. EIngeübte Bewegungen, perfekte Form und das Selbstbewusstsein wirklich begeisterter Spieler steckte dahinter. Auch der Rest des Teams überzeugte mit guter Kommunikation, soliden Spielzügen und energetischen Sprüngen. Ein “woah” entfuhr ihr, als der Zuspieler einen besonders harten Ball zu fassen bekam und ihn trotzdem gekonnt zu dem Angreifer mit der Nummer 4 zu spielen, der prompt einen Punkt machte. Der Mittelblocker fiel zwar kaum auf, hatte aber einiges drauf: gekonnt holte er für sein Team Punkte und mehr als einmal berührte er bei den Blocks die Bälle, um einen Vorteil zu erzielen. Als defensive Spielerin am Netz wurde Akari klar, mit welcher Präzision und Zuverlässigkeit er die Bälle abwehrte. “Ich bin auch schon mal gespannt, gegen wen wir als erstes spielen werden”, kommentierte sie und vielleicht hoffte sie sogar ein bisschen, dass es weder Nekoma noch Fukurodani sein würden. Ihr kompetitive Ader sagte ihr jedoch, dass sie unbedingt einmal gegen so starke Teams spielen und vor allem auch gewinnen wollte. Akari hatte keinen Zweifel daran, dass es Mana und Rio ähnlich ging.

Die nächsten anderthalb Stunden verbrachten sie damit, sich Videos anzuschauen und die verschiedenen Spielzüge zu analysieren, die ihnen von den Spielern geboten wurden. Auf der einen Seite kam es ihr so vor, als wäre damit das Trainingscamp viel greifbarer geworden, aber auf der anderen Seite fühlte es sich noch weit weg an. Viel zu weit. Sie blickte so gespalten auf das Camp, dass sie sich damit selber verwirrte und letzten Endes konnte sie doch eh nicht wissen, was so passieren würde. Sie entschied sich, sich einfach darauf zu freuen, was sie in Tokyo erwartete. Langsam sortierte sie nebenbei die Gläser, Karaffen und Teller auf das Tablett, was sie mit nach draußen gebracht hatte, schlug die Ordner und Bücher zu und legte sie auf drei ordentliche Stapel. Dann erhob sie sich, nahm das Tablett. “Ich geh mal rein und suche schon mal die Sachen zum Kochen zusammen. Könntet ihr bitte gleich meine Schulsachen mit reinbringen?” Mit diesen Worten ging sie in Richtung Haus, stellte alles in die Spülmaschine und lief dann in den Keller zur Kühltruhe. Entgegen ihrer Erwartung hatten sie wohl doch keinen gefrorenen Kohl mehr. Grübelnd schlug sie die Tür des Gefrierschrankes wieder zu. Was können wir stattdessen machen? Kurzerhand schnappte sie sich einiges von dem Gemüse, was im Keller verstaut war und kehrte nach oben zurück. Sie legte die die Sachen auf der Theke ab und griff sich Schweinefleisch aus dem Kühlschrank. Aus den Schränken kramte sie diverse Messer und Schneidebretter zusammen und ging wieder zur Gartentür. Sie winkte Manami und Riona zu. “Okay, wir können anfangen. Es wird heute leider nichts mehr mit dem Nabe, wir haben keinen Kohl mehr, aber wir können uns Yakisoba machen, dafür haben wir noch genug da.” Ein bisschen entschuldigend lächelte sie, aber sie hätte auch daran denken können, dass es mit anderen Arten außer Spitzkohl im Sommer schwierig sein könnte. So lange hielt er sich selbst gefroren nicht. Akari schnappte sich von der Tür eine Schürze und legte auch zwei für ihre Gäste bereit. “Kari-chan? Braucht ihr noch Hilfe?”, rief ihre Mutter von oben, doch sie verneinte. Yakisoba waren nun wirklich nicht das schwerste Gericht und außerdem scheuchte sie ihre Mutter meistens schon nach 5 Minuten wieder aus der Küche. Einvernehmlich kochten die drei gemeinsam die Nudeln, pflanzten sich dann gemeinsam vor den Fernseher und ließen den Tag und das (wenig entspannte) Wochenende ausklingen.

Die Klausur am Montag lief tatsächlich ziemlich gut und Akari genoss es, ihre Lernbücher zur Seite zu legen und sich auf das Training zu konzentrieren. Nachdem Riona ihre Klausur auch hinter sich gebracht hatte, arbeiteten sie noch zusammen mit Mizuno an Plänen für die nächsten zwei Wochen. Alles schien soweit normal zu laufen, doch als Akari am Morgen vom Mittwoch zum Training kam, war die Stimmung in der Halle gedrückt und das Jungsteam war nicht komplett. Sie erfuhren später von Nishinoya und Tanaka, dass Hinata und Kageyama sich wohl geprügelt hatten und einander nun aus dem Weg gingen. Auch im Verlauf des Tages änderte sich dazu nichts und am Morgen des 12. gab es kein Anzeichen davon, dass die zwei sich in näherer Zukunft wieder verstehen würden. Naja, wenn es sogar so schlimm war, dass Tanaka-kun dazwischen gehen musste? Es ist bestimmt nicht leicht, sich mit einem Teamkamerad zu streiten.

Toyhouse Akari | 018







Fuyuko Shirai

12.07.
07:36

NPC
Der Juli war für Fuyuko eine anstrengend Angelegenheit. Neben den üblichen täglichen Trainingseinheiten, die sie unbedingt regelmäßiger besuchen wollte und dem üblichen Unterricht, den sie gab, war sie nun als Betreuerin des Mädchen-Volleyballteams der Karasuno Oberschule auch dafür zuständig, alle Formalitäten für das kommende Trainingscamp zu organisieren. Zwar war es nicht besonders schwierig, sich mit Takeda wegen des Busses abzustimmen, aber sie musste sich mit dem Rektor und dem Vize-Rektor auseinander setzen. Es war ihr absolut nicht verständlich, warum ihre Mädels nicht genau wie die nach Tokyo fahren sollten, wenn das Jungsteam doch auch hinfuhr. Mehr als einmal musste sie ihre Stimme erheben um die entsprechende Erlaubnis für ihre Schülerinnen umzusetzen. Das Camp lief schließlich über die Schule und musste dementsprechend behandelt werden. Unfassbar, dachte sie, als der Rektor wieder zu einer Rede darüber ansetzte, dass die Volleyball-Teams nicht so viele Ansprüche haben sollten, wenn es keine Erfolge gab. Mit bestimmter Stimme wies sie ihn darauf hin, dass Trainingsmöglichkeiten ein wichtiger Aspekt von gewinnbringendem Sport sind und brachte ihn mit einem freundlichen, wenn auch bedrohenden, Lächeln schnell zum Schweigen. Zur Mitte des Monats hin hatte sie endlich für alle die nötigen Dokumente in der Hand.

Mit einem Lächeln erschien sie am 12. in der Halle beim Nachmittagstraining. Gelassen ging sie zu Mizuno rüber, die schon wusste, worum es ging. Mit lauter Stimme rief sie die Mädchen zusammen und Fuyuko sah zu, wie Kita und Yuuki einen schwierig aussehenden Move beendeten. Der Ball landete zwar außerhalb des Feldes, aber sie schlugen miteinander ein und kam dann mit Ryujin-san im Schlepptau angelaufen. Michimiya und Aihara waren anscheinend gerade damit beschäftigt gewesen mit Sodou Annahmen zu üben, beendeten aber ebenfalls ihre Übungen. Schnell hatte sich das Team versammelt und saßen um sie herum. “Also, wie ihr ja wisst startet am 30. das Trainingscamp in Tokyo. Ich habe uns organisiert, dass wir mit dem Jungsteam im Bus hinfahren können und mich auch drum gekümmert, dass wir entsprechende Schlafgelegenheiten haben werden. Hier sind noch Infozettel für eure Eltern.” Sie gab die mitgebrachten Blätter Michimiya, die sie ihren Teamkameradinnen weiterreichte. “Da stehen auch die genauen Abfahrts- und Ankunftszeiten drauf, also seid bitte pünktlich. Es sind jetzt nur noch knapp zwei Wochen, also falls sich irgendetwas ändern sollte, teilt mir das bitte schnellstmöglichst mit.” Sie warf einen Blick zu Mizuno, um ihr zu signalisieren, dass das alles war, was sie zu sagen hatte und sie übernahm das Wort. “Ihr wisst alle, was ihr bis dahin noch zu üben habt. Macht euch darauf gefasst, dass die anderen Teams stark sein werden. Yuuki-san, Ryujin-san und ich haben für jeden von euch Pläne ausgearbeitet, die jetzt auf den kurzen Zeitraum nochmal einige Schwächen ausbügeln sollen. Ihr könnt sie euch nach dem Training bei mir abholen. Ansonsten erwarte ich natürlich, dass ihr in Topform seid, um dort möglichst viel mitnehmen zu können.” Sie ballte die Faust. “Und natürlich wollen wir bei den anderen Teams einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Also Mädels, strengt euch an!” Damit entließ sie die Truppe in die letzte halbe Stunde und drehte sich zu Fuyuko um. “Danke, dass Sie sich um alles Organisatorische gekümmert haben, Shirai-sensei”, sagte sie ernst und Fuyuko schüttelte nur den Kopf. “Keine Ursache. Ich bin sicher, dass das Camp eine wertvolle Erfahrung wird. An sowas erinnert man sich noch Jahre später.” Dann warf die Lehrerin einen Blick zu den Schülerinnen rüber. “Ich bin gespannt, wie das alles laufen wird für die Mädchen. Naja, ich muss wieder ins Lehrerzimmer, ich wollte nur schnell die Zettel vorbeibringen.” Sie verbeugten sich kurz voreinander und Fuyuko verließ die Halle. Es beschlich sie das Gefühl, dass das Trainingscamp mehr hervorbringen würde als nur eine simple Schulerinnerung.







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BeitragThema: Re: Fly High~   Fly High~ - Seite 4 EmptySo 28 März 2021, 21:13


Riona Yuuki
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Mittwoch 12. Juli
16:30 Uhr
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Der Nachmittag verging viel schneller als erwartet und so bereiteten sie schon kurz nachdem sie den letzten Clip von der Fukurodani beendet hatten das Abendessen vor. Immer noch war es unverschämt warm und kurz fragte die Zuspielerin sich, wieso sie überhaupt eine Jacke mitgenommen hatte. Aber jetzt brauchte sie sich auch keine Gedanken mehr darum zu machen. Viel wichtiger war es jetzt etwas Leckeres zu Essen zu zaubern und den Tag angenehm ausklingen zu lassen. Die Klausur würden sie schon irgendwie schaukeln. Ganz sicher.

Das dachte sie zumindest. Die Klausur selbst lief schrecklich. Nicht so schrecklich, dass Riona davon ausging in einem zweiten Fach durchzufallen, aber schlimm genug, um sie den gesamten restlichen Dienstag wie eine lebende Leiche durch die Schulflure rennen zu lassen. Dabei hatte sie am Sonntag noch das Gefühl gehabt wenigstens das meiste verstanden zu haben. Aber mittendrin hatte war auf einmal alles weg gewesen. Die Jungs waren noch immer nicht wieder in der Stadt, so fiel also auch ihr Training ziemlich uninteressant und still aus. Es war beinahe erschreckend wie schnell die Zuspielerin sich an die Anwesenheit dieser Trottel gewöhnt hatte.

Und wenn sie ganz ehrlich mit sich selbst war, bangte ihr schon ein wenig vor dem Moment, an dem sie wieder in ihrer eigenen Halle trainieren müssten. Nicht, dass sie das jemals aussprechen würde. Trotzdem hatte sie das Gefühl, dass das gemeinsame Training und die, zwischendurch stattfindenden Trainingsspiele ihnen Motivation schenkte. Immerhin trainierten sie sogar morgens in voller Besetzung mittlerweile. Umso mehr traf es die Rothaarige, als sie am Folgetag erfuhr, dass das Chaosduo sich wohl aufs Übelste zerstritten hatte. Bisher war sie immer der Meinung gewesen, diese beiden könne nichts auseinander treiben. Doch bemerkte selbst Riona sehr schnell, dass Tobio und Hinata gar nicht mehr miteinander sprachen, außer es war absolut notwendig. Darunter litt das gesamte Team – natürlich tat es das.

Das war der zweite Abend, an dem sie mit dem Handy in der Hand auf dem Bett saß und kurz davor war Toru anzuschreiben. Ob er gewusst hätte, wie man dieses Problem lösen konnte? Der Zuspieler der Aoba Johsai war schon immer gut mit anderen Menschen gewesen. Wenn Riona sich als empathisch bezeichnen würde, dann konnte er Gedanken lesen. So aufmerksam wie er war, würde es sie nicht wundern, wenn er bereits Tage vor dem eigentlichen Streit gemerkt hätte, dass da etwas nicht stimmte. Doch konnte sie das nicht tun. Warum sollte sie? Der Streit der beiden Dickköpfe ging sie nichts an, also sollte sie sich keine Gedanken darum machen, wie man diesen wieder schlichten könnte.

Der Morgen des 12. Juli kam schnell, immer noch mit dem Kopf in den Wolken, der schlechten Geschichtsklausur im Nacken und der Gewissheit, dass sie sehr bald auf ein Trainingscamp fahren würden, wo alle Teams besser waren als ihres schwang sie sich auf ihr Board. Wirklich auf ihre Umgebung achten tat die Zuspielerin nicht, viel mehr glich es einem Wunder, dass sie nicht von einem vorbeifahrenden Auto mitgerissen wurde. Glücklicherweise kam sie heil an, warf ihre Tasche in die Ecke und schnappte sich dann ihre Freundinnen, um ein einfaches Zuspieltraining zu machen. Dabei ignorierte sie die Anwesenheit der Jungs vollkommen. Das zog die Schülerin jedoch nicht lange durch, sodass sie irgendwann irgendwelche Angriffskombinationen ausprobierten. Auch das Nachmittagstraining lief sehr ähnlich ab. Abwechselnd schlugen die beiden Angreiferinnen Bälle von ihr und versuchten sie so nahe wie möglich an der Außenlinie im Feld zu versenken. Dadurch bekam Riona nicht mit, wie jemand nach ihnen die Halle betrat.

Erst als ihr Coach sie allesamt zusammenrief blickte die Kleinste im Team auf, nickte in Richtung der dunkelhaarigen Sportlerin und gemeinsam versammelten sie sich in einem Halbkreis um die beiden Frauen herum. Aufmerksam hörte sie zu, nickte ab und an und zog dann die Augenbrauen hoch, als es auf einmal um die Trainingspläne ging, die sie mit Akari gemeinsam ausgearbeitet hatte. Es war eigentlich nur eine blöde Idee gewesen und mehr aus Spaß als wirklich ernst hatten sie sich einen Nachmittag gemeinsam hingesetzt und ein paar Seiten zusammengeschrieben. Das diese nun genutzt werden sollten ließ die Zuspielerin hart schlucken. Wie alle anderen neigte sie kurz den Kopf, verabschiedete die blonde Lehrerin und fuhr sich dann mit den Händen durchs Gesicht. Im Augenwinkel konnte Riona sehen, wie ihr Coach die Zettel verteilte und um sie herum wurde ein leises Murmeln erkennbar. Hoffentlich nahmen die anderen Mädchen das nicht falsch auf. Immerhin hatte sie selbst noch viel zu lernen und sollte nicht so große Töne spucken.  Zögerlich blickte sie sich um, erkannte aber keine schlechte Stimmung im Team, weswegen die Rothaarige erleichtert ausatmete.

„Dann lasst uns das Training beenden und uns dann mal wieder außerhalb essen. Das haben wir schon eine Weile nicht mehr gemacht.“
Entschlossen streckte Riona die Arme, grinste schief und schnappte sich einen Ball vom Boden, bevor sie ihn unheilverkündend in den Händen drehte.

„Wollen wir ein paar Annahmen üben?“ 
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right?




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BeitragThema: Re: Fly High~   Fly High~ - Seite 4 EmptyDi 30 März 2021, 00:51





Manami Kita
MITTWOCH, 12. JULI / 20:27 UHR / 019

Schon als Manami am Dienstagmorgen das Schulgebäude betrat, die Haare noch feucht von der schnellen Dusche, die sie sich nach dem Training gegönnt hatte, war sie sich ziemlich sicher, dass sie die Geschichtsklausur absolut verhauen würde. Es war einfach nicht ihr Fach. Und während sie sich vor langer Zeit schon damit abgefunden hatten, war es ihren Eltern doch trotzdem wichtig gewesen, dass sie weiterhin etwas über die Geschichte ihres Landes lernte, weswegen sie sich also immer noch gezwungen war, dieses absolut nervige Schulfach weiterhin zu belegen.
Das gemeinsame Lernen mit ihren Freundinnen am Sonntag war auch nicht sonderlich produktiv für sie ausgefallen. Statt sich wirklich mit den Inhalten ihres Lehrbuchs zu befassen, war sie in Gedanken immer wieder beim Trainingscamp gewesen - und dann hatten sie bestimmt die Hälfte der Zeit einfach nur damit verbracht, sich Videos von den anderen Teams anzusehen. Ein sehr viel besserer Zeitvertreib in Manamis Augen.

Ganz wie sie es geahnt hatte, lief die Geschichtsklausur mehr als schlecht. Zwar beantwortete sie jede Aufgabe, doch war sie sich nicht sicher, ob ihre Antworten irgendeinen Gehalt hatten. Normalerweise würde sie sich mehr Mühe geben, denn auch wenn sie etwas nicht mochte, so mochte sie es doch trotzdem, gut in etwas zu sein, aber Geschichte … Da konnte nicht einmal ihr eigener Ehrgeiz sie für begeistern.
Doch wenigstens war sie nun fürs erste mit dem Thema fertig - wenn man einmal von den Unterrichtsstunden absah und der Tatsache, dass sie höchstwahrscheinlich in die Nachhilfe musste - und sie konnte sich wieder mit den wirklich wichtigen Dingen des Lebens befassen: Volleyball.
Zielstrebig schlug sie am Mittwochmorgen den Weg zu Kinoshitas Platz ein, zog sich einen der unbenutzten Stühle heran und stützte sich mit den Ellenbogen auf dem Tisch  ab.
“K-kun! Wie war das Trainingscamp? Nishinoya hat Rio-chan ein paar Bilder geschickt und ich bin echt neidisch, dass wir nicht mit konnten.” Sie rümpfte die Nase.
“Das Camp war in Ordnung.”
Manami konnte nicht glauben, was sie da hörte und beugte sich ungläubig etwas weiter über den Tisch. “Nur in Ordnung?”
“Naja”, meinte Kinoshita verlegen und kratzte sich dabei am Nacken, “wir haben eigentlich nur verloren und wirklich gespielt habe ich auch nicht. Aber es war ziemlich cool, die ganzen anderen Teams zu sehen.”
Manami summte nachdenklich und nickte dann langsam. Sie konnte die Frustration des Anderen gut verstehen - sie selbst wäre wahrscheinlich auch etwas niedergeschlagen gewesen, wenn sie nur zusehen konnte während ihre Teamkameradinnen gegen die anderen, beeindruckenden Teams spielten. Trotzdem würde sie Kinoshita nicht so leicht davonkommen lassen. Entschlossen sah sie zu ihrem Mitschüler und fixierte diesen dann mit einem unglaublich ersten Gesichtsausdruck. “Erzähl mir alles, was du über die anderen Teams weißt. Sind das Ass und der Zuspieler der Fukurodani wirklich so gut, wie es in den ganzen Videos aussieht? Und stimmt es, dass der Nekoma Libero krass talentiert ist?”

Am Mittwochnachmittag hatte Manami die Geschichtsklausur schon wieder gänzlich aus ihren Gedanken verbannt. Stattdessen schwirrte ihr der Kopf mit allem, was sie aus Kinoshita über die anderen Teams hatte herausquetschen können. Wirklich viel neue Informationen waren da nicht mit dabei gewesen; hauptsächlich hatte er nur das bestätigen können, was sie selbst ohnehin schon herausgefunden hatte. Aber es war gut zu wissen, dass ihre Quellen richtig gewesen waren.
Voller Motivation gesellte sie sich zu ihren Freundinnen und erzählte ihnen von den neuen Informationen, die sie in Erfahrung gebracht hatte, während sie alle mit einigen Übungen begannen. “Anscheinend hat Nekoma jetzt einen verdammt riesigen Mittelblocker. K-kun meinte, der sah echt gefährlich aus und ist knapp zwei Meter groß!” Während sie sprach streckte Manami die Hand in die Höhe, um die Größe des anderen Spielers zu simulieren, griff dann nach dem nächsten Ball und warf diesen zu Rio hinüber.
Auch wenn Volleyballspieler in der Regel immer auf der größeren Seite waren, waren zwei Meter große Spieler doch noch einmal etwas besonderes. Aufgeregt wippte sie auf den Sohlen vor und zurück. Sie konnte es kaum abwarten, dieses ‘Biest’, wie Kinoshita ihn beschrieben hatte, in action zu sehen.

Ihre Unterhaltung wurde unterbrochen, als Mizuno-san sie alle zusammen rief. “Ich erzähl euch nachher, was ich noch so erfahren habe!”, versprach sie ihren beiden Freundinnen und richtete dann die Aufmerksamkeit auf ihren Coach. Interessiert überflog sie den Infozettel, auch wenn dieser eigentlich für die Eltern bestimmt war, und hörte dabei noch mit halbem Ohr zu, was ihre Trainerin sonst noch zu sagen hatte. Bei der Erwähnung des neuen Trainingsplans hob sie den Blick von dem Infozettel. In letzter Zeit hatte sie irgendwie das Gefühl gehabt, dass ein Großteil des Teams relativ planlos gewesen war, dass viele sich schon damit abgefunden hatten, dass sie es nicht weit im nächsten Wettkampf schaffen würden - ein neuer Trainingsplan würde hoffentlich neuen Wind in die Gruppe bringen und sie alle wieder motivieren, sich mehr zu bemühen.
Manami griff nach einem der Trainingspläne, als diese rumgereicht wurden und las sich die einzelnen Punkte genau durch. Es war ein ausführlicher Plan, der deutlich die Schwachstellen aufzeigte, an denen sie noch arbeiten mussten. Bei Rios nächsten Worten blickte sie etwas verlegen drein, fuhr sich mit der Hand durch die Haare (für die sie wieder einmal einen Haargummi vergessen hatte) und wich dabei dem Blick der Rothaarigen aus.
“Ah, ich weiß nicht, ob ich nach dem Trainings Zeit habe. Ich bin eigentlich mit Hajime verabredet”, gab sie zu und lächelte dabei entschuldigend. “Er wollte mir mit meinen Angriffen etwas helfen. Du weißt schon, von Spiker zu Spiker. Aber nächstes Mal bin ich wieder dabei!”
Sie zuckte leicht mit den Schultern. Gerne wäre sie mit dem Rest des Teams Essen gegangen, allerdings wusste sie, dass ihre Eltern heute erst sehr spät Zuhause sein würden, weswegen es ihnen nicht auffallen würde, wenn sie nach dem normalen Training noch eine oder zwei (oder drei) Stunden länger wegblieb.

Die nächsten paar Stunden quälte Mizuno-san sie mit den verschiedensten Annahme-Übungen und am Ende des Trainings fühlten sich Manamis Arme etwas durchgenudelt an. Sie merkte selbst, wie ihre Reaktionen langsamer wurden und ihre Annahmen unsauberer, obwohl sie sich eigentlich hätte verbessern sollen. Sie presste die Zähne aufeinander, genervt von ihrem eigenen Körper und dessen Ermüdung. Hoffentlich würde das nach einer kurzen Pause wieder besser sein.
Während sie die Bälle zusammen suchte, die in die unterschiedlichsten Ecken gerollt waren, warf sie einen Blick zu den Jungs hinüber. Irgendwie wirkte deren Training um einiges weniger energetisch als sonst, was wahrscheinlich der Tatsache zu schulden war, dass Hinata und Kageyama beide fehlten. Sie konnte es selbst fast glauben, aber irgendwie vermisste sie die aufgedrehte Energie des orangehaarigen Erstklässlers. Seine aufgeweckte Art hatte sie in gewisser Weise immer ihre eigene Erschöpfung vergessen lassen und sie dazu motiviert, noch mehr Energie in ihr eigenes Training zu stecken. Was auch immer vorgefallen war - sie hatte am Rand mitbekommen, dass er und Kageyama sich wohl zerstritten hatten - sie war sich absolut sicher, dass es allein Kageyamas Schuld war.
Tanakas aufgebrachter Ruf riss sie aus ihren Gedanken. “Bist du etwa hier, um uns auszuspionieren, huh?!”






Hajime Iwaizumi
MITTWOCH, 12. JULI / 20:29 UHR

NPC ACTION

Wie Kita es geschafft hatte, ihn dazu zu überreden, sie vom Training abzuholen, war ihm noch immer ein Rätsel. Eigentlich hatte er vorgeschlagen, dass sie sich direkt auf dem Sportplatz treffen könnten, doch irgendwie hatte die Jüngere es geschafft, ihn auszutricksen. Und nun sah sich Hajime einem sehr aufgebrachten Glatzkopf gegenüber, der irgendeine merkwürdige Fratze zog, und konnte nicht anders, als tief zu seufzen.
Seinem eigenen Geisteszustand zuliebe, ignorierte Hajime den Anderen einfach und lehnte sich stattdessen etwas weiter in die Halle hinein, versuchte Kita zwischen all den Spielern zu erkennen. Er bemitleidete ihr Team dafür, dass sie sich doch tatsächlich mit den Jungs die Halle teilen mussten. Konnten die sich überhaupt konzentrieren, wenn so viele Leute in eine einzige Halle gequetscht waren?
“Hajime!” Der Ältere hatte genau drei Sekunden Zeit, um sich vorzubereiten, bevor ein weißhaariger Wirbelwind in ihn krachte und ihn in eine Umarmung zog.
“Kita”, seufzte er und erwiderte ihre Umarmung sehr, sehr widerwillig. Über Kitas Schulter hinweg konnte er Yuuki-san erkennen und nickte der Rothaarigen kurz zu und, wenn man ihn gut kannte, konnte man sogar erkennen, dass er sich freute, sie zu sehen. Er befreite sich aus Kitas Griff und ließ dann seinen Blick über das Innere der Halle schweifen, stellte mit etwas Überraschung fest, dass weder Kageyama noch der kleine Mittelblocker mit dem verdammt hohen Sprung zu sehen waren. Das war … ungewöhnlich. So wie er Kageyama in Erinnerung hatte war er niemand, der das Training versäumte. Aber was interessierte ihn das Verhalten dieser zwei Vollidioten?
Hajime wandte seine Aufmerksamkeit wieder Kita zu. “Wie lange brauchst du noch? Ich will nicht ewig warten. Außerdem-”
“Du hast mich einfach an der Ampel stehen lassen, Iwalein!”, ertönte eine entrüstete Stimme hinter ihm und Hajime schloss einen Moment lang die Augen, atmete tief ein und aus. Einundzwanzig, zweiundzwanzig, dreiundzwanzig…
Eine kleine Furche formte sich bereits zwischen seinen Augenbrauen als er sich zu Oikawa umdrehte. “Ich hab dich nicht darum gebeten, mitzukommen!” Er hatte den Überblick darüber verloren, wie oft er das innerhalb der letzten halben Stunde gesagt hatte. Doch irgendwie wollte der Setter das nicht in seinen Schädel bekommen. Seit er und Yuuki-san sich getrennt hatten war er ohnehin noch einmal um einiges anstrengender geworden. Scheinbar hatte er beschlossen, die Zeit, die er nun nicht mehr mit seiner Freundin verbrachte, stattdessen zu nutzen, um Hajime auf den letzten Nerv zu gehen.
Oikawas Erscheinen ließ eine erneute Welle an Protestrufen von dem Jungsteam der Karasuno erklingen und Hajime knirschte genervt mit den Zähnen, wusste dass die Ader an seiner Schläfe wahrscheinlich wieder gut sichtbar war. Er warf Kita einen nahezu flehenden Blick zu. “Bitte sag mir, dass wir direkt los können.”




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BeitragThema: Re: Fly High~   Fly High~ - Seite 4 EmptyDi 30 März 2021, 18:10



Toru Oikawa

12.07.
20:31

NPC
Toru konnte nicht fassen, dass Iwaizumi ihn wieder hatte stehen lassen. Dabei hatte er ihm doch gesagt, dass er ihn zur Karasuno begleiten wollte. Was genau ihn dazu trieb, ausgerechnet dorthin mitzugehen, konnte er sich nicht erklären. Er wusste doch, dass Riona gemeinsam mit Manami auf die Schule ging. Auch, dass er ihr wahrscheinlich über den Weg laufen würde, wenn Iwaizumi nach dem Training dort hin wollte. Nachdem sie sich getrennt hatten, war die Beziehung von Toru und Manami ziemlich angespannt gewesen. Er ahnte, dass Rio nichts davon gesagt hatte, warum sie sich getrennt hatten, warum sollte er also jetzt hier auftauchen? Vielleicht wollte er sich nicht eingestehen, dass es daran lag, dass er seine Ex-Freundin vermisst hatte. Oder daran, dass sie einer der Menschen war, die ihn am Besten kannte. Er redete sich selbst ein, dass ein Besuch an der Karasuno um Manamis Willen war. Selbstverständlich.

Also war er Iwaizumi zur Sporthalle gefolgt und trat mit einem selbstbewussten Lächeln in die Halle ein. Während er sich von Iwas Kommentaren nicht beeindrucken ließ, fand sein Blick automatisch Riona, die mitten in der Halle stand. Ein schmerzhafter Stich durchzuckte ihn. Es war eine dumme Idee gewesen herzukommen. Sie sah gut aus, wie sich ihre Trainingsklamotten an ihren Körper schmiegten, wie ihre Haare sich leicht verwuschelt vom Training um ihr Gesicht legten, und wie sich ihre grünen Augen kontrastreich davon abhoben. Ihm kam es vor als hätten sie sich ewig nicht gesehen; als wäre es nicht erst wenige Wochen her, dass sie ihm den Laufpass gegeben hatte. Er hatte es noch ganz genau in Erinnerung: sie hatte leise gesprochen, ohne ihn anzusehen und es hatte so weh getan, sie niedergeschlagen und mit Tränen in den Augen zu sehen. In dem Moment war er überrumpelt gewesen und da waren auch noch diese zwei Mädchen auf ihn zugekommen, die ihm freudig gewunken hatten. Dann verschwamm die Erinnerung, in seinem Blickfeld nur noch der Rücken des Mädchens, die bis vor Kurzem noch seine Freundin - seine Vertraute - gewesen war. Er hatte kaum gemerkt, wie sich seine Augen mit Tränen gefüllt hatten und als ihn die zwei Mädchen, seine Fans, darauf angesprochen hatten, brachte er nur eine gebrochene Ausrede heraus. Es war wohl einer der wenigen Momente in seinem Leben gewesen, in denen er seine Reputation zutiefst verflucht hatte, denn er hatte ihr hinterherlaufen wollen. Natürlich wollte er das. Doch er fühlte sich oft wie gefangen in einem Netz aus Ruf, Popularität und eindringlicher Einsamkeit. Er sehnte sich nach tiefen Beziehungen, nicht nach Oberflächlichkeit und Einbildung, nicht nach Hirngespinsten. Jemanden, der ihn sah und nicht nur eine Fassade.
Diese Leere hatte er bisher nicht abschütteln können. Und man konnte nicht sagen, dass er es nicht versucht hatte. Ablenkung in Form von seinen Fans, Flirts und Freizeitaktivitäten hatten nichts gebracht. Auch nicht, dass er mehr Zeit mit seinem Team verbracht hatte. Es führte lediglich zu Genervtheit auf ihrer Seite. Einzig und allein Volleyball hatte ihm eine Auszeit von seinen Gefühlen gegeben. Während dem Spielen konnte er seine Emotionen vergraben und sich ganz auf das Jetzt konzentrieren. Das Gefühl, auf dem Feld gebraucht zu werden und sich aufeinander verlassen zu müssen beflügelte ihn dann und nahm ihm den Schmerz, dem er sich trotzdem unerbittlich wieder ausgesetzt sah, sobald er die Halle oder den Platz verließ.

Das alles hatte er tief unter einer Maske vergraben. Er war schließlich Toru Oikawa - der gutaussehende, beliebte und selbstbewusste Zuspieler der Aoba Johsai, der sich nicht kleinkriegen und vor allem nichts anmerken ließ. Gekonnt setzte er sie auf und brachte ein strahlendes Lächeln zustande. “Mensch, Iwalein, wir sind doch gerade erst gekommen. Schau nur, wie klein die Halle der Karasuno ist. Und wie süß, sie teilen sie sich sogar!” Er schlang lässig den Arm um Iwaizumi und winkte Manami zu. “Mana-chan, schnittig siehst du aus.” Er zwinkerte ihr verspielt zu und sah dann Tanaka mit einer hochgezogenen Augenbraue an. “Die Aoba Johsai hat Spionage gar nicht nötig, das sollte dir doch wohl klar sein, Spatzenhirn.” In seine Stimme mischte sich ein Hauch Abschätzung, nur so viel, dass man es gerade so heraushören konnte. Hinter all dem Schauspiel hatte er jedoch nicht vergessen, dass Riona in der Halle war. Er war sich ihrer Anwesenheit nur zu gut bewusst, aber das konnte er nicht zeigen. Ihm ging es doch großartig. Das sollte sie sehen, das musste sie sehen! Nur zu gern hätte er es ihr ins Gesicht gesagt, denn wenn er Rio auch nur halb so gut kennen würde, wie er es tat, dann würde sie sich vermutlich immer noch Vorwürfe machen. Das war jedenfalls das, was er immer tat, wenn er abends alleine in seinem Zimmer saß und nichts mehr hatte, womit er sich irgendwie ablenken könnte.







Akari Ruyjin

12.07.
20:33

» Everything I do, I do with
passion and patience. «
Verdutzt schaute Akari die Zettel an, die ihre Lehrerin und ihre Trainerin verteilt hatten. Klar, sie mochte es, mit Riona Trainingsmethoden zu besprechen und sich bei ihren eigenen Übungen mit Mizuno abzusprechen. Aber dass das, was sie und Rio erarbeitet hatten tatsächlich Anwendung finden würde, war neu für sie. Michimiya schien es als Kapitänin allerdings nicht viel auszumachen, dass sie bei der Ausarbeitung nicht mit einbezogen worden war. Sie hatte sicherlich mit Mizuno vorher gesprochen. Sie überflog die Blätter kurz, faltete sie dann sorgsam und legte sie beiseite, um sich wieder dem Training zu widmen. “Also ich hab Zeit zum Essen gehen. Hab nicht wirklich Lust zum Kochen heute.” Dass Manami bereits verabredet war wundert sie allerdings nicht. Von ihnen dreien war sie sicherlich die sozial Vernetzteste und kannte allerhand Leute - darunter eben auch Hajime, ihr bester Freund. Akari wusste manchmal nicht, wie die zwei sich so gut verstanden, aber ihre Dynamik war irgendwie humorvoll und sie beide besaßen eine direkte Art.

Manami hatte sich auch zuvor schon Kinoshita geschnappt und ihn über das Trainingscamp ausgefragt und bei ihren Ausführung war Akari stutzig geworden. Ein Mittelblocker, der fast zwei Meter groß ist? Meint sie damit Kuroo? Es war jetzt nicht unbedingt selten, dass Mana zu Übertreibungen neigte. Wenn es jedoch so war, dass Kuroo herausstach, kam ihr das nicht besonders recht. Am Liebsten würde sie ihre Freundinnen so weit wie möglich von ihrem… äh… vergänglichen... Crush fernhalten. Es fehlte ihr noch, dass sie sich mit ihm anfreunden würden, aber leider sah Akari schon vor ihrem inneren Auge, dass er sich gut mit Rio und Mana verstehen würde. Er war eben so ein Mensch, der charismatisch und selbstbewusst und gutaussehend und freundlich und ehrlich… f.uck! In den letzten Tagen war sie immer unkonzentrierter geworden und hatte ihre Gedanken öfter schweifen lassen. Dass die Klausuren schon vorbei waren, war pures Glück, denn sie hätte nie im Leben so gute Noten bekommen, wenn sie schon länger im Unterricht so abdriften würde wie jetzt. Auch beim Training waren ihr Flüchtigkeitsfehler passiert, die sie normalerweise systematisch bekämpfte. Sie hatte sich noch mehr auf ihre Grundlagen konzentriert und wollte eigentlich auch ihre Zusammenarbeit mit Rio verbessern, aber so wirklich gelingen wollte ihr das nicht. Sie blieb trotzdem dabei und biss sich durch - vielleicht trainierte sie sogar härter als sonst. Nicht selten kam sie morgens mit Muskelkater in die Schule oder musste ihr Knie tapen.
Für Akari vergingen die restlichen Stunden des Trainings wie im Flug - so sehr vertiefte sie sich in die verschiedenen Abläufe und Übungen. Als sie an dem Punkt angelangt war, an dem ihre Muskeln zu schmerzen begannen und ihr Atem nur noch stoßweise ging, wurde sie abrupt aus ihrem Fokus gerissen. Ein Tumult war auf der anderen Seite der Halle entstanden, als Tanaka seine Stimme erhoben und ernsten Schrittes auf Iwaizumi, der seinen Kopf durch die Tür gesteckt hatte, zuschritt. Bevor Akari überhaupt registriert hatte, was genau sich vor ihren Augen abspielte, war Manami schon zur Tür gelaufen und war ihrem besten Freund um den Hals gefallen. Er sah davon nicht so begeistert aus und Akari beschlich eine leise Belustigung, die sich jedoch im nächsten Moment in Luft auflöste.

Sie hatte Toru Oikawa bisher meist nur auf Fotos oder von Weitem gesehen, aber jetzt betrat er lässig die Halle. Er war hoch gewachsen, schlank und seine braunen Haare waren verwuschelt. Er strahlte ein unfassbares Selbstbewusstsein aus, das sie schon fast einschüchterte. Mit einem Grinsen, welches einen Menschen wohl blenden konnte, wenn er zu lange hinsah, warf er einen Arm um Iwaizumis Schultern. Was genau er sagte konnte sie jedoch nicht verstehen, denn ihre Aufmerksamkeit wanderte in diesem Augenblick zu Riona, die in der Mitte der Halle stand. Seit zwischen den Beiden Schluss war, hatte sie nie erzählt, wie es dazu gekommen war. Akari konnte sich zwar denken, dass sie nicht unbedingt im Guten auseinander gegangen waren (wenn man beobachtete, wie ihre Freundin bereits auf die Erwähnung seines Namen reagierte), aber normalerweise machte sie schöne Miene zu bösem Spiel. Wie sie jetzt allerdings reagieren würde, wo Oikawa plötzlich an der Schule und, schlimmer noch, in der Sporthalle aufgetaucht war, konnte sie kaum einschätzen. Rio war ein so ortsbezogener Mensch, dem jede Veränderung des Umfeldes auffiel und selbst Akari merkte, wie sich sowohl bei den Jungs als auch bei ihnen die Stimmung drastisch veränderte. Tanaka nahm den “Übergriff” der Aoba Johsai offensichtlich sehr ernst, denn er begann jetzt, sich mit Oikawa ein Wortgefecht zu liefern und er gestikulierte wild - mehr noch als sonst. Iwaizumi fühlte sich damit sichtlich unwohl und redete auf Manami ein, während Oikawa ein fast fieses Grinsen ins Gesicht trat.
Akari wollte die Situation irgendwie deeskalieren, aber sie wusste nicht wie. Sie kannte die zwei gegnerischen Spieler fast nur von Fotos und wenn, dann nur sehr kurzen Begegnungen nebenbei. Deswegen konnte sie überhaupt nicht einschätzen, wie viel von Oikawas Auftreten nur gespielte Rivalität war. Ein Blick zu Mizuno verriet ihr, dass ihre Trainerin sich nicht in das Geschehen einmischen würde, wenn niemand handgreiflich wurde und Ukai war ausgerechnet jetzt auf der Toilette, sodass die Jungs unbeaufsichtigt waren. Beschwichtigend versuchten Sugawara und Sawamura, Tanaka wieder etwas runter zu bringen. Akari sah hilfslos zu, wie die Situation immer unübersichtlicher wurde und hoffte inständig, dass Manami etwas tun würde. Ganz sicher würde sie von Rio nicht erwarten, dazwischen zu gehen und trotzdem musste jemand etwas tun, denn Oikawa brachte das Gleichgewicht deutlich durcheinander.

Toyhouse Akari | 019







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BeitragThema: Re: Fly High~   Fly High~ - Seite 4 EmptyDi 30 März 2021, 20:36


Riona Yuuki
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Mittwoch 12. Juli
20:35 Uhr
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Im Kopf noch immer die Informationen verarbeitend, die Manama ihnen über die Nekoma gegeben hatte, war sie beim restlichen Training ein wenig in Gedanken versunken. Fast zwei Meter? Dann überragte er sie um knapp 50cm. Und dieser Fakt sorgte dafür, dass sie sich noch kleiner fühlte als sie eh schon war. Aber nicht einmal so ein Riese würde ihr Angst einjagen. Ganz sicher nicht. Da konnte er noch so gruselig sein.

Bevor sie sich wieder vollkommen auf das Training konzentrieren konnten, nickte sie Mamani zu, welche ihr von dem anstehenden Training berichtete. „Armer Iwa.“ Feixte die Rothaarige und zwinkerte ihrer Freundin wohlwollend entgegen. Es war nichts Neues, dass die Weißhaarige ab und an mit dem Ass der Aoba Johsai trainierte, also überraschte sie das wenig. Abgesehen davon, hatte sie selbst auch schon das eine oder andere Mal mit dem dunkelhaarigen Angreifer trainiert und es würde sich definitiv für Manami lohnen, da war sie sich sicher.

„Dann sind es halt nur wir zwei.“ Wandte Riona sich schließlich an Akari, welche wohl ihre nicht vorhandene Motivation an diesem Tag noch zu Kochen teilte. Dabei lächelte sie ihrer dunkelhaarigen Freundin breit zu und freute sich auch schon auf das Essen später. Ihr kurzes Gespräch wurde jedoch vom Coach unterbrochen, denn die Dunkelhaarige scheuchte sie einmal im Laufschritt durch die Halle, bevor sie das versprochene Annahmetraining hervorholte. Dabei blickte Riona immer wieder zu den Jungs herüber, welche im selben Zug dabei waren ihre Aufschläge zu üben. Immer noch war die Stimmung alles aber nicht wirklich gut. Angespannt traf es eher. Als sie einen besonders starken Aufschlag von Asahi sah, wallte ein gewisser Neid in der Zuspielerin auf. Ihr eigener Aufschlag saß noch nicht so richtig, es fiel ihr irgendwie schwer einen Punkt anzuvisieren, aber auch einige der anderen Mädchen waren noch dabei den perfekten Aufschlag für sich zu entdecken. Aber genau dafür trainierten sie ja jeden Tag. Um immer und immer besser zu werden.

Es musste schon kurz vor halb 9 sein, als sie anfingen die Bälle in die Wagen zurückzuräumen und die Netze abzubauen. Total in ihr Tun vertieft, bemerkte sie erst, dass jemand die Halle betreten hatte, als Manami neben ihr lossprintete. Abgesehen davon, dass auch Tanaka auf einmal in den Kriegsmodus zu gehen schien. Verwirrt drehte die Rothaarige sich herum, drehte dabei angespannt den Ball in ihren Händen und als sie den Vize-Kapitän der Seijoh erkannte hob sie grüßend die Hand. Ihre Beziehung zueinander war ein wenig schwieriger geworden, seit sie und Toru nicht mehr zusammen waren, aber er war immer ein guter Freund gewesen und so sollte sie ihren persönlichen Frust nicht an dem Drittklässler auslassen. Immerhin versuchte er immer noch ab und an – und auf seine eigene Art und Weise – ihr zu helfen. Gerade wollte sie sich auf den Weg machen, um ihn richtig zu begrüßen, als die Hallentür erneut zufiel und ein Großteil der Jungs irgendwo zu ihrer Rechten anfing herumzubrüllen.

Sofort versteifte sich der gesamte Körper der Schülerin, ihr Blick wanderte von Manami über Iwa und blieb schließlich an der großgewachsenen Gestalt hängen, welche, in helle Trainingsklamotten gehüllt direkt auf das Ass der Seijoh zu lief. Dabei zog er aufgrund seines lauten Organs die Aufmerksamkeit der gesamten Halle auf sich. Augenblicklich wurde Riona schlecht, ihre Finger krallten sich in das Kunstleder des Balles in ihren Fingern und für einen Moment huschte deutlich ein Ausdruck des Schmerzes über ihr Gesicht. Was tat er hier? Warum… war er?

Heftig zitternd schloss die Zuspielerin einen Herzschlag lang die Augen, atmete tief durch und versuchte den dicken Kloß in ihrem Hals herunterzuwürgen. Doch wirklich funktionieren wollte das nicht, allein dieser kurze Satz aus seinem Mund hatte dafür gesorgt, dass ihr innerer Fluchtinstinkt zuzuschlagen begann. Es brauchte eine Menge Selbstbeherrschung stehen zu bleiben und nicht sofort der ganzen Umgebung zu zeigen, dass da etwas nicht stimmte. Denn außer ihren Freundinnen, Yuu und Iwa wusste niemand, dass sie und Toru mal zusammen gewesen waren. Und so wie sie den Zuspieler kannte wollte er auch nicht, dass sich das änderte. Auch wenn es jetzt natürlich nicht mehr von Belang war.

Trotz allem. Riona kannte ihren Ex-Freund. Wahrscheinlich besser als irgendjemand sonst. Und so erkannte sie schnell, dass hinter der aufgesetzten Fröhlichkeit noch etwas ganz anderes schlummerte. Etwas, von dessen Existenz sie gar nichts wissen wollte. Aber es hing über ihm wie ein riesiges – in Neonfarben leuchtendes – Reklameschild. Er litt. Mehr noch als sie sich eingestehen wollte und der Anblick allein trieb ihr die Tränen in die Augen.

All das spielte sich in solch einem kurzen Zeitraum ab, dass wohl niemand der sie nicht gut kannte etwas davon mitbekam. Schnell hatte sie ihren Gesichtsausdruck wieder unter Kontrolle, vollkommene Teilnahmslosigkeit zeigte sich auf ihren Zügen und kurz wägte die Rothaarige tatsächlich ab, ob sie einfach gehen sollte. Doch war das Training noch nicht vorbei, sie waren nicht entlassen worden und einfach so zu verschwinden, gerade wenn sie noch mit Akari essen gehen wollten war einfach nicht ihre Art. Also hielt sie tapfer durch, streckte den Rücken durch und schob all ihre Emotionen für den Anfang beiseite.

Verständnislos lauschte sie der Konversation zwischen Toru und den Jungs. Sie schienen sich immer weiter hochzuschaukeln, Tanaka wurde immer lauter und lauter und ließ sich selbst von Daichi und Sugawara nicht beruhigen. Zunehmend begann alles ein wenig außer Kontrolle zu geraten und eine gewisse Hilflosigkeit breitete sich in Riona aus. Niemand schien etwas tun zu wollen und als sie dann auch noch sah, wie ihr wundervoller Ex-Freund begann sein arrogantes Grinsen aufzusetzen war es zu viel.

Entschlossen trat die Rothaarige vor, pfiff einmal laut durch die Zähne und drückte Tanaka ihren Ball in die Hand. „Ryu-kun bring den Ball weg und entspann dich. Meine Fresse, als würden wir hier Staatsgeheimnisse besprechen!“ Dabei sah sie ihn eindringlich an, biss die Zähne fest zusammen und schob den Größeren dann in Richtung des Ballkorbes. „Ihr auch!“ Knurrte sie anschließend die restlichen Jungs an, warf ihnen allesamt einen finsteren Blick zu und wandte sich erst ab, als wirklich alle verstummt waren. „Und du…!“ Ihr Blick suchte ganz bewusst den von Toru, funkelte ihn an und schritt auf ihn zu. Mit dem Zeigefinger stieß sie ihm gegen die Brust, blickte zu ihm auf und ließ sich dabei von seiner Größe nicht unter Druck setzen. „…hast hier nicht aufzutauchen und so zu tun, als würde dir die ganze Halle gehören. Ja. Unsere Halle ist klein. Ja wir teilen sie uns aktuell, weil unsere gebaut wird. Aber das macht uns nicht zu einem schlechteren Team!“

Heftig hob und senkte sich die Brust der Zuspielerin, jetzt erst realisierte sie wie nahe sie dem Braunhaarigen eigentlich war und sofort schoss ihr das Blut ins Gesicht. Jetzt wo sie ihn von Nahem betrachten konnte, erkannte sie leichte Augenringe unter einer dünnen Schicht Concealer. Auch seine Haare waren weniger Ordentlich als sonst und er hatte definitiv abgenommen. Dieser Anblick ließ ihre Wut schnell wieder verrauchen, ein hilfloser Ausdruck schlick sich auf ihr Gesicht und bevor sie der Gefahr drohte unter seinen braunen Schokoladenaugen einzuknicken drehte sie sich zu Iwa und Manami. „Hey Iwa.“ Sagte sie dann leise, lächelte vorsichtig und bemerkte schnell das seichte Lächeln auf seinen Lippen. „Hey Zwerg.“ Erwiderte der Angesprochene trocken, wuschelte ihr einmal durch die Haare und versuchte dann ein letztes Mal das weißhaarige Anhängsel von seiner Seite zu schieben. Nur halbherzig, aber er war auch deutlich weniger abgeneigt von der Nähe zu ihr als er nach außen trug. „Wir essen nachher für dich mit!“ Stellte Riona klar, boxte Manami einmal schwach gegen den Oberarm und verschränkte die Hände hinter dem Rücken. „Viel spaß ihr… drei.“

Die Wut war mittlerweile vollkommen einer melancholischen Müdigkeit gewichen, sie fühlte sich fehl am Platz und ihrem Ex-Freund so nahe zu sein und doch so weit entfernt brach ihr aufs Neue das Herz. Es wäre gelogen zu behaupten sie wäre damit fertig. Das war sie nicht. Sie vermisste Toru öfter als gut für sie war. Aber sie konnte die Vergangenheit nichtmehr ungeschehen machen und so musste sie mit den Konsequenzen ihrer eigenen Handlung leben. Ein letztes Mal drehte sie sich zu ihm um, musterte ihn einen Augenblick, bevor sie auf dem Absatz kehrt machte. Sie musste hier weg, weg von all den Augen, die sie anstarrten, weg von all den Gefühlen, welche unter der Oberfläche brodelten. Und das verdammt leise, aber verdammt unfaire „Rio…“ welches sie noch aus der Richtung des Zuspielers der anderen Schule vernehmen konnte ließen das Fass endgültig überlaufen. Erst waren ihre Schritte langsam, kontrolliert doch mit einem Mal verfiel sie in einen Laufschritt, welcher sie direkt an der nächsten Tür aus der Haupthalle führte. Diese fiel hinter ihr ins Schloss als die ersten Tränen ihr über die Wangen rollten.

„Verdammt.“
Fluchend wischte sie sich über die Augen, vergrub das Gesicht in den Händen und rutschte neben dem Ausgang an der Wand zu Boden. Ihr Leben meinte es gerade wirklich nicht gut mit ihr. Es dauerte trotzdem nicht lange, bis sich die Tür neben ihr erneut zu öffnen begann und verschreckt blickte Riona auf. Wer war ihr gefolgt?

Things you don’t understand are scary,
right?




~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~


once bitten and twice shy
i keep my distance, but you still catch my eye
tell me, baby, do you recognize me?

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BeitragThema: Re: Fly High~   Fly High~ - Seite 4 EmptyDo 01 Apr 2021, 18:23





Manami Kita
MITTWOCH, 12. JULI / 20:37 UHR / 20

Normalerweise war Manami gar nicht wirklich der Typ für lange Umarmungen - allgemein war sie nicht unbedingt jemand, dem Körperkontakt wichtig war, oft waren andere Leute einfach zu warm für ihren Geschmack - aber allein, weil Hajime nach wenigen Sekunden bereits wieder versuchte, sich aus ihrer Umarmung zu befreien, verstärkte sie ihren Griff noch etwas. Als Ass der Seijoh hatte er zwar ziemlich beachtliche Muskeln aufzuweisen, allerdings war auch sie selbst keineswegs auf der schwachen Seite und so würde es einiges mehr brauchen, als eine Hand, die halbherzig versuchte, sie wegzudrücken. Außerdem war es viel zu lange her, dass sie ihn wirklich gesehen hatte. Die paar SMS, die sie sich im Laufe einer Woche schickten, waren einfach nicht zu vergleichen. Besonders, weil Manami ohnehin furchtbar darin war, Nachrichten zu beantworten.
Sie warf einen kurzen Blick über die Schulter und versuchte, die Situation abzuschätzen. Während die meisten Mitglieder des Jungsteams ihre Aufräumarbeiten unterbrochen hatten, um gegen die Anwesenheit des fremden Asses zu protestieren, war ihr eigenes Team noch relativ fleißig mit dabei.
“Wenn die Jungs sich wieder einkriegen, müssten wir gleich fertig sein”, verkündete sie und wurde im nächsten Moment direkt von erneuten Protestrufen übertönt. Etwas verwirrt zog sie die Augenbrauen zusammen und sah zur Hallentür hinüber, die sich soeben wieder geöffnet hatte. Ah.
Manami rollte mit den Augen. Manchmal benahmen die Jungs sich wirklich absolut lächerlich - als ob die beiden Seijoh Spieler sich irgendwelche Geheimnisse von ihren Aufräumarbeiten abgucken könnten. “Niemand ist hier, um zu spionieren. Hajime und ich haben Pläne für den Abend und er holt mich nur ab.” Sicherheitshalber verdrehte sie noch einmal die Augen, um zu zeigen, wie ungemein lächerlich sie sich verhielten.

“Hey Toru”, begrüßte sie den anderen Jungen, ignorierte sein “Kompliment” und sah dann zu Hajime auf, zog die Augenbrauen dabei noch etwas weiter zusammen. “Du hast nicht gesagt, dass er mitkommt.”
Sie war nicht unbedingt wütend, dass der Andere ebenfalls mitgekommen war - in einer anderen Situation hätte sie sich wahrscheinlich echt darüber gefreut, immerhin war er ein verdammt guter Zuspieler - doch irgendetwas an der ganzen Situation bereitete ihr Unbehagen. Manami warf einen schnellen Blick zu Rio hinüber, versuchte aus ihrem Gesicht zu entziffern, was der Rothaarigen wohl gerade durch den Kopf ging. Klar, sie hatte ihnen gesagt, dass sie im Guten auseinander gegangen waren und Manami hatte bisher so gut wie gar keine Erfahrungen im Bereich Beziehungen gesammelt (wer brauchte schon einen festen Freund, wenn man Volleyball hatte?), doch selbst sie wusste, dass man dem anderen nach Trennungen normalerweise etwas Freiraum gab. Und so schlecht sie auch darin war, die Gefühle anderer zu lesen, so konnte doch selbst Manami erkennen, dass Rio nicht unbedingt erfreut darüber war, ihren Exfreund wieder zu sehen. Sie hatte ohnehin vermutet, dass da mehr war, als die Zuspielerin hatte durchblicken lassen - besonders nach den Dingen, die sie durch Hajime oder ihre Textnachrichten mit Toru selbst mitbekommen hatte.
“Ich hab ihm mehrmals gesagt, dass er nicht mitkommen soll”, sagte Hajime und hob seine freie Hand, um seinen Zeigefinger und Daumen gegen den Nasenrücken zu pressen, “aber er wollte einfach nicht hören.”
“Ich stehe übrigens direkt neben euch und kann hören, wie ihr über mich redet, als wäre ich nicht hier”, protestierte der Andere, doch schenkte Manami ihm nicht wirklich viel Aufmerksamkeit. In ihrem Kopf ratterte es und die Lautstärke in der Halle half ihr nicht unbedingt dabei, sich zu konzentrieren. Die Situation in der Halle war so angespannt, das konnte selbst sie spüren, und sie versuchte, sich so schnell wie möglich eine Lösung dafür zu überlegen.
Doch kam ihr Rio in dieser Hinsicht allerdings zuvor und bevor Manami überhaupt wirklich mit ihren Überlegungen anfangen konnte, hatte sie schon die Aufmerksamkeit mit einem Pfiff auf sich gezogen. Während sie alle zur Schnecke machte, suchte die Weißhaarige über die Köpfe der anderen hinweg den Blick von Akari. Die Mittelblockerin war um einiges besser darin, mit emotionsgeladenen Situationen umzugehen, als sie selbst, wusste oft die besseren Worte, um jemanden zu trösten - auch wenn sie nicht einmal wusste, ob Rio getröstet werden musste. Sie warf Akari einen hilflosen Blick zu und nickte dann kaum merklich zu der Rothaarigen hinüber, die Frage “Was sollen wir machen?” stand ihr dabei klar ins Gesicht geschrieben.

Sie hatte kaum eine Chance, Rio zu antworten, bevor diese plötzlich nahezu aus der Halle stürmte. Manami sah zu Hajime auf, doch dieser zuckte nur etwas unbehaglich mit den Schultern. Dann sah sie zu Toru, fixierte ihn mit einem ernsten Blick. Der Zuspieler hob abwehrend die Hände, doch konnte sie erkennen, dass auch an ihm die ganze Sache nicht spurlos vorbeigegangen war.
Die Weißhaarige konzentrierte sich einen Moment lang auf einen losen Faden an Hajimes Trainingsjacke, ließ dann endlich von ihm ab und beugte sich hinab, um ihre Knieschoner zurecht zu zupfen. Torus Auftauchen hatte alles so verdammt kompliziert gemacht. Eigentlich hatte sie doch nur Angriffe mit Hajime üben wollen. Frustriert rümpfte sie die Nase und stieß einen langen Atemzug aus.
Nachdem sie sich wieder aufgerichtet hatte suchte sie Akaris Blick. “Gehst du zu Rio? Du bist besser mit …”, sie gestikulierte halbherzig in der Luft herum, versuchte die richtigen Worte zu finden, um die Situation zu beschreiben, “... dem ganzen Kram. Ich kümmere mich um die ganzen Idioten hier drinnen.”

Mit den Händen in die Hüften gestemmt wandte Manami sich wieder Toru zu. Nach einem Moment der Stille, in dem sie ihn einfach nur finster angesehen hatte, verzog sie schließlich die Miene zu einem Schmollen. “Musstest du unbedingt mitkommen?”, jammerte sie und sah ihn dabei vorwurfsvoll an, “ich wollte einfach nur mit Hajime trainieren! Und jetzt hast du alles irgendwie komisch gemacht!!”
Der Zuspieler schrumpfte etwas unter ihrem Blick (oder vielleicht auch einfach unter dem finsteren Blick, den Hajime ihm über Manamis Schulter hinweg zuwarf, was sie allerdings nicht mitbekam) und zuckte dann entschuldigend mit den Schultern, fing sich im nächsten Moment aber schon wieder und setzte sein patentiertes Grinsen auf. “Irgendjemand muss ja die Aufsichtsperson sein, damit du und Iwa-chan nicht auf falsche Gedanken kommen.”
Manami seufzte schwer, hatte jedoch nicht wirklich Zeit, selbst zu reagieren, weil Hajime von irgendwo einen Ball gezaubert hatte und diesen mit Schmackes nach Toru warf.




~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~

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BeitragThema: Re: Fly High~   Fly High~ - Seite 4 EmptySa 03 Apr 2021, 00:47



Akari Ruyjin

12.07.
20:42

» Everything I do, I do with
passion and patience. «
Mit finsterer Miene schaute Akari Riona dabei zu, wie sie Tanaka und den Rest der Jungs in ihre Schranken wies. Diese forsche, unkontrollierte Art hatte sie an der Rothaarigen nur selten gesehen und dass sie gerade jetzt in den Modus ging, bedeutete sicherlich nichts Gutes. Oikawa hatte definitiv den falschen Ton getroffen, als er Tanaka provoziert hatte und es hatte in Rio anscheinend etwas ausgelöst. Dass ihre Zuspielerin jetzt so außer sich geriet und schwer atmend in der Halle stand war so ein fremdes Bild, dass Akari im ersten Moment nicht wusste, was zu tun war. Sollte sie Riona mit vor die Tür nehmen, um sie zu beruhigen? Oder sollte sie Manami, Oikawa und Iwaizumi erstmal rausschicken? Ein erneuter Blick zu Mizuno verriet ihr, dass ihre Trainerin zwar einen nachdenklichen Blick aufgesetzt hatte, aber immer noch keine Anstalten machte, in irgendeiner Form einzugreifen und nichts frustrierte die Mittelblockerin gerade mehr. Als Person in der Verantwortung war es doch ihre Aufgabe, ihre Teammitglieder zu schützen, anstatt einen solchen Ausbruch einfach zu ignorieren. Fast schnaubte sie ungläubig.

Als Rio dann mit nur wenigen weiteren Worten, die auffällig neben der Spur waren, die Halle selbst verließ, tauschte Akari einen bedeutungsvollen Blick mit Manami. Ihnen beiden war irgendwie klar, dass hier mehr lief, als sie bisher wussten, aber jetzt war nicht die Zeit dafür. Ihr wortlose Antwort an Manami sollte eine beruhigende sein. Wir kriegen das schon irgendwie hin. Mit einem scharfen Blick in Richtung Oikawa, der mehr analysierend, als sauer sein sollte, schaute sie sich sein Gesicht genau an. Er wirkte so ganz anders, als auf den Fotos oder bei den flüchtigen Begegnungen, bei denen sie ihn gesehen hatte. Wo sonst eine sorglose Energie herrschte, lag jetzt Müdigkeit - wenn auch hinter einer meisterhaften Maske versteckt. Es fiel Akari schwer, die Gefühle zu deuten, die sie auf seinem Gesicht miteinander ringen sah und so musste sie es erstmal aufgeben. Manami würde sich definitiv besser um die Jungs kümmern können und so nickte Akari ihr nur kurz zu, streckte ihr aber noch einen hochgereckten Daumen hin, um ihr zu zeigen, dass dies weder ihre Schuld noch ihre Verantwortung war.
Sie bekam schon gar nicht mehr mit, was Manami zu den Jungs sagte, als sie mit wenigen großen Schritten zur Tür gegangen war. Als sie sie öffnete, um Riona hinterher zu gehen, bot sich ihr ein jämmerliches Bild. Dort saß eine ihrer besten Freundinnen auf dem Boden und weinte. Sie hatte es nicht mal geschafft, einige Meter weiter zu laufen, sondern war schon am Ausgang zusammen gebrochen. Grüne, verweinte Augen blickten erschrocken zu ihr auf und Akaris Herz zog sich zusammen. Wie ein Häufchen Elend saß eine ihrer besten Freundinnen vor ihr und sah so verletzt aus, dass Akari am Liebsten weder reingestürmt wäre, um Oikawa ordentlich einer Tracht Prügel zu unterziehen. Aber das war sicherlich nicht das, was Riona gerade brauchte.

Vorsichtig hockte Akari sich vor sie hin und strich ihr sanft einige der roten Strähnen aus dem Gesicht, die an den tränennassen Wangen hängen geblieben waren. “Hey”, sagte sie in ihrer ruhigen, tiefen Stimme und zog Rio dann in eine Umarmung. Der Winkel war merkwürdig und unbequem, also änderte Akari langsam ihrer Beider Position sodass sie nebeneinander auf dem Boden saßen. Sie flüsterte einige “Ist schon okay”s in Rionas Haar und schaukelte sie - ob nun peinlich oder nicht - etwas hin und her. Sie glaubte nicht, dass ein Gespräch in diesem Augenblick wirklich helfen würde, nachdem ihr Freundin solch einen Ausbruch gehabt hatte, aber nach einigen Minuten schob sie Riona an den Schultern ein wenig von sich weg. “Gehts wieder?”, fragte sie vorsichtig und ließ ihren Blick über ihr Gesicht huschen. “Möchtest du gerne drüber reden?”

Toyhouse Akari | 020







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Even though I always know the morning will come
I want to stay in your sky like a star
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